Bayrischer Leberkäse-Sauerkraut-Auflauf – das Rezept

Heute wollte ich mal wieder etwas traditionelles aus meiner Wahlheimat Bayern zubereiten, daher entschied ich mich heute mal für das Rezept eines Leberkäse-Sauerkraut-Auflauf, in dem unter anderem auch Laugenbrezeln und Zwiebelsuppe verarbeitet werden sollten. Das versprach ein schön deftiges Gericht, soviel stand fest. Und das Ergebnis erwies sich tatsächlich als überaus lecker, so dass ich natürlich nicht versäumen möchte dass zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Art und Weise vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

1 mittelegroße Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

400g Leberkäse (Fleischkäse)
02 - Zutat Leberkäse / Ingredient meat loaf

850g Sauerkraut (Dose)
03 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

1 Lorbeerblatt
04 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

1/2 Teelöffel Kümmelsamen
05 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway seeds

300ml Apfelsaft
06 - Zutat Apfelsaft / Ingredient apple juice

2-3 Laugenbrötchen (insgesamt ca. 160-170g)
07 - Zutat Laugenbrötchen / Ingredient  pretzel rolls

250ml Milch
08 - Zutat Milch / Ingredient milk

125ml Schlagsahne
09 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

1 Tüte Zwiebelsuppe (für 3 Portionen = 750ml)
10 - Zutat Zwiebelsuppe / Ingredient onion soup

70-80g geriebenen Edamer
11 - Zutat Edamer / Ingredient edam cheese

sowie etwas Öl zum braten, etwas Butter oder Öl zum Ausfetten der Form
etwas Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Petersilie zum garnieren

Beginnen wir nun mit der Zubereitung. Nachdem wir die Zwiebel geschält und gewürfelt haben,
12 - Zwiebel würfeln / Dice onion

erhitzen wir zwei Esslöffel Öl (z.B. Olivenöl) in einer Pfanne
13 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die Zwiebelwürfel darin an, bis sie glasig werden. Außerdem beginnen wir damit den Ofen auf 250 Grad vorzuheizen.
14 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

Anschließend geben wir das Sauerkraut hinzu
15 - Sauerkraut addieren / Add sauerkraut

und braten es unter starker Hitzezufuhr so lange an, bis an anfängt leicht zu bräunen
16 - Unter starker Hitze anbräunen / Brown on high heat

um es dann mit dem Apfelsaft abzulöschen und die Hitze dabei natürlich reduzieren.
17 - Mit Apfelsaft ablöschen / Deglaze with apple juice

Nun geben wir das Lorbeerblatt
18 - Lorbeerblatt addieren / Add bayleaf

und den halben Teelöffel Kümmelsamen hinein
19 - Mit Kümmel würzen / Season with caraway seeds

und lassen dann alles für 10 Minuten bei geschlossenem Deckel schmoren.
20 - Geschlossen schmoren / Braise closed

In der Zwischenzeit schneiden wir die Laugenbrezeln in Scheiben
21 - Laugenbrötchen in Scheiben schneiden / Cut pretzel rolls in slices

und verteilen sie auf einen Backofenrost, um sie dann für 3 bis 4 Minuten im inzwischen aufgeheizten Ofen zu rösten.
22 - Im Ofen rösten / Roast in oven

Anschließend entnehmen wir sie sofort und lassen sie etwas abkühlen. Ich hatte fast den richtigen Zeitpunkt verpasst, denn die Laugenbrötchen-Scheiben waren bereits etwas dunkel geworden. Außerdem drehen wir den Ofen auf 175 Grad zurück.
23 - Abkühlen lassen / Cool down

Außerdem halbieren wir die Leberkäse-Scheiben, was Erfahrungsgemäß am besten mit einer Brotmaschine funktioniert.
24 - Leberkäse halbieren / Cut meat loaf in halfs

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, das Sauerkraut in der Pfanne hin und wieder umzurühren.
25 - Sauerkraut umrühen / Stir sauerkraut

Die Milch und die Schlagsahne geben wir nun in einem Topf, erwärmen es leicht ohne es jedoch zum kochen zu bringen,
26 - Sahne & Milch in Topf geben / Put cream & milk in pot

geben dann das Zwiebelsuppen-Pulver hinzu
27 - Zwiebelsuppe hinzu geben / Add onion soup

und verrühren es dann gut mit der lauwarmen Milch und der Sahne. Durch das leichte erwärmen löst sich die Zwiebelsuppe besser auf.
28 - Zwiebelsuppe verrühren / Stir in onion soup

Sind die 10 Minuten Schmorzeit vorüber, schmecken wir das Sauerkraut noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer ab, dann nehmen wir es schließlich von der Platte und lassen es etwas abkühlen.
29 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Nachdem wir dann eine Auflaufform ausgefettet haben
30 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

schichten wir etwas Sauerkraut hinein,
31 - Sauerkraut hinein geben / Put some sauerkraut in casserole

legen zwei Scheiben der angerösteten Laugenbrötchens hinein, drücken sie etwas im Sauerkraut an
32 - Laugensemmel einschichten / Add bread

und bedecken sie mit zwei Leberkäse-Scheiben.
33 - Leberkaese hinzufügen / Add meat loaf

Es folgt wieder etwas Sauerkraut,
34 - Mit Sauerkraut weitermachen / Continue with sauerkraut

zwei Scheiben Laugensemmel
35 - Laugensemmel einfügen / Add bread

und wieder zwei Scheiben Leberkäse.
36 - Leberkaese einlegen / Add meat loaf

So fahren wir dann dort, bis die Auflaufform gefüllt und das Sauerkraut verbraucht ist.
37 - Weitermachen bis Form gefüllt / Continue until casserole is filled

Anschließend übergießen wir alles mit der in Sahne und Milch aufgelösten Zwiebelsuppe
38 - Mit Zwiebelsuppe garnieren / Douse with onion soup

und bestreuen es mit dem geriebenen Edamer
39 - Mit Edamer bestreuen / Dredge with edam cheese

um es dann auf der mittleren Schiene in den Ofen zu schieben und für ca. 30 Minuten bei 175 Grad zu backen.
40 - Im Ofen backen / Bake in oven

Danach können wir die Auflaufform entnehmen
41 - Bayrischer Fleischkäse-Sauerkraut-Auflauf - fertig gebacken / Bavarian meat loaf sauerkraut casserole  - finished baking

und das Gericht mit etwas Petersilie garniert servieren.
42 - Bayrischer Fleischkäse-Sauerkraut-Auflauf - Serviert / Bavarian meat loaf sauerkraut casserole - Served

Alleine schon das in Apfelsaft geschmorte Sauerkraut mit seiner leichten Kümmel-Note war ein wahrer Genuss, aber in Kombination mit dem Leberkäse, den angerösteten Laugensemmeln und der würzigen Zwiebelsuppen-Sauce ergab sich ein deftig-würziges, aber überaus leckeres Auflaufgericht, welches gleich mehrere typische Komponenten der bayrischen Küche sehr gelungen kombinierte. Gemeinsam mit dem würzigen Edamer-Käse, den ich zum überbacken des Gerichts verwendet und der dabei eine schön knusprige Kruste gebildet hatte ergab sich somit ein Gericht, das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

43 - Bayrischer Fleischkäse-Sauerkraut-Auflauf - Seitenansicht / Bavarian meat loaf sauerkraut casserole - Side view

Wie bei vielen Gerichten der bayrischen Küche ist auch diese Auflauf nicht gerade leichte Kost. Meiner Berechnung nach liegt die gesamt Zubereitung bei etwa 300kcal, aufgeteilt auf vier Portionen landen wir also mal eben bei 750kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ist das schon an der obere Grenze. Der größte Einzelposten ist dabei natürlich der Leberkäse mit fast 1300kcal. Hier könnte man auch ansetzen wenn man den Wert etwas reduzieren möchte. Wen dieser etwas erhöhte Wert jedoch nicht stört, dem sei dieses Rezept wärmstens ans Herz gelegt, mir hat das Ergebnis meines heutigen Kochexperimentes auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Gebratener Leberkäse & Country Potatoes [09.08.2013]

Das Angebot in unserem Betriebsrestaurant am heutigen Freitag erwies sich als ohne wirkliche Highlight. Das beste Angebot wäre wohl heute das Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum mit Thaigemüse in Austernsauce gewesen, das neben Gebackenen Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Weder der Gebackene Leberkäse mit Bratkartoffeln bei Globetrotter noch das Gebackene Schollenfilet mit Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat bei Vitality waren da eigentlich dazu angetan besondere Begeisterung bei mir auszulösen und das Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region fiel wegen seiner Eigenschaft als Süßspeise nicht in die nähere Auswahl. Es war wohl der Herdentrieb oder die Tatsache dass ich schon seit langem kein Leberkäse mehr gegessen hatte, die mich schließlich dazu bewog bei dem Globetrotter-Gericht zuzugreifen. Dazu noch etwas Ketchup und fertig war mein heutiges Mittagsgericht. Gemüse gab es leider kein passendes und auf einen Nachtisch wollte ich bei dieser Kombination dann doch lieber verzichten.

Leberkäse & Country potatoes / Meat loaf & country potatoes

Was auf der Speisekarte als Bratkartoffeln bezeichnet hatte, entpuppte sich als knusprige und heißte, wohl frittierte Kartoffelspalten oder Country Potatoes. Aber die passten wie ich fand auch ganz gut zu dem angebratenen und fast daumendicken Stück würzigen Leberkäse. Allerdings war die Kombination insgesamt – trotz des Ketchups den ich mir zusätzlich auf den Teller getan hatte – etwas trocken wie ich fand, dafür aber um so mächtiger und überaus sättigend. Bei Leibe keine leichte Wahl, aber mir war heute eben mal danach gewesen. Und geschmacklich konnte man nichts dagegen sagen.
Und auch die meisten der anderen Gäste schienen heute beim Leberkäse zugeschlagen zu haben, was diesem Gericht mit knappen Vorsprung den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala verschaffte. Aber es hätte nicht viel gefehlt, dass die Scholle mit Kartoffelsalat diese Stelle eingenommen hätte – der Abstand zwischen diesen beiden Gerichten war wirklich nur marginal. Die Asia-Gerichte landeten daher heute mal wieder auf Platz drei und die Süßspeise in Form des Kaiserschmarrns auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Country Potatoes: ++

Hackbraten mit Rahmkarotten & Kartoffelpüree [03.06.2013]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum, Thaigemüse und Austernsauce lockte, entdeckte ich auf der Speisekarte der westlichen Küche ebenfalls einige interessante Gerichte wie die Gemüse-Paella bei Vitality, den Hackbraten mit Rahmkarotten und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und schließlich die Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Kräuterreis bei Globetrotter. Da ich auf Asia-Gerichte keine Lust verspürte, ich etwas Fleisch wollte und mir die Hähnchenkeule etwas mickrig aussah, griff ich schließlich zum Hackbraten – auch wenn es sich hier vermutlich um das kalorientechnisch ungünstigste Gericht auf der Karte handelte. Aber meines Wissens hatte ich dies in dieser Kombination noch nicht probiert. Auf ein Dessert verzichtete ich aber.

Hackbraten mit Rahmkarotten & Kartoffelpüree / Meat loaf with cream carrots & mashed potatoes

Das Kartoffelpüree war zwar wieder recht eindeutig aus Pulver hergestellt, aber zumindest war es nicht ganz so dünnflüssig wie ich es von früher in Erinnerung hatte, aber für eine volle Punktzahl reicht es dennoch nicht ganz. An den in würziger Rahmsauce angerichteten Pariser Möhren gab es aber nichts zu meckern. Und auch die etwa fingerdicke Scheibe Hackbraten, den man offensichtlich nach der Zubereitung noch einmal angebraten hatte, gab keinen Grund zur Kritik. Er erwies sich als angenehm saftig und gut gewürzt, wobei besonders viel Würze im der dunklen Kruste lag. Ein nicht gerade leichtes, aber dennoch durchaus schmackhaftes Gericht – kann es gerne mal wieder geben.
Und auch die anderen Gäste schienen primär beim Hackbraten zugegriffen zu haben, womit ich diesem Gericht den heutigen ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz schienen sich heute die unerwartet beliebte Gemüse-Paella und die Hähnchenkeule zu teilen. Ich konnte hier zumindest keinen klaren Favoriten ausmachen. Ungewöhnlich, aber das folgt dem Trend der letzten Wochen, in denen die vegetarischen Gerichte ja häufiger als sonst mal nicht abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet sind. Mal schauen ob sich dieser Trend hält.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten: ++
Rahmkarotten: ++
Kartoffelpüree: +

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln / Meat loaf with vegetables & potatoes

Saftiger Hackbraten mit würziger Sauce, Erbsen- & Möhrengemüse und Salzkartoffeln – kein typischer Ostersonntags-Gericht, aber eine sehr leckere Kombination die sich auch leicht vorbereiten lässt. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit unserer diesjährigen Wahl.

Leberkäse mit Bratkartoffeln [29.03.2012]

Aktuell zeige ich ein paar Besuchern die Stadt München und im Rahmen dieses großen Stadtrundgangs bzw. -fahrt führte uns der Weg natürlich auch an den Chinesischen Turm im englischen Garten, wo wir uns entschlossen im dortigen Biergarten heute unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Das Angebot dort umfasst die für Biergärten übliche Palette Gerichte, die man sich nach eigenem Gutdünken kombinieren konnte. Als Fleischkomponenten finden sich Weißwürste, Rindsbratwürste, Fleischpflanzerl (Frikadellen), halbe Hähnchen, Rollbraten und einiges mehr. Dazu konnte man Pommes Frites, Bratkartoffeln, Klöße oder Kartoffelsalat als Sättigungsbeilage und schließlich auch Gemüse wie Rotkraut oder Sauerkraut wählen – natürlich alles in Selbstbedienung wie in den meisten bayrischen Biergärten üblich. Aus der verfügbaren Auswahl entschied ich mich für eine Portion Leberkäse für 3,60 Euro und eine Portion Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck für 3,40 Euro.

Leberkäse mit Bratkartoffeln / Meat loaf with fried potatoes

Am Leberkäse, zwei unregelmäßig geschnittenen, aber angenehm dicken Scheiben gab es absolut nichts auszusetzen. Einzig den Bratkartoffeln merkte man an, dass es sie warmgehalten und teilweise etwas zu lang gebraten worden waren – was man im Bild vor allem an den stark angebrannten Kartoffelstücken zu erkennen ist. Da deren Anzahl aber glücklicherweise nur gering war, werde ich nur leichte Abzüge geben. Immerhin war die Portion insgesamt ziemlich reichhaltig, wenn auch kalorientechnisch bestimmt nicht allzu vorteilhaft. Aber Hauptsache satt geworden 😉

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Bratkartoffeln: +