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Anruf von +49 211 3197949

Donnerstag, April 18th, 2013

Nach etwa einem Monat Pause erreichte mich heute mal wieder einer dieser nervigen Anrufe aus irgend einem Call-Center. Wird das nie aufhören? *seufz*
Am anderen Ende war eine Person, die sich Herr Schuster nannte und angab von der Firma MVG aus anzurufen. Ich hätte vor etwa einem Jahr eine Teilnahmekarte für ein Gewinnspiel um einen Audi A1 ausgefüllt, jetzt wären die Ziehungen erfolgt und ich wäre unter die letzten 10 Teilnehmer gekommen.

<sarkasmus>
Juchuuu, ich konnte mich vor Freude kaum halten…
</sarkasmus>

Er wollte nun fragen, ob ich lieber das Auto oder doch eher den Gegenwert von 32.000 Euro haben wolle. Ich erwiderte, dass ich eigentlich nie an Gewinnspielen teilnehme und da wohl ein Irrtum vorliegen muss. Darauf hin konterte er, dass es ja ein Jahr her sei und ob ich da so sicher sei. Ich hätte jetzt weiter Argumentieren können, dass ich mir ganz sicher sei und ihn fragen können, was das für eine komische Verlosung sei die ein Jahr für eine Ausspielung braucht. Ich bin diese Gespräche aber inzwischen wirklich Leid. Daher entgegnete ich nur, dass ich kein Interesse hatte, bedankte mich für den Anruf und verabschiedete mich. Dann legte ich einfach auf bevor mein Gesprächspartner weiter reagieren konnte. Vom Muster her ließen sich von Anfang an klare Ähnlichkeiten zu diesem Anruf erkennen, den ich ja etwas weiter geführt hatte. Daher war mir schon klar worauf das hinaus laufen würde…

Das war nicht das erste Mal, dass man mich mehrfach mit der selben Masche von unterschiedlichen Pseudo-Firmen anruft und versucht an Kontodaten zu kommen oder irgend etwas zu verkaufen. Mich würde es wirklich mal interessieren, ob hinter solchen gleichartigen Call-Center Anrufen immer die selben Drahtzieher stecken oder ob es vielleicht sogar einen Ideen-Markt für Abzock-Anrufe gibt? Oder Kopieren sich diese Leute einfach nur gegenseitig? Zumindest ist festzustellen, dass diese Anrufe immer ausgefeilter werden. Bin schon gespannt, was man sich als nächstes ausdenkt…

Die Liste aller dokumentierten bisher Cold Calls findet sich übrigens hier.

Schokoladen-Zalando-Bote

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Als ich heute Abend in einer Filiale der Supermarktkette Tengelmann einige Dinge zur Aufstockung meines Kühlschrankes einkaufte, stieß ich auf etwas, das mir einen Mischung aus Graus und Anerkennung der großen Dreistigkeit über den Rücken jagte: Man hatte die aus diesem Zalando-Werbeclip bekannte Figur des Zalando-Boten als Ersatz des traditionellen Weihnachtsmannes doch tatsächlich Realität werden lassen.

Zalando-Bote
Zalando Schoko-Bote

„Entkleidet“ man ihn, liegt die Vermutung nahe dass man hier einfach einen Schoko-Weihnachtsmann mit einer neuen Hülle versehen hat. 😉


Links: Umhüllung – Rechts: Schoko-Inhalt


Links: Produktcode – Rechts: Inhaltsstoffe

Für 79 Eurocent gibt es also jetzt auch einen aus 50g Milchschokolade bestehenden Schoko-Zalando-Boten im Einzelhandel. Eigentlich ein kluger werbetechnischer Schachzug der Zalando-Gruppe, diesen Teil ihrer grenzwertig-dreisten Werbung die seit 2008 über die Fernseh- und Radiokanäle zu sehen bzw. hören ist und nicht nur Begeisterungsstürme hervorruft. 😉
Seit ich weiß, dass bei Zalando (genau wie z.B. bei eDarling, myphotobook oder BigPoint) als Kapitalgeber die Samwer-Brüder mit drin hängen, die ja schon versucht haben mit dem Klingelton-Anbieter Jamba! eine ganz Generation von Jugendlichen durch grenzwertig-legale Abofallen um ihr Taschengeld zu bringen, war mir sofort klar dass ich dort mit lieber nichts bestellen werde. Auch wenn ich nie zum Jamba-Opfer geworden bin – ich habe in meinem Leben keinen einzigen Klingelton käuflich erworben – sollte man Menschen, die versuchen ohne jedes Gewissen die Unerfahrenheit von Minderjährigen und jungen Erwachsenen auszunutzen, lieber nicht trauen. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht tue ich Zalando ja auch unrecht – aber ich bin da lieber vorsichtig.
Dennoch muss man der Berliner Agentur Jung von Matt für diese ausgeklügelte und nun sogar bis in die heimischen Supermärkte reichende Werbeaktion ausgearbeitet hat und dafür 2011 auch mit dem Effie-Preis ausgezeichnet wurde wirklich Respekt und Anerkennung zollen. Und das war mir die 79 Cent für den Erwerb dieses Schoko-Zalandoboten wirklich wert.

BTW: Liefert Zalando nicht mit der DHL? Dann wäre der Zalando-Bote ja sowieso ein Mythos… *g*

Anruf von +49 180 5 577448

Mittwoch, August 8th, 2012

Heute erreichte mich mal wieder ein weiterer Kaltanruf (Cold-Call) auf meinem Mobiltelefon, dieses Mal von der Rufnummer +49 180 5 577448. Das erste Mal klingelte es um 15:23 Uhr, als ich jedoch ran ging und mich mit meinem für solche Nummer üblichen „Ja?“ meldete, tutete es nur – am anderen Ende war niemand. Zurückgerufen habe ich natürlich nicht, die 0180 5 Nummern kosten ja schon vom Festnetz 14 Cent pro angefangener Minute – die Kosten vom Mobiltelefon will ich da lieber nicht wissen. Ich war jedoch vorgewarnt und googelte gleich mal nach der Nummer – und mein Verdacht bestätigte sich: Es gab mehrere Meldungen dass es sich hier um ein Call Center handelte, das Mal wieder Lotto verkaufen wollte.
Um 16:31, also fast genau eine Stunde später, klingelte es ein weiteres Mal und dieses Mal meldete sich ein Herr Winter. Auf meine Rückfrage von welcher Firma nannte er West-Lotto als Auftraggeber. Er erzählte mir eine der bereits aus meiner langen Liste von vorherigen Cold-Calls (man siehe hier für eine komplette Übersicht) sehr ähnliche Story: Ich hätte – angeblich – schon einmal bei irgend einem Lotto-System mitgespielt und damals ja nichts gewonnen. Daher würde man mich jetzt gerne ab dem 01. September in eine „Entschädigungsrunde“ aufnehmen, bei der man für den Preis von nur 13,90 Euro pro Woche (also 55,60 Euro im Monat) mit soundsovielen Gewinnscheinen samt Spiel 77 wieder am teilnehmen könne, und das mit einer garantierten Gewinnchance! Ich würde natürlich alles schriftlich erhalten und der Datenschutz würde eingehalten erzählte mir dieser Herr Winter. Auf meiner Erwiderung dass ich diese Masche bereits kennen würde und dass man dort ja eh nur Pfennigbeträge gewinnen würde – ich hatte natürlich gedacht: Jetzt legt er bestimmt auf – gab mir mein Gesprächspartner etwas entrüstet zur Antwort: Was ich mir denken würde, man wäre ja nicht Boesche oder so. Ich bekundete nun mit fester Stimme, dass ich keinerlei Interesse an so etwas hätte, worauf hin man mich mit suggestiven Unterton fragte, warum ich denn kein Geld gewinnen wolle? Netter Versuch – doch ich blieb dabei dass ich keinerlei Interesse an so etwas hätte – bis Herr Winter dann endlich einknickte und mir zusagte dass er mich „herausnehmen würde“. Hoffe nur, dass die Sache damit gegessen ist – werde natürlich dennoch einen genau prüfenden Blick auf meine Kontoauszüge werfen – man weiß ja nie ob diese Call-Center und vor allem die Leute die dahinter stehen nicht noch mehr außer meinem Namen und meiner Telefonnummer gekauft haben.
Das wäre übrigens dann der 28te hier dokumentierte Versuch gewesen, mir telefonisch und unaufgefordert irgend etwas anzudrehen – mal schauen wann ich die Dreißig voll kriege… 😉

Anruf von der „Rechtsabteilung“

Montag, April 23rd, 2012

Heute erreichte mich von der Rufnummer +49 211 9933145 ein weiterer Kaltanruf, der sich mit seiner Masche doch deutlich von dem Abhob, was ich bisher in diesem Bereich erlebt hatte. Daher möchte ich versuchen, das Vorkommnis und den Gesprächsverlauf mal kurz zu rekonstruieren:
Am anderen Ende meldete sich ein Herr mit ganz leichtem, nicht näher zu identifizierenden Akzent der sich als Mitarbeiter irgend einer Rechtsabteilung vorstellte. Der Begriff Rechtsabteilung ließ mich natürlich – wahrscheinlich wie beabsichtigt – erst einmal aufhorchen, daher beendete ich diesen Anruf auch nicht sofort wieder, auch wenn ich ahnte was jetzt kommen würde. Nachdem er sich vergewissert hatte mit der richtigen Person zu sprechen, erzählte er mir er hätte bei sich eine an mich ausgestellte Rechnung der Firma (wenn ich es richtig verstanden habe) Max Life GmbH über die Kosten der Teilnahme an einem Gewinnspiels vorliegen, an dessen Teilnahme ich im Oktober letzten Jahres angeblich telefonisch zugestimmt hätte.

Seltsam – sofort kam mir in den Sinn:
Wieso haben die eine Rechnung bevor ich sie habe?

Als hätte er so einen Gedankengang geahnt, meinte die Person am anderen Ende ich würde diese Rechnung auch in einigen Tagen erhalten. Sofort setzte er suggestiv nach, ich würde mich doch bestimmt erinnern an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben und ich hätte mich da wohl „in etwas reinziehen lassen“ – so der O-Ton. Ich war hin und her gerissen zwischen sofort wortlos auflegen oder weiter zuhören, entschied mich dann aber fürs weiter zuhören um ein wenig Material für einen passenden Beitrag zu sammeln. Ich gehe ja – wie man an der langen Liste anderer hier dokumentierter Kaltanrufe sieht – eigentlich nie auf solche Angebote ein. Er fuhr also weiter fort es gäbe eine Tonbandaufzeichnung dieses Gesprächs und nach Paragraph xy Fernabsatzgesetzes wäre dadurch auch ein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen.
Auf meine Beteuerungen ich würde an keinerlei Gewinnspielen teilnehmen ging er natürlich nicht ein. Als er mir meine aktuelle Adresse vorlas, wurde ich zwar doch etwas stutzig, blieb aber äußerlich ruhig – Adresshändler sind nun mal leider eine bekannte Gruppe von „Halbkriminellen“, die vom Gesetzgeber rechtlich (leider) noch nicht in ihre Schranken gewiesen worden sind. Was dann aber folgte, übertraf alles was ich seitdem gehört hatte: Man bot mir an meine Adresse, meine Telefonnummer und meine Bankdaten – die angeblich ebenfalls alle dort vorlagen – vor weitere Belästigung und vor unrechtmäßigen Abbuchungen von meinem Konto (!!!) zu sperren und für die Zukunft zu blockieren. Ich hätte mich da bestimmt „in etwas reinziehen lassen“ wiederholte er dabei noch einmal. Es gäbe aber irgendwelche Sponsoren, die nicht näher definiert wurden, die alle Kosten übernehmen würden. Ich bräuchte nur für 1 Jahr irgend eine Zeitung zu beziehen – zur Auswahl ständen Titel wie Stern, Bunte usw. Das wäre aber kein Abo. Ansonsten würden die „Sponsoren“ nicht für die Kosten aufkommen. Das war dann die Stelle, an der ich nur meinte ich würde das Ganze dann doch mal lieber ruhen lassen und ohne auf eine weitere Antwort zu warten auflegte. Zum Glück gab es keinen weiteren Anruf danach von dieser Nummer. Bin mal gespannt ob da noch was kommt, vor allem auf diese ominöse Rechnung bin ich gespannt – auch wenn ich es nicht wirklich glaube dass da noch was kommt..
Es ist wirklich interessant man sich da ausgedacht hatte, nur um irgendwelche Zeitungen und Zeitschriften zu verkaufen. Eine Rechtsabteilung, die mich gegen den – höchstwahrscheinlich kostenpflichtigen – Bezug von Zeitschriften davor schützt, weitere unaufgeforderte Anrufe von Call-Centern zu erhalten die meine Adresse wahrscheinlich vom selben unseriösen Personendaten-Dealer gekauft haben von der auch die Vorgesetzten dieser „Rechtsabteilung“ meine Daten erworben haben – das klingt doch wirklich ein wenig absurd, oder? Nach mehr als 25 hier dokumentierten Versuchen mir auf die eine oder andere Weise irgendwelche Teilnahmen an Gewinnspielen, Mitgliedschaften in Lottospiel-Gemeinschaften, Zeitschriftenabos und anderes Zeug anzudrehen – dabei sind kleinere Vorfälle dieser Art nicht berücksichtigt – eindeutig einer der kreativsten Vorfälle in meiner bisherigen „Karriere“ als Cold-Call Zielperson… Not amused

Hartnäckige +49 180 6151112 – ein weiterer Kaltanruf

Mittwoch, November 23rd, 2011

Ein weiterer Kaltanruf erreicht mich heute Vormittag auf meinem Mobiltelefon. Beim ersten Anruf konnte ich nicht abnehmen, da ich gerade in einem Meeting saß. Oft hat sich so etwas damit auch schon erledigt weil die Anrufrobotor der Callcenter dann einfach automatisch die nächste Nummer wählen. Doch wenig später rief man ein weiteres Mal mit der selben (mir unbekannten) Nummer an. Und diesmal hob ich ab.
Ein Herr Schneider von einer Win AG (wenn ich ihn richtig verstanden habe) begann damit mir zu erzählen ich hätte vor einiger Zeit an einem Gewinnspiel teilgenommen und hätte nicht rechtzeitig gekündigt – ob das denn so beabsichtigt wäre. Das gleich Muster kannte ich ja schon von meinem Beitrag hier kennen und das tellows-Blog berichtet hier auch ausführlich über ähnliche Anrufe. Da ich eigentlich keine Zeit hatte mich auf ein längeres Gespräch einzulassen, meinte ich nur lapidar: „Ach die Masche! Die kenn ich schon und habe kein Interesse. Tschau.“ und legte auf. In den meisten Fällen ist das Sache damit erledigt – aber nicht hier. Wenig später klingelte mein Telefon aber mit der selben Nummer schon wieder. Ich weiß gar nicht mehr genau was ich gesagt habe, habe aber auch recht schnell wieder aufgelegt. Als es dann ein viertes Mal mit der selben Nummer läutete verließ ich das Büro kurz. Schnippisch meinte Herr Schneider sie „wären nicht eine solche Firma“ und „man hätte eine Tonbandaufzeichnung von mir“. Scheint eine neue Masche zu sein über die hier schon ein anderer Betroffener berichtet. Man würde mir jetzt die Unterlagen an <meine hiesige Adresse> schicken. Dann legte er auf.
Wirklich unglaublich mit welcher steigenden Dreistigkeit diese Firmen vorgehen. Es mag Personen geben die sich von so etwas einschüchtern lassen – aber nicht mit mir. Sollten tatsächlich Unterlagen kommen, werde ich das Ganze hier natürlich dokumentieren – aber ich glaube erst dran wenn ich es im Briefkasten habe.
Das war jetzt der 25te Firma bei insgesamt 26 Kaltanrufen in meiner Liste die von Vorfällen die ich seit Januar 2008 Dokumentiert habe. Man hat nun schon so oft versucht irgend welche Gewinnspiele, Lottosysteme, Abos über angeblich gewonnnenen Reisegutscheine udn vieles mehr anzudrehen – da werde wohl nach fast vier Jahren Belästigung durch unregelmäßigen unerwünschte Anrufen nicht plötzlich auf so etwas reinfallen. Sollen sie nur kommen – Notfalls habe ich auch eine Rechtsschutzversicherung.

Kaltanruf von +49 180 6 108591

Mittwoch, November 2nd, 2011

Fast hatte ich schon vermutet diese Kaltaquise-Anrufe hätten endgültig aufgehört, es war immerhin schon fast 6 Monate her dass ich einen weiteren dieser nervigen Cold Calls meiner langen Liste hinzufügen konnte. Den Namen der Firma hab ich dieses Mal leider nicht verstanden, aber am anderen Ende war ein Herr Lange oder Langer – im Hintergrund das übliche Gemurmel eines Call-Centers – der mir erzählte ich hätte mich vor einigen Monaten bei irgendwelchen Gewinnspielen angemeldet, gefolgt von der suggestiv, fast vorwurfsvoll vorgetragenen Frage ob ich denn noch daran erinnern würde. Und ich hätte vergessen innerhalb der drei Monats-Frist zu kündigen, daher würde sich das Ganze jetzt automatisch verlängern. Ich seufzte innerlich und erwiderte mit ruhiger, gelassener Stimme dass ich mit Sicherheit an keinerlei Gewinnspielen teilgenommen hätte, die Masche schon kennen würde und keinerlei Interesse an so etwas hätte. Eigentlich hätte ich jetzt noch ergänzt dass ich so etwas für eine Frechheit halte und sie mich doch bitte endlich mal aus ihrer Liste streichen sollen – doch noch bevor ich den ersten Satz beendet hatte, war bereits von der Gegenseite aufgelegt worden. Eine solche Verhaltensweise zeigt ja eigentlich schon dass man es hier keinesfalls mit seriösen Anbietern zu tun hat (wenn es so etwas im Bereich der per Kaltaquise vertriebenen Massen-Gewinnspiel-Teilnahmen überhaupt geben sollte, was ich stark bezweifle).
Diese suggestive Art mit dem „… Sie haben vor soundsoviel Monaten an irgendetwas teilgenommen …“ und „… erinnern Sie sich noch daran?“ kannte ich ja schon von früheren Kaltanrufen, der Part mit „… Sie haben nicht innerhalb der drei Monats-Frist gekündigt…“ war mir jedoch neu. Kreativ sind diese Leute ja, dass muss man ihnen lassen – letztlich halte ich so etwas aber in jeden Fall für Abzocke. Dennoch werde ich natürlich wie immer verstärkt nach unrechtmäßigen Abbuchungen von meinem Konto Ausschau halten – man weiß ja nie ob die außer meiner Mobiltelefon-Nummer nicht noch mehr Daten von mir haben. *seufz*

Not my president

Dienstag, Juni 1st, 2010


Not my president

Ursula „Zensursula“ von der Leyen oder Wolfgang „Stasi 2.0“ Schäuble als Bundespräsident(in)?
Eine Frau die mit fadenscheinig Begründungen versucht hat eine staatlich kontrollierte Zensurinfrastruktur im deutschen Internet einzuführen, sich dabei keiner politischen Diskussion mit ihren Kritikern gestellt, polarisiert und ihre Gegner sogar teilweise auf infame Weise diffamiert hat als deutsches Staatsoberhaupt?
Nein danke!
Aber Schäuble, der ehemalige Bundesinnenminister, der (zum Glück größtenteils erfolglos) unter dem scheinheiligen Argument erhöhter Sicherheit vor Terrorismus den Maßnahmen die einem Überwachungsstaat gleichen propagiert hat? Ein Mann, der „vergessen“ hat während Kohls Klüngelrepublik Regierungszeit eine „Parteispende“ in Höhe von 100.000 DM vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber angenommen zu haben?
Ebenfalls: Nein danke.

Gibt es keine tragbareren Alternativen? Frau Merkel? Anyone? Ich mein ja nur…

[Bild gefunden bei Soup.io]

Nachtrag: Bei Netzpolitik gibts auch einen sehr lesenenwerten Artikel zu diesem Thema

Alice im Wunderland 3D – Filmreview

Samstag, April 10th, 2010

Vor einigen Tagen kamen ich und einer meiner Kollegen endlich dazu, Tim Burtons „Alice im Wunderland“, natürlich in 3D, anzusehen. Dieses Mal entschieden wir uns für das Cinemaxx Kino am Isartor, wo wir inklusive 3D-Zuschlag 12,50 Euronen pro Person für die Vorstellung bezahlen durften. Die Karten hatte ich Online vorbestellt und konnte sie dann entweder an einem speziellen Schalter oder am Automaten abholen. Zur Abholung am Automaten war die EC- oder Kreditkarte notwendig, leider war die Zahlung mit Kreditkarte zum aktuellen Zeitpunkt – warum auch immer – nicht möglich, so dass ich mit EC-Karte bezahlte. Für die Versendung der Reservierungsnummer per SMS wurde ein Aufschlag von 0,75 Euro berechnet. Nicht dass ich vor komplizierten Reservierungssystemen zurück schrecken würde, aber insgesamt fand ich den Reservierungsprozess auf der Webseite der Forumskinos weitaus einfacher und unkomplizierter. Vorteil der Cinemaxx-Reservierung ist aber, dass man nicht 30 Minuten vor der Vorstellung da sein muss, um die Karten abzuholen.
Die 3D-Brillen, die ausgegeben wurden, unterschieden sich von denen, die im Forumskino verwendet worden waren vor allem durch ihre Größe – sie waren kleiner und stabiler, dafür aber für Brillenträger meiner Meinung nach nicht so gut geeignet, da sie sich durch ihre kompaktere Größe schlechter über eine bereits bestehende Sehhilfe setzen lassen. Vor dem eigentlich Film mussten wir uns noch fast 30 Minuten Werbung reinziehen, die letzten 5-8 Minuten davon in 3D. War ja klar dass die 3D-Technik auch nicht vor der Werbung halt machen würde.
Dann endlich begann der eigentlich Film. Die Geschichte entspricht dabei wie nicht anders erwartet natürlich nicht der Buchvorlage von Lewis Carroll, sondern ist in einer Zeit angesiedelt, in der die Protagonistin Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) bereits das Alter von 19 Jahren erreicht hat. Auf einer Gartenparty von Lord und Lady Ascot erhält Alice einen Heiratsantrag von deren langweiligen und bornierten Sohn Hamish. Die selbstbewußte und intelligente junge Frau will sich aber nicht in das Schicksal fügen, dass ihnen die viktorianische High Society zugedacht hat und flieht vor der versammelten Menschenschah, um einem weißen Kaninchen in einem Anzug zu folgen und fällt am Ende dieser Verfolgung in ein Kaninchenloch, um wenig später in einer wundersamen Welt zu landen: dem Wunderland oder besser der Unterwelt wie sie im Film genannt wird. Langsam beginnt sie sich an diese Welt zu erinnern, die ihnen aus dem Träumen ihrer Kindheit bekannt vorkommt….
Tim Burton hat hier eine quietschbuntes, aber auch düsteres und surreal anmutendes Wunderland erschaffen. Eine besonderen Tiefgang der Geschichte oder unvorhersehbare Wendungen darf man nicht erwarten – vielmehr ist das ganze wundbares Popcorn-Kino wie ich es auch nicht anders erwartet hatte. Die Kombination von Tim Burton und Johnny Depp hat sozusagen nach Edward mit den Scherenhänden, Ed Wood, Sleepy Hollow, Charlie und die Schokoladenfabrik, Corpse Bride und Sweeny Todd zum siebten Male einen großen Erfolg gelandet. Mir hat der Film großen Spaß gemacht. Ich war übrigens der Meinung dass die Dreidimensionalität hier noch deutlicher zu Tage trat als es dies bei Avatar tat, aber da mag ich mich auch geirrt haben.