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Qype: Hooters in Karlsruhe

Thursday, October 15th, 2009

Karlsruhe

Auf den Hinweis eines Quasi-Einheimischen hin begaben wir uns am Montag Abend ins Karlsruher Hooters am Kronenplatz – eine von nur vier Hooters-Niederlassungen im Bundesgebiet. Ich selbst hatte schon von diesem Konzept gehört und gelesen, mein Begleiter kannte die Erlebnis-Gastronomie-Kette noch gar nicht.

Hooters Karlsruhe
Hooter Karlsruhe – Front

Als wir den Laden betraten, wurden wir von mehreren Seiten mit einem “Welcome to Hooters!!” seitens der eher knapp bekleideten (enges weißes Oberteil, kurzes oranges Höschen) Bedienungen begrüßt. Einen Tisch mussten wir uns jedoch selbst suchen – ein “Wait here to get seated.” Schild suchte ich vergebens. Diese eher amerikanische Sitte würde viele Deutsche wohl auch eher verwirren glaube ich. 😉
Vom Interior her erinnerte das Restaurant an eine typische American Sportsbar. Auf einigen Monitoren liefen Sportergebnisse und Werbung im Wechsel.
Ein kurzer Blick in der Karte verriet, dass auch das Speiseangebot dem einer Sportsbar entsprach: Burger, Sandwiches, einige mexikanisch angehauchten Gerichte sowie ein paar Appetizer. Im Getränkeausschank fanden sich hauptsächlich lokale Biere, die üblichen Softdrinks und auf einer nicht zu verachtenden separaten Karte auch zahlreiche alkoholische Longdrinks.

Hooters Karte Vorne Hooters Karte Hinten

Hooters Karte Innen
Hooters Speisekarte

Kurz nachdem wir uns an einem Tisch niedergelassen hatten, kümmerte sich auch schon eines der Mädchens um uns. Sie begrüßte uns, nannte ihren Namen und legte zusätzlich noch einen Zettel mit ihrem handgeschriebenen Namen auf den Tisch. Dann nahm sie unsere Getränkebestellungen auf und als sie wenig später die Getränke brachte auch unsere Essensbestellungen.
Ich selbst entschied mich – meiner Vorliebe für mexikanische Speisen folgend – für einen Quesadilla mit Hühnerfilet, mein Begleiter wählte einen Chickenburger. Die Wartezeit bis zum servieren der Gerichte gestaltete sich ebenfalls angenehm kurz. Qualitativ war das servierte ebenfalls in Ordnung – ich habe mit Sicherheit schon bessere Quesadillas verzehrt, aber auch schon schlechtere.

Hooters Quesedilla Hooters Chickenburger
Links: Quesedilla – Rechts: Chickenburger

Die Mädchen kümmerten sich je nachdem wie offen sich die Gäste verhielten mehr oder weniger intensiv um die Gäste. Bei einigen ließen sie sich auf Gespräche am Tisch ein, wir konnten auch beobachten wie ein Mädchen mit einem Gast Hula-Hoop Reifen um die Wette schwingen ließ und wie einige der Mädels einen kleinen Tanz zu YMCA von den Village People hinlegten. Und zwischendurch klang wieder immer ein fast begeistert klingendes, mehrstimmiges “Welcome to Hooters!” durch den Gastraum.
Alles in allem ein wirklich interessantes Erlebnis – wenn ich mal wieder in einer Stadt mit einem Hooters bin, werde ich mir durchaus einen weiteren Besuch überlegen – war wirklich ein lustiger Ausflug in die amerikanische Erlebnisgastronomie-Kultur.

Mein Beitrag zu Hooters – Ich bin JaBB – auf Qype

Verdächtiger Aufsatz

Thursday, September 24th, 2009

Vorhin war ich noch mal in der Stadt unterwegs und musste dort etwas Bargeld abheben. Dabei kam ich an einer Hypovereinsbank an der Neuburger Straße 34 in Augsburg vorbei und entschied mich dazu, mir dort ein paar Scheine via EC-Automat zu holen.

Hypovereinsbank Augsburg - Neuburger Straße

Was ich allerdings am Türöffner entdeckte, erschien mir ziemlich verdächtig. Denn über dem regulären Kästchen in das man die Karte einschiebt befand sich noch ein weiteres Gerät, dass wie ein Aufsatz aussah der dort nicht hin gehört.

Verdächtiger Aufsatz

Man hat ja in letzter Zeit viel von vor allem osteuropäischen Banden gehört, die sich auf solchem Wege die Karten kopieren, dann die PIN in der Bank ausspähen und irgendwo im Ausland anschließend das Konto des Betroffenen leer räumen. Ich hatte aber keine Lust eine weitere Bank zu suchen. Was also tun? So entschied ich mich dazu, die Tür mit einer Karte einer anderen Bank zu öffenen. Im Innenraum untersuchte ich den Geldautomaten und dessen Umgebung, konnte jedoch nichts verdächtiges entdecken. Weder hatte man am Automat etwas zusätzliches aufgepfropft noch schien irgendwo eine Kamera versteckt. Dennoch war ich natürlich vorsichtig und verbarg meine Hand bei der Pineingabe. Ich denke mal das war so die beste Wahl. Hätte ich jedoch zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass ein kleines Stück weiter in der selben Straße noch eine Postbank und eine Dresdner Bank zu finden gewesen wären, hätte ich diese Filiale wohl doch besser gemieden… 🙁

Verlinken verboten

Wednesday, August 19th, 2009

Durch das Internet hat sich die Medienlandschaft stark verändert, das sollten inzwischen alle mitbekommen haben. Weg vom Neuigkeiten-Oligopol der Medienkonzerne wie AP oder Reuters hin zu einem liberaleren Markt, bei dem jeder News zitieren, und um eigene Informationen ergänzen konnte.
Doch wie man im Spiegel lesen kann, soll es nach Willen der verknöcherten und geldgeilen Alt-Oligarchen wie AP (Associated Press) damit nun wieder vorbei sein. Verlinken verboten, zitieren verboten, verwenden von Inhalten nur gegen Geld, viel Geld – so der Plan – und jeder Textartikel wird auch gleich mit DRM verseucht. Jedes lesen eines Artikels durch einen Nutzer soll aufgezeichnet und gespeichert werden – zu späteren Auswertung. Außerdem soll ein Robot ständig durch Netz jagen und unerlaubtes Verwenden von Newsschnipseln tracken und unterbinden. Wahrscheinlich gleich mit einer API zum direkten generieren von Abmahnungen. Wie das ganze funktionieren soll findet sich u.a. hier bei TechCrunch. Auch gulli.com berichtet darüber.
Nicht dass man sich die Mühe macht, ein sinnvolles, den aktuellen Gegenheiten angepasstes System zu entwickeln. Nein! Es wird natürlich gleich mit dem Urheberrechts- und DRM-Hammer ausgeholt, um alles kaputt zu schlagen, was sich in natürlicher Netzevolution über die Jahre entwickelt hat und nicht in die zurückgebliebene Denkweise der Newsoligarchen passt.
Sind wir mal ehrlich: Welcher Blogger oder private Mensch zahlt 12,50 Dollar für ein Zitat ab fünf Wörter Länge aus einem AP-Artikel? Verlinken von interessanten Artikeln in freien, kostenlosen Werken wie der Wikipedia wäre damit per se nicht mehr möglich, ebenso würde das aggregieren von Neuigkeiten aus verschiedenen Quellen damit abgestellt und die alte Form der Wahrheits- und Realitätsschaffung durch einige wenige Organisationen wie sie vor dem Internet existierte würde wieder hergestellt. Tod der freien Meinungsäußerung, dem Internet und einer unabhängigen, konzernfreien Presse. Das Volk hat nur zu konsumieren und zu zahlen, nicht seine Meinung zu deren “unfehlbaren Qualitätsjournalismus” zu äußern! Hier in Deutschland werden sich ja auch schnell Fürsprecher für diese kommerzialisierung der Information finden, allen voran Hubert Burda, der ja bereits seine Forderungen in dieser Richtung geäußert hatte. Zu den Thesen dieses Menschen hatte ich mich ja hier schon ausgelassen.
Die Gesetzesgrundlagen werden durch entsprechende “Parteispenden” und die Arbeit schleimiger, gewissensloser Lobbyisten in der internetfremden, ewig-gestrigen Politikerkaste mit Sicherheit auch schnell geschaffen und durch die Parlamente durchgewunken. Damit wäre die freie Nachrichtenwelt entliberalisiert, ja sozusagen tot und die Abmahnanwälte bekämen wieder viel zu tun. Hauptsache das Geld fließt wieder in die Taschen des eigentlich als nichtkommerzielle Organisation gegründeten AP. Kranke Welt!
Für mich wieder ein Grund mehr, Piraten zu wählen. 😉 Das Urheberrecht muß wirklich dringenst der Realität und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.

CDU und die Internetsperren

Thursday, June 25th, 2009

Scheinen die Alten Männer mit Kugelschreibern doch zu merken, dass ein “Interesse an öffentlicher Diskussion” zu Netzthemen besteht? Nachdem die Speichellecker der Lobbys” (im Volksmund auch CDU/CSU genannt) CDU/CSU zuerst mit großem Tam Tam Internetsperren bei Urheberrrechtsverstößen in ihr Parteiprogramm für die diesjährige Bundestagswahl aufgenommen hatten, machen sie jetzt einen Rückzieher und Motten die Netzguillotine erst einmal wieder ein.
Es dürfte jedoch jedem klar sein, dass es sich hier sozusagen um eine “umgekehrte Wahllüge” handelt. Sollte CDU/CSU eine Mehrheit im Deutschen Bundestag erlangen, wird sie – das dürfte feststehen – die Netzsperren ganz ohne Frage wieder hervorkramen und von den anderen Internetausdruckern abnicken lassen. Den Rekord mit den von ihnen initialisierten Gesetzen vor dem Bundesverfassungsgericht zu scheitern dürfte diese Partei ja jetzt bereits inne haben. 😉
Im Artikel zum Interview mit Zensurpetitions-Initiatorin Franziska Heyne und Ursula “Zensursula” von der Leyen, das in der Online-ZEIT zu lesen ist erkennt man schnell. dass Frau von der Leyen gar nicht erkennt worum es in dieser Diskussion wirklich geht. In fast jeder Antwort holt sie das Totschlagargument “Kinderpornographie” wieder hervor. Wäre sie eine normale Bürgerin und die Regierung würde eine Inhaltskontrolle von allen verschickten Briefen beschließen, weil ja Drohbriefe mit der Post geschickt werden können (die ganze Geschichte gibts beim Fischmarkt.de) würde sie auch aufschreien.
Einen Part aus dieser Diskussion – die ZEIT möge mir Verzeihen – möchte ich mir noch einmal herausgreifen:

[…]
Heine: Was ist denn passiert? Da wird ein Gesetz kurz vor Ende der Legislaturperiode durchgepeitscht, ohne dass man auf die Gegenargumente eingeht. Das ist keine Auseinandersetzung. 134.000 Menschen wird signalisiert: Es ist uns egal, was ihr denkt. Aber diese Menschen werden nicht aufhören. Das Netz ist unglaublich politisch. Wir waren in den Ausschüssen, wir waren bei Parteitagen, wir haben mit Politikern geredet. Die Unterzeichner der Petition haben gesehen, wie Entscheidungen in der Politik getroffen werden – und das wird sie nachhaltig prägen.

von der Leyen: Das ist doch etwas Tolles
[…]

Verstehe ich da etwas falsch? Da spricht Franziska Heine darüber, dass man seitens der Politik zwar so getan hat als würde man die Petitionsführer anhören, moniert aber dass die Volksmeinung letztlich einfach ignoriert und das Gesetz trotz des Protestes durchgepeitscht wurde – und Frau von der Leyen findet das “Toll” ?
Weiter unten schwafelt sie (Zensursula) zwar noch davon, so liefe halt demokratische Meinungsbildung und so eine Petition wäre ja eh mit einem Klick unterschrieben (was falsch ist, da man sich ja erst mit Namen und einer zustellungsfähigen Anschrift registrieren, die Bestätigungsmail abwarten muss und dann erst zustimmen kann) – aber hat eine Onlinepetition deswegen weniger Bedeutung? Ist etwas weil es keine bürokratischen Mühen macht gleich niedriger zu bewerten als sein Offline-Gegenstück? Obwohl ich stark bezweifle, dass die Regierung der Petition mehr Bedeutung zugemessen hätte, hätte man ihr eine Liste mit 134.000 Unterschriften vorgelegt.
Aber zumindest weiß Frau von der Leyen aber das man im Internet klicken muss, dass kann man ihr schon mal zu Gute halten. Scheint einen Computer mit Internetzugang zumindest schon mal aus der Nähe gesehen zu haben. 😉

Man kann an unserem Nachbarland ja sehen wie wenig die Politik von der Volksmeinung hält und gleichzeitig ungefähr abschätzen was uns bevorsteht:
Denn Frankreich hat nach der Verfassungsbeschwerde gegen ihr “Loi Hadopi” genanntes Internetsperrengesetz – auch dort dürften fast nur Leute im Parlament sitzen, die vom Internet so viel verstehen wie von einer Kuh (Jörg Tauss) – ja auch nicht etwa einen Rückzieher gemacht, Kosmetik betrieben oder das ganze entschärft. Nein! Das wäre ja zu einfach – man hat dazu angesetzt, das Gesetz gleich noch zu verschärfen. Die Contentlobby dort scheint ja wirklich gute Arbeit zu leisten und über ein entsprechendes Finanzpolster zu verfügen.
Schöne neue Welt…. *seufz*

Nachtrag: Ich habe den Artikel umbenannt, da sich viele unter “Loi Hadopi” wahrscheinlich wenig vorstellen können.

2ter Anruf vom “Medienservice”

Wednesday, June 24th, 2009

Und schon wieder ein Anruf mit unterdrückter Rufnummer auf meinem Mobiltelfon. Ich seufzte innerlich, hob aber ab und meldete mich mit meinem Nachnamen – obwohl ich mir eigentlich schon denken konnte um was es sich handelte. Der letzte Anruf dieser Art war ja auch erst am Montag erfolgt. Und meine Vermutungen bewahrheiteten sich. Es war eine Mitarbeiterin vom “Medienservice” – einen Firma die wir ja schon aus einem meiner früheren Berichte kennen. Und obwohl ich sie schon damals abgewimmelt hatte, lief der nun folgende Teil nach dem mir als alten Veteranen des Cold-Call Terrors bereits bekannten Schema F ab:
Ich hätte vor fünf bis sechs Wochen bereits mit ihrer Kollegin gesprochen und mich damals ja für die Kategorie Geldgewinne eintragen lassen. Sie riefe jetzt nur an, um die Daten abzugleichen und das ganze bestätigen zu lassen. Mit bohrendem Unterton fragte sie: “Sie erinnern sich bestimmt?” Ich verneinte – ich erinnere mich nicht. Wie auch – ein solcher Anruf hat ja nie stattgefunden. Als sie dann weiter bohrte – ich müsse mich doch daran erinnnern und so, platzte mir innerlich ganz leicht der Kragen. Mit ruhiger, fester und bestimmter Stimme teilte ich ihr mit, dass ich mir Sicher wäre nie einen Anruf dieser Art erhalten zu haben und sie nicht die erste sei, die mir mit dieser Masche käme. “Herr <Nachname>! Herr <Nachname>!” hörte ich sie noch sagen, als ich ihr mitteilte dass ich in Zukunft keine solchen Anrufe mehr erhalten wolle. Anschließend legte ich auf. Normalerweise bin ich ja nicht so – aber ich habe wirklich wichtigere Dinge zu tun als mir dieses Zeug wieder und wieder anhören zu müssen. Aber der Illussion dass dies der letzte Anruf dieser Art war gebe ich mich selbstverständlich nicht hin. Das wäre ja einfach zu schön…

EU will Internet kontrollieren

Monday, June 22nd, 2009

Was ich bei golem.de da schon wieder lesen muss lässt mir mal wieder wirklich die Galle hochkommen. Am vergangenen Donnertag teilte die EU-Kommission in ihrer dem Papier “Verwaltung des Internet – die nächsten Schritte” mit, dass nun, nachdem die private Wirtschaft ja “gute Arbeit” beim Ausbau des Internet geleistet habe, die Regierungen mehr Kontrolle über die Verwaltung des Internet übernehmen müsse.
Warum sollte man einem Pack von Internetausdruckern und hörigen Lobbysklaven bitte die Verwaltung des Internet überlassen? 😉
Liest man weiter, begründet die EU-Kommission es also mit der Wirtschaftskrise und sagt, dass das Internet zu einer kritischen Ressource geworden sei. Weiter heißt es das “verständlicherweise höhere Erwartungen an die Regierungen, dass diese sich proaktiver als früher für öffentliche Interessen einsetzen.“. Die haben da wohl was falsch verstanden: Man erwartet nicht mehr Kontrolle des Internet durch ein von Industrielobbies gesteuertes, bürgerfernes Bürokratiemonsters, sondern dass Leute die Google für einen Browser halten und Assistenten für das lesen von eMails einstellen, dass sie verdammt noch mal die Finger von etwas lassen, das sie nicht verstehen und daher wahrscheinlich fürchten.

Frech finde ich ja auch noch, zu behaupten man wolle “dass das Internet ein Instrument für Innovation, freie Meinungsäußerung und wirtschaftliche Entwicklung bleibt.“. Einer Institution, die Dinge wie die Vorratsdatenspeicherung beschließt und willfährig Personendaten seiner Bürger an Länder ohne Datenschutzbestimmungen (ich spreche z.B. vom Fluggastdatenaustausch mit den USA) ausliefert, hat mit Sicherheit wenig Interesse an Dingen wie “Innovation” oder “freier Meinungsäußerung” – das mit der “wirtschaftlichen Entwicklung” nehme ich ihnen jedoch aber ab, da dies wahrscheinlich Dinge umfasst, die ihnen von ihren “Herren und Meistern” aus den großen Industrielobbys vorgeschrieben wurden. *gg*
Ich prophezeie jetzt schon, dass wahrscheinlich zu einer der ersten Maßnahmen der EU die Ausweitung der Internetzensur auf alle Mitgliedsstaaten sein wird. Koalitionspolitiker hier aus Deutschland haben ja bereits angedeutet, dass sie sich dafür einsetzen wollen – die Proteste aus dem Volk geflissentlich ignorierend – werden sie werden bei den Politkern aus anderen EU-Überwachungsstaaten wie Großbritannien mit Sicherheit sofort auf Zuspruch treffen.
Schöne neue Welt…. 🙁

Stau-Theorie

Friday, April 3rd, 2009

20090403staufrankfurt
Bin heute aus Frankfurt auf der A5 zurück in Richtung Nordwesten gefahren – und natürlich prompt nördlich von Frankfurt in einen zähen Stau geraten. Nicht das ich etwas anderes erwartet hätte, aber dabei konnte ich die anderen Autofahrer ein wenig beobachten und habe so meine Theorien entwickelt. Zur Einleitung aber erst einmal ein paar Anmerkungen: Erstens zähle ich mich eher zu den rücksichtsvollen Autofahrern, die nicht noch kurz vor einem herannahenden Auto rücksichtslos auf die nächste Spur rüberziehen, aber auch nicht auf biegen und brechen mit Höchstgeschwindigkeit über die linke Fahrspur rasen – Fernlicht auch am helllichten Tage eingeschaltet – und erst dicht vor dem vorherfahrenden Abbremsend – des weiteren hasse ich es auch, während man auf einer zweispurigen Autobahn einige langsamfahrenden LKWs bei relativ hoher Geschwindigkeit überholt und von einem von hinten heranrasenden hochmotorisierten Wagen oder auch Transporter bedrängt und genötigt zu werden, der sich wohl denkt ich schwenke in die schmale Lücke zwischen zweier der Lastkraftwagen ein, nur um ihn weiterrasen zu lassen. Njet, Nein – Nichts da. Motz
Besonders unbedacht aber ist es – und damit komme ich zu meiner Stau-Theorie – dass die Leute sobald es zu zähfließendem Verkehr kommt ständig die Spur wechseln müssen, teilweise sogar in halsbrecherischen Manövern über zwei Fahrbahnen rüberziehen, nur weil sich die eine Fahrspur gerade mal ein wenig schneller als die anderen voran bewegt. würden die Leute ihre Fahrspuren größtenteils halten, würden sich viele dieser Staus, die sich nur wegen etwas erhöhtem Verkehrsaufkommens und diesem ständigen Spurwechsel überhaupt so extrem hochschaukeln und bis zum Stillstand eskalieren, weitaus schneller auflösen bzw. maximal zu etwas zähfließendem Verkehr werden. Denn gerade diese Spurwechsel bringen die anderen auf der zuvor schneller vorankommenden Spur ja zum bremsen und machen die Spur langesamer – so dass dieses Spiel mit der nächsten Spur, von der viele gerade gewechselt haben, wieder von vorne beginnt. Das funktioniert theoretisch zumindest solange die Ursache nicht ein Unfall oder etwas ähnliches ist. Aber dem entgegen spricht nun mal leider die Rücksichtslosigkeit der meisten Autofahrer, die wohl selten weiter denken als die paar Minuten die sie schneller vorankommen. Wenn einige Leute mal etwas nachdenken würden, würde es manchmal weitaus flüssiger auf deutschen Straßen vorangehen. So zumindest meine Theorie.
Ob Bahnfahren da günstiger wäre sei letztlich noch so mal in den Raum gestellt – denn aus früheren Zeiten kann ich mich noch gut an die zahlreichen Probleme erinnern, die es auch bei dieser Reiseform gibt. Mal schauen wie ich das in Zukunft regele – für Vorschläge aller Art bin ich natürlich dankbar. 😉