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Tacos con chicharronés y frijoles refritos – das Rezept

Saturday, December 14th, 2019

Auf der Suche nach einem Rezept für das Wochenende stieß ich auf etwas, das ich bereits einmal auf meinen Reisen kennengelernt hatte: Chicharronés. Dabei handelt es sich um Schweinebauch oder Schwarte, der zuerst gekocht und dann in seine eigenen Fett frittiert wird. Klingt pervers und ziemlich ungesund, ist aber extrem lecker und fester Bestandteil der mittel- und südamerikanischen Küche, aber auch in ähnlichen Formen auf den Philippinen oder in China bekannt. Und dabei gar nicht mal so kompliziert in seiner Herstellung. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Nur wie sollte ich dann weiter damit verfahren? Ich weiß dass man so etwas von Mexico bis hinunter nach Feuerland und in großen Teilen der Karibik als Fingerfood an der Straßenecke kaufen und mit Limonensaft garniert genießen kann, aber das war mir zu simpel. Daher reifte in mir der Plan, sie in Tacos zu verarbeiten und zusätzlich mit einem selbst hergestellten Bohnenmus (frijoles refritos) zu kombinieren. Ansonsten wäre dieser Beitrag wohl auch etwas zu kurz geraten. 😉 Die Kombination erwies sich auf jeden Fall als sehr gelungen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das ganze Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

Für die Chicharronés

800g Schweinebauch mit Haut
01 - Zutat Schweinebauch / Ingredient pork belly 01a - Zutat Schweinebauch 2 / Ingredient pork belly 2

4-5 Lorbeerblätter
02 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

1 Teelöffel Baking Soda (Backpulver)
03 - Zutat Baking Soda / Ingredient baking soda

2 1/2 Teelöffel Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

sowie etwas Pfeffer und Wasser

Für das Bohnenmus

1 Dose Kidneybohnen (400g – 260g Abtropfgewicht)
04 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

1 kleine Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Teelöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

Saft einer halben Zitrone
06 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

sowie ca. 100ml Wasser, etwas Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Chilipulver zum würzen

Für die Tacos

9 Taco-Shells
07 - Zutat Taco-Shells / Ingredient taco shells

etwas Salsa – gerne die pikante Sorte
08 - Zutat Salsa / Ingredient salsa

ca. 100g geriebener Käse (z.B. Cheddar)
09 - Zutat Cheddar / Ingredient cheddar

1 Limone
06 - Zutat Limette / Ingredient lime

sowie etwas Guacamole und Sour Cream zum garnieren

Beginnen wir damit den Schweinebauch in schmalere Streifen zu schneiden
10 - Bauchfleisch in  Streifen schneiden / Cut pork belly in stripes

und die Hautseite mit einer Mischung aus einem Teelöffel Baking Soda (Backpulver) und einem halben Teelöffel Salz einzureiben.
11 - Hautseite mit Salz & Soda einreiben / Rub skin side with soda & salt

Anschließend stellen wir alles verschlossen für mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht, in den Kühlschrank Die Mischung aus Backpulver und Salz sorgt dafür, dass der Haut zusätzlich Wasser entzogen wird und sie um so knuspriger wird.

Ich hatte es nur knapp 2 Stunden im Kühlschrank belassen, aber man sah schon deutlich den Effekt als ich den Schweinebauch wieder herausholte.
12 - Durch Soda gezogene Feuchtigkeit / Moistend by soda

Nachdem wir das Soda vom Fleisch abgewaschen
13 - Schweinebauch abwaschen / Wash pork belly

und es gründlich trocken getupft haben
14 - Fleisch trocken tupfen / Blot meat dry

zerteilen wir es entweder in Würfel oder schneiden es bis zur Fettschicht ein – ich hatte im Netz beide Varianten gesehen und wollte sehen welche Methode die bessere ist. Für meine Tacos erwies sich letztlich aber das Würfeln als optimalste Variante.
15 - Fleisch würfeln oder einschneiden / Dice or cut in pork belly

Parallel füllen wir etwas Wasser – es sollte etwa so viel sein dass das Fleisch hinterher knapp bedeckt ist – in eine beschichtete Pfanne oder einen Wok
16 - Wasser in Wok einfüllen / Fill water in wok

und bringen es geschlossen zum kochen.
17 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to a boil

Sobald dieser Zustand erreicht ist, versehen wir das Wasser mit eineinhalb bis 2 Teelöffeln Salz,
18 - Wasser salzen / Salt water

einer großzügigen Prise Pfeffer
19 - Wasser mit Pfeffer würzen / Season water mit pepper

sowie den Lorbeerblättern
20 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

und geben dann das Bauchfleisch hinein
21 - Schweinebauch ins Wasser geben / Put pork belly in water

und köcheln es zunächst einmal für dreißig Minuten mit geschlossenem Deckel.
22 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Dabei entsteht zu Beginn ein weißer Schaum – das ist geronnenes Eiweiß aus dem Fleisch, was ungefährlich ist, aber nicht schön aussieht, weswegen wir ihn mit Hilfe eines Esslöffels so gut wie möglich abschöpfen.
23 - Schaum abschöpfen / Skim foam

Nach einer halben Stunde lassen wir es dann offen auf leicht reduzierter Stufe weiter köcheln, so dass das Wasser nach und nach verdampft. Laut einiger Quellen im Netz sollte dies 1-2 Stunden dauern, wie sich herausstellte sind aber wohl eher 3-4 Stunden realistisch.
24 - Offen köcheln lassen / Simmer open

In der Zwischenzeit wenden wir uns dem Bohnenmus zu. Dazu schälen und würfeln wir zuerst einmal die Zwiebel
25 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und lassen die Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen.
26 - Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain kidney beans

Die gewürfelte Zwiebel dünsten wir dann in etwas Olivenöl an,
27 - Zwiebel in Öl andünsten / Braise onion in oil

pressen die Knoblauchzehen hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
28 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

und addieren dann einen großzügigen Teelöffel Tomatenmark.
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

Diesen rösten wir kurz mit an,
30 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

geben anschließend die Kidneybohnen mit in den Topf
31 - Kidneybohnen in Topf geben / Put kidney beans in pot

und füllen dann soviel Wasser auf, dass die Bohnen fast bedeckt sind.
32 - Mit Wasser auffüllen / Fill up with water

Das Ganze kochen wir kurz auf und lassen es dann für ca. 10-15 Minuten vor sich hin köcheln.
33 - Köcheln lassen / Let simmer

Dabei sollten wir aber auch immer wieder ein Auge auf das Bauchfleisch im Wok werfen. Ist das Wasser so gut wie verkocht ist, empfiehlt es sich die Lorbeerblätter zu entfernen.
34 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bay leafs

Nach ca. 5 Minuten Kochzeit können wir außerdem beginnen, einen Teil der Bohnen mit Hilfe eines Löffels an der Topfinnenseite zu zerquetschen, das dickt die Masse etwas ein.
35 - Bohnen am  Topfrand zerdrücken / Squash beans at rim

Außerdem können wir den Topfinhalt schon einmal mit etwas Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.
36 - Mit Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel würzen / Season with salt, pepper & cumin

Ist die Viertelstunde dann verstrichen, dürfte alles weich genug sein dass wir es problemlos mit dem Pürierstab zerkleinern können.
37 - Mit Pürierstab zerkleinern / Mince with blender

Anschließend geben wir den Saft einer halben Zitrone hinzu,
38 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

schmecken alles noch einmal final mit den Gewürzen ab – wer mag kann auch noch mit etwas Chili für ein wenig Schärfe sorgen –
39 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

und lassen es dann noch einige Zeit vor sich hin köcheln, bis es die richtige Konsistenz erreicht hat. Aber Vorsicht: Das Bohnenmus neigt dazu schnell anzubrennen, man sollte es also nicht nur gelegentlich umrühren. Sobald es sämig genug ist, nehmen wir es von der Platte und stellen es bei Seite.
40 - Köcheln lassen / Let simmer

In der Zwischenzeit sollte dann auch das Wasser im Wok so gut komplett verdunstet sein – zurück bleibt nur das Fett, das während des Kochens aus dem Fleisch ausgetreten ist
41 - Wasser fast verkocht / Water almost evaporated

so dass wir nun beginnen können das Bauchfleisch in seinem eigenen Fett rundherum zu frittieren. Dabei müssen wir aber behutsam sein, denn das Fett spritzt dabei hin und wieder und es kann zu winzigen Fettexplosionen kommen, die das heiße Fett bis über den Rand des Woks hinaus schleudern können. Also am besten Schürze tragen und etwas Abstand halten.
42 - Chicharrones frittieren / Deep-fry chicharrones

Es sollte 8-10 Minuten dauern, bis die Fleischstücke schließlich goldbraun frittiert sind
43 - Chicharrones bräunen / Brown chicharrones

und wir sie entnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen können.
44 - Abtropfen lassen / Drain

Während der Ofen dann auf 180 Grad vorheizt, reihen wir einige Taco-Shells in einer passenden ofenfesten Form auf und streuen sie erst einmal mit etwas Käse aus.
45 - Tacos mit Käse ausstreuen / Spread tacos with cheese

Dann geben wir etwas von unserem selbst zubereiteten Bohnenmus hinein,
46 - Bohnenmus einfüllen / Add refried beans

addieren etwas fruchtig-pikante Salsa,
47 - Salsa hinzufügen / Add salsa

legen darüber eine großzügige Portion der Chicharronés
48 - Chicharrones addieren / Add chicharrones

und bestreuen alles noch einmal mit einer großzügigen Portion Käses. Ich fügte hier noch eine sechstes Taco hinzu, um alles etwas zu stabilisieren, denn die Shells neigten dazu ständig umzufallen. 😉
49 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Das Ganze schieben wir dann für sieben bis acht Minuten in den Ofen
50 - Im Ofen überbacken / Gratinée in oven

bis der Käse geschmolzen und zerlaufen ist.
51 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Finished baking / Fertig gebacken

Anschließend können wir unsere Chicharroné-Tacos mit Guacamole, Sour Cream und Limetten servieren und genießen. Wer mag kann auch noch etwas Salsa dazu nehmen.
52 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Served / Serviert

Auch wenn die Idee mit den Chicharrones in Tacos war zwar eher als eine Art Notlösung entstanden, aber wie es sich herausstellte erwies sich sie Kombination als überaus lecker und gut gelungen. Alleine die knusprig frittierten Chicharronés waren extrem lecker und obwohl ich nur Salz, Pfeffer und die Lorbeerblätter zum würzen verwendet hatte auch wunderbar Geschmacksintensiv. Nun ja, Fett ist nun mal ein wichtiger Geschmacksträger und das zeigte sich hier mal wieder. Aber kombiniert mit dem leckeren Bohnenmus, der fruchtig-pikanten Salsa und dem geschmolzenen Cheddar-Käse ergab sich eine wahre Geschmacksexplosion, die sich durch Guacamole, Sour Cream und einige Spritzer Limonensaft noch intensivieren ließ. Gut, ein paar Salatblätter hätten sich zumindest visuell auch nicht schlecht in den Tacos getan, aber abgesehen von einer zusätzlichen knackigen Komponente hätten sie wenig gebracht – zumal ich bezweifle dass sie im Ofen ihre Frische behalten hätten. Also war es wohl ganz gut gewesen, dass ich sie weggelassen hatte. 😉 Alles in allem war das Ganze zwar ein sehr zeitaufwändiges Kochexperiment, da es ewig gedauert hat bis das Wasser komplett verdampft war, aber die Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nur vor dem Putzen morgen fürchte ich mich bereits jetzt ein wenig, denn das Fett hat sich leider doch etwas mehr auf den Fliesen am Herd verteilt als ich erwartet hatte – aber wer frittiert muss eben mit so etwas rechnen. Deswegen mache ich das glaube ich auch so selten…

53 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Side view / Seitenansicht

Guten Appetit

Pizza Chicken Fajite – Resteverbrauch [25.11.2019]

Monday, November 25th, 2019

Natürlich konnte ich das ganze Blech meiner Chicken Fajita Pizza am Wochenende alleine nicht ganz aufbrauchen. Daher nahm ich mir ein paar Reste heute mit an die Arbeit. Ich hatte mir sogar einen Teller organisiert damit ich sie nicht aus meiner Tupperdose essen musste, doch als ich ihn die Mikrowelle gestellt hatte und den Schalter drehte passierte: Nicht! Ich überprüfte alle Stecker und Kabel, doch fand den Fehler nicht. Die Mikrowelle schien ihren Geist aufgegeben zu haben. Bestimmt hätte ich irgendwo in einem anderen Gebäudeteil des weitläufigen Komplexes vielleicht noch eine weitere funktionstüchtige Mikrowelle finden können, doch es war Essenszeit und es war mir unangenehm mit einem Teller mit kalter Pizza durch die Gänge zu laufen während die meisten anderen Kollegen in unser Betriebsrestaurant strömten. Daher entschloss ich mich dazu die Pizza eben kalt zu essen. Wie im Rezepteintrag bereits erwähnt schmeckt sie ja auch im abgekühlten Zustand noch sehr gut.

Pizza Chicken Fajita - Resteverbrauch / Leftovers

Wie man sieht hatte ich etwas stückeln müssen, damit ich möglichst viel von der Pizza in die mikrowellenfeste Tupperdose bekam, die so gut in meine Tasche passt. Natürlich war der Boden nach mehr als einem Tag im Kühlschrank nicht mehr wirklich knusprig, aber der leckere Belag machte das alle mal weg. Ich war sogar der Meinung dass die kräftige Schärfe nun im kühlen Zustand noch deutlicher zu Tage trat. Trotzdem sehr lecker, auch in kaltem Zustand – soviel steht fest.
Allzu viel verpasste ich im Betriebsrestaurant heute nicht. Wahrscheinlich hätte ich beim Curry- Zucchini-Karottenragout und Hähnchenkeule und Reis as dem Abschnitt Vital zugegriffen, vielleicht aber auch bei den Gebackenen Frühlingsrollen oder dem Gebratenen Schweinefleisch mit Thaigemüse in süß-saurer Sauce von der Asia-Thai-Theke. Reis wäre heute auf jeden Fall – Alternativ zur Pizza – eine willkommene Sättigungsbeilage gewesen. Die Griechische Bifteki mit Tzaziki + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die man mit Pommes Frites servierte, wären natürlich auch verlockend gewesen, doch ich war nicht sicher ob ich alle Komponenten hätte auskosten können – und das obwohl ich nicht gefrühstückt hatte. Die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Ruccola bei Veggie wiederum reizten mich einfach nicht. Aber das waren ja sowieso nur theoretische Überlegungen, da ich ja mit der Pizza Chicken Fajita heute gut bedient gewesen war – auch wenn ich sie kalt verzehren musste.

Chicken Fajita Pizza – das Rezept

Saturday, November 23rd, 2019

Für dieses Wochenende hatte ich mich für ein mexikanisch angehauchtes Rezept entschieden: einer Chicken Fajita Pizza. Um das ganze etwas interessanter zu gestalten entschloss ich mich dazu, sowohl die Salsa als auch das Fajita-Hähnchen komplett selbst zuzubereiten – ansonsten wäre das Rezept kaum einen Post wert gewesen. Obwohl ich im Nachhinein zugeben muss dass dies dadurch auch eindeutig eine der aufwändigsten Pizzen war, die ich seit längerem Zubereitet habe. Aber sie war die Mühe auf jeden Fall wert gewesen, dann das was da heute am Ende aus meinem Ofen kam war eindeutig auch eine der leckersten Kreationen der letzten Zeit. Daher möchte es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 4-5 Portionen?

Für die Salsa

5-6 Tomaten
01 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 kleinere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

4-5 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

einige Stiele frischer Koriander
04 - Zutat Koriander / Ingredient cilantro

2-3 EL Limonen-Saft
05 - Zutat Limone / Ingredient lime

10-11 Scheiben Jalapeños
06 - Zutat Jalapeños / Ingredient jalapeños

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für das Fajita-Hähnchen

450-500g Hähnchenbrustfilet
07 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breasts

Gewürze für Fajita-Mix
08 - Zutat Fajita-Gewürze / Ingredient fajita seasonings

  • 1 EL Maisstärke
  • 2 TL Chilipulver
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL weißer Zucker
  • 1 TL Oregano
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Keuzkümmel
  • 1/2 TL Zwiebelpulver
  • 1/2 TL Knoblauchgranulat
  • 1/2 TL Hühnerbrühe
  • 1/4 – 1/2 TL Cayenne-Pfeffer (je nach gewünschter Schärfe)

Sonstige Zutaten

1 große Zwiebel
09 - Zutat große Zwiebel / Ingredient large onion

2 kleine Paprika (grün & gelb)
10 - Zutat Paprika / Ingredient bell peppers

1 Rolle Pizzateig (375-400g)
11 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

200g geriebenen Käse (z.B. Mozzarella & Cheddar)
12 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie etwas Öl zum andünsten

Da die Salsa etwas Zeit zum durchziehen braucht, beginnen wir damit diese zuzubereiten. Während der Ofen auf 180 Grad vorheizt halbieren wir die Tomaten,
13 - Tomaten halbieren / Half tomatoes

schälen und vierteln die Zwiebeln
14 - Zwiebeln vierteln / Quarter onions

und schälen die Knoblauchzehen – z.B. mit Hilfe eines Schälschlauchs –
15 - Knoblauch schälen / Peel garlic

um dann alles auf einem Backblech zu verteilen
16 - Tomaten, Zwiebeln & Knoblauch auf Backblech geben / Spread tomatoes, onions & garlic on baking tray

und für 15-20 Minuten im vorgeheizten Ofen zu rösten. Dabei können die Zwiebelspitzen gerne etwas braun werden.
17 - Im Ofen rösten / Roast in oven

Das so geröstete Gemüse entnehmen wir dann wieder
18 - Gemüse geröstet / Roasted vegetables

und geben es gemeinsam mit den Jalapeños,
19 - Gemüse & Jalapenos in Küchenmaschine geben / Put vegetables in blender

dem frischen Koriander, etwas Limonensaft
20 - Koriander & Limonensaft addieren / Add cilantro & lime juice

sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Mixer
21 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

und zerkleinern alles gründlich. Ich habe leider (noch) keine elektrische Küchenmaschine für so etwas, aber notfalls geht es auch mit Muskelkraft. 😉
22 - Zutaten zerkleinern / Shred ingredients

Da ich nur die kleine Küchenmaschine hatte, musste ich es in zwei Durchläufen machen
23 - Zutaten zerkleinert / Shredded ingredients

und die fertige Salsa in eine größere Schüssel umfüllen, wo ich sie noch einmal vorsichtig mit Pürierstab bearbeitete (Spritzgefahr!), um verbliebene größere Stücke nachträglich zu zerkleinern
24 - Mit Pürierstab zerkleinern / Work with blender

und noch einmal final mit Salz und Pfeffer abschmeckte.
25 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Dann decken wir das ganze ab und lassen es für 2-3 Stunden durchziehen – am besten im Kühlschrank.
26 - Abgedeckt durchziehen lassen / Let infuse covered

Etwas später können wir dann mit der Zubereitung des Fajita-Hähnchens beginnen. Dazu legen wir die Hähnchenbrüste so in einen Topf dass sie sich so wenig wie möglich überlappen, bedecken sie großzügig mit Wasser
27 - Hähnchenbrustfilets mit Wasser bedecken / Cover chicken breasts with water

geben evtl. ein paar Gewürze mit ins Wasser – ich entschied mich für Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter, Oregano, Kreuzkümmel, Chiliflocken und Paprika –
28 - Gewürze addieren / Add seasonings

und bringen das Wasser im Topf dann geschlossen zum kochen.
29 - Geschlossen zum kochen bringen / Bring to a boil closed

Im Nachhinein gesehen sind die Gewürze aber nicht unbedingt notwendig, da wir das Hähnchen ja hinterher noch mal würzen – aber dazu kommen wir gleich.

Während das Wasser auf dem Herd heiß wird, wenden wir uns der Fajita-Gewürzmischung zu. Dazu geben wir alle Gewürze in eine Schüssel
30 - Alle Gewürze in Schüssel / Put seasonings in bowl-geben

und vermischen sie gründlich miteinander.
31 - Gewürze vermischen / Mix seasonings

Sobald das Wasser dann kocht, schalten wir die Hitzezufuhr der Kochplatte auf eine reduzierte Stufe und lassen die Hähnchenbrüste über 15-20 Minuten gar ziehen.
32 - Hähnchenbrüste kochen / Cook chicken breasts

Die fertig gekochten Hähnchenbrüste entnehmen wir aus dem Topf, lassen sie etwas abkühlen
33 - Hähnchenbrüste entnehmen / Remove chicken breast from pot

und zerteilen sie dann mit Hilfe von zwei Gabeln.
34 - Hähnchenbrüste mit Gabeln zerteilen / Shred chicken with forks

Nachdem wir den Topf geleert und etwas gereinigt haben, gaben wir die zerkleinerten Hähnchenbrüste zurück in den Topf,
35 - Fleisch zurück in Topf geben / Put back in pot

geben etwas Limonensaft hinzu,
36 - Limonensaft dazu geben / Add lime juice

streuen die zuvor hergestellte Fajita-Gewürzmischung ein
37 - Fajita-Gewürzmischung einstreuen / Add fajita seasoning mix

und verrühren alles unter Verwendung der Resthitze der Kochplatte mit dem Hähnchenfleisch bis alles mit den Gewürzen bedeckt ist. Ggf. können wir die Platte auch noch einmal auf niedriger Stufe einschalten. Das fertige Pulled Chicken Fajita stellen wir abgedeckt bei Seite.
38 - Gründlich vermischen / Mix well

Nun schälen wir die große Zwiebel, schneiden sie in Spalten
39 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onion in stripes

und reinigen und entkernen die Paprika, um sie in schmale Streifen zu schneiden.
40 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell peppers in stripes

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, mit dem Vorheizen des Ofens auf 200 Grad zu beginnen.

In einer Pfanne erhitzen wir nun etwas Olivenöl und geben Zwiebelspalten und Paprika hinein
41 - Zwiebel & Paprika in Pfanne geben / Put onion & bell pepper in pan

um sie darin für einige Minuten anzudünsten
42 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

und dann bei Seite zu stellen. Die Zwiebeln sollten dann weich und die Paprika noch leicht knackig sein.
43 - Gemüse beiseite stellen / Put vegetables aside

Jetzt rollen wir den Pizzateig samt Backpapier auf einem Backblech aus, stechen ihn in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel an, damit er nicht so hoch geht,
44 - Pizzateig mit Gabel anstechen / Prick dough with fork

und backen ihn für 5-6 Minuten im Ofen vor.
45 - Teig im Ofen vorbacken / Prebake dough in oven

Den vorgebackenen Pizzateig bestreichen wir nun großzügig mit unserer selbst gemachten Salsa,
46 - Pizzateig mit Salsa bestreichen / Spread salsa on pizza dough

bestreuen diese mit etwas geriebenen Käse
47 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und verteilen darauf das Fajita-Hähnchen.
48 - Fajita-Hähnchen auftragen / Add fajita chicken

Darüber verteilen wir wiederum die Zwiebel- und Paprikastreifen
49 - Zwiebeln & Paprika verteilen / Spread onion & bell pepper

und bestreuen dann noch einmal alles mit dem restlichen Käse.
50 - Restlichen Käse aufstreuen / Add more cheese

Das ganze backen wir dann für ca. 20 Minuten im Ofen
51 - Im Ofen backen / Bake in oven

bis der Käse geschmolzen ist und leicht bräunlich geworden ist.
52 - Chicken Fajita Pizza - Fertig gebacken / Finished baking

Die fertige Pizza lassen wir für ein paar Minuten ruhen, dann können wir sie zerteilen, servieren und genießen.
53 - Chicken Fajita Pizza - Serviert / Served

Die Gesamtkombination aus fruchtig-scharfer Salsa, saftigen und pikant gewürzten Hähnchenfleisch, zart gedünsteter Zwiebel und milder Paprika mit reichlich Käse erwies sich als sehr gelungen und überaus lecker. Die Jalapeños in der Salsa sowie das Chili und der Cayennepfeffer im Gewürzmix für das Fleisch lieferten dabei eine angenehme kräftige Schärfe. Aber nicht nur die Schärfe, auch die Gesamtkombination an Gewürzen machte viel am leckeren Geschmack dieser Pizzavariation aus. Und der Beleg war auch sehr reichlich geraten, dass man viel Fleisch und Gemüse auf einem angenehm dünnen und dank des Vorbackens auch durchgehend knusprigen Teigbodens bekam. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Aufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und auch im abgekühlten Zustand ist die Pizza erwies sich die Pizza noch als sehr lecker. Und wer es nicht ganz so aufwändig mag, kann mit Sicherheit auch mal auf gekaufte Salsa zurückgreifen.

54 - Chicken Fajita Pizza - Seitenansicht / Side view

Guten Appetit