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Tacos con chicharronés y frijoles refritos – das Rezept

Saturday, December 14th, 2019

Auf der Suche nach einem Rezept für das Wochenende stieß ich auf etwas, das ich bereits einmal auf meinen Reisen kennengelernt hatte: Chicharronés. Dabei handelt es sich um Schweinebauch oder Schwarte, der zuerst gekocht und dann in seine eigenen Fett frittiert wird. Klingt pervers und ziemlich ungesund, ist aber extrem lecker und fester Bestandteil der mittel- und südamerikanischen Küche, aber auch in ähnlichen Formen auf den Philippinen oder in China bekannt. Und dabei gar nicht mal so kompliziert in seiner Herstellung. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Nur wie sollte ich dann weiter damit verfahren? Ich weiß dass man so etwas von Mexico bis hinunter nach Feuerland und in großen Teilen der Karibik als Fingerfood an der Straßenecke kaufen und mit Limonensaft garniert genießen kann, aber das war mir zu simpel. Daher reifte in mir der Plan, sie in Tacos zu verarbeiten und zusätzlich mit einem selbst hergestellten Bohnenmus (frijoles refritos) zu kombinieren. Ansonsten wäre dieser Beitrag wohl auch etwas zu kurz geraten. 😉 Die Kombination erwies sich auf jeden Fall als sehr gelungen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das ganze Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

Für die Chicharronés

800g Schweinebauch mit Haut
01 - Zutat Schweinebauch / Ingredient pork belly 01a - Zutat Schweinebauch 2 / Ingredient pork belly 2

4-5 Lorbeerblätter
02 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

1 Teelöffel Baking Soda (Backpulver)
03 - Zutat Baking Soda / Ingredient baking soda

2 1/2 Teelöffel Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

sowie etwas Pfeffer und Wasser

Für das Bohnenmus

1 Dose Kidneybohnen (400g – 260g Abtropfgewicht)
04 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

1 kleine Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Teelöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

Saft einer halben Zitrone
06 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

sowie ca. 100ml Wasser, etwas Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Chilipulver zum würzen

Für die Tacos

9 Taco-Shells
07 - Zutat Taco-Shells / Ingredient taco shells

etwas Salsa – gerne die pikante Sorte
08 - Zutat Salsa / Ingredient salsa

ca. 100g geriebener Käse (z.B. Cheddar)
09 - Zutat Cheddar / Ingredient cheddar

1 Limone
06 - Zutat Limette / Ingredient lime

sowie etwas Guacamole und Sour Cream zum garnieren

Beginnen wir damit den Schweinebauch in schmalere Streifen zu schneiden
10 - Bauchfleisch in  Streifen schneiden / Cut pork belly in stripes

und die Hautseite mit einer Mischung aus einem Teelöffel Baking Soda (Backpulver) und einem halben Teelöffel Salz einzureiben.
11 - Hautseite mit Salz & Soda einreiben / Rub skin side with soda & salt

Anschließend stellen wir alles verschlossen für mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht, in den Kühlschrank Die Mischung aus Backpulver und Salz sorgt dafür, dass der Haut zusätzlich Wasser entzogen wird und sie um so knuspriger wird.

Ich hatte es nur knapp 2 Stunden im Kühlschrank belassen, aber man sah schon deutlich den Effekt als ich den Schweinebauch wieder herausholte.
12 - Durch Soda gezogene Feuchtigkeit / Moistend by soda

Nachdem wir das Soda vom Fleisch abgewaschen
13 - Schweinebauch abwaschen / Wash pork belly

und es gründlich trocken getupft haben
14 - Fleisch trocken tupfen / Blot meat dry

zerteilen wir es entweder in Würfel oder schneiden es bis zur Fettschicht ein – ich hatte im Netz beide Varianten gesehen und wollte sehen welche Methode die bessere ist. Für meine Tacos erwies sich letztlich aber das Würfeln als optimalste Variante.
15 - Fleisch würfeln oder einschneiden / Dice or cut in pork belly

Parallel füllen wir etwas Wasser – es sollte etwa so viel sein dass das Fleisch hinterher knapp bedeckt ist – in eine beschichtete Pfanne oder einen Wok
16 - Wasser in Wok einfüllen / Fill water in wok

und bringen es geschlossen zum kochen.
17 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to a boil

Sobald dieser Zustand erreicht ist, versehen wir das Wasser mit eineinhalb bis 2 Teelöffeln Salz,
18 - Wasser salzen / Salt water

einer großzügigen Prise Pfeffer
19 - Wasser mit Pfeffer würzen / Season water mit pepper

sowie den Lorbeerblättern
20 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

und geben dann das Bauchfleisch hinein
21 - Schweinebauch ins Wasser geben / Put pork belly in water

und köcheln es zunächst einmal für dreißig Minuten mit geschlossenem Deckel.
22 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Dabei entsteht zu Beginn ein weißer Schaum – das ist geronnenes Eiweiß aus dem Fleisch, was ungefährlich ist, aber nicht schön aussieht, weswegen wir ihn mit Hilfe eines Esslöffels so gut wie möglich abschöpfen.
23 - Schaum abschöpfen / Skim foam

Nach einer halben Stunde lassen wir es dann offen auf leicht reduzierter Stufe weiter köcheln, so dass das Wasser nach und nach verdampft. Laut einiger Quellen im Netz sollte dies 1-2 Stunden dauern, wie sich herausstellte sind aber wohl eher 3-4 Stunden realistisch.
24 - Offen köcheln lassen / Simmer open

In der Zwischenzeit wenden wir uns dem Bohnenmus zu. Dazu schälen und würfeln wir zuerst einmal die Zwiebel
25 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und lassen die Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen.
26 - Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain kidney beans

Die gewürfelte Zwiebel dünsten wir dann in etwas Olivenöl an,
27 - Zwiebel in Öl andünsten / Braise onion in oil

pressen die Knoblauchzehen hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
28 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

und addieren dann einen großzügigen Teelöffel Tomatenmark.
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

Diesen rösten wir kurz mit an,
30 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

geben anschließend die Kidneybohnen mit in den Topf
31 - Kidneybohnen in Topf geben / Put kidney beans in pot

und füllen dann soviel Wasser auf, dass die Bohnen fast bedeckt sind.
32 - Mit Wasser auffüllen / Fill up with water

Das Ganze kochen wir kurz auf und lassen es dann für ca. 10-15 Minuten vor sich hin köcheln.
33 - Köcheln lassen / Let simmer

Dabei sollten wir aber auch immer wieder ein Auge auf das Bauchfleisch im Wok werfen. Ist das Wasser so gut wie verkocht ist, empfiehlt es sich die Lorbeerblätter zu entfernen.
34 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bay leafs

Nach ca. 5 Minuten Kochzeit können wir außerdem beginnen, einen Teil der Bohnen mit Hilfe eines Löffels an der Topfinnenseite zu zerquetschen, das dickt die Masse etwas ein.
35 - Bohnen am  Topfrand zerdrücken / Squash beans at rim

Außerdem können wir den Topfinhalt schon einmal mit etwas Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.
36 - Mit Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel würzen / Season with salt, pepper & cumin

Ist die Viertelstunde dann verstrichen, dürfte alles weich genug sein dass wir es problemlos mit dem Pürierstab zerkleinern können.
37 - Mit Pürierstab zerkleinern / Mince with blender

Anschließend geben wir den Saft einer halben Zitrone hinzu,
38 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

schmecken alles noch einmal final mit den Gewürzen ab – wer mag kann auch noch mit etwas Chili für ein wenig Schärfe sorgen –
39 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

und lassen es dann noch einige Zeit vor sich hin köcheln, bis es die richtige Konsistenz erreicht hat. Aber Vorsicht: Das Bohnenmus neigt dazu schnell anzubrennen, man sollte es also nicht nur gelegentlich umrühren. Sobald es sämig genug ist, nehmen wir es von der Platte und stellen es bei Seite.
40 - Köcheln lassen / Let simmer

In der Zwischenzeit sollte dann auch das Wasser im Wok so gut komplett verdunstet sein – zurück bleibt nur das Fett, das während des Kochens aus dem Fleisch ausgetreten ist
41 - Wasser fast verkocht / Water almost evaporated

so dass wir nun beginnen können das Bauchfleisch in seinem eigenen Fett rundherum zu frittieren. Dabei müssen wir aber behutsam sein, denn das Fett spritzt dabei hin und wieder und es kann zu winzigen Fettexplosionen kommen, die das heiße Fett bis über den Rand des Woks hinaus schleudern können. Also am besten Schürze tragen und etwas Abstand halten.
42 - Chicharrones frittieren / Deep-fry chicharrones

Es sollte 8-10 Minuten dauern, bis die Fleischstücke schließlich goldbraun frittiert sind
43 - Chicharrones bräunen / Brown chicharrones

und wir sie entnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen können.
44 - Abtropfen lassen / Drain

Während der Ofen dann auf 180 Grad vorheizt, reihen wir einige Taco-Shells in einer passenden ofenfesten Form auf und streuen sie erst einmal mit etwas Käse aus.
45 - Tacos mit Käse ausstreuen / Spread tacos with cheese

Dann geben wir etwas von unserem selbst zubereiteten Bohnenmus hinein,
46 - Bohnenmus einfüllen / Add refried beans

addieren etwas fruchtig-pikante Salsa,
47 - Salsa hinzufügen / Add salsa

legen darüber eine großzügige Portion der Chicharronés
48 - Chicharrones addieren / Add chicharrones

und bestreuen alles noch einmal mit einer großzügigen Portion Käses. Ich fügte hier noch eine sechstes Taco hinzu, um alles etwas zu stabilisieren, denn die Shells neigten dazu ständig umzufallen. 😉
49 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Das Ganze schieben wir dann für sieben bis acht Minuten in den Ofen
50 - Im Ofen überbacken / Gratinée in oven

bis der Käse geschmolzen und zerlaufen ist.
51 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Finished baking / Fertig gebacken

Anschließend können wir unsere Chicharroné-Tacos mit Guacamole, Sour Cream und Limetten servieren und genießen. Wer mag kann auch noch etwas Salsa dazu nehmen.
52 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Served / Serviert

Auch wenn die Idee mit den Chicharrones in Tacos war zwar eher als eine Art Notlösung entstanden, aber wie es sich herausstellte erwies sich sie Kombination als überaus lecker und gut gelungen. Alleine die knusprig frittierten Chicharronés waren extrem lecker und obwohl ich nur Salz, Pfeffer und die Lorbeerblätter zum würzen verwendet hatte auch wunderbar Geschmacksintensiv. Nun ja, Fett ist nun mal ein wichtiger Geschmacksträger und das zeigte sich hier mal wieder. Aber kombiniert mit dem leckeren Bohnenmus, der fruchtig-pikanten Salsa und dem geschmolzenen Cheddar-Käse ergab sich eine wahre Geschmacksexplosion, die sich durch Guacamole, Sour Cream und einige Spritzer Limonensaft noch intensivieren ließ. Gut, ein paar Salatblätter hätten sich zumindest visuell auch nicht schlecht in den Tacos getan, aber abgesehen von einer zusätzlichen knackigen Komponente hätten sie wenig gebracht – zumal ich bezweifle dass sie im Ofen ihre Frische behalten hätten. Also war es wohl ganz gut gewesen, dass ich sie weggelassen hatte. 😉 Alles in allem war das Ganze zwar ein sehr zeitaufwändiges Kochexperiment, da es ewig gedauert hat bis das Wasser komplett verdampft war, aber die Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nur vor dem Putzen morgen fürchte ich mich bereits jetzt ein wenig, denn das Fett hat sich leider doch etwas mehr auf den Fliesen am Herd verteilt als ich erwartet hatte – aber wer frittiert muss eben mit so etwas rechnen. Deswegen mache ich das glaube ich auch so selten…

53 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Side view / Seitenansicht

Guten Appetit

Mexikanisch Burrito mit Geflügel-Tomatenreis-Füllung – das Rezept

Saturday, May 10th, 2014

Nach längerer Pause wollte ich heute mal wieder ein Gericht aus der Mexikanischen Küche zubereiten und da kam mir dieses Rezept für einen Burrito-Auflauf gerade recht. Seit meinem Aufenthalt in San Francisco vor vielen Jahren habe ich dieses Gericht der mexikanischen Küche lieben gelernt und es leider bisher viel zu selten hier in Deutschland verzehren können – und wenn dann häufig in eher minderer Qualität. Doch mit dem Rezept dass ich heute ausprobierte ist mir eine Füllung gelungen, die wirklich an dass herankommt, was ich damals an der Westküste kennengelernt habe. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses einmal kurz in der gewohnten Form hier vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 – 4 Portionen?

200g Reis
01 - Zutat Reis / Ingredient rice

350ml Tomatensaft
02 - Zutat Tomatensaft / Ingredient tomato juice

50ml kräftige Gemüsebrühe
03 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient chicken breast

1-2 Paprika (zusammen ca. 350g)
04 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

2 Zwiebel (zusammen ca. 180g)
05 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

500 – 550g Hähnchenbrust-Filet
06 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

1 kleine Dose Mais (150g – Abtropfgewicht 140g)
07 - Zutat Mais / Ingredient corn

1 kleine Dose Kidneybohnen (200g – Abtropfgewicht 125g)
08 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

40g Fajita-Würzmischung
09 - Zutat Fajita-Würzmischung / Ingredient fajita seasoning

1 Glas Taco-Sauce (225g)
10 - Zutat Taco-Sauce / Ingredient taco sauce

2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

etwas Sambal Olek
11 - Zutat Sambal Olek / Ingredient sambal olek

200g Saure Sahne
12 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

2-3 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

6 Tortillas (24cm Durchmesser)
14 - Zutat Tortillas / Ingredient tortillas

100g Käse (z.B. Cheddar-Käse)
15 - Zutat Cheddar-Käse / Ingredient cheddar cheese

Beginnen wir heute mal damit, den Tomatenreis zuzubereiten und spülen zuerst einmal den Reis mit etwas kalten Wasser in einem Sieb ab,
16 - Reis abspülen / Rinse out rice

geben ihn dann in einen passenden Topf
17 - Reis in Topf geben / Put rice in pot

und gießen dort die Gemüsebrühe
18 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable stock

sowie den Tomatensaft hinzu
19 - Tomatensaft addieren / Add tomato juice

und erhitzen das Ganze dann, wobei wir es mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
20 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

Sobald der Tomatensaft kocht
21 - Aufkochen lassen / Let boil up

schalten wir die Platte aus und lassen den Reis bei geschlossenem Deckel für 20 Minuten garen.
22 - Geschlossen gar ziehen lassen / Simmer closed

In der Zwischenzeit können wir schon einmal die Paprika entkernen und fein würfeln
23 - Paprika entkernen & würfeln / Deseed & dice bell pepper

sowie die Zwiebeln schälen und ebenfalls würfeln.
24 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Nach 20 Minuten sollte der Tomatensaft mit dem Reis leicht blasig und etwas fest geworden sein
25 - Tomatenreis fertig gegart / Tomato rice - finshed cooking

so dass wir diesen nun etwas verrühren und auflockern können. Sollte noch etwas zu viel Flüssigkeit im Reis sein, schalten wir die Platte noch einmal auf niedrige Stufe und lassen sie bei gelegentlichem umrrühren verdampfen.
26 - Reis auflockern / Loosen rice

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust-Filets unter fließendem Wasser gründlich ab, tupfen sie trocken
27 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie anschließend in mundgerechte Würfel.
28 - Hähnchebrust würfeln / Dice chicken breast

Außerdem lassen wir die Kidneybohnen und den Mais in einem Sieb abtropfen.
29 - Bohnen & Mais abtropfen lassen / Drain kidney beans & corn

In einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen wir dann die beiden Esslöffel Olivenöl,
30 - Olivenöl erhitzen / Heat up oilve oil

dünsten die Zwiebelwürfel darin glasig an,
31 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

und geben dann die Hähnchenbrustwürfel hinzu.
32 - Hähnchenbrust addieren / Add chicken breast

Während wir sie rundherum anbraten, bestäuben wir sie nach und nach mit der Fajita-Würzmischung
33 - Mit Fajita-Würzmischung bestäuben / Dredge with fajita seasoning

und geben, sobald alles durchgebraten ist, einen kleinen Schluck Wasser hinzu, das wir fast komplett einkochen lassen.
34 - Etwas Wasser addieren / Add some water

Dann addieren wir die Paprikawürfel,
35 - Paprika dazu geben / Add bell pepper

braten sie für 2 bis 3 Minuten mit an,
36 - Paprika anbraten / Braise bell pepper lightly

und geben schließlich noch den abgetropften Mais
37 - Mais addieren / Add corn

sowie die Kidneybohnen in die Pfanne,
38 - Kidneybohnen hinzufügen / Add kidney beans

heben sie unter und lassen sie ebenfalls für 2 bis 3 Minuten in der Pfanne mit garen.
39 - Unterheben / Fold in

Als nächstes vermischen wir alles mit dem Tomatenreis,
40 - Tomatenreis dazu geben / Add tomato rice

heben die scharfe Salsa Sauce unter
41 - Salsa Sauce einrühren / Stir in salsa

und probieren unsere Kreation anschließend
42 - Probieren / Try

um sie dann noch einmal final mit etwas Sambal Olek bis zum gewünschten Schärfegrad abzuschmecken.
43 - Mit Sambal Olek abschmecken / taste with sambal olek

Nachdem wir dann den Backofen auf 180 Grad eingestellt und eine Auflaufform ausgefettet haben,
44 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

geben wir die Saure Sahne in eine Schüssel,
45 - Saure Sahne in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

pressen die Knoblauchzehen dazu
46 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

und verrühren alles gut miteinander.
47 - Gut vermengen / Mix well

Anschließend packen wir die Tortillas aus, erwärmen sie einzeln für ja 30 Sekunden in der Mikrowelle damit sie weich und formbar werden,
48 - Tortilla in Mikrowelle erwärmen / Heat up tortilla in microwave

bestreichen sie von einer Seite mit der Mischung aus saurer Sahne und Knoblauch, wobei wir einen Rand freilassen,
49 - Mit Saurer Sahne bestreichen / Spread with sour cream

und geben dann Mittig großzügig etwas von der Tomatenreis-Zubereitung darauf
50 - Reismischung auftragen / Add rice mix

um dann alles aufzurollen. Wie das genau geht ist sehr schön hier erklärt.
51 - Burrito aufrollen / Roll up burrito

Die fertig aufgerollten Burritos geben wir dann nebeneinander in die Auflaufform
52 - Burritos in Auflaufform geben / Put burritos in casserole

und bestreuen alles großzügig mit dem geriebenen Cheddar-Käse.
53 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Leider reichte meine größte Auflaufform nur für vier Burritos, so dass ich die verbleibenden zwei in eine weitere Form geben musste.
54 - Zweite Auflaufform befüllen / Fill second casserole

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir die Formen auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 15 Minuten
55 - Im Ofen überbacken / Bake in oven

bis der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.
56 - Burrito-Auflauf - Fertig überbacken / Burrito-Casserole - Finished baking

57 - Burrito-Auflauf - Fertig gebacken II / Burrito-Casserole - Finished baking II

Anschließend können wir die Burritos auch schon servieren und genießen.
58 - Burrito-Auflauf - Serviert / Burrito-Casserole - Served

Beim Wickeln von Burritos muss ich zwar wohl noch ein wenig üben, sie hätten etwas fester gewickelt sein können, aber davon abgesehen erwies sich das Gericht als überaus gelungen. Alleine schön die Füllung mit ihrer angenehm kräftigen Schärfe, einer tomatig-fruchtigen Note sowie der typisch mexikanischen Gemüsezusammenstellung samt den würzigen und saftigen Geflügelwürfeln war ein wahrer Genuss. Gemeinsam mit der mit Knoblauch versehenen Sour Cream, dem Käse und den Tortillas ergab sich schließlich ein Gericht, dass ich wirklich sehr genießen konnte. Einfach nur lecker.

59 - Burrito-Auflauf - Seitenansicht / Burrito-Casserole - Side view

60 - Burrito-Auflauf - Querschnitt / Burrito-Casserole - Lateral cut

Guten Appetit

Chili con Carne & Baguette [31.01.2012]

Tuesday, January 31st, 2012

Gestern hatte ich Urlaub, daher gab es leider auch keinen Beitrag – ich hatte einfach die Reste meines selbst gemachten Kohlrabi-Hähnchen-Ragout vom Sonntag verzehrt. Heute ging es aber regulär weiter und ich wurde auch gleich mit einem Angebot konfrontiert dass ich unmöglich ablehnen konnte: In der Sektion Globetrotter bot man mal wieder ein Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette an, das konnte ich natürlich unmöglich widerstehen. Immerhin zählt Chili con Carne zu meinen Leibgerichten. Da half auch das ebenfalls sehr leckere Pikante Kichererbsencurry auf indische Art mit Basmatireis bei Vitality nichts und die Schinkennudeln mit Tomatensauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Pad Pak Raum Medamamaun – Gebratenes Gemüse mit Knoblauch in Soja Sauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch gebraten mit Broccoli und Karotten in Austernsauce ließ ich von vornherein außen vor. Zu den Chili gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Pfirsichquark, welcher das heute Mittagsmenu schließlich komplettierte.

Chili con Carne & Baguette

Auch wenn das Chili con Carne nur aus den unbedingt notwendigen Standardzutaten wie Mais, Kidneybohnen, Tomaten und natürlich Hackfleisch (welches wohl den größten Anteil einnahm) bestand, erwies es sich mit seiner fruchtigen und tatsächlich auch leicht scharfen Zubereitung als für ein Kantinen-Chili als absolut akzeptable und durchaus leckere Zusammenstellung, die ich mir schmecken ließ, die Reste mit dem frischen, knusprigen Baguette aufklaubte und mit dem festen, mit reichlich Fruchtstücken versehenen Quarkbecher abrundete. Natürlich hätte die eine oder andere Paprika, vielleicht ein paar Kartoffelwürfel oder ein wenig mehr Schärfe im Chili nicht geschadet, aber das wäre wahrscheinlich zu weit weg von der Erwartungshaltung des Publikums entfernt gewesen. Wenn man große Mengen von Menschen verköstigen muss, scheint man nur selten Experimentierfreude an den Tag zu legen sondern sich viel mehr an altbewährtes zu halten.
Aber so erlangte das Chili auch, wie zu erwarten war, wie mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie immer durch Beobachtung der anderen Gäste und vor allem ihrer Tabletts aufstellte. Auf Platz zwei folgten aber auch schon die Schinkennudeln in Tomatensauce, die ich meinte noch etwas häufiger gesehen zu haben als die Asia-Gerichte, welche somit auf dem dritten Platz landeten. Auch häufig gewählt, aber dennoch nicht häufig genug um eine höhere Platzierung zu erreichen folgte schließlich das Kichererbsencurry. Hätte ich mich nicht mal wieder von meiner Liebe zum Chili übermannen lassen, wären die Kichererbsen dennoch die erste Wahl für mich gewesen – vielleicht kann ich mich ja das nächste Mal endlich bändigen und damit kalorientechnisch eindeutig idealere Gericht wählen. 😉

Mein Abschlußwertung:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Pfirsichquark: ++

Chili con carne & Baguette [15.11.2011]

Tuesday, November 15th, 2011

Mein erster Gedanke war es zwar gewesen heute bei den Zucchinipuffern mit Broccoli und Tomate aus dem Bereich Vitality zuzuschlagen, die kalorientechnisch wohl am optimalsten erschien. Doch dann entdeckte ich neben dem Schaschlikgulasch mit Reis bei Tradition der Region sowie einem Paprikarahmschnitzel mit Butternudeln als zusätzliches Sonderangebot heute in der Sektion Globetrotter mal wieder ein Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette. Das toppte für mich natürlich wieder einmal alles andere inklusive des Pad Pak Raum Madmamaung – Gebratenes Gemüse mit Knoblauch in Soja Sauce und dem Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce. Dazu nahm ich noch einen Becher Bayrische Creme für von der Dessert-Theke.

Chili con Carne & Baguette

Der größte Teil des diesen Mal glücklicherweise angenehm dickflüssig geratenen Chili con carne bestand eindeutig aus dem Carne das ich meine als Halb und Halb Hackfleisch identifiziert zu haben – zumindest handelte es sich hier eindeutig um kein reines Rindergehacktem. Dazu hatte man einige Kidneybohnen und etwas Mais zusammen mit reichlich stückiger Tomaten zu einem pikant gewürzten, leicht scharfen Gericht zusammengemischt dass sich meiner Meinung nach absolut zu Recht als Chili con Carne bezeichnen durfte. Ich fand es sehr lecker, auch wenn man gerne etwas weniger Fleisch und mehr Gemüse hätte rein tun können. Dazu ein frisches und knuspriges Baguette in angenehmer Größe – was will man mehr? Und auch an dem lockeren Mousse mit Vanillegeschmack mit ihrer Garnitur aus Schokostreuseln und einer Schokobohne gab es nichts auszusetzen und bot somit
Obwohl sich das Paprikarahmschnitzel und das Chili sich heute einen enges Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, welches das Chili mit knappen Vorsprung für sich gewinnen konnte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier – unerwarteter Weise – die Zucchinipuffer die zumindest während meines Aufenthalts sichtbar häufiger auf den Tabletts vertreten waren als das Schaschlikgulasch. Ungewöhnlich für ein vegetarisches Gericht, aber auch nicht des erste Mal. Immerhin hätte auch ich ziemlich sicher hier zugeschlagen hätten die Kantinenköche mich heute nicht mit dem Chili-con-carne verführt… 😉

Mein Abschlußurteil:
Chili con carne: ++
Baguette: ++
Bayrische Creme (Vanille-Mousse): ++

Mexikanische Chili-Linsen mit Reis [10.10.2011]

Monday, October 10th, 2011

Nachdem ich ja am Wochenende, vor allem am Samstag, etwas mehr geschlemmt hatte als vielleicht gut für mich ist wollte ich am heutigen Montag mal wieder etwas kürzer treten. Von der Asia-Thai-Theke kam da auf jeden Fall schon mal das Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia-Thai-Gemüse nach Naimainh-Art in Frage und auch das Gaeng Massaman Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry wäre noch in die nähere Auswahl gekommen. Aber da ich ja am Freitag erst Asiatisch gegessen hatte, wandte ich meinen Hauptaugenmerk eher der regulären Küche zu. Hier klang das Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Käse überbacken dazu Pommes Frites in der Sektion Globetrotter sehr verlockend, war aber eindeutig zu kalorienreich. Besser klangen da schon die traditionell-regionalen Schinkennudeln mit Tomatensauce, wurden aber noch von den Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis im Bereich Vitality getoppt. Zwar hatte ich sowohl die Schinkennudeln als auch Chili-Linsen bisher noch nicht versucht, aber bei gerade mal 463kcal für die Chili-Linsen konnte ich mir auch noch ohne Probleme den kleinen Becher Caramelmousse als Dessert leisten.

Mexikanische Chili-Linsen / Mexican chili lentils

Bisher hatte ich mich ja nie für die Chili-Linsen begeistern können, doch was mir dadurch entgangen war erkannte ich erst heute. Die Mischung aus braunen Linsen, Paprika in rot, grün und gelb sowie Tomaten, Lauch und Zwiebeln erwies sich als angenehm kräftig und vor allem scharf gewürzt. In Kombination mit der großen Portion Reis ein nicht nur sehr leckeres, sondern auch angenehm sättigendes Mittagsgericht, das gerade danach verlangte zum Verzehr vermengt zu werden. Ich war positiv überrascht, denn ich diese Kombination übertraf meine Erwartungen bei weitem und würde ohne Bedenken jederzeit wieder bei einem solchen Gericht zuschlagen. Wie üblich gab es natürlich am am Dessert, dem ein leichtes Kaffeearoma anhaftete, nichts auszusetzen.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala landete heute aber natürlich ganz wie es zu erwarten war das Schweinesteak “Tessin” auf Platz eins. Auf Platz zwei würde ich die Asia-Gericht einordnen, auf Platz drei folgten die Schinkennudeln und schließlich die Mexikanischen Chili-Linsen auf Platz vier. Vegetarische Gerichte, auch wenn sie unerwartet schmackhaft sind, haben es nun mal immer etwas schwer.

Mein Abschlußurteil:
Mexikanische Chililinsen: ++
Reis: ++
Caramelmousse: ++

Arrachera Ranchera – El Patio München-Schwabing

Saturday, June 18th, 2011

Nach unserem Besuch in der BMW-Welt und im BMW-Museum hatten wir langsam Appetit und ich zog die Qype-App auf meinem iPhone zu Rate und stieß dabei nach kurzer Recherche auf das El Patio in der Herzogstraße 88 in München-Schwabing, ein kleines mexikanisches Restaurant dessen existierende Bewertungen uns dazu animierten dieser Location eine Chance zu geben.


Größere Kartenansicht

Also fuhren wir bis zur U-Bahn Haltestelle Münchner Freiheit und machten uns von dort auf den Weg zum Ziel. Kein kurzer Weg, hier wäre eine Anfahrt mit der Tram-Linie 12 bis zur Clemensstraße optimaler gewesen, doch vom Olympiazentrum aus erschien es uns günstiger diesen Weg zu nehmen.

El Patio - München-Schwabing

Das El Patio stellte sich als gemütlich wirkende kleines, sehr gemütlich wirkendes Restaurant heraus. Um eine große Theke gruppierten sich einige Tische für zwei bis vier Personen, die sich jedoch auch für größere Gruppen umstellen lassen.

Interior - El Patio München-Schwabing

Auf den Tischen waren zwar größtenteils Reserviert Schilder aufgestellt, da wir jedoch schon recht früh dort waren konnten wir nach kurzer Rücksprache mit der Bedienkraft einen Tisch besetzen. Sofort erhielten wir die Karte und wandten uns dem Studium der Angebote zu. Neben Getränken und dem Hinweis dass man hier aus 70 verschiedenen Tequilasorten wählen könne sowie Suppen und Salaten gab es in der Karte auch ein umfangreiches Angebot an Hauptgerichten, darunter Fajitas, Enchiladas und Fleischgerichten wie Steaks, der mexikanischen Variante eines Hamburgers. Burritos konnte ich keine Entdecken, aber ich hatte heute sowieso mehr Lust auf etwas Fleischiges. Und da erschien mir das Arrachera Rancheragenau richtig. Das Gericht bestand aus flachen Rindersteaks mit Chorizos, Reis, Salsa, Guacamole, Bohnenmus, Zwiebeln, Kaktusstreifen und Tortillas. Dabei waren es auch die Kaktusstreifen die mich reizten, da ich solche meines Wissens bisher noch nicht probiert hatte. Da biss ich auch in den sauren Apfel dass es sich bei diesem Angebot aus der Abteilung Empfehlungen der Küche mit 17 Euro um das zweitteuerste Gericht der ganzen Speisekarte handelte. Zwar füllte sich das Restaurant langsam immer stärker, aber dennoch erhielten wir recht schnell unsere bestellten Gerichte und ich somit mein Arrachera Ranchera.

Arrachera Ranchera - El Patio

Und bei diesem Gericht stimmte wirklich alles – nicht nur die mehr als gelungene Präsentation. Zu den zwei dünnen, zarten Rindfleischstücken und den beiden offensichtlich ebenfalls gebratene Chorizo-Hälften fand sich eine mit einigen Erbsen versehene Portion Tomatenreis aus auf dem Teller. Unter dem Fleisch fanden sich auch die Zwiebelnstreifen und die Kaktusstreifen, die vom Aussehen her an grüne Bohnen erinnerte, aber durch einen würzigen Geschmack auszeichneten und meiner Meinung nach eine wirklich leckere Beilage zum Fleisch bildeten. Zum Dippen gab es des weiteren offensichtlich hausgemachte Guacamole, ebenfalls hausgemachte Salsa mit angenehm kräftiger Schärfe, das von mir sehr geschätzte Mus aus schwarzen Bohnen das man noch mit zwei Tortilla-Chips garniert hatte sowie schließlich noch zwei warme, frische Tortilla-Fladen. Das war wirklich das Beste im Bereich mexikanischer Speisen das ich seit langer Zeit gegessen hatte. Und mein Begleiter äußerte sich in ähnlichem Ton.
Gemeinsam mit der gemütlichen Atomsphäre und der freundlichen, aufmerksamen und unaufdringlichen Bedienung kann ich somit dem El Pation im Westteil von München-Schwabing meine vorbehaltlose Empfehlung aussprechen – ein wirklicher Geheimtipp was mexikanische Küche angeht. Eine vorzügliche Wahl – wer in Schwabing unterwegs ist und Lust auf Mexikanisch hat sollte dieser Lokalität auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Burrito mit Hackfleisch-Reis-Füllung – ein Kochexperiment

Saturday, February 12th, 2011

Heute wollte ich mal wieder etwas kochen, doch irgendwie konnte ich mich Anfangs nicht richtig entscheiden was ich machen könnte. Dann kam ich auf die Idee, dass ich schon lange keinen richtigen Burrito mehr gegessen hatte – vor allem hier in Deutschland. Also besorgte ich mir noch ein paar Zutaten und machte mich ans Werk. Ich entschied mich dabei für eine Zubereitung mit einer mexikanisch angehauchten Rinderhack-Reis-Füllung. Gleich zu Beginn sei dabei jedoch angemerkt, dass es sich um ein wirkliches Kochexperiment handelt – über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge jeder Art würde ich mich sehr freuen. Wichtig war mir dass dabei etwas wie hier oder hier in San Francisco bzw. hier in Boston dabei heraus kommt, mein Ergebnis nicht aber dem Teil aus Köln gleicht.

Was brauchen wir also?

100g Reis – ich verwendete Vollkornreis den ich noch vorrätig hatte, hier wäre aber auch Langkornreis denkbar
01 - Zutat Reis

eine kleine Dose Kidneybohnen (125g Abtropfgewicht)
02 - Zutat Kidneybohnen

eine kleine Dose Mais ( ca. 100g)
03 - Zutat Mais

2 kleine Tomaten
04 - Zutat Tomaten

1-2 Chilischoten
05 - Zutat Chilis

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1/2 kleine Paprika
07 - Zutat Paprika

250g Rinderhack
08 - Zutat Rinderhack

1 Zehe Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch

etwas Guacamole und/oder Sour Cream – wobei man Guacamole in hiesigen Supermärkten meist in den Knabberzeug-Regalen und nicht bei den Tortillas und anderen mexikanischen Zutaten findet. Wer mag, kann die Guacamole natürlich auch selbst machen.
10 - Zutat Guacamole

einige Weizen-Tortillawraps
11 - Zutat Tortillawrap

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver und etwas Tabasco.

Zuerst kochen wir den Reis nach Packungsbeschreibung.
12 - Reis kochen

Während der Reis vor sich hin kocht, entkernen wir die Chilis und zerschneiden sie in kleine Quadrate.
13 - Chili schneiden

Außerdem ritzen wir die Tomaten kreuzförmig ein, übergießen sie mit kochendem Wasser und schälen, entkernen und würfeln sie anschließend.
14 - Tomaten häuten

Die Zwiebel hacken wir zusätzlich in kleine Würfel.
15 - Zwiebeln schneiden

Ist der Reis fertig gekocht, entnehmen wir ihn dem Kochbeutel und stellen ihn erst einmal bei Seite.
16 - fertiger Reis

Nun kommen wir zur Zubereitung der Hackfleisch-Füllung:
Zuerst schwitzen wir die gepresste Knoblauchzehe mit den Chilis in etwas Öl in einer Pfanne an.
17 - Knoblauch und Chilis anschwitzen

Dann fügen wir Zwiebeln und Rinderhack hinzu und zerteilen alles ein wenig mit einem Pfannenwender
18 - Rinderhack und Zwiebeln beigeben

um das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver zu würzen.

19 - Mit Salz und Pfeffer würzen 20 - Mit Chili würzen

Ist alles einigermaßen durch, fügen wir zuerst die Paprika hinzu und lassen sie kurz mit anbraten.
21 - Paprikawürfel hinzugeben

Dann folgen die Tomatenwürfel
22 - Tomaten beifügen

die Kidneybohnen
23 - Kidneybohnen hinzufügen

und der Mais.
24 - Mais addieren

Zum Schluß schmeckte ich das ganze noch mit einem Schuß Tabasco ab und ließ es einige Minuten auf mittlerer Stufe in der Pfanne schmoren.
25 - Mit Tabasco abschmecken

Nachdem die Pfanne abgestellt war, ging es daran den Burrito zu füllen.

Zuerst erwärmen wir den fertigen Weizentortilla etwas. Da ein einmal erhitzter Tortilla schnell auskühlt und trocken wird, nahm ich mir die Teigfladen einzeln vor und steckte sie für etwa 45 Sekunden in die Mikrowelle, wobei ich sie mit etwas Küchenpapier umgab, damit sie nicht schon während des Erwärmens austrocknen. Alternativ kann man das Ganze auch in einem vorgeheizten Backofen bei 200Grad tun, allerdings erschien es mir etwas aufwändig wegen einzelner Burritofladen den Backofen einzuschalten.
26 - Tortilla erwärmen

Dann ging es ans füllen:
Wir nehmen also den warmen Tortilla-Teigfladen
27 - Burrito füllen Anfang

bestreichen ihn mit etwas Sour Cream
28 - Mit Sour Cream bestreichen

und fügen die Hackfleisch-Gemüse-Mischung darauf hinzu.
29 - Mit Füllung belegen

Nun folgt etwas Guacamole
30 - Mit Guacamole bestreichen

und der Reis, den ich hier auf die Guacamole gegeben habe.
31 - Mit Reis belegen

Dann folgt das Rollen des Burritos, das sich als etwas Tricky herausstellte. Als beste Lösung stellte sich heraus, dass man während man die einen beiden Seiten umschlägt die anderen Seiten mit den Daumen nach Innen drückt und sie somit in den Burrito legt. Dabei hat mit dieses Video auch ein wenig geholfen und soll deswegen nicht unerwähnt bleiben. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.
32 - Burrito rollen

Mit Sicherheit war das ganze noch nicht hundert Prozent perfekt – vor allem weil ich leider keine Silberfolie im Haus hatte um den Burrito nach dem Rollen etwas zu stabilisieren wie ich es aus den Burrito-Restaurants in San Francisco kannte, dennoch habe ich mir die Burritos die bei meinem Experiment heraus kamen schmecken lassen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.
33 - Gefüllter Burrito - Inhalt

Dabei gebe ich gerne zu, dass erst mein zweiter Versuch den Burrito zu rollen einigermaßen gut gelungen ist, aber daher nenne ich das ganze ja auch “Kochexperiment”.
Alternativ hätte man natürlich noch mit anderen Zutaten und vor allem etwas Käse in der Füllung herum spielen können. Viele Rezepte die ich in deutscher Sprache gefunden hatte sprachen auch noch davon, die Burritos mit Käse zu überbacken, das hätte aber nicht meinen selbst gestellten Vorgaben entsprochen, einen amerikanischen Westküsten-Burrito zu fabrizieren. Ich konnte mit dem Ergebnis auf jeden Fall recht zufrieden sein. Sollte es Anmerkungen und Tipps zu dem Thema geben, würde ich mich über Kommentare jeglicher Art sehr freuen.

Guten Appetit

Chili con Carne – in scharf [16.03.2010]

Tuesday, March 16th, 2010

An der Asia-Theke lockten heute u.a. “Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry” und “Gung Pao Ngao – Gebratenes Rindfleisch mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” – was schon mal nicht übel klang. Aber auch im regulären Bereich gab es einiges interessantes – zum Beispiel als Vitality-Speise “Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomate“, was durchaus verlockend klang. Und auch das “Putengeschnetzelte ‘Zigeuner Art’ mit Reis” als traditionell-regionales Gericht sah nicht übel aus. Aber als ich sah dass man heute bei den Globetrotter-Mahlzeiten auch mal wieder “Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette” anbot, war meine Entscheidung eigentlich schon klar. Mein Frohlocken verstärkte sich noch mehr, als ich die Frage der Küchenkraft hörte, ob man scharfes oder normales Chili wolle. Ich bestellte mir natürlich die scharfe Variante und ergänzte es noch mit einem Aprikosenquark.

Chili con Carne & Baguette

Das beigelegte Baguette war leider nicht mehr das frischeste wie ich feststellen musste – und dass man mir ein Endstück gegeben hatte verbesserte das nicht gerade. Aber wie ich erfreulicherweise herausstellte war das Baguette wirklich das einzige leicht negative am heutigen Mittagsgericht. Das in einer großen Schüssel servierte Chili con Carne stellte sich als wirklich sehr gut gewürzte und scharfe Variante heraus. Alleine die Tatsache dass ich bemerkte wie mir nach den ersten paar Löffeln die Feuchtigkeit in die Nase stieg zeigte mir dass man an Chilis (oder was man hier auch verwendet hatte) nicht gespart hatte. War wirklich positiv überrascht und sehr zufrieden mit der heutigen Chili-Variante. Zur Sättigung wäre der Aprikosenquark nicht mehr unbedingt notwendig gewesen, aber schmackhaft war auch er. Außerdem binden Milchprodukte ja meines Wissens auch die Schärfe etwas – und das war heute auch durchaus notwendig gewesen.
Dennoch lag das Chili in der allgemeinen Kundenbeliebtheit heute meines Eindruckes nach nur knapp vor dem Putengeschnetzelten und den Asia-Gerichten und schließlich den Zucchinipuffern – und das trotz der alternativen, “entschärften” Variante. Aber es mögen eben nicht alle Chili con Carne so gerne wie ich. Das war dann übrigens das 38te Chili con Carne hier im Blog.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: +
Aprikosenquark: ++