Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln [02.07.2018]

Diese Woche fanden sich, nach den Australischen Spezialitäten in den vergangenen fünf Werktagen, wieder nurStandard-Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. An der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackene
Frühlingsrollen
, Asiatischen Hähnchenkeulen mit Gemüse oder Gebratenes Schweinefleisch mit asiatischem Gemüse in Austernsauce, während die reguläre, westlich orientierte Küche im Abschnitt Vitality Curryreis mit ZucchiniKarottenragout, bei Tradition der Region einen Abgebräunten Leberkäs mit Spiegelei und Bratensauce, dazu Röstkartoffeln sowie bei Globetrotter Gebratene Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln anbot. Die Asiatischen Hähnchenkeulen klangen schon mal nicht schlecht und sahen auch recht verlockend aus, aber wenn Leberkäse und dann auch noch mit Spiegelei auf der Speisekarte steht, gibt es für mich kein Halten mehr. Ich liebe nun mal Leberkäse. Leider schien aktuell irgend ein Seminar bei uns stattzufinden, denn der Speiseraum erwies sich als Übervoll und es hatten sich vor allen drei Theken sowie an drei Kassen bereits mehr oder weniger lange Schlangen gebildet. Aber da mussten wir eben durch. Als ich endlich den Leberkäse auf dem Tablett hatte, entschied ich mich noch dazu ihn mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke zu ergänzen. So ausgestattet machten wir uns auf die Suche nach einem freien Tisch, die jedoch erfolglos blieb, so dass wir letztlich an einem mit nur einer Person besetzten Tisch, natürlich nach Rückfrage, Platz nahmen und beginne konnten unsere Speisen zu verzehren.

Browned bavarian meat loaf with fried egg, gravy & roast potatoes / Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln waren dieses Mal durchgehend fest und knackig, aber durchgekocht, aber leider fehlte bei ihnen etwas Salz, was sich aber mit dem am Tisch bereit stehenden Salzstreuer leicht beheben ließ. Das Highlight war aber die (männer-)daumendicke, angebratene Leberkäsescheibe, die zwar nur noch lauwarm war was ihren guten Geschmack aber zum Glück nicht minderte. Kombiniert mit dem Spiegelei, insbesondere dem noch flüssigen Eigelb, und der würzigen und dickflüssigen Bratensauce ein wahrer Genuss. Und auch die Gemüsemischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, grünen Bohnen und etwas Kohlrabi erwies sich als gute Wahl, denn das Gemüse war noch ausreichend heiß und weder zerkocht noch matschig. Definitiv keine leichte Kost, aber immer wieder lecker.
Der Kampf um den ersten Platz fand heute zwischen Leberkäse und Hähnchenbrust statt und es fiel mir wirklich schwer einen klaren Favoriten auszumachen. Aber unter Berücksichtigung der Teller auf den Tabletts in den Rückgabewagen, die etwas mehr Reste von Tomatensauce aufzeigten, billige ich dem Picatta Milanese diesen Platz zu. Somit landete der Leberkäse auf einem guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den mexikanischen Chili-Linsen schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++

Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten – das Rezept

Als ich dieses Rezept für entdeckte, hatte ich mich sofort darin verliebt, denn es war einfach und las sich was seine Zusammenstellung anging einfach nur lecker – auch wenn der Name Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten vielleicht etwas sperrig klingt. Doch ich wollte es unbedingt mal zubereiten – allerdings nur für 2 Personen. Leider traute ich den falschen Forenbeiträgen im Internet, in denen steif und fest behauptet wurde, dass man bei Fisch pro Portion mit 200-250g rechnen muss. Also ging ich heute früh los und besorgte mir eine frische Lachsloin mit etwas mehr als 500g Gewicht, denn mit TK-Lachs habe ich beim Anbraten schlechte Erfahrung gemacht, da er dabei leicht zerfällt. Doch bereits an der Fischtheke kam mir das Stück etwas zu groß vor, doch ich ließ die Verkäuferin gewähren (und zahlte über 30 Euro für das Stück oO). Aber 250g sind absoluter Quatsch, 150g reichen da vollkommen aus. Also entschied ich mich doch vier Portionen daraus zu machen – zum Glück hatte ich auch genug der anderen Zutaten dafür vorrätig. Als Sättigungsbeilage entschied ich mich wegen der großen Menge an Sauce die bei diesen Rezept zu entstehen drohte für Knoblauchbaguette, das sich wunderbar eignen würde die restlich Sauce vom Teller zu wischen. Aber auch Reis oder Pasta wäre hier durchaus denkbar. Oder für die Freunde von Low-Carb vielleicht auch nur einen gemischten Salat.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500-550g Lachsfilet / Lachsloin
01 - Zutat Lachsloin / Ingredient salmon loin

100g Blattspinat
02 - Zutat Baby-Blattspinat / Ingredient baby leaf spinach

50g Parmesan
03 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

120g Sonnengetrocknete Tomaten in Öl (abgetropft)
04 - Zutat getrocknete Tomaten in Öl / Ingredient dries tomatoes in oil

1 mittelgroße Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

4 große Knoblauchzehen
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

450ml Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

80ml trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 Teelöffel Maisstärke
09 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

2 Teelöffel italienische Kräuter (getrocknet)
10 - Zutat italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

1-2 Esslöffel Mehl
11 - Zutat Weizenmehl / Ingredient flour

2 Kräuter- oder Knoblauchbaguettes (TK)
12 - Zutat Knoblauchbaguette / Ingredient garlic baguette

3-4 Esslöffel Erdnussöl (Zum braten des Fisch)
05 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

2 Esslöffel Butter (Für alles andere zum braten – wegen des Geschmacks)
10 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich beginnen wir die Zubereitung mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

reiben den Parmesan,
14 - Parmesan reiben / Grate parmesan

schälen die Knoblauchzehen, um sie dann gründlich zu zerkleinern
15 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und schneiden die abgetropften getrockneten Tomaten in Streifen, wobei wir längere Streifen am besten noch einmal halbieren.
16 - Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden / Cut dries tomatoes in stripes

Anschließend waschen wir das Lachsfilet,
17 - Lachs waschen / Wash salmon

tupfen es mit einem Papier-Küchentuch rundherum trocken,
18 - Lachs trocken tupfen / Pat salmon dry

schneiden es in vier gleich große Stücke,
19 - Lachs vierteln / Quarter salmon

würzen die Stücke von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer
20 - Lachs mit Salz & Pfeffer würzen / Season salmon with salt & pepper

und wenden sie abschließend in Weizenmehl, so dass sie nur dünn damit bedeckt sind. Das soll verhindern dass der Lachs beim anbraten in der Pfanne haften bleibt – wobei ich nicht sicher bin ob das bei modernen Teflon-Pfannen noch wirklich nötig ist. Aber schaden kann es jedenfalls nicht.
21 - Lachs in Mehl wenden / Turn salmon in flour

Außerdem waschen wir noch unseren Blattspinat und lassen ihn abtropfen.
22 - Spinat waschen / Wash spinach

Zum braten des Fisches verwendete ich Erdnussöl, denn dies hat einen viel höheren Rauchpunkt als z.B. Butter und eignet sich daher deutlich besser zum scharfen anbraten. Alternativ könnte man aber auch Butterschmalz verwenden, das würde den selben Zweck erfüllen.

Wir erhitzen also drei bis vier Esslöffel Erdnussöl auch höchster Stufe in einer Pfanne
23 - Erdnussöl in Pfanne erhitzen / Heat up peanut oil in pan

und prüfen dabei mit einem Holz-Kochlöffel, wann die richtige Temperatur erreicht ist. Sobald blasen am Löffel aufsteigen, schalten wir die Kochplatte auf mittlere Stufe hinunter
24 - Temperatur prüfen / Check temperature

und legen die Lachsfilets in die Pfanne
25 - Lachs in Pfanne geben / Put salmon in pan

um sie von jede Seite für fünf Minuten anzubraten.
26 - Lachs beidseitig anbraten / Fry salmon on both sides

Die fertig gebratenen Lachsfilets lassen wir auf Küchenpapier abtropfen und stellen sie erst einmal bei Seite.
27 - Lachs auf Küchenkrepp abtropfen lassen / Let salmon drain on kitchen paper

Nun geben wir die beiden Esslöffel Butter in die Pfanne, lassen diese schmelzen,
28 - Butter in Pfanne erhitzen / Melt butter in pan

geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinein
29 - Knoblauch in Pfanne geben / Put garlic in pan

und dünsten sie für etwa eine Minute an, bis sich sein Geruch verbreitet und der Knoblauch leicht goldbraun wird.
30 - Knoblauch andünsten / Braise garlic

Jetzt geben wir auch die gewürfelte Zwiebel hinzu
31 - Zwiebel addieren / Add onion

und dünsten sie für weitere zwei Minuten mit an, bis sie leicht glasig wird.
32 - Zwiebel andünsten / Braise onion

Das Ganze löschen wir dann mit dem trockenen Weißwein ab,
33 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

den wir sich etwas reduzieren und einkochen lassen
34 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

bevor wir schließlich auch unsere sonnengetrockneten und in Streifen geschnittenen Tomaten addieren
35 - Getrocknete Tomaten hinzufügen / Add dried tomatoes

und sie für ein bis zwei Minuten andünsten, damit sie ihre Aromen frei geben können.
36 - Getrocknete Tomaten andünsten / Braise dried tomates

Den Ofen beginnen wir außerdem auf 200 Grad vorzuheizen, damit wir das Baguette backen können.

Dann reduzieren wir die Wärmezufuhr um eine Stufe und löschen erneut alles mit der Sahne ab,
37 - Mit Sahne ablöschen / Deglaze with cream

die wir unter häufigem rühren zum Sieden, aber nicht zum Kochen (das mit den Blubberbläschen), bringen,
38 - Verrühren & zum sieden bringen / Stir & bring to a boil

und dabei gleich noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken
39 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie die italienischen Kräuter einstreuen.
40 - Italienische Kräuter einstreuen / Add italien herbs

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den abgetropften Blattspinat nach und nach in die Pfanne zu geben
41 - Blattspinat in Pfanne geben / Put leaf spinach in pan

und zusammenfallen zu lassen.
42 - Blattspinat zusammenfallen lassen / Let leaf spinach reduce

Außerdem streuen wir den geriebenen Parmesan ein und lassen ihn unter rühren schmelzen.
43 - Parmesan einstreuen / Intersperse parmesan

Sollte die Sauce danach immer noch zu dünn erscheinen – und ich persönlich bin ein großer Freund dickflüssiger Saucen – geben wir einen Teelöffel Maisstärke in ein Schälchen, addieren ein bis eineinhalb Esslöffel Wasser,
44 - Wasser zu Maisstärke geben / Add water to corn starch

lösen die Maisstärke durch rühren in dem Wasser auf
45 - Maisstärke auflösen / Dissolve corn starch

und rühren die so entstandene Mischung dann in unsere Sauce ein.
46 - Aufgelöste Maisstärke zu Sauce geben / Add dissolved corn starch to sauce

Inzwischen dürfte auch der Backofen Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir unser Baguette hinein schieben und gemäß Beschreibung (auf-)backen können – bei mir sollte das 9-10 Minuten dauern.
47 - Knoblauchbaguette im Ofen backen / Bake garlic baguette in oven

Dann legen wir die zuvor angebratenen Lachsfilets in die Sauce
48 - Lachsfilets in Sauce geben / Put salmon filet in sauce

und lassen sie unter geringster Wärmezufuhr (Stufe 1 am E-Herd) langsam wieder heiß werden
49 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Let reheat salmon / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Lachs heiß werden lassen

wobei wir sie ggf. auch noch einmal mit etwas Sauce begießen können.
50 - Lachs mit Sauce bedecken / Cover salmon with sauce

Sobald der Baguette dann fertig gebacken ist, brauchen wir es nur noch an den vorgegebenen Stellen in Scheiben zu schneiden
51 - Knoblauchbaguette zerteilen / Divide garlic baguette

und können es dann als Sättigungsbeilage zum unserem Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten servieren und genießen. Wer mag kann das Ganze natürlich noch mit etwas Petersilie garnieren.
52 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Served / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Serviert

Natürlich sind Fisch und Spinat sowie Spinat und Tomaten eigentlich bereits klassische Kombinationen von Zutaten, aber bringt man sie noch mit einer tatsächlich wunderbar cremigen und würzigen Knoblauch-Sahne-Sauce in Verbindung, werden sie zu einem unvergleichlichen Genuss. Die getrockneten Tomaten gaben der Sauce einen wunderbar fruchtiges, aber nicht zu dominates Tomatenaroma, dass auch den Spinat und den Knoblauch zur Geltung kommen ließen. Dabei war der wunderbar zarte und saftige Lachs, der regelrecht auf der Zunge zerfiel, die Krönung des ganzen Gerichts. Ich bereute nicht, ein paar Euro mehr für gute, grätenfreie Lachsloin ausgegeben zu haben. Und auch die Wahl des Knoblauchbaguette als Beilage erwies sich aus meiner Sicht als gute Wahl, denn es passte wunderbar dazu und ließen mich auch problemlos auch die letzten Reste der Sauce vom Teller wischen, so dass nichts verschwendet wurde. Ein wirklich sehr leckeres und äußerst empfehlenswertes Rezept, das ich mir auch gut mit Forelle oder einem anderen hellen und festen Fischfilet gut vorstellen könnte.

53 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Side view / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Seitenansicht

Guten Appetit

Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites [29.06.2018]

Eigentlich wäre die Australien-Woche ja gestern bereits vorbei gewesen, doch ich hätte auf der anderen heute vor dem Dilemma gestanden das es laut Intranet-Speisekarte wirklich nichts gab, was auch nur ansatzweise mein Interesse weckte. Wäre es eine reguläre Woche gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich zu den Seelachswürfeln in Weißweinsauce und Dijonsenf, dazu Spaghetti aus dem Abschnitt Globetrotter gegriffen, aber ich widersetzte mich irgendwie innerlich, zwei mal hintereinander Nudeln mit Fisch zu verzehren. Und der Chicken Ceasar Salad – Romanasalat mit Kirschtomaten und Croutons, dazu gebratene Hähnchenbrust und Parmesandressing bei Vitality war auch nicht so das wahre für mich, wäre aber wahrscheinlich meine Not-Wahl gewesen, denn der Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Bandnudeln mit asiatischem Gemüse und Kokosmilch oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce waren mir auch nicht so ganz das Wahre. Doch als ich trotz der Vorbehalte den Speiseraum betrat, konnte ich auf dem großen Bildschirm am Eingang entdecken, dass man Alternativ noch ein Känguru-Steak mit Bratenjus und Pommes Frites auf die Speisekarte gesetzt hatte, wohl Reste vom Mittwoch. Dafür aber auch nur für 5,30 Euro, also akzeptabel. Somit war mein Mittagessen gerettet, denn das Känguru war wirklich vorzüglich gewesen. So landete also dieses Gericht auf meinem Tablett und auf den Pommes durfte natürlich eine ordentliche Portion Ketchup nicht fehlen.

Canguru steak with gravy & french fries / Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites

Das kleine, etwas dunklere Stück Känguru war wohl etwas länger gegrillt und dadurch leider etwas trockener, aber geschmacklich auch noch vollkommen in Ordnung, besser aber war noch das andere, große Stück, das wieder im ganzen wunderbar zart und saftig war sowie mit dem kräftigen und würzigen Geschmack daher kam, den ich schon vom Mittwoch her kannte. Ein ganz klein wenig merkte man ihm zwar auch an, dass es nicht mehr hundertprozentig frisch war, aber darüber konnte man meiner Meinung nach noch hinweg sehen. Und auch die würzige, mit Thymian versetzte Bratensauce passte gut zum Känguru-Fleisch. Bei den Pommes Frites musste ich allerdings ein paar Abstriche hinnehmen. Zwar war man hier was die Portion anging besonders großzügig vorgegangen, aber das half wenig darüber hinweg dass sie leicht übersalzen, etwas zu knusprig und bereits ein klein wenig abgestanden waren. Genießbar, aber wirklich gute Pommes waren das leider nicht. Daher ließ ich auch ein klein wenig davon übrig. Insgesamt war ich aber froh über dieses Resteangebot gewesen, dass mir die Austalische Woche in unserem Betriebsrestaurant dann doch noch bis zum Freitag verlängert hatte.
Bei den anderen Gästen schien man sich heute aber eher wieder auf Seelachswürfel in Weißwein-Senf-Sauce gestürzt zu haben, denn diese waren mit kleinem Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich den Chicken Ceasar Salad und den dritten Platz teilten sich wohl Asia-Gerichte und Känguru-Steak. Aber die Besucherzahlen waren am heutigen Freitag, wie so häufig an diesem Wochentag, nur sehr niedrig, was das erstellen einer klaren Beliebtheitsskala leider etwas erschwerte. Aber alle Angaben hier sind ja sowieso immer rein subjektiv und ohne jegliche Gewähr.

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: ++
Bratensauce: ++
Pommes Frites: +/-

Bondi Beach Seafood Pasta – Linguine mit Garnelen, Barramundi & Sepien mit Spinat, Kirschtomaten & Macadamiapesto [28.06.2018]

Die Australien-Woche in unserem Betriebsrestaurant endete am heutigen Donnerstag fast so wie sie begonnen hatte: mit einem Nudelgericht. Es stand eine Bondi Beach Seafood Pasta – Linguine mit Garnelen, Barramundi, Sepien mit Spinat, Kirschtomaten und Macadamiapesto auf der Speiskarte. Klang gut, sah im ersten Moment aber nicht ganz so verlockend aus wie der Red Snapper vom Dienstag oder die Grillplatte vom Mittwoch und lag mit etwas mehr als 8 Euro pro Portion auch wieder im oberen Preissegment. Zumal ich ja auch gestern schon Spinat zum Australian bite hatte. Ich überlegte wirklich lange, ob ich nicht lieber bei den Cevapcici mit frischen Zwiebeln und Tzaziki, dazu Pommes Frites bei Globetrotter zugreifen sollte. Die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Tradition der Region reizte mich, obwohl man den Reis noch mit ein paar Erbsen und Möhren aufgewertet hatte, weniger. Das gleich galt für die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Erdnußsauce. Ich war eigentlich schon dabei mich in die Schlange für der Cevapcici-Theke einzureihen, als ich mir dann doch einen Ruck gab und mich für die Bondi Beach Seafood Pasta umentschied. Immerhin hatte ich die ganze Woche schon australische Spezialitäten Spezialitäten (oder das was unser Betriebsrestaurant dafür ausgibt) verzehrt, da wollte ich heute nicht verzichten.

Bondi Beach Seafood Pasta - Linguine with shrimps, barramundi, sepia, spinach, cherry tomatoes & macadamia pesto / Linguine mit Garnelen, Barramundi & Sepien mit Spinat, Kirschtomaten & Macadamiapesto

An Fischfilet-Stücken hatte man bei dieser Pastazubereitung auf jeden Fall schon mal nicht gespart, es fanden sich viele große und noch mehr kleinere Stücke Barramundi im Gericht. Dahingegen musste man die Sepien wirklich suchen und neben den beiden Riesengarnelen fanden sich noch einige, aber nicht viele, kleine Exemplare im der Sauce, die auf einer Mischung aus normalen beigen und schwarzen Linguine serviert worden war. Außer den Spinat fanden sich außerdem , zusätzlich zu den drei Cherrytomaten, noch Tomatenstück und größere und kleinere Stücke von Macadamia-Nüssen in der Sauce. Letztere gaben dieser auch einen leicht süsslichen, nussigen Geschmack, bei dem ich erst einen zweiten oder dritten Bissen brauchte bis ich mich daran gewöhnt hatte und ihn sogar für gut befand. Über Nüsse in Pastasaucen kann man ja streiten, aber Macadamia passt meiner Meinung nach wunderbar in eine Sauce mit Fisch und Meeresfrüchten. Ein ungewöhnliches, aber nach kurzer Gewöhnungsphase doch sehr leckeres Geschmackserlebnis. Ob der hohe Preis trotz Barramundi und Macadamia gerechtfertigt war, sei natürlich so dahin gestellt, aber ich bereute letztlich meine Entscheidung nicht – auch wenn das Gericht insgesamt mit Sicherheit dem Cavapcici mit Pommes was die Kalorien angeht kaum in etwas nachstanden. Macadamia-Nüsse sind ja mit 750kcal pro 100g echte Fettfallen, schmecken aber eben leider auch sehr gut. Nicht das beste der australischen Gericht, der Red Snapper bleibt mein Favorit, gefolgt von der etwas durch das misslungene Rindersteak im Genuss geminderte Grillplatte von gestern. Aber mit dem Krodkodilgulasch zog es zumindest gleich und war geschmacklich sogar noch etwas ungewöhnlicher.
Beim Gros der anderen Gäste waren heute natürlich die Cevapcici mit Pommes mit großem Vorsprung das beliebteste Gericht und konnten sich unangefochten den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei sah ich die Hähnchenkeule mit Reis, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Bondi Beach Seafood Pasta schließlich auf einem guten vierten Platz. Ich hoffe dennoch, dass uns das Betriebsrestaurant trotz des nicht so einschlagenden Erfolgs der Australien-Woche, was bei den Preisen aber auch nicht verwunderlich war, dennoch bald wieder mit einem kleinen Special beehrt. Nur vielleicht dann nicht ganz so hochpreisig.

Mein Abschlußurteil:
Bondi Beach Seafood Pasta: ++

The great autralian bite – Gegrilltes Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin [27.06.2018]

Mit “The great australian bite” – Känguru- Strauß und Rindersteak vom Grill auf Blattspinat und Kräuterbutter, dazu Kartoffelgratin stand heute wohl der Höhepunkt der aktuellen Australian-Woche auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants – aber mit 10,32 Euro pro Portion gleichzeitig auch das Teurste. Leider war man in der Restaurantverwaltung so unklug gewesen, nicht nur Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und Spaghetti Bologenese mit Hartkäse bei Globetrotter sondern zusätzlich auch noch Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites als unangekündigtes Sonderangebot entgegen zu setzen. Dass man da nicht viel verkaufen würde, dürfte wohl selbst dem schlechtesten Marketingspezialisten der Welt bewußt gewesen sein. 😉 Außerdem gab es noch Gebratener Tofu mit Gemüse in Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Doch da ich sehr neugierig war und meinen Leseren natürlich auch hin und wieder einmal etwas außergewöhnliches bieten möchte, wenn ich kann, griff ich trotz all der verlockenden Widrigkeiten selbst natürlich zum “Australian bite” – der Down Under Grillplatte.

"The great australian bite" - Canguru, ostrich & beef steak with herb butter, leaf spinach & potato gratin / Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin

Neben den bereits erwähnten Komponenten fanden sich auch noch eine größere Menge einer dunklen, dickflüssigen und würzigen Bratensauce sowie für den farblichen Kontrast eine Grilltomate auf dem etwas überladen wirkenden Teller. Dabei war das Kartoffelgratin heute mal als fester kompakter Haufen konzipiert worden, den man im ganzen auf die “Grundierung” aus Bratensauce getan hatte. Die Kartoffelscheiben, die darin verarbeitet worden waren, hätten zwar gerne etwas dünner geschnitten gewesen sein können, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Und auch am mit Zwiebeln und Gewürzen wie Muskatnuss versetzten Blattspinat gab es weder geschmacklich noch Mengenmäßig irgend etwas zu kritisieren. Bei den drei Fleischstücken war der Eindruck jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr durchwachsen.

Canguru, ostrich & beef steal - Lateral cut / Känguru-, Strauß- und Rindersteak - Querschnitt

Das Rindersteak, das man ganz rechts erkennen kann, erwies sich zum Beispiel als herbe Enttäuschung, denn es war zäh und so stark durchwachsen, dass man nur kleine Teile davon überhaupt kauen und verzehren konnte. Vermutlich hatte ich das Schlechteste aller Stücke Rind erwischt – das war wirklich Pech. Da half auch die Kräuterbutter wenig. Um Welten besser war da schon das mittige Straußensteak, dessen Geschmack eindeutig an Geflügel erinnerte und das mild im Geschmack und von der Konsistenz angenehm zart und saftig war. Der große Renner und sozusagen die Offenbarung war aber das Känguru-Steak, das wir ganz links sehen können und das glücklicherweise auch das größte Stück Fleisch auf dem Teller war – der Eindruck auf dem ersten Foto täuscht, da die Hälfte des Stücks vom Strauß und vom Rind verdeckt werden. Ich habe selten ein so geschmacksintensives und gleichzeitig leckeres Stück unglaublich zartes Fleisch verzehrt. Die leichte Schärfe, die dabei im Mund entstand, ließ allerdings den Verdacht aufkommen, dass man es zusätzlich noch mit etwas Piri Piri gewürzt hatte, denn beim Känguru dass ich damals in Karlsruhe verzehrt hatte war der Geschmack bei weitem nicht so intensiv. Dennoch versöhnte mich dieses Stück Fleisch nach dem sehr enttäuschenden Rindersteak wieder mit dem Gericht und ließ mich deutlich weniger bereuen, hierfür zehn Euro ausgegeben zu haben.
Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell dass hier der größte Anteil der Gäste heute wohl zu den Spaghetti Bolognese gegriffen hatte, denen somit eindeutig Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich das Gyros mit Pommes, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Käsespätzle auf dem vierten Platz lag. Die australische Grillplatte belegte somit nur den fünften Platz, was aber wie bei dieser breiten Menge an interessanten Alternativangeboten und dem hohen Preis auch nicht verwunderlich ist. Aber vielleicht war auch einfach nur die eingekaufte Menge begrenzt, so dass man die Nachfrage durch diese Angebote bremsen wollte – ich weiß es nicht und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Dennoch kann ich versuchen, dem Manager der die Speiskarte zusammenstellt den Tipp zu geben, beim Tagesangebot etwas mehr auf Ausgewogenheit zu achten. 😉

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: +++
Strauß-Steak: ++
Rindersteak: –
Bratensauce: ++
Blattspinat: ++
Kartoffelgratin: ++