Hühnerbrust auf Tomatentagliatelle [02.07.2010]

In München ist es mit maximal 27 Grad zwar heute bei weitem nicht so warm geworden wie es aktuell hier bei Frankfurt mit 34 Grad ist, aber dennoch war mir heute zum Mittagessen nach etwas leichtem. Zur Auswahl standen zum einen an der Asia-Theke “Chop Suey – gebratenes Gemüse” und “Gai Pad Praw Wan – Knusprige Hähnchenfilet mit Gemüse in süss-sauerer Sauce“, wobei mich hier vor allem das Hähnchenfilet reizte, zum anderen gab es im Bereich der regulären Küche bei den traditionell-regionalen Gerichten eine “Dampfnudel mit Vanillesoße“, bei den Globetrotter-Angeboten “Geb. Seelachs mit Kartoffel – Gurkensalat” – was mit beides aber für einen warmen Sommertag zu schwer erschien – und schließlich “Hühnerbrust gefüllt mit Pesto auf Tomatentagliatelle” bei Vitality. Und genau dieses Gericht erschien mir genau das richtige für heute zu sein.
Hühnerbrust auf Tomatentagliatelle
Gleich zu beginn sei angemerkt, dass sich zwar Pesto an der Hühnerbrust befand, jedoch nicht als Füllung sondern außen angewendet und mein eingebraten. Tat geschmacklich aber absolut keinen Abbruch, sondern war eine angenehme und leckere Würze für das ausreichend große, zarte und vom Fleisch her auch nicht zu trockene Hühnerbrustfilet. Dazu gab es Tagliatelle Bandnudeln, die von einer würzigen Sauce aus leicht stückiger Tomatensauce getoppt waren. Und ich lag genau richtig mit meiner Annahme dass es sich hier um ein perfektes Mittagsgericht für einen Sommertag wie heute handelte.
In der Beliebtheit bei den anderen Besuchern der Kantine lag dann heute aber scheinbar doch eher das Fischgericht noch etwas vor der Hühnerbrust, die auf dem zweiten Platz folgte. Danach kamen dann die Asia-Gerichte und schließlich die Dampfnudel, die aber wie häufig von einigen auch zusätzlich zum normalen Gericht noch als Nachtisch gewählt worden war. Für mich wäre das zu viel gewesen, aber Geschmäcker und vor allem Essverhalten sind da ja bekanntlichermaßen bei jedem unterschiedlich.

Mein Abschlußurteil:
Hühnerbrust: ++
Tagliatelle: ++
Tomatensauce: ++

Cannelloni mit Tomatensauce [01.07.2010]

Nachdem ich ja gestern bereits asiatisch gegessen hatte, wollte ich heute meine Aufmerksamkeit mal wieder der regulären Küche zuwenden. Und das obwohl die Angebote an der Asia-Theke, darunter “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnusssoße” und “Gaeng Pad Nua – gebratenes Rindfleisch mit frischen Gemüsen, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem Thaicurry“, durchaus interessant klangen. Leider erwies sich das Angebot der europäischen Küche heute als weniger ergiebig. Der “Salatteller mit Hähnchenbruststreifen” bei Vitality sah zwar gut aus, aber ich bin leider absolut kein Salat-Typ – sollte ich mir aber vielleicht endlich mal angewöhnen. Das heutige Gericht bei Tradition der Region, ein “Schweinebraten mit Semmelknödel” erschien mir etwas zu kalorienreich. Also wählte ich schließlich die “Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensoße“, welche ich ja hier schon einmal versucht hatte.
Canneloni mit Tomatensauce
Dieses Mal sahen sie aber nicht ganz so wie frisch aus der Fertiggericht-Packung und in Tomatensauce ertränkt aus – auch wenn ich nicht daran zweifle dass die Kantinencrew sich auch dieses Mal nicht die Mühe gemacht hat, selbst Cannelloni zuzubereiten bzw. zu füllen. Die Röhrennudeln, die mit einer hellen Hackfleisch-Gewürzmischung gefüllt waren, erwiesen sich geschmacklich aber als vollkommen in Ordnung, wenn auch nichts wirklich besonderes. Natürlich war das ganze wie üblich mit etwas Käse überbacken. Die Sauce war aber dieses Mal aus meiner Sicht eindeutig hochwertiger, sie schien tatsächlich Tomatenstücke zu enthalten und war gut gewürzt. Dieses mal war das ganze eindeutig eher ein typisches Kantinengericht, da bin ich anderes hier gewöhnt. Aber geschmeckt hat es dieses Mal und ich bin auch gut satt geworden.
In der allgemeinen Beliebtheit beim Kantinenpublikum lag heute aber eindeutig der Schweinebraten vorne, gefolgt aber von den Cannelloni und dann erst den Asia-Gerichten. Auch genommen wurde natürlich der Salatteller, wenn auch von deutlich weniger Gästen verglichen zu den anderen Angeboten. Wenn man in die Wagen schaut, in denen die Gäste nach dem essen ihre Tabletts schieben kann man ja anhand der Reste auf den Tellern dort leicht abschätzen wie viel von welchem Gericht genommen wird, zusätzlich zu dem was man live auf den Tischen sieht. Aber alle Angaben sind natürlich wie immer unter dem Vorbehalt, dass ich immer nur einen kurzen Zeitraum beobachten kann – aber dass sollte sich die Leser ja denken können.

Mein Abschlußurteil:
Canneloni mit Fleischfüllung: ++
Tomatensauce: ++

Prig Pad Kai [30.06.2010]

Mein erster Gedanke war heute, mich für das “Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasmin Duftreis” aus dem Bereich Vitality zu entscheiden, ein Gericht das ich hier und sehr ähnlich auch hier schon mal probiert und für sehr lecker befunden hatte. Aber auch die traditionell-regionalen “Broccoli-Nußecken an mediterranem Gemüse mit Basilikumdip” sowie das “Putensteak Hawaii mit Curryreis” bei Globetrotter klangen durchaus verlockend. Der “Khao Pad Pak – Thailändischer gebratener Reis mit Ei, frischem Gemüse in einer leichten Soja Sauce” aus dem Asia-Bereich war aber auch nicht von der Hand zu weisen – letztlich fiel meine Wahl aber dann auf das “Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chilischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai-Art“, das ich mir selbst natürlich wie üblich mit einem Esslöffel Sambal Olek auf einer Schale Reis servierte.
Prig Pad Kai
Heute hatte ich wohl etwas zu kräftig beim Fleisch zugegriffen, denn meine Schale war mit mehr zarten und wohlschmeckenden Putenfleischstücken als Gemüse bestückt. Aber natürlich fand sich letztlich auch genügend Gemüse, darunter Zucchini, Blumenkohl, Mungobohnenkeimlinge, grüne Paprika und Frühlingszwiebeln, das in einer süßlichen, leicht scharfen Sauce garniert war. Der Schärfe des Sambal Olek übertraf die Schärfe der Sauce aber deutlich. Nur von den angekündigten Chilischoten konnte ich nichts entdecken, was sich aber als nicht sonderlich tragisch erwies. Insgesamt auf jeden Fall eine gute Wahl, hat mir mal wieder sehr gut geschmeckt.
Bei den anderen Kantinenbesuchern lag heute meiner Meinung nach das Putenschnitzel Hawaii leicht vorne, aber eng gefolgt von den Asia-Gerichten und dann dem Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud. Zuletzt kamen dann schließlich die Broccoli-Nußecken, welche im übrigen aus Kartoffelecken Gemüse und Nüssen bestanden. Auch wenn es visuell nicht viel hermachte war ich mit meiner heutigen Wahl auf jeden Fall sehr zufrieden.

Mein Abschlußurteil:
Prig Pad Kai: ++
Reis: ++

Spaghetti Bolognese [29.06.2010]

Auch heute entschied ich mich gegen eines der Asia-Gerichte – obwohl es mit “Pad Pak Ruam Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Nüssen und Knoblauch in Soja Sauce” und “Gai Pad King – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit frischem Gemüse, Ingwer und Pilzen” durchaus verlockende Angebote begab. Am klügsten und kalorienbewußtesten wäre bestimmt der “Bunte Salatteller mit Schinken und Käsestreifen” gewesen, der bei Vitality angeboten wurde. Und auch das traditionell-regionale “Geflügelgeschnetzelte in Champignonrahm mit Knöpfle” wäre bestimmt ernährungstechnisch besser gewesen als das heutige Angebot bei Globetrotter in Form einer Portion “Spaghetti Bolognese mit Parmesan“, für das ich mich aus einer Laune heraus schließlich entschied.
Spaghetti Bolognese
Abgesehen von den wohl doch etwas höher angesiedelten Kalorienwerten eine gute Wahl. Auf angenehm al dente gekochten Spaghettinudeln fand sich eine Sauce aus körnig angebratenem Hackfleisch und einer würzig-fruchtigen Tomatensauce, in der ich sogar einige Stücke von ungeschälten Tomaten fand – was mich in meinem Eindruck bestärkte dass es sich hier zumindest um keine Fertigware handelt, viel mehr um eine frisch oder größtenteils frisch zubereitete Sauce. Aber ich hatte in diesem Betriebsrestaurant auch nichts anderes erwartet. Mit etwas Parmesan bestreut ein wirklich sehr leckeres Mittagsgericht.
Ausnahmsweise hatte ich mit den Spaghettigericht heute auch das gewählt, für das sich meines Eindrucks nach die meisten anderen Kantinengäste entschieden hatte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Speisen, dann sehr knapp dahinter folgte aber schon das Geflügelgeschnetzelte. Und auch der Salat erfreute sich schließlich noch einer recht breiten Beliebtheit – was bei den heutigen Temperaturen eigentlich verständlich ist. Bei angekündigten 25 Grad war die gefühlte Temperatur gerade um die Mittagszeit doch deutlich höher. Bleibt nur zu hoffen dass mein Ausflug in die Welt der etwas massigeren Speisen sich morgen nicht zu sehr auf die Waage auswirkt. 😉

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Bolognese: ++

Mediteranne Gemüsepfanne auf Kräuterisotto [28.06.2010]

Heute standen wieder einmal viele interessante Gerichte zur Auswahl – aber auf Asiatisches wie “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Panang Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse, Kaffir Limetten in roten Panang Curry” war mir nicht so. Das “Paprikarahmschnitzel mit Nudeln” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Speisen klang da schon verlockender und auch die “Raviollo mit Käsefüllung in Ruccula-Kräutersauce” bei den Globetrotter-Gerichten war durchaus interessant. Meine endgültige Wahl fiel dann aber auf die “Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen“.
Mediterrane Gemüsepfanne
Abgesehen von den Oliven, denen ich auch heute keine rechte Begeisterung entgegen bringen konnte eine wirklich sehr schmackhafte Zusammenstellung. Auf einer angenehm großen Portion von Weichweizen, den ich ja schon damals beim Saltimbocca auf Weizensockel sehr schätzen gelernt hatte, fand sich eine reichhaltige und pikant gewürzte Mischung verschiedener Gemüsesorten – darunter Zucchini, Pilzen, Tomaten, wohl auch einige Stücke grüner Pepperoni, Paprika und einiges mehr. Auch wenn es sich hier um ein rein vegetarisches Gericht handelte, so war es doch letztlich sehr sättigend wie ich mit Genugtuung feststellen konnte. Und mit 472kcal pro Portion auch ein wirkliches Leichtgewicht.
Allgemein lag in der Beliebtheit beim restlichen Kantinenpublikum natürlich wie nicht anders zu erwarten das Paprikarahmschnitzel vorne, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz zwei. Den dritten Platz belegten meiner Meinung nach schließlich die Ravioli und last but not least kam dann die Gemüsepfanne. Im Nachhinein gesehen klingt natürlich auch das Gaeng Panang Moo mit seinen Kaffirlimetten und dem Panang Curry sehr verlockend, aber was die Nährwerte angeht bin ich mir sicher, dass ich mit der Gemüsepfanne die eindeutig beste Wahl getroffen hatte.

Mein Abschlußurteil:
Mediterrane Gemüsepfanne auf Kräuterisotto: ++