Gefülltes Kraut [31.10.2009]

Vom Frühstück mit Gehacktesbrötchen hatten wir heute noch einiges an Gehacktem übrig, daher fiel die Entscheidung leicht Gefülltes Kraut zum Mittag zu machen.
Die Zubereitung ist recht simpel: Man nimmt einen Kopf Weißkohl und entfernt die Blätter, die man im Salzwasser weich kocht. Während das Kraut kocht, vermengt man das Gehacktes mit einem eingeweichten Brötchen und einem Ei. Anschließend legt man in den Boden einer Auflaufform eine Schicht der weichgekochten Krauts, legt dann eine Schicht Gehacktes drüber und deckt es wieder mit einer Schicht des gekochten Krauts ab. Darauf kommen zum Abschluß noch ein paar Speckwürfelchen. Abschließend kommt das ganze zugedeckt in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und verbleibt dort ca. eine Stunde. Dazu passen Salzkartoffeln und eine Sauce Hollondaise (wir haben hier Instant-Sauce verwendet).

Gefülltes Kraut

Natürlich muss man Kraut mögen – als Kind habe ich immer nur die Füllung davon gegessen 😉 – aber inzwischen genieße ich das ganze Gericht. Bei Verwendung von gewürzten Gehacktes ist auch keine weitere Würzung nötig. Alternativ kann man aber noch Kümmel hinein tun – das ist aber Geschmackssache und nicht so mein Ding.

Mein Abschlußurteil:
Gefülltes Kraut: ++
Sauce Hollondaise: ++
Salzkartoffeln: ++

Calamari mit Remoulade [30.10.2009]

Auf der heutigen Mittagskarte standen “Feiner Putenbraten in Champignonsauce dazu Vollkornreis ” bei den Vitality-Gerichten, “3 Stück Marillenknödel mit Vanillesauce dazu Zimt-Zucker” bei den Tradition-der-Region-Gerichten und schließlich “Calamari mit Kartoffel-Gurkensalat dazu Remouladensauce” bei den Globbetrotter-Mahlzeiten. Außerdem gab es bei den Asia-Gerichten auch noch “Nua Pad King – Rindfleisch gebraten mit Frühlingszwiebeln Bambus und Ingwer” und wie jeden Freitag auch “Gebackene Ananas und Banane“. Zuerst war ich dazu geneigt den Putenbraten zu wählen, als ich jedoch entdeckte dass die Calamari Alternativ auch mit Pommes Frites anstatt des Kartoffel-Gurken-Salates serviert wurden, änderte ich meine Entscheidung und stellte mich in diese wohl längste Schlange an, um mir die Tintenfischringe zu holen. Die Pommes garnierte ich mir noch mit etwas Ketchup.

Calamari mit Remoulade

Ich bereute die Entscheidung nicht, denn die Calamari erwiesen sich als außen schön knuprig und das Fleisch im inneren war nicht zu zäh, aber dennoch bissfest wie Calamari eben sein sollten. Die Remoulade war ebenfalls sehr lecker – nicht unbedingt die beste die ich kenne, aber gut genießbar. Bei den Pommes Frites fehlte mal wieder ein wenig Salz, aber das wirkte sich nur minimal aus und konnte mit Hilfe des am Tisch befindlichen Salzstreuers schnell behoben werden. Ansonsten waren sie noch annahmbar heiß und ebenfalls recht knusprig. Ein wirklich sehr leckeres, wenn auch mit Sicherheit nicht gerade Kalorienarm. Mit hats auf jeden Fall geschmeckt.

Mein Abschlußurteil:
Calamari: ++
Remoulade: ++
Pommes Frites: ++

Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++

Kartoffeltaschen mit Frischkäse [28.10.2009]

Heute entschied ich mich für eine Portion “3 Stück mit Frischkäse gefüllte Kartoffeltaschen an Rahmgemüse“, ein vegetarisches Gericht dass man in der Abteilung “traditionellen aus der Region” anbot. Die Alternativen wären zum einen ein “Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce dazu Wildreismix” aus dem Bereich Vitality und ein “Griechische Bifteki mit Tzaziki, Zwiebeln und Tomatenreis” bei den Globetrotter-Gerichten gewesen – beides klang auch nicht übel. Das es sich bei Hoki um einen Fisch handelte, wurde mir im übrigen erst bewußt als ich das Gericht sah. Hab ich vorher noch nirgendwo gesehen oder gelesen soweit ich mich entsinnen kann, vielleicht handelt es sich hier um den nächsten Modefisch, der dem Pagnasius nachfolgt. Mal schauen ob ich demnächst noch mal Gelegenheit bekomme ihn zu testen. Im Bereich der Asia-Wok Mittagsmahlzeiten fand sich heute im übrigen “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce” und “Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chilli Bratgemüse“, das ich in fast gleicher Form hier schon mal getestet und für gute befunden hatte. Zu den Kartoffeltaschen nahm ich mir schließlich noch ein Schälchen Bohnensuppe.

Kartoffeltaschen mit Frischkäse / potato dumpling stuffed with cream cheese

Fangen wir mit der Suppe an: Es handelte sich um eine cremige, recht dünne Suppe mit einigen grünen Bohnen drin, die zwar ok, aber mal wieder für meinen Geschmack etwas zu lasch gewürzt war. Als Appetizer kann man sie aber durchgehen lassen. Von den Kartoffeltaschen selbst, die auf einem Bett aus Rahmgemüse – darunter Brokkoli, Blumenkohl und Tomaten – ruhten war ich schließlich wirklich sehr begeistert. Obwohl ich ja normalerweise ja eher der Fleischesser bin, musste ich feststellen dass diese drei vegetarischen Röllchen wirklich spitze waren. Der außen knusprige und innen weiche Teig auf Kartoffeln, ähnlich Kartoffelpuffern aufgebaut, war mit einer wirklich sehr leckeren Füllung von Kräuter-Frischkäse ausgestopft, die dem ganzen Geschmacklich wirklich sozusagen das I-Tupferl aufsetzten. War wirklich klasse – hätte mich regelrecht reinknien können. Obwohl es mich dennoch mal interessiert hätte, wie Hoki schmeckt. Aber vielleicht ein ander mal… 🙂

Mein Abschlußurteil:
Bohnensuppe: +
Kartoffeltaschen: ++
Rahmgemüse: ++

Hähnchenfilet “Provencial” [27.10.2009]

Zum Dienstag gab es zum einen “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln” im der Abteilung “Vitality”, dann bei den traditionell-regionalen Gerichten “Schinkennudeln mit Tomatensauce” und bei den internationalen Mahlzeiten schließlich “Hähnchenfilet ‘Provencial’ auf Kräutersauce mit Reis“. Außerdem bot man bei den Asia-Gerichten “Ko Pad – Gebratener Reis mit Ei und Frühlingszwiebeln Gemüse und Sojasauce” und “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce” an. Ich war zuerst geneigt das Rindfleisch mit der Austernsauce zu versuchen, wählte dann aber doch das Hähnchenfilet.

Putenfilet "Provencial"

An der Gemüsetheke gab es dieses mal irgendwie nichts was meiner Meinung nach zu diesem Gericht passte – Bohnen und asiatisches Gemüse mit Sojakeimen wären eben nichts gewesen – also beließ ich es bei der Standardausstattung. Das Hähnchenfilet, das mit einem Hauch Gemüse gespickt war – aber dieses mal vollkommen anders als bei der ähnlich benannten Hähnchenbrust vor einigen Wochen die einen ähnlichen Namen trug. Ein wenig Paprika, ein paar Karottenwürfelchen und etwas Zuchini werteten das Fleisch zusammen mit der schmackhaften Soße tatsächlich etwas auf. Aber eine Portion richtiges Gemüse wäre mit tatsächlic etwas lieber gewesen. Über den Reis schließlich brauche ich glaube ich wenig zu sagen – es handelte sich um feinkörnigen, weißen Reis mit ein paar Kräutern darin, der ganz gut zu der Gesamtkomposition passte. Für mich, der ich mir bereits bei einem zweistündigen Meeting direkt vor der Mittagspause ein paar Kekse gegönnte hatte, reichte es vollkommen um satt zu werden. 🙂

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenfilet “Provencial”: ++
Sauce: ++
Reis: ++