Schweinerückenbraten & Speckbohnen [31.08.2009]

Gleich zu Wochenanfang wurde ich wieder vor eine schwere Wahl gestellt, denn neben “Schweinerückenbraten mit grünem Pfeffer und roten Zwiebeln, dazu Speck-Böhnchen und Kartoffelbällchen” wurde heute auch noch “Chili con Carn im Weizenmehl-Wrap, dazu würzige Salza und Salatbeilage” angeboten. Aber obwohl ich ja Chili con Carne sehr mag, entschied ich mich letztlich dann doch für den Schweinerückenbraten.

Schweinerückenbraten

Etwas neidisch schaute ich schließlich schon auf die Kollegen spähend, die ihre eingewickelten Chili con Carne Wraps in den Händen hielten und herzhaft hinein bissen – aber letztlich sollte auch ich nicht enttäuscht werden. Die beiden angenehm dick geschnittenen Schweinerücken-Bratenstücke waren zwar wie es Schweinerücken so an so an sich hat nicht gerade zart wie Filet, dafür aber recht mager und ohne faserige Teile. Die Sauce mit grünen Pfefferkörnern und roten, grob geschnittenen Zwiebeln passte geschmacklich wirklich gut dazu (auch wenn man natürlich aufpassen musste nicht auf die Pfefferkörner zu beißen), ebenso wie die mit kleinen Speckwürfeln garnierten Brechbohnen. Hier gab es nur den kleinen Kritikpunkt, dass sich an einigen der Bohnen noch die Stile fanden, was dem Genuß natürlich minimal abträglich ist. Die Kartoffelbällchen schließlich hätten zwar etwas heißer sein können, erwiesen sich aber letztlich dennoch als außen knusprig und innen weich wie ich es ja mag. In der Summe ein wieder einmal sehr schmackhaftes und leckeres Mittagsgericht, das man zwar unter der Kategorie “gute deutsche Hausmannskost” einzuordnen vermag, aber als sehr gelungen zu bezeichnen ist.

Mein Abschlußurteil:
Schnweinerückebraten: ++
Pfeffer-Zwiebel-Sauce: ++

Spaghetti Bolognese [28.08.2009]

Heute durften wir zwischen “Gebratenem Lachsfilet mit Dill-Senfsoße, Tomaten-Avocado-Salat und würzigen Couscous” und “Spaghetti Bolognese – Italienische Hartweizennudeln mit einer Tomaten-Hackfleischsoße und Parmesan, dazu ein kleine Salat” wählen. Klang beides lecker und ich war drauf und dran, mich für den Lachs zu entscheiden – aber da ich ziemlich lange kein Nudelgericht mehr hatte, wählte ich schließlich doch die Spaghetti Bolognese.

Spaghetti Bolognese

Auch wenn ich ein wenig auf die Kollegen schaute, die den Lachs gewählt hatten, bereute ich meine Wahl für die Nudeln auch nicht. Die Spaghetti selbst waren angenehm al Dente und die Soße angenehm würzig und mit angenehm viel Hackfleisch. Dazu gab es wie man sieht frischen, vom Koch persönlich auf den Teller geraspelten Parmesankäse und eine Schale Salt, welcher aus Blattsalat, Salatgurkenscheibenhälften und Schafskäse bestand und schließlich mit Joghurtdressing garniert war. Die Soße band nur leider nicht ganz so gut an die Nudeln – eine Tatsache die ich vor allem dann beobachtet hatte, wenn man Öl ins Nudelwasser tut. Aber so einen Anfängerfehler wird unser hauptberufliche Koch wohl kaum gemacht haben. In der Summe ein Einfaches, aber sehr leckeres Gericht.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Bolognese: ++
Salat: ++

Rindfleischcurry “Taipan” [27.08.2009]

Heute war wieder so ein Tag, an dem mir die Entscheidung für das richtige Mittagsgericht schwer fiel. Zur Auswahl standen zum einen “Rindfleischcurry „Taipan“, australisches Currygericht mit Erdnüssen, Pinienkernen, Mango und Paprika, dazu backfrisches Pita” und schließlich noch “Cevapcici (Serbische Hackröllchen) mit Letscho (würzige Tomaten-Paprika-Soße) und Curryreis (oder Pommes)“. Da ich ja einen Hang zum exotischen habe und Currys aller Art mag, fiel meine Wahl schließlich zugunsten des Rindfleischcurrys aus.

Rindfleischcurry "Taipan"

Wie mir unser Koch mitteilte, hatte er sich letztlich doch dazu entschieden, nicht die originale Würzung zu verwenden, sondern es etwas milder zu gestalten um mehr den allgemeinen Geschmack zu treffen. Aber was er da Kreiert hatte, war dennoch recht gut gelungen. Die drei Komponenten dieses Gerichtes waren zum einen ein leicht herbes, relativ zartes Rindfleischgeschnetzeltes als Fleischkomponente, ein fruchtiges, leicht scharfes Mango-Paprika-Chutney mit roten und grünen Paprikastreifen und schließlich das Pita-Brot, welches wie in der Menubeschreibung angekündigt tatsächlich backfrisch war, als man es servierte. Oft habe ich ja auch schon erlebt, dass man in solchen Fällen aufgewärmtes Pita anbietet – aber nicht so hier. Die gerösteten, noch heißen Pinienkerne gaben dem ganzen schließlich die knusprige Note. Erdnüsse fand ich aber leider keine – obwohl sie in der Beschreibung eigentlich als Zutat angekündigt waren. Aber was solls…
In der Summe ein echt leckeres Gericht, an dem ich nur eine winzige Kleinigkeit auszusetzen habe: Die roten Paprikastreifen im Chutney waren teilweise etwas hart an der Schale und schwer zu zerbeißen. Aber davon abgesehen kann ich durchaus sagen, dass das Rindfleischcurry “Taipan” wohl das beste aller Gerichte war, die ich diese Woche in unserer Kantine verzehrt habe, auch wenn es nur um Haareslänge vor den Ofenkartoffeln mit Shrimps von gestern gewonnen hat.

Mein Abschlußurteil:
Rindfleischcurry: ++
Mango-Paprika-Chutney: ++
Pita: ++

Ofenkartoffeln mit Shrimps [26.08.2009]

Zum traditionellen Schnitzel-Mittwoch sollte es heute “Schweineschnitzel ‘Wiener Art’ mit gemischtem Salat und Pommes Frites” geben. Klang zwar ok, aber auch recht gewöhnlich – da war die Alternative schon interessanter: “Ofenkartoffel mit Sour Creme, Blattsalat und marinierte Shrimps“. Also entschied ich mich für das eindeutig gesundere Gericht – wobei wohl vor allem die marinierten Shrimps hier den Ausschlag für meine Entscheidung gaben.

Ofenkartoffel & Shrimps

Und ich war wirklich begeistert von dem Gericht. Die Shrimps hatte unser Koch in einer leicht säuerlichen Dill-Sauce mariniert, die sehr gut zu den kalten Shrimps passte. Die beiden Ofenkartoffeln, die meinem Eindruck nach eigentlich mehr an große Pellkartoffeln erinnerten, waren Längs in der Mitte aufgeschnitten und mit leckerer Sour Creme gefüllt. Das ganze ruhte auf einem Bett aus verschiedenen Blattsalaten, die mit kleinen Partytomaten-Hälften und Paprikastreifen durchsetzt waren. Zu dem Salat gab es schließlich noch ein Joghurtdressing. Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Gericht, das nicht nur sehr gut geschmeckt hat, sondern auch wunderbar zum sommerlichen Wetter passte, da es nicht zu sehr belastete.

Mein Abschlußurteil:
Ofenkartoffeln mit Sour Cream: ++
Marinierte Shrimps: ++
Blattsalat: ++

Schweinemedaillons im Parmesanmantel [25.08.2009]

Heute fiel mir die Wahl des richtigen Mittagsgerichtes etwas schwerer, denn zur Auswahl standen zum einen “Schweinemedaillons im Parmesanmantel, dazu Brokkoliröschen und gratinieren Kartoffelpüree” und zum anderen “Penne (italienische Röhrennudeln) mit Ricotta-Soße und frischem Blattspinat“. Klang beides irgendwie gut – aber nach reiflicher Überlegung fiel meine Wahl schließlich dann doch auf die mit Parmesan ummantelten Schweinemedaillons.

Schweinemedaillons im Parmesanmantel

Das Fleisch, soviel steht fest, war kein Medaillon im klassischen Sinne. Denn in meinem Verständnis sind Medaillons eigentlich aus Filet gemacht. Die ich aber bei Wikipedia lesen durfte kann ein Medaillon lt. aktuellem Lebensmittelrecht auch aus jedem anderen sehnenarmen Fleisch gefertigt werden. Das war hier wohl der Fall, denn ich fand es etwas zu “al dente”. Aber der sehr leckere Mantel, der weniger an Parmesan als viel mehr an Pfannkuchen erinnerte glich dies etwas aus. Dazu gab es auch noch eine passende Sauce.
Die Brokkoliröschen waren zwar geschmacklich ok, aber für meinen Geschmack etwas zu groß geraten. Hier hätte man das ganze vielleicht etwas kleiner zubereiten und evtl. noch mit einer Sahnesauce versehen können. Das gratinierte, sprich überbackene Kartoffelpüree war auch in Ordnung, auch wenn ich hier als kleinen Kritikpunkt anbringen möchte, dass es gerne noch etwas mehr und kräftiger überbacken hätte sein können. Ein gutes, leicht überdurchschnittliches Gericht, das mal wieder sehr gut gemundet hat.

Mein Abschlußurteil:
Schweinemedaillons im Parmesanmantel: ++
Sauce: ++
Brokkoliröschen: +
Kartoffelpüree: ++