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Hähnchenbrust – Provinzialische Art [02.10.2009]

Friday, October 2nd, 2009

Ist dieses mal etwas später geworden mit dem Bericht – der Verkehr von München hier her war mal wieder ziemlich über. Und das trotz der Tatsache dass ich die schnellere Strecke über die A9 und die A3 genommen habe, anstatt mich über die A8 und die A5 durch die unzähligen Baustelle zu quälen. Das schlimmste aber: Mal wieder extrem viele Idioten auf der Autobahn unterwegs gewesen, die weder von Rücksicht noch von Verkehrsregeln etwas zu wissen scheinen. Uffregen könnt ich mich da – – aber ich schweife ab. Kommen wir zum heutigen Bericht:
Heute standen neben den Asia-Thai Gerichten auch “Hähnchenbrust aus dem Ofen nach prinzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln“, “Milchreis mit Zwetschen” und “Gebackenes Seelachsfilet mit Kartoffelsalat und Remouladensauce” zur Auswahl. Zuerst tendierte ich zwar eher zu dem Seelachsfilet – Milchreis zum Mittag ist nichts für mich – aber dann entschied ich mich doch für die Hähnchebrust.

Hähnchenbrust Provinzial

Das einzige was mich wirklich daran störte waren letztlich die schwarzen Oliven, die ich nicht so mag – ich nahm dies dennoch in Kauf. Zum Glück fiel es nicht schwer sie heraus zu sortieren. Davon abgesehen aber war dieses Gericht wirklich sehr gelungen. Das angenehm große Stück Hähnchenbrust war sehr zart und schmackhaft und dazu das Schmorgemüse, das u.a. aus Zuchiniwürfelchen, Karotten, besagten Oliven und weiteren Gemüsesorten bestand war wirklich sehr lecker, wenn auch etwas fester im Biß. Aber bei Schmorgemüse muss man mit so etwas rechnen. Letztlich fanden sich noch die Zitronenkartoffeln auf dem Teller, kleine Salzkartoffeln die tatsächlich einen Hauch nach Zitrone schmeckten. Passte alles wirklich wunderbar zusammen – ich war sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust: ++
Schmorgemüse: ++
Zitronenkartoffeln: ++

Tafelspitz mit Wirsing [01.10.2009]

Thursday, October 1st, 2009

Heute durfte ich zwischen “Gratinierten Kürbis-Gemüse-Eintopf“, “Tortellini in Schinkensahnesoße” und “Gekochtem Tafelspitz mit Wirsinggemüse in Meerretichsauce, dazu Boullionkartoffeln” auf der lokalgerichtlichen Seite und “Kal Mian Min – gebratenen Chinanudeln mit Eiern nach Sijan Art“, “Curry Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsen in Erdnuss-Sauce” sowie irgend einem Rindfleisch-Gemüse-Gericht auf Asia-Thai Seite wählen. Ich liebäugelte zwar kurz mit dem Hühnerfleisch, entschied mich dann aber doch für den Tafelspitz, welcher hier in Bayern als auch in Österreich das spitz zulaufende, zarte Schwanzstück des Rindes bezeichnet. Dazu gabe es noch einen kleinen Becher Quark mit Kirschgelee.

Tafelspitz mit Wirsing

Die Meerretichsauce hatte mich zwar etwas abgeschreckt, da ich kein allzu großer Fan von Meerrettich bin, aber man schmeckte diesen zum Glück nicht allzu stark. Die beiden Rindfleisch-Stücke erwiesen sich als tatsächlich recht zart und wohlschmeckend. Und auch vom Wirsinggemüse wurde ich nicht enttäuscht – es war lecker und passte wunderbar zu dem Rest des Gerichtes. Ebenso die Kartoffeln, die man wohl mit etwas Gemüseboullion gekocht hatte. Ich fand dass dies keinen allzu großen Einfluß auf den Geschmack hatte – vielmehr bemerkte man dies hauptsächlich an der Tatsache, dass sich kleine Gemüsestücke (wohl Sellerie und Karotten) zwischen den kleinen Kartoffeln fanden. Macht aber – das muss ich zugeben – visuell einiges her. Ebenso wie die Petersilie, die die Küchenkraft an der Ausgabetheke über jeden Teller streut. Finde ich gut – dies ist tatsächlich die erste Kantine in der ich esse, die wirklich auch wert auf die Präsentation ihrer Gerichte legt. Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Gericht – beide Daumen hoch heute. Der Nachtisch in Form eines kleinen Becher mit puren Quark, welchen man mit etwas Gelee übergossen hatte, bildete schließlich einen guten Abschluß des Gerichtes.

Mein Abschlußurteil:
Tafelspitz: ++
Meerrettichsauce: ++
Boullionkartoffeln: ++
Wirsinggemüse: ++
Fruchtquark: ++

Bifteki mit Tomatenreis [30.09.2009]

Wednesday, September 30th, 2009

Heute bot man uns “Gedünsteten Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln“, “Käsespätzle mit Röstzwiebeln (Knöpfle)” und “Griechische Bifteki mit Tzatziki und Tomatenreis” auf der regulären Seite und bei den Thai-Asia Gerichten “Fang Shi Tzu Min – Gebratene Glasnudeln mit verschd. Gemüsen nach Shanghai Art“, “Gong Pao Gai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Chilisauce” sowie “Garnelen im Teigmantel mit Gemüse” an. Eigentlich hätte ich Nachhinein gesehen wohl doch lieber die Garnelen genommen, aber ich stellte mich dann doch an die Bifteki-Schlange an und wählte somit dieses Gericht.

Bifteki & Tomatenreis

Zweifel ob es sich hier um richtige griechische Bifteki handelte kamen mit eigentlich sofort. Viel mehr sahen sie mir wie gewöhnliche Frikadellen aus, hätten aber eigentlich viel mehr wie ein Beefsteak erscheinen müssen. Geschmacklich waren sie letztlich aber ok, wobei ich allerdings Zweifel anmelden möchte dass es sich hier um reine Rinderhack-Stücke gehandelt hat. Viel mehr schien es sich hier maximal um Halb und Halb Hackfleisch zu handeln. Aber in einer Kantine kann man natürlich auch keine Gourmet-Maßstäbe ansetzen. Und auch der Tomatenreis war nicht unbedingt so gut gelungen wie ich fand. Hätte etwas “tomatiger” und fruchtiger sein können, doch leider war nur ein Hauch von Tomate heraus zu schmecken. Nur an dem Tzatziki, das zwar aufgrund des Fehlens von Gurkenstücken nur bedingt als solches Bezeichnen ist, habe ich heute absolut nichts auszusetzen – es war wirklich sehr gelungen. Gutes Kantinenessen – aber auch nicht mehr. Dabei weiß ich doch dass es auch besser geht. Hätte wohl wirklich die Garnelen nehmen sollen – aber dazu ist es leider zu spät gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: +
Tomatenreis: +
Tzatziki: ++

Ente mit Rotkohl & Klößen [29.10.2009]

Tuesday, September 29th, 2009

Der heutige Renner in der Kantine war offensichtlich ein Wiener Schnitzel mit Pommes. Die Schlange die sich dort gebildet hatte ließ mich erst einmal meinem Herdentrieb folgen und mich in der Schlange anstehen. Aber als ich noch mal in genauer in die Speisenvitrine schaute, entdeckte ich etwas weitaus besseres. Ich löste mich also aus der Schlange und begab mich zu der fast leeren Theke, an der Ente mit Rotkohl und Klößen angeboten wurde und ließ mir einen Teller davon geben. Dazu gab es noch einen kleinen Becher Quark mit frischen Obst.

Entenbrust mit Kloß

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Portion war zwar nicht allzu groß, aber zum satt werden rechte es. Zu einem wirklich riesigen Kartoffelkloß hatte die Küchenkraft mir drei Scheiben Entebrust, Rotkohl (oder Blaukraut wie es genannt wurde) sowie etwas Sauce und etwas Petersilie für die visuelle Aufwertung auf den Teller getan. Alternativ hätte es soweit ich es gesehen habe auch eine Entenkeule haben können – aber Brust ist mir da natürlich lieber, da sie weitaus einfacher zu verzehren ist als so eine Keule. Das Fleisch war nicht ganz so zart wie ich es von Entenbrust her kenne, aber dennoch sehr schmackhaft. Vor allem die würzige Kruste gefiel mir sehr gut. In der Summe ein wirklich gelungenes Gericht, dass sich als mehr als gute und vor allem weitaus kaloriearmere Alternative zu einem eindeutig aus der Friteuse stammenden Schnitzel mit Pommes Frites. Ich auf jeden Fall war wieder zufrieden und schloss das Mittagsmahl mit dem kleinen Becherchen Quark mit zahlreichen Obststückchen darin ab.

Mein Abschlußurteil:
Entebrust: +
Rotkohl: ++
Kloß: ++

Hackfleisch-Ei-Pizza [28.09.2009]

Monday, September 28th, 2009

Was für ein Tag…
Gestern war ich auf der Hochzeit eines alten Freundes in Mannheim und der anschließenden Hochzeitsfeier in Neckarsteinach in der Nähe von Heidelberg. Hatte gleich dort übernachtet und ich bin leider nicht allzu früh ins Bett (dafür aber fast nüchtern) – allerdings früh genug um heute morgen um viertel vor acht aufzustehen, meine Sachen zu packen und um einige Minuten nach acht in meinem schnuckeligen Firmenwagen (ein 1er BMW mit recht viel Power) zu sitzen und mich auf den Weg nach Karlsruhe zu machen, wo ich heute ab 10:00 Uhr eine Schulung hatte. Als ich endlich durch Heidelberg war und die A5 erreicht hatte, machte ich wahrlich drei Kreuze. Vor der Schulung gings aber noch zum Bahnhof in Karlsruhe, um dort einen Kollegen aufzulesen. Von den zwei Staus auf der A5 und dem Unfall mit einseitiger Fahrbahnsperrung auf der Südtangente in Karlsruhe heute früh möchte ich gar nicht reden. So war ich froh endlich im Schulungsraum zu sitzen, und das nicht nur weil ich es trotz aller Widrigkeiten noch rechtzeitig geschafft hatte, sondern auch weil die Kantine – oder besser das Betriebsrestaurant – dort sehr gut ist. Man siehe z.B. weniger hier, dafür aber besser hier oder hier.
So war auch heute die Auswahl mal wieder recht ansehnlich. Doch anstatt mich für Gnocchi mit Spinat und Käse, eine Bulette mit Zwiebelsauce und Pommes oder irgend ein anderes Gericht auf der reichhaltigen Karte zu entscheiden, fiel meine Wahl heute einmal auf eine einfache Pizza mit Hackfleisch, Ei und Paprika. Das besondere war, dass man die Pizzas vor den Augen der Betriebsrestaurant-Besucher aus dem Ofen holte, die auf der Pizzapfanne schälte und noch dampfend auf dem Teller servierte, nachdem man den Backgrad der Pizza mit einem kleinen digitalen Thermometer fachgerecht geprüft hatte. Sah wirklich professionell aus.
Außerdem war eben auch noch Ei drau – da konnte ich unmöglich Nein sagen. 😉

Hackfleisch-Ei-Pizza

Und ich wurde nicht enttäuscht.Der Boden hätte zwar noch ein paar Minuten gekonnt, war aber ausreichend durchgebacken. Der Belag mit den kleinen Hackfleischbällchen, der fruchtigen Tomatensauce und den roten und grünen, frischen Paprikstückchen sowie den Eischeiben erwies sich als wirklich gelungen. Hat mir sehr gemundet muss ich sagen. Ist immerhin auch lange her dass ich Pizza hatte – von daher eine gute Entscheidung. Und für den Preis von nicht einmal drei Euro für eine frisch gemachte, mehr als ausreichend große Pizza kann man sich wirklich nicht beschweren. Ab morgen bin ich dann wieder in München – und gespannt was die dortige Kantine so zu bieten hat.

Mein Abschlußurteil:
Hackfleisch-Ei-Pizza: ++