Rückreise & Nordsee Fischburger [10.09.2016]

Am Samstag hatten wir Vormittags noch ein Seminar in den Konferenzräumen des Best Western Hotels Steinsgarten in Gießen, über das ich hier allerdings nicht weiter berichten möchte, da es nichts zur Sache tut. Nach Ende dieses Seminars wurde uns noch eine Kartoffelsuppe mit Brot als kleine Stärkung,

Potato soup / Kartoffelsuppe - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen

dann ging es zum Bahnhof in Gießen, damit wir von dort unsere Rückreise antreten konnten. Nun konnte ich auch das erste Mal einen vollständigen Blick auf das historisch wirkende Bahnhofsgebäude in Sandsteinbauweise mit seinem Uhrenturm werfen, das ich bei unserer Ankunft in Dunkelheit nur am Rande wahrgenommen hatte.

Bahnhof Gießen
Bahnhofsgeböude Gießen

Dort stiegen wir in einen Regionalexpress der uns nach Frankfurt bringen sollte. Und damit es uns nicht zu langweilig wurde, stieg auch gleich eine Gruppe Frauen gemischten Alters mit ein, die offensichtlich auf dem Weg nach Frankfurt waren um dort einen Jungesellinenabschied zu feiern und die auf der glücklicherweise nur leicht verspäteten Fahrt für Stimmung sorgten.
In Frankfurt angekommen, merkten wir dass die Kartoffelsuppe uns wohl nicht bis München satt halten würde, daher schwärmten wir aus um uns hier am Hauptbahnhof noch einmal mit etwas Reiseproviant einzudecken. Ich selbst stattete dazu dem hiesigen Nordsee-Restaurant einen Besuch ab, wo ich mir ein paar Fisch-Burger einpacken ließ. Anschließend ging es zu Gleis 7, wo erstaunlich pünktlich unser ICE nach München eintraf und auch wenig später wieder pünktlich abfuhr.

Am Frankfurter Hauptbahnhof

Doch das sollte nicht so bleiben – die 120 Minuten Verspätung eines von München kommenden ICEs am selben Gleis ließ schon böses ahnen.
Als wir unsere reservierten Sitzplätze eingenommen hatte, machte ich mich sogleich über meine beiden Fischburger von Nordsee her. Als erstes musste ein Backfisch-Baguette für 2,99 Euro dran glauben, das mit etwas Remoulade und einem Salatblatt in einem labbrigen Weißbrot-Baguettebrötchen daher kam.

Nordsee Backfisch-Baguette

Und da ich wusste dass das nicht ganz reichen würde, hatte ich mir außerdem noch einen sogenannten Bremer zum Preis von 1,99 Euro einpacken lassen.

Nordsee Bremer

Die panierte Fischfrikadelle aus verschiedenen gewürzten Fischsorten kam in einem normalen Kaiserbrötchen und war auf einem Salatblatt gebettet und oben mit Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Einfach, aber wie ich finde immer wieder lecker.
Als wir schließlich Nürnberg erreichten, bekamen wir per Lautsprecherdurchsage die Mitteilung dass ein Oberleitungsschaden auf der Strecke zwischen Nürnberg und München dazu führen würde, dass der Zug (ohne dortigen Halt) über Augsburg umgeleitet würde, was eine verspätete Ankunft von etwa 40 Minuten bedeuten würde. Na ja, wäre ja auch zu schön gewesen wenn alles pünktlich abgelaufen wäre. So kamen wir also um kurz vor sieben Uhr in München an. Zum Glück erwischte ich auch gleich eine passende S-Bahn um nach Hause zu kommen, so dass der kleine Ausflug nach Hessen letztlich zu einem glücklichen Abschluss kam.

Sancocho & die Rückkehr nach Deutschland [15.06.2016]

Heute war es nun also soweit: Nach zweieinhalb Wochen in den Gefilden der karibischen Dominikanischen Republik ging es für mich zurück ins kalte und wie ich gehört hatte verregnete Deutschland. Doch da mein Flieger erst um 15:50 Uhr abheben sollte, blieb am Vormittag noch Zeit, sozusagen ein Abschiedgericht zu kochen. Und es sollte natürlich etwas landestypisches sein, daher fiel die Entscheidung etwas Sanchocho zuzubereiten, einen dominikanischen Eintopf. Bestandteile sind Hähnchen- und Schweinefleisch sowie viele verschiedene Gemüse, darunter Maiskoblen, Cassava (Maniok), Mango, Möhren, Kochbanenen und einiges mehr – wobei die Rezepte je nach Region und Koch natürlich etwas variieren. 😉 Ich habe den Zubereitungsprozess leider nicht vollständig mitbekommen, da ich mit Kofferpacken beschäftigt war, aber es scheint wohl so zu sein, dass man das marinierte Fleisch in einem Topf anbrät und das Gemüse separat kocht und dann wieder etwas abkühlen lässt.

Cooking Sancocho

Anschließend wird etwas Brühe und Scheiben der Maiskolben zum Fleisch hinzugefügt, lässt alles für einige Minuten köcheln, gibt schließlich gibt man auch den Rest des Gemüses hinzu und lässt es weiter köcheln, wobei man alles mit Kräutern und Gewürzen abschmeckt.

Cooking Sancocho

Ganz zum Schluss wurde noch etwas Reis zubereitet und der Eintopf damit serviert – wobei ich das für nicht wirklich notwendig halte da der Eintopf eigentlich an sich schon sehr sättigend ist.

Sancocho & arroz

Sah jetzt nicht so besonders aus, war aber sehr lecker muss ich sagen.
So gestärkt ging es schließlich zum Flughafen, wo ich etwa eindreiviertel Stunde vor dem eigentlichen Abflug ankam. Vor dem bereits geöffneten Schalter von Air Berlin hatte sich eine lange Schlange gebildet, so dass ich einige Zeit warten musste bevor ich einchecken und meinen schweren Hartschalenkoffer aufgeben konnte. Außer den diesem Schalter war in der durch riesige Ventilatoren gekühlten, offenen Abflughalle von Puerto Plata aber wenig los.

Departure gate @ Airport Puerto Plata

Nach dem CheckIn erhielt ich meine Bordkarte und begab mich wenig später zum Sicherheitscheck, wo ich Gürtel und Schuhe ablegen musste und mein Handgepäck noch einmal durchleuchtet wurde. Dann ging es über eine Treppe in den eigentlichen Abflugterminal, wo ich durch die großen Fenster bereits das wartende Flugzeug für meinen Rückflug erblicken konnte.

Air Berlin POP - DUS

Schließlich begann das Boarding, doch ich konnte mir noch etwas Zeit lassen, denn ich gehörte zur Gruppe D, die als letztes an Board gehen würde – dafür aber am Ankunftsort als erstes aus dem Flugzeug kam. Beim Besteigen des Flugzeuges kam es natürlich – wie üblich – zu drängeleien unter den Passagieren. Dabei sollte jeder der öfters fliegt genau wissen, dass das nichts bringt, da sowieso jeder an Board kommt und einen Sitzplatz erhält – vordrängeln ist sinnlos. 😉
Als ich schließlich ebenfalls das Flugzeug betreten durfte und meinen Platz erreichte, erwartete mich dort eine positive Überraschung: Ich war auf einen XL-Platz mit zusätzlicher Beinfreiheit gesetzt worden und das ohne die sonst dafür übliche Gebühr zu zahlen. Darüber dass es nur ein Platz am Gang und nicht am Fenster war, konnte ich geflissentlich hinweg sehe. Bei Nachtflügen gibt es sowieso wenig draußen zu sehen.
Fast pünktlich hob der Flieger von Puerto Plate ab und begab sich auf den fast zehnstündigen Rückflug nach Deutschland, wo unser erstes Ziel Düsseldorf sein würde. Zuerst wurden einige Getränke serviert und nach etwa einer bis eineinhalb Stunden auch die Hauptmahlzeit. Dieses Mal konnte man zwischen vegetarischer Pasta mit Tomatensauce und Rindergeschnetzelten mit Reis wählen. Da fiel mir die Wahl nicht schwer und ich griff zum Rindergeschnetzelten.

Wie sich bereits nach den ersten heraus stellte, eine gute Entscheidung. Das mit Erbsen und Möhren versetzte Rindfleisch war wunderbar zart, mager und gut gewürzt. Und auch der mit etwas Safran und Gewürzen versetzte Reis schmeckte sehr gut. Außerdem fand sich ein Ananas-Mais-Salt mit Öl-Essig-Dressing, ein Stückchen Käsekuchen als Dessert, etwas Mineralwasser sowie einige Cracker auf dem Tablett.
Nach dem Essen war ich noch nicht richtig müde, so dass ich erst zwei relativ aktuelle Kino-Filme (u.a. Star Wars – Das Erwachen der Macht) auf dem Flachbildschirm in der Rückenlehne vor mir guckte, bevor ich schließlich versuchte für einige Stunden zu dösen. Ich wachte noch rechtzeitig wieder auf, um schließlich das “Frühstück” genießen zu können.

Breakfast | Air Berlin

Es gab ein kleiner Brötchen, Schinken, Käse, Butter, einen Joghurt und etwas Orangesaft. Außerdem ließ ich mir einen Kaffee servieren.
Wenig später setzten wir bereits zum Landeanflug auf Düsseldorf an.

Anflug auf Düsseldorf | Air Berlin

Noch etwas verschlafen, denn so richtig tief hatte ich nicht im Flugzeug ruhen können, kämpfte ich mich durch den Düsseldorfer Flughafen zur internationale Passkontrolle, die ich dank des elektronischen europäischen Reispasses aber recht schnell hinter mich brachte und fand mich schließlich an dem Abflugterminal ein, von dem mein finaler Flug von Düsseldorf nach München gehen sollte. Auch hier konnte ich mir wieder Zeit lassen, denn wieder hatte man mich der Gruppe D zugeordnet und ich durfte erst am Ende ins Flugzeug.
Der Flug dauerte etwa eine Stunde und zwischendurch servierte man noch eine aufgewärmte Laugenstange (Alternativ ein Rosinenbrötchen) als kleinen Snack, dazu ließ ich mir Orangensaft und Kaffee geben.

Laugenstange, Kaffee & O-Saft | Air Berlin Flug DUS-MUC

Nach dem Aussteigen dauerte es etwa zehn bis fünfzehn Minuten, bis das Gepäckband anlief und die ersten Gepäckstücke aus den Tiefen des Flughafens darauf ausgespuckt wurden. Mein Koffer war glücklicherweise schon ziemlich am Anfang dabei, so dass ich jetzt nur noch den weiten Weg vom Ankunftsterminal zur S-Bahn zurücklegen und nach Hause fahren musste. Wir schrieben nun bereits den sechzehnten Juni und es muss kurz nach zehn Uhr gewesen sein, als ich schließlich dort ankam. Damit ging ein wundervoller und erlebnisreicher Urlaub leider endgültig zu Ende.

Abreise nach Puerto Plata [30.5.2016]

Die Zeit für meinen Sommerurlaub war gekommen und ich hatte mich mal wieder, zugegebenermaßen recht kurzfristig, für mein aktuelles Lieblingsziel, die Dominikanische Republik, entschieden. Mein Flug sollte um 7:15 Uhr am heutigen Montag, dem 30. März am Flughafen in München starten und über Düsseldorf nach Puerto Plata gehen. Doch schon als ich kurz nach 4:30 Uhr in der früh zur S-Bahn ging, um mit der S8 zum Flughafen zu fahren, beladen mit einem schweren Hartschalenkoffer und einem Rucksack, begannen die Probleme. Normalerweise fährt die S8 von Gleis 1 ab und ich hatte gerade den Koffer die steilen Treppen auf den Bahnsteig geschleppot, als die Meldung kam dass dieser Zug heute von Gleis 2 fahren würde. Also musste ich den Koffer wieder die Treppen herunter und am anderen Gleis wieder hinauf tragen. Kurz vor der Ankunft wurde dann per Lautsprecher durchgesagt, der Zug fahre doch von Gleise 1 und ich musste die Prozedur erneut wiederholen und war vollkommen außer Atem, als schließlich wieder durchgesagt wurde, dass die S8 nun doch von Gleis 2 fahre. Das war zuviel und ich weigerte mich den schweren Koffer noch ein weiteres Mal eine steile Treppe herunter und eine andere Steile Treppe hinauf zu tragen – zumal der Zug am anderen Gleis bereits einfuhr. “Scheiß drauf”, dachte ich bei mir, während ich nach Atem ringend gegen einen aufkommenden Herzinfarkt ankämpfte – dann nehme ich eben die nächste Bahn, die 20 Minuten später fährt. Ich wäre immer noch knapp 2 Stunden vor Abflug am Flughafen und das würde vollkommen ausreichen.
Doch als ich am Bahnsteig saß und auf diese nächste Bahn wartete, kam der nächste Schreck: Ich hatte das bereits gelöste Bahnticket während der ganzen Rennerei verloren, immerhin 10,80 Euro, und kaum noch Zeit. Glücklicherweise fand es sich nur wenige Stufen unterhalb meines aktuellen Bahnsteigs, so dass wenig später beruhigt in die Bahn einsteigen und die etwa halbstündige Fahrt zum Terminal des Flughafens antreten konnte.
Ich hatte bereits vor der Abfahrt per App auf dem Smartphone eingecheckt, so dass ich nur noch den Koffer abgeben musste und direkt meine Bordkarte erhielt. Nachdem ich dann durch die Sicherheitskontrollen war, sah ich am Abflugterminal die nächste unangenehme Überraschung: Auf Grund von Unwettern in Düsseldorf hatte sich mein Abflug um etwa eine dreiviertel Stunde verspätet, so dass die entspannten 75 Minuten, die ich ursprünglich in Düsseldorf gehabt hätte nun auf gerade mal eine halbe Stunde reduzierte. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in Düsseldorf noch durch die Passkontrolle für internationale Flüge musste, eine recht knappe Sache. Und für das Umladen des Gepäcks bräuchte man, wie man mir am Schalter mitteilte, auch ca. 30 Minuten. Zumindest gab man mir eine Platz weit vorne im Flugzeug, so dass ich nach der Landung schnell heraus kam und zu meinem Flug eilen konnte. Zumindesten etwas…
Schließlich ging es endlich los und wir hoben vom Flughafen in München ab.

Departure from Munich Airport / Abflug vom Flughafen München

Während des nur etwa einstündigen Fluges gab es zwischendurch nur eine warme Laugenstange, einen Orangensaft und einen kleinen Kaffee.

Snack Kurzflug Air Berlin

Auf dem Flug konnte man mir noch keine Informationen über meinen Weiterflug geben, ich solle aber nach der Ankunft auf die Anzeigen und Ansagen achten. Nach der Landung war ich dann auch einer der ersten, die aus dem Flugzeug ausstiegen und als ich den Terminal betrat, stand dort eine Mitarbeiterin von Air Berlin mit einem großen, handgeschriebenen Zettel, auf dem verschiedene Anschlussflüge und deren Terminal standen. So auch meiner nach Puerto Plata: C39 und sie wies mir mit einem Fingerzeig die Richtung in die ich mich begeben musste. In der Entfernung konnte ich durch die Fenster auch schon mein Ziel und den wartenden Flieger sehen und es war ein ziemliches Stück dass ich zurücklegen musste um dort hin zu gelangen. Im Laufschritt rannte ich durch die Hallen des Düsseldorfer Flughafens und erreichte schließlich die internationale Passkontrolle. Auf einen Zuruf dass ich einen Flieger erwischen müsste, ließ man mich über die Priority Lane an der Wartenden Schlange vorbei und ich konnte die Kontrolle meines Reisepasses schnell hinter mich bringen, bevor ich durch den internationalen Bereich des Flughafens weiter bis zu meinem Gate lief. Dort war das Boarding schon abgeschlossen, aber man ließ mich glücklicherweise noch in den Flieger.
Außer Atem und glücklich meine Flug trotz aller Widrigkeiten noch erreicht zu haben ließ ich mich schließlich auf meinen Sitzplatz fallen und erwartete den baldigen Abflug. Als schließlich die Durchsage kam, dass sich der Abflug noch um weitere 15 Minuten verspätet, da das Wetter schlecht sei und man noch auf Fluggäste wartete, war es natürlich wie ein Schlag ins Gesicht, die alle Mühen die ich mir gemacht hatte das Flugzeug rechtzeitig zu erreichen ad absurdum führten. 🙁 Aber das wichtigste war, ich saß im richtigen Flugzeug und musste nicht, wie befürchtet, auf verschlungenen Pfaden über andere Airlines an mein Ziel kommen – denn das hätte mir geblüht wenn ich diesen Flug verpasste hätte.
Schließlich rollten wir endlich zur Startbahn und begannen den etwa zehnstündigen Flug nach Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Zu Beginn wurden erst einmal O-Saft, ein Päckchen Cracker und etwas Kaffee zur Stärkung serviert.

Orangensaft, Cracker & Kaffee

Vor dem Mittagessen, das erste nach zwei bis drei Stunden Flug serviert werden sollte, muss ich wohl eingeschlafen sein. Kein Wunder nach all dem Stress mit der Anreise – und ich hatte auch die Nacht vorher nicht geschlafen. Die Tabletts wurden bereits abgeräumt als ich die Augen wieder öffnete, doch ein Flugbegleiter hatte mir eine Portion Hähnchenfilet in Escalivada Sauce mit Blattspinat und Röstkartoffeln, dazu gab es Käse, Ein paar Olivenöl-Cracker, einen Waldbeerenquark und etwas zu trinken.

Chicken filet in Escalivada sauce / Hähnchenfilet in "Escalivada" Sauce

Das Gericht war natürlich nicht mehr ganz so heiß wie frisch aufgewärmt, aber das Filet war dennoch angenehm zart und die fruchtige, leicht exotisch angemachte Sauce passte gut dazu, ebenso wie der mit etwas Zwiebeln angemachte Blattspinat und die gerösteten Kartoffelstückchen. Nach dem Verzehr schloss ich noch einmal für eine bis eineinhalb Stunden die Augen, wachte aber rechtzeitig wieder auf, um den letzten Snack kurz vor der Landung nicht zu verpassen.

Kaltes mariniertes Hähnchenfilet mit Ananas-Mais-Salat

Es wurde eine mariniert gebratenes, nun aber kaltes Stück Hähnchen mit einem Ananas-Mais-Salat sowie einem Stück Käsekuchen und einigen Crackern serviert, die man sich mit dem beiliegenden Frischkäse bestreichen konnte.
Schließlich erreichten wir den Flughafen nahe Puerto Plata und obwohl das Flugfhafengebäude selber klimatisiert ist, konnten wir auf der Gangway beim Aussteigen bereits einen Vorgeschmack von dem bekommen, was uns draußen erwartete: 34 Grad Hitze bei etwa 77 Prozent Luftfeuchtigkeit. Den blauen Zettel für das Touristenvisa hatte ich bereits im Flugzeug ausgefüllt, so dass ich nur noch die 10 Dollar “Eintrittsgeld” für die Touristencard bezahlen musste, bevor ich schließlich mein Gepäck auflesen und zur Passkontrolle gehen konnte, wo auch gleich noch einmal mein Gepäck durchleuchtet wurde. Wie immer versuchte sich hier, einer der Kofferträger aufzudrängen, aber ich wiegelte ihn ab, da ich abgeholt wurde und mein Gepäck die paar Meter auch selbst durch den Flughafen rollen konnte. Es war 13:50 Uhr Ortszeit.
In meiner Unterkunft angekommen, räumte ich erst einmal den Koffer aus, gönnte mir eine gründliche Dusche und wechselte die Kleidung in dem Klima angepasstere Dinge: T-Shirt, Shorts und Flip Flops. Ich wusste ja, was mich hier erwartete, daher hatte ich nur eine lange Hose für die An- und Abreise eingepackt, aber viele T-Shirts mitgenommen, da man die hier schnell durch schwitzt. 😉
Den Rest das Tages ließ ich ruhig ausklingen und gönnte mir am Abend mal ein lokales Stückchen Fast-Food in Form eines Yaroa, wie man es in den kleinen lokalen Imbissen an der Straße bekommen kann.

Dazu wird in eine Schale etwas Ketchup gegeben, darüber je eine Schicht frittierte Pommes Frites und krümelig angebratenes, gewürztes und mit einigen Paprika- und Chilischoten versetztes Rinderhack gegeben, darüber kommt Scheibenkäse, der in einer Mikrowelle zum schmelzen gebrachte wird. Abschließend wird das ganze mit Ketchup, Mayonaise und einer gelben, fruchtig scharfen Sauce garniert und heiß serviert. Sozusagen das dominikanische Äquivalent zur hiesigen Currywurst mit Pommes. 😉 Kein leichter Genuss, aber sehr lecker.
Soviel für heute, bald mehr zu meiner dritten Reise in die Dominikanische Republik.

Dominikanische Republik – Tag 8 – die Rückreise [05.10.2015]

Heute war es nun soweit, dass ich meine Rückreis nach Deutschland antreten musste. Ich schlief recht lang und nach einem kurzen Frühstück packte meinen Koffer und machte mich für den Transfer zum Flughafen bereit, der Shuttle-Bus sollte gegen 12:30 Uhr eintreffen. Was blieb war ein letzter Blick aus meinem Hotelfenster

Last view from my Hotel Windows

und ein letzter Blick in den kleinen Raum, der die letzten Tage mein Zuhause hier in der Dominikanischen Republik war.

My Hotel room @ Sosua

Auf ein Mittagessen verzichtete ich – denn ich hoffte ja bald etwas an Bord des Flugzeugs zu bekommen. Bereits um 12:20 Uhr traf schließlich das Shuttle ein – das selbe Modell mit Anhänger das mich bereits bei der Anreise um Hotel gebracht hatte – und wir brachen auch unmittelbar auf zum Abflugbereich des Flughafens Puerto Plata.

At Puerto Plata Airport

At Puerto Plata Airport

Bei der Ankunft waren natürlich sofort die etwas nervigen “Porter”, also Kofferträger, zur Stelle und derjenige der sich auf mich gestürzt hatte ließ sich nicht davon abbringen, meinen einzelnen Rollkoffer die paar Meter bis zum CheckIn-Schalter von Air Berlin zu rollen. Dafür wollte er natürlich sofort “Trink, Trink”, also Trinkgeld haben. Ich drückte ihm 150 Pesos die ich noch übriog hatte in die Hand und ließ es damit bewenden.

Departure hall @ Puerto Plata Airport
Kofferträger (links) am Flughafen Porto Plata

Vor mir waren nur zwei andere Leute und die Aktivitäten am Tresen ließen darauf schließen, dass die es bald mit dem CheckIn losgehen sollte. Ich ließ meine Blicke durch die offene Abflughalle streifen, in denen mehrere riesige, an der Decke montierte Ventilatoren für etwas Abkühlung sorgten.

Departe hall & large fans @ Purto Plata Airport
Abflughalle Porto Plata

Doch als ich dann auf die Anzeigetafel schaute, wurde dort angezeigt dass mein Rückflug nach Düsseldorf, von wo ich meinen Anschlußflug nach München bekommen sollte, sich um 2 Stunden verspäten und erst um 17:30 Uhr (Ortszeit) abheben sollte. Und es war noch nicht mal 13:30 Uhr, das bedeutete dass ich über 4 Stunden hier am Flughafen abhängen musste. Keine tollen Aussichten.

My plane - delayed

Kurz darauf startet der CheckIn am Schalter und ich konnte dieses Mal zumindest einen Fensterplatz ergattern. Aber das war nur ein kleiner Lichtblick. Zum Glück hatte ich – vorsorglich – bereits in Deutschland mein iPad mit etwas aktuellem Filmmaterial bestückt, so dass ich zumindest etwas hatte, was ich tun konnte. Nachdem mein Koffer aufgegeben war und ich meine Bordkarte erhalten hatte, versuchte ich kurz noch etwas Zeit in der Abflughalle tot zu schlagen, doch die Hitze wurde auch hier trotz der Ventilatoren immer schlimmer, so dass ich mich schließlich in den klimatisierten Abflugbereich zurückzog. Die Sicherheitskontrollen waren ziemlich penibel und im Gegensatz zum Abflug in Deutschland galten hier noch die besonders schweren Sicherheitsbestimmungen aus 9/11-Zeiten, was bedeutete dass man keine Flüssigkeiten, Feuerzeuge, Streichhölzer, Nagelknipser oder ähnliches mit ins Flugzeug nehmen durfte. Somit wurde ich hier erst einmal mein Feuerzeug los und musste den letzten Rest des aus dem Hotel mitgebrachten Wassers noch schnell austrinken, bevor ich schließlich in den eigentlichen Abflugbereits gelangte. Die hier spielende Merengue-Band ignorierte ich geflissentlich.
Im oberen Bereich gibt es einen DuFree-Shop, der so eine Art Duty Free Shop simulieren sollte, als ich jedoch auf die Preise schaute war ich etwas erschrocken. Zum Beispiel die Stange Marlboro sollte hier 38 US-Dollar kosten, war zwar immer noch günstiger als in Deutschland ist, aber wäre ich vorher noch in einen der lokalen Supermärkte gegangen, hätte ich sie wohl für etwa die Hälfte dieses Preises erwerben können. Ähnliches galt für alkoholische Getränke wie Rum – aber den hätte man wiederum nicht durch die Sicherheitskontrollen bekommen.
Die erste Zeit des Wartens nutzte ich schließlich, um einen Film auf meinem iPad zu schauen und das half zumindest etwas, die Zeit zu überbrücken. Außerdem gönnte ich mir einen Chicken Wrap für stolze 4,95 US-Dollar an einem der Stände hier.

Chicken wrap @ Puerto Plata Airport

Obwohl in Folie eingewickelt, merkte man dem mit Salat, Tomate, Käse und Frischkäse gefüllten, gerollten Tortillafladen doch an, dass er nicht mehr der frischeste war. Aber da ich ja leider verpasst hatte noch im Hotel zu Mittag zu essen, brauchte ich dringend was zwischen die Zähne.
Draußen hatte sich das Wetter inzwischen verdunkelt und es begann das erste Mal seit ich hier angekommen war, in der Dominikanischen Republik zu regnen. Wäre ich poetisch veranlagt, könnte ich fast annehmen dass das Land darüber weint dass ich gehen muss. 😉 Schließlich trudelte endlich, mitten im Regen, der Flieger ein.

Arrival of my plane home

Und alle standen sie natürlich am Fenster und musste das gerade frisch geparkte Flugzeug erst mal fotografieren. *g*

Everybodys taking photos

Bis zum Boarding dauerte es dennoch über eine weitere halbe Stunde, doch ich hatte doppelt Glück nicht nur als einer der ersten an Bord gehen zu können, sondern auch dass das Flugzeug nicht voll belegt war, so dass die Person die eigentlich neben mit sitzen sollte kurz vor dem Abheben auf eine halb leere Sitzreihe schräg hinter mir umzog, so dass ich beide Sitze während des gesamten Fluges für mich allein haben sollte.
Mit nur ein paar Minuten weiterer Verspätung hoben wir schließlich vom Flughafen ab und stiegen in den noch immer leicht verregneten Himmel über Puerto Plata. Aus dem Fenster konnte ich sogar noch einen letzten Blick auf mein Hotel in Sosua erhaschen. (Pfeil)

Departure from Dominican Republic
Blick auf mein Hotel in Sosua vom Flugzeug aus

Departure from Dominican Republic

Da ich noch nicht Müde war, sah ich mir während der ersten Zeit des Fluges den noch recht neuen Avengers – Age of Ultron an, ein schönes Aktionspektakel bei dem man nicht viel nachdenken musste. Nach nicht ganz einer Stunde wurde schließlich das Abendessen serviert, bei dem man mal wieder zwischen Pasta und Hähnchen wählen konnte. Ich griff auch dieses Mal zum Hähnchen und erhielt neben dem angenehm zarten Hähchen in Sahnesauce mit Gemüse und Kartoffelbrei einen mit Gemüse versetzten, kalt servierten Hirsesalat, ein Brötchen mit Butter und Schmelzkäse, ein Stück Käsekuchen mit Fruchtdecke und ein Döschen Mineralwasser.

Air Berlin airplane dinner

Wohl durch den Transport sah der Schaleninhalt zwar nicht ganz so schön angerichtet aus, aber das überaus große Hähnchenfilet, das fast über die komplette Breits der Schale ging war gemeinsam mit dem sahnigen Kartoffelpürree und den grünen Bohnen, Möhren und Champignons in einer leichten Sahnesauce geschmacklich überaus gut gelungen. Und auch an den anderen Komponenten gab es aus meiner Sicht nichts nennenswertes auszusetzen.
Nachdem ich den Film beendet hatte, hatten wir nicht einmal die Hälfte des Rückfluges zurückgelegt.

Flight plan

Da inzwischen aber glücklicherweise das Licht etwas gedämpft worden war und ich ja zwei Sitze für mich hatte, versuchte ich etwas zu schlafen was mir, von kleinen Unterbrechungen abgesehen, auch recht gut gelang. Wir waren kurz vor der Westküste Irlands, als das Licht in der Kabine wieder etwas heller gemacht wurde und wenig später das Frühstück serviert wurde.

Breakfast @ Air Berlin flight

Dieses Mal gab es neben je einem hellen und einem dunklen kleinen Brötchen zwei Stücke Käse, etwas Schinken und Chorizo-Wurst, ein Schälchen mit Melonenstücken, ein Becherchen Joghurt, Marmelase und etwas Orangensaft. Außerdem wurde natürlich Kaffee ausgeschenkt.
Bis zur Landung in Düsseldorf gelang es mir nach dem Frühstück leider nicht mehr richtig zu schlafen. Man teilte uns aber über die Bordanlage mit, dass alle für Anschlussflüge das Gepäck entsprechend weiter transportiert werden würde.
Nach der Landung musste ich mich im Terminal erst einmal informieren, wo genau mein Anschlussflug abfliegen würde. Doch das war gar nicht so einfach, denn ich fand erst mal nirgendwo einen Info-Schalter. Erst nach einigem herum irren fand ich schließlich einen Informationsstand von Air Berlin, der mich schließlich zum Gate B27 schickte. Dort musste ich dann noch einmal eine halbe bis dreiviertel Stunde warten, bevor auch hier wieder das Boarding begann. Der etwa 50minütige Flug, auf dem Getränke serviert wurden und man zwischen einem Schokoriegel und gesalznen Chips als Snack wählen durfte, verlief ereignislos.
Erst am Gepäckausgabeband in München erwartete mich und einige andere Fluggäste eine böse Überraschung: Unser Gepäck war nicht mit angekommen. Da aber sowohl Reisende die mit mir aus Puerto Plata gekommen waren als auch solche aus Miami und nur aus Duisburg nach München gereiste betroffen waren, kristallisierte sich schnell heraus dass man hier wohl in Düsseldorf Mist gebaut hatte. Es dauerte dennoch eine weitere Stunde, bis ich endlich ein Verlustdokument in den Händen hielt und mich auf den Weg zu S-Bahn machen konnte. Die fehlenden Gepäckstücke sollten uns nach Hause nachgeliefert werden – sollten sie wieder auftauchen – wovon ich doch stark ausgehe – doch vor morgen wird das wohl nichts. Also werde ich heute wohl noch mal aufbrechen müssen, um zumindest die paar Hygieneartikel zu besorgen, die in meinem großen Koffer gewesen waren. Bleibt wirklich zu hoffen, dass die Koffer bis morgen auftauchen.

Rosa gebratenes Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie [29.07.2015]

Heute Abend verschlug es uns mal wieder ins Wirtshaus Dicke Sophie in der Johanniskirchner Straße hier in München, eine Location mit deftig-bayrischer aber auch internationaler Küche, über die ich ja hier bereits etwas ausführlicher und auch hier oder hier schon einmal berichtet hatte. Für den gemütlichen Biergarten war das Wetter heute leider nicht so sehr geeignet, aber wir hatten in weiser Vorraussicht drinnen reserviert und das war auch gut so, denn es war für einen Mittwoch Abend brechend voll und wir hätten ohne Reservierung drinnen wohl keinen Platz mehr bekommen. Bei der Durchsicht der Speisekarte fand ich dort gleich mehrere Gerichte, die mein kulinarisches Interesse weckten. Vor allem auf der aktuellen Wochenkarte fanden sich wieder einige Schmankerl und ich entschied mich nach längerem Hin und Her schließlich für das dort angebotene Rosa gebratene Roastbeef mit Remouladensoße und Bratkartoffeln für 14,60 Euro, das ich noch durch einen kleinen hausgemachten Speckkrautsalat ergänzte.

Home made bacon cole slaw / Hausgemachter Speck-Krautsalat

Roastbeef with remoulade & fried potatoes / Rosa gebackener Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln

Dem Krautsalat, der neben kleinen Speckwürfeln auch mit einer nicht zu verachtenden Menge Kümmel angemacht war, nahm ich sofort ab dass er hausgemacht war, denn so etwas leckeres gibt es kaum zu kaufen. Kümmel muss man zwar mögen, aber hier passte er wunderbar hinein. Und auch das auf Zimmertemperatur servierte, innen schön rosafarbene Roastbeef war wunderbar gelungen: schön zart und saftig, so wie es sein muss. Das einzige was etwas störte waren einige dünne, knusprige Fettstreifen am Rand der hauchdünnen Scheiben, aber darüber konnte man geflissentlich auch hinweg sehen. Die Remoulade mit war wohl auch hausgemacht und überaus gut gelungen, die Mayonaise war deutlich intensiver im Geschmack als das was ich z.B. aus unserem Betriebsrestaurant kenne und ich entdeckte neben Gurkenstückchen und Kräutern sogar etwas Eigelb darin. Einzig bei den Bratkartoffeln muss ich ein kleines Haar lassen, denn obwohl sie größtenteils in Ordnung waren fanden sich doch einige kleinere Stückchen darin, die eindeutig zu lange gebraten worden und dadurch etwas zu knusprig waren. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Insgesamt aber ein sehr gelungenes Abendessen und ich kann meine bereits mehrfach ausgesprochene Empfehlung für das Wirsthaus Dicke Sophie, das übrigens auch über einen sehr umfangreichen Mittagstisch verfügt, nur noch ein weiteres Mal erneuern.