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Pizza Texas mit Rinderhack, BBQ-Sauce, roten Zwiebeln & Bacon [09.10.2021]

Samstag, Oktober 9th, 2021

Die letzten Tage bin ich leider nicht zum kochen gekommen und habe mich größtenteils von Sandwich & Brot ernährt. Und auch heute hatte ich irgendwie keine Lust mich an den Herd zu stellen. Aber nach über drei Monaten war es einfach mal wieder an der Zeit dass ich mir eine Pizza nach Hause bestellte. Ich hätte mir zwar auch selbst eine machen können, doch ich hatte irgendwie mal wieder Lust auf eine Bestell-Pizza. 😉 Dazu wählte ich wieder den Pizzaservice den ich schon mit der Pizza Shanghai und der Pizza Regina dieses Jahr zwei mal getestet und für gut befunden hatte: den Pizza Blitz. Dieses Mal entschied ich mich für eine Pizza Texas mit BBQ-Sauce, Texas-Beef, Bacon, roten Zwiebeln und Mozzarella. Mit 11,95 Euro für eine 32cm Version nicht gerade billig, aber einmal alle zwei bis drei Monate geht das schon mal. Ich hatte eben Lust auf eine „Männerportion“. 😉 Nach nicht mal zwanzig Minuten wurde die Pizza dann auch schon geliefert.
Pizza Texas with beef, red onions, bacon, bbq sauce & mozzarella
Leider war sie nicht vorgeschnitten – das hätte ich wohl extra angeben müssen – aber da ich ja glücklicherweise einen Pizzaroller besitze war das Problem in kürzester Zeit behoben und ich konnte die Pizza anschließend per Hand verzehren.
Hinter dem Begriff Texas-Beef verbarg sich ganz wie erwartet angebratenes Rinderhackfleisch was eindeutig auch die dominanteste unter den Fleischzutaten war. Was daran „Texas“ war erschloss sich mir allerdings nicht, für mich war es einfach krümelig angebratenes Hack vom Rind. Der Bacon war ebenfalls vorhanden, nahm aber eher eine untergeordnete Rolle ein. Aber in Kombination mit viel rauchiger BBQ-Sauce, noch leicht knackigen roten Zwiebeln und viel Käse erwies sich diese Pizza als deftige aber überaus leckere Variante. Erinnert von der Zusammenstellung an die Pizza Conchita von Joey’s Pizza die ich 2009 mal in Jena probiert hatte – allerdings war da der Bacon weitaus dominanter und auch deutlicher sichtbar. Ist eben die teuerste Zutat, daher wird hier am ehesten gespart.
Pizza Texas - Side view / Seitenansicht
Insgesamt eine sehr leckere Pizza, allerdings erwies sich der Rand dieses Mal als etwas zu hart gebacken, weswegen ich am Ende genau diesen Teil der Pizza leider entsorgen musste:
Pizza Texas - Rinds / Ränder
Da es sich aber um eine Pizza mit 32cm Durchmesser gehandelt hatte, war das glücklicherweise zu verschmerzen – ich bin auch so mehr als nur satt geworden.

Stromausfall in München [21. – 22.05.2021] – eine Timeline

Freitag, Mai 21st, 2021

Na toll, heute früh haben wir einen Großflächigen Stromausfall hier im Osten von München. ☹️ Ich habe schon beim Stromanbieter angerufen, da gab es wohl ein Kabelbrand und man arbeitet mit Hochdruck an der Behebung. Recherchen zeigten, dass das wohl schon seit 3:50 Uhr so ist. Das habe ich seit Jahren nicht mehr erlebt, wenn nicht sogar seit Jahrzehnten. Da merkt man mal wieder, wie abhängig man vom Strom ist. Angeblich soll es bis zum Mittag behoben sein, aber ich mach mir wirklich Sorgen um die Sachen im Kühlschrank und besonders im Gefrierfach. Angeblich sollen die Sachen dort bis zu 5 Stunden durchhalten, aber die Zeit wird wohl überschritten. 😱 Schauen wir mal wie lange es dauert. Zum Glück funktioniert das Mobiltelefon noch, ansonsten könnte ich das hier nicht schreiben. Trotzdem eine ziemlich beschissene Situation… 😩
Update 14:56 Uhr: Bereits über 10 Stunden ohne Strom. SWM meldet, dass es nicht sichergestellt ist dass alle Haushalte Heute noch wieder am Stromnetz angeschlossen werden. Ich weiß nicht was ich machen soll mit meinen heute noch wieder am Stromnetz angeschlossen werden. Und die Akkus werden immer leerer. Bald geht gar nichts mehr. 😞 An die Lebensmittel im Kühlschrank will ich gar nicht denken. Und das in einem Industrieland wie Deutschland. Wirklich traurig. 😢
Update 16:15 Uhr: Immer noch kein Strom. Handy-Akku liegt bei 36%. Ich habe Kühlakkus aus dem Tiefkühlfach zum Fleisch in den Kühlschrank gelegt, damit es vielleicht doch durchhält. Aus Langeweile hab ich nach langer Zeit mal wieder angefangen zu lesen. Hoffentlich kommt der Strom bald zurück.
Update 19:37 Uhr: Immer noch kein Strom. Und nur noch 26 % Akku Ladestand auf dem Handy. Keine Ahnung was ich machen soll, wenn ich Pech hab kriege ich tatsächlich erst am Samstag wieder Strom. Verdammt 🤬 Das kann das nicht so kompliziert sein.😕
Kleinen Lob an dieser Stelle an die Post / DHL: Trotz Stromausfall und damit nicht funktionierenden Aufzug wurde ein schweres Paket heute zu mir in den fünften Stock geliefert. Danke noch mal dafür dass ihr Paketzusteller auch in schweren Zeiten so Pflichtbewusst seid.
Update 20:06 Uhr: Ich habe noch ein Notebook gefunden, dass über etwas Batterieladung (53%) verfügt. Ich versuche diese auf das Handy zu übertragen, damit ich nicht ganz vom Internet abgeschnitten bin.Langsam pfeife ich energietechnisch wirklich aus dem letzten Loch. Wann kommt der Strom endlich wieder?
Update 21:13 Uhr: Immer noch kein Strom. Und langsam wird es dunkel. Habe mir jetzt die LED-Leuchten mit Akku aus der Küche geholt, damit ich nicht im Dunkeln Sitze. Handy wieder auf 60 % aufgeladen, aber das reicht die Nacht wohl nicht. 😞 mal sehen wie viel ich noch Abgreifen kann bevor das Notebook aufgibt. Ich fühle mich wie im Krieg. Oder bei einer Zombie Apokalypse. Hoffentlich kriegen sie es bald repariert, so dass wir wieder Strom haben.
Update 22:15 Uhr: weiterhin kein Strom. Ich weiß dass mit Hochdruck dran gearbeitet wird, aber es ist trotzdem eine unbefriedigende Situation. Handy Akku ist inzwischen bei 72 % während das Notebook langsam auf 10 % zugeht. Am meisten Sorgen mache ich mir um den Inhalt meines Kühlschranks, Mal sehen was ich morgen alles wegwerfen muss. Und morgen ist der letzte Tag vor dem verlängerten Pfingstwochenende an dem ich einkaufen kann. Alles ziemlich beschissen. Ich überlege wirklich, ob ich meine Notstromaggregat kaufe, Oder zumindestens Batterien, die so etwas überbrücken können. Eins steht aber fest: ich werde heute auf jeden Fall früh ins Bett gehen. 😕
Update 23:10 Uhr: Noch immer ohne Strom. Ich glaub ich lege mich jetzt wirklich ins Bett und werde schlafen. Angeblich soll es noch bis morgen Vormittag dauern, dann ist auch sichergestellt dass wirklich in allen Kühlschränken alle Lebensmittel verdorben sind. Ganz tolle Arbeit, damit wird morgen viel los sein in den Supermärkten Vor dem verlängerten Pfingstwochenende. Ich schätze den Schaden wird in die Millionen gehen. Alleine was Lebensmittel angeht. Schöne Scheiße. 🤬 Aber die Leute vom den Stadtwerken sind fleißig am Arbeiten, auch in der Nacht – also weiter so!! Ihr schafft das.
Nachtarbeit Stromausfall SWM
Update 22.05. 6:10 Uhr: Nach unruhigen Schlaf aufgewacht. Immer noch kein Strom. Ich hatte mir so sehr gewünscht dass ich aufwache und alles ist wieder normal. Wage es gar nicht in meinem Kühlschrank zu gucken. Handy ist noch bei 37 % Ladestand. Aktuelle Meldungen zeigen, dass sich die Reparaturen noch bis weit in den Vormittag ausdehnen können. Man will eben sichergehen, dass wirklich alles im Kühlschrank und im Tiefkühlfach verdorben ist. ☹️ Ich könnte sowas von kotzen. Und das vor dem langen Pfingstwochenende. Ich hatte extra viel eingekauft, das kann ich jetzt alles wegschmeißen. Zusammen mit den ganzen Vorräten für den Notfall aus dem Tiefkühlfach. Das ist wirklich der absolute Supergau. 😫
Update 22.05. 9:15 Uhr: Wir haben wieder Strom Nach circa 30 Stunden!!!!! Gut, den genauen Zeitpunkt habe ich leider verpasst, weil ich noch mal eingeschlafen war, aber Hauptsache ist dass er wieder da ist. Endlich wieder Kaffee kochen, Mobilgeräte aufladen, schnelles Internet nutzen und am Rechner werkeln und kochen. Die Schäden im Kühlschrank hebe ich mir für später auf, das würde meine gute Laune wahrscheinlich zu schnell wieder runter bringen. 😐 Mal sehen ob ich noch mal einkaufen muss oder ob ich Dinge wie z.B. mein Gulaschfleisch doch noch verwenden kann. Vielleicht haben die Kühlakkus es ja gerettet. Wir werden sehen. Habe gelesen dass es sich bei dem Kabelbrand der den Stromausfall verursacht hat wohl um Brandstiftung gehandelt hat. Ob man den oder die Täter je erwischt? Überlege ob ich als Nebenkläger auftrete, wegen sachlicher und psychischer Schäden und so 😉 Aber mal im Ernst: Wenn unser Stromnetz so anfällig ist, sollte man wirklich Maßnahmen ergreifen. Ich persönlich überlege echt, ob ich mir einen kleinen Generator oder einen Satz Batterien zumindest für die Überbrückung des Kühlschrank anschaffe. Weiß nicht ob die Nachbarn sich freuen würden, wenn auf meinem Balkon ein Dieselaggregat knattert, aber da gibt es bestimmt Alternativen. Mal schauen….
Nachtrag:
Meine Lebensmittel haben es glücklicherweise – soweit ich das derzeit beurteilen kann – alle überlebt. Beim eingefrorenen Hackfleisch im Gefrierfach bin ich mir nicht ganz sicher, da ich nicht weiß ob oder wie weit es angetaut war, aber es war vakuumiert und daher habe ich Hoffnung dass es noch verwendbar ist. Ebenso fraglich sind die Becher mit Sahne oder Creme fraiche, aber das merke ich wenn leider auch erst wenn ich sie öffne. Alles in allem scheinen die Schäden aber letztlich deutlich unter meinen Befürchtungen geblieben zu sein. Trotzdem ein Vorfall den ich so schnell nicht erneut erleben möchte. Man ist einfach zu sehr abhängig von Elektrizität, aber das macht ja auch das moderne Leben aus. Dennoch behalte ich mal im Hinterkopf ob ich mir nicht doch einen Dieselgenerator oder zumindest Not-Stromversorgung für den Kühlschrank anschaffen sollte. Wir werden sehen… 😉

Viertel Entenbrust mit Knödel & Blaukraut @ Hofbräukeller Wiener Platz [26.08.2020]

Mittwoch, August 26th, 2020

Heute Abend traf ich mich mit ein paar Kollegen zu einem gemütlichen Beisammensein im Biergarten des Hofbräukellers am Wiener Platz.

Biergarten Hofbräukeller Wiener Platz

Trotz Corona-Krise war der Biergarten überaus gut besucht, allerdings natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie Maskenpflicht abseits vom Tisch und vorheriger Reservierung oder Ausgabe von Chips und Registrierung beim Spontanbesuch, damit die Besucherzahlen kontrolliert werden konnte. Wir hatten natürlich reserviert und einen Tisch nahe am Hauptgebäude bekommen, wo wir immer in Reichweite der überaus aufmerksamen und schnellen Bedienung saßen.
Natürlich wollten wir zum Hellen oder was immer für Getränke wir wählten auch etwas speisen, allerdings musste ich was die Preise anging etwas schlucken als ich die Speisekarte aufschlug, denn es gab eigentlich keine Hauptgerichte unter 10 Euro. Dafür gab es viele lecker klingende bayrische Spezialitäten, die alleine vom Lesen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Eigentlich lag das am Ende des Monats etwas oberhalb meines Budgets, aber ich war aufgrund der Viruskrise so lange nicht aus, da wollte ich mir dann doch mal etwas gönnen. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich schließlich für 1/4 resche Bauernente mit kräftiger Orangensauce, Apfelblaukraut und kleinem Kartoffelknödel, die mit 11,70 Euro noch im unteren Preisbereich der Speisekarte lag. Immerhin kostet selbst eine Scheibe Leberkäse mit Senf schon 6,10 Euro – und das ist nicht mal ein Hauptgericht, sondern eher eine Brotzeit. Bei der Bestellung hatte ich noch die Wahl zwischen Brust oder Keule, wobei ich mich für die Brust entschied. Dazu notierte die Bedienung amüsanterweise „Titte“ auf ihren Notizblock. 😉 Aber auch für andere Gerichte gab es scheinbar Abkürzungen, so war das Zeichen für gemischtes Geschnetzeltes mit Gemüse und Röstkartoffeln, das ein Kollege gewählt hatte, einfach ein Herzsymbol – wahrscheinlich weil er Herzteller hieß. Wenn ich in so einem Lokal arbeiten würde, würde ich mir aber wahrscheinlich auch eine Art Kurzschrift überlegen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurden unsere Bestellungen dann auch schon serviert.

Quarter duck breast with dumpling & red cabbage / Viertel Entenbrust mit Knödel & Rotkraut

Ein großes Stück Entenbrust, viel Orangensauce und eine großzügige Portion Blaukraut wurden durch einen eher kleinen Kartoffelknödel und eine halbe Orangenscheibe ergänzt. Glücklicherweise war die Fleischausbeute an der Entenbrust sehr ergiebig, wobei die Haut schon knusprig und würzig geraten war. Teilweise war das Fleisch etwas trocken, aber das ließ sich problemlos mit der großen Menge an Orangensauce kompensieren. Dazu gab es reichlich leckeres und würziges Blaukraut in großen Mengen, so dass auch mit nur einem kleinen Kartoffelknödel sich problemlos die Sättigung einstellte. Problem war allerdings, dass es ziemlich windig war und die Speisen leider schnell abkühlten, so dass man sich mit dem Verzehr etwas sputen musste. Alles in allem aber ein sehr leckeres und doch sehr reichhaltiges Abendessen. Ich war sehr zufrieden.
Und auch der Rest des Abends gestaltete sich als überaus angenehm, wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend bei aufmerksamer und schneller Versorgung mit Getränken aller Art. Der Biergarten des Hofbräukeller am Wiener Platz ist zwar nicht gerade günstig, aber überaus gemütlich und sehr empfehlenswert – ein schöner Platz mitten in der geschäftigen Stadt München, an dem man nach getaner Arbeit gut entspannen kann. Und mit seiner Nähe zum Max Weber Platz ist er außerdem Verkehrstechnisch überaus gut angebunden – man kann mit Tram und U-Bahn in alle Richtungen fahren und kommt auch problemlos nach Hause. Allerdings sind Parkplätze eher dünn gesäht und mit Parkschein zeitlich begrenzt, eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist also zu empfehlen.

Ausfall Telekom Mobilfunk [18.04.2019]

Donnerstag, April 18th, 2019

Seit ca. drei Stunden geht der mobile Internetzugang der Telekom hier in München und Umgebung nicht mehr. 🙁
Weder bei mir noch bei mehreren Kollegen mit dem selben Provider ist irgend ein Internetzugang möglich. Bei einem Kollegen mit Android-Phone geht Zugang über Edge, aber ich kann unter iOS 12 die mobile Netznutzung nicht mehr frei auf 2G runterschalten, da geht nur LTE ein oder aus.
Internet über Congstar, die ja auch die Telekom-Netze nutzen, geht seltsamerweise aber. Auf AlleStörungen.de gibt es auch massenhaft Meldungen dazu, aber als ich bei der Telekom anrief, war die kategorische Aussage bei ihnen im System gäbe es keine Störung.

Nachtrag 16:05: Inzwischen wird es als Großstörung angesehen und man arbeitet inzwischen dran – mal sehen wie lange es dauert.

California-Burger – Wirtshaus Dicke Sophie [12.02.2019]

Dienstag, Februar 12th, 2019

Am heutigen Abend entschieden wir uns – nach langer Abstinenz – dazu dem Wirsthaus Dicke Sophie im Münchner Stadtteil Johanniskirchen mal wieder einen Besuch abzustatten. Ich hatte die Lokalität zum ersten Mal im Jahr 2012 hier im Blog vorgestellt und wir waren diverse weitere Male, z.B. hier, hier oder hier dort zu Besuch gewesen. Und nach langer Pause war es heute nun wieder soweit.

Wirsthaus Dicke Sophie - Johanniskirchen

Als wir gegen 18:00 Uhr dort eintrudelten war der Gastraum noch recht spärlich besetzt, doch es sollte nicht lange dauern bis alle vefügbaren Tische mit Gästen belegt waren – und das an einem Dienstag mitten in der Woche. Doch trotz des großen Andrangs gelang es dem Servicepersonal uns ohne große Verzögerungen schnell und akurat mit Essen und Getränken zu versorgen.
Die Speisekarte des Wirsthaus ist, wie ich ja bereits berichtet hatte, nicht sehr überladen, aber mit vielen guten bayrischen Standard-Gerichten wie Wiener Schnitzel vom Kalb, Schweinekrustenbraten oder Rinderrouladen ausgestattet. Will man es etwas exotischer, muss man einen Blick auf die Wochenkarte werfen. Zuerst überlegte ich zwar, bei der Rinderroulade oder dem Schnitzel zuzugreifen, doch dann entdeckte ich den Burger der Woche „er California“ mit 180g Rinderhacksteak, Avocado-Limettencreme und Süßkartoffelpommes für 15,80 Euro auf der Wochenkarte und bestellte mir schließlich diesen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurde das Gericht schließlich serviert.

Der California Burger - Wirsthaus Dicke Sophie - München

Zwischen den beiden Hälften eines Maisbrot-Brötchens fanden sich Tomatenscheiben, Eisbergsalat, eine daumendicke Scheibe saftigen und lockeren Rinderhacksteaks, darauf geschmolzener Cheddarkäse, Bacon-Streife, etwas Avocade-Limettencreme und etwas frische rote Zwiebeln. Leider ging die Avocade-Limettencreme, die man auch sehr sparsam angewandt hatte, dabei geschmacklich so gut wie vollständig unter, aber davon abgesehen erwies sich der California als ein wirklich gelungener Burger. Auch wenn das Rinderhacksteak in der Mitte doch etwas rosig aussah. Bei Steaks mag ich es Medium, aber bei gebratenen Hackfleisch? Geschmeckt hat es natürlich trotzdem.

Der California Burger - Lateral cut / Querschnitt - Wirsthaus Dicke Sophie - München

Dazu passten gut die dünnen und knusprigen Fritten aus Süßkartoffeln, zu denen man in einem kleinen Schälchen eine rauchige und merklich pikante BBQ-Sauce als Dip serviert hatte. Das Süßkartoffelaroma war mal was anderes im Vergleich zu den sonst üblichen Erdäpfel-Fritten. Allerdings wurden sie leider sehr schnell kalt, man musste sich mit dem Verzehr etwas sputen.
Insgesamt ein sehr erfolgreicher und vor allem schmackhafter Abend, auch wenn die Preise in der dicken Sophie nichts für den kleinen Geldbeutel ist. Die Preise für Hauptgerichte am Abend liegen im Durchschnitt um die 15 Euro, selten unter 10 Euro. Nur die Mittagskarte ist da etwas preisreduziert. Doch zum einen zahle ich für gutes Essen gerne etwas mehr, zum anderen und noch besseren waren wir eingeladen worden und brauchten uns um die Rechnung nicht zu kümmern. Alles in allem ein wirklich gelungener Abend und ich freue mich bereits auf unseren nächsten Besuch iM Wirsthaus Dicke Sophie, der hoffentlich dieses Mal nicht so lange auf sich warten lässt.

Rückreise & Nordsee Fischburger [10.09.2016]

Samstag, September 10th, 2016

Am Samstag hatten wir Vormittags noch ein Seminar in den Konferenzräumen des Best Western Hotels Steinsgarten in Gießen, über das ich hier allerdings nicht weiter berichten möchte, da es nichts zur Sache tut. Nach Ende dieses Seminars wurde uns noch eine Kartoffelsuppe mit Brot als kleine Stärkung,

Potato soup / Kartoffelsuppe - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen

dann ging es zum Bahnhof in Gießen, damit wir von dort unsere Rückreise antreten konnten. Nun konnte ich auch das erste Mal einen vollständigen Blick auf das historisch wirkende Bahnhofsgebäude in Sandsteinbauweise mit seinem Uhrenturm werfen, das ich bei unserer Ankunft in Dunkelheit nur am Rande wahrgenommen hatte.

Bahnhof Gießen
Bahnhofsgeböude Gießen

Dort stiegen wir in einen Regionalexpress der uns nach Frankfurt bringen sollte. Und damit es uns nicht zu langweilig wurde, stieg auch gleich eine Gruppe Frauen gemischten Alters mit ein, die offensichtlich auf dem Weg nach Frankfurt waren um dort einen Jungesellinenabschied zu feiern und die auf der glücklicherweise nur leicht verspäteten Fahrt für Stimmung sorgten.
In Frankfurt angekommen, merkten wir dass die Kartoffelsuppe uns wohl nicht bis München satt halten würde, daher schwärmten wir aus um uns hier am Hauptbahnhof noch einmal mit etwas Reiseproviant einzudecken. Ich selbst stattete dazu dem hiesigen Nordsee-Restaurant einen Besuch ab, wo ich mir ein paar Fisch-Burger einpacken ließ. Anschließend ging es zu Gleis 7, wo erstaunlich pünktlich unser ICE nach München eintraf und auch wenig später wieder pünktlich abfuhr.

Am Frankfurter Hauptbahnhof

Doch das sollte nicht so bleiben – die 120 Minuten Verspätung eines von München kommenden ICEs am selben Gleis ließ schon böses ahnen.
Als wir unsere reservierten Sitzplätze eingenommen hatte, machte ich mich sogleich über meine beiden Fischburger von Nordsee her. Als erstes musste ein Backfisch-Baguette für 2,99 Euro dran glauben, das mit etwas Remoulade und einem Salatblatt in einem labbrigen Weißbrot-Baguettebrötchen daher kam.

Nordsee Backfisch-Baguette

Und da ich wusste dass das nicht ganz reichen würde, hatte ich mir außerdem noch einen sogenannten Bremer zum Preis von 1,99 Euro einpacken lassen.

Nordsee Bremer

Die panierte Fischfrikadelle aus verschiedenen gewürzten Fischsorten kam in einem normalen Kaiserbrötchen und war auf einem Salatblatt gebettet und oben mit Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Einfach, aber wie ich finde immer wieder lecker.
Als wir schließlich Nürnberg erreichten, bekamen wir per Lautsprecherdurchsage die Mitteilung dass ein Oberleitungsschaden auf der Strecke zwischen Nürnberg und München dazu führen würde, dass der Zug (ohne dortigen Halt) über Augsburg umgeleitet würde, was eine verspätete Ankunft von etwa 40 Minuten bedeuten würde. Na ja, wäre ja auch zu schön gewesen wenn alles pünktlich abgelaufen wäre. So kamen wir also um kurz vor sieben Uhr in München an. Zum Glück erwischte ich auch gleich eine passende S-Bahn um nach Hause zu kommen, so dass der kleine Ausflug nach Hessen letztlich zu einem glücklichen Abschluss kam.

Sancocho & die Rückkehr nach Deutschland [15.06.2016]

Donnerstag, Juni 16th, 2016

Heute war es nun also soweit: Nach zweieinhalb Wochen in den Gefilden der karibischen Dominikanischen Republik ging es für mich zurück ins kalte und wie ich gehört hatte verregnete Deutschland. Doch da mein Flieger erst um 15:50 Uhr abheben sollte, blieb am Vormittag noch Zeit, sozusagen ein Abschiedgericht zu kochen. Und es sollte natürlich etwas landestypisches sein, daher fiel die Entscheidung etwas Sanchocho zuzubereiten, einen dominikanischen Eintopf. Bestandteile sind Hähnchen- und Schweinefleisch sowie viele verschiedene Gemüse, darunter Maiskoblen, Cassava (Maniok), Mango, Möhren, Kochbanenen und einiges mehr – wobei die Rezepte je nach Region und Koch natürlich etwas variieren. 😉 Ich habe den Zubereitungsprozess leider nicht vollständig mitbekommen, da ich mit Kofferpacken beschäftigt war, aber es scheint wohl so zu sein, dass man das marinierte Fleisch in einem Topf anbrät und das Gemüse separat kocht und dann wieder etwas abkühlen lässt.

Cooking Sancocho

Anschließend wird etwas Brühe und Scheiben der Maiskolben zum Fleisch hinzugefügt, lässt alles für einige Minuten köcheln, gibt schließlich gibt man auch den Rest des Gemüses hinzu und lässt es weiter köcheln, wobei man alles mit Kräutern und Gewürzen abschmeckt.

Cooking Sancocho

Ganz zum Schluss wurde noch etwas Reis zubereitet und der Eintopf damit serviert – wobei ich das für nicht wirklich notwendig halte da der Eintopf eigentlich an sich schon sehr sättigend ist.

Sancocho & arroz

Sah jetzt nicht so besonders aus, war aber sehr lecker muss ich sagen.
So gestärkt ging es schließlich zum Flughafen, wo ich etwa eindreiviertel Stunde vor dem eigentlichen Abflug ankam. Vor dem bereits geöffneten Schalter von Air Berlin hatte sich eine lange Schlange gebildet, so dass ich einige Zeit warten musste bevor ich einchecken und meinen schweren Hartschalenkoffer aufgeben konnte. Außer den diesem Schalter war in der durch riesige Ventilatoren gekühlten, offenen Abflughalle von Puerto Plata aber wenig los.

Departure gate @ Airport Puerto Plata

Nach dem CheckIn erhielt ich meine Bordkarte und begab mich wenig später zum Sicherheitscheck, wo ich Gürtel und Schuhe ablegen musste und mein Handgepäck noch einmal durchleuchtet wurde. Dann ging es über eine Treppe in den eigentlichen Abflugterminal, wo ich durch die großen Fenster bereits das wartende Flugzeug für meinen Rückflug erblicken konnte.

Air Berlin POP - DUS

Schließlich begann das Boarding, doch ich konnte mir noch etwas Zeit lassen, denn ich gehörte zur Gruppe D, die als letztes an Board gehen würde – dafür aber am Ankunftsort als erstes aus dem Flugzeug kam. Beim Besteigen des Flugzeuges kam es natürlich – wie üblich – zu drängeleien unter den Passagieren. Dabei sollte jeder der öfters fliegt genau wissen, dass das nichts bringt, da sowieso jeder an Board kommt und einen Sitzplatz erhält – vordrängeln ist sinnlos. 😉
Als ich schließlich ebenfalls das Flugzeug betreten durfte und meinen Platz erreichte, erwartete mich dort eine positive Überraschung: Ich war auf einen XL-Platz mit zusätzlicher Beinfreiheit gesetzt worden und das ohne die sonst dafür übliche Gebühr zu zahlen. Darüber dass es nur ein Platz am Gang und nicht am Fenster war, konnte ich geflissentlich hinweg sehe. Bei Nachtflügen gibt es sowieso wenig draußen zu sehen.
Fast pünktlich hob der Flieger von Puerto Plate ab und begab sich auf den fast zehnstündigen Rückflug nach Deutschland, wo unser erstes Ziel Düsseldorf sein würde. Zuerst wurden einige Getränke serviert und nach etwa einer bis eineinhalb Stunden auch die Hauptmahlzeit. Dieses Mal konnte man zwischen vegetarischer Pasta mit Tomatensauce und Rindergeschnetzelten mit Reis wählen. Da fiel mir die Wahl nicht schwer und ich griff zum Rindergeschnetzelten.


Beef chop | Air Berlin

Wie sich bereits nach den ersten heraus stellte, eine gute Entscheidung. Das mit Erbsen und Möhren versetzte Rindfleisch war wunderbar zart, mager und gut gewürzt. Und auch der mit etwas Safran und Gewürzen versetzte Reis schmeckte sehr gut. Außerdem fand sich ein Ananas-Mais-Salt mit Öl-Essig-Dressing, ein Stückchen Käsekuchen als Dessert, etwas Mineralwasser sowie einige Cracker auf dem Tablett.
Nach dem Essen war ich noch nicht richtig müde, so dass ich erst zwei relativ aktuelle Kino-Filme (u.a. Star Wars – Das Erwachen der Macht) auf dem Flachbildschirm in der Rückenlehne vor mir guckte, bevor ich schließlich versuchte für einige Stunden zu dösen. Ich wachte noch rechtzeitig wieder auf, um schließlich das „Frühstück“ genießen zu können.

Breakfast | Air Berlin

Es gab ein kleiner Brötchen, Schinken, Käse, Butter, einen Joghurt und etwas Orangesaft. Außerdem ließ ich mir einen Kaffee servieren.
Wenig später setzten wir bereits zum Landeanflug auf Düsseldorf an.

Anflug auf Düsseldorf | Air Berlin

Noch etwas verschlafen, denn so richtig tief hatte ich nicht im Flugzeug ruhen können, kämpfte ich mich durch den Düsseldorfer Flughafen zur internationale Passkontrolle, die ich dank des elektronischen europäischen Reispasses aber recht schnell hinter mich brachte und fand mich schließlich an dem Abflugterminal ein, von dem mein finaler Flug von Düsseldorf nach München gehen sollte. Auch hier konnte ich mir wieder Zeit lassen, denn wieder hatte man mich der Gruppe D zugeordnet und ich durfte erst am Ende ins Flugzeug.
Der Flug dauerte etwa eine Stunde und zwischendurch servierte man noch eine aufgewärmte Laugenstange (Alternativ ein Rosinenbrötchen) als kleinen Snack, dazu ließ ich mir Orangensaft und Kaffee geben.

Laugenstange, Kaffee & O-Saft | Air Berlin Flug DUS-MUC

Nach dem Aussteigen dauerte es etwa zehn bis fünfzehn Minuten, bis das Gepäckband anlief und die ersten Gepäckstücke aus den Tiefen des Flughafens darauf ausgespuckt wurden. Mein Koffer war glücklicherweise schon ziemlich am Anfang dabei, so dass ich jetzt nur noch den weiten Weg vom Ankunftsterminal zur S-Bahn zurücklegen und nach Hause fahren musste. Wir schrieben nun bereits den sechzehnten Juni und es muss kurz nach zehn Uhr gewesen sein, als ich schließlich dort ankam. Damit ging ein wundervoller und erlebnisreicher Urlaub leider endgültig zu Ende.

Abreise nach Puerto Plata [30.5.2016]

Montag, Mai 30th, 2016

Die Zeit für meinen Sommerurlaub war gekommen und ich hatte mich mal wieder, zugegebenermaßen recht kurzfristig, für mein aktuelles Lieblingsziel, die Dominikanische Republik, entschieden. Mein Flug sollte um 7:15 Uhr am heutigen Montag, dem 30. März am Flughafen in München starten und über Düsseldorf nach Puerto Plata gehen. Doch schon als ich kurz nach 4:30 Uhr in der früh zur S-Bahn ging, um mit der S8 zum Flughafen zu fahren, beladen mit einem schweren Hartschalenkoffer und einem Rucksack, begannen die Probleme. Normalerweise fährt die S8 von Gleis 1 ab und ich hatte gerade den Koffer die steilen Treppen auf den Bahnsteig geschleppot, als die Meldung kam dass dieser Zug heute von Gleis 2 fahren würde. Also musste ich den Koffer wieder die Treppen herunter und am anderen Gleis wieder hinauf tragen. Kurz vor der Ankunft wurde dann per Lautsprecher durchgesagt, der Zug fahre doch von Gleise 1 und ich musste die Prozedur erneut wiederholen und war vollkommen außer Atem, als schließlich wieder durchgesagt wurde, dass die S8 nun doch von Gleis 2 fahre. Das war zuviel und ich weigerte mich den schweren Koffer noch ein weiteres Mal eine steile Treppe herunter und eine andere Steile Treppe hinauf zu tragen – zumal der Zug am anderen Gleis bereits einfuhr. „Scheiß drauf“, dachte ich bei mir, während ich nach Atem ringend gegen einen aufkommenden Herzinfarkt ankämpfte – dann nehme ich eben die nächste Bahn, die 20 Minuten später fährt. Ich wäre immer noch knapp 2 Stunden vor Abflug am Flughafen und das würde vollkommen ausreichen.
Doch als ich am Bahnsteig saß und auf diese nächste Bahn wartete, kam der nächste Schreck: Ich hatte das bereits gelöste Bahnticket während der ganzen Rennerei verloren, immerhin 10,80 Euro, und kaum noch Zeit. Glücklicherweise fand es sich nur wenige Stufen unterhalb meines aktuellen Bahnsteigs, so dass wenig später beruhigt in die Bahn einsteigen und die etwa halbstündige Fahrt zum Terminal des Flughafens antreten konnte.
Ich hatte bereits vor der Abfahrt per App auf dem Smartphone eingecheckt, so dass ich nur noch den Koffer abgeben musste und direkt meine Bordkarte erhielt. Nachdem ich dann durch die Sicherheitskontrollen war, sah ich am Abflugterminal die nächste unangenehme Überraschung: Auf Grund von Unwettern in Düsseldorf hatte sich mein Abflug um etwa eine dreiviertel Stunde verspätet, so dass die entspannten 75 Minuten, die ich ursprünglich in Düsseldorf gehabt hätte nun auf gerade mal eine halbe Stunde reduzierte. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in Düsseldorf noch durch die Passkontrolle für internationale Flüge musste, eine recht knappe Sache. Und für das Umladen des Gepäcks bräuchte man, wie man mir am Schalter mitteilte, auch ca. 30 Minuten. Zumindest gab man mir eine Platz weit vorne im Flugzeug, so dass ich nach der Landung schnell heraus kam und zu meinem Flug eilen konnte. Zumindesten etwas…
Schließlich ging es endlich los und wir hoben vom Flughafen in München ab.

Departure from Munich Airport / Abflug vom Flughafen München

Während des nur etwa einstündigen Fluges gab es zwischendurch nur eine warme Laugenstange, einen Orangensaft und einen kleinen Kaffee.

Snack Kurzflug Air Berlin

Auf dem Flug konnte man mir noch keine Informationen über meinen Weiterflug geben, ich solle aber nach der Ankunft auf die Anzeigen und Ansagen achten. Nach der Landung war ich dann auch einer der ersten, die aus dem Flugzeug ausstiegen und als ich den Terminal betrat, stand dort eine Mitarbeiterin von Air Berlin mit einem großen, handgeschriebenen Zettel, auf dem verschiedene Anschlussflüge und deren Terminal standen. So auch meiner nach Puerto Plata: C39 und sie wies mir mit einem Fingerzeig die Richtung in die ich mich begeben musste. In der Entfernung konnte ich durch die Fenster auch schon mein Ziel und den wartenden Flieger sehen und es war ein ziemliches Stück dass ich zurücklegen musste um dort hin zu gelangen. Im Laufschritt rannte ich durch die Hallen des Düsseldorfer Flughafens und erreichte schließlich die internationale Passkontrolle. Auf einen Zuruf dass ich einen Flieger erwischen müsste, ließ man mich über die Priority Lane an der Wartenden Schlange vorbei und ich konnte die Kontrolle meines Reisepasses schnell hinter mich bringen, bevor ich durch den internationalen Bereich des Flughafens weiter bis zu meinem Gate lief. Dort war das Boarding schon abgeschlossen, aber man ließ mich glücklicherweise noch in den Flieger.
Außer Atem und glücklich meine Flug trotz aller Widrigkeiten noch erreicht zu haben ließ ich mich schließlich auf meinen Sitzplatz fallen und erwartete den baldigen Abflug. Als schließlich die Durchsage kam, dass sich der Abflug noch um weitere 15 Minuten verspätet, da das Wetter schlecht sei und man noch auf Fluggäste wartete, war es natürlich wie ein Schlag ins Gesicht, die alle Mühen die ich mir gemacht hatte das Flugzeug rechtzeitig zu erreichen ad absurdum führten. 🙁 Aber das wichtigste war, ich saß im richtigen Flugzeug und musste nicht, wie befürchtet, auf verschlungenen Pfaden über andere Airlines an mein Ziel kommen – denn das hätte mir geblüht wenn ich diesen Flug verpasste hätte.
Schließlich rollten wir endlich zur Startbahn und begannen den etwa zehnstündigen Flug nach Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Zu Beginn wurden erst einmal O-Saft, ein Päckchen Cracker und etwas Kaffee zur Stärkung serviert.

Orangensaft, Cracker & Kaffee

Vor dem Mittagessen, das erste nach zwei bis drei Stunden Flug serviert werden sollte, muss ich wohl eingeschlafen sein. Kein Wunder nach all dem Stress mit der Anreise – und ich hatte auch die Nacht vorher nicht geschlafen. Die Tabletts wurden bereits abgeräumt als ich die Augen wieder öffnete, doch ein Flugbegleiter hatte mir eine Portion Hähnchenfilet in Escalivada Sauce mit Blattspinat und Röstkartoffeln, dazu gab es Käse, Ein paar Olivenöl-Cracker, einen Waldbeerenquark und etwas zu trinken.

Chicken filet in Escalivada sauce / Hähnchenfilet in "Escalivada" Sauce

Das Gericht war natürlich nicht mehr ganz so heiß wie frisch aufgewärmt, aber das Filet war dennoch angenehm zart und die fruchtige, leicht exotisch angemachte Sauce passte gut dazu, ebenso wie der mit etwas Zwiebeln angemachte Blattspinat und die gerösteten Kartoffelstückchen. Nach dem Verzehr schloss ich noch einmal für eine bis eineinhalb Stunden die Augen, wachte aber rechtzeitig wieder auf, um den letzten Snack kurz vor der Landung nicht zu verpassen.

Kaltes mariniertes Hähnchenfilet mit Ananas-Mais-Salat

Es wurde eine mariniert gebratenes, nun aber kaltes Stück Hähnchen mit einem Ananas-Mais-Salat sowie einem Stück Käsekuchen und einigen Crackern serviert, die man sich mit dem beiliegenden Frischkäse bestreichen konnte.
Schließlich erreichten wir den Flughafen nahe Puerto Plata und obwohl das Flugfhafengebäude selber klimatisiert ist, konnten wir auf der Gangway beim Aussteigen bereits einen Vorgeschmack von dem bekommen, was uns draußen erwartete: 34 Grad Hitze bei etwa 77 Prozent Luftfeuchtigkeit. Den blauen Zettel für das Touristenvisa hatte ich bereits im Flugzeug ausgefüllt, so dass ich nur noch die 10 Dollar „Eintrittsgeld“ für die Touristencard bezahlen musste, bevor ich schließlich mein Gepäck auflesen und zur Passkontrolle gehen konnte, wo auch gleich noch einmal mein Gepäck durchleuchtet wurde. Wie immer versuchte sich hier, einer der Kofferträger aufzudrängen, aber ich wiegelte ihn ab, da ich abgeholt wurde und mein Gepäck die paar Meter auch selbst durch den Flughafen rollen konnte. Es war 13:50 Uhr Ortszeit.
In meiner Unterkunft angekommen, räumte ich erst einmal den Koffer aus, gönnte mir eine gründliche Dusche und wechselte die Kleidung in dem Klima angepasstere Dinge: T-Shirt, Shorts und Flip Flops. Ich wusste ja, was mich hier erwartete, daher hatte ich nur eine lange Hose für die An- und Abreise eingepackt, aber viele T-Shirts mitgenommen, da man die hier schnell durch schwitzt. 😉
Den Rest das Tages ließ ich ruhig ausklingen und gönnte mir am Abend mal ein lokales Stückchen Fast-Food in Form eines Yaroa, wie man es in den kleinen lokalen Imbissen an der Straße bekommen kann.

Yaroa

Dazu wird in eine Schale etwas Ketchup gegeben, darüber je eine Schicht frittierte Pommes Frites und krümelig angebratenes, gewürztes und mit einigen Paprika- und Chilischoten versetztes Rinderhack gegeben, darüber kommt Scheibenkäse, der in einer Mikrowelle zum schmelzen gebrachte wird. Abschließend wird das ganze mit Ketchup, Mayonaise und einer gelben, fruchtig scharfen Sauce garniert und heiß serviert. Sozusagen das dominikanische Äquivalent zur hiesigen Currywurst mit Pommes. 😉 Kein leichter Genuss, aber sehr lecker.
Soviel für heute, bald mehr zu meiner dritten Reise in die Dominikanische Republik.