Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse [02.09.2013]

Ich weiß nicht wieso, aber auch diesen Montag konnte ich mich wie üblich für die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie die Poh Piard Thord – Knusprigen Frühlingsröllchen oder das Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln Bambus und Gemüse nicht so recht begeistern. Die Angebote im Bereich der regulär-westlichen Küche, wo im Abschnitt Vitality Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, bei Tradition der Region ein Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Kartoffelpüree und bei Globetrotter Tortellini mit Spinat-Frischkäsefüllung und Tomaten-Basilikumsauce auf der Speisekarte stand entsprach zwar auch eher dem üblichen Standard, aber nach kurzem Abwägen erschien mir das Kartoffelgeröstel mit seinen 338kcal das aus meiner Sicht verlockendste Angebot, bei dem ich mir auch noch einen kleinen Becher Müsli-Quark dazu gönnen konnte.

Kartoffelgeröstl mit Lauch & Schafskäse / Roast potatoes with leek & feta

Im Vergleich zu früheren Darreichungen wie hier und hier (mit aufgestreutem Schafskäse) oder hier (mit aufgestreutem Lauch und Schafskäse) hatte man die Zubereitung wieder leicht modifiziert. Dieses Mal waren alle Komponenten einfach miteinander vermengt worden und die Kartoffeln im Ganzen mit hinein gegeben worden, was den Verzehr leicht verkomplizierte, das man sie vorher zerteilen musste. Einziger Vorteil war, dass die Schafskäse-Würfel etwas angeschmolzen waren und sich so besser mit den anderen Zutaten wie den Möhrenwürfeln, den Lauch- und Paprikastreifen und den Zwiebeln verbanden. Geschmacklich war es auch absolut in Ordnung und unterschied sich wenig von früheren Gerichten dieser Art, aber visuell machte es meiner Meinung nach weniger her. Das Auge isst ja mit. Das Ganze wurde aber etwas dadurch ausgeglichen, dass wenn die Portion merkbar größer als sonst ausfiel. Ob das noch mit 338kcal auskommt bezweifle ich etwas, aber sei es drum. In der Summe kann ich auch hier aber wohl dennoch volle Punktzahl geben. Und auch am mit Knusperflocken und Rosinen versehenen Müsliquark gab es nichts auszusetzen.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, zeigte sich schnell dass das Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Kartoffelpüree heute mit knappen, aber klar erkennbaren Vorsprung Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erlangen konnte. Auf Platz zwei folgten die Tortellini mit Tomaten-Basailikumsauce, sehr eng gefolgt von den Asia-Gerichten und dem vegetarischen Kartoffelgeröstel auf einem guten, aber dennoch vierten Platz. Das entsprach auch dem, was man bei einer solchen Angebotspalette erfahrungsgemäß erwarten konnte.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgeröstel: ++
Müsli-Quark: ++

Putenbruststreifen in Pilzrahmsauce [15.12.2011]

Zwar hatte ich heute zuerst überlegt bei den Asia-Thai-Gerichten zuzuschlagen, wo mich neben dem Gebratenen Curry-Gemüse nach Thai-Art vor allem das Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry reizte. Doch da ich aufgrund anderer Verpflichtungen erst spät ins Betriebsrestaurant kam, war der Wok mal wieder fast leer und das Fleisch rausgelesen. So musste ich mich mal wieder anderweitig umsehen. Der traditionell-regionale Gebratene Schweinenacken mit Dunkelbiersauce und Kartoffelknödel erschien da schon mal ganz verlockend, aber auch der Pikante Bohnengulasch bei Vitality oder die Putenbruststreifen in Pilzrahmsauce dazu Spätzle bei Globetrotter erschienen recht verlockend. Nach kurzem Abwägen fiel meine Entscheidung schließlich auf das Putengeschnetzelte, das ich mit einem Schälchen Rahmgemüse komplettierte und einem Becher Müsliquark abrundete.

Putenbruststreifen in Pilzrahmsauce / Turkey breast chops in mushroom sauce

Zwar fanden sich in der cremigen Sauce reichlich zarter, mundgerecht geschnittener Putenbruststreifen, dafür hatten sich die Pilze hier etwas rar gemacht – was meiner Meinung aber die Qualität dieser Zusammenstellung nicht schmälerte. Und auch an den Spätzle, die man wohl eher als Knöpfle bezeichnen müsste, gab es keinen Grund zur Kritik. Dem Gemüse aus Erbsen, Möhren, Bohnen und Blumenkohl merkte man jedoch an dass man hier ganz offensichtlich die Reste von den Kartoffeltaschengericht von gestern verwertet hatte, denn sie erschienen leicht matschig und irgendwie aufgewärmt, auch wenn sie geschmacklich durchaus noch tragbar waren. An dem leicht süßen Quark mit reichlich Haferflocken, Pistazien, Kernen und Rosinen sowie ein paar Schokostreuseln gab es aber wiederum nichts auszusetzen.
Wie nicht anders zu erwarten belegte heute aber natürlich der Schweinenacken in Dunkelbiersauce den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala – er war mit leichtem Vorsprung eindeutig am häufigsten auf den Tabletts der anderen Kantinengäste zu sehen. Auf Platz zwei folgten mit knappem Vorsprung vor den Putenbruststreifen schließlich die Asia-Gerichte, was nicht verwunderlich war da ja der Inhalt der fast leeren Woks irgendwo hin gegangen sein musste. 😉 Auf Platz vier folgte schließlich der Bohnengulasch, der sich aber trotz seiner rein vegetarischen Natur dennoch einer ungewöhnlich großen Beliebtheit erfreute und nur knapp hinter den Putenbruststreifen lag.

Mein Abschlußurteil:
Putenbruststreifen in Pilzrahmsauce: ++
Spätzel: ++
Rahmgemüse: +/-
Müsliquark: ++

Barschfilet auf karibische Art [28.09.2011]

Nachdem ich ja schon gestern asiatisch gespeist hatte, ließ ich die dortigen Angebote heute mal außen vor. Und das obwohl sowohl das Feng Shi Tzau Min – Glasnudeln mit Gemüse in Curry Sauce als auch das Pla Sam Rod – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Spezialsauce eigentlich recht verlockend klangen. In der regulären Küche fanden sich neben einem Bunten Gemüsetopf mit vegetarischen Maultaschen und frischen Kräutern bei den traditonell-regionalen Wies’n Gerichten, einer Gebratenen Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle bei Globetrotter sowie als Sonderangebot Münchner Zwiebelfleisch mit Kartoffelpüree auch noch im Bereich Vitality ein Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischem Bohnenreis, ein Gericht das ich hier, hier, hier und hier so oder in ähnlicher Form schon mal gewählt hatte. Und da ich von meiner Gewohnheit Mittwochs Fischgerichte den Vorzug zu geben nicht abkommen wollte, schlug ich hier zu. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Müsliquark als Dessert.

Barschfilet auf karibische Art

Und auch heute war das Gericht mal wieder eine gute Wahl gewesen. Zu einem zarten, absolut grätenfreien Barschfilet, welches auf der Oberseite mit einer dünnen, pikant-scharfen grünlichen Kruste bedeckt war gab es eine ebenfalls leicht pikante Gemüsemischung in der ich vor allem Stangensellerie, Paprika und stückige Tomaten entdeckte sowie eine Portion Vollkornreis, dem einige (meiner Meinung nach zu wenige) Kidneybohnen beigemengt waren. Ein leckeres und mit gerade mal 504kcal auch angenehm leichtes Mittagsgericht, an dem es bis auf den etwas sparsamen Umgang mit Kidneybohnen im Bohnenreis nichts auszusetzen gab. Und auch das Becherchen gesüßtem Naturquarks mit seiner Garnitur aus Haferflocken, Rosinen und anderen Müslikomponenten weckte keinen Grund zur Kritik bei mir.
Der Gros der anderen Kantinengäste hatte heute aber ihre Gunst der Putenoberkeule in Orangenrahmsauce den Vorzug gegeben, die somit den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, welche somit das Zwiebelfleisch noch knapp in ihrer Platzierung übertrumpften. Auf Platz vier folgte schließlich das Barschfilet, welches ich meinte noch etwas häufiger als den vegetarische Gemüsetopf mit Maultaschen auf den Tabletts gesehen zu haben. Das stützt mal wieder meine These dass es vegetarische Gerichte nun mal schwer haben – dabei sah er eigentlich recht verlockend aus. Wäre Mittwoch nicht mein Fischtag hätte ich ihm trotzdem heute wohl den Vorzug gegeben.

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Karibischer Gemüsemix: ++
Reis mit Kidneybohnen: ++
Müsliquark: ++

Pikantes Kartoffelgulasch [11.08.2011]

Heute entschied ich mich spontan für das Vitality-Gericht in Form eines Pikanten Kartoffelgulasch, denn das erschien mit kalorientechnisch am klügsten. Etwas ähnliches hatte ich hier und hier schon mal verzehrt. Natürlich klangen auch die anderen Angebote sehr lecker – sowohl der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten mit Biersauce, dazu Kartoffelknödel als auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art oder Gai Bad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry hatten durchaus ihren gewissen Reiz – aber zum Donnerstag sollte es mal wieder vegetarisch sein. Dazu nahm ich mir noch einen Müsliquark von der Dessert-Theke.

Pikanter Kartoffelgulasch / Zesty potato goulash

In einer pikant gewürzten Tomatensauce mit reichlich provencialisch angehauchten Kräutern fand sich eine bunte Gemüsemischung aus Möhrenwürfeln, dünnen Zucchinischeiben, Erbsen, Blumenkohl, roten und grünen Paprikastreifen sowie kleinen Salzkartoffeln. Eigentlich hatte man es so finde ich eher einen Möhrengulasch nennen können, denn für einen Kartoffelgulasch fand ich dass doch etwas mehr Kartoffeln hätten drin sein können. Lecker war es aber alle mal, ich hatte nichts an dieser wirklich gelungenen Kreation auszusetzen – und das bei gerade mal 392kcal. Und auch der festen Quark mit Garnitur aus Haferflocken, Körnern und etwas Obst erwies sich als gute Wahl, nicht zu süß und mit ausreichend Müsli für die Quarkmenge.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute natürlich der Schweinekrustenbraten am höchsten in der Gunst und landete recht eindeutig auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz drei das Rindergeschnetzelte. Als vegetarische Gericht erlangte das Kartoffelgulasch leider mal wieder nur den vierten Platz. Schade eigentlich, aber das entsprach meinen Erwartungen – ich kenne ja meine Mitesser inzwischen ganz gut. 😉

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgulasch: ++
Müsliquark: ++

Seelachsfilet mit Sauce Bérnaise [17.02.2010]

Passend zum heutigen Aschermittwoch hatte das Betriebsrestaurant sich wieder etwas besonderes ausgedacht. Auf dem Aushang stand unter dem Stichpunkt Tradition der Region nur “Bitte beachten Sie unsere Aschermittwoch Fischkarte!“. Dass Fisch zu Aschermittwoch Tradition ist war mir gar nicht so sehr bewußt, aber wenn man es hier im traditionsbewußten Freistaat Bayern so handhabt wird es wohl so ein. Auf der Fischkarte oder besser gesagt in der berühmten Essensvitrine fanden sich dann auch eine beachtliche Auswahl von Fischgerichten verschiedenster Coleur. Zum einen gab es einen “Fischburger mit Pommes” für die Fastfoodbegeisterten, außerdem einen großen Teller “Miesmuscheln” und des weiteren auch “Seelachfilet mit Sauce Bernaise und Tomatennudeln” und schließlich “Paniertes Fischfilet mit Remoulade und Kartoffelsalat“. Im Bereich Vitaliy gab es zusätzlich “Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse” und bei den Globetrotter-Speisen “Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle“. Damit aber nicht genug: Bei den Asia-Menus bot man außerdem “Kal Tzau Min – Eierreis gebraten mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai Art” und “Praw Wan Plah – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß saurer Sauce” an. Da fiel die Wahl natürlich schwer und ich muß an dieser Stelle zugeben dass ich mit dem Gedanken spielte mich einmal an die Miesmuscheln heran zu wagen, denn ich muß offen und ehrlich zugeben dass ich diese noch nie probiert habe. Aber ob ein Betriebsrestaurant die allerbeste Wahl ist sich an so etwas heran zu wagen? Gut sagen sie ja aus, aber ich entschied mich dann doch für den Lachs mit Sauce Bernaise, den ich mit einem Müsliquark ergänzte.

Seelachsfilet mit Sauce Bernaise

Ich bereute meine Wahl nicht, denn das Lachsfilet war nicht nur riesig, sondern auch sehr zart, grätenlos und wirklich lecker. Ob Sauce Bérnaise zu Fisch passt war mir bis dahin nicht bewusst, aber die Soße aus Butter, Eigelb, Weinessig, Weißwein und Kräutern erwies sich als doch irgendwie passend zu dem Lachsfilet, das auf der unteren Seite auch noch die komplette Haut besaß. Und auch die mit Tomatensauce garnierten Schmetterlingsnudeln (Farfalloni) erwiesen sich als wirklich passende Sättigungsbeilage zu der Gesamtkomposition. Ich bin durch die immense Größe und die Menge mehr als nur satt geworden und hätte den leicht nach Banane schmeckenden Fruchtquark mit Müsligarnitur eigentlich nicht mehr benötigt – verzehrt habe ich ihn aber dennoch und er erwies sich als durchaus schmackhaft, auch wenn sich die Quarkmasse von der Konsistenz her als sehr fest erwies, was das untermischen der Müslis etwas erschwerte.
Einen deutlichen Favoriten unter den anderen Besuchern heute herauszupicken fällt mir wirklich schwer, ich würde aber sagen dass Putenoberkeule und Fischburger ganz vorne mitspielten, Fischfilet mit Kartoffelsalat, Asia-Speisen und Seelachs eng auf. Danach kamen wohl die Farmerkartoffeln. Bei den Miesmuscheln hatte ich erst gezweifelt ob sie überhaupt jemand genommen hatte, aber kurz bevor ich die Kantine verließ entdeckte ich noch vier Besucher, die sich an den Muscheln gütlich taten. Die große Frage ist ob man bei der eher geringen Menge Fleisch in so einer Muschel wirklich satt wird – aber ich werde das bei Gelegenheit auf jeden Fall mal testen – vielleicht gibt es ja morgen die Reste…

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet: ++
Sauce Bérnaise: ++
Tomatennudeln: ++
Müsliquark: ++