Oktoberfest 2012 – und die Befüllung der Maß
25.10.2012 21:14 UncategorizedUnkommentiert
Besser spät als nie, dachte ich mir – daher kommt der diesjährige Beitrag etwas später.
Natürlich war ich auch dieses Jahr wieder beim Oktoberfest gewesen, als Wahlmünchner darf man sich eine solche Veranstaltung natürlich nicht entgehen lassen – auch wenn sich im nunmehr vierten Jahr die ich diese Veranstaltung besuche langsam eine Gewöhnung und Ernüchterung (wenn auch nicht im wortwörtlichen Sinne!) einstellt. Aber soweit dass ich zum Totalverweigerer werde bin ich noch lange nicht – dazu macht es dann doch einfach zu viel Spaß mit den richtigen Leuten durch die Zelte zu ziehen.
Für die Anreise zur Theresienwiese eignen sich natürlich am besten die hiesigen öffentliche Verkehrsmittel, bevorzugt die U-Bahnen der Linie U4 oder U5, die beide eine direkte Haltestelle unterhalb des Festplatzes verfügen. Natürlich sind die Bahnen gut gefüllt, umfallen kann man spätestens ab der Haltestelle Hauptbahnhof nicht mehr, aber es ist wenn man das eine oder andere Maß genießen möchte die unkomplizierteste Möglichkeit. Zumal die Zahl der Parkplätze rund um die Theresienwiese stark eingeschränkt ist und der Bavariaring rund um den Festplatz für den Verkehr gesperrt ist.
Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass ich den Fahrgeschäften dieses Jahr wenig Beachtung geschenkt habe – die paar Male dass ich die Festwiese dieses Jahr besucht habe, hat sich mein Aufenthalt ausschließlich auf die Zeltstraße beschränkt. Daher gibt es dieses Jahr nur ein paar Fotos von diesem Abschnitt der Wiesn – einzig erwähnen möchte ich, dass man das Riesenrad im Jahr 2012 von der Zeltstraßen-Seite weg auf die andere Seite hat umziehen lassen – eine Entscheidung die ich sehr bedaure da man so keine schönen Aufnahmen eben dieser Zeltstraße aus diesem Fahrgeschäft hat machen können. Aber dies nur am Rande erwähnt.
Natürlich sollte man bevor man zur Maß greift erst mal eine Kleinigkeit essen. Dieses Jahr entschieden wir uns spontan dazu, mal Burtschers Bratwursthütt’n auszuprobieren, wo man die übliche Palette an Bratwürsten, Steaks, Fleischpflanzerl und ähnlichen Schlemmereien erhalten konnte.
Nach einigem Abwägen entschied ich mich für eine Weißwurst-Bratwurst im Brötchen, die ich mit etwas Ketchup garnierte. Normalerweise sollte man die Weißwurst der bayrischen Tradition nach ja eigentlich vor Mittag “zuzeln”, aber auch gebraten und im knusprigen Brötchen am frühen Abend verzehrt erwies sie sich als gute schlechte Wahl. Aber Fastfood bleibt natürlich Fastfood…
Zu einem Besuch auf dem Oktoberfest gehört natürlich auch der besuch in den Bierzelten, von denen es ja einige auf den Wiesn gibt. Das größte Problem ist dabei nur, einen Sitzplatz zu finden, der erst einmal als Grundlage dient dass man Getränke oder Speisen bestellen kann.
Am Wochenende kann man das in der Regel komplett vergessen – ich selbst habe auf Besuche an den Freitagen oder Samstagen komplett verzichtet, aber ein Kollege berichtete mir davon dass um 11:00 Uhr Vormittags die meisten Zelte bereits wegen Überfüllung geschlossen waren – und in den Biergärten rund um die Zelte sah es logischerweise auch nicht viel besser aus. Also waren unsere Besuche immer auf verschiedene Wochentage gelegt – und glücklicherweise fanden wir, wenn auch nach einigen Suchen, zumindest in den Biergärten jedes Mal genügend freie Plätze.
Schnell war auch dann immer eine der Servicekräfte zur Stelle, um unsere Bestellungen aufzunehmen und uns in wenigen Minuten mit der einen oder andere Maß zu versorgen. Jedoch ließ der Füllstand der Krüge bis auf seltene Ausnahmen sehr zu wünschen übrig – hier einige Beispiel:

Links: Maß im Biergarten des Hofbräu Festzelt – Rechts: Maß im Biergarten des Käfer Festzelts

Links: Maß im Löwenbräu Festzelt – Rechts: Maß im Paulaner Festzelt
Und auch wenn der Schaum sich gesetzt hat, was die meisten Gäste aber wohl kaum abwarten, ist die Füllmenge immer noch deutlich unter dem Eichstrich. Aber auf Diskussionen über die Füllstände ließen sich die Bedienungen auch gar nicht erst ein – dennoch gab man der Bedienung, auch wenn die Preise eigentlich “nur” zwischen 9,50 und 9,80 Euro pro Maß lagen, immer gleich einen Zehner mit dem Kommentar “Stimmt so.” Aber so ist eben das Oktoberfest und spätestens nach dem zweiten Maß ist es den Meisten glaube ich sowieso egal. ![]()
Mit etwas Glück kann man übrigens auch innerhalb der Zelte einen Platz ergattern. Besonders kleinere Gruppen haben zum einen die Möglichkeit in den öffentlichen Bereichen ein paar freie Plätze zu finden oder sich, später am Abend in die gemieteten Boxen herein zu schmuggeln, wenn die ersten Gäste der häufig bereits seit dem Nachmittag dort feiernden bereits nach Hause gegangen sind. Aber da gehört dann schon ein bisschen Dreistigkeit dazu, gerade weil häufig Männer der Security an den Aufgängen wacht und die zahlenden Gäste ein farbiges Armband tragen. Ist man aber erst einmal drin und hat einen Platz gefunden, wird man erfahrungsgemäß selten wieder vertrieben.
In der Summe kann ich auch dieses Jahr wieder sagen, dass der Besuch, solange man nicht unter Klaustrophobie leidet oder eine Abneigung gegen riesige Menschenmassen hat, auf jeden Fall lohnt. Auch wenn man nichts trinken möchte, lohnt es sich schon alleine um die Atmosphäre mal erlebt zu haben und gegebenenfalls ein wenig in sie einzutauchen. Nur an der vorschriftsgemäßen Füllung der Getränke muss man eindeutig noch arbeiten…
Peking Oper Festival München
14.09.2012 23:48 Uncategorized2 Kommentare
Vor kurzem erfuhr ich über das Internet, dass das National Center for the Performing Arts Beijing auf seiner diesjährigen Europa-Tournee auch hier in München halt macht und am am 12. und 13. September in der Reithalle in der Heßstraße 132 in Schwabing-West zwei Auftritte haben wird. Das wollte ich keinesfalls verpassen – ich bin was diese Kunstform angeht ja noch vollkommen “unbeleckt” – und besorgte für mich und einen Begleiter gleich mal je eine Karte zum Preis von jeweils 29,90 Euro für die Veranstaltung, die dann am gestrigen Donnerstag ab 20:00 Uhr stattfand.
Da wir nicht sicher waren ob es dort genügend Parkplätze gibt und ich mir auch sparen wollte am Abend mit meinem Auto durch die Münchner Innenstadt zu gurken, reisten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und legten von der Tram-Haltestelle Lothstraße die restlichen 600 Meter bis zur Reithalle zu Fuß zurück. Und unsere Entscheidung erwies sich als klug, denn die Parkplätze waren hier oben tatsächlich als recht beschränkt.
Vor der Reithalle und in einem Vorraum, der mit einem Vorhang vom eigentlichen Veranstaltungsbereich abgetrennt war, tummelten sich schon zahlreiche Gäste als wir gegen kurz nach halb acht hier eintrafen. Wie für Veranstaltungen dieser Art üblich wurden in der Vorhalle Erfrischungen und Andenken angeboten sowie einige traditionellen Köstüme ausgestellt. Und zu der Gelegenheit, eine Opernaufführung mit Pekinger Originalbesetzung hier in München zu genießen, hatten sich nicht nur Einheimische eingefunden – etwas mehr als ein Drittel der Gäste kamen eindeutig ursprünglich aus dem Heimatland der Peking-Oper – zumindest was das Aussehen und die verwendete Sprache anging.
Nach kurzem Suchen entdeckten wir dann den Einlass am Rande des Raumes und betraten den hinteren Teil der Veranstaltungshalle. Dort wurden angewiesen – als Inhaber von gekauften Karten von “München-Ticket” – uns irgendwo auf den Stühlen der rechten vorderen Reihen einen Platz zu suchen. Da man hier auf freie Platzwahl gesetzt hatte konnten wir leider nur noch in der neunten Reihe einige freie Plätze ergattern. Hier war die Sicht zwar nicht perfekt, aber noch akzeptabel. Hier wären eine kaskadierte Bestuhlung etwas optimaler gewesen um allen Gäste eine gute Sicht zu bieten – denn es sollte einiges zu sehen geben.
Etwa eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Veranstaltungebeginn betrat schließlich der Journalist und Fernsehmoderator Gerhard Schmitt-Thiel die Bühne und gab den Gästen eine kurze und lehrreiche Einführung in die Kunst der chinesischen Oper. So erfuhren wir dass die Peking-Oper nicht in Peking, sondern in den den chinesischen Provinzen Anhui, Hubei und Shaanxi entstanden ist, wo der Geschichte nach im Jahre 1790 Inspektoren des chinesischen Kaisers darauf Aufmerksam wurden und die Künstler an den Hof des damaligen Kaisers Qianlong einluden, wo diese Form der Aufführung große Erfolge feierten und sich bald auch in der Kultur des normalen Volkes verbreitete. Außerdem sprach er über die vier Tonhöhen der chinesischen Sprache und wie diese mit den Streich- und Blechinstrumenten des begleitenden Orchesters Verwendung finden. Dabei ging er auch, unterstützt von zwei der Schauspieler, auf die Unterschiede des gewöhnlich gesprochenen Chinesisch und der stilisierten Aussprache in der Peking Oper ein. Außerdem wurde erläutert dass man an der Höhe der Plateau-Absätze der Schuhe welche die Schauspieler tragen auf die Bedeutung der dargestellten Person schließen kann. Damit aber genug über die Einführungsveranstaltung – alles kann ich hier sowieso nicht wiedergeben – für einen Peking-Oper-Neuling wie mich waren seine Ausführungen auf jeden Fall ein interessante und auch notwendige Einführung in diese chinesische Kunstform, die für den westlichen Besucher doch im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig erscheint.
Aufgeführt wurden keine ganzen Stücke der Peking Oper – die übrigens zum Teil über 100 Akte lang und über mehrere Tage gehen können – sondern nur ausgewählte Szenen aus verschiedenen Werken mit dem Zweck den Gästen einen Überblick über verschiedene Aspekte dieser Opernform zu geben. Außerdem wies er noch darauf hin, dass man in der Peking Oper nicht klatscht, sondern Ho! ruft um seiner Zustimmung für gutes Schauspiel Ausdruck zu verleihen.
Alle Aufführungen waren natürlich in Chinesisch, zum besseren Verständnis wurden die übersetzten Texte zusätzlich auf einer Tafel seitlich der Bühne angezeigt.
Kommen wir nun zu den einzelnen Stücken, die ich versuchen werde hier mit meinen eigenen Worten und nach meiner Interpretation wiederzugeben (alle Angaben dabei ohne Gewähr):
At the crossroads
Als erstes stand mit At the crossroads, einem Aufzug aus der Yang Saga auf dem Programm. Ich möchte hier natürlich nicht auf alle Details eingehen, die Grundgeschichte aber ist, dass ein Soldat entsendet wird, um einen verbannten und des Mordes verdächtigten ehemaligen General zu beschützen. Dabei macht er Rast in einem Gasthaus und der dortige Wirt denkt, dieser sei gekommen um besagten General zu töten. Es kommt natürlich zum Kampf. Das besondere hier war es, dass nach der eigentlichen Geschichte der Kampf in der Dunkelheit der Nacht stattfindet und beide Schauspieler so agieren als würden sie einander nicht sehen. Die Aufführung war kombiniert mit Elementen von Akrobatik, Martial-Arts, Slapstick und Comedy und daher erntete neben viel Applaus und Ho!-Rufen auch viele Lacher. Eine wunderbare Aufführung die sich wunderbar als Einführung eignete und Lust auf mehr machte.
Farewell my concubine
Das zweite Stück spielt während eines kriegerisches Konfliktes zwischen den Reichen Chu und Han. Der Herrscher des Reiches Chu, Xiang Xu, wird dabei von den Han in einen Hinterhalt gelockt und sieht sich kurz vor der Niederlage. Seine Konkubine Yu erwartet ihm in seinem Palast und versucht mit gutem Zureden und etwas Wein die Sorgen ihres Geliebten zu vertreiben.
Doch Xiang Xu sieht alle Hoffnung verloren und möchte seine geliebte Konkubine freilassen um ihr die Schmach der Niederlage zu ersparen.
Doch Yu möchte nicht von ihrer Majestät getrennt werden und gibt mit Gesang ihrem Kummer Ausdruck bevor sie sich schließlich zu vor ihren Herrscher um ein letztes Mal für ihren Herrscher zu tanzen – ein Tanz mit tödlichem Ausgang.
Ein etwas schwermütigeres Stück, aber alleine durch Gesang, Kostüme und Darstellung auch mehr als Sehenswert.
Es waren inzwischen etwas mehr als eine Stunde vergangen und es wurde eine Pause von fünfzehn Minuten eingelegt. Einige wenige Gäste nutzten die Pause um die Veranstaltung nun zu verlassen – über die Gründe kann ich nur rätseln. Mir persönlich hatte trotz der für europäische Ohren etwas ungewohnt hochtonigen Musik welche die Stücke begleitete das was ich bisher gesehen hatte sehr gefallen, daher wollte ich den Rest natürlich nicht verpassen – anders als mein Begleiter der sich ebenfalls dazu entschloss zu gehen.
Autumn river
Das nach der Pause aufgeführte Stück besaß wieder viele komödiantische Aspekte und zeigte aber auch, welch hohes Maß an Körperbeherrschung die Darsteller solcher Stücke an den Tag legen müssen. Die Hintergrundgeschichte besagte, dass sich der junge Gelehrte Pan Bizheng, nachdem er durch die Beamtenprüfung gefallen ist, in ein Kloster zurückzieht und dort in die junge Nonne Chen verliebt. Doch die Meisterin des Klosters wünscht keine Beziehungen zwischen Fremden und ihren Schützlingen und befiehlt Pan sofort die Mauern des Klosters zu verlassen. Doch Chen beschließt schon bald ihm zu Folgen und kommt bald an den Herbstfluß (Autumn river), den sie überqueren muss um wieder mit ihrem Geliebten vereint zu werden. Doch dazu braucht sie die Hilfe eines alten Fährmanns, der mit seiner launigen Art droht Chens Versuch scheitern zu lassen.
Die Aufführung beginnt mit Chens Ankunft am Flussufer, wo sie bald auf den als alten Mann dargestellten Fährmann trifft und mit ihm zu verhandeln beginnt. Hier zeigte sich ähnlich wie im ersten Stück, wie viele Elemente der Pantomime auch in der Peking-Oper Anwendung finden, denn obwohl das Stück mit gerade mal einem Paddel als einzigem Requisit auskam, verstanden es die beiden Schauspieler auf überaus gelungene Weise durch synchrone Bewegungen auf der Bühne die Bewegungen des Botes zu simulieren. Sei es das Schwanken nach oben und unten wenn einer der Handelnden in das Boot springt oder die Drehbewegungen des Bootes aus dem Fluss während der alte Fährmann rudert – alles erweckte den Eindruck als würden sie sich tatsächlich auf einem Fluss treibend bewegen und nicht nur mit Tippelschritten über die Bühne wandern. Ein nicht nur amüsantes, sondern auch künstlerisch sehr gelungenes Stück, dass zeigte welches hohe Mass an Körperbeherrschung die Darsteller an den Tag legen müssen.
Presenting a pearl on rainbow bridge
Das an Kostümen, Akrobatik, Darstellung und auch Dauer umfangreichste Stück hatte man sich bis zum Schluss aufgehoben. Mit Presenting a pearl on rainbow bridge wurde die Geschichte um die Nymphe (bzw. der chinesischen Entsprechung dazu) Ling Bo dargestellt,
die den Jüngling Bai Yong zufällig auf der Regenbogenbrücke trifft und von seinen Talenten so hingerissen ist, dass sich beide verlieben. Als Zeichen ihrer Hingabe übergibt sie diesem eine Perle, die ihre Liebe symbolisieren soll.
Doch die Liebe zwischen einem mystischen Wesen und einem Sterblichen verstößt gegen die Regeln der Götter und ruft sofort den Himmel auf den Plan, der himmlische Krieger und sogar einen Gott aussendet, um Ling Bos Treiben zu unterbinden.
Was folgt ist ein stark stilisierter, aber was seine Akrobatik und seine Darstellungskraft angeht sehr Eindrucksvoller Kampf zwischen den Scharen des Himmels und der Nymphe Ling Bao mit ihren Kämpfern. In der Folge werden Salti aus dem Stand absolviert, Räder quer über die Bühne und über durch die Luft gewehte Fahnen geschlagen und mit Waffen symbolisierenden Stöcken jongliert. Selbst eine von der westlichen Unterhaltungsindustrie abgestumpfte “Langnase” wie ich musste an diesem Punkt fasziniert und Anerkennend ihren Respekt zollen. Ho !
Allein die akrobatischen Leistungen waren hier wirklich faszinierend, ich war von der Darstellung wahrlich gefesselt.
Leider endete mit dem Abschluss dieses Stückes die heutige Aufführung – es war inzwischen auch schon etwa 23:00 Uhr. Doch ich hätte noch weitaus länger Vorführungen wie dieser Beiwohnen können und war wirklich begeistert. Gleichzeitig bereute ich, nicht auch Karten für die Vorstellung am Vortag erworben zu haben – aber diese Reue kam leider zu spät.
Und meine Meinung schienen viele der anderen Gäste zu teilen, denn es gab tobenden Applaus, standing ovations (oder auch standig ‘ho!’s
) und Töne der Begeisterung zu hören. Auch wenn die musikalische Untermalung wie bereits erwähnt für westliche Ohren etwas gewöhnungsbedürftig ist, so ist die Aufführung alleine auf jeden Fall einen Besuch wert. Leider gehören Stücke der Peking-Oper ja nun leider nicht zum Standard-Repertoire von westlichen Theatern, aber sollte sich mir die Gelegenheit bieten erneut so eine Veranstaltung zu besuchen, würde ich keinen Moment zögern – auch wenn ich mir ein Stück in mehr als 100 Akten oder über mehrere Tage (wie es ja bei der Peking-Oper angeblich vorkommen kann) etwas anstrengend vorstelle. Vielleicht ist so etwas nicht jedermanns Geschmack, aber mir hat es sehr gefallen und ich kann jedem der die Gelegenheit hat eine Aufführung des National Center for the Performing Arts Beijing hier in Deutschland zu besuchen nur empfehlen, diese auch wahrzunehmen. Es lohnt sich…
In diesem Sinne: 晚安 (Wǎn’an = Gute Nacht) ![]()
Schwabing & Englischer Garten – Photowalk 07.08.2012
7.08.2012 23:33 UncategorizedUnkommentiert
Nach eine weiteren Wochenende an dem ich anderes zu tun hatte als weitere Photowalks durchzuführen entschied ich mich am heutigen Dienstag nun wieder dazu, meine Erkundungen per pedes von München fortzusetzen. Spontan entschied ich mich dabei, mich mal in Richtung Schwabing zu wenden und den Rest auf mich zukommen zu lassen.
Die Strecke
Streckenlänge: ca. 11km
Dauer: ca. 2 1/4 Stunden
Als Startpunkt wählte ich mal wieder den S-Bahnhof Leuchtenbergring, von dem aus ich mich in Richtung Norden wandte und dann der Einsteinstraße folgte. Nachdem ich die Kreuzung an der Grillparzer Straße überquert hatte
ging es weiter bis ich den Max-Weber-Platz erreichte
und schließlich am Maximilianeum (über das ich ja bereits hier berichtet hatte) vorbei. Dennoch nutzte ich die Gelegenheit, mir die Figuren auf dem mittleren Teil des Gebäudes mal genauer anzusehen. Hier handelt es sich um die Siegesgöttin Nike mit Girlanden und Palmzweig, die von zwei Viktorien flankiert wird. Darunter sehen wir ein Mosaik, das die Stiftung des Benediktinerklosters und Ritterhauses Ettal am 28. April 1330 durch Ludwig den Bayern. Das Kloster Ettal hatte ich übrigens hier schon mal besucht und darüber berichtet.
Nachdem ich die Maximiliansbrücke überquert hatte
erreichte ich kurz darauf das Maxmonument an der Maximilianstraße über das ich ja in diesem Beitrag schon mal ausführlicher geschrieben hatte. Damals hatte ich aber zwar über die vier Herrschertugenden in stilisierter Form von klassischen Figuren am Sockel der Figur berichtet, sie aber noch nicht dargestellt. Dies möchte ich nun hier kurz nachholen.

Herrschertugenden – Links: Stärke – Rechts: Gerechtigkeit

Herrschertugenden – Links: Friedensliebe – Rechts: Gerechtigkeit
Am Maximiliansforum an der Maximilianstraße bog ich schließlich in den Karl-Scharnagl-Ring ab
und erreichte so schließlich die Bayrische Staatskanzlei über die ich in meinem meiner ersten großen Rundgänge durch München detaillierter Berichtet hatte.
Es ging nun weiter in Richtung Englischer Garten, wo ich das Haus der Kunst passierte.
Wie ich erfuhr wurde dieses Gebäude bereits 1931 als Ersatz für den Glaspalast im Alten Botanischen Garten an eben dieser Stelle errichtet werden sollte. Über den Glaspalast und den daraus stammenden Glaspalastbrunnen hatte ich in diesem Beitag ja schon mal berichtet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde der Bauplatz jedoch von Hitler persönlich an diese Stelle am südlichen Ende des Englischen Gartens an der Prinzregentenstraße befohlen, ab dem 15. Oktober 1933 in der für damals typischen, klassizistisch angehauchten und mit Naturstein verklinkerter Stahlbetonbauweise errichtet und am 18. Juli 1937 schließlich von eröffnet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als Offizierskasino genutzt und in seinem Inneren sogar ein Basketballfeld eingerichtet. Ab 1949 wurde das Haus der Kunst dann wieder für Kunstausstellungen genutzt.
Wenig später überquerte ich die Von-der-Tann-Straße und ging über die Königinenstraße ein Stück am Englischen Garten entlang, wobei ich das hier gelegene Amerikanische Generalkonsulat von München passierte.
Ich folgte denn der direkt hinter dem Konsulat abbiegenden Schönfeldstraße und kam so schließlich am Bayrischen Hauptstaatsarchiv vorbei, wo zahlreiche Akten, Dokumente, Urkunden und Pläane aus der Zeit des ehemaligen Herzogtums, des Kurfürstentums und des Königreichs sowie des heutigen Freistaates Bayern lagern. Auf dem davor befindlichen Ehrenhof sehen wir dabei auch das Pferdestandbild für die deutsche Kavallerie 1870–1945 des Bildhauers Bernhard Bleeker.
Kurz darauf erreichte ich die Ludwigstraße und folgte ihr weiter in Richtung Norden, wo ich bald die bayrische Staatsbibliothek erreichte.
Am Eingang der Nationalbibliothek sehen wir eine Figurengruppe, die die Münchner gerne als die Vier Heiligen Dreikönige bezeichnen.
Es handelt sich dabei (von links nach rechts) um Thukydides, den Begründer der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung, den Dichter Homer der die Illias und die Odysee geschrieben hat, den Philosophen Aristoteles und schließlich den antiken Arzt Hippokrates. Diese Statuen stammen übrigens von Ludwig von Schwanthaler (1802 – 1848) dem Bildhauer dem wir unter anderem auch die Bavaria-Statue an der Theresienwiese zu verdanken haben.
Gleich neben der Nationalbibliothek sah ich die dann auch schon die katholische Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig (Ludwigskirche) auftauchen. Das zwischen 1829 und 1844 (mit einer kleinen Unterbrechung um 1832 bis 1835) unter dem bayrischen König Ludwig I. im klassizistisch-romantischen Rundbogenstil nach den Plänen von Friedrich von Gärtner (sh. dazu auch meinen Bericht über den Gärtnerplatz) errichtete Gebäude besitzt in seiner Haupthalle übrigens über das zweitgrößte Altarfresko der Welt, gestaltet von dem deutschen Maler Peter von Cornelius.
Über dem Haupttor der Ludwigskirche finden wir außerdem eine ebenfalls von Peter von Cornelius gestaltete und in Kalkstein ausgeführte Figurengruppe, welche die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes mit Christus in ihrer Mitte darstellt.
Direkt hinter der Ludwigskirche beginnt schließlich die berühmte Ludwig-Maximilians-Universität, die 1472 als erste Universität in Bayern von Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut ursprünglich in Ingolstadt gegründet wurde, zu Beginn des 19ten Jahrhunderts aufgrund der Bedrohung durch die Franzosen unter Napoleon von Kurfürst Maximilian I. Joseph nach Landshut und 1826 schließlich in von König Ludwig I. in die Landeshauptstadt München verlegt. Die heutigen Gebäude, darunter das auch von Friedrich Gärtner entworfene Hauptgebäude, wurden schließlich 1840 fertiggestellt und die Universität zog aus ihrer temporären Unterbringung im Jesuitenkolleg in der Neuhauser Straße endgültig hier her. Die restlichen Gebäude wurden in den Folgejahren errichtete.
Der Platz auf der linken Seite heißt Geschwister-Scholl-Platz, benannt nach den Hans und Sophie Scholl die als Münchner Studenten und Mitglieder der Widerstandsbewegung Weiße Rose, welche Flugblätter mit Aufruf zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf dem Unigelände verteilten, dabei vom Hausmeister entdeckt, an die Gestapo ausgeliefert und schließlich zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden.
Der andere Teil dieses Platzes an der Ludwigsstraße ist nach dem Universitätsprofessor Kurt Huber, der gemeinsam mit den Geschwistern Scholl die Texte für die Flugblätter entwickelte und ebenfalls 1943 hingerichtet wurde.
Direkt hinter den Gebäuden der Universität liegt schließlich das Siegestor, einen Triumphbogen an de die Ludwigsstraße (der ich bisher gefolgt bin) endet und die Leopoldstraße beginnt. Das im Auftrag des Bayrischen Königs Ludwig I. errichtete und ebenfalls von dem in diesem Text bereits häufiger genannten Friedrich von Gärtner entworfene und dem Konstantinbogen in Rom nachempfundenen Monument, das ebenfalls wie die Feldherrenhalle aus Kelkheimer Sandstein errichtet wurde. Die Inschrift “
em Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend.” auf der Rückseite wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg nach einem Enwurf des Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizisten und Diplomaten Wilhelm Hausenstein angebracht.
Auf der Spitze des Siegestores thront schließlich eine Quadriga, also ein Vierergespann, welches die Bavaria gezogen von vier Löwen darstellt. Ursprünglich blickte sie in Richtung der zur Zeit der Errichtung hier gelegenen, offenen Felder, dem siegreichen bayrischen Heere entgegen – daher auch die hiesige Inschrift “Dem Bayrischen Heere“.
Ich folgte nun weiter der Allee der Leopoldstraße, die auch hier schon von zahlreichen Restaurants, Bars und Café gesäumt wird – ich war nun endgültig in Schwabing angekommen. Bald schon passierte ich die 17 Meter hohe Plastik Walking Man, die hier 1995 von dem amerikanischen Künstler Jonathan Borofsky vor dem Hauptgebäude der Münchner Rückversicherung errichtet wurde. Die 16 Tonnen schwere besteht aus einer mit glasfaserverstärkten Kunststoff ummantelten Stahlkonstruktion stellt, wie der Name schon vermuten lässt, einen gehenden Menschen dar.
Wenig später erreichte ich die Münchner Freiheit, einen Platz in Schwabing den man nicht mit der gleichnamigen Popband aus der Mitte der 1980er Jahre verwechseln sollte. ![]()
Ursprünglich hieß der Platz mal Feilitzschplatz nach der hier in die Leopoldstraße mündenden Feilitzschstraße, ab 1933 hieß er Danziger Freiheit und ab 1947 schließlich Münchner Freiheit. Neben seiner Eigenschaft als wichtiger Verkehrsknotenpunkt an dem zwei U-Bahn-Linien, die Tramlinie 23 und mehrere Buslinien verkehren ist dieser Platz vor allem wegen der im Jahre 2009 vom Aachener Architekturbüre Ox2 errichteten, futuristischen aus 18 Stützpfeilern bestehende Stahldachkonstruktion des Busbahnhofs, welche eine wirklicher Blickfang bildet.
An der Münchner Freiheit wandte ich mich in Richtung Englischer Garten und bog ich schließlich in Feilitzschstraße ab – eine kleinere Seitenstraße die von zahlreichen Bäumen flankiert wurde. Hier und in den anderen Seitenstraßen fanden sich viele weitere Kneipen, Pubs und Cafés – sehr hübsch – Schwabing ist nicht umsonst als ein beliebtes Ausgeh-Viertel Münchens bekannt.
Schließlich erreichte ich den Englischen Garten am westlichen Ufer des Kleinhesseloher Sees etwa in Höhe der Königsinsel und der etwas weiter nördlich gelegenen Kurfürsteninsel.
Und obwohl das Wetter heute eher durchwachsen und kühl war, tummelten sich auf den Wiesen im Englischen Garten wieder unzählige Leute, die hier einfach abhingen oder irgendwelchen sportlichen Aktivitäten nachgingen.
Ein Stück weiter unten konnte man am anderen Seeufer auch den Biergarten Am Seehaus erkennen, über den ich ja bereits in meinem ersten großen Photowalk durch den Englischen Garten berichtet hatte. Doch heute sollte dieser nicht mein Ziel sein.
Mein Weg führte mich nun bis zur Südspitze des Kleinhesseloher Sees und anschließend quer durch den Englischen Garten. Nach einiger Zeit folgte ich einem Pfad der, im Nachhinein gesehen, wohl eher für Pferde und ihre Reiter gedacht war. Aber von denen war aktuell nichts auf dem Parkgelände zu sehen. Bald schon kam ich an einer älteren Linde vorbei
in deren Rinde ein Marienbildnis und ein Rosenkranz eingelassen waren. Wohl eine Marienlinde oder so etwas.
Ein kleines Stück weiter entdeckte ich des weiteren eine seltsame Konstruktion aus Zweigen und einer Sonnenbrille zwischen zwei Bäumen, die mich einen Moment an Kunst im öffentlichen Raum denken ließ – aber ich vermute eher dass es sich hier mehr um ein spontanes “Kunstwerk” einiger Gäste des Parks handelte.
Über eine Fußgängerbrücke, die auf gewundenem Wege die Ifflandstraße überwand und vom Ostende des Englischen Gartens bis auf den Isarring führt, verließ ich schließlich die Parkanlage
und stand so wenig später an der John-F-Kennedy-Brücke, die mich über die Isar führen sollte.
Was folgte war eine lange “
urststrecke” direkt am Isarring entlang – links die stark befahrene Straße des mittleren Rings und Rechts hohe Schallschutzwände -
bis ich letztlich wieder am Effnerplatz stand, wo ja wie ich hier bereits berichtete die Installation Mae West der Amerikanischen Künstlerin Rita McBride zu finden ist.
Was ich damals noch nicht erwähnt hatte war, dass sich hier am Effnerplatz auch das Rumänienhaus befindet, welches das Generalkonsulat von Rumänien hier in München beherbergt.
Kurz darauf passierte ich wieder das Hypo-Haus, jenes Bürogebäude der Hypovereinsbank und aktuell zweithöchstes Bürogebäude Münchens
und folgte dann der Denninger Straße weiter in Richtung Süden
bis ich schließlich – es dämmerte schon – die Einsteinstraße mit seinem Einkaufzentrum dasEinstein erreichte.
Von hier aus war es nur noch ein Katzensprung bis zum S-Bahnhof Leuchtenbergring mit seinen steril wirkenden, gekachelten Tunnelwänden, von wo aus man zu den Gleisen hinauf steigen konnte.
Somit hatte ich meine Rundgang für heute beendet. Mit etwas mehr als 11 Kilometern wieder kein neuer Rekord, aber doch ausreichend um sagen zu können das ich mich ausreichend bewegt hatte. Und es gibt immer noch viele Gegenden von München die es zu entdecken gilt – ich bin also gespannt wo es mich das nächste Mal hin verschlagen wird.
Westpark über Theresienwiese bis Orleansplatz – Photowalk 03.08.2012
3.08.2012 23:21 UncategorizedUnkommentiert
Auch an diesem Freitag wollte ich meine Erkundungen von München fortsetzen und entschied mich nach einem kurzen Blick auf die Karte dazu, mir mal den Westpark anzusehen.
Die Strecke
Streckenlänge: 12,2km
Dauer: ca. 2 3/4 Stunden
Als Startpunkt wählte ich dieses mal den U-Bahnhof Holzapfelkreuth an der Fürstenrieder Straße an der Grenze zwischen den Münchner Stadtteilen Sendling-Westpark und Hadern.
Von hier aus bewegte ich mich ein Stück Richtung Norden und bog dann in die Andreas-Vöst-Straße ein, die mich schließlich zum südwestlichen Ende des Westparks führte.
Der Münchner Westpark wurde hier anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung im Jahr 1983 hier angelegt und seit Ende der Veranstaltung für jedermann frei zugänglich. Das Gelände mit seinen 69 Hektar Gesamtfläche hat seine größte Ausdehnung von 2,4km in der Ost-West-Achse.
Das erste Objekt was ich nun sah nachdem ich einen Stück in den Park hinein gegangen war, war das sogenannte Theatron, eine stufenförmige Vertiefung mit einigen schattenspendenden Bäumen am Rande.
Wie der Name schon aussagt ist die kleine, wie ein Amphitheater angelegte Anlage für Veranstaltungen aller Art gedacht und scheint auch tatsächlich dafür genutzt zu werden. Eine kurze Google-Suche zeigte, dass sie tatsächlich für Events genutzt wird. Aktuell war jedoch nichts los hier, also zog ich weiter.
Etwas nördlich des Theatron war ein kleiner Garten angelegt, der laut Karte wohl primär den Iris- & Liliengewächsen gewidmet sein soll. Trotz Hochsommer im August wirkte er aber etwas verwildert als ich mich durch die kleine Anlage bewegte. Trotzdem ganz hübsch, auch wenn natürlich nicht mit dem gepflegten Botanischen Garten in Nymphenburg vergleichbar ist.
Vorbei an einigen Sitzecken und weiteren Bepflanzungen, an deren Rändern sich einige Gänse tummelten
erreichte ich schließlich den Rand des westlichen Sees, der mit seinem grünlichen, brackig wirkenden Wasser zwar nicht gerade zum Schwimmen einlud, aber das Landschaftsbild dennoch auflockerte.
Von hier aus wollte ich den See über die nördliche Route passieren, da ich wusste dass dort wohl eine Art Seebühne sein soll. Also wandte ich mich in diese Richtung. Vorbei an im Kunsstil der frühen 1980er Jahre gestalteten Pflanztöpfen
und dem Restaurant Rosengarten an ebendiesem Rosengarten des Westparks
bewegte ich mich schließlich über einen leicht ansteigenden Weg weiter in Richtung Norden und passierte bald die durch Graffiti verunstaltete Skulptur Terrasse des französischen Künstlers Jean Clareboudt (1944-1997).
An die wie ein Amphitheater angelgte Seebühne mit ihren 1200 Sitzplätzen kam ich dann leider aber nicht heran, da hier aktuell mit der Veranstaltung Kino, Mond und Sterne ein Freiluftkino geboten wird und ich hätte Eintritt bezahlen müssen. Also wandte ich mich weiter in Richtung Süden und erreichte bald schon asiatischen Bereich des ehemaligen Gartenbau-Ausstellung von 1983, wo mit als erstes natürlich die Thai-Sala (Sala = offener Pavillion) mit ihrer Budda-Statue ins Auge fiel.
Direkt gegenüber befindet sich die Nepal-Pagode, von den ich allerdings nur eine etwas unscharfe Aufnahme habe, die ich aber dennoch dem Leser nicht vorenthalten will.

Nepal-Pagode – Westpark
Etwas südöstlich davon befindet sich schließlich der ummauerte Chinesische Garten mit seinen für die dortige Architektur typischen, geschwungenen Dächern auf den Maueranlagen und den darin befindlichen Pavillons.
Westlich, direkt am See gelegen, gibt es außerdem noch einen japanischen Garten mit dem für diesen Kulturkreis typischen Steingarten-Bepflanzungen, einem See, darin gelegenen Laternen und einer kleinen Holzplattform mitten im See.
Neben dem Japanischen Garten konnte ich dann auch endlich einen, wenn auch entfernten, Blick auf die Seebühne werfen. Bei dem weißen Rahmen im Wasser vor der Seebühne handelt es sich übrigens um das Kunstwerk Wasserwand des Bidhauers Alf Lechner und soll die Diagonale eines Würfels darstellen, der sich aus dem Wasserfall und seiner Spiegelung im See ergibt.
Auf der großen Wiese südwestlich des Sees konnte ich des weiteren eine größere Menschenmenge beobachten, die sich mit körperlichen Ertüchtigung beschäftigte. Wie ich durch die Recherche im Rahmen dieses Beitrags erfuhr, handelt es sich dabei wohl um kostenlose, im Sommer täglich angebotene Gymnastik-Übungen unter fachlicher Anleitung handelt. Ein wirklich begrüßenswertes Angebot, das ich leider nicht nutzen konnte da ich dummerweise meinen Trainingsanzug und meine Iso-Matte vergessen hatte.
Vorbei an größeren Gruppen von Gänsen, die sich auf den Wiesen und unter den Bäumen tummelten
erreichte ich schließlich das Bayerwaldhaus, ein historisches Bauernhaus von 1747 aus dem Bayerischen Wald, das anlässlich der Gartenbauausstellung aus dem Museumsdorf in Tittling in den Westpark gebracht worden war und hier verblieben ist. Hier gibt es neben einem traditionellem Garten vor dem Haus auch im Inneren veranstaltete monatliche Volksmusik-Veranstaltungen des bayrischen Volksmusikarchives zum Mitsingen.
Kurz darauf erreichte kam ich an die Brücke über die Garmischer Straße, einem Teil des Mittleren Rings, der den Westpark in einen westlichen und einen östlichen Bereich zerteilt. Am Eingang zu der Brücke steht ein großer, mit Kletterpflanzen bewachsener Stahlgitter-Bogen, der wie ich erst hinterher feststellte ebenfalls eines von drei zusammengehörenden Kunstwerken des Münchner Künstlers Johannes Leismüller mit der Bezeichnung Raumbögen ist. Die beiden anderen Bögen auf der anderen Brückenseite habe ich daher wohl leider übersehen.
Von der Brücke kann man schließlich auf den Mittleren Ring an der Garmischer Straße Blicken, der hier aktuell Baustelle ist. Im Norden kann man des weiteren den Olympiaturm im Olympiapark erkennen.
Kurz hinter der Brücke fiel mein Blick auf einen auf einer Wiese aufgestellten Ring auf einer ca 3 Meter hohen Stange. Zuerst dachte ich es handelt sich hierbei um ein weiteres Werk der Kunst im öffentlichen Raum – bei näherer Betrachtung stellte sich jedoch dabei heraus dass es wohl um ein Gerät für Ballspiele handelt.
Durch eine mit zahlreichen schattenspendenden Bäumen bewachsene Parklandschaft wandte ich mich nun weiter in Richtung Osten
und erreichte schließlich die ersten Ausläufer des östlichen Sees.
Ein Stück weiter konnte ich schließlich eine kleine Halbinsel entdecken, die mit zahlreichen Tischen und Stühlen bestellt war. Wie sich wenig später herausstellte handelte es sich hierbei um das See-Café, in dem jedoch, wohl aufgrund des eher durchwachsenen Wetters, nur einige wenige Gäste saßen.
Vorbei an einem kleinen Wasserfall
erreichte ich schließlich den Mollsee. In diesem Teil standen früher wohl die Ausstellungshallen der IGA 1983. Im Jahr 1992 wurde hier durch den Bauunternehmer Leonhard Moll (daher auch Mollsee) die Wohnanlage Hansapark sowie eine Erweiterung des Westparks durchgeführt. Das wäre mir, hätte ich es nicht gelesen, gar nicht aufgefallen, da sich die hier befindlichen Anlagen wunderbar in den Park einfügten.
Ich passierte nun mit dem Werk Die Arche des Künstlers Steffen Schuster, das 15 Tierfiguren in einem stilisierten Schiffskörper darstellt, aber aktuell beschädigt ist, da im unteren rechten Teil eine Nashorn-Figur fehlt.
Das nächste Kunstwerk, eine kugelartige Skulptur aus verchromten Stahlrohren, konnte ich leider keinem Künstler zuordnen, aber das soll mich nicht daran hindern sie hier kurz zu zeigen.
Nördlich passierte ich schließlich die Wohnanlage Hansapark
und verließ den Park schließlich durch eine kleine Passage am Leonhard-Moll-Bogen.
Wenig später erreichte ich den Mittleren Ring wieder an der Garmischer Straße und folgte ihm bis zum Heimaranplatz, wo auch das Sharaton München Westpark zu finden ist.
Eigentlich hatte ich überlegt, hier wieder in die U-Bahn mit den Linien U4 und U5 verkehren, doch ich entschloss mich noch weiter zu gehen und bog in die Heimaranstraße ab, über die ich schließlich die Ganghofer Straße am Georg-Freundorfer-Platz erreichte.
Wo ich schon mal hier war, konnte ich mir auch gleich mal den nahen Bavariapark ansehen. Also wandte ich mich ein Stück die Ganghofer Straße entlang und erreichte über die kurze Ben-Chorin-Straße schließlich den eher kleinen Bavariapark, an dessem Rand mich einige Skulpturen eben dieser stilisierten Symbolfigur und weltlichen Patronin von Bayern begrüßten.
Viel gab es hier sonst aber nicht zu sehen, also durchquerte ich den kleinen Park im nördlichen Bereich
und erreichte wenig später das Verkehrszentrum des Deutschen Museums, eine Außenstelle des auf der Museumsinsel befindlichen Hauptmuseums in dem man alles zum Thema Mobiliät und Verkehr bestaunen kann.
Hier findet sich auch die Sweet Brown Snail, ein Kunstwerk das der inzwischen verstorbene amerikanische Künstler Jason Rhoades in Zusammenarbeit mit seinem Landsmann und Performancekünstler Paul McCarthy hier aufgestellt hat. Die 29fache Vergrößerung einer Schnecke aus bemalten Fiberglas gilt als ironisches Zeichen im Zeitalter der stetigen Beschleunigung gegenüber des Verkehrszentrums.
Und natürlich darf auch hier am Bavariapark der übliche Biergarten mit seinem Maibaum nicht fehlen.
Ich passierte eine Kongresshalle
und einige im freien aufgestellte Elektroloks, die Besucher wohl auf das dahinter liegende Verkehrszentrum des Deutschen Museums hinweisen sollen,
und erreichte schließlich die große Bavaria-Statue vor der Ruhmeshalle an der Theresienwiese, über die ich ja schon mehrfach im Rahmen meiner Berichte von den Oktoberfesten der letzten Jahre geschrieben habe.
Eigentlich war es mein Plan gewesen, nun quer über die Theresienwiese zu gehen. Doch da bereits jetzt, Anfang August, die Aufbauarbeiten für die Festzelte des kommenden Oktoberfests in vollem Gange waren und das Gelände mit Bauzäunen abgesperrt war, musste ich einen kleinen Umweg nehmen. Gut, wenn man es drauf angelegt hätte wäre man vielleicht auch auf das Gelände gekommen – aber man muss ja keinen Ärger herausfordern falls sich dort irgendwo Sicherheitsleute rumtrieben.
Also ging ich ein Stück nach Norden und passierte der dortige Hacker Pschorr Brauhaus
und der von 1892 und 1906 im neugotischen Stil errichteten, katholischen St. Paul Pfarrkirche, die mit ihrem 47 Meter hohen Glockenturm übrigens die zweithöchste Kirch in München ist, gleich nach dem Liebfrauendom (im Volksmund meist Frauenkirche genannt) nahe des Marienplatz, dessen beiden Türme über 48 Meter hoch sind.
Von dieser Seite sah die Theresienwiese übrigens recht offen aus, aber ich denke mal dass es dennoch besser war nicht über eine Baustelle zu laufen.
Wenig später bog ich in die Pettenkofer Straße ab, die mich weiter in Richtung Osten führen sollte.
Ein Stück weiter in dieser Straße liegt übrigens auch die Medizinische Klink und Poliklinik IV, die auf die 1820 von Franz Reisinger gegründete Poliklinik an diesem Standort zurückzuführen ist. Die Pettenkoferstraße wird hier zur künstlichen Sackgasse, wahrscheinlich um die Patienten nicht durch den Durchgangsverkehr zu stören.
Und auch das letzte Stück der Petenkoferstraße ist wieder eine Sackgasse – zumindest für den Fahrzeugverkehr. Fußgänger wie ich können unter dem vor Kopf liegenden Gebäude zum Sendlinger-Tor-Platz durchgehen.
So kam ich schließlich auf den Sendlinger-Tor-Platz mit dem 1972 von Heiner Schumann (dem Bildhauer, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fußballspieler und Trainer) errichteten Brunnen. Mit 18,60 Metern Durchmesser und einer Gesamtfläche von 320 Quadratmetern ist dieser Brunnen mit seinen 3,50 Meter hoch strahlenden Fontainen eine der größten Brunnenanlagen hier in Müchen.
Nachdem ich die hier verlaufende, mehrspurige Sonnenstraße überquert hatte, erreichte ich schließlich das eigentliche Sendlinger Tor, das südlichste der fünf erhaltenen Stadttore Münchens. Insgesamt hat es wohl mal 21 Stadttore gegeben, aber neben dem Sendlinger Tor sind nur noch das Isartor, das Maxtor, das Karlstor und das Talburgtor erhalten geblieben.
Außerdem befinden sich hier das 1913 von Carl Gabriel eröffnete Filmtheater Sendlinger Tor, das wohl zu den ältesten noch in Betrieb befindliche Lichtspielhäusern in München zählt und natürlich über einen kleinen Biergarten direkt vor dem Theater verfügt.
Ich folgte nun ein Stück der Sendlinger Straße, die vom Sendlinger Tor bis kurz vor den Marienplatz führt. Doch wie ich hier schon bemerkte, bewegte ich mich mal wieder in typischen Touristengebiet, wo angetrunkene, meist englischsprachige Jugendliche und junge Erwachsene in schlecht sitzenden Lederhosen versuchten, das Oktoberfest bereits jetzt zu feiern. Daher bog ich kurz vor der St.-Nepomuk-Kirche in die Schmidstraße ab. Die St.-Nepomuk-Kirche wird im Volksmund übrigens meist als Asamkirche bezeichnet, benannt nach den Brüdern Asam, zwei Bildhauern, Stuckateuren, Malern und Architekten die hier eines der bedeutendsten Werke des süddeutschen Spätbarocks geschaffen haben.
Als ich die Straße Oberanger erreichte, weckte ein gläsernes Konstrukt mein Interesse. Wie sich herausstellte handelt es sich dabei um das erst letztes Jahre am 30. Mai 2011 an die Öffentlichkeit übergebene und begehbare Kurt-Eisner-Denkmal der Künstlerin Rotraut Fischer, an dessen Stirnseite Eisners Ausspruch “Jedes Menschenleben soll heilig sein” aufgedruckt ist. Der 1867 in Berlin geborene Kurt Eisner war ein sozialistischer deutscher Politiker und erster Ministerpräsident des von ihm nach der deutschen Novemberrevolution ausgerufenen Freistaats Bayern. Er wurde am 21. Februar 1919 von Anton Graf von Arco auf Valley der dem völkisch-nationalen Umfeld der Thule-Gesellschaft nahe stand auf der Promenadenstraße (heute Kardinal-Faulhaber-Straße) erschossen.
Nun überquerte ich den Oberanger und erreichte über die Klosterhofstraße den St.-Jakobs-Platz, wo sich unter anderem das im März 2007 eröffnete Jüdische Museum und Gemeindezentrum von München befindet.
Direkt daneben wurde im Jahr 2006 bereits die neue Hauptsynagoge von München errichtete, ein kubistischer, moderner Bau der ebenso wie das Jüdische Museum vom Architekturbüro Wandel, Hoefer und Lorch aus Saarbrücken entworfen wurde, einem Architektenteam das bereits die neue Synagoge in Dresden entworfen hatte.
Vorbei an der Schrannenhalle erreichte ich wenig später den Viktualienmarkt
und zog dann weiter zum Isartor. Es war inzwischen schon Viertel vor Neun und die wochenendliche Sperrung der S-Bahn Stammstrecke war bereits in Kraft getreten, daher konnte ich hier nicht einfach in die S-Bahn einsteigen und weiter fahren. Zwar gab es Ersatzverkehr mit Bussen, doch ich entschloss mich weiter zu Fuß zu gehen.
Über die Zweibrückenstraße erreichte ich schließlich die die Ludwigsbrücke, die ich überquerte und bis zum Gassteig weiter ging
um dort in die Rosenheimer Straße einzubiegen und ihr bis zum Rosenheimer Platz zu folgen.
Weiter gings in die Weißenburger Straße, wo ich über den Weißenburger und den Pariser Platz den Orleansplatz erreichen wollte, mein heutiges Ziel. Am Weißenburger Platz machte ich ein letztes Bild für heute von dem dort illuminierten Glaspalastbrunnen, über den ich mich hier ja schon mal ausgelassen habe.
Inzwischen war es auch zu dunkel, um ohne Stativ gute Aufnahmen machen zu können. Also durchquerte ich wie schon so häufig zuvor das Franzosenviertel um vom Ostbahnhof aus, von wo aus wieder S-Bahnen fuhren den Heimweg anzutreten. Mit 12,2km kein neuer Rekord, aber dennoch ein wirklich interessanter Photowalk, der mir wieder neue Teile von München gezeigt hat. Mal schauen wo es mich das nächste Mal hin verschlägt…
Photowalk München Oberföhring 30.07.2012
30.07.2012 23:19 Uncategorized1 Kommentar
Nachdem ich kürzere, nicht erwähnenswerte Spaziergänge durchgeführt und am Wochenende andere Pläne verfolgt hatte, wollte ich am Montag nun wieder eine größere Aktion in Angriff nehmen.
Die Strecke
Streckenlänge: ca. 13km
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten
Startpunkt war wie zuvor auch der S-Bahnhof Leuchtenbergring, von wo aus ich mich nach Norden wandte und der Richard-Strauss-Straße immer auf der rechten Seite folgte bis ich schließlich das Hypo-Hochhaus erreichte, über das ich mich ja in Bericht über diesen Photowalk bereits ausgelassen hatte.
Doch dieses Mal wandte ich mich nicht nach links in die Denninger Straße, sondern bewegte mich weiter in Richtung Norden, wo ich bald den Effnerplatz erreichte, benannt nach zwei Münchner Prominenten, nämlich dem Baumeister Joseph Effner und dem Gartengestalter Carl von Effner. Hier an einem wichtigen Verkehrspunkt des Münchner Stadtteils Bogenhausen hat die us-amerikanische Bildhauerin und Installationskünstlerin Rita McBride die nach der gleichnamigen Schauspielerin und Drehbuchautorin (1893 – 1980) benannte Installation Mae West errichtet – eine 52 Meter hohe Kohlenstofffaser-Konstruktion die aus 32 Rohren errichtet wurde und welche hier am 30. Januar 2011 fertiggestellt wurde. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit an die Zeit wo ich hier während meiner Pendelzeit vorbei fuhr und die Bauarbeiten beobachten konnte.
Über eine längere, visuell eher uninteressante Strecke am Isarring entlang erreichte ich schließlich die John-F-Kennedy-Brücke, welche den Mittleren Ring – zu dem auch der Isarring gehört – durch über die Isar und durch den Englischen Garten führt. Die nördlichste Brücke des Münchner Innenstadtbereiches, die als erste Brücke nicht den Namen eines bayrischen Königs, sondern eines amerikanischen Präsidenten führt. Ursprünglich sollte sie Herzog Heinrich Brücke heißen, doch nach dem Attentat in Dallas erhielt sie diesen Namen und den Namen des Herzog Heinrich erhielt die nördlichere Brücke am Föhringer Ring. Kennedy selbst war aber nie in München, die Abschlußarbeit seines Studium (Senior Thesis) hatte aber den Titel “Appeasement at Munich” und behandelte die Langsamkeit der Verhandlungen des NS-Regimes mit England vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs.
Ich überquerte die Brücke jedoch nichts, sondern wandte mich auf der Heinrich-Mann-Allee, einem Fuß- und Fahrradweg entlang der Isar in Richtung Norden – immer noch östlich der Isar und benannt nach dem gleichnamigen Schriftstellers des vielleicht noch bekannteren Schriftstellers Heinrich Mann.
Wenig später erreichte ich das Oberföhringer Sperrwerk, das ich ja hier in meinem Bericht über den Englischen Garten, Kleinhesseloher See und den Biergarten Aumeister bereits ausgelassen hatte.
Vonhier startet ja wie man weiß der Isarkanal, der nach etwa 64 Kilometern bei Landshut wieder in den Fluss Isar mündet.
Daneben verläuft der “normale” Lauf der Isar ihrem weiteren, normalen Lauf.
Zuerst hatte ich ja geplant am Oberföhringer Sperrwerk die Isar zu überqueren und den Rückweg anzutreten, doch ich hatte Appetit auf mehr – daher wandte ich mich weiter nach Norden und überquerte die Isar schließlich an der Sankt-Emmeran-Brücke, über die ich hier ja schon mal etwas detaillierter geschrieben hatte. Immerhin eine zusätzliche Strecke von 2,7 Kilometer, die ich aber gerne in Kauf nahm.
Wenig später erreichte ich wieder das Oberföhringer Sperrwerk
und setzte meinen Weg am westlichen Isarufer in südlicher Richtung fort. Andere Spaziergänger traf ich nur wenige, dafür aber viele Radfahrer und noch mehr Jogger die einzeln, zu zweit und manchmal auch in größeren Gruppen durch den oberen Teil des Englischen Gartens liefen. Bald schon passierte ich den Ausfluss des Tivoli-Kraftwerks, einem denkmalgeschützten Wasserkraftwerk im Englischen Garten, das 1895/96 hier errichtet wurde um für die damalige Lokomotivfabrik Maffei (später Kraus-Maffei) in Hirschau mit Hilfe des durch den Englischen Garten fließenden Eisbachs Strom zu produzieren. Muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen – vorausgesetzt man kommt bis an das Gebäude heran.
Wenig später unterquerte ich die John-F-Kennedy-Brücke und überlegte kurz hier wieder auf das andere Isar-Ufer zu wechseln – dann entschied ich mich aber noch bis zur nächsten Brücke, der Max-Joseph-Brücke weiter zu gehen.
An der Max-Joseph-Brücke verließ ich schließlich den englischen Garten, wechselte wieder auf das östliche Isarufer und bog wenig später von der Mentgelasstraße in die Möhrlstraße ab, um mich ein wenig in Bogenhausen umzusehen. Über die Mompeschstraße bewegte ich mich dann in Richtung Sternwartstraße, um über sie diesen Stadtteil zu durchqueren.
Hier in Bogenhausen stehen wirklich einige ansehnliche Villen und Anwesen musste ich feststellen – eindeutig eines der gehobeneren Wohngebiete der Stadt und angenehm ruhig. Leider versäumte ich hier ein paar Aufnahmen zu machen, aber das hole ich bei Gelegenheit mal nach.
Über Sternwartstraße, den Galileiplatz und die Röntgenstraße erreichte ich am Internat Max-Joseph-Stift schließlich die Mühlbaurstraße, die mich wie ich wußte zurück zur Richard-Strauß-Straße führen würde.
So konnte ich über die Richard-Strauß-Straße, unter der ja ein Teil des Mittleren Rings verläuft, zurück zur Einsteinstraße gehen, wo sich das Einstein-Einkaufscenter befindet.
Von hier aus waren es nur noch ein paar Meter bis zum S-Bahnhof Leuchtenbergring, wo ich meinen heutigen Rundgang beendete. Mit einer Strecke von insgesamt etwas mehr als 13 Kilometern eine neue Bestleistung was die Entfernung angeht. Aber das Ganze soll ja mehr Spaß machen und meine Kenntnis von München verbessern, weniger irgendeinen Wettbewerb darstellen. Mal schauen wo es mich das nächste Mal hin verschlägt – München ist ja Groß und es gibt noch viel zu entdecken…
Anmerkung: Dieser Beitrag ist etwas später entstanden und wurde entsprechend zurückdatiert.

























































































































































