Hokifilet auf Fenchelgemüse in Safransauce [19.06.2013]

Auch wenn die Asia-Thai-Gerichte wie Spezial Nudeln nach Shanghai Art und vor allem das Ko Lo Yuk – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß saurer Sauce durchaus verlockend klangen, sollte ich mich heute anders entscheiden. Aber nicht etwa der Sommerliche Salatteller als Zusatzangebot, Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Tomate gratiniert, dazu Bratensauce und Pommes Frites bei Tradition der Region oder die Spaghetti Carbonara mit Parmesan bei Globetrotter waren es, die mich reizten. Viel mehr war es das Gebratene Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreismix bei Vitality dass es mir angetan hatte. Und bei gerade mal 508kcal für das Hauptgericht erlaubte ich mir auch mal wieder ein kleines Dessert in Form eines Stracciatella-Mousses. Hätte bei 32 Grad Außentemperatur nicht unbedingt sein müssen, aber mir war heute mal danach.

Hokifilet auf Fenchelgemüse in Safransauce / Hoki filet with fennel in saffron sauce

Einen Moment hatte ich zwar überlegt, ob Fenchel überhaupt so recht in diese Jahreszeit passt, aber dieses sonst eher selten angebotene Gemüse hat meiner Recherche nach von Juni bis November Saison, passte also wunderbar in diese Jahreszeit. Und das knackig gekochte Gemüse mit dem anisähnlichen Aroma passte geschmacklich wunderbar mit der mit einigen Möhrenstückchen versetzten, cremigen Safransauce zusammen. Dazu der locker-körnige, mit etwas Wildreis versetzte Reis das in dünner Pandade gebackene grätenfreie, zarte und saftige Stück Hokifilet ergänzten das Gericht zu einer wirklich sehr leckeren Gesamtkomposition. Und auch am luftig-lockeren Stracciatella-Mousse – im Grunde genommen ein Vanillemousse mit einigen Schokostückchen – ließ nichts zu wünschen übrig. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Bei der Allgemeinheit des Gäste erwies sich heute das Schweinesteak “Tessin” als das am häufigsten gewählte Gericht und belegte somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Aber die Spaghetti Carbonara lagen nur sehr knapp dahinter auf Platz zwei. Den dritten Platz belegten dann gemeinsam die Asia-Gerichte und das Hokifilet mit Fenchelgemüse, beim Salatteller reichte es trotz sommerlicher Temperaturen nur für Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: ++
Fenchelgemüse in Safransauce: ++
Wildreis-Mix: ++
Stracciatella-Mousse: ++

Gebackene Calamari mit Remoulade & Kartoffelsalat [14.06.2013]

Auch wenn der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region und die Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke aufgrund ihres Charakters als Süßspeise für mich weniger Interessant erschienen, hatte man mit dem asiatischen Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce, den Gebackenen Calamari mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter sowie einer Zarten Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality durchgehend sehr interessant und verlockend klingende Gerichte aufgefahren. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Calamari, irgendwie war mir heute mal danach. Dazu kam noch ein Schälchen Mischgemüse und noch ein kleines Dessert in Form eines Mousse Tiramisu.

Gebackene Calamari mit Remoulade & Kartoffelsalat / Baked calamari with remoulade & potato salad

Mir war natürlich bewusst, dass die Tintenfischringe in ihrer dünnen, knusprigen Panade höchstwahrscheinlich frittiert waren und somit keinen allzu leichten Genuss boten. Aber da sie nicht nur noch angenehm heiß waren, sondern auch das Fleisch im Inneren sich als angenehm zart erwies, hatte sich der Griff zu diesem Gericht aus meiner Sicht wirklich gelohnt. Gemeinsam mit der würzigen Remoulade und einigen Spritzern Zitronensaft ein wirklicher Genuss. Und auch der mild-säuerliche Kartoffelsalat, der wie hier in Bayern üblich ohne Mayo angemacht war, erwies sich zwar als einfache, aber geschmacklich überaus gelungene Zubereitung. Nur beim Mischgemüse aus Erbsenschoten, Möhren und etwas Blumenkohl muss ich heute etwas in der Wertung abziehen, denn es war bereits etwas matschig geworden. Dennoch besser als gar kein Gemüse. Dafür entschädigte mich aber das locker-cremige Mousse mit seiner Garnitur aus Cocktailkirsche und dunkler Schokolade, das ich ebenfalls als sehr gelungen bezeichnen muss. Auch wenn alles zusammen nicht gerade kalorienarm war, war ich mit der Zusammenstellung dennoch überaus zufrieden.
Sah man sich im Gastraum um, erkannte man schnell dass die Tintenfischringe sich auch bei den anderen Essern überaus großer Beliebtheit erfreuten, was ihnen fraglos den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala einbrachte. Um den zweiten Platz lieferten sich die Hühnerbrust und die Asia-Gerichte ein recht knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Hühnerbrust aber letztlich doch unterlag und von den Asia-Gerichten auf Platz drei verwiesen wurden. Zum Kaiserschmarrn mit Apfelmus war zwar auch hier und da gegriffen worden, aber für mehr als Platz vier reichte es auch heute leider nicht aus. Statistisch betrachtet also mal wieder eine der Normalverteilung entsprechende Platzierung ohne Überraschungen – der Mensch ist eben ein “Gewohnheitstier”… ;-)

Mein Abschlußurteil:
Calamari: ++
Remoulade: ++
Kartoffelsalat: ++
Mischgemüse: +
Mousse Tiramisu: ++

Orangenpochierter Seelachs an Linsenreis [12.06.2013]

Wie üblich wollte ich auch am heutigen Mittwoch mal wieder zum traditionellen Fischgericht greifen und mit einem Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti stand in der Sektion Vitality auch etwas überaus verlockendes zur Auswahl. Da ließ ich gerne die Asia-Angebot wie Com Ranh – Gebratener Reis mit Ei und gemischten Gemüse und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce ebenso außen vor wie den Gebratenen Leberkäs mit Bratkartoffeln und Spiegelei bei Tradition der Region oder das Rinderhacksteak “Mexico” mit Gemüsesalsa und Country Potatoes bei Globetrotter. Zu dem Fischgericht gesellten sich noch ein Schälchen Erbsen aus dem Gemüseangebot und – ausnahmsweise – ein Becherchen Bananenquark von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Orangenpochierter Seelachs mit Linsenreis / Poached coalfish with lentil rice

Gleich als erstes fiel mir auf, dass man die Zubereitung des Linsenreis im Vergleich zu früheren Versionen des Gerichtes wie hier, hier, hier oder hier etwas abgeändert hatte, denn anstatt der sonst üblichen roten geschälten Linsen waren dieses mal braune, ungeschälte Tellerlinsen zum Einsatz gekommen, was den Reis noch ein wenig mehr Aroma und Substanz gab. Diese Änderung kann man meiner Meinung nach gerne beibehalten. Außerdem fanden sich ein zartes und saftiges Stück grätenfreien Seelachsfilets in einer mit winzigen Stückchen von Möhren versehenen Sauce mit leichtem Orangenaroma auf dem Teller. Und da Zitrusfrüchte und Fisch nun einmal gut zusammenpassen, ergab dies ein sehr gelungenes Geschmackserlebnis wie ich fand. Und obwohl bereits einiges an Gemüse im Gericht zu finden war, ergaben die zusätzlichen knackigen Erbsen eine überaus passende Ergänzung. Den Abschluß bildete schließlich der glücklicherweise nur in Maßen gesüßte, angenehm stichfeste Bananquark mit seiner Garnitur aus Knusperflöckchen und einer einzelnen Weintraube.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, erkannte ich schnell dass es heute wohl der Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spiegelei war, der am höchsten in der gemeinen Gunst lag und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnte. Knapp dahinter lag aber auch schon das Rinderhacksteak “Mexico”, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und dem orangenpochierten Seelachs auf einem zwar sehr guten, aber dennoch nur vierten Platz. Ich hatte ja eher vermutet, dass heute das Rinderhacksteak vorne liegen würde, aber die deftige Hausmannskost aus Leberkäse, Spiegelei und gebratenen Kartoffeln schien es meinen “Mitessern” heute deutlich mehr angetan zu haben. So kann man sich irren…

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Gemüsekonfetti: ++
Linsenreis: ++
Erbsengemüse: ++
Bananenquark: ++

Pikantes Kartoffelgulasch [06.06.2013]

Neben den Asia-Thai-Angeboten wie Ko Lo Han Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce und Thoeng Ping Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Zitronengrassauce und einem Putensteak “Hawaii” mit fruchtiger Currysauce und Mandelreis fanden sich heute mit einem Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Tradition der Region und einem Kartoffelgulasch, pikant bei Vitality gleich zwei vegetarische Gerichte auf der Speisekarte der westlichen Küche. Das ist wirklich eher selten, normalerweise gibt es immer zwei Fleischgerichte. Mir sollte es aber recht sein. Und alles klang recht schmackhaft und erschien was die Nährwerte anging als erträglich – dennoch fiel meine Wahl schließlich auf den Kartoffelgulasch, der mit 359kcal wirklich ideal erschien. Da griff ich sogar erneut an der Dessert-Theke zu und ergänzte das Ganze noch durch einen kleinen Becher Vanille-Mousse.

Pikantes Kartoffelgulasch / Zesty potato goulash

Neben zahlreichen kleinen Salzkartoffeln hatte man in einer leider nur mäßig pikanten, mit Kräutern gewürzten Tomatensauce Paprikastreifen, Scheiben von Champignons, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln zu einem einfachen Gericht zusammengestellt und das ganze mit einer großzügigen Portion etwas zu dünn geratenem Sauerrahms sowie einigen Röllchen von frischem Dill garniert. Das Ganze hätte zwar gerne ein wenig schärfer sein können, aber prinzipiell gab es nichts daran auszusetzen. Das einzige war mir fehlte, das stellte ich aber erst gegen Ende fest, war ein Stück Weißbrot oder Baguette, um die Reste auf dem Teller “aufzuwischen”. Abschließen tat ich das heutige Mittagsmahl schließlich mit dem kleinen Becher locker-luftigen Vanille-Mousses, das ebenfalls keinen Anlass zur Kritik bot. Insgesamt ein leichtes und einfaches Mahl, so wie ich es mag – gerade jetzt wo der Sommer endlich zu kommen scheint.
Wenn es mit dem Putensteak “Hawaii” schon nur ein Fleischgericht auf der regulären Speisekarte gibt, war es eigentlich klar dass die meisten der Gäste hier zuschlagen und dieses Gericht den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherten. Gut, alternativ wäre natürlich noch ein Sieg der Asia-Gerichte möglich gewesen, aber für diese reichte es heute leider nur für einen guten zweiten Platz. Interessant wurde es nun bei den beiden hinteren Plätzen, denn es war interessant zu erfahren wie die vegetarischen Gerichte gegeneinander abschneiden würden. Aber ganz wie ich es erwartet hatte, landete das Rührei mit knappen, aber deutlich erkennbaren Vorsprung auf Platz drei und ließ den Kartoffelgulasch somit Platz vier einnehmen. Dabei war ich nicht mal sicher, ob das Rührei aus richtigen Eiern oder doch nur aus Eipulver hergestellt war. Aber ich will hier natürlich nichts unterstellen – es handelte sich nur um eine Vermutung. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgulasch: ++
Sauerrahm: +
Vanille-Mousse: ++

Gedünsteter Seelachs “Espanol” mit Kräuter-Knoblauch-Kartoffeln [05.06.2013]

Das 1/2 halbe Grillhähnchen mit Pommes Frites im Abschnitt Tradition der Region klang zwar verlockend, war mir aber eindeutig zu kalorienreich. Besser waren da schon die Ravioli mit Spinat-Käsefüllung und Gorgonzolasauce die bei Globetrotter angeboten wurden. Das Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Kokosmilch Sauce und das Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke klang ebenfalls sehr verlockend und sah nicht übel aus. Aber letztlich fiel meine Wahl dann doch wieder auf das Fischgericht, das heute durch einen Gedünsteten Seelachs nach Art “Espanol” mit Kräuter-Knoblauch-Kartoffeln in der Sektion Vitality repräsentiert wurde. Und bei gerade mal 358kcal pro Portion erschien mir heute auch mal wieder ein kleines Dessert in Form eines Pfirsichquarks vertretbar.

Seelachs "Espanol" mit Kräuter-Knoblauchkartoffeln / Coalfish "Espanol" with herb garlic potatoes

Die kleinen Kartoffeln hatte man wohl zuerst gekocht und dann mit Kräutern wie Rosmarin und einem Hauch Knoblauch noch einmal gebraten, was der Sättigungsbeilage ein sehr schmackhaftes Aroma gab. Für meinen Geschmack hätte zwar noch deutlich mehr Knoblauch dran gekonnt, hier hatte man sich wohl am Allgemeingeschmack orientiert und war eher sparsam damit umgegangen. Dazu gab es ein gedünstetes, zartes und angenehm saftiges Stück vollkommen grätenfreies Seelachsfilet und schließlich und schließlich eine in scharf angerichtete, fruchtige Sauce aus pürierten Tomaten, Paprikastückchen in rot, grün und gelb, grünen Oliven und Zwiebeln, die wohl das Art “Espanol” ausmachte. Hier wiederum hatte man an der Schärfe wirklich nicht gespart, was mir persönlich aber sehr zusagte und das Gericht mit zu einem wirklich gelungenen Mittagsmahl machte. Dennoch war ich froh, den mit zahlreichen Fruchtstückchen versehenen Pfirsichquark zu haben, da dieses Milchprodukt hinterher das fast schon brennende Gefühl der Schärfe im auf der Zunge etwas band. ;-)
Zuerst sah es heute so aus, als würden die Ravioli in Gorgonzolasauce das Hähnchen mit Pommes heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala überrunden und den ersten Platz für sich einnehmen. So zumindest der Eindruck, als ich von der Kasse zu meinem Tisch ging. Als ich jedoch später wieder auf dem Rückweg war, hatte sich das Blatt wiederum klar für das Hähnchen gewendet, was ihm mit hauchdünnen Vorsprung dann doch wie erwartet Platz eins bescherte und die Ravioli auf Platz zwei verdrängte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich das Fischgericht in Form des Seelachs “Espanol”. In letzter Zeit überraschen mich die Vorlieben der anderen Gäste immer wieder aufs neue, ich hatte natürlich vermutet dass der Gros zum halben Hähnchen mit Pommes Frites greifen würde – aber aus irgendwelchen Gründen scheinen sich die Geschmäcker aktuell etwas zu verschieben. Mal sehen wie sich das in Zukunft entwickelt. Ich bin da mal sehr gespannt.

Mein Abschlußurteil:
Gedünsteter Seelachs: ++
Tomaten-Paprika-Sauce: ++
Kräuter-Knoblauch-Kartoffeln: ++
Pfirsichquark: ++