Giouvétsi Arní – Griechischer Lammauflauf – das Rezept

Angelehnt an die griechische Woche die in unserem Betriebsrestaurant stattgefunden hatte, wollte ich mich an diesem Wochenende auch mal wieder an einem griechischen Rezept versuchen: einem Giouvétsi Arní, also einem griechischen Lamm-Nudelauflauf, den ich natürlich mit Kritharaki zubereitete. Je nach Region bezeichnet man solche Gerichte auch als Juvétsi, Jouvetsi oder Youvetsi. Das besondere an diesem Rezept war für mich, dass man hier sowohl das Fleisch zuerst im Ofen schmorte als auch die Sättigungsbeilage in Form der griechischen Reisnudeln anschließend im Ofen garen sollte. Dennoch hat das Gericht natürlich eine kleine Ähnlichkeit mit meinem Griechischen Hackauflauf. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein sehr leckeres Auflaufgericht mit deutlich griechischer Note und dessen Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

2 mittelgroße Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große Möhre
03 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 Stangen Staudensellerie
04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

2 kleine Paprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

3 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

650g Lammfleisch aus der Hüfte
07 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb meat

800g geschälte Tomaten
08 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

1 kleine Zimtstange
09 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

3 Nelken
10 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

2 kleine Lorbeerblätter (oder 1 großes)
11 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bayleafs

1 gehäufter Teelöffel geräuchertes Paprika
12 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

3-4 getrockenete Chilis (je nach gewünschtem Schärfegrad)
13 - Zutat getrocknete Chilis / Ingredient dried chilis

150ml trockener Weißwein
14 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

2 Esslöffel Tomatenmark
15 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

400g Kritharaki
16 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki

500ml Gemüsebrühe
17 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

120g geriebenen Käse (ich wählte Gouda, den ich noch vorrätig hatte)
18 - Zutat geriebener Käse / Ingredient grated cheese

120g gewürfelten Feta
19 - Zutat Feta / Ingredient feta

sowie Salz, Pfeffer und Rosmarin zum würzen
und etwas Olivenöl zum braten

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und vierteln wir erst einmal die Zwiebeln,
20 - Zwiebel schälen & vierteln / Peel & quarter onion

um sie anschließend zu würfeln.
21 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen
22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

und zerkleinern sie.
23 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

Des weiteren schälen wir die Möhre
24 - Möhre schälen / Peel carrot

und würfeln sie,
25 - Möhre würfeln / Dice carrot

waschen die Staudensellerie
26 - Staudensellerie waschen / Wash celery

und zerkleinern sie,
27 - Staudensellerie zerkleinern / Chop celery

entkernen schließlich auch die Paprika
28 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

um diese zu würfeln.
29 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Anschließend waschen wir das Lammfleisch, trocknen es
30 - Lammfleisch waschen / Wash lamb meat

und schneiden es in grobe Würfel.
31 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb meat

Des weiteren entkernen und zerkleiner wir die getrockneten Chilis
32 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

und waschen die Frühlingszwiebeln
33 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

um sie in Ringe zu schneiden.
34 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Nun erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
35 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

geben das gewürfelte Lammfleisch hinein
36 - Lammfleisch in Pfanne geben / Put lamb meat in pan

und braten es rundherum scharf an, so dass ein paar Röstaromen enstehen können.
37 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb meat

Dann schalte wir die Kochplatte auf mittlere Stufe hinunter und geben Zwiebeln und Knoblauch hinzu, um es mit anzudünsten.
38 - Zwiebeln Knoblauch mit andünsten / Braise onion & garlic lightly

Außerdem geben wir die Staudensellerie,
39 - Staudensellerie addieren / Add celery

die Möhre,
40 - Möhre dazu geben / Add carrot

die gewürfelten Paprika
41 - Paprika in Pfanne geben / Put bell pepper in pan

sowie die Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne
42 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

und dünsten alles für etwa fünf Minuten mit an.
43 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

Jetzt geben wir die geschälten Tomaten hinzu
44 - Geschälte Tomaten dazu geben / Add pealed tomatoes

und verrühren sie mit Fleisch und Gemüse, wobei wir die Tomaten auch gleich etwas zerkleinern.
45 - Tomaten verrühren & zerkleinern / Stir & mince tomatoes

Das Ganze würzen wir denn mit Salz und Pfeffer,
46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

geben die getrockneten und zerkleinerten Chilis hinzu,
47 - Getrocknete Chilis addieren / Add dried chilis

streuen den Teelöffel geräuchertes Paprika ein,
48 - Geräuchertes Paprika einstreuen / Add smoked paprika

schmecken es mit Rosmarin ab
49 - Mit Rosmarin abschmecken / Taste with rosemary

und geben Nelken, Zimtstange und die Lorbeerblätter hinzu.
52 - Nelken, Zimt & Lorbeerblätter addieren / Add cloves, cinnamon & bayleafs

Während die Mischung fünf bis sechs Minuten vor sich hin köchelt, geben wir das Tomatenmark zum Weißwein
50 - Tomatenmark zu Weißwein geben / Add tomato puree to white wine

und verrühren beides gründlich miteinander.
51 - Tomatenmark & Weißwein gründlich verrühren / Mix wine & tomato puree well

Dann schalten wir die Kochplatte aus, heben die Weißwein-Tomatenmark-Mischung unter
53 - Wein-Tomatenmark-Mischung addieren / Add wine tomato puree mix

und geben dann alles in ein ofenfestes Behältnis, zum Beispiel eine Auflaufform. Hätte ich einen Römertopf, hätte der sich auch sehr gut dazu geeignet.
54 - Masse in Auflaufform geben / Put in casserole

Nun decken wir alles mit Alufolie ab,
56 - Mit Alufolie abdecken / Cover with tin foil

stellen es in den noch kalten Backofen und beginnen diesen dann auf 200 Grad aufzuheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, lassen wir unsere Mischung für eine Stunde im Ofen schmoren.
57 - Auflaufform in kalten Ofen stellen / Put casserole in cold oven

Nach dieser Stunde entnehmen wir die Auflaufform wieder, drehen den Ofen auf 175 Grad hinunter
58 - Auflaufform aus Ofen entnehmen / Take casserole from oven

und geben die ungekochten Kritharaki hinzu,
59 - Kritharaki hinzufügen / Add kritharaki

die wir mit etwas drei Viertel der Gemüsebrühe aufgießen
60 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und dann gründlich mit der Fleisch-Gemüse-Tomatenmasse vermischen.
61 - Gründlich verrühren / Mix well

Dabei entfernen wir auch gleich die Lorbeerblätter
62 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bayleaf

die Zimtstange und die Nelken – insofern wir sie entdecken können. 😉
63 - Zimtstange entnehmen / remove cinnamon stick

Für weitere zwanzig Minuten wandert die wieder mit der Alufolie abgedeckte Auflaufform in den Ofen,
64 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

wobei wir sie nach etwa der Hälfte der Zeit aber noch einmal kurz entnehmen und kräftig durchrühren
65 - Gründlich umrühren / Stir well

sowie bei Bedarf etwas Gemüsebrühe addieren sollten.
66 - Mehr Gemüsebrühe addieren / Add more vegetable stock

Nach den restlichen zehn Minuten, die die Auflaufform wieder abgedeckt im Ofen verbracht hat,
67 - Weiter abgedeckt backen / Continue baking covered

entnehmen wir sie erneut, entfernen die Alufolie endgültig und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse
68 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und dem gewürfelten Feta.
69 - Feta hinzufügen / Add feta

Ein letztes Mal wandert die Auflaufform, dieses Mal offen, für weitere zehn Minuten zurück in den Ofen, um alles mit dem Käse zu gratinieren.
70 - Im Ofen überbacken / Gratinate in oven

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir das Behältnis schließlich wieder aus dem Ofen entnehmen
71 - Juvétsi - Finished Baking / Fertig gebacken

und das fertige Gericht unmittelbar servieren und genießen.
72 - Juvétsi - Served / Serviert

Dass Lammfleisch war durch das lange schmoren im Ofen wunderbar zart geworden und zerfiel beim Verzehr regelrecht auf der Zunge, ohne dabei aber an Geschmack eingebüßt zu haben. In Kombination mit den verschiedenen Gemüsesorten, bei denen vor allem die Paprika und die Stangensellerie maßgeblich waren, der lecker gewürzten, leicht pikanten Tomatensauce und natürlich den ofengegarten Kritharaki ergab sich ein sehr leckeres Auflaufgericht, das durch geriebenen Gouda und Feta wunderbar abgerundet wurde. Ich konnte daher nicht anders als mir gleich noch einen Nachschlag zu holen. Und das bedeutet schon einiges.

743 - Giouvétsi Arní - Side view / Seitenansicht

Alternativ kann man das Gericht natürlich auch mit anderen Fleischsorten zubereiten. Ich habe bei der Recherche zu diesem Kochexperiment sowohl Rezepte mit Lamm als auch mit Rind, Schwein und sogar Geflügel gesehen, wobei die Schmorzeiten natürlich abhängig von der Fleischsorte etwas variieren können. Eine weitere Alternative war die Zubereitung mit Reis, den man ebenso wie die Kritharaki auch im Ofen zubereiten kann. Das Rezept ist also wunderbar variabel und lässt sich nicht nur gut vorbereiten, sondern auch einfach an die jeweiligen Vorlieben anpassen.

Guten Appetit

Pestrofa Plaki – Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis [10.02.2017]

Passend zu heutigen Freitag stand am letzten Tag der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant natürlich ein Fischgericht auf der Speisekarte. Es sollte Pestrofa Plaki – Forelle im Ofen gegart inTomatensauce, dazu Paprikareis. Und da die anderen Angebote wie Feiner Putenbraten mit Champignonsauce und Nudeln bei Vitality, eine Dampfnudel mit heißen Kirschen bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Pad Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln keine bessere Alternativen boten, war ich dem natürlich nicht abgeneigt. Zumal man das Gericht noch zusätzlich mit frischem Rucola-Salat garnierte.

Pestrofa Plaki - Baked trout with tomato sauce & bell pepper rice / Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis

Ich habe mich natürlich wieder über die griechische Bezeichnung informiert und dabei herausgefunden, das Pestrofa einfach Forelle bedeutet und man in der griechischen Küche unter Plaki ein im Ofen gegartes Gericht mit Olivenöl, Tomaten und Gemüse versteht. Das wohl bekannteste unter den Plaki-Gerichten ist das auch in Großbritannien sehr beliebte Gigantes Plaki, Riesenbohnen in Tomatensauce. In einer Abwandlung haben sie dort als Baked Beans auch einzig in die dortige Essenkultur gehalten. Aber damit genug der Abschweifungen, kommen wir zum heutigen Fischgericht.
Unter einem guten Handvoll frischen und knackigen Rucola verbarg sich eine angenehm große Forelle, der beim servieren zwar die Schwanzflosse abhanden gekommen war, aber ansonsten keinerlei Grund zu irgendwelcher Kritik bot. Das Tier war, wie bei uns im Betriebsrestaurant üblich, ohne Rückgrat zubereitet worden und besaß auch sonst so gut wie keine Gräten. Und die Ausbeute an saftigen, zarten Forellenfleisch war überaus reichhaltig. Dazu passte gut die fruchtige und leicht exotisch gewürzte Tomatensauce mit zahlreichen Fruchtstücken, die nicht nur den Fisch wunderbar ergänzte, sondern auch half den lockeren, mit einigen Stücken Paprika versetzten Reis beim Verzehr zu binden. Beim “Paprika-Reis” hätte man wirklich etwas mehr Kreativität an den Tag legen können und nicht einfach nur Paprika andünsten und unter den Reis mischen sollen – aber ich will mich nicht zu sehr beschweren, denn er lieferte auch in dieser einfachen Form eine ausreichende Sättigungsbeilage. Was das Gericht neben dem Namen griechisch machte war aber vor allem die Sauce, in der ich neben zahlreichen Kräutern auch eine ganz leichte Zimtnote meinte zu schmecken. Ich war auf jeden Fall zufrieden und auch wenn das Pestrofa Plaki nicht den Lammbraten von gestern von Platz eins der besten griechischen Gerichte verdrängen konnte, bot es doch einen guten Abschluß der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erfreute sich die griechische Forelle heute hoher Beliebtheit und konnte unangefochten Platz eins für sich erobern. Um den zweiten Platz lieferten sie die Asia-Gerichte und er Putenbraten schließlich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Asia-Gerichte heute mit hauchdünnen Vorsprung für sich entscheiden konnten. Somit belegte der Putenbraten mit Champignonsauce Platz drei und knapp dahinter auf dem vierten Platz folgte die Dampfnudel mit heißen Kirschen.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Forelle: ++
Tomatensauce: ++
Paprikareis: ++
Rucola: ++

Leberkässemmel [10.02.2017]

Leberkässemmel

Normalerweise gehöre ich ja zu den Leuten, die gar nicht frühstücken. Eine Tasse Kaffee reicht mir in der Regel, um die Zeit bis zum Mittagessen zu überstehen. Doch als ich heute in die Firma kam, überkam mich nach langer Abstinenz mal wieder die Lust auf eine schöne frische Semmel mit warmen Leberkäse. Also lenkte ich meine Schritte ins Bistro unseres Betriebsrestaurants und besorgte mir eine solche. Und die saftige, würzige Fleisscheibe mit ihrem leicht knusprigen Rand zwischen den beiden fast backfrischen Brötchen-Hälften erwies sich auch heute wieder als einfach nur lecker. Ich muss mich wirklich zurückhalten, so etwas nicht zu einem regelmäßigen morgendlichen Ritual zu machen.

Arni Psito – Lammkeule mit Rosmarinsauce, Bohnen & Kartoffeln [09.02.2017]

Wie Donnertags üblich fand sich auch heute wieder ein Kantinenklassiker, dieses Mal in Form eines Schweineschnitzels “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites im Bereich Tradition, auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, aber es war ja griechische Woche und mit Arni Psito – Geschmorte Lammkeule mit grünen Bohnen, Kartoffeln und Rosmarinsauce hatte man ein Gericht auf die Karte gesetzt, zu dem ich einfach nicht Nein sagen konnte. Ich liebe nun Mal Lamm in jeglicher Form. Dagegen kam weder das Schnitzel noch die Tortellini al pesto basilico bei Vitality oder die Asia-Thai-Angebote wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriander oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse gegen an.

Arni Psito - Stewed leg of lamb with rosemary sauce, green beans & potatoes / Geschmorte Lammkeule mit Rösmarinsauce, grünen Bohnen & Kartoffeln

Der Begriff Arni Psito klingt zwar exotisch, aber übersetzt man ihn mal, ist im Grunde genommen einfach nur der griechische Begriff für Lammbraten. Und genau das war es, was sich auf dem Teller fand: Zwei Scheiben zartes und glücklicherweise nur leicht durchwachsenes Lammfleisch in einer sehr würzigen, dickflüssigen Rosmarinsauce. Dazu hatte man grüne Stangenbohnen, kombiniert mit Gewürzen und angedünseten Zwiebeln sowie kleine, angebratene Salzkartoffeln, die wiederum mit etwas Rosmarin verfeinert waren, serviert. Eigentlich eine klassische, nicht unbedingt ländergebundene Kombination, denn Lamm mit Rosmarin und dazu grüne Bohnen findet man wohl nicht ausschließlich in Griechenland. Aber die Kombination war hier in unserem Betriebsrestaurant wirklich vorzüglich gelungen und löst somit das Moussaka von gestern als bisher bestes Gericht der griechischen Woche ab. Lange nicht mehr einen so leckeren Lammbraten gegessen – ich war überaus zufrieden. Und dabei war das Gericht mit gerade mal 3,20 Euro nicht sonderlich teuer.
Dennoch muss man bedenken, dass Lammfleisch nicht jedermann Sache ist. Das spielte wohl auch mit eine Rolle, dass das Schweineschnitzel den Lammbraten heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala übertraf und dem Arni Psito somit nur ein guter zweiter Platz gegönnt war – obwohl es eindeutig das hochwertigere Gericht war. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Thai-Gerichte und Platz vier belegten schließlich die vegetarischen Tortellini al pesto basilico.

Mein Abschlußurteil:
Lammbraten: ++
Rosmarinsauce: ++
Grüne Bohnen: ++
Rosmarinkartoffeln: ++

Mousaka mit Tomatensauce & Feta [08.02.2017]

Heute war ich sehr stark am überlegen, ob ich erneut beim Angebot der derzeit griechischen Woche in unserem Betriebsrestaurant zugreifen sollte. Denn obwohl das Mousaka – Auflauf mit Rinderhackfleisch, Aubergine und Kartoffeln mit Tomatensauce, Fetakäse und Bechamel ein wirklich verlockend aussehendes Gericht erschien, waren auch das Gebratene Lachsfilet mit rangenratatouille und Kräuterkartoffeln im Abschnitt Vitality sowie der Schwabenteller – Schweinesteak mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln und Käsespätzle bei Tradition der Region Angebote, die ich ebenfalls ihren Reiz besaßen und die ich nicht einfach ignorieren konnte. Nur die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen und Paprika in Chili-Zitronengrassauce erschienen weniger etwas für mich. Doch letztlich entschied ich mich dann doch für das Mousaka, denn hier handelte es sich um ein Gericht, dass absolut nicht zum Standardrepertoire unseres Betriebsrestaurants gehörte. Und das wollte ich natürlich nicht verpassen. Auf Salat oder Gemüse verzichtete ich heute aber, denn es gab absolut nichts was zum Mousaka passen wollte.

Mousaka with tomato sauce & feta / Mousaka mit Tomatensauce & Feta

Ursprünglich stammt das Mousakas, Moussaka oder Musaka aus dem aarabischen Raum, ist aber inzwischen auch im Balkan, in Griechenland und der Türkei verbreitet. In Griechenland zählt das korrekterweise als Mousakás bezeichnete Gericht dort neben Souvlaki und Gyros zu den bekanntesten Speisen der griechischen Küche. Ich selbst hatte ja auch schon einmal Mousakás, damals allerdings ohne Auberginen, zubereitet und das Rezept hier vorgestellt. Aber auch die Variante unseres Betriebsrestaurants, das mit Auberginen, Zucchini und Kartoffeln zubereitet und mit Bechamelsauce zwischen den Schichten verfeinert worden war, erwies sich als überaus gut gelungen. Sehr würzig, leicht exotisch und mit einer eindeutig griechischen Note, soviel stand fest. Die mit viel Gewürzen und Kräutern versehene Tomatensauce sowie den gewürfelten Feta hatte man separat serviert, aber das störte natürlich nicht weiter, denn so konnte man alle drei Komponenten immer wieder zu einer leckeren Zusammenstellung kombinieren. Ich war überaus zufrieden, denn nach dem Kokkinisto vom Montag und dem Souvlaki von gestern, die beide nicht wirklich perfekt gewesen waren, hatte man beim Mousakas einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich hätte auf jeden Fall nichts dagegen, wenn man dieses Gericht nun häufiger auf unserer Speisekarte finden würde, denn es war das bisher beste Griechenland-Gericht das man uns vorgesetzt hatte.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute das Mousakás und der Schwabenteller ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und ich musste letztlich noch die Tabletts in den Rückgabewagen hinzu ziehen, um mich schließlich für das Mousakás als Sieger entscheiden zu können. Nach dem Schwabenteller auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte heute auf Platz drei und das Lachsfilet mit Orangenratatouille auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Mousakás: ++
Tomatensauce: ++