Jägerschnitzel, Kroketten & Rosenkohl [27.01.2010]

Zuerst war heute ich erst eher auf das bei den Vitality-Gerichten auf dem Plan stehende “Zarte Filetsteak vom Salm auf Orangenratatouille mit wildem Reis” fixiert, als ich mich mit meinen Kollegen auf den Weg in unser Betriebsrestaurant machte. Als ich dann jedoch sah dass man beim ursprünglich angebotenen “Jägerschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle” die Knöpfle, welche ich ja bereits Wildgulasch gehabt hatte, mit Kroketten ersetzt hatte, entschied ich mich dann doch kurzfristig um und wählte das Jägerschnitzel. Außerdem gab es noch im Bereich Globetrotter “Spaghetti mit Gemüsebolognese und geriebenen Parmesan” und bei den Asia-Gerichten “Gebratene Nudeln mit Gemüse nach Shanghai Art” und “Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce“, was allerdings alles nicht so sehr mein Interesse weckte.
Statt eines Dessert wählte ich heute dann doch lieber etwas Gemüse zu meinem Gericht. Zur Auswahl standen Erbsen, Karottenscheiben oder Rosenkohl – ich entschied mich für den Rosenkohl, da er aus meiner Sicht sehr gut zu dem Jägerschnitzel passte.

Jägerschnitzel, Kroketten & Rosenkohl

Wie man unschwer erkennen kann handelte es sich bei dem Schnitzel um die unpanierte Variante, die man mit mit einer Pilz-Sahne-Sauce garniert hatte. Ich persönlich kenne das Jägerschnitzel vor allem als paniertes (Wiener) Schnitzel, zu dem man zusätzlich noch eine solche Sauce hinzugegeben hat. Die unpanierte Variante habe ich tatsächlich erst hier in Bayern kennen gelernt, ich möchte aber nicht ausschließen dass man auch in anderen Regionen ein Jägerschnitzel auf diese Art zubereitet. Wie man bei Wikipedia nachlesen kann besteht die klassische Variante nämlich sogar aus unpanierten Kalbsschnitzel. Hier war aber Schweinefleisch zur Anwendung gekommen. Das Schweineschnitzel welches man hier verwendet hatte, hat mir auf jeden Fall gut gemundet – es war einigermaßen zart, besaß keine fettigen Stellen und war vor allem noch schön heiß als man es servierte. Ähnliches kann man von den Kroketten sagen, die wie ich es mag heiß, außen schön knusprig und innen weich waren. Bei Kantinen-Kroketten ist dies leider allzu selten der Fall, in vielen Fällen sind sie bereits außen weich geworden und halb abgekühlt. Nicht so hier, daher kleiner Schultertätschler an die Küche. 😉 Der Rosenkohl schließlich war leider eine nur mittelmäßig gute Wahl gewesen, da er sich als bereits leicht abgekühlt erwies. War aber auch noch genießbar. In der Summe aber ein gutes, bodenständiges Gericht, welches ich mir da heute ausgesucht hatte. Hausmannskost sozusagen.
In der allgemeinen Beliebtheit lag des Schnitzel dann auch heute weit vorne bei den Besuchern, zumindest meiner durchaus als subjektiv zu bezeichnenden Sichtweise nach. Danach folgten die Asia-Gerichte und dann – auch noch sehr häufig – das Lachsfilet (Salm). Aber auch einige Besucher welche die Gemüsebolognese verzehrten konnte ich beobachten. Gut ausgesehen haben heute ja alle drei regulären Gerichte, aber ich habe es nicht bereut mich für das Schnitzel entschieden zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Jägerschnitzel: ++
Pilz-Sahne-Sauce: ++
Kroketten: ++
Rosenkohl: +

Frikadelle, Clementine & Pflaume

Heute kam ich wieder dazu zu frühstücken und wählte neben einer Semmel mit Frikadelle sowie einem Kaffee noch eine Clementine und eine Pflaume. Ein wenig Obst kann ja nie schaden – vor allem in dieser kalten Jahreszeit.
In diesem Sinne:

Guten Appetit

Wildgulasch “Diana” [26.01.2010]

Wie dem einen oder anderen aufgefallen sein dürfte verzichtete ich heute auf ein Frühstück. Hintergrund der ganzen Sache war unmittelbar das Fehlen meiner regulären Mitfahrgelegenheit und mittelbar die Tatsache dass ich aufgrund des kärftigen Schneefalls am Morgen und meiner eigenen Faulheit auf die Benutzung der S-Bahn verzichten wollte. Daher hatte ich einen anderen Kollegen zurück gegriffen, der bekanntlicherweise immer etwas später kam, dafür aber auch länger blieb. Eigentlich hatte ich um kurz nach nun mit ihm gerechnet, doch es wurde nach 9:30 Uhr bis er endlich eintraf und um 10:00 Uhr hatten wir ein Meeting. Trotz starken Schneefalls, Straßenglätte und verstopfter Straßen in den Außenbezirken Münchens schafften wir es aber noch mit so gut wie keiner Verspätung einzutreffen – auf den Besuch der Kantine, eine Semmel oder einen Kaffee musste ich aber verzichten und nach dem Meeting lohnte es sich nicht mehr, da es nur noch kurz bis zur Mittagszeit war. Also ließ ich mein Frühstück heute ausfallen – und habe es glücklicherweise überlebt wie man am Schreiben dieses Beitrages ja merken sollte. 😉
Das heutige Angebot zur Mittagszeit umfasste heute neben “Mi Tzau Min – Mienudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce” und “Ko Lo Kai – Knusprig gebackenes Putenfleisch in süß saurer Sauce und Ananas“, welche u.a. im Asia-Bereich angeboten wurden auch eine “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln” bei den Vitality-Gerichten und “Knusprig gebackenes Putenfleisch in süß saurer Sauce und Ananas” bei den traditionell-regionalen Speisen. Im der Sektion Globetrotter war eigentlich ein Griechisches Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki angekündigt gewesen, aber man hatte es kurzfristig gegen “Wildgulasch Diana mit Knöpfle und Preiselbeerpfirsich” ausgetauscht, das ich nach kurzem überlegen wählte. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Beerenpudding als Dessert.

Wildgulasch Diana

Eine Wahl die ich nicht bereute. Zwar waren die Stücke Wildfleisch die sich in diesem Gulasch befanden für meinen Geschmack ein wenig zu grob geschnitten, aber die Sauce welche mit Pilzen und kleinen Silberzwiebeln versetzt war, erschien mir wirklich gut gelungen in ihrem leicht herben Geschmack. Die Knöpfle dienten dabei freilich primär als Sättigungsbeilage, passten aber ganz gut dazu – auch wenn ich schöne Kartoffel- oder Semmelknödel natürlich vorgezogen hätte. Wie zu jedem guten Wildgericht hatte gaben die Preiselbeeren dem ganzen eine leicht fruchtige Note, wobei auch die Pfirsischhälfte ihr übriges dazu tat. Rotkraut bzw. Blaukraut wie man hier in Bayern dazu sagt wäre auch noch gut gewesen, aber an der Gemüsetheke war dergleichen leider nichts zu finden gewesen. Daher hatte ich mir ja den Beerenpudding genommen, der mit Brombeeren und Kirschen gespickt und schließlich mit Vanillesauce garniert war. Ein passender Abschluß dieses Mittagsmahles.
Der Wildgulasch erschien mir heute dann auch der Renner unter den Gästen gewesen zu sein, gefolgt von den Asia-Gerichten und der gefüllten Paprika. Aber auch die Pilzpfanne fand ihre Abnehmer. Den Bedarf einer solchen Kantine zu planen – vor allem welche Gerichte wie oft verkauft werden vorauszusehen – bedarf wohl wirklich einiger Erfahrung. Aber nach einigen Jahren wird der Teil der Belegschaft, der die Speisepläne erstellt wohl wissen, was die Besucher bevorzugen und was nicht.

Mein Abschlußurteil:
Wildgulasch: ++
Knöpfle: ++
Beerenpudding: ++

Putengeschnetzeltes Zigeuner Art [25.01.2010]

Das heutige Angebot im Betriebsrestaurant umfasste wieder einige interessant klingende Speisen. Zum einen waren da “Thung Thong – Gemüsesäckchen mit Gemüse gefüllt” und “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili,Knoblauch,Morcheln,Bambus und Gemüse” an der Asia-Theke – zum anderen gab es “Strudel mit Gemüse gefüllt mit Salatgarnitur und Joghurtdip” im Bereich Vitality, “Kohlroulade mit Bratenjus, dazu Kartoffelpüree und Salatgarnitur” bei den traditionell-regionalen Gerichten und schließlich “Geschnetzeltes von der Putenbrust ‘Zigeuner Art’ ( Paprika,Champignons,Erbsen,Schinkenstreifen) im Kräuterreisrand” bei den Globetrotter-Speisen. Ich war zwar erst dazu geneigt die Kohlroulade zu probieren und auch der Gemüsestrudel mit seinem in Blätterteig ummantelten Grünzeug sah eigentlich ganz gut aus, aber letztlich wählte ich dann doch das Putengeschnetzelte. Das Ganze rundete ich noch mit einem Becherchen Aprikosenquark von der Dessertheke ab.

Putengeschnetzeltes Zigeuner Art

Gleich zu Beginn sei angemerkt: Den Fehlgriff mit der Kuchengabel, die ich mir anstatt des Teelöffels genommen habe, habe ich noch bevor ich mit dem Verzehr begonnen habe korregiert. Was lagern die auch beide Bestecke im selben Kasten… 😉
Das Putengeschnetzelte schließlich erwies sich zwar als ganz ok, aber ich hatte mir irgendwie mehr erwartet. Mal davon abgesehen dass Erbsen meines Kenntnisstandes nach nicht unbedingt Bestandteil eines Gerichtes “Zigeuner Art” sind, war das Fleisch auch nicht von erwarteter Konsistenz. Es war eindeutig Pute, das steht schon mal fest, aber beim näheren Hinsehen sah es eher danach aus als hätte man es auf einer Konservendose geholt und klein geschnitten. Es hat nicht schlecht geschmeckt, aber hier hatte ich eindeutig ein typisches Kantinengericht vor mir, aus dem man durchaus hätte mehr machen können. Am Reis schließlich, der mit einigen nicht geschmacklich merklich zur Geltung kommenden Kräutern gespickt war, gab es jedoch nichts auszusetzen. Das Dessert aber war sehr gelungen – auf den Aprikosenquark, in dem sich selbst viele Fruchtstücke fanden, hatte man noch ein, wohl zum leichteren Verzehr in klein Scheiben geschnittenes Stück Aprikosenfrucht getan – alles sehr schmackhaft und genau so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Der Renner unter den Gästen heute war aber eindeutig die Kohlroulade gewesen, wie ich während meines Besuches auf vielen Tellern beobachten konnte. An zweiter Stelle standen dann die Asia-Gerichte und dann erst Gemüsestrudel und Putengeschnetzeltes. Hatte ich aber um ehrlich zu sein auch kaum anders erwartet…

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: +
Reis: ++
Aprikosenquark: ++

Leberkäse, Clementinen & Kaffee

Obwohl ich mich gestern etwas mit Magenproblemen rumärgern musste, habe ich mich heute dennoch wieder für eines meiner Standardfrühstückskombinationen entschieden: Einer Leberkäs’semmel, zwei Clementinen und einem Becherchen Kaffee. Bisher ist es gut gegangen, ich will hoffen dass es so bleibt.

Guten Appetit