Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce – Re-Re-Reloaded [03.10.2018]

Zum Tag der deutschen Einheit musste ich mich natürlich mal wieder selbst versorgen und mir kam leider keine bessere Idee als erneut eines meiner Lieblings-Standardgerichte zu kochen: Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce nach Rezept meiner Mutter. Ein Rezept das ich schon unzählige Mal nachgekocht habe und das ich ursprünglich mal in diesem Beitrag vor über 7 Jahren initial vorgestellt hatte. Aber es ist nun mal immer wieder lecker – auch wenn ich dazu neige es auch hin und wieder Mal etwas zu variieren.
So auch heute, denn ich entschied mich dazu das krümelig angebratene Hackfleisch und das angeröstete Tomatenmark zusätzlich mit einem kräftigen Schluck trockenem Rotwein abzulöschen und diesen etwas einkochen zu lassen.
01 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

Danach wurde alles mit drei Esslöffeln Mehl bestäubt und erneut mit einer Dose geschälte Tomaten sowie 400ml Gemüsebrühe abgelöscht.
02 - Tomaten & Gemüsebrühe hinzufügen / Add tomatoes & vegetable broth

Nachdem die Tomaten zerkleinert sind, lassen wir alles etwas vor sich hin köcheln und schmecken es mit Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum und anderen italienischen Kräutern ab. Ein paar Chiliflocken sorgen bei Bedarf für etwas Schärfe, wer mag kann die Sauce zusätzlich mit etwas Tomatenketchup strecken.
03 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Parallel erhitzen wir einen Topf mit Wasser, salzen dies sobald es siedet und kochen darin unsere Spaghetti gemäß Packungsbeschriebung – bei mir sollte das zehn Minuten dauern.
04 - Spaghetti kochen / Cook spaghetti

Sind die Nudeln al dente, gießen wir sie ab, lassen sie kurz abtropfen und können sie anschließend mit der Sauce und vielleicht etwas frisch geriebenen Parmesan garniert servieren und genießen.
05 - Spaghetti with mincemeat tomato sauce - Served / Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce - Serviert

Der Rotwein hatte des Sauce eine zusätzliche interessante Note gegeben, die wie ich fand gut zu dem geschmacklichen Gesamtkonzept dieses einfachen Rezeptes passte. Vor allem am Hackfleisch, das wohl einen großen Teil des eingekochten Weines aufgenommen hatte, erschien etwas kräftiger zu schmecken. Dennoch hatte es den ursprünglichen Geschmack, den ich ja seit meiner frühsten Kindheit so liebe, nicht maßgeblich beeinflusst, sondern nur um eine Nuance erweitert. Sollte ich beim nächsten Mal wieder Rotwein übrig haben so wie heute, werde ich ihn gerne wieder für die Spaghetti verwenden.

06 - Spaghetti with mincemeat tomato sauce - Side view / Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce - Seitenansicht

Und zum Schluss noch ein kleines, aber wahrscheinlich offenes Geheimnis: Wenn ich die Fotos gemacht habe, vermische ich Nudeln mit Sauce in der Regel einfach miteinander, um sie einfacher lagern zu können.
07 - Nudeln mit Sauce vermischen / Mix pasta with sauce
Dadurch können Nudeln und Sauce noch eine innigere Bindung eingehen und schmecken nach dem Aufwärmen meiner Meinung nach am nächsten Tag meist sogar noch einen Deut intensiver als frisch zubereitet – aber das muss natürlich jeder selbst beurteilen. 🙂

1/2 Wiesn-Hendl mit Pommes Frites [02.10.2018]

Auch am heutigen Dienstag wurde natürlich das Special mit Oktoberfest-Schmankerln in unserem Betriebsrestaurant fortgesetzt. Dazu hatte man heute ein 1/2 Wiesn-Hendl mit Bratensaft und Pommes Frites auf die Speisekarte gesetzt. Doch bevor ich mich entgültig entschied, wollte ich natürlich noch einen Blick auf die reguläre Karte werfen. Der Gebratener marinierter Tofu mit Ingwer- Currygemüse bei Vitality oder das Asiatisches Gemüse in pikanter Sauce an der Asia-Thai-Theke waren hier schon mal nichts für mich, aber sowohl mit dem Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in Kokosmilch und grünem Thaicurry als zweites Angebot an der Wok-Theke als auch dem Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region und vor allem den Griechischen Bifteki mit Tzaziki, frischen Zwiebeln und Djuvecreis bei Globetrotter hätte ich durchaus leben können. Doch diese Gerichte bekommt man ja immer mal wieder serviert, während ein Hendl eher selten ist. Daher fiel meine Wahl letztlich auf das halbe Hähnchen, wobei ich allerdings auf die optionale Bratensauce verzichtete. Etwas Ketchup auf dem Pommes Frites durfte aber natürlich nicht fehlen.

1/2 roast chicken with french fries / 1/2 Wiesn-Hendl mit Pommes Frites

Das Hendl sah leider etwas blass aus, auch im Vergleich zum letzten hier verzehrten Hendl vor eineinhalb Jahren, wodurch die Haut leider nicht ganz so knusprig war wie man sie sich vielleicht gewünscht hätte. Aber es gab hier leider keinen Grill, die Hendl waren offensichtlich vorgegart und dann im Steinofen – der selbe den man auch für die Pizzen verwendet – fertig gegart und warm gehalten. Und so, ganz ohne Grill, entsteht leider keine Knusperhaut. Das kenne ich vom Oktoberfest etwas anders. Schade. Aber die Fleischausbeute war recht gut und das Fleisch auch nicht allzu trocken. Allerdings gab es dieses Mal viele Knochen, was den Genuss etwas erschwerte.

Roast chicken - Remainings / Wiesn-Hendl - Reste

Und auch die Pommes Frites ließen leider etwas zu wünschen übrig. Nachdem man die letzten Male recht gut gewesen waren, erwiesen sie sich dieses Mal wieder als etwas zu knusprig geraten. Das ging so weit dass einige der Kartoffelstäbchen nicht mehr zu kauen waren, sondern höchstens gelutscht hätten können. Die Portion war aber sowieso zu riesig als dass ich sie komplett geschafft hätte – im Gegensatz zu sonst ließ ich einige der Fritten auf dem Teller als ich ihn in den Rückgabewagen stellte. Auch wenn dass meiner Erziehung widerspricht, die besagt dass ein nicht leer gegessener Teller schlechtes Wetter am nächsten Tag bedeutet. Aber viel schlechter als Kälte und Regen wie wir es morgen haben werden, kann es sowieso kaum werden. 😉 Ein akzeptables Oktoberfest-Gericht, aber eindeutig verbesserungswürdig – vor allem bei einem Preis von 6,85 Euro pro Portion.
Dennoch erfreute sich das Hendl heute großem Zuspruch und konnte sich beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala knapp gegen den ebenfalls gern genommenen Linseneintopf durchsetzen. Erst auf Platz drei folgten die Bifteki, die ich eigentlich ganz vorne gesehen hatte, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz und schließlich dem Tofu auf Platz fünf.

Mein Abschlußurteil:
1/2 Wiesn-Hendl: +
Pommes Frites: +

Wildschweingulasch mit Maronen & Spätzle [01.10.2018]

Ganz gegen meine Erwartung durfte ich am heutigen Montag bei meinem heutigen Besuch in unserem Betriesrestaurant erfreut feststellen, dass man das Oktoberfest-Special auch diese Woche fortgesetzt wurde. Und sogar mit Gerichten zu etwas humaneren Preisen als letzte Woche. Den Anfang machte heute ein Geschmortes Wildschweingulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne und Spätzle zum Preis gerade mal 6 Euro. Das erschien mir mehr als akzeptabel. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass im Abschnitt Vitality ein Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln, bei Tradition der Region ein Schaschlikspieß mit
Zigeunersauce und Reis
, in der Sektion Globetrotter Spaghetti mit Hühnerfleisch und Tomatensauce sowie an der Asia-Thai-Theke Gebratener Eierreis mit Kokosnuss und Hoi-Sin-Sauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse mit grünem Thai Curry auf der Speisekarte zu finden waren. Zum Wildschweingulasch gesellte sich noch ein Schälchen Erbsen aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Wild boar goulash with sweet chestnuts, cranberry peach & spaetzle / Wildschweingulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne & Spätzle

Das Wildschwein-Fleisch im Gulasch war zwar recht grob geschnitten, aber sein durch das schmoren angenehm mürbe geworden und ergab in Kombination mit den leicht süßlichen Maronen in der dickflüssigen Sauce ein sehr gelungenes Fleischgericht, zu dem auch wunderbar die Spätzle als Sättigungsbeilage passten. Die mit Preiselbeeren garnierte Dosenbirne rundete das Gericht schließlich gelungen ab, konnte aber natürlich nicht das fehlende Gemüse ersetzen. Daher war ich froh mich noch zusätzlich für die Schale Erbsen entschlossen zu haben, die zwar nicht mehr ganz heiß waren, jedoch ihren Zweck dennoch erfüllten. Ich war zufrieden mit meiner Entscheidung.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Wildschweingulasch heute großer Beliebtheit und konnte sich, wenn auch nur knapp, mit einem kleinen Vorsprung den ersten Platzt auf der Allgemeinen Belietheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich den Schaschlikspieß, der aber nur wenig vor den ebenfalls gern gewählten Rührei auf dem dritten Platz lag. Danach wurde es schwierig eine klare Platzierung zu finden, daher dürfen sich Nudeln mit Geflügel-Tomatensauce und Asia-Gerichte diesen Platz heute teilen.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch mit Maronen: ++
Preiselbeer-Birne: ++
Spätzle: ++
Erbsen: ++

Schwedenpizza – re-reloaded [30.09.2018]

Trotz des bereits recht ereignisreichen Wochenendes mit meinem Ausflug in den Taunus wollte ich es mir am Sonntag nicht nehmen lassen noch eine Kleinigkeit zu kochen. Jedoch nichts kompliziertes oder aufwändiges, viel mehr schwebte mir etwas einfaches wie eine Schwedenpizza vor, deren Rezept ich ja bereits hier detaillierter vorgestellt hatte und hier oder hier auch schon erneut zubereitet hatte. Dazu hatte ich mir bereits am Mittwoch Abend nach der Arbeit die notwendigen Zutaten besorgt und konnte jetzt am Sonntag nach meiner Rückkehr aus Südhessen zu Werke gehen.

Ich zupfte also die Dillfähnchen vom frischen Dill und zerkleinerte sie
01 - Dill zerkleinern / Mince dill

und vermischte sie dann mit 250g geriebenen Käse (Cheddar & Edamer), 3 Eiern sowie 125g Creme fraiche mit Kräutern und schmeckte alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.
02 - Mischung würzen / Season mixture

Dann backte ich die Rolle Blätterteig im Ofen kurz vor und belegte sie dann mit 300g Räucherlachs, auf den ich anschließend die Eier-Käse-Mischung auftrug und glatt strich. Auf zusätzlichen Belag wie Krabben oder geräucherte Forelle verzichtete ich dieses Mal komplett.
03 - Teig belegen / Coat dough

Das ganze kam dann für weitere 15-20 Minuten in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen.
04 - Im Ofen backen / Bake in oven

Leider zerlief mir der Belag dieses Mal sogar noch mehr als sonst, lag wohl daran dass ich zu Eier der Größe L verwendet hatte, hier hätte die Größe M vollkommen ausgereicht.
05 - Swedish salmon cake (Swedish pizza) - Finished baking / Schwedischer Lachskuchen (Schwedenpizza) - Fertig-gebacken

Außerdem war der Boden noch nicht ganz durchgebacken, weswegen ich es für weitere fünf Minuten auf der zweituntersten Schiene erneut in den Ofen schob. Danach ließ ich den Kuchen kurz ruhen und zerteilte ihn dann mit Hilfe eines Pizzaschneiders in Dreiecke.
06 - Swedish salmon cake (Swedish pizza) / Schwedischer Lachskuchen (Schwedenpizza) - Serviert

Was soll ich sagen? Es war lecker wie immer – sowohl im heißen als auch im abgekühlten Zustand. Ein wunderbares Rezept – der Schwedische Lachskuchen oder Schwedenpizza ist und bleibt eines meiner Lieblingsrezepte der schnellen und unkomplizierten Küche.

07 - Swedish salmon cake (Swedish pizza) - Side view / Schwedischer Lachskuchen (Schwedenpizza) -  Seitenansicht

Gemüsestrudel auf Ratatouillegemüse & Quarkdip [27.09.2018]

Eigentlich wollte ich ja heute wieder beim Special der Oktoberfestschmankerl in unserem Betriebsrestaurant zugreifen, dieses Mal ganz besonders verlockens eine 1/4 Kross gebratene Ente in Orangenjus mit Apfel – Blaukraut und hausgemachtem Semmelknödel. Doch leider kamen wir aufgrund höheren Arbeitsaufkommens circa eine halbe Stunde später als sonst ins Restaurant und da war die Ente leider schon ausverkauft. Muss aber erst kurz davor geschehen sein, denn die Thekenkraft war noch am Zusammenräumen als ich die zugehörige Theke passierte. Wirklich sehr schade – auch wenn ich so 10,50 Euro gespart hatte. Mein erster Gedanke war also, bei der Gebratene Hühnerbrust in Tika Marsalasoße und Basmatireis bei Globetrotter zuzugreifen, dann aber dachte ich daran wie sehr ich die letzten Tage geschlemmt und Kalorien angesammelt hatte. Daher entschied ich mich dann doch für die leichteste Alternative des Tages, den Gemüsestrudel auf Ratatouillegemüse und Quarkdip aus der Sektion Vitality der regulären Speisekarte. An den Schinkennudel mit Ei und Tomatensoße oder den Asia-Thai-Gerichten wie Gebackene Ananas und Banane mit Honig oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamansauce hatte ich weniger Interesse.

Vegetable strudel with ratatouille & curd dip / Gemüsestrudel auf Ratatouillegemüse & Quarkdip

Der Gemüsestrudel zählt zu den vegetarischen Standardgerichten hier im Betriebsrestaurant und bot auch heute keine besonderen Überraschungen – weder im positiven noch im negativen Sinne. Die angenehm knusprige und offensichtlich frische Strudelrolle war gefüllt mit einer Mischung aus Kartoffelbrei, Erbsen, Möhren und grünen Bohnen, dazu gab es eine angenehm fruchtige Ratatouille-Zusammenstellung mit Zucchini, Aubergine, Zwiebeln, und Tomaten in einer mit Kräutern und anderen Zutaten würzig angemacht Sauce. Der Quarkdip – und er bestand wirklich nur aus frischem Quark, diente schließlich noch dazu den Strudel damit zu verfeinern und ihm etwas die Trockenheit seiner Teighülle zu nehmen. Insgesamt ein gutes und bodenständiges vegetarisches Gericht. Ich war zufrieden.
Leider konnte ich nicht mehr ermessen wie beliebt heute die Ente gewesen wäre, aber was die anderen Gerichte anging würde ich sagen dass die Hähnchenbrust Masala heute wohl das Rennen um den ersten Platz für sich entscheiden konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Schinkennudeln, aber nur sehr knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei. Der Gemüsestrudel folgte auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlussurteil:
Gemüsestrudel: ++
Ratatouille: ++
Quarkdip: ++