Hähnchenbrust Riz Casimir [09.03.2018]

Zum Abschluss der Schweizer Woche in unserem Betriebsrestaurant hatte man mit Hähnchenbrust “Riz Casimir” mit Langkornreis und Mandeln ein Gericht auf die Speisekarte aufgenommen, dass mit seiner Kombination aus exotischen Früchten und geschnetzeltem Fleisch eigentlich gar nicht vermuten lässt, dass es sich hier etwas handelt dass in der Eidgenossenschaft erfunden wurde. Doch es tauchte der Legende nach das erste Mal im Jahr 1952 auf der Menukarte eines schweizer Mövenpick-Restaurant auf. Vermutlich liegt ihm allerdings ein indisches Rezept zu Grunde, der Name erinnert ja auch stark an Reis Kashmir. Aber auch das Gebratene Thunfischsteak mit Blattspinat und Meerrettichsauce, dazu Bandnudeln bei Globetrotter besaß einen gewissen Reiz – auch wenn ich ja bekanntlicherweise kein großer Freund von Meerrettich bin. Am Milchreis mit heißen Kirschen und Zimt-Zucker bei Tradition der Region oder den Asia-Thai-Angeboten wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce hatte ich jedoch kein näheres Interesse. Letztlich blieb ich also beim Riz Casimir, dazu gab es noch ein Schälchen Bulgursalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Riz Casimir

Im Gegensatz zum originalen Rezept für Riz Casimir war bei diesem Gericht das Fleisch nicht geschnetzelt worden, viel mehr hatte man eine ganze Hähnchenbrust-Hälfte gebraten und sie in die Mitte eines Kranzes aus Langkornreis platziert, um sie anschließend mit der Currysauce mit Stücken von Pfirsich und Banane, zwei Peperonici sowie einigen Mandeln zu garnieren. Im Gegensatz zur Poulardenbrust von gestern war das Geflügelfleisch aber dieses Mal angenehm saftig geblieben und außerdem auch schön mager und zart. Dazu passte gut die leicht pikante und fruchtige Currysauce mit ihren zahlreichen Fruchtstückchen. Die beiden Peperonici, eingelegte milde Peperoni, fügten dem Gericht eine leichte pikante Note hinzu, die schließlich durch den leicht nussigen Mandelgeschmack sehr gelungen abgerundet wurde. Nicht unbedingt ein Gericht, das ich der schweizer Küche zugeordnet hätte, aber sehr lecker. Ein schöner Abschluss der Schweizer Woche. Dazu passte erstaunlich gut der leicht tomatig-fruchtige, mit kleinen Gemüsestückchen von Zucchini und Paprika vermischte Bulgursalat, der mit einer zusätzlichen Zitronen- oder Limonennote angenehm aufwarten konnte.
Bei den anderen Gästen war der Zuspruch zum Thunfischsteak mit kleinem Vorsprung am höchsten, daher gebührt ihm wohl der erste Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Aber der Riz Casimir folgte knapp dahinter auf Platz zwei. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und Platz vier belegte schließlich der Milchreis.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust: ++
Frucht-Currysauce: ++
Langkornreis: ++
Bulgurslat: ++

Poulardenbrust mit Pfifferlingrahmsauce & Maccaire-Kartoffeln [08.03.2018]

Als ich heute die Speisekarte unseres betriebsrestaurants prüfte, war ich sofort stark hin und her gerissen zwischen der Gebratenen Poulardenbrust mit Pfifferlingrahmsauce, grünen Bohnen und Maccaire-Kartoffeln bei Globetrotter und dem Rindsbraten nach Tessiner Art in Merlot geschmort, dazu Bandnudeln und Karottenim Ramen der aktuellen Schweizer Woche. am Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Tradition der Region oder den Asia-Thai-Angeboten wie Gebackene Ananas und Banane bzw. Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in Massamansauce hatte ich kein Interesse. Doch als ich heute, aufgrund anderer Termine erst später als sonst, um etwa 13:00 Uhr, in den Speiseraum kam, hatte sich das Problem bereits erledigt: Der Rindsbraten war bereits aus. Allerdings waren auch die Bohnen gerade nicht verfügbar, darauf hätte man mindestens fünf Minuten warten müssen. Aber es waren noch Möhren vom Rindsbraten übrig, weswegen ich mir das Geflügelgericht einfach ersatzweise mit Möhren kombinieren ließ.

Chicken breast with chanterelle cream sauce & maccaire potatoes / Poulardenbrust mit Pfifferlingrahmsauce und Maccaire-Kartoffeln

Bei den Maccaire-Kartoffeln handelte es sich eine Art Kroketten in Talerform mit einer dünnen knusprigen Hülle und einem weichen, mit Kräutern versetzten Art Kartoffelbrei im Inneren. Eindeutig industriell gefertigte Fertigware, aber dennoch eine leckere Sättigungsbeilage. Und auch an den Pariser Möhren, die leicht süßlich – wahrscheinlich mit Honig – angemacht waren gab es nichts auszusetzen. Bei der Poulardenbrust fiel als erstes auf, dass ein Knochen daraus hervor reckte und ich befürchtete schon, dass sich noch mehr Knochen im Inneren finden würden – doch ich hatte mich getäuscht, der kleine Knochen war ein Einzelstück und der Rest des Poulardenbrust-Stücks bestand aus verwertbaren Fleisch.

Bone from chicken breast / Knochen aus Poulardenbrust

Leider war das zarte Fleisch unter der dünnen, knusprig gebackenen Haut leicht trocken, aber glücklicherweise gab es zum Fleisch reichlich von der cremigen Pfifferlingrahmsauce um dem etwas entgegen zu wirken. Und sogar echte Pfifferlinge fanden sich in der angenehm würzigen Sauce. Letztlich war es zwar schade, dass ich nicht in den Genuss des Rinderbratens gekommen war, aber die Poulardenbrust hatte sich als gute Alternative erwiesen.
Es waren aufgrund meines späten Eintreffens nur noch wenige Gäste im Betriebsrestaurant und die meisten hatten kurioserweise Rührei auf ihren Tabletts – ich glaube die Poulardenbrust war kurz nach mir wohl auch ausgegangen. Daher verzichte ich heute mal darauf eine Beliebtheitsskala aufzustellen – sie würde aufgrund zu weniger Messwerte einfach kein objektives Bild abgeben.

Mein Abschlußurteil:
Poulardenbrust: ++
Pfifferlingrahmsauce: ++
Möhren: ++
Maccaire-Kartoffeln: ++

Chüglipastetli mit Bratkügli & Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat [07.03.2018]

Das heutige Gericht der Schweizer Woche in unserem Betriebsrestaurant, Chüglipastetli gefüllt mit Bratkügli und Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat hatte mit einem Gefüllten Spießbraten vom Schwein mit Dunkelbiersauce und geschmorten Kraut, dazu Kartoffelklöße im Bereich Tradition der Region schwere Konkurrenz bekommen während die 3 Matjesfilets in einerSauce aus saurer Sahne, Frühlingszwiebeln, Apfelwürfel und frischen Kräutern, dazu Bratkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter schon aus zu sein schien. Ich musste dabei an ein früheres Matjesfilet denken, das ich probiert und für vollkommen ungenießbar deklariert hatte. Jetzt fragt sich ob das heutige einfach zu knapp kalkuliert, überaus beliebt oder vorsorglich aus dem Verkehr gezogen war. 😉 Ich hätte es eh nicht genommen, denn ich hatte mich ja auf die schweizerischen Gerichte eingeschossen, davon konnten mich auch die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder nicht abhalten. Allerdings wurde der Salat zu den Chüglipastetli wie üblich ohne Dressing serviert, so dass ich mich an der Salattheke noch mit einem Dressing meiner Wahl versorgen musste. Dabei entschied ich mich für Balsamico, da kann man meiner Meinung nach nicht viel falsch machen.

Swiss pastry with meatballs & mushrooms in white wine sauce & wild herbs salad / Chüglipastetli mit Bratkügli & Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat

Und ich hatte mich gut entschieden, dann das Balsamico-Aroma des Dressings passte wunderbar zu dem knackigen und äußerst frischen Grünzeug, das hier in mehr als ausreichendem Umfang zu den gefüllten Pasteten serviert wurde. Dabei konnte ich allerdings nicht beurteilen, ob es sich hier wirklich um einen Wildkräutersalat handelte, bin normalerweise nicht so der Salatesser – es sah aber deutlich anders aus als der deutsche Standard-Salat. Ich musste mit meinem weißen Hemd nur aufpassen, mich nicht mit Spritzern des Balsamico zu beflecken. Viel wichtiger als der Salat waren aber die beiden etwa kinderfaustgroßen, wunderbar knusprigen und frischen Pasteten, die mit einer Mischung aus kleinen Mettkügelchen und Pilzen, vornehmlich Champignons, in einer cremigen, würzigen und mit Kräutern versehenen Cremesauce gefüllt und mit je einem Cracker garniert worden waren.

Swiss pastry - Lateral cut / Chüglipastetli - Querschnitt

Sehr lecker, eindeutig eines der besseren Schweizer Gerichte diese Woche – ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl. Und das obwohl ich ja eigentlich nich so der Salat-Fan bin.
Bei den anderen Gästen lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten, natürlich der gefüllte Schweinebraten am höchsten in der Gunst und konnte sich mit klarem Vorsprung Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Und auch beim zugegebenermaßen engen Kampf um Platz zwei konnten sich die Pasteten nicht gegen die ebenfalls sehr gern gewählten Asia-Gerichte durchsetzen und landeten somit auf einem sehr guten, aber dritten Platz. Die Matjesfilets konnte ich nirgendwo entdecken, daher werden sie in der Wertung nicht berücksichtigt.

Mein Abschlußurteil:
Chüglipastetli: ++
Wildkräutersalat: ++

Schweizer Alpen-Makrönli mit Speck & würziger Gruyeresauce [06.03.2018]

Obwohl die Schweinswürste auf Sauerkraut mit Bratensauce und hausgemachten Kartoffelpüree bei Globetrotter ebenfalls sehr verlockend aussahen und dufteten, entschied ich mich erneut dazu beim Schweiz-Special unseres Betriebsrestaurants zuzugreifen, wo heute Schweizer Alpen-Makrönli mit Speck und würziger Gruyeresauce auf der Speisekarte zu finden war. Das Paprikageschnetzelte von der Pute mit Butternudeln bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote von der Wok-Theke wie Gebratener Tofu mit Thaigemüse in Austernsauce oder Pia Pad Prik – Gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Massamansauce kamen nicht in die nähere Auswahl. Allerdings entschied ich mich dazu, noch etwas Mischgemüse in Cremesauce von der Gemüsetheke mit auf mein Tablett zu laden.

Swiss alps cheese noodles with bacon / Schweizer Alpen-Makrönli mit Speck & würziger Gryersauce

Meines Wissens macht man die traditionellen Makrönli ja aus Hörnchen-Nudeln und nicht aus Penne, aber darüber konnte ich hinweg sehen. Unter einer großzügigen Portion offensichtlich hausgemachter Röstzwiebeln fanden sich also mit einer leider nicht ganz so würzigen Käsesauce sowie in kleine Stücke Frühstücksspeck vermischten Nudeln, die genau gut als Mac&Cheese hätten durchgehen können. Hier wäre es schöner gewesen wenn man richtige Speckwürfel und diese auch in etwas größerer Anzahl verwendet hätte. Außerdem fand ich den Käse auch viel zu lasch, aber wie eine Kollegin passend bemerkte war das wohl einfach am Massenkompatibelsten. Das Gericht war also in Ordnung, riss den Esser aber auch nicht gerade vom Hocker. Dazu hatte ich mir eine Mischung aus Erbsen, orangen und gelben Möhren, grünen Bohnen und Blumenkohl in einer mit Kräutern versetzten, cremigen Käse-Sahne-Sauce als Gemüsebeilage gewählt, die sich für Gemüsetheke-Insassen als absolut akzeptabel erwiesen und das Gericht um ein paar Vitamine ergänzten – auch wenn sie bereits teilweise etwas zerköchelt erschienen. War ok, auch wenn ich im Nachhinein denke ich wäre mit den Bratwürsten oder dem Thai-Fisch besser bedient gewesen.
Bei den anderen Gästen lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten, die Bratwürste am höchsten in der Gunst und konnte sich so unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf einem guten Platz zwei folgten aber auch schon die Alpen-Makrönli, die natürlich auch von ihrem Exoten-Bonus profitierten. Obwohl Käsespätzle, sieht man von dem Speck mal ab, ja sehr ähnlich sind. Den dritten Platz belegten knapp dahinter die Asia-Gerichte und das Paprikageschnetzelte von de Pute folgte schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Alpen-Makrönli: +
Mischgemüse: +

Zürcher Kalbsgeschnetzeltes mit hausgemachten Röstis [05.03.2018]

Beim ersten Blick in die heutige Speisekarte unseres Betriebsrestaurants fiel mir natürlich das Wiener Backhend’l mit Pommes Frites im Abschnitt Tradition der Region ins Auge. Ein inzwischen ebenfalls klassisches Gericht dieses Etablissements, dass ich ja hier und (mit Kartoffelsalat) hier bereits genossen hatte. Aber dann fiel mit auf, dass diese Woche wieder mal en Special stattfand: Es begann eine Schweizer Woche, in der typische Gerichte aus der Eidgenossenschaft serviert werden sollten. Dazu hatte die Sektion Vitality aus der Speisekarte weichen müssen. Und das heutige Angebot, Zürcher Kalbsgeschnetzeltes mit frischen Egerlingen und hausgemachten Röstis klang gleich überaus verlockend – daher entschloss ich mich doch lieber hier zuzugreifen. Die Spaghetti Al Arrabiatta bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Frühlingsröllchen sowie Gebratenes Putenfleisch mit Thaigemüse in Austernsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Passendes Gemüse oder Salat konnte ich leider nicht entdecken.

Zurich veal strips with home made hash browns / Zürcher Kalbsgeschnetzeltes mit hausgemachten Röstis

Das magere Kalbfleisch im Geschnetzelten erwies sich zwar teilweise wieder als recht kleinteilig, war aber qualitativ meiner Meinung nach absolut in Ordnung. Was mich etwas stutzig machte waren die Egerlinge, besser gesagt Champignons, die keinesfalls frisch erschienen, sondern mit eher nach Dosenware aussahen – zumal es sich teilweise winzige ganze Pilze, zum anderen in Scheiben geschnittene Egerlinge handelte. Ich mag mich da natürlich auch irren, aber sollte es sich tatsächlich um Konservenware gehandelt haben, sollte man nicht mit “frischen Egerlingen” für das Gericht werben. Dazu gab es zwei schön knusprige Röstis, sprich Kartoffelpuffer, die aber offensichtlich wirklich hausgemacht waren und aus meiner Sicht nichts zu wünschen übrig ließen. Ein paar mehr Pilze und etwas großer geschnittene Fleischstücke hätten das Gericht zwar noch besser gemacht, aber ich war auch so relativ zufrieden.
Die anderen Gäste hatten, wie nicht anders erwartet, natürlich verstärkt beim Backhend’l zugeschlagen und bescherten diesem Gericht einen deutlichen Sieg beim Rennen um Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz sah ich das Geschnetzelte, das aber nur knapp vor den drittplatzierten Asia-Gerichten. Die Spaghetti Al Arrabiata folgten mit geringem Abstand auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Zürcher Kalbsgeschnetzeltes: +
Hausgemachte Röstis: ++