Birne & Fleischpflanzerl

Heute gabs zu meiner Fleischpflanzerl-Semmel (in anderen Teilen Deutschlands würde man wohl Frikadellenbrötchen dazu sagen) noch eine Birne. Um genau zu sein eine ziemlich Monsterbirne, die ich mir wohl noch ein wenig aufheben werde, denn wenn ich die heute noch verzehre, dann brauch ich wohl kaum etwas zu mittag 😉

Guten Appetit

Coq au Vin [10.11.2009]

Neben “Asiagemüse gebraten mit Erdnußsauce nach Peking Art” und “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” aus der Asia-Ecke standen heute auch noch “Zucchini- Kartoffelgulasch mit Baguette” bei den Vitality-Gerichten, “Schweineschnitzel ‘Wiener Art’ mit Pommes frites und Zitrone” bei den traditionellen Gerichten und schließlich “Coq au Vin geschmorte Hähnchenkeule in Rotweinsauce auf Tagliatelle” bei den internationalen Speisen auf der Karte. Ein längeres Meeting mit Geburtstagskuchen am Vormittag führte dazu, dass ich und einige andere Kollegen erst gegen 13:00 Uhr in der Kantine auftauchten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Pommes Frites für das Wiener Schnitzel leider bereits aus und durch Kartoffelsalat ersetzt – des weiteren erwies sich das Schnitzel im Gegensatz zu dem Paprika-Rahm-Schnitzel von letzter Woche als Friteusenware, was leicht an der hellen Panade zu erkennen war. Und der Zuchini-Kartoffelgulasch glich von Aussehen her sehr dem Kürbis-Gemüse-Eintopf von gestern. Also fiel meine Wahl auf den Coq au Vin, den ich noch mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke komplettierte.

Coq au Vin

An der Keule war leider nicht besonders viel Fleisch dran, dafür war das vorhandene Fleisch zart und ohne viel unnützes Fett oder Sehnen und ließ sich außerdem sich leicht mit Messer und Gabel vom Knochen schälen, ohne dass man sich die Finger schmutzig machen musste. Die lauwarmen Nudeln waren eher eine reine Sättigungsbeilage, die ich mir mit der leckeren Rotweinsauce schmecken ließ. Alkohol war dort nach dem Kochen natürlich keiner mehr drin. 😉 Das Gemüse aus Karotten, Bohnen, Erbsen und Blumenkohlröschen schließlich war leider – wohl aufgrund der späten Stunde – kaum mehr als Handwarm, was den Genuß leider etwas trübte. Aber davon abgesehen war der Inhalt der kleinen Schale in Ordnung. Ein gutes, leicht überdurchschnittliches Mittagsmahl – aber leider nicht mehr.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenkeule: ++
Tagiatelle: +
Rotweinsauce: ++
Gemüsebeilage: +

Kiwi, Leberkäse & Banane

Gestern Abend habe ich mich gleich noch mal mit frischem Obst eingedeckt. – darunter Kiwis, Bananen und Birnen. Leider scheint es aktuell nur Riesenbirnen zu geben (sieht man mal von den etwas verkümmert daher kommenden, überteuerten Bio-Früchten ab) – daher verzichtete ich heute früh eine Birne zu meinem Frühstück hinzuzufügen und wählte statt dessen Kiwi und Banane. Die Kiwi ist zwar noch etwas fest – vielleicht sollte ich sie doch noch einen Tag liegen lassen – aber die Banane wird, neben der bereits angefangenen Leberkäs’semmel heute auf jeden Fall noch dran glauben müssen.

Guten Appetit

Die Kaki-Frucht – mal näher betrachtet

Kaki chopped

Heute bin ich endlich mal dazu gekommen die Kaki zu testen. Dieses auch unter den Namen Honigapfel, Persimone oder Sharonsfrucht bekannte Obst war mir in der ganzen Form bisher unbekannt, nachdem ich sie nun geöffnet hatte weiß ich, dass ich sie schon vor Jahren in den Obstsalaten vom Asia-Obst- & Gemüseladen in der Oberlauengasse in Jena(siehe dazu hier oder hier) gegessen hatte und sie dort immer – Asche auf mein Haupt – für eine Melonenart gehalten hatte. Schäm
Die Haupterntezeit der Kakis, deren weltweite Ernte im übrigen zu 90% aus China, Japan und Korea stammt, ist Oktober und November – wir befinden uns also derzeit tatsächlich in der Haupterntezeit für die Frucht. Vor allem in Asien werden diesen Früchte heilende Wirkungen zugeschrieben – vor allem bei Magenproblemen und Bluthochdruck, aber auch bei Husten soll sie helfen.
Des weiteren sind Kakis parthenocarp, das heißt dass sie auch Früchte ansetzen, wenn die Blüten nicht bestäubt werden. Kommt es zur Bestäubung bilden sich im Fruchtfleisch bis zu acht Samen und die Früchte werden etwas größer. Im unreifen Zustand enthalten die Früchte viel Tannin, was ihren Geschmack etwas herber macht (was an Birne und Aprikose erinnert), je reifer sie jedoch werden lässt dieser Geschmack immer mehr nach. Außerdem findet sich viel Beta-Carotin (Provitamin A) darin, was sie ernährungsphysiologisch sehr interessant macht.
Da sie die Frucht bereits einige Tage gelegen hatte, ließ sie sich mit Hilfe des extra zu diesem Zweck mitgebrachten Messers (in der Etagenküche auf Arbei gabs leider keine Messer) leicht zerteilen. Ich entschied mich dafür, sie in kleine Schnitzen zu schneiden und das Fruchtfleisch dort heraus zu verzehren. Die Alternative mit dem “Auslöffeln” erschien mir doch eher unpraktisch. Die Schale kann man zwar angeblich bei reifen Früchten gefahrlos mit verzehren, aber so weit wollte ich dann doch nicht gehen.
Geschmacklich erwies sie sich als recht süß, mild und etwas pelzig, ohne dabei jedoch unangenehm zu sein. Das Fruchtfleisch war wenig faserig, sondern eher homogen weich. Kerne fanden sich keine darin, was entweder darauf hinweist dass es sich hier um Früchte von unbestäubten Bäumen oder aber einer Sonderzuchtform wie z.B. der Sharon-Kaki aus Israel handelt. Ich tippe mal auf ersteres.
Nicht unbedingt meine neue Lieblingsfrucht, ich mag es eher säuerlich, aber man kann die Kaki durchaus mal essen. Vor allem weil ich noch zwei rumliegen habe, die ich mir im Laufe der Woche mal zu Gemüte führen werde. 😉

Kürbis-Gemüse-Eintopf [09.11.2009]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant kann ich wohl eher als Durchwachsen bezeichnen. Mein Favorit beim ersten Betrachten des Angebotes war wohl das “Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln“, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Die “Gefüllte Paprikaschote auf Tomatensauce und Kartoffelpüree” bei den traditionell-regionalen Gerichten reizte mich hingegen weniger. Und auch der Asia-Bereich mit “Gebratenem Curry- Gemüse nach Thai Art” und “Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum, Thaigemüse in Austernsauce” reizte mich nicht besonders – bei letzterem wohl vor allem weil ich Austernsauce nicht kenne und es heute auch nicht probieren wollte. Also fiel meine Wahl auf den “Gratinierten Kürbis- Gemüse- Eintopf” aus der Abteilung Vitality, ein rein vegetarischer Eintopf, der mein Interesse geregt hatte.

Gratinierter Kürbis-Gemüse-Eintopf / pumpkin veg stew au gratin

Bei Gelegenheit sollte ich dem Koch wohl mal sagen, dass man unter “gratinieren” etwas anderes versteht als eine mit Käse überbackenes Stückchen Baguette auf das Gericht zu legen – aber das nur am Rande erwähnt.
Der Eintopf selbst erwies sich auf jeden Fall als angenehm deftig. Außer dem Kürbis fanden sich auch Kartoffeln, Mais, Paprika, Wirsing und so glaube ich erkannt zu haben auch ein wenig Sellerie. Schmeckte wirklich sehr gut, trotz des fehlenden Fleisches. Das Gemüse war durchgehend gut durch gekocht und dabei weder zu hart noch zu weich geworden. Kann man durchaus mal machen muss ich sagen. Allerdings hielt die Sättigung irgendwie nicht so lange wie sonst, wie ich gegen 17:30 Uhr feststellen musste. Ob das nun am vegetarischen Essen oder auch nur einem unerwarteten Appetitschub lag kann ich jedoch nicht sagen. Alles in allem fand ich dem Kürbis-Gemüse-Eintopf jedoch wirklich lecker. Nur das mit dem gratiniert empfand ich eindeutig als Etikettenfälschung – dennoch soll es nicht mit in die Bewertung einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Kürbis-Gemüse-Eintopf: ++