Fischpfanne Vitality [16.09.2009]

Wie ja aus meinem vorherigen Bericht hervorgeht, halte ich mich momentan beruflich bedingt in der bayrischen Landeshauptstadt München auf. In Rahmen dieses Aufenthalte begaben wir uns heute in eine Kantine in Aschheim-Dornach bei München, um dort unser Mittagsmahl zu verzehren.
Die Auswahl war recht groß – drei asiatische Gerichte standen auf der Karte, außerdem gab es Salate und Desserts verschiedenster Art, Cevapcici mit Tomatenreis und schließlich die Fischpfanne Vitality für die ich mich entschied. Am Rande erwähnen möchte ich hier noch die Tatsache, dass es in dieser Kantine tatsächlich eine Glasvitrine gibt, in der die angebotenen Speisen in Real ausgestellt sind. Muß mal schauen ob ich mal ein Foto davon machen kann – so etwas habe ich nur mal in den USA mit Nachbildungen der Gerichte gesehen, aber noch nie so.

Fischpfanne Vitality

War wie in Kantinen leider so oft nicht mehr ganz heiß, aber die Zusammenstellung traf meinen Geschmack ganz gut. Zwischen den drei bis vier Fischsorten man verwendet hatte fanden sich neben Krabben und Lachs leider auch kleine Tintenfischarme mit Saugnäpfen daran – etwas was ich normalerweise nicht so besonders mag – aber es tat dem geschmacklich sonst eher positiven Gesamteindruck keinen Abbruch. Natürlich waren auch einige Gräten dabei – aber bei Fisch muss man damit ja immer rechnen. Des weiteren bestand die Pfanne aus Kartoffelspalten, Zwiebeln und weiterem Gemüse. War ok und reichte aus, um mich nicht hungrig durch den Nachmittag gehen zu lassen. Aber unsere Betriebskantine ist auf jeden Fall besser – dass muß ich hier mal anmerken.

Mein Abschlußurteil:
Fischpfanne Vitality: +

Sangeet in München [Qype]

MuenchenEssen & TrinkenRestaurantsIndisch

Gestern bin ich mit zwei Kollegen chinesischer Herkunft in München angekommen und wollte noch etwas essen gehen. Mit Hilfe meiner iPhone App “AroundMe” stieß ich auf das Sangeet und konsultierte darauf hin Qype um die bisherigen Beurteilungen zu begutachten. Nachdem ich die durchgehend positiven Bewertungen gelesen hatte, entschieden wir uns dafür dort zu Abend zu essen. Freundlich wurden wir von einem Kellner mit Turban begrüßt und an unseren Platz geführt – trotz späteren Dienstag Abends waren doch relativ viele Tische besetzt.

Sangeet München

Ein Blick in die Speisekarte zeigte, dass die Preise für die exklusive Lage nahe des Odeonsplatzes angemessen waren: Sie gingen in etwa bei 10 bis 11 Euro los. Das Angebot war reichlich, ohne allzu überladen zu wirken: Einige indische Vorspeisen und viele verschiedene Gerichte nach Art des Fleisches bzw. Vegetarisch sortiert. Wir fanden Fisch, Huhn, Lamm-, Rind- und Schweinefleischgerichte sowie noch ein Angebot an verschiedenen Biryanis.

Speisekarte Sangeet

Neben einigen Gerichten fanden sich zwischen ein und fünf Chilischoten-Symbole, welche die Schärfe der Gerichte anzeigten. Ich entschied mich für das mit zwei Chilischoten markierte “Chicken Nilgiri” – einem Gericht mit Huhn, Rahmspinat, Chili, Safran und Kokos. Als Vorspeise wählten wir für alle überbackenes Naan. Hätten wir gewusst dass es auch ohne diese Bestellung einen Korb hauchdünnes Fladenbrot mit vier Saucen (mild, süß, leicht und sehr scharf) gab, hätten wir wohl darauf verzichtet.

Vorspeise mit 4 Saucen

An dieser Stelle sei noch vermerkt dass der Ober stets freundlich und aufmerksam war, ohne dabei jedoch auch nur einen Moment aufdringlich zu wirken. Er beriet wo es notwendig war und war auch gern zu einem kurzen Smalltalk bereit – ein sehr positives und lobenswertes Verhalten.
Nach recht kurzer Wartezeit wurden schließlich unsere Speisen in kleinen Messingtöpfen serviert – dazu gab es einen großen Teller mit Basmatireis für alle.

Chicken Nilgiri

Obwohl ich ein mit nur zwei Chilischoten markiertes Gericht gewählt hatte, musste ich schnell feststellen dass Schärfe hier wirklich ernst genommen wurde – nicht an europäische Geschmäcker angepasst wie man es so oft in indischen Restaurants erlebt. Und trotz des Tatsache dass ich scharf mag, kam ich bei meinem Chicken Nilgiri wirklich leicht ins Schwitzen. Also Vorsicht: Scharf heißt im Sangeet wirklich scharf – sogar sehr scharf. Ich möchte nicht wissen was das mit fünf Chilischoten markierte Chicken Madras auf meiner Zunge hervorgerufen hätte.
Alles in allem kann ich das Sangeet nur empfehlen. Die Preise für ein Abendessen sind zwar nichts für den kleinen Geldbeutel, aber für einen Liebhaber der indischer Küche ist dieses Restaurants nach meinem aktuellen Kenntnisstand eindeutig eine der ersten Adressen in München. Beide Daumen hoch!

Mein Beitrag zu Sangeet – Ich bin JaBB – auf Qype

Erbsenschaumsüppchen [15.09.2009]

Heute standen “Bayrische Schweinerouladen gefüllt mit süßem Senf und Wonnekraut, dazu Butterböhnchen und Kartoffelklöße” und ein “Erbsenschaumsüppchen mit magerem Kassler, geschlagener Sahne und einem kleinen Geheimnis (Der Erste, der das Geheimnis herausschmeckt, bekommt ein Eis gratis!) ” zur Auswahl. Da mir die Kohlroulade heute zu viel geworden wäre – ich hatte nicht so großen Hunger – entschied ich mich für das Erbsenschaumsüppchen.

Erbsenschaumsüppchen

Und das Süppchen erwies sich als wirklich lecker. War zwar ziemlich dünn, weshalb sich die festen Komponenten aus Erbsen und magere Kassler auf dem Bild auch alle auf dem Boden abgesetzt hatten – aber die Zusammenstellung muss ich wirklich als geschmacklich gelungen bezeichnen. Ich bröselte mir dennoch etwas vom recht frischen Weißbrot hinein, um etwas mehr Substanz zu bekommen. Auf die geheime Zutat kam kam ich leider nicht – ich gab zwei Tipps bei unserem Koch ab, erntete aber leider nur ein Kopfschütteln. Somit war mir ein Gratis-Eis als Nachtisch nicht vergönnt. Aber was solls – das Wetter war heute mir leichter Bewölkung und kühlen Temperaturen sowieso nicht so ideal für ein Eis.

Mein Abschlußurteil:
Erbsenschaumsüppchen: ++
Weißbrot: ++

Mettbrötchen mit Zwiebeln

Heute fand ich auf dem morgendlichen Brötchenwagen etwas, was es nicht alle Tage gibt: Ein Gehacktes- bzw. Mettbrötchen mit Zwiebeln. Da schlug ich natürlich gleich mal zu. Die Menge des Gehacktes war leider recht gering und unser Koch, der übrigens bekennender Berliner ist, hat auch offensichtlich kein reines Schweinemett verwendet – ich bin eher der Meinung das es kräftig gewürztes Halb und Halb Gehacktes mit etwas Tartar darin war. Hat aber gut geschmeckt – auch wenn für meinen persönlichen Geschmack das Zwiebeln-Hackfleisch-Verhältnis etwas zu sehr zugunsten der Zwiebeln verschoben war…

Original Texas Spareribs [14.09.2009]

Zum Wochenanfang hatte sich unser Koch gleich wieder eine interessantes Speiseangebot ausgedacht. Zur Auswahl standen “Original Texas-Spareribs – gegrillte Schweinerippchen in BBQ-Marinade, dazu Original Texas Bratkartoffeln und Original Texas Krautsalat” und “Bœuf Stroganoff – Rindergeschnetzeltes mit Champignons, Paprika und Gewürzgürkchen, dazu Curryreis“. Auch wenn das Bœuf Stroganoff mit Sicherheit die kalorientechnisch klügere Wahl gewesen wäre, entschied ich mich nach kurzem überdenken dann doch für die Spareribs.

Original Texas Spareribs

Im ersten Moment dachte ich, dass die Spareribs etwas angebraten wären, doch der Eindruck täuschte. Schuld für die dunkle Färbung war die Panade aus Barbeque-Sauce, welche das eigentliche Fleisch regelrecht ummantelte. Leider überwiegten – wie bei Spareribs üblich – natürlich die Knochen und man kam um das verwenden der Finger beim Verzehr leider nicht ganz herum. Aber war wirklich lecker und der Aufwand lohnte sich. Dazu gab es noch “Original Texas Bratkartoffeln”, die vor allem durch die etwas gelblichere Färbung auffielen. Mit irgend etwas – vielleicht Curry – waren sie wohl auch gewürzt würden, ich konnte aber leider nicht genau herausschmecken, was außer Kartoffelscheiben, Speck und Zwiebeln noch verwendet worden ist. Aber ein interessantes Geschmackserlebnis muss ich sagen.
Letztlich fand sich noch eine ziemlich große Portion dieses “Original Texas Krautsalat” auf dem Teller (auf dem Bild größtenteils von den Spareribs verdeckt). Dieser rief bei einigen Kollegen eine etwas gemischte Reaktion hervor – dabei fielen so Aussagen wie “Das kann ja nur jemanden ohne Geschmacksnerven oder einem Engländer schmecken. Ich persönlich empfand das nicht so – mir hat er mit seinen Karotten, Kraut und dem Crémedressing gut geschmeckt.
War in der Summe ein wirkliches leckeres Gericht – auch wenn der Verzehr etwas aufwändiger war als ich das eigentlich bevorzuge…

Mein Abschlußurteil:
Original Texas Spareribs: ++
Original Texas Bratkartoffeln: ++
Original Texas Krautsalat: ++