Linsen-Frikadellen mit Bratkartoffeln – das Rezept

Heute entschloss ich mich dazu, mal etwas “bodenständiger” zu kochen und wählte als Gericht Frikadellen und Bartkartoffeln. Um das ganze etwas aufzupeppen suchte ich mir dazu eine etwas abweichende Zubereitungsform für die Frikadellen und stieß dabei auf Frikadellen mit roten Linsen. Doch dazu später mehr – denn zuerst kamen die Kartoffeln an die Reihe.
Es ist ja ein wahrer Glaubensstreit ob man Bratkartoffeln nun aus Pellkartoffeln oder frischen, ungekochten Kartoffeln fertigt. Ich bin zwar auch Rezepte gestoßen, die Salzkartoffeln verwenden, aber das ist nur eine ganz kleine Fraktion, die ich hier mal außen vor lassen möchte. Ich selbst kenne es eigentlich nur mit Pellkartoffeln – am besten vom Vortag und abgekühlt, damit sie beim schneiden nicht so zerfallen. Daher kochte ich mir gestern Abend noch meine drei verbleibenden Kartoffeln und befreite sie nach dem Abschrecken mit kaltem Wasser sofort von ihrer Pelle. Nach dem Abkühlen wanderten sie dann leicht abgedeckt in den Kühlschrank.
01 - Pellkartoffeln

Auch beim kochen von Pellkartoffeln gibt es viele Meinungen: Die einen machen es mit reinem Wasser (wie ich), andere fügen Salz oder Gewürze wie Thymian oder Rosmarin mit ins Wasser. Kann man natürlich machen – muss man aber auch nicht. Ich bleibe da dann doch lieber bei reinem Leitungswasser.
Am nächsten Tag begann ich dann mit der Vorbereitung der Frikadellen. Zuerst weichte ich ein gutes halbes Brötchen vom Vortag in Milch ein.
02 - Brötchen in Milch

Natürlich kann man auch Wasser zum einweichen nehmen, aber ich finde dass die Frikadellen “fluffiger” und weniger fest werden wenn Milch verwendet wird – daher wählte ich diesen Weg.
Während das Brötchen sich vollsog, machte ich mich daran ein paar rote Linsen (ca 30g) abzukochen. Da rote Linsen ja geschält sind reichen hierzu 6-8 Minuten – ein vorheriges Einweichen fällt vollkommen weg. Nach dem Kochen schreckte ich sie ab und ließ sie in einem Sieb abtropfen.
03 - Linsen kochen

Das Brötchen wurde dann mit einer Gabel ausgedrückt und zusammen mit ca. 250g Hackfleisch, den Linsen sowie einem Eigelb in eine Schüssel gegeben. Ich verwende anstatt des ganzen Eis nur ein Eigelb, da ich mir habe sagen lassen dass dies zusätzlich zu weniger festen Frikadellen führt. Wir wollen ja hier keine “Bremsklötze” anfertigen. 😉
Die Masse würzte ich noch etwas mit Salz und Pfeffer – jedoch nicht zu viel, da ich dieses mal gewürztes Schweinegehacktes bekommen hatte. Normalerweise bin ich ja ein großer Fan von Frikadellen aus gemischten Gehacktes (Rind und Schwein) – aber leider hatte ich gestern nur reines Schweinegehackte bekommen.
04 - Frikadellen Zutaten

Das ganze Vermenge ich dann kräftig mit den Händen, die vorher etwas angefeuchtet werden. Von der Verwendung einer Küchenmaschine (wenn ich denn mal eine hätte) wurde wie ich bei meiner Recherche herausfand abgeraten, da sie angeblich die Struktur des Fleisches zu sehr zerfetzen würde. Na ja, was soll ich sagen? Gehacktes ist doch nichts anderes als quasi durch einen Fleischwolf zerfetztes Fleisch – da kann man nicht mehr viel mehr zerfetzen – aber vielleicht liege hier ja auch falsch.
Wer will kann auch noch etwas Samba Olek (oder heißt es doch Sambal Oelek?) in die Frikadellenmasse geben.
05 - Samba Olek

Alternativ habe ich noch Zubereitungsformen mit der Zugabe von Zwiebeln, Knoblauch, Senf, diversen Gewürzen bis hin zur Füllung der Frikadellen mit Feta-Käse im Netz gefunden. Das eine oder andere – vor allem die Füllung mit Fetakäse – werde ich auf jeden Fall mal für die spätere Zubereitung speichern.
Schließlich forme ich die Frikadellen und wälze sie abschließend in etwas Paniermehl. Auch hier streiten sich die Geister – es gibt eine große Fraktion von Kochinteressierten, die ihre Frikadellen ohne Paniermehl roh braten – ich jedoch finde es mit einfach leckerer, da die Kruste so knuspriger wird.
06 - Formen und panieren

Nun ging es an die Bratkartoffeln. Zuerst zerließ ich etwas Butterschmalz in einer Pfanne, dann ließ gab ich Speck und Zwiebeln hinzu, die ich etwas anbriet. Als letztes folgten die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln.
06 - Zwiebeln, Speck und Kartoffeln anbraten

Das ganze würzte ich nach Geschmack mit Pfeffer, Salz und etwas süßem Paprikapulver.
07 - Würzen

Kurz bevor sie fertig sind gebe ich noch immer ein bis zwei Eier hinein – das bindet das ganze noch etwas und schmeckt recht lecker.
08 - Ei dazu

Während die Bratkartoffeln auf niederiger Flamme weiterbruzzelten, machte ich mich daran die Frikadellen zu fertigen. Wieder zerließ ich etwas Butterschmalz und gab schließlich die panierten Fleischklöpse hinein, die ich unter häufigen Wenden von beiden Seiten anbriet.
09 - Frikadellen braten

Um sicher zu gehen dass sie auch durch waren, zerteilte ich die größte der drei in der Mitte – und es sah tatsächlich danach aus.
10 - Frikadelle innen

Inzwischen schienen auch die Bratkartoffeln soweit zu sein.
11 - Bratkartoffeln final

Also brauchte ich das ganze nur noch auf einen Teller zu geben und fertig war das Mittagsgericht.
12 - Gericht final

Die Frikadellen sind wirklich extrem gut gelungen – innen schön locker, draußen leicht knusprig und angenehm kräftig im Geschmack. Bei den Bratkartoffeln war ich leider nicht so zufrieden.Obwohl ich große Schreiben geschnitten hatte, waren sie mir beim Braten doch in recht kleine Stücke zerfallen. Außerdem erschienen sie trotz der Beigabe der Eier etwas trocken. Ob das nun an der Kartoffelsorte (es handelte sich um irgendwelche Bio-Kartoffeln aus dem teGut), zu viel bzw. zu wenig Fett oder zu häufigen Wenden meinerseits lag, kann ich leider nicht sagen. Für Hinweise in dieser Sache wäre ich jedoch dankbar. Geschmeckt haben sie aber denoch ganz gut – wenn auch nicht perfekt. Alles in allem ein vollwertiges und schmackhaftes, wenn auch simples Gericht.

Meine Wertung: 2,5 MG

Mit Tomate-Mozarella überbackenes Schnitzel [16.04.2008]

Als wir uns heute zum Mittagessen trafen, waren wir wie so oft erst einmal unentschlossen, wohin wir uns wenden sollten und gingen erst einmal in Richtung des hiesigen Marktplatzes. Und was wir dort auf der draußen vor dem R2 aufgestellten Tafel lasen, erweckte allgemeines Interesse. Nein, man hatte die Preissteigerung von sechs auf sechs Euro neunzig leider nicht rückgängig gemacht – aber neben den, das muß ich der Vollständigkeit halber erwähnen, existierenden günstigeren Angeboten aus Flammkuchen oder Pastagerichten erschien auch heute das “Business-Lunch” sehr interessant.

Der Gastraum war gut gefüllt und bis auf zwei Zweiertische sowie einen Vierertisch besetzt. Auf letzterem befand sich zwar ein “Reserviert”-Schild, da wir aber zu viert waren, wies man uns an dort Platz zu nehmen. Ich gehe einmal davon aus, daß diese Schilder nur dazu dienen, solche Tische für wirklich größe Gruppen frei zu halten. Wir alle bestellten das Tagesgericht und mußten etwa 20 Minuten warten, bis wir die Speisen erhielten.

Erwies sich als sehr gute Wahl – die rote Masse auf dem Schnitzel erwies sich als eine leicht scharfe Paprikasauce und die Kartoffelbällchen waren nicht etwa wie Kroketten gefüllt und frittiert, sondern schienen eher aus ganzen Kartoffeln gemacht. Dazu ein sehr schmackhafter Salat mit einem Essigdressing. Über das Verhältnis Portionsgröße-Preis kann man natürlich streiten, aber aus meiner Sicht war es aufgrund mehr als annehmbarer Qualität sehe ich heute mal darüber hinweg. Außerdem wurde ich satt, und das ist ja einer der wichtigsten Punkte bei einem Mittagessen.

Schinkensahnesauce auf Maccaroni [17.12.2007]

Wir waren etwas unentschlossen, wohin wir uns zum Mittagessen wenden sollten und entschieden uns dann kurzfristig dazu, das Angebot im R2 am Marktplatz zu prüfen. Der dortige Business-Lunch des Tages umfasste Maccaroni mit einer Schinken-Sahne-Sauce und dazu Salat. Früher waren sie ja etwas kreativer bei der Namensgebung – das Gericht klang fast zu gewöhnlich für das R2, aber sollte es halt dieses mal so sein.

Zwar bin ich ja bekanntermaßen kein großer Salatfan, aber da wir alle nicht zu viel Zeit verschwenden wollten verblieben wir gleich hier und suchten uns sogleich einen freien Tisch im Inneren des Restaurants. Es dauerte keine zwanzig Minuten, bis wir schließlich unser Gerichte auf dem Tisch hatten.

Sogleich fiel uns natürlich auf, daß der Salat fehlte – eine kurze Rückfrage bei der Bedienung klärte diese kleine Diskrepanz aber sogleich auf: Man hatte kurzerhand umdisponieren müssen und anstatt des Salates nun die Makkaroni mit Mozarella überbacken – eine kleiner Zufall der mir natürlich ganz recht war. 😉 Und für R2 Verhältnisse gestaltete sich die Portion wirklich riesig. An der Qualität gab es ebenfalls nichts auszusetzen – die Soße hätte etwas dickflüssiger sein können, das war aber dann auch schon der einzige Kritikpunkt gewesen.
Der einzige kleine Schreck ereilte uns dann beim Bezahlen der Rechnung. Wie man aus meinen früheren Berichten her sich vielleicht entsinnen kann, lag der Preis für den R2 Businesslunch bisher bei 6 €uronen. Nun verlangte man 6,90 für das Gericht – die Bedienung erläuterte uns daß es sich hier um eine bedauerliche, aber notwendige Preisanpassung handelt. Hätten wir uns das Schild genauer bis zum ende gelesen und nicht auf Erfahrungswerte vertraut, wäre uns das von Anfang an bewußt gewesen. Bleibt nur zu hoffen, daß man den Anstieg flexibel gestaltet und nicht für jede Speise nun 6,90 €uronen berechnet – denn bei dem Preis bewegt sich das R2 langsam in fast unangenehmeren Preisregionen…

Truthahnpfanne [20.09.2007]

Bei wirklich angenehmen Wetter wandeten wir uns heute in Richtung des Marktplatzes, wo ja aktuell ein Teil des diesjährigen Altstadtfestes stattfindet. Allerdings entschieden wir uns dagegen, an einer der Buden zu Mittag zu essen – denn das heutige Angebot im Restaurant & Bistro R2 klang wirklich extrem verlockend.

Es handelte sich um “Truthanhpfanne auf pikantem Gemüse mit Trüffel-Kartoffelschnee” – das ganze inkl. Softgetränk zum R2-Businesslunch-Preis von 6 €uronen. Eigentlich wäre das Wetter ideal gewesen, uns nach draußen zu setzen. Doch die Stühle dort waren noch mit einer Kette an die Tische gebunden – und eine Anfrage im Restaurant ob man die Sitzgelegenheiten freigeben könnte wurde leider abgelehnt. Also ließen wir uns im Restaurantinneren nieder.

Nach kurzer Wartezeit wurde dann des Menu des Tages serviert – und der erste visuelle Eindruck sowie der Geruch war mehr als positiv.

Beim Verzehr fielen mir jedoch zwei Punkte auf: Zum einen war das Gemüse etwas zu “al dente”, zum anderen fand ich trotz genauerem Hinsehen nichts von dem angekündigten Trüffel. Aber abgesehen davon erwies sich das Menu als wieder mal eine sehr gute Wahl. Ein weiterer sehr schmackhafter Besuch im Bistro R2.

Classic Cheeseburger [12.07.2007]

Nach langer Abstinenz begaben wir uns heute Mittag mal wieder ins Cheers – dem “amerikanischen Restaurant” am Johannisplatz. Auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, daß ein typisch amerikanisches Essen weitaus mehr sein kann als ein Burger, ein Sandwich oder ein Quesedilla, so sind es dennoch sehr typische Menus dort. Zuerst überlegte ich auch, ob ich vielleicht dieses mal nur eine der etwas kalorienärmeren Portionen nehmen sollte – dann jedoch verließen mich meine guten Vorsätze und ich wählte den Classic Cheeseburger mit den (sehr leckeren) Pommes Frites nach Art des Hauses. Dafür daß nicht wenige Tische im Cheers besetzt waren, ging es dann sogar ziemlich schnell mit dem Essen. Wir hatten gerade den passenden Zeitslot abgepasst, an dem die anderen ihr Essen bereits hatten bzw. kurz nach unserer Ankunft bedient wurden. 🙂

Vielleicht lag es daran, daß ich zu wenig Ketchup dazu gegeben hatte, aber ich fand den Burger samt Brötchen heute etwas “trocken” – wenn man das so sagen darf. Und einige der Pommes hatten etwas zu viel von der Würzmischung abbekommen – was eine leicht sandiges Gefühl auf der Zunge hinterließ, hatte man sie vorher nicht kräftig genug in Ketchup oder Mayo getunkt. Tat aber dem geschmacklichen Gesamteindruck nicht wirklich einen Abbruch. Ein mit Sicherheit nicht gesundes, dafür aber kalorienreiches und schmackhaftes Mittagessen. Und wenn man es nicht täglich macht, spricht nun auch wirklich nichts dagegen, oder?