Schweinegulasch mit Knöpfle [15.03.2010]

Zwar wäre heute das Vitality-Gericht in Form eines “Gemüseteller mit Schafskäse” die optimalste Wahl gewesen und auch die “Gefüllte Paprika mit Gemüsereis” bei den Globetrotter-Speisen wäre kalorientechnisch bestimmt optimaler gewesen. Aber meine Wahl fiel dennoch auf den “Schweinegulasch mit Knöpfle“, der heute als traditionell-regionales Angebot lockte. Außerdem hätte es auch noch zwischen kleine Frühlingsrollen und Schweinefleischstreifen mit gebratenen Gemüse an der Asia-Theke wählen können – aber meine Entscheidung stand fest. An der Gemüse-Theke gab es leider nichts wirklich passendes dazu, daher wandte ich mich an die Desserts und entdeckte dort Tiramisu-Creme, mit der ich schließlich mein heutiges Mittagessen komplettierte.

Schweinegulasch mit Knöpfle

Es handelte sich bei Gulasch mit Nudeln natürlich um ein typisches Kantinengericht, aber das was man hier aus relativ mageren Schweinefleisch, Karottenstreifen und Champignons gekocht hatte, muss ich als durchaus gelungen bezeichnen. War wirklich sehr zufrieden mit dem Gericht, zu dem die Knöpfle-Nudeln perfekt passten. Der krönende Abschluss war aber natürlich die mit zwei Schokobohnen garnierte Tiramisu-Creme, die zwar an der Oberfläche durch den Luftkontakt etwas fester geworden war, aber der lockere und leckere Gesamtgeschmack der für hiesige Verhältnisse riesige Portion ließ mich darüber hinweg sehen.
Der Renner unter den Kantinengästen war dann auch ganz eindeutig der Schweinegulasch. Platz 2 belegten meiner Meinung nach die Asia-Speisen, knapp gefolgt von der gefüllten Paprika. Das vegetarische Gericht mit Schafskäse erfreute sich deutlich weniger großer Beliebtheit, wurde aber auch gegessen. Ich war mir aber Sicher mit dem Schweinegulasch eine gute Wahl getroffen zu haben – es muss ja nicht immer etwas exotisches sein.

Mein Abschlußurteil:
Schweingulasch: ++
Knöpfle: ++
Tiramisu-Creme: ++

Pflaume, Leberkäse & Banane

Als wir gestern Nacht nach München zurückkehrten, schien sich der Winter verabschiedet zu haben. Ein paar verbliebene Schneehaufen kündeten zwar noch von seiner vorherigen Anwesenheit, aber es war deutlich wärmer als die Tage zuvor. Heute Morgen, ich hatte gerade meine hiesige Unterkunft verlassen, setzte jedoch just in diesem Moment zuerst ein leichter Schneefall ein, der sich innerhalb von nicht einmal fünf Minuten mit immer größer werdenden Schneeflocken zu einem wahren Schneeschauer aufbaute. So ganz scheint der Winter doch noch nicht aufgegeben zu haben. Während wir dann wenig später auf der Autobahn in Richtung unseres Arbeitsplatzes fuhren, verkündete das Radio auch gleich dass es nicht nur im Münchnern Raum zu diesem erneuten Kälteeinbruch gekommen ist und berichtete von zahlreichen Verkehrsbehinderungen durch den neuerlichen Schneefall. Zum Glück waren wir aber nicht betroffen und erreichten dir Firma ohne Behinderungen.
Da ich am Freitag meinen letzten Joghurt verzehrt hatte, entschied ich mich heute mal zu sündigen und bestellte mir zu meinem morgendlichen Kaffee im Kantinenbistro noch eine Leberkäs’semmel. Das ganze ergänzte ich am Arbeitsplatz dann noch mit einer Pflaume und einer Banane zu meinem heutigen Frühstück. War wirklich ein Genuß nach all den Tagen mal wieder morgens eine Scheibe Leberkäse verzehren zu können. Aber das soll natürlich nicht heißen, dass dies wieder zur Gewohnheit wird – die heutige Semmel war eindeutig nur eine Ausnahme.

Guten Appetit

Saltimbocca auf Weizensockel [12.03.2010]

Die heutige Auswahl machte es mir wieder ziemlich schwer das passende zu finden. Gut, die “Gebackene Ananas und Banane” von der Asia-Theke oder das traditionell-regionale Angebot “Apfelstrudel mit Vanillesauce” kamen für mich als Hauptspeise weniger in Frage – ich möchte zu Mittag schon gerne etwas kräftiges und nichts süßes. Da war das andere Asia-Gericht “Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce” schon viel interessanter – denn Tintenfisch gehört zu den von mir sehr geschätzten Meeresfrüchten. Aber auch das “Pagnasiusfilet auf buntem Reis mit Curry-Kokossauce” als Globetrotter-Gericht klang nicht nur gut, sondern sah auch so aus. Außerdem gab es außer der Reihe noch als Sonderangebot “Pikantes Reisfleisch“, was wohl die Reste vom gestrigen Gulasch verwertete, aber hier und hier probiert und für gut befunden wurde. Aber da ich meinen geschätzten Lesern auch mal was neues, noch nicht Dagewesenes bieten wollte, entschied ich mich letztlich für das “Saltimbocca vom Hühnchen auf Weizensockel mit Tomate und Zucchini“, welches als heutiges Vitality-Gericht angeboten wurde. Mit 533 kcal (10g Fett, 53g Kohlehydrate und 53g Eiweiß – lt. Angaben der Kantine) hatte es außerdem den Vorteil dass es angenehm leicht war. Da konnte ich mir durchaus auch noch das Rhabarberkompott leisten, welches ich mir als Nachtisch mit auf mein Tablett stellte.

Saltimbocca auf Weizensockel

Der Begriff Saltimbocca oder “Salt’ im bocca” im römischen Dialekt bedeutet so viel wie “Spring in den Mund” und zählt in seiner originalen Zubereitung mit Kalbsschnitzel als Spezialität der römischen Küche. Auf dem eigentlichen Fleisch befindet sich noch Salbei und darüber schließlich eine Scheibe meist luftgetrockneter Schinken. Dass man hier im Betriebsrestaurant, zumindest meines Eindruckes nach, eher Kochschinken verwendet hatte, sei da mal verziehen. An das Salbei hatte man aber gedacht und gleich mehrere Blätter zentral unter dem Schinken platziert. Das wurde mir geschmacklich deutlich bewusst, als ich die Mitte des zwar für Geflügelfleisch typisch trockene, aber schmackhafte Saltimbocca erreichte und das erste Stück des Salbei erwischte. Ich hatte vergessen wie würzig so ein Stück frisches, unzerkleinertes Salbeiblatt sein kann. Aber geschmacklich Einwandfrei und eindeutig sehr lecker wenn man sich daran gewöhnt hat. Der Weizensockel bestand aus gekochtem Zartweizen, einer Sättigungsbeilage die ich meines Wissens in dieser Form noch nie an einem Mittagsgericht hatte. Eine kurze Recherche hier im Blog zeigte auch, dass Zartweizen zwar schon hier im Betriebsrestaurant angeboten, aber noch nie von mir gewählt worden war. Also sozusagen eine kleine Premiere. 🙂 Geschmacklich muss ich zugeben, dass sie mich im ersten Moment an eine kleinere, deftigere, nicht süße Variante von Kellogs Smacks erinnerten, welche ja ebenfalls aus Weitenkörnern gefertigt werden. Ich musste feststellen, dass es sich bei Zartweizen durchaus um eine Alternative zu den sonst üblichen Sättigungsbeilagen wie Reis oder Kartoffeln handelt – schmeckt wirklich interessant. Das Gemüse in Form von Tomatenstücken und kleinen Zuchiniwürfeln erwies sich als eine scharf gewürzte und perfekt zum Saltimbocca passende Beilage handelte. Ein gut abgestimmtes Gericht, dass wirklich vorzüglich gemundet hat. Und schließlich auch das Rhabarberkompott war etwas ungewöhnliches, aber leckeres Dessert mit seinem doch recht säuerlichen, aber angenehmen Geschmack.
Was heute der absolute Renner unter den Gästen des Betriebsrestaurants war lässt sich wirklich sehr schwierig sagen. Das Pangasiusfilet und das Reisfleisch waren aber deutlich vorne dabei und die Asia-Gerichte dürften sich in ihrer Häufigkeit kaum von diesen beiden Gerichten unterschieden haben. Danach würde ich schon den Apfelstrudel mit Vanillesauce sehen und knapp danach das Saltimbocca. Aber alles natürlich rein subjektiv beurteilt. Ich auf jeden Fall war wirklich sehr zufrieden mit meiner Wahl und werde auf jeden Fall gerne wieder zugreifen, wenn ein solches Gericht irgendwo angeboten wird. Saltimbocca ist wirklich was ziemlich leckeres.

Mein Abschlußurteil:
Saltimbocca vom Hühnchen: ++
Zartweizen: ++
Tomaten-Zucchini-Gemüse: ++
Rhabarberquark: ++

CremeQuark, Pflaume & Mandarinen

Heute gings mal wieder früh um kurz nach sieben los in Richtung Arbeit. Da es wie auch tagsüber bis in die Nacht hinein geschneit hatte, war meine erste Aufgabe nach dem verlassen meiner hiesigen Unterkunft erst einmal, den Wagen frei zu kehren. Nachdem ich dann meinen Kollegen abgeholt hatte, fuhren wir über teilweise noch ziemlich glatte und ungeräumte Straßen zur Autobahn und schließlich zur Arbeit. Zum Glück fuhren die meisten Leute den Wetterverhältnissen angepasst und wir kamen recht gut durch. Den morgendlichen Kaffee kochte ich mir heute mal selbst, da mir nach etwas stärkerem war als das, was im Kantinenbistro angeboten wird. Er lief noch durch die Kaffeemaschine, als dieses Foto entstand. Zum Frühstück gabs dann heute einen CremeQuark der Firma Ehrmann, eine Pflaume und zwei Mandarinen. Sehr lecker dieser CremeQuark muss ich sagen – und mit 157kcal bei 4,5g Fett für das 150g Becherchen auch gar nicht so übermässig Brennstoffreich. Quark ist schon wirklich was feines und liegt in meiner Präferierung eindeutig etwas vor dem Joghurt. 🙂

Guten Appetit

Biergulasch mit Semmelknödel [11.03.2010]

Warum ich heute den “Biergulasch vom Rind mit Semmelknödel” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Gerichte der heutigen Globetrotter-Speise, einer “Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis” vorzog kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Das Vitality-Angebot “Parpadelle mit Blattspinat und Kren” sah außerdem auch ganz gut aus, aber auf Kren – so nennt man hier in Bayern und in Teilen Österreichs Meerrettich – hatte ich heute keinen Appetit. Aber auch die Asia-Angebote heute, u.a. “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce” waren nicht von der Hand zu weisen – aber dennoch bestellte ich mir den Biergulasch mit Semmelknödel (Alternativ gab es auch normale Kartoffelknödel dazu ) und fügte dem ganzen eine heute etwas größer geratene Portion Banane-Zitronen-Mousse hinzu. Waren bestimmt die Reste von gestern, aber das war mir egal.

Biergulasch mit Semmelknödel

Der Biergulasch selbst war prinzipiell ganz gut, jedoch fand ich die Sauce etwas sehr dünn geraten. Davon aber abgesehen war er würzig-pikant und mit reichlich mageren Rindfleisch sowie roten und grünen Paprikawürfeln gespickt. Am Semmelknödel schließlich war absolut nichts auszusetzen – er erfüllte geschmacklich alle Anforderungen, die ich an eben einen Semmelknödel stelle. Und auch der Nachtisch in Form des bereits gestern für gut befundenen Bananen-Zitronen-Mousse erfüllte meine Erwartungen und bildete einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahles.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala lancierte heute aber heute die Hähnchenkeule mit Curryreis. Auf den zweiten Platz würde ich die Asia-Gerichte und dann erst den Biergulasch setzen. Die Parpadelle mit Blattspinat zierten auch einige Teller, aber es ware deutlich weniger als bei den anderen Gerichten. Im Nachhinein gesehen wäre die Hähnchenkeule mit Sicherheit die optimalste Wahl heute gewesen, aber letztlich war ich auch mit dem Biergulasch relativ zufrieden.

Mein Abschlußurteil:
Biergulasch: +
Semmelknödel: ++
Bananen-Zitronen-Mousse: ++