Weiße Currywurst mit Pommes [04.02.2010]

Mein erster Gedanke war heute eigentlich gewesen, die “Gaeng Keaw Wan Gung Sapparod – Gebratene Garnelen mit Ananas und frischem Gemüse in scharfem grünem Curry” aus der Asia-Sektion zu wählen, im Gegensatz zu dem anderen Angebot dort, “Gebratener Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce“, klang dies aus meiner Sicht wirklich lecker und ich liebe ja bekanntlichermaßen Garnelen. Doch ich erkannte dass ich meinen Bloglesern ja noch die Alternative zu der Roten Currywurst mit Pommes vom November letzten Jahres schuldig war, daher entschied ich mich dann doch für dieses traditonell-regionale Gericht. Optional hätten noch bei Vitality “Gratinierter Kürbis- Gemüse- Eintopf” (den ich hier schon probiert hatte) und bei Globetrotter ein “Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Zwiebeln und Röstkartoffeln” (das ich hier und hier schon hatte) auf der Karte gestanden. Dazu nahm ich mir noch etwas zunächst undefinierbares von der Nachtisch-Theke.

Weiße Currywurst mit Pommes

Die Annahme, dass es sich bei der “Weißen Currywurst” um bayrische Weißwürste handelt, erwies sich leider als Irrtum. Wie mich Einheimische am Mittagstisch aufklärten wäre dies aus hiesiger Sicht auch undenkbar, da eine Weißwurst traditionell nicht das Mittagsläuten läuten hören dürfen – eine Sitte aus der Zeit vor Erfindung der Kühltechnik, die aber immer noch hochgehalten wird. Statt Curry-Weißwurst handelte es sich viel mehr um eine normale feine Bratwurst, die man hier zu den Pommes serviert hatte. Ich hätte sie zwar wahrscheinlich wegen Eigenschaftsirrtum gem. §119/II BGB zurück gehen lassen können, verzichtet dann aber doch darauf. 😉
Letztlich war aber auch die Bratwurst ganz gut gelungen. Die Pommes Frites waren aber wieder mal nur eher mittelmäßig, bereits etwas abgekühlt und daher schlabbrig – was vielleicht auch eng damit zusammenhing dass ich der letzte war, dem aus einer fast leeren Pommes-Warmhalteschale aufgetischt wurde bevor diese mit frischen und heißen nachgefüllt wurde. Außerdem fehlte mal wieder Salz, was sich jedoch schnell mit auf dem Tisch bereit stehenden Salzstreuer beheben ließ. Sie waren zwar essbar, aber ich habe schon weitaus bessere Pommes Frites gegessen. Als Sauce hatte man wieder erwärmten Curry-Ketchup gewählt, die der Gast selber nach eigenem Gutdünken mit Currypulver bestreuen konnte. War ok – aber ich bereute etwas nicht doch die Garnelen genommen zu haben. Das konnte auch der Nachtisch, der aus einem Vanillepudding bestand, den man mit einem Deckel aus hartem Gelee regelrecht im Glas versiegelt hatte. Es bedurfte etwas Geschick und einem Teelöffel, diese Versiegelung zu knacken, aber der Pudding darunter war dafür auch noch sehr frisch und wohlschmeckend.
In der Beliebtheit lieferten sich heute das Holzfällersteak und eine der beiden Currywurst-Varianten (rot oder weiß) ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. im Verfolgerfeld befanden sich die Asia-Gerichte und letztlich der Kürbis-Gemüse-Eintopf, der aber meiner Erfahrung nach auch sehr lecker ist. Vereinzelt sah ich aber auch Salatschüsseln und Sushi-Schalen auf den Tabletts, diese boten aber wie meist eher die Ausnahme.

Mein Abschlußurteil:
Currywurst: ++
Pommes Frites: +/-
Vanillepudding: ++

Pflaumen, Fleischpflanzerl & Banane

Heute wollten wir eigentlich schon früher an die Arbeit fahren – aber nicht bedacht dass Tauwetter und nächtlicher Frost das Auto in einem dünnen Panzer aus Eis einschließen würden – so kamen wir dann erst 12 Minuten nach der ursprünglich geplanten Zeit dazu, uns auf den Weg zu machen. Dennoch waren wir früher als üblich am Arbeitsort – die Straßen waren für einen Donnerstag morgen erstaunlich frei – vielleicht hatten viele aufgrund der angekündigten Straßenglätte, die auf Nebenstrecken auf teilweise vorhanden war, ihr Auto stehen lassen und sind später gefahren.
Zum Frühstück entschloss ich mich heute mal wieder eine Semmel mit Fleischpflanzerl zu wählen, dazu natürlich Kaffee und Obst in Form von Pflaumen und einer Banane. Das wird mich auf jeden Fall gut durch den Morgen bringen denke ich,

Guten Appetit

Leberkäse, Pflaume & Banane

In der Nacht hatte es ziemlich gestürmt und auch heute morgen als ich auf meine Mitfahrgelegenheit wartete blies ein stürmischer Wind über die Dächer und die umstehenden Bäume wogen im Strom des kräftigen Windes hin und her. Es hatte getaut, aber die Straßen ware Stellenweise trotz einer Temperatur von +2 Grad stellenweise noch etwas glatt. Im Radio hörten wir sogar, daß einzelne Schulen in Bayern und Oberfranken heute wegen Schnees geschlossen hatten. Nicht aber so bei München – hier hatte der Winter begonnen sich zurück zu ziehen.
Nachdem ich mich mit durch den Wind zersaustem Haar durch leichten Sprühregen in unsere Kantine gekämpft hatte, besorgte ich mir dort heute eine Leberkässemmel und natürlich einen Becher mit heißem Kaffee. Das ganze ergänzte ich dann mit einer Pflaume und einer Banane aus eigenem Einkauf – ein ausgewogenes und leckeres Frühstück, dass mich wohl einingermaßen hungerfrei durch die Zeit bis zum Mittagessen bringen wird.

Guten Appetit

Geschmorte Rindsroulade [02.02.2010]

Neben dem heutigen Sonderangebot, einem “Mexikanischen Eintopf” fanden sich im Asia-Bereich auch “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce” oder “Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem rotem Curry“, wobei mich vor allem letzteres tatsächlich etwas gereizt hätte. Aber ich entschied mich dann doch für die “Geschmorrte Rinderroulade ‘Bürgerlich’ mit Sahnepüree und Blaukrautgarnitur” von den traditionell-regionalen Gerichten. Im regulären Bereich wären “Pikanter Kartoffelgulasch” bei den Vitality-Speisen und “Putenschnitzel in Paprikarahmsauce mit Reis” bei den Globetrotter-Menus gewesen. Kartoffelgulasch klang zwar gut, aber ich wollte nicht zwei Tage hintereinander Eintopfartiges essen – und die Pute sah mir trotz der Paprikarahmsauce etwas trocken aus. Außerdem nahm ich mir noch einen Becher Vanille-Mousso von der Dessertheke.

Rindsroulade

Der Küchenangestellte, der mir heute aufmachte war ein Neuer wie ich schnell feststellte, denn er klatschte das ganze etwas lieblos zusammen und vergaß dann auch noch das Grünzeug, das sonst immer die Speisen visuell etwas zusätzlich aufwertet. Aber es sei ihm verziehen. Die Roulade selbst war zwar bissfest wie man es von Rindfleisch ja gewöhnt ist – vor allem wenn man es schmort – aber sehr lecker. Im Inneren fand sich eine Füllung aus Gewürzgurken, Karotten und Bacon-Speck, eine Mischung die ich von zu Hause so nicht kenne, die aber glaube ich in Bayern Standard ist und außerdem auch sehr lecker schmeckt. Das Kartoffelpüree war meiner Meinung nach etwas zu dünnflüssig, aber durchaus essbar und am Blaukraut bzw. Rotkraut gab es geschmacklich absolut nichts auszusetzen. Sättigungstechnisch wäre das Dessert heute nicht mehr notwendig gewesen, aber ein kleines Becherchen Mousso Vanille geht natürlich immer noch rein, gerade wenn man es liebevoll mit einem kleinen Gebäckstückchen und einer Scheibe Banane garniert bekommen hat.
Als bevorzugtes Gericht vieler Kantinenbesucher erwies sich dann heute auch die Rindsroulade, die ich auf weitaus mehr Tischen sehen konnte als seine Verfolger, die Asia-Gerichte. Nur knapp hinter den Asia-Gerichten kam dann aber auch schon die Pute. Kartoffelgulasch und Mexiko-Eintopf wurde auch gegessen, aber bei weitem nicht so häufig – alles natürlich als Ausschnitt während meines Aufenthaltes dort gesehen.
In der Summe war es ein sehr gelungenes Mittagessen – ich habe meine Wahl nicht bereut.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +
Mousso Vanille: ++

Kaffee, Fleischpflanzerl & Pflaumen

Heute morgen herrschte mal wieder Chaos auf Bayerns Straßen. Zuerst kam meine Fahrgelegenheit mit dem Auto nicht aus der Parklücke, da aufgrund von Straßenglätte die Reifen durchdrehten, dann war die A94 in Richtung München auch noch komplett dicht und wir mussten einen Umweg nehmen, um an die Arbeit zu kommen. Kein schöner Start in den Tag muss ich sagen, da brauchte ich nach einer solchen Hinfahrt erst einmal eine kleine Stärkung in Form einer Fleischpflanzerl-Semmel, eines Kaffee und zwei Pflaumen, die ich mir gestern noch im Supermarkt meiner Wahl erworben hatte.
Leider soll das Wetter die nächsten Tage auch so bleiben – aber irgendwie werden wir das schon schaffen. 😉
In diesem Sinne:

Guten Appetit