Platzregen und netter Busfahrer

Als ich heute gegen kurz vor 19:00 Uhr die Firma verließ und auf den Weg zum S-Bahnhof machte, überraschte mich ein Platzregen. Es waren noch etwas mehr als zehn Minuten Fußweg bis zum Bahnhof und obwohl ich einen Regenschirm in petto hatte, war ich bereits nach den ersten Metern unten an meinen Hosenbeinen bis kurz unters Knie Pitschnass. Der Regen wurde von einem kräftigen Wind genau in meine Richtung getrieben. “Na klasse…”, dachte ich und kämpfte mich weiter vorwärts, den Schirm dicht vor mich haltend. Nach etwas weniger als der Hälfte des Weges hielt plötzlich ein Bus des MVV (Münchner Verkehrsverbundes) neben mir. Weit und breit war keine Haltestelle zu sehen und als ich meinen Kopf hob und in Richtung des Busses blickte, sah ich den Fahrer einladend winken. Dankend nahm ich die Einladung an und stieg in den Bus. In der Regel kenne ich Bus- und Straßenbahnführer eher so, dass sie los fahren, obwohl sie genau sehen dass jemand auf sie zu läuft um das Verkehrsmittel noch zu erwischen. Habe ich mehrfach selbst erlebt und dabei leise geflucht. Aber diese wirklich nette und zuvorkommende Geste revidierte meine Meinung erst einmal. Trocken brachte der Fahrer mich bis zum Bahnhof und fragte dabei nicht mal nach einem Fahrschein. Dabei hatte ich ja ein MVV XXL Tagesticket in der Tasche, von daher wäre also auch das kein Problem gewesen.

platzregen

Die S-Bahn fuhr mir zwar darauf hin wieder fast vor der Nase weg, aber damit konnte ich leben. Eigentlich wollte ich ja sowieso die nächste S-Bahn nehmen. ;-) Außerdem gab es einen Unterstand am Bahnhof, also konnte ich mich für die Wartezeit problemlos vor dem Schauer schützen. So schnell wie der Platzregen gekommen war, ließ er schließlich auch wieder nach.

rainbow over Riem

Am Ende stand ein großer Regenbogen über dem Bahnhof, den ich unbekannterweise dem Busfahrer widme der mich heute davor bewahrte noch nasser zu werden als ich eh schon war. ;-) Vielen vielen Dank noch einmal. This made my day…

Verspätungen & Frühstück

Heute früh musste ich mal wieder mit der S-Bahn in Richtung München fahren – das dritte Mal seit ich nun hier bin – da mein Kollege mit dem Poolwagen “Homeoffice” macht – und zum zweiten Mal gab es erhebliche Verspätungen. Ich war bereits um kurz nach 7:15 Uhr am Gleis und hoffte gleich den nächsten Zug erwischen zu können um womöglich noch vor 8:00 Uhr in der Firma zu sein. Doch da hatte ich meine Rechnung ohne den MVV gemacht – denn wie uns eine mit leichtem bayrischen Dialekt behaftete, tiefe Männerstimme am Gleis wenig später etwas gelangweilt klingend mitteilte, wäre aufgrund von Schäden an einer Gleisanlage mit erheblichen Verzögerungen ab dem Ostbahnhof zu rechnen und entschuldigte sich – eher gelangweilt klingend – für jegliche Unannehmlichkeiten. Gerade dachte ich so bei mit “… ach, das betrifft uns hier ja gar nicht …” ergänzte sie noch dass auch die S2 Richtung Petershausen betroffen sei, also genau die Linie die ich nehmen wollte. Und so kam es dann auch, dass ich bis etwa 8:00 Uhr am sich immer weiter füllenden Gleis warten musste, bis endlich ein Zug kam und alle aufgabelte. An verschiedenen Haltestellen kam auch noch mehrfach die automatisierte Ansage, die Fahrgäste mögen doch bitte aus den Türen treten, damit diese automatisch schließen könnten – was unsere Fahrt noch einmal jeweils um einige Minuten verzögerte. Um kurz vor 8:30 Uhr war ich dann endlich im Betrieb – eine Verzögerung von über einer Stunde. Bin wirklich not amused.
Nachdem ich angekommen war, führte mich mein Weg erst einmal in die Kantine, wo ich mich mit einer Semmel mit Fleischpflanz’rl und einem Becher Kaffee eindeckte. Dazu gab es heute dann noch eine Kaki und die letzte Banane vom Einkauf der letzten Woche, die bereits ein wenig “gereift” war.

Kaki, Frikadelle & Banane

Heute habe ich mir auch ein Messer mitgebracht, damit ich endlich die Kaki zum Verzehr zerschneiden kann. Ich hoffe daher heute im Laufe des Abends endlich den angekündigten Bericht verfassen zu können.
Also dann: Guten Appetit