Schweinefiletmedaillons auf Knöpfle mit Pilzrahmsauce [25.07.2011]

Während die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen sowie das Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum mit Thaigemüse in Austernsauce schon mal recht lecker klangen, wurde auch im Bereich der regulären Küche den Kantinengästen einiges geboten. Für die Vegetarier und Kalorienbewussten stand zum Beispiel Mariniert gebratener Tofu auf Chinakohl mit gebratenen Eierreis in der Sektion Vitality auf dem Speiseplan. Und fast hätte ich auch hier zugeschlagen – ja wären da nicht die Schweinefiletmedaillons auf Knöpfle mit Pilzrahmsauce bei den Globetrotter-Angebote gewesen – ein Gericht dass ich übrigens hier schon mal verzehrt habe. Warum man diese allerdings anstatt der Schinkennudeln mit Tomatensauce in die Sektion Tradition der Region eingeordnet hatte war mir allerdings schleierhaft. Manchmal erscheint diese Einteilung ja doch etwas willkürlich – aber was Solls. Meine Entscheidung stand fest: Heute sollten die Medaillons mein Tablett zieren, ergänzt durch einen kleinen Becher Vanillemousse von der Dessert-Theke.

Schweinelende in Pilzrahmsauce / Pork loin with mushroom cream

Etwas mehr Gemüse als das bisschen die paar Pilze (wenn man die zum Gemüse weitläufig dazu zählt) und die winzigen Würfel von Möhren in der Rahmsauce hätte ich mir hier zwar schon gewünscht, aber das Angebot an der Gemüsetheke gab nicht das richtige her so dass ich letztlich darauf verzichtete. Die angenehm zarten, fettfreien Schweinefiletmedaillons, von denen man mit gleich drei auf den Teller gemacht hatte, trösteten mich aber schnell darüber hinweg. Gemeinsam mit der Sättigungsbeilage in Form der Knöpfle und der leicht würzigen Sauce mit den in Scheiben geschnittenen Dosenchampignons bildeten sie ein wirklich mal wieder sehr gelungenes Mittagsgericht. Und auch an dem schaumig-lockeren Mousse mit Vanillegeschmack, dass man mit einigen Schokostreuseln und etwas Johannisbeergelee garniert hatte gab es absolut nichts auszusetzen.
Dass auch der Gros der anderen Kantinengäste heute bei diesen Schweinefiletmedaillons zugeschlagen hatte brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Mit deutlichem Vorsprung belegten sie unangefochten den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten schließlich die Asia-Gericht und den dritten Platz würde ich mit knappen Vorsprung dem Tofu zubilligen, das ich meine noch etwas häufiger gesehen zu haben als die Nudeln in Tomatensauce. So zumindest meine subjektive Einordnung die während meines Besuches im Betriebsrestaurant entstanden ist. Morgen muss ich dann aber wirklich wieder etwas kürzer treten…

Mein Abschlußurteil:
Schweinefiletmedaillon: ++
Pilzrahmsauce: ++
Knöpfle: ++
Vanillemousse: ++

Spaghetti mit Balsamico-Linsen & Ruccola [21.07.2011]

Einen Moment liebäugelte ich heute zwar mit den Angeboten der Asia-Thai-Theke, wo neben Asiatischem Gemüse herzhaft gebraten in Austernsauce auch Gaeng Pad Gai Rod – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süßer Chilisauce auf der Karte stand. Der Abgebräunte Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat aus dem Bereich Tradition der Region und das Rinderlendensteak “Madagascar” mit Pfefferrahmsauce, dazu Röstkartoffeln bei Globetrotter klangen aber auch nicht übel und das heutige Zusatzangebot Pikanter Kartoffelgulasch war ebenfalls recht verlockend, doch meine Entscheidung fiel letztlich dann doch auf die Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die garniert mit Ruccola angeboten wurden – ein Gericht das ich hier, hier, hier und hier bereits mit Begeisterung verschlungen hatte und etwas ähnliches auch schon einmal selbst gekocht hatte. Dazu verirrte sich noch ein kleiner Becher Johannisbeerquark von des Desserttheke auf mein Tablett.

Spaghetti mit Balsamicolinsen & Ruccola / with balsamico lentils & ruccola

Diese vegetarische Saucenzubereitung mit ihrem leicht säuerlichen Balsamicoaroma und der Gemüsezusammenstellung aus Linsen, Möhrenwürfeln, Stangensellerie, einigen Pepperonistückchen und einer Tomatensauce finde ich jedes Mal von neuen extrem lecker. Gemeinsam mit den wirklich frischen Ruccolablättern und den angenehm al-dente gekochten Spaghettinudeln immer wieder erste Wahl. Und bei gerade mal 531kcal pro Portion war der mit Pistazien und einer Traube garnierte Quark mit zahlreichen frischen Johannisbeeren auch problemlos noch drin ohne meine Kalorienbilanz zu sehr ins negative zu verreißen.
In der Allgemeinheit des Kantinenpublikums lagen heute die Vorliebe aber natürlich etwas anders. Das Rinderlendensteak und der Leberkäse lagen dabei eng auf, aber ich würde dem Rinderlendensteak mit knappen Vorsprung den ersten Platz zubilligen. Nach dem Leberkäse auf Platz zwei folgten schließlich die Asia-Gerichte und dann die Spaghetti mit Balsamico-Linsen und letztlich der Kartoffelgulasch. Natürlich alles wieder rein subjektiv, ich sehe ja nur einen kleinen zeitlichen Ausschnitt der gesamten Mittagsphase.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti mit Balsamico-Linsen: ++
Johannisbeerquark: ++

Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce – das Rezept

In meinem Kühlschrank lagerte noch ein Päckchen Hackfleisch, das ich mir am Samstag gekauft hatte und das am morgigen Tag abgelaufen wäre (Schutzatmosphärenverpackung sei dank ;-) ). Also entschloss ich mich dazu heute Abend spontan noch etwas zu kochen. Bei der Wahl des Rezeptes fiel meine Wahl auf eine Zubereitung, die ich noch aus meinen Kindertagen kenne und bis heute Liebe: Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce. Die Zubereitungsform ist dabei extrem einfach, aber das Ergebnis ist eine Sauce in die ich mich heute noch hineinknien könnte. Die Nudeln sind dabei natürlich austauschbar – aber für mich gehören bevorzugt Spaghetti dazu.

Was braucht man also für 2-3 Portionen?

250g Hackfleisch (halb & halb oder reines Schweinehack)
01 - Zutat Hackfleisch

80g Tomatenmark (entspricht einer kleine Dose)
02 - Zutat Tomatenmark

350 ml Wasser
03 - Zutat Wasser

1,5 EL Mehl
04 - Zutat Mehl

250g Spaghetti
05 - Zutat Spaghetti

1-2 EL Tomatenketchup (um ggf. etwas zu strecken)
06 - Zutat Tomatenketchup

Italienische Kräuter (TK-Ware)
07 - Zutat Italienische Kräuter

Salz, Pfeffer und scharfes Paprika zum würzen
08 - Gewürze

etwas Olivenöl zum anbraten
09 - Zutat Olivenöl

Beginnen wir nun mit der Zubereitung:

Zuerst würzen wir unser Gehacktes falls wir es ungewürzt erworben haben – ich wählte etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
10 - Gehacktes würzen

Dann erhitzen wir einen Topf mit etwas Olivenöl
11 - Öl erhitzen

und braten das Hackfleisch darin krümelig an.
12 - Gehacktes anbraten

Anschließend geben wir das Tomatenmark und das Mehl hinein
13 - Tomatenmark und Mehl hinein

und verrühren beides gut und dünsten es kurz an
14 - verrühren

um es dann mit dem Wasser aufzugießen.
15 - Mit Wasser aufgießen

Während alles nun vor sich hin köchelt
16 - köcheln

würzen wir unsere Sauce mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
17 - würzen

Jetzt können wir auch die Spaghetti nach Packungsbereitung zubereiten.
19 - Spaghetti kochen

Während die Nudeln vor sich hin kochen, prüfen wir die Sauce und strecken sie falls sie zu dünn ist mit etwas Ketchup.
18 - Mit Ketchup verrühren

Außerdem rühren wir die italienischen Kräuter unter
20 - Kräuter unterheben

und schmecken es noch ein letztes Mal ab.
22 - abschmecken

Jetzt brauchen wir nur noch die Spaghetti abgießen und abzuschrecken,
21- Spaghetti abgießen

und schon können wir das Gericht servieren und genießen.
23 - Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce - Fertiges-Gericht

Obwohl die Zutaten nicht gerade umfangreich sind, war das Ergebnis mal wieder unglaublich lecker. Die leicht süße und auch fruchtige Sauce mit ihrer Fleischbeilage und der simplen, aber schmackhaften Würzung ergibt meiner persönlichen Meinung nach eine Tomatensauce, die man immer wieder kochen kann.

24 - Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce - CloseUp

Nachdem ich ja inzwischen schon einige Erfahrung im Kochen sammeln konnte, bin ich immer wieder begeistert wie man mit so einfachen Komponenten eine so schmackhafte Hackfleisch-Tomatensauce zubereiten kann. In größerer Menge Zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das Gericht außerdem mehrere Tage und schmeckt aufgewärmt immer noch sehr lecker. Wer mag kann natürlich noch ein wenig mit den Gewürzen herum experimentieren – im absoluten Grundrezept wird die Sauce sogar nur mit Salz und – so glaube ich mich zu erinnern – Pfeffer gewürzt. Gute Gerichte müssen halt nicht immer hochkompliziert sein. ;-)

Guten Appetit

Tortelloni al pesto basilico [19.07.2011]

Zwar klangen sowohl das Gaeng Jiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Nua Pad Kratiem Prik Thai – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Zwiebeln von der Asia-Thai-Theke recht gut, doch ich sollte noch etwas besseres entdecken. Die traditionell-regionale Rote oder weiße Currywurst mit Pommes Frites war mir jedoch zu kalorienreich. Blieben also noch die das Putengeschnetzelte “Zigeuner Art” mit Reis bei Globetrotter oder das Tortelloni al pesto basilico aus der Abteilung Vitality. Und da ich von hier und hier recht positive Erinnerung an die Tortelloni hatte, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht, das ich mir noch einem großzügigen Löffel Parmesan garnierte und mit einem Becher Milchreis mit Früchten ergänzte.

Tortelloni al pesto basilico

Die grünen Tortelloni mit Spinatfüllung hatte man in einer Gemüsesauce mit Basilikumpesto, Möhrenwürfeln und Tomaten angemacht. Wie gewohnt erwies sich das Gericht zwar als vegetarisch, doch das tat dem guten Geschmack keinerlei Abbruch. Gemeinsam mit dem Parmesan erwies sich das Ganze mal wieder als sehr gelungene Komposition, ich fand sie sehr lecker und vor allem sättigend. Und bei 504kcal pro Portion konnte man auch was die Nährwerte angeht nicht meckern. Da war durchaus auch noch der kleine Becher mit Früchten wie Trauben, Ananas, Orangen und Ananas versetzten Milchreis leisten, den man mit einer Art getrockneter Blüten und einer Cocktailkirche garniert hatte.
Welches Gericht bei den anderen Kantinengästen ganz oben in der Gunst lag brauche ich wohl kaum zu erwähnen: Mit deutlichem Vorsprung lag heute natürlich die Currywurst auf Platz eins. Auf Platz würde ich dann die Asia-Gerichte ansiedeln, was mich weniger überraschte als die Tatsache dass die Tortelloni mit Basilikumpesto heute auf der allgemeinen Beliebtheitsskala noch vor dem Putengeschnetzelten auf Platz drei gelangte. Für ein vegetarisches Gericht eher ungewöhnlich, vor allem weil das gleiche Angebot die beiden letzten Male auf dem hintersten Platz gelandet war. Aber hin und wieder halten auch die Vorlieben des Kantinenpublikums halt immer noch Überraschungen bereit. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Tortelloni al pesto basilico: ++
Milchreis mit Früchten: ++

Spirelli-Topf mit Gemüse – das Rezept

Heute entschied ich mich dazu, einen Spirelli-Topf zu fertigen – ein Rezept dass ich hier zwar schon in ähnlicher Form gekocht hatte, aber heute variierte ich das Ursprungsrezept an einigen Stellen. Neben der Verwendung von Saurer Sahne statt Schmand ist die größte Änderung wohl das Hinzufügen von Gemüse, welches das Gericht noch etwas aufwerten sollte.

Was benötigen für also für 3 – 4 Portionen?

500g Gehacktes halb & halb
01 - Zutat Hackfleisch

400g Spiralnudeln (Fusilli / Spirelli)
02 - Zutat Spiralnudeln

1 mittlere Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel

1 Dose Erbsen & Möhren (400g – 265g Abtropfgewicht)
04 - Zutat Erbsen Möhren

2 EL Senf
06 - Zutat Senf

500ml Fleisch-/Rinderbrühe
06 - Zutat Fleischbrühe

1 Becher Saure Sahne (200g)
07 - Zutat Saure Sahne

Maggi Gewürzmischung Nr. 5
05 - Zutat Maggi Gewürzmischung Nr. 5

sowie Paprikapulver, Pfeffer und Salz zum würzen und etwas Olivenöl zum anschwitzen

Sollten wir ungewürztes Hackfleisch erworben haben, würzen wir dieses erst einmal mit Gewürzen nach Wahl. Ich entschied mich hier für eine Kombination aus Pfeffer, Salz und edelsüßem Paprikapulver.
08 - Gehacktes würzen

Außerdem würfeln wir die Zwiebel fein
09 - Zwiebeln würfeln

und dünsten sie dann mit etwas Olivenöl in einem großen Topf an.
10 - Zwiebeln andünsten

Dann fügen wir das Gehacktes hinzu, braten es krümelig an
11 - Gehacktes braten

und würzen es dabei mit Senf
13 - Senf unterrühren

und Maggi Gewürzmischung Nr. 5. Normalerweise bin ich ja kein Freund von fertigen Gewürzmischungen, aber hier sehe ich aktuell keine Alternative.
12 - Würzen

Nachdem wir alles gut verrührt haben, gießen wir alles mit Gemüsebrühe auf,
14 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

fügen die Nudeln hinzu
15 - Nudeln untermischen

und lassen alles für einige Minuten köcheln.
16 - Köcheln lassen

Jetzt fügen wir die abgetropften Erbsen und Möhren hinzu
17 - Erbsen und Möhren hinzu

lassen es weiter köcheln und gießen – wenn notwendig – noch etwas Flüssigkeit nach.
18 - ggf. Wasser aufgießen

Nun können wir unsere Kreation probieren
19 - Probieren

und sie ggf. noch etwas nachwürzen.
20 - Spirelli-Topf - nachwürzen

Ist alles zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten geköchelt und die Nudeln weich, schalten wir abschließend die Platte aus und heben noch den Becher Saure Sahne unter.
21 - Spirelli-Topf - Saure Sahne unterheben

Jetzt können wir das Gericht sofort servieren. Ich garnierte es dabei noch ein wenig mit gehackter Petersilie – das Auge isst ja mit.
22 - Spirelli-Topf - serviert

Sehr lecker kann ich nur sagen. Die Ergänzung des klassischen Spirelli-Topfs um etwas Gemüse erwies sich als wirklich gute Rezeptidee. Einzig bei der Menge der gewählten Erbsen und Möhren hätte ich vielleicht noch etwas großzügiger sein können, zwar reichte die Menge von 276g gerade so, aber ein klein wenig mehr hätte nicht geschadet.

23 - Spirelli-Topf - Closeup

Natürlich kam mir dabei der Gedanke eventuell noch mit weiteren Gemüsesorten zu experimentieren. Frühlingszwiebeln wären hier zum Beispiel noch eine interessante Addition gewesen, aber auch Kidneybohnen oder Mais wären noch im denkbar gewesen. Aber ich wollte nicht zu sehr experimentierfreudig vorgehen – bei einer Menge von 500g Hackfleisch und 400g Nudeln hätte sich eine falsche Entscheidung was die Zutaten angeht doch als fatal erweisen und das ganze Gericht ungenießbar machen können. Ich werde meine Experimente in dieser Richtung mit Sicherheit aber noch ausdehnen – nur eben mit kleineren Mengen. Der Spirelli-Topf hat aber auf jeden Fall einiges an Potential fürs Kombinieren – soviel steht fest. Sollte ich noch eine gelungene Kombination entdecken werde ich natürlich hier darüber berichten.
So bleibt mir auch hier nur noch zu sagen:

Guten Appetit