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Oktoberfest 2012 – und die Befüllung der Maß

Thursday, October 25th, 2012

Besser spät als nie, dachte ich mir – daher kommt der diesjährige Beitrag etwas später.
Natürlich war ich auch dieses Jahr wieder beim Oktoberfest gewesen, als Wahlmünchner darf man sich eine solche Veranstaltung natürlich nicht entgehen lassen – auch wenn sich im nunmehr vierten Jahr die ich diese Veranstaltung besuche langsam eine Gewöhnung und Ernüchterung (wenn auch nicht im wortwörtlichen Sinne!) einstellt. Aber soweit dass ich zum Totalverweigerer werde bin ich noch lange nicht – dazu macht es dann doch einfach zu viel Spaß mit den richtigen Leuten durch die Zelte zu ziehen. 😉

Oktoberfest 2012

Für die Anreise zur Theresienwiese eignen sich natürlich am besten die hiesigen öffentliche Verkehrsmittel, bevorzugt die U-Bahnen der Linie U4 oder U5, die beide eine direkte Haltestelle unterhalb des Festplatzes verfügen. Natürlich sind die Bahnen gut gefüllt, umfallen kann man spätestens ab der Haltestelle Hauptbahnhof nicht mehr, aber es ist wenn man das eine oder andere Maß genießen möchte die unkomplizierteste Möglichkeit. Zumal die Zahl der Parkplätze rund um die Theresienwiese stark eingeschränkt ist und der Bavariaring rund um den Festplatz für den Verkehr gesperrt ist.

U-Bahnhof Theresienwiese

Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass ich den Fahrgeschäften dieses Jahr wenig Beachtung geschenkt habe – die paar Male dass ich die Festwiese dieses Jahr besucht habe, hat sich mein Aufenthalt ausschließlich auf die Zeltstraße beschränkt. Daher gibt es dieses Jahr nur ein paar Fotos von diesem Abschnitt der Wiesn – einzig erwähnen möchte ich, dass man das Riesenrad im Jahr 2012 von der Zeltstraßen-Seite weg auf die andere Seite hat umziehen lassen – eine Entscheidung die ich sehr bedaure da man so keine schönen Aufnahmen eben dieser Zeltstraße aus diesem Fahrgeschäft hat machen können. Aber dies nur am Rande erwähnt.

Rocket
Rocket

Riesenrad
Riesenrad

Natürlich sollte man bevor man zur Maß greift erst mal eine Kleinigkeit essen. Dieses Jahr entschieden wir uns spontan dazu, mal Burtschers Bratwursthütt’n auszuprobieren, wo man die übliche Palette an Bratwürsten, Steaks, Fleischpflanzerl und ähnlichen Schlemmereien erhalten konnte.

Burtschers Bratwursthütt'n

Nach einigem Abwägen entschied ich mich für eine Weißwurst-Bratwurst im Brötchen, die ich mit etwas Ketchup garnierte. Normalerweise sollte man die Weißwurst der bayrischen Tradition nach ja eigentlich vor Mittag “zuzeln”, aber auch gebraten und im knusprigen Brötchen am frühen Abend verzehrt erwies sie sich als gute schlechte Wahl. Aber Fastfood bleibt natürlich Fastfood… 😉

Weißwurst im Brötchen

Zu einem Besuch auf dem Oktoberfest gehört natürlich auch der besuch in den Bierzelten, von denen es ja einige auf den Wiesn gibt. Das größte Problem ist dabei nur, einen Sitzplatz zu finden, der erst einmal als Grundlage dient dass man Getränke oder Speisen bestellen kann.

Hippodrom Augustiner Festzelt
Links: Hippodrom – Rechts: Augustiner Festzelt

Am Wochenende kann man das in der Regel komplett vergessen – ich selbst habe auf Besuche an den Freitagen oder Samstagen komplett verzichtet, aber ein Kollege berichtete mir davon dass um 11:00 Uhr Vormittags die meisten Zelte bereits wegen Überfüllung geschlossen waren – und in den Biergärten rund um die Zelte sah es logischerweise auch nicht viel besser aus. Also waren unsere Besuche immer auf verschiedene Wochentage gelegt – und glücklicherweise fanden wir, wenn auch nach einigen Suchen, zumindest in den Biergärten jedes Mal genügend freie Plätze.

Paulaner Festzelt Löwenbräu
Links: Paulaner Festzelt – Rechts: Löwenbräu Festzelt

Schnell war auch dann immer eine der Servicekräfte zur Stelle, um unsere Bestellungen aufzunehmen und uns in wenigen Minuten mit der einen oder andere Maß zu versorgen. Jedoch ließ der Füllstand der Krüge bis auf seltene Ausnahmen sehr zu wünschen übrig – hier einige Beispiel:

Maß - Hofbräu Festzelt Maß - Käfer Festzelt
Links: Maß im Biergarten des Hofbräu Festzelt – Rechts: Maß im Biergarten des Käfer Festzelts

Maß - Löwenbrau Festzelt Maß - Paulaner Festzelt
Links: Maß im Löwenbräu Festzelt – Rechts: Maß im Paulaner Festzelt

Und auch wenn der Schaum sich gesetzt hat, was die meisten Gäste aber wohl kaum abwarten, ist die Füllmenge immer noch deutlich unter dem Eichstrich. Aber auf Diskussionen über die Füllstände ließen sich die Bedienungen auch gar nicht erst ein – dennoch gab man der Bedienung, auch wenn die Preise eigentlich “nur” zwischen 9,50 und 9,80 Euro pro Maß lagen, immer gleich einen Zehner mit dem Kommentar “Stimmt so.” Aber so ist eben das Oktoberfest und spätestens nach dem zweiten Maß ist es den Meisten glaube ich sowieso egal. 😉
Mit etwas Glück kann man übrigens auch innerhalb der Zelte einen Platz ergattern. Besonders kleinere Gruppen haben zum einen die Möglichkeit in den öffentlichen Bereichen ein paar freie Plätze zu finden oder sich, später am Abend in die gemieteten Boxen herein zu schmuggeln, wenn die ersten Gäste der häufig bereits seit dem Nachmittag dort feiernden bereits nach Hause gegangen sind. Aber da gehört dann schon ein bisschen Dreistigkeit dazu, gerade weil häufig Männer der Security an den Aufgängen wacht und die zahlenden Gäste ein farbiges Armband tragen. Ist man aber erst einmal drin und hat einen Platz gefunden, wird man erfahrungsgemäß selten wieder vertrieben.

Im Pschorr Festzelt
Im Pschorr Festzelt

Im Paulaner Festzelt
Im Paulaner Festzelt

In der Summe kann ich auch dieses Jahr wieder sagen, dass der Besuch, solange man nicht unter Klaustrophobie leidet oder eine Abneigung gegen riesige Menschenmassen hat, auf jeden Fall lohnt. Auch wenn man nichts trinken möchte, lohnt es sich schon alleine um die Atmosphäre mal erlebt zu haben und gegebenenfalls ein wenig in sie einzutauchen. Nur an der vorschriftsgemäßen Füllung der Getränke muss man eindeutig noch arbeiten… 😉

Oktoberfest 2011 – ein Rundgang

Monday, October 3rd, 2011

Heute geht es wieder mal zu Ende: Das wohl größte und internationalste Trinkgelage der Welt, das Oktoberfest in München. Natürlich war ich wieder mehr als ein Mal dort gewesen, doch dieses Jahr möchte ich alles in einem Beitrag zusammenfassen – im dritten Jahr in Folge die ich hier in München arbeite und das Oktoberfest besuche – siehe dazu auch die Berichte vom Oktoberfest 2009 und dem Oktoberfest 2010 (Teil 1 / Teil 2) – stellt sich natürlich eine gewisse Ernüchterung und Gewöhnung ein.

Oktoberfest 2011 - Eingang

Dennoch war das Ganze auch dieses Jahr natürlich wieder einen Besuch wert. Sobald man die Gedenkstehle für den Oktoberfestanschlag von 1980 passiert hat

Gedenkstehle Oktoberfestanschlag

erreicht man auch schon das bunte Treiben auf der Theresienwiese und befindet sich in der berühmten Bierzelt-Straße. Gleich rechts findet sich wie immer das berühmte Hippodrom, das sich ja vor allem durch seine Promi-Dichte auszeichnen soll. Das konnte ich zwar nicht bestätigen, denn ich glaube eher dass die meisten in die kleineren Zelte gehen, doch das Gerücht hält sich stetig.

Hippodrom
Hippodrom Festzelt

Etwas weiter auf der linken Seite finden wir schließlich das Fischer-Vroni-Festzelt, das zwar recht groß ist, aber von seiner Fassade her eher unscheinbar daherkommt verglichen mit den anderen Festzelten. Dabei ist es nur unwesentlich kleiner als diese.

Fischer-Vroni
Fischer-Vroni Zelt – Frontansicht

Fischer-Vroni
Fischer-Vroni-Festzelt

Zwischen den Festzelten finden sich verschiedene Buden mit Süßigkeiten und mehr oder weniger lokalen Snacks. Bei einem Hendelpreis von über 9 Euro ist das eine gute Alternative zum Essen im Zelt – und Bier macht ja bekanntlich hungrig.

Süsse Spezialitäten Wildmoser
Links: Süße Spezialitäten – Rechts Wildmoder Alt-Münchner Entenbraterei

Als nächstes folgt rechte Hand das Armbrustschützenzelt, auf das man sich auch zubewegt wenn man von der U-Bahn Station Theresienwiese in Richtung Bierzeltstraße geht – ein imposantes Gebäude, das sich unter anderem durch seinen Turm links des Eingangs auszeichnet.

Armbustschützenzelt
Armbrustschützenzelt

Direkt vor dem als nächstes folgendem Spatenbräu-Festzelt, hatte man dieses Jahr das große Kettenkarussell Wellenflug hin verlegt. Von den Jahren zuvor kannte ich es eher deutlich weiter hinten direkt an der Ecke beim Riesenrad, doch wahrscheinlich gibt es hier vorne mehr Laufkundschaft als dort hinten. Dennoch schade, denn ich fand die alte Position irgendwie passender.

Wellenflug
Kettenkarussell Wellenflug

Es folgt wie bereits erwähnt links die Spatenbräu Ochsenbraterei mit den beweglichen Figuren die während des gesamten Okotberfests unermüdlich den Plastikochsen über einem künstlichen Feuer drehen. Eindeutig ein Blickfang – keine Frage.

Spatenbräu
Spatenbräu Ochsenbraterei

Auf der rechten Seite folgt nun das wohl bekannteste alles Festzelte auf dem Oktoberfest: Das Hofbräu-Zelt mit seinem Kronen-Logo, das beleuchtet über der Spitze des Festzelts thront.

Hofbräu-Festzelt
Hofbräu-Festzelt

Bis hier waren die Festzelte noch versetzt angeordnet, ab dem Hofbräu-Festzelt liegen sie sich aber nun direkt gegenüber. Links findet sich das Augustiner-Bräu Zelt mit seiner aufwendigen Dekoration und den beiden Edeltstoff-Aufstellern rechts und links des Eingangs.

Augustiner Bräu Festzelt
Augustiner-Bräu Festzelt

Davor fiel noch das Boarisch Dinner ins Auge, das mit einem Portrait Ludwig II. geschmückt war.

Boarisch Dinner

Direkt gegenüber findet sich das Hacker-Pschorr Zelt mit seiner bunten Bemalung mit Münchner Motiven.

Hacker-Pschorr Festzelt
Hacker-Pschott-Zelt

Nun folgen als nächste Zelte der Schottenhamel auf der rechten Seite

Schottenhamel
Schottenhamel

und gegenüber links das Pschorr Brausrosl.

Pschorr-Braurosl-Festzelt

Vorbei am Glöckle-Wirt mit seinem Straßenverkauf

Glöckle-Wirt Glöckle-Wirt
Glöckle-Wirt

erreicht man schließlich mit dem Paulaner-Festzelt rechts und dem Löwenbräu-Festzelt links das Ende der Bierzelt-Straße – die beiden Türme dieser Zelte mehr oder weniger direkt an der Gasse in Richtung Bavaria-Statue bilden sozusagen die Grenze.

Löwenbräu Paulaner-Festzelt
Links: Löwenbräu-Festzelt – Rechts: Paulaner-Festzelt

Löwenbräu-Turm Paulaner-Turm
Links: Löwenbräu-Turm – Rechts: Paulaner-Turm

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt dass neben dem Löwenbräu-Festzelt noch vor der Quergasse Able Spanferkel folgt, eine Fressbude die mich jedes Jahr von neuem mit ihrer Dekoration fasziniert.

Able Spanferkel

Nun ist man am Offiziellen Wiesn-Shop angekommen, einer von vielen Souvenir-Ständen hier auf dem Platz. Auf der Rückseite befindet sich ein Gemälde vom Oktoberfest dass vor allem bei Touristen gerne als Fotomotiv verwendet wird um davor zu posieren.

Offizieller Wiesn-Shop
Offizieller Wiesn-Shop

Rechts geht es zur Bavaria-Statue, die dieses Jahr allerdings nicht so imposant beleuchtet ist wie letztes Jahr

Bavaria

und gerade aus geht es zum berühmten Willenborg Riesenrad, jenes Fahrgeschäft welches ohne Frage als größter Blickfang auf der Theresienwiese dient.

Riesenrad

Ab hier folgen fast nur noch Fahrgeschäfte und Fress- sowie Süßigkeitenbuden, die ich hier nur auszugsweise kurz besprechen möchte – vieles kennt man ja schon vom Vorjahr. Ich sage deswegen “fast” weil direkt neben dem Riesenrad sich die sogenannten “Oide Wiesn”, die “Alten Wiesn” befinden, ein abgetrennter Bereich für den man Eintritt (soweit ich weiß 3 Euro) bezahlen muss und in dem das Oktoberfest aus alten Zeiten sowohl mit zwei Festzelten als auch mit einigen alten Fahrgeschäften dargestellt wird. Wären die Schlangen vor dem Eingang nicht so lange gewesen, hätte ich mir das natürlich angesehen, so aber begnügte ich mich mit einem Sneak-Peak durch den bewachten Zaun kurz bevor ich von dort verjagt wurde.

Eingang - Oide (alte) Wiesen Blick in die historischen Wiesen
Links: Schlangen vor dem Eingang zu den “Oide Wiesn” – Rechts: Blick auf den historischen Festplatz

Zumindest konnte ich hier noch eine schöne seitliche Aufnahme des Riesenrads tätigen.

Riesenrad - Seitenaufnahme

Die Stelle direkt gegenüber des Riesenrades, da wo letztes Jahr noch das Wellenflug Kettenkarussell dominierte hat übrigens wie ich sehen musste eine dieser Kinder-Reitbahnen übernommen, die Abends natürlich schon geschlossen haben. Schade, ich fand dass das Karussell hier besser passte – einziger Vorteil ist es dass man nun einen besseren und ungetrübtere Blick auf das Riesenrad hat.
Biegen wir am Riesenrad links ab, fällt zur rechten Seite das Rocket ins Auge, in dem sich der Gast in raktenförmigen Kabinen hoch durch die Luft schleudern lassen können.

Rocket
Rocket

Gegenüber findet sich das Moto Drome, ein Attraktion die in der einige waghalsige Männer (ob Frauen dabei sind weiß ich nicht) in einer Arena an den Wänden entlang fahren. Etwas ähnliches kennen wir ja schon vom letzten Jahr. Und da Deutschlands größte Motorsport-Show dieses Jahr auch wieder auf der Theresienwiese ist halte ich diese Dopplung einer ähnlichen Attraktion für etwas unpassend. Gerade bei solchen Dingen sollte man sich doch auf ein Geschäft beschränken.

Moto Drome
Moto Drome

Deutschlands grösste Motorsport-Show
Deutschlands grösste Motorsport-Show – weiter vorne beim Spaten-Zelt

Neu erschien mir die aber die Münchner Rutschen, die gleich schräg gegenüber des Moto Dromes zu sehen war: Mehrere lange, nebeneinander liegende Rutschen auf denen man offensichtlich auf einer Matte abwärts rutschen konnte. Zu so später Stunde war hier aber nichts mehr los.

Münchner Rutschen
Münchner Rutschen

Nun bewegt man sich auf Bossle’s Teufelskerle zu, die Stuntshow die ich ja letztes Jahr besucht an genau der gleichen Stelle hatte.

Bossle's Teufelskerle
Bossle’s Teufelskerle

Rechts davon findet sich, auch wie jedes Jahr, die Olympia Looping Achterbahn.

Olympia Looping
Olympia Looping

Neben Bossle’s Teufelskerlen findet sich schließlich ein meiner Erinnerung nach ebenfalls neues Fahrgeschäft, der Höllenblitz – wohl eine Art Indoor-Achterbahn.

Höllenblitz

Links gegenüber findet sich die erste eine ganzen Reihe von Geisterbahnen die dieses Jahr auf dem Oktoberfest vor Ort sind: Der Shocker, über dessen beleuchteten Schriftzug unermüdlich ein mechanisches Skelett hin und her radelt – dieses Fahrgeschäft kannte ich schon aus dem Vorjahr.

Shocker

An der nächsten Quergasse, der Matthias-Pschorr-Straße, gab es weiteren alten Bekannten vom letzten zu sehen: Das High Energy mit seinem kreisenden Überschlag.

High Energy
High Energy

Einige Meter weiter folgt mit dem Fahr zur Hölle eine weitere Geisterbahn, bei der besonders eine animierte Dämonenfigur ins Auge fiel, die sich regelmäßig aus einem gescheckten Ei befreite, sich aufrichtete und dann Feuer spie – sehr sehenswert.

Fahrt zur Hölle
Fahr zur Hölle – Geisterbahn

Wenig später erreichte ich, vorbei an einer Schießbude mit Namen Jäger-Alm

Jäger-Alm

das Fahrgeschäft Parcour, ein modernes Karusell,

Parcour
Parcour

und direkt daneben der große Freefall-Tower, der nach dem Riesenrad wohl zu den höchsten Fahrgeschäften hier zählt. Eine kleinere Variante für Kinder eines solchen Fahrgeschäfts findet sich in der Nähe des U-Bahnhofs Theresienstraße.

Freefall Tower
Freefall-Tower

Außerdem gab es hier eines von mehreren Spaßhäusern mit Spiegelkabinetten, optischen Täuschungen und wackelnden Böden zu sehen – das Lach-Freu-Haus, das sich vor allem durch die große Menge an Seifenblasen auszeichnete die Stoßweise aus der obersten Etage ausgestoßen wurden.

Lach-Freu-Haus

Durch eine Seitengasse mit weiteren Fahrgeschäften wie dem Großen Irrgarten

Der grosse Irrgarten

sowie dem in München etwas exotisch anmutenden Hanseaten-Imbiss

Hanseaten-Imbiss
Hanseaten-Imbiss

Natürlich sahen wir uns auch in den Zelten ein wenig um. Im Hofbräu-Festzelt war jedoch zum Beispiel so gut wie kein Durchkommen

Hofbräu Festzelt
Im Hofbräu-Festzelt

Besser sah es da schon in den Biergärten aus, wo sich hier und da noch ein paar Sitzplätze finden ließen und man auch prompt bedient wurde. Bei Maß-Preisen von 8,80 bis 9,10 Euro jedoch kein billiger Spaß – gerade weil man wenn man auf weitere prompte Bedienung wert legte, am besten gleich 10 Euro inkl. Trinkgeld bei den Thekenkräften ließ.
Mehr Glück hatten wir im Paulaner-Festzelt, wo wir sogar im Zelt freie Plätze bekamen.

Paulaner München
Im Paulaner-Festzelt

Paulaner Festzelt Im Paulaner Festzelt
Feiern im Paulaner-Festzelt

Hier konnten wir bis zum Ausschankschluß um 22:30 Uhr verbleiben, zu dem die Gäste ruhig, aber bestimmt langsam nach draußen bugsiert wurden während man teilweise schon die Bänke auf die Tische legte und begann das Zelt aufzuräumen.

Kehraus im Paulaner-Festzelt
Ausschankschluß im Paulaner-Festzelt

Ein Schild, dass fälschlicherweise aussagte dass das Zelt wegen Überfüllung geschlossen wäre, sowie einige Sicherheitskräfte verhinderten dass neue Gäste in das Zelt flossen.

Wegen überfüllung geschlossen

Rauchen war übrigens in allen Zelten überall verboten. Dennoch konnte ich einige betrunkene Gäste entdecken, die sich eine Zigarette ansteckten – und einige kamen sogar in den meisten Fällen damit durch da sie von keinem der Security-Leute oder der Bedienung entdeckt wurden.

Rauchen verboten
Rauchen Verboten

Hier kein Bierverkauf
Hier kein Bierverkauf

Wer genug hat kann übrigens nach Ausschankschluß mehr oder weniger komfortabel mit der U-Bahn seinen Heimweg antreten – jedoch gibt es sowohl rund um die Theresienwiese und überall sonst in München genügend Möglichkeiten auch nach 22:30 Uhr weiter zu feiern.

U-Bahn Station Theresienwiese
U-Bahnhof Theresienwiese

Mir haben meine Besuche auf dem Oktoberfest auf jeden Fall auch diese Jahr wieder viel Spaß gemacht und ich bin sicher dass ich mich auch 2012 dem Oktoberfest nicht verwehren werde.

Oktoberfest – Christoph Scholder

Saturday, January 22nd, 2011

Mit Oktoberfest habe ich gestern den Debütroman des deutschen Autors Christoph Scholder abgeschlossen. Und nach fast vier Jahren Arbeit hat der Universitätsdozent für Soziologie und Spätzünder was Bücher schreiben angeht einen Thriller abgeliefert, der meiner Meinung nach den Werken eines David Baldacci, Stieg Larsson oder John Katzenbach durchaus das Wasser reichen kann.
Ich hatte mich wieder für das Hörbuch mit einer Laufzeit von fast 17 Stunden entschieden, die mal wieder sehr packend von Detlef Bierstedt gelesen wird. Diese Hörbuchfassung gibt es aktuell Exklusiv bei Audible – für die Freunde des gedruckten Wortes ist die ca. 600-seitige Printausgabe im Droemer-Verlag erschienen.
Die Handlung dieses Buches spielt wie der Name schon vermuten lässt natürlich in München, wo das Oktoberfest mal wieder im vollen Gange ist. Zehntausende feiern und trinken ausgelassen auf dem wohl größten Volksfest der Welt. Doch am zweiten Wiesnsonntag kommt es zu einem Ereignis, das die schlimmsten Alpträume der Veranstalter und Sicherheitsbehörden in den Schatten stellt. Unter dem Kommando des skrupellosen Generalmajor Oleg Blochin nimmt eine abtrünnige russische Speznas-Einheit in einer sauber geplanten Kommandooperation zuerst das Benedektiner-Zelt und wenig später auch die übrigen Bierzelte auf der Theresienwiese als Geiseln und droht alle Besucher mit tödlichen Nervengift zu exekutieren. Über siebzigtausen Menschen befinden sich in der Gewalt der Elitesoldaten, deren Ziel es ist 2 Milliarden Euro in Rohdiamanten zu erpressen. Die Münchner Polizei, die Bayrische Landesregierung und auch die bald schon eingeschaltete Bundesregierung sind im ersten Moment ratlos wie sie gegen diesen bis ins letzte Detail geplanter Coup vorgehen können. Als zur Reaktion auf eine übereilte und misslungene Aktion der Behörden fast 2000 Besucher eines Zeltes einen grausamen Tod durch das Nervegas finden, droht die Situation zu eskalieren. Doch da tritt Wolfgang Härter, Mitglied einer geheimen Abteilung des Militärischen Abschirmdienstes, Marineschwimmer und Kapitän der deutschen Bundesmarine auf den Plan und versucht mit viel Taktik und allerlei Kniffen zu retten was zu retten ist und die größte Bedrohung die Deutschland sich seit Ende des zweiten Weltkrieges gegenüber sah so glimpflich wie möglich zu beenden.
Ich muß zugeben dass mich der Plot im ersten Moment zwar begeistert, aber beim längeren Überlegen dann doch etwas abgeschreckt hat. Zu sehr klang mir das Ganze nach einer sehr konstruierten und unglaubwürdigen Geschichte. Aber bereits nach den ersten Kapiteln konnten diese Bedenken verworfen werden, denn es gelingt Christoph Scholder sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere dem Leser realistisch und wirklichkeitsnah zu vermitteln. Alle Aktionen der handelnden Einzelpersonen, der bundesdeutschen Exekutive, der Einsatz von SEK, GSG9 und KSK sowie im Verlaufe des Buches sogar der Bundeswehr erschienen plausibel und glaubwürdig. Dabei hat der Autor offensichtlich großen Aufwand in die Recherche gesteckt und das Buch mit vielen Fakten über Kommandostrukuren, technische Details von eingesetzten Waffen und Kryptotechniken oder auch die gesetzlichen Vorschriften gespickt, dass soweit ich das zu Beurteilen vermag zu keinem Moment der Eindruck entsteht dass die hier erzählte Geschichte unrealistisch oder überzogen wirkt. Und auch bei der Beschreibung der Wirkung des Nervengases oder bestimmter Waffen lässt er es nicht aus deren Wirkung bis ins Kleinste zu beschreiben, was mich das eine oder andere Mal doch etwas schaudern ließ. Obwohl im Verlauf der Erzählung viele parallele Handlungsstränge aufgebaut werden, gelingt es dem Autor außerdem, keinen davon im Sande verlaufen zu lassen sondern führt alles am Ende zu einem großen Finale wieder logisch zusammen – eine Leistung die nicht jedem Schreiber gelingt.
Besonders im ersten Drittel des Buches steckt Scholder viele Seiten in die Einführung verschiedener Hauptpersonen. Zum einen wird sehr akribisch über Karl Romberg und seine Karriere vom einfachen Automechaniker zum Spediteur berichtet, auch wenn er zumindest aus meiner Sicht insgesamt eine eher untergeordnete Rolle spielt. Für die Abrundung der Geschichte wichtiger erscheinen da die Rückblicke in die Vergangenheit der Speznas-Einheit, unter anderem ins russisch besetzte Afghanistan des Jahres 1984 und ins tschetschenische Grosny des Jahres 1994, um deren Handlungsweise und Vorgehen in der Jetztzeit zu verstehen. Nur über Wolfgang Härter, der ja eindeutig die wichtigste Person des ganzen Buches ist, lässt sich Scholder nur hier und da dazu hinreißen, Details über dessen Leben preis zu geben – gerade genug um den Charakter und die Handlungsweise zu verstehen. Einzig bei der Konstruktion dieser Person hat er dabei, so empfand ich es zumindest, an ein oder zwei Ecken ein klein wenig zu dick aufgetragen. Aber wer Thriller liest braucht eben seine Helden, daher kann man retrospektiv auf das Gesamtwerk gesehen gut damit leben.
Für ein Erstlingswerk kann ich da nur sagen: Hut ab. Diesem Buch ist es wirklich gelungen mich zu fesseln und hat es mich innerhalb von nur wenigen Tagen verschlingen lassen. Auch wenn es mich freuen würde wenn es noch weitere Werke mit Wolfgang Härter geben würde, kann ich mir doch aktuell nur schwer vorstellen, dass der Autor ein solches Handlungsspektakel wiederholen könnte ohne dass es doch beginnen könnte doch unglaubwürdig zu werden. Obwohl natürlich Serien wie 24 mit Kiefer Sutherland schon bewiesen haben, dass man sich in solchen Prognosen auch irren kann. Wie dem auch sei – ich werde auf jeden Fall die Augen nach weiteren Werken von Christoph Scholder Ausschau zu halten. Da dieses Buch aber erst im August 2010 erschienen ist, wird bis dahin wohl noch etwas Zeit vergehen. Ich bin da ja mal sehr gespannt.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Oktoberfest 2010 – Revisited

Saturday, October 2nd, 2010

Am Donnerstag Abend entschlossen wir uns dazu, dem diesjährigen Oktoberfest einen weiteren Besuch abzustatten. Nicht um Bier zu trinken, sondern viel mehr um noch einige Motive abzulichten, die wir aus Zeitgründen beim letzten Besuch nicht in Angriff nehmen konnten. Außerdem wollten wir noch die eine oder andere Show besuchen. Doch wie immer eins nach dem anderen.
Nachdem wir das Auto in der Nähe des Zirkus Krone Winterquartiers am Marsplatz abgestellt hatten, war es nur noch ein Fußweg von nicht ganz 15 Minuten über die Hackerbrücke hin zur Theresienwiese. Erstes beim letzten Besuch ganz ignoriertes Fotomotiv war für uns die Gedenkstele für das Oktoberfestattentat am Haupteingang zur Bierstraße. Im Gegensatz zum letzten Besuch lagen dieses Mal Kränze an der Hinterwand und Blumen mit kleinen Schildern, welche mit den Namen der damaligen Opfer bedruckt waren.


Gedenkstele Oktoberfestattentat Gedenkstätte Oktoberfestattentat - Blumen

Die mit unregelmäßigen Löchern versehene Wand gleich hinter der Stele dient wohl dazu, zu verhindern dass die Leute einfach über die Blumen laufen, die man hier verteilt hatte. So zeigten die meisten Oktoberfestbesucher zumindest etwas Respekt vor den Opfern und einige blieben sogar kurz stehen – und sei es nur drum um wie wir ein Foto zu machen.
Wir betraten nun den Teil des Oktoberfests, der allgemein die Bierstraße genannt wird. Es handelt sich hierbei den westlich gelegenen Hauptweg in Richtung des Riesenrads, an dem sich alle Bier- und Festzelte sowie die meisten Fressbuden befinden.

Entering the Oktoberfest
Entering the Oktoberfest

Spatenbräu Löwenbräu
Links: Spatenbräu Festzelt – Rechts: Löwenbräu Festzelt

Paulaner Festzelt Feisinger's Kas und Weinstub'n
Links: Paulaner Festzelt – Rechts: Feisinger’s Kas und Weinstub’n

Wir bewegten und langsam in Richtung Riesenrad und schossen ein paar Photos der Buden und Zelte rechts und links dieser Bierstraße. Die fortschreitende Dämmerung gab dem ganzen dabei eine recht sehenswerte Kulisse.

Fischbraterei
Fischbraterei

Ammer Hühner- u. Entenbraterei Fisch-Haus
Links: Ammer Hühner- u. Entenbraterei – Rechts: Fisch-Haus

Paulaner-Turm Löwenbräu-Turm
Links: Paulaner-Turm – Rechts: Löwenbräu-Turm

Spanferkel Spanferkel
Able Spanferkel

Zwischendurch entschieden wir dabei, uns eine kleine Stärkung zuzuführen. Die Auswahl ist auf dem Oktoberfest natürlich riesig und so die Entscheidung fiel mir schwer. Ich wählte als erstes Ziel das Kalbs Kuchl und wählte dort eine Kalbsfleischpflanzerl-Semmel zum Preis von 5,50 Euro.

Kalbs Kuchl
Kalbs Kuchl Bude

Kalbsfleischpflanzerl
Kalbsfleischpflanzerl-Semmel

Garniert mit etwas Krautsalat und zwei Tomatenscheiben erwies sich dieses Gericht als durchaus schmackhaftes Fastfood-Gericht. Eigentlich hätte ich es dabei belassen können, aber um einen besseren Überblick über verschiedene Speisen auf dem Oktoberfest zu erhalten, entschied ich mich noch dazu auch noch der Schweinebraten-Semmel vom gegenüberliegenden Glöckle Wirt eine Chance zu geben.

Glockle Wirt
Glöckle Wirt

Schweinebraten
Schweinebraten-Semmel

Von diesem Gericht für 3,50 Euro, das ohne jegliche zusätzliche Garnitur serviert wurde, war ich aber ziemlich enttäuscht. Die Semmel war zwar einigermaßen knusprig, aber das darin enthaltene Fleisch war kalt und enthielt sogar Stücke die so hart gebraten waren, so dass ich sie entfernen und wegwerfen musste.
Nach dieser Stärkung bewegten wir uns weiter in Richtung Riesenrad – vorbei am Kettenkarussell und einer Irrgarten-Bude.

Irrgarten Riesenrad
Links: Irrgarten – Rechts: Riesenrad

Als erste der Shows wandten wir uns schließlich Bossles Teufelskerlen zu, einer Motorshow direkt neben der Olympia Ringe Achterbahn an der südöstlichen Ecke der Theresenwiese.

Bossle's Teufelskerlse

Für 4 Euro Eintritt betraten wir den hinter der Fassade verborgenen Teil des Showgeschäfts, wo eine lange Reihe Plastikstühle neben dem Showbereich aufgestellt waren. Dort nahmen wir Platz und wenig später begann die Show, bei der einige Auto- und Motorradkunststücke vorgeführt wurden, unter anderem das Wenden auf der Stelle, das fahren auf zwei Reifen und der Absprung mit Salto auf einem Motorrad. War ganz amüsant, aber wie ich persönlich fand auch nichts soo extrem besonderes.

Als fernsehverwöhnter Konsument reißt einen so etwas leider nicht mehr allzu schnell vom Hocker.
Wir nächstes wandten uns nach der Show nun nach rechts und gingen ein Stück die Fahrgeschäfte-Straße entlang.

Blick in die Bierstraße
Fahrgeschäfte-Straße

Unser nächstes Ziel war die Revue der Illusionen – eine weitere Show die mit Kuriositäten wie der Frau ohne Unterleib und der Frau ohne Kopf warb. Für zwei Euro Eintritt wurden wir in einen kleinen Raum gelassen, an dessen Kopfende sich eine kleine Bühne befand.

Revue der Illusionen
Revue der Illusionen

Bühne – Revue der Illusionen

Von der Show selbst durften natürlich keine Fotos gemacht werden. Es wurde aber in der ca. 10 bis 15minütigen Show – so viel möchte ich erwähnen – die Frau ohne Kopf und die ohne Unterleib gezeigt, einige Kunststücke mit Marionetten sowie ein paar Zauberkunststücke vorgeführt. War aber wie ich fand auch nicht wirklich etwas besonderes – mehr als die zwei Euro die es gekostet hatte war das ganze auf jeden Fall nicht wert gewesen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.
Eigentlich wollten wir anschließend in die Motorshow gehen, doch bis zur nächsten Show war noch etwas Zeit und so konnte ich meinen Begleiter überreden, dem Teufelsrad einen Besuch abzustatten.

Feldls Teufelsrad

Für 3,50 Euro Eintritt betraten wir den durch einen Sichtschutz abgetrennten Showbereich. Dieses Fahrgeschäft zählt wohl zu den ältesten Attraktionen auf dem Oktoberfest und besteht aus einer sich drehenden Scheibe in der Mitte eines überdachten Bereiches und setzt auf die Interaktion mit dem Publikum. Ein älterer Ansager auf einer kleinen Bühne forderte so zum Beispiel kurz nachdem wir eingetreten waren alle jungen Frauen im Dirndl auf, das zum Stillstand gebrachte Teufelsrad – eben jene Scheibe – zu betreten. Es wurden Hula Hoop Reifen verteilt und die Scheibe dann in langsame Drehung versetzt. Unter den Lachern und anfeuernden Rufen des Publikums versuchten die jungen Frauen nun, die Hula Hoop Reifen um ihre Hüften zu schwingen.

Hula Hoop Dirndl Girls - Teufelsrad Hula Hoop Dirndl Girls - Teufelsrad
Teufelsrad – Hula Hoop Dirndl Girls

Wenig später wurden als Männer zwischen 19 und 49 Jahren in Lederhosen auf die Scheibe gerufen, die sich mit dem Gesicht nach unten auf die Scheibe legen sollten. Auf deren Hintern sollten sich nun die Mädels setzen und die Scheibe wurde wieder in Drehung versetzt, wodurch nach und nach alle durch die Zentrifugalkraft von der Scheibe befördert wurden.

Teufelsrad

Das selbe wurde wenig später noch einmal nur mit den Lederhosenträgern wiederholt. Es gelang mir eine Serie von Aufnahmen zu machen, welche das Prozedere ganz gut wiedergibt:

Einfache, aber effektive Unterhaltung, die meiner Meinung nach eine wohl urtümlichste Art der Unterhaltung ist die auf dem Oktoberfest geboten wird. Ich bin der Meinung dass man das mal gesehen haben muss.

Als nächstes wandten wir uns schließlich Deutschland größter Motorshow zu.

Deutschlands größte Motorsport-Schau
Deutschlands größte Motorshow

Für 4 Euro Eintritt wurden wir über eine Rampe nach oben geleitet und blickten in eine Art runde, aus Bretter gefertigte Grube, an dessen Grund einige Motorräder und ein Go-Kart standen.

Motorshow

Auch hier wurde mit der Zentrifugalkraft gespielt – denn die Motorräder fuhren einzeln und in der Gruppe senkrecht die Wand entlang. Sehr sehenswert muss ich sagen – die Fotos die ich schießen konnte (fotografieren wurde hier nicht untersagt und viele Gäste machten Fotos) geben natürlich nur ansatzweise das wirkliche erleben der Show wider. Zum Abschluss der ca. 15 – 20minütigen Vorführung wurde sogar das Go-Kart in Senkrechte gebracht.

Motorradfahrer Motorradfahrer

Drei Motorräder GoKart

Muß man auf jeden Fall mal live gesehen haben – ich kann den Besuch dieser Show auf jeden Fall empfehlen.
Als letztes Ziel stand schließlich noch das Riesenrad auf unserem Programm.

Riesenrad
Riesenrad

Der Eintritt von 6 Euro war zwar ziemlich happig, aber um einen Überblick über das Oktoberfest zu bekommen gibt es kein besseres Fahrgeschäft. Zumindest wenn man Fotos machen will. 😉

Riesenrad von unten
Riesenrad von unten

Wir stellten uns in eine der vier Schlangen zu den Gondeln an und ließen sogar zwei Pärchen vor, um möglichst weit vorne in den Gondeln sitzen und gute Sicht auf die nächtliche Theresienwiese zu erhalten. Und der Blick den wir so festhalten konnten entlohnt uns für die etwas längere Wartezeit.

Bierstraße Oktoberfest
Links: Blick auf die Bierstraße – Rechts: Fahrgeschäfte

Oktoberfest Bierstraße von Oben
Lichtermeer Oktoberfest

Oktoberfest & Bierstraße Lichtermeer Oktoberfest
Lichtermeer Oktoberfest

Bierstraße - Oktoberfest 2010
Bierstraße Oktoberfest 2010

Wie wir bereits früher gesehen hatten konnten wir auch vom Riesenrad einen guten Blick auf die aktuell besonders illuminierte Bavaria-Statue am Rande der Theresienwiese werfen.

Bavaria - illuminiert vom Riesenrad
Illuminierte Bavaria-Statue – vom Riesenrad aus gesehen

Das erschien doch auch noch ein lohnendes Fotomotiv zu sein. Also beschlossen wir, der Statue noch einen Besuch abzustatten und stiegen am Ende auch die Treppe bis zur Bavaria und dem tempelartigen Gebäude hinauf.

Lichtkegel Bavaria - illuminiert

Bavaria - illuminiert II Bavaria - illuminiert III

Bavaria - illuminiert IV Bavaria - illuminiert V
Bavaria Statue – illuminiert

Bavariastatue Bavariastatue - Closeup
Bavaria – CloseUp

Oben an der Statue angekommen entschlossen wir uns, unseren Oktoberfestbesuch für zu beenden und machten uns am Rande des Festplatzes entlang zurück auf den Weg in Richtung Auto. Natürlich nutzten wir auch hier die Möglichkeit, noch ein paar letzte Fotos zu schießen.

Lichtermeer Oktoberfest Oktoberfest
Seitenblick aufs Oktoberfest

Zwischen mehr oder weniger betrunkenen Oktoberfestbesuchern bahnten wir uns unser Weg über die Hackerbrücke, auf der wir noch Zeugen einer schnell von der Polizei beendeten Schlägerei wurden und erreichten wenig später den Wagen. Das ist auch erst einmal genug Oktoberfest für dieses Jahr. Zum Fotografieren lohnt es sich aber auf jeden Fall – mal schauen ob ich, falls ich nächstes Jahr noch immer in München bin und ein weiteres Mal hin gehen werde.

Oktoberfest 2010

Saturday, September 25th, 2010
200 Jahre Oktoberfest

Natürlich durfte auch dieses Jahr ein Besuch auf dem Oktoberfest nicht fehlen. Immerhin finden die Wiesn dieses Jahr im 200sten Jahr, nicht aber zum 200sten Mal statt, das darf man natürlich nicht verpassen. Ich war inzwischen dieses Jahr sogar schon zwei Mal dort, fasse dies aber hier in einem Beitrag zusammen.

Oktoberfest 2010 Oktoberfest 2010
Eingangsbereich am Bavariaring zum Oktoberfest

Gleich zu Beginn stärkte ich mich erst einmal. Dabei fiel meine Wahl auf eine Ochensemmel – ein bayrisches Fastfood Gericht dass ich so noch nie probiert hatte. An einem Stand des Groß-Metzgers Vinzenmurr erstand ich eine solche Semmel mit einer rosafarbenen, dünnen Sauce, zwei Scheiben Tomate und reichlich Ochsenfleisch für 4,50 Euro.

Ochsensemmel

Eigentlich ganz schmackhaftes Fastfood, auch wenn sich das Ochsenfleisch teilweise als recht, fettig, zäh und sehnig erwies. Aber wenn man schon mal auf dem Oktoberfest ist, probiert man natürlich auch mal die dortigen Spezialitäten. Aufgrund der Größe der Semmel und der Menge an Fleisch stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis hier aber allemal.
Natürlich durfte dabei ein Besuch im Festzelt nicht fehlen. Dabei fiel unsere Wahl auf das Hofbräu Festzelt, wo wir zwar im Innenbereich keinen Sitzplatz mehr bekamen, aber im Außenbereich noch freie Plätze fanden.

Hofbräu Festzelt
Hofbräu Festzelt
Spatenbräu Hofbräu Festzelt
Links: Blick über den Platz – Rechts: Hofbräu Festzelt bei Nacht

Der Füllstand der Bierkrüge erwies sich zwar als deutlich unter dem was ich als “am Eichstrich” bezeichnen würde, aber die Bedienungen ließen sich auf keine Diskussion ein. Und das beim Preis für die Maß Bier von 8,80 Euro.

Maß Bier - schlecht gefüllt

Die Stimmung war natürlich ausgelassen und bierselig wie nicht anders zu erwarten. Da ich am nächsten Tag arbeiten musste, hielt ich mich aber etwas zurück.

Im Hofbräu Festzelt Polonaise
Links: Im Zelt – Rechts: Polonaise

Orchester Hände zum Himmel
Links: Blasmusik & Animation – Rechts: Die Hände zum Himmel…

Hofbräu Festzelt - Feiernde
Feiernde

Nach dem Besuch im HB Festzelt machten wir natürlich auch noch einen Rundgang. Auf dem riesigen Platz tummelten sich wie üblich Menschenmassen – aber es gab noch ein recht gutes Durchkommen.

Armbrustschützenzelt Spatenbräu Ochsenbraterei
Links: Armbrustschützenzelt – Rechts: Spatenbräu Ochsenbraterei

Augustinerbräu Edelstoff Hackr Pschorr Festzelt
Links: Augustinerbräu Edelstoff – Rechts: Hackr Pschorr Festzelt

Schließlich hielten wir im Braurosl noch einmal Einzug. Auch hier laute Stimmungsmusik und feiernde Massen.

Braurosl In der Braurosel
Links: Braurosl – Rechts: Feiernde im Braurosl Zelt

Müde Auf den Bänken
Links: Müde – Rechts: Auf den Bänken

Hier fanden wir sogar einen Sitzplatz, blieben etwas im Zelt und genossen die ausgelassene Laune.
Natürlich gab es auf dem Festplatz noch weitaus mehr zu sehen und ich ließ es mir, gemeinsam mit einem Kollegen, nicht nehmen einen weiteren, diesmal ausgedehnten Rundgang durchzuführen. Neben den auf dem ganzen Platz verteilten Mandel-Ständen

Mandel-Küche Mandel-Hütte
Links: Mandel-Küche – Rechts: Mandel-Hütte

und anderen Essens-Buden aller Art

Ammer - Hühner- & Entebraterei Kalbs-Kuchl
Links: Ammer Hühner- & Entenbraterei – Rechts: Kalbs-Kuchl

Zur Bratwurst Angie's Herzhüttn
Links: Zur Bratwurst – Rechts: Angies Herzhüttn

nahmen den meisten Platz natürlich die Fahrgeschäfte aller Art ein. An der Kreuzung an der Straße, die auf der einen Seite an der Bavaria-Statue endete

Bavaria-Statue

nahmen wir uns etwas Zeit das von hier gut sichtbare Riesenrad und die umgebenden Attraktionen abzulichten.

Riesenrad Riesenrad
Riesenrad

Löwenbräu
Löwenbräu-Turm

Parkour
Parkour

Auch die erste Bierleiche bekamen wir zu sehen – die Polizei passte aber auf dass nichts ernstes passiert bis die Sanitäter eintreffen.

Bierleiche
Bierleiche unter Polizeibewachung

Anschließend bewegten wir uns weiter in Richtung des Riesenrads und dem an der Ecke befindlichen Kettenkaroussell – ein wirklich sehr lohnenswertes Motiv wie wir fanden und wir entschlossen uns, auch hier uns einige Zeit zu nehmen und weitere Aufnahmen zu machen.

Kettenkarussell Spinning
Links: Kettenkarussell-Nahaufnahme – Rechts: Spinning

Karussell & Riesenrad Riesenrad
Links: Karussell & Riesenrad – Rechts: Riesenrad

Was natürlich nicht fehlen durfte und sowohl in den Zelten als auch an einigen Fahrgeschäften war die hier in München sehr bekannte Figur des Dienstmannes Alois Hingerl – bekannt durch das das satirische Stück Ein Münchner im Himmel von Ludwig Thoma von 1910 und aus München nicht mehr wegzudenken.

Alois Hingerl Dienstmann Alois Hingerl
Darstellungen von Dienstmann Alois Hingerl

Vorbei an weiteren Fahrgeschäften und Buden machten wir uns nun am Südende der Theresienwiese auf dem Weg zur nächsten Großattraktion, wobei ich natürlich nicht darauf verzichtete einige weitere Schnappschüsse zu machen.

Merkl Promi-Treff München Münchner Reitbahn Heppenheimer
Links: Merkl Promi-Treff München – Rechts: Münchner Reitbahn Heppenheimer

Geisterschloss
Geisterschloss

Aber größeres Interesse weckte bei uns natürlich die Olympia Looping Achterbahn, ein Fahrgeschäft das die Olympia-Ringe darstellt und seit 1989 auf dem Oktoberfest heimisch ist.

Olympia Looping Olympia Looping
Olympia Looping Olympia Looping
Olympia Looping Barth München

Nach einigen Aufnahmen dort wandten wir uns wieder in die andere Richtung und bewegten und vorbei an einigen weiteren Fahrgeschäften in Richtung Norden.

Bossle's Teufelskerle Lach Freu Haus
Links: Bossele’s Teufelskerle – Rechts: Lauch Freu Haus

Top Spin Revue der Illusionen
Links: Top Spin – Rechts Revue der Illussionen

Bald schon erreichten wir den bekannten Distel Autoscooter, den wir auch einer kurzen belichtungstechnischen Erfassung unternehmen mussten.

Distel Distel
Distel Autoscooter

Aber auch die anderen Fahrgeschäfte, die auf der weiteren Strecke lagen, boten immer wieder sehenswerte und interessante Motive.

Playball Playball
Playball

High Energy High Energy in Action
Links: High Energy Pendelschaukel – Rechts: High Energy in Aktion

Deutschlands größte Motorsport-Schau Shocker
Links: Deutschlands größte Motorschau – Rechts: Shocker Geisterbahn

Darunter auch das bereits seit über 100 Jahren auf dem Oktoberfest befindliche Feldls Teufelsrad – eine der wohl ältesten noch existenten Attraktionen – einfach, aber sich immer noch großer Beliebtheit erfreuend.

Feldls Teufelsrad
Feldls Teufelsrad

Wir wunderten uns im übrigen, warum es keine Mülleimer auf dem Oktoberfest gab. Dadurch sammelte sich der Müll auf dem Gehwegen und an markanten Punkten wie Hydranten. Wie ich im Nachhinein erfuhr, ist der Grund dafür das Oktoberfestattentat von 1981, bei dem ein angeblicher Einzeltäter am Eingang zum Oktoberfest vom Bavariaring eine Bombe in einem Mülleimer zündete, 13 Menschen tötete und 211 teilweise schwer verletzte. Die pragmatische Lösung der Veranstalter war es danach gewesen, einfach keine Mülleimer mehr aufzustellen. Ob das nun wirklich hilft oder nur Augenwischerei ist sei mal so dahin gestellt.

Keine Mülleimer
Folgen der Keine-Mülleimer-Politik

Auf dem nordöstlichen Ende der Theresienwiese boten sich weitere interessante Motive, die ich hier natürlich nicht vorenthalten möchte.

Familien-Platzl Hexenschaukel
Links: Familien-Platzl – Rechts: Hexenschaukel

Wellenflug
Wellenflug Kettenkarussell

Flip Fly Alpenrausch
Links: Flip Fly – Rechts: Alpenrausch

Rocket
Rocket

Spaceflyer Spaceflyer
Links: Spaceflyer – Rechts: Spaceflyer in Aktion

Taumler
Taumler

Inzwischen war es spät geworden und wir entschlossen uns, uns auf den Heimweg zu begeben. Mit Kameras und Stativen konnten wir leider nicht die verschiedenen Fahrgeschäfte testen – das werden wir aber vielleicht nächste Woche noch mal nachholen. Mal schauen ob sich eine Gelegenheit bietet noch mal auf die Wiesn zu kommen.

Nachtrag: Den zweiten Bericht gibts hier zu lesen.