Orientalisches Puten-Chili – das Rezept

Heute wollte ich mal wieder eine gerade neu entdeckte Variante des von mit so geschätzten Chili con Carne ausprobieren, ein Orientalisches Puten-Chili mit Kichererbsen, Tomaten & Koriander. Ich hatte ja zuvor zwar schon mit Rinder- oder Schweine-, Lamm, Kalbshackfleisch gearbeitet, Puten- bzw. Geflügelhackfleisch hatte bisher aber noch nie Verwendung in meiner Küche gefunden. Ich unterlag daher der irrigen Annahme, man könne es wie alle andere Hackfleischsorten normal an der Fleischertheke kaufen, doch da hatte ich – zumindest was den Metzger in meinem Lieblingssupermarkt angeht – mich leider geirrt. Die Thekenkraft teilte mir mit, dass sie so etwas aufgrund der erhöhten Salmonellengefahr nur tiefgefroren verkauft. Also musste ich hier auf TK-Ware zurückgreifen, was ich bei Fleisch eigentlich nicht so gerne mache. Im Nachhinein gesehen hätte man hier auch ein Stück Putenbrust nehmen und es durch einen Fleischwolf zerkleinern können, doch leider besitze ich einen solchen (noch) nicht, daher griff ich auf die TK-Ware zurück. Aber das Ergebnis war auch so wie ich fand sehr gelungen, daher möchte ich nicht darauf verzichten das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

1 mittlere Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große oder 2 kleine Chilischoten (Ich wählte heute mal thailändische Rawit, da mit Habanero etwas zu scharf erschien)
03 - Zutat Chili (Rawit) / Ingredient chili (rawit)

400g Tomatenstücke (Dose)
04 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)
05 - Zutat Kichererbsen / Ingredient chickpeas

1 Bund Koriander
06 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

500g Putenhackfleisch
07 - Zutat Putenhack / Ingredient turkey ground meat

150ml Hühnerbrühe
08 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

2 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

sowie Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel zum würzen
11 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

Zuerst stellte sich mir erst einmal das Problem, wie ich Putenhackfleisch am besten auftauen konnte, das ich mir in 2 Päckchen zu je 250g zum ziemlich deftigen Preis von 4,99 pro Packung erworben hatte.
12 - Putenhack gefroren / Deep frozen turkey ground meat

Die Mikrowelle erschien mit dazu ungeeignet, aber nach einigen Recherchen entschloss ich mich dazu, das ganze, noch eingeschweißt, im lauwarmen Wasserbad aufzutauen. Besser wäre noch das noch langsamere Auftauen im Kühlschrank gewesen, aber dazu fehlte mir die Zeit.
13 - Putenhack auftauen / Defrost turkey ground meat

Während das Putenhack auftaut, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie. Das geht natürlich auch mit dem Messer, ich nahm aber wieder meine kleine, handbetriebene Maschine dazu.
14 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem entkernen wir die Chilischoten
15-Chili entkernen / Remove core

und schneiden sie in schmale Ringe, wobei wir größere Stücke noch mal halbieren oder dritteln.
16 - Chili in schmale Ringe schneiden / Cut chili in small rings

Nun können wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne erhitzen
17 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil

und braten das Putenhackfleisch darin krümelig an
18 - Putenhack anbraten / Roast turkey ground meat gently

wobei wir es auch gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen.
19 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten geben wir die gehackten Zwiebeln ebenfalls in die Pfanne
20 - Zwiebeln addieren / Add onions

pressen das Knoblauch hinein
21 - Knoblauch pressen / Add garlic

und fügen schließlich noch die zerkleinerten Chilischoten hinzu,
22 - Chili addieren / Add chili

um sie für drei bis vier Minuten mit anzubraten.
23 - Anbraten / Roast gently

Sind Zwiebeln, Chili und Knoblauch gut angedünstet, können wir auch die Tomatenstücke
24 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

und die Kichererbsen addieren
25 - Kichererbsen beigeben / Add chickpeas

und schließlich alles mit der Hühnerbrühe aufgießen.
26 - Hühnerbrühe aufgießen / Add chicken stock

Abschließend fügen wir noch die zwei Esslöffel Tomatenmark hinzu, rühren sie gut unter und lassen dann alles für sechs bis sieben Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln.
27 - Tomatenmark unterrühren / Stir in tomato puree

Während das Chili vor sich hin köchelt, waschen wir den Koriander, schütteln ihn trocken und zupfen dann die Blättchen ab
28 - Korianderblättchen abzupfen / Pick coriander leaflets

um diesen dann grob zu zerkleinern.
29 - Koriander grob zerkleinern / Hackle coriander

Schließlich streuen wir die den gehackten Koriander ui dem restlichen Zutaten in die Pfanne und verrühren es gut, um es weitere zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen
30 - Koriander einstreuen / Add coriander

und noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel abzuschmecken.
31 - Würzen / Taste

Nachdem wir das ganze probiert und für gut befunden haben
32 - Probieren / Try

können wir es mit einer Portion Sour Cream, Creme fraiche oder mageren Naturjoghurt garniert servieren und genießen.
33 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - Serviert

Zwar erfüllten die thailändischen Ravit-Chili, die mit 100.000 bis 150.000 Scoville als eigentlich nicht gerade mild gelten, nicht ganz meine Anforderungen an die Schärfe, aber auch in seiner nun doch nicht so scharfen Form erwies sich diese Chili-Variante als sehr lecker. Das Putenhack hatte neben seiner weitaus kalorienärmeren Eigenschaft auch einen angenehm weichen Geschmack, wobei es gut mit den noch leicht bissfesten Kichererbsen und den fruchtigen Tomaten harmonierte. Das gehackte Koriander gab dem Ganzen schließlich mit die orientale Note, die wie ich fand ebenfalls gut zu der Gesamtkomposition passte. Wer keinen Koriander mag, kann diesen aber notfalls auch weglassen oder ihn z.B. durch Petersilie ersetzen.

34 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht wirklich sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kam die gesamt Zubereitung auf 1100kcal, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen sogar nur 367kcal pro Portion. Damit ist diese Chilizubereitung die leichteste von allen die ich bisher ausprobiert habe. Somit ist dieses Rezept nicht nur für Leute die keine Bohnen vertragen – denn ursprünglich war es wohl für diese Personengruppe vorgesehen – absolut weiterzuempfehlen. Wer kein Putenhackfleisch bekommt, kann dabei natürlich auch die gleiche Menge geschnetzelte Hühnerbrust verarbeiten, das sollte geschmacklich letztlich keinen großen Unterschied machen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Lamm Tandoori mit Basmati-Reis – das Rezept

Schon lange hatte ich nichts Indisches mehr zubereitet, daher entschloss ich mich heute dazu, mal wieder der Küche des südasiatischen Subkontinents etwas mehr Aufmerksamkeit zu zollen. Bei der Auswahl des Rezeptes entschied ich mich schließlich für Lamm Tandoori, wozu ich mir die Gewürzmischung Tandoori besorgte, die im wesentlichen aus Chilis, Kreuzkümmel und Koriandersamen. Zwar zählt Lammfilet neben Kalbsfleisch ja zu den teuersten Fleischsorten die man zumindest beim regulären Metzger findet – und leider weigern sich viele Metzger bei Lammfilet zu stückeln, so dass man selten genau das Gewicht erhält dass man haben möchte, aber damit muss man leben. Das Ergebnis jedenfalls konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Doch seht selbst:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

ca. 350g Lammlachs (oder Lammfilet)
01 - Zutat Lammfilet / Ingredient lamb filet

1 gelbe Paprika (ca. 200g)
02 - Zutat gelbe Paprika / Ingredient yellow bell pepper

2 kleine rote Zwiebeln
03 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

150g Ananas
04 - Zutat Ananas / Ingredient ananas

200ml Kokosmilch
05 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

100ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

160g-200g Basamati-Reis
07 - Zutat Basmatireis / Ingredient rice

1 EL Tandoori Gewürzmischung
08  -Zutat Tandoori-Würzmischung / Ingredient tandoori

1 EL Garam Masala Gewürzmischung
09 - Zutat Garam Masala / Ingredient Garam Masala

sowie etwa 1-2 EL Ghee (Butterschmalz) oder Pflanzenöl zum braten
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, das Lammfleisch gründlich zu waschen, es trocken zu tupfen und in mundgerechte Würfel zu schneiden.
10 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb

Dann geben wir es in eine Schüssel, bestäuben es mit der Tandoori Gewürzmischung und lassen es für mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde abgedeckt im Kühlschrank etwas ins Fleisch einziehen.
11 - Mit Tandoori vermengen / Mix with tandoori

Während das Lammfleisch vor sich hin mariniert, schälen wir die roten Zwiebeln und schneiden sie in Spalten,
12 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions

entkernen die Ananas, entfernen das Weiße im Inneren und schneiden sie in kleine Würfel
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

und würfeln schließlich noch die Ananasscheiben.
14 - Ananas würfeln / Dice ananas

Ist die Würzmischung schließlich einigermaßen in das Fleisch eingezogen, bringen wir den Butterschmalz (Ersatzweise geht auch Pflanzenöl) in einer Pfanne zerlaufen
15 - Ghee zerlassen / melt ghee

und braten dann das Lammfleisch darin rundherum scharf an.
16 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb

Anschließend legen wir die Fleischwürfel bei Seite, reduzieren die Hitze etwas und dünsten Zwiebelspalten und Paprikawürfel darin für ein bis zwei Minuten an bis sie ein wenig Farbe bekommen haben.
17 - Zwiebeln & Paprika andünsten / Braise onions and bell pepper lightly

Dann gießen wir alles mit der Gemüsebrühe
18 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und der Kokosmilch auf
19 - Kokosmilch hinzufügen / Add coconut milk

und lassen es für weitere zwei bis drei Minuten bei Gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln.
21 - Köcheln lassen / Simmer

Gleichzeitig können wir auch unseren Reis mit etwas Wasser aufsetzen und beginnen ihn gar zu kochen.
20 - Reis kochen / Cook rice

Schließlich geben wir das angebratene Lammfleisch zurück in die Pfanne,
22 - Fleisch wieder hinzufügen / Put back lamb

fügen die gewürfelte Ananas hinzu
23 - Ananas addieren / Add ananas

und würzen alles mit dem Esslöffel Garam Massala
24 - Mit Garam Masala würzen / Taste with garam masala

sowie etwas Salz und Pfeffer, um es dann noch weitere vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
25 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Ist der Reis dann gar, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
26 - Lamm Tandoori / Lamb tandoori - Serviert

Lamm an sich ist meiner Meinung nach ja schon etwas sehr leckeres, aber mariniert mit würzigem Tandoori und in würziger Kokosmilch-Sauce angerichtet erwies sich dieses zarte, saftige Lammfleisch als wahrer Genuss. Gemeinsam mit den Paprikastücken und den milden roten Zwiebelspalten ein sehr leckeres Gericht, dessen indischer Touch geschmacklich nicht zu verleugnen war. Die verwendete Ananas gab dem Ganzen dabei dann noch eine angenehm fruchtige Note. Ich hatte zuerst ja befürchtet, dass bei der Zubereitung zu viel Sauce entstanden war, aber in Kombination mit dem lockeren Basamtireis erwies sich die Menge schließlich als absolut richtig. Einzig an der Schärfe haperte es etwas, aber ich fand die Milde passte auch gut zu dem Lammfleisch.

27 - Lamm Tandoori / Lamb tandoori - CloseUp

Kommen wir nun zu den Kalorienwerten: Ohne den Reis hat das Lamm Tandoori meiner Berechnung nach insgesamt etwas 960kcal, das entspricht also leichten 480kcal pro Portion, dazu kommen dann noch einmal 160kcal pro 100g Basmatireis, womit wir bei einer Summe von 640kcal pro Portion wären. Das finde ich mehr als akzeptabel für ein solches Hauptgericht Gericht und verleitet mich zu der Aussage, es als leichte Kost bezeichnen zu wollen. Ein einfaches, schnell zubereitetes Gericht mit eindeutig indischen Wurzeln, auch wenn es ein wenig europäisch interpretiert sein mag. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

Guten Appetit

Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack – das Rezept

In meinem aktuellen bestreben etwas leichter zu kochen entschied ich mich heute dazu, mal ein neues Lasagne-Rezept auszuprobieren. Das ursprüngliche Rezept arbeitete dabei mit normalen Light-Frischkäse, ich entschied mich aber aufgrund der Tatsache dass ich diesen nicht bekommen hatte dazu, statt dessen den bereits mehrfach bewährten Ziegenfrischkäse zu verwenden. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Insgesamt erwies sich das Gericht schließlich als sehr leckere Alternative zur fettreichen Bechamel-Lasagne, das auch noch relativ einfach zuzubereiten ist. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:

Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

Lasagneplatten (bei mir waren es sechs, die Anzahl kann aber abhängig von der Größe der Auflaufform variieren)
01 - Zutat Lasagneblätter / Ingredient lasagne sheets

3-4 Möhren – ca 350g
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 mittlere rote Paprika – ca. 200g
03 - Zutat Paprika / Ingredient red bell pepper

1 große oder 2 kleine Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

800g geschälte Tomaten (Dose)
06 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

2 EL Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

300g Rinderhackfleisch
08  -Zutat Rinderhack / Ingredient ground beef

200g Ziegenfrischkäse
09 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

150ml Sojacreme – alternativ kann man aber auch Kondensmilch nehmen
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

zum würzen Salz, Pfeffer und Oregano
11 - Zutat Gewürze / Spices

sowie 2-3 EL Pflanzenöl zum braten

Beginnen wir wie gewohnt damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und zerkleinern wir die Zwiebel – wozu ich wieder mein kleines Maschinchen verwendete, man kann aber natürlich die Zwiebel auch gerne mit der Hand fein würfeln.
12 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie in kleine Würfel
13 - Paprika würfeln / Dice red bell pepper

und schälen dann die Möhren
14 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie dann z.B. auf der groben Seite einer Kastenreibe grob zu zerkleinern.
15 - Möhren raspeln / Grate carrots

Anschließend erhitzen wir in einer größeren Pfanne etwas Pflanzenöl
16 - Pflanzenöl erhitzen / Heat up oil

und braten unser Rinderhack darin krümelig an.
17 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry ground beef

Ist das Hackfleisch dann gut durchgebraten, geben wir auch die zerkleinerten Zwiebeln in die Pfanne
18 - Zwiebeln dazu geben / Add onions

pressen die Knoblauchzehen dazu
19 - Knoblauch pressen / Squeeze garlic

und dünsten dann alles für etwas drei Minuten bei gelegentlichem umrühren an.
20 - andünsten / braise lightly

Dann können wir schließlich die Paprikawürfel
21 - Paprika dazugeben / Add red bell pepper

und die geriebenen Möhren ebenfalls in die Pfanne geben
22 - Möhren addieren / Add carrots

und braten sie für weitere vier bis fünf Minuten mit an bis sie etwas Farbe bekommen haben.
23 - anbraten / braise

Währenddessen können wir alles auch gleich kräftig mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
24 - würzen / taste

Schließlich fügen wir dann auch die geschälten Tomaten mit hinzu,
25 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

verrühren sie gut
26 - Gut verrühren / Fold in

und heben dann noch das Tomatenmark unter. Anschließend lassen wir alles für zehn bis zwölf Minuten auch mittlerer Stufe bei gelegentlichem Rühren vor sich hin köcheln.
27 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

Während unsere Füllung köchelt, gießen wir die Sojacreme in ein passendes Behältnis,
28 - Sojacreme in Schüssel geben / Add soja cream in bowl

bröseln den Ziegenfrischkäse hinzu
29 - Ziegenfrischkäse dazu bröseln / Add goat cream cheese

und rühren dann alles einigermaßen glatt.
30 - Glatt rühren / Stir until smooth

Außerdem probieren wir natürlich noch unsere Füllung und schmecken sie ggf. noch einmal final mit den Gewürzen ab.
31 - Probieren & abschmecken / Try & taste

Nachdem wir dann den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und eine größere Auflaufform etwas ausgefettet haben, bedecken wir den Boden der Form mit etwas von unsere Möhren-Paprika-Hack-Mischung
32 - Boden bedecken / Cover ground

tragen etwas von der Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse drauf auf
32 - Ziegenfrischkäse-Mix auftragen / Apply goat cream cheese mix

und belegen alles schließlich mit Lasagneplatten.
33 - Mit Lasagneplatten belegen / Add lasagna sheet layer

Es folgt eine weitere Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung
34 - Weitere Schicht Füllung / Another layer of sauce

eine weitere Lage Ziegenfrischkäse-Mix
35 - Mehr Ziegenfrischkäse-Mix / More cream cheese mix

eine weitere Lage Lasagneblätter
36 - Weitere Schicht Lasagneplatten dazu / Add another layer of lasagne sheet

und schließlich der Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung
37 - Rest Füllung darauf geben / Add remaining sauce

sowie Abschließend der Rest unserer Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse.
38 - Rest Ziegenkäse-Mix auftragen / Add remaining goat cream cheese mix

Ist der Backofen dann vorgeheizt, geben wir das Ganze auf der zweiten Schiene von unten für ca. 25 Minuten zum überbacken hinein.
39 - überbacken / au gratin

Anschließend entnehmen wir die Auflaufform, lassen sie für 2 bis 3 Minuten ruhen
40 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - Fertig gebacken

und können dann die Lasagne zerteilen und servieren.
41 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - serviert

Die mit einem leichten Touch von Oregano versehene Mischung aus geraspelten Möhren, Paprikawürfeln und mageren Rinderhack alleine war schon sehr lecker wie ich feststellen durfte, aber die geschmackliche Abrundung geschah meiner Meinung erst durch das angenehme Aroma das aufgebrachten Ziegenfrischkäse, den man dezent, aber dennoch deutlich herausschmeckte. Dabei war es wirklich gut gewesen, auch nicht mit den Gewürzen gegeizt zu haben, denn ich fand dass vor allem das Oregano sehr gut zu den anderen Zutaten passte. Eine mehr als nur tragbare Alternative zur schweren Bechamel-Lasagne wie ich fand, fast sogar noch besser.

42 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - CloseUp

Kommen wir nun zu den Nährwerten: Meiner Berechnung nach kommt der gesamte Inhalt der Auflaufform auf ca. 1800kcal, das entspricht bei 4 Portionen leichten 450kcal pro Portion und bei der Aufteilung in drei große Portionen ca 600kcal pro Portion. Das sind für eine Lasagnezubereitung wirklich traumhafte Werte, gerade wenn man bedenkt dass man geschmacklich absolut keine Abstriche machen muss, sondern sogar noch ein unglaublich leckeres und sättigendes Gericht erhält. Daher kann ich das Rezept jedem nur wärmstens ans Herz legen, er wird den kleinen Aufwand der Zubereitung keinesfalls bereuen.

Guten Appetit

Serbisches Reisfleisch mit Putenbrust – das Rezept

Heute wollte ich mal ein Gericht zubereiten, dass schon seit längerem in meiner Rezeptsammlung schlummert: Serbisches Reisfleisch oder Duvec. Dabei handelt es sich um ein eigentlich recht einfaches Rezept für Schmorgemüse mit Reis und Fleisch, das normalerweise mit Schweine- oder Rindfleisch zubereitet wird, ich entschied mich aber dazu Putenbrustfilet zu verwenden was kalorientechnisch etwas leichter erschien und den anderen Fleischsorten geschmacklich in nichts nachstand. Bekannt ist es sowohl in der österreichischen Küche unter dem Begriff Reisfleisch, aber auch in Ungarn kennt man es unter dem Begriff Rizseshús und in der serbisch-kroatischen Küche unter dem Begriff Duvec. Das Ergebnis war ein wirklich sehr leckeres, sättigendes und relativ schnell zubereitetes Gericht, dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag in der üblichen Form mal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

200g Langkornreis
01 - Zutat Reis / Ingredient rice

2 Paprika – ich entschied mich für rote, könnte mir aber auch andersfarbige gut vorstellen
02 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

500g Putenbrustfilet
03 - Zutat Putenbrustfilet / Ingredient turkey breast filet

2 mittlere Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2-3 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic

1 Dose Tomatenstücke oder Pizzatomaten (Ich hatte noch eine Dose Tomatenstücke mit Basilikum die ich verbrauchen musste)
06 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2-3 EL Pflanzenöl – z.B. Rapsöl
07 - Zutat Pflanzenöl / Ingredient veg-oil

2 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

600ml Hühnerbrühe
09 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

je einen gehäuften EL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
10 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

sowie Salz und Pfeffer zum würzen – optional wäre auch noch eine Prise Kümmel denkbar

Beginnen wir also wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen also die Zwiebel und würfeln sie,
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
12 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

und entkernen die Paprikaschoten und schneiden sie in Würfel.
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Außerdem waschen wir das Putenbrustfilet gründlich, tupfen es trocken und schneiden es dann in mundgerechte Würfel von ca. 2 cm Kantenlänge.
14 - Putenbrust würfeln / Dice turkey breast

Die so entstandenen Fleischwürfel würzen wir von allen Seiten mit etwas Salz und Pfeffer.
15 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

In einem größeren Topf erhitzen wir dann das Pflanzenöl auf erhöhter Stufe
16 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten dann die Putenbrustwürfel darin scharf von allen Seiten an. Dadurch entstehen Röstaromen, die einen wichtigen Teil des späteren Geschmacks ausmachen.
17 - Fleischwürfel scharf anbraten / roast turkey breast dices

Sind die Fleischwürfel rundherum an- und durchgebraten, geben wir die Zwiebelwürfel
18 - Zwiebel hinzu geben / Add onions

und wenig später auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu.
19 - Knoblauch hinzu geben / Add garlic

Beides lassen wir für ca. 1 Minute bei gelegentlichem rühren andünsten, bevor wir schließlich die Paprikawürfel ebenfalls in den Topf geben und sie eine weitere Minute mit braten bis sie etwas Farbe angenommen haben.
20 - Paprika addieren / Add bell pepper

Anschließend bestreuen wir alles mit den beiden Esslöffeln Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf), rühren dies gut unter
21 - Mit Paprikapulver bestreuen / Sprinkle with paprika

und fügen schließlich den ungekochten Reis hinzu.
22 - Reis hinzufügen / Add rice

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark
23 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

die wir gut mit dem Reis und dem restlichen Topfinhalt vermengen und für ca. eine halbe Minute mit braten lassen
24 - vermengen / Mix

um es dann mit dem Hühnerbrühe aufzugießen
25 - Hühnerbrühe aufgießen / Drain chicken stock

und die Tomatenstücke hinzuzufügen.
26 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

Alles lassen wir kurz aufkochen und würzen es dabei kräftig mit Salz und Pfeffer sowie – wenn man es mag – einer Prise Kümmel.
27 - Aufkochen & würzen / boil up & taste

Für insgesamt zwanzig Minuten lassen wir alles dann alles auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln, die ersten zehn bis zwölf Minuten mit geschlossenem Deckel,
28 - geschlossen köcheln / Simmer closed

wobei wir es gelegentlich umrühren damit nichts anbrennen kann.
29 - Gelegentlich umrühren / stir occasionally

Die letzten acht bis zehn Minuten köcheln wir schließlich mit geöffneten Deckel, wobei wir kurz vor Ende unsere Kreation probieren und ggf. noch einmal mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver geschmacklich den letzten Schliff geben.
30 - Probieren / Try

Anschließend können wir es sogleich servieren und genießen. In einigen Regionen ist es meines Kenntnisstandes noch üblich, das Reisfleisch mit etwas Parmesan oder anderen Käse zu garnieren, worauf ich hier aber verzichtete.
31 - Serbisches Reisfleisch / Rice with meat & paprika - Serviert

Die Mischung aus reichlich Paprikapulver in milder und scharfer Form mit den Tomaten und den übrigen Gewürzen ergab eine sehr schmackhafte Kombination der ich sowohl die Attribute fruchtig als auch pikant und scharf zubilligen kann. Gemeinsam mit den zahlreichen, saftig-zarten Fleischstücken, den gut durchgekochten Paprikawürfeln und dem ebenfalls perfekt geratenen Langkornreis als Sättigungsbeilage ein sehr leckeres Gericht, das neben seinen anderen Eigenschaften auch wie ich feststellen durfte angenehm sättigend wirkt.

32 - Serbisches Reisfleisch / Rice with meat & paprika - CloseUp

Wie ich im Rahmen meiner Recherchen für diesen Beitrag herausfand, sind hier auch noch Variationen mit weiteren Gemüsesorten wir grünen Bohnen, Auberginen, Lauch oder Zuckerschoten denkbar. Auf das angenehm niedrige Nährwerte-Ergebnis von 420kcal pro Portion, also 1680kcal für die gesamt Zubereitung, sollte die Beigabe von zusätzlichen Gemüsesorten keinen bemerkbare Auswirkungen haben. In der Summe also ein einfaches, leichtes und schnell zubereitetes Gericht, das ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann. 😉

Guten Appetit

Ravioli-Spinat-Gratin mit Hackfleisch – das Rezept

Vom letzten Wochenende hatte ich noch ein paar Ravioli im Kühlschrank, deren Mindesthaltbarkeit genau auf heute datiert war. Auch wenn sie sich mit Sicherheit noch ein paar zusätzliche Tage verwendbar gewesen wären, entschloss ich mich dennoch dazu sie heute endlich mal zu verbrauchen. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich dabei auf dieses Ravioli-Spinat-Gratin mit Hackfleisch, dass mir genau das richtige zu sein schien. Also schnell noch ein paar Zutaten besorgt und los ging es.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?
250g Ravioli (Basilikum- oder Spinatfüllung)
01 - Zutat Ravioli / Ingredient ravioli

125g Blattspinat
02 - Zutat Spinat / Ingredient spinach

1 kleine Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Zehe Knoblauch
08 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 kleine oder 1 große Tomate
04 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

180-200g Hackfleisch
06 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

150ml Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 TL Kräuter der Provence (TK) – eine Mischung aus Knoblauch, Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Oregano, Estragon, Basilikum und Rosmarin
09 - Zutat Kräuter der Provence / Ingredient Provençal herbs

1/2 EL Mehl – gestrichen
10 - Zutat Mehl / Ingredient flour

30ml Sahne
11 - Zutat Sahne / Ingredient cream

eine Hand voll geriebenen Käse nach Wahl – ich entschied mich für Mozzarella den ich noch vorrätig hatte
12 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie etwas Olivenöl zum braten
Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir damit die Ravioli gemäß Packungsanweisung zu kochen. Sind sie fertig gießen wir sie ab und lassen sie abtropfen.
13 - Ravioli kochen / Cook ravioli

Während die Nudeln kochen schälen und würfeln wir die Zwiebel,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

hacken das Knoblauch fein
15 - Knoblauch hacken / Cut garlic

und waschen schließlich die Tomaten und würfeln sie grob.
16 - Tomaten würfeln / Dice tomatoes

Ist der Spinat etwas aufgetaut, ich nutzte dazu die Auftaustufe der Mikrowelle, drücken wir ihn etwas aus und zerschneiden ihn ebenfalls grob.
17 - Spinat schneiden / Cut spinach

In einem kleinen Topf bringen wir dann etwa einen Esslöffel Olivenöl auf Temperatur und dünsten dann unsere Zwiebelwürfel darin an.
18 - Zwiebeln andünsten / Roast onion gently

Wenig später geben wir dann das Knoblauch hinzu und dünsten es etwas an
19 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

bevor wir alles mit dem Mehl bestäuben
20 - Mit Mehl bestäuben / Dust with flour

und dieses dann unter ständigen Rühren für eine Minute im Topf mit anbraten.
21 - Rühren und anbraten / Mix and roast

Anschließend gießen wir die Gemüsebrühe
22 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und die Sahne hinzu.
23 - Sahne addieren / Add cream

Kurz darauf geben wir dann den Spinat mit in den Topf
24 - Spinat hinzufügen / Add spinach

und lassen alles kurz aufkochen, wobei wir es kräftig Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
25 - würzen / taste

Abschließend lassen wir das Ganze noch für etwa fünf Minuten leise vor sich hin köcheln und stellen es dann beiseite.
26 - Köcheln lassen / Simmer

In einer kleinen Pfanne braten wir dann das Hackfleisch krümelig an
27 - Gehacktes anbraten / Roast ground meat

und würzen es dabei mit Salz, Pfeffer und den Kräutern der Provence.
28 - Hackfleisch würzen / Taste ground meat

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, geben wir schließlich noch die Tomatenstücke mit in die Pfanne und braten sie für einige Minuten mit an.
29 - Tomaten mit anbraten / Roast tomatoes

Das ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Nun geben wir die gekochten und abgetropften Ravioli in eine ausgefettete Auflaufform
30 - Ravioli in Auflaufform geben / Add ravioli to casserole

vermengen sie mit der Mischung aus Hackfleisch und angebratenen Tomatenstücken
31 - Hackfleisch hinzufügen / Add ground meat

und übergießen alles mit der Spinat-Sahne-Mischung.
32 - Spinatsauce dazu geben / Add spinach sauce

Abschließend bestreuen wir alles noch mit dem geraspelten Käse.
33 - Mit Käse bestreuen / Sprinkle with cheese

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 15 Minuten.
34 - Überbacken / au gratin

Fängt der Käse an braun zu werden, können wir die Auflaufform entnehmen
35 - Ravioli-Spinat-Gratin / Ravioli spinach au gratin - Fertig gebacken

und sogleich servieren.
36 - Ravioli-Spinat-Gratin / Ravioli spinach au gratin - Serviert

Das Ganze war zwar nichts sonderlich ausgefallenes, aber geschmacklich sehr gelungenes Gericht. Die Kombination aus würziger Spinatsahnesauce, pikant gewürztem Hackfleisch und schließlich den lecker gefüllten Ravioli – und schließlich mit einer knusprigen Käseschicht überbacken. Ich war geschmacklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

37 - Ravioli-Spinat-Gratin / Ravioli spinach au gratin - CloseUp

Und was die Nährwerte angeht war ich auch sehr zufrieden, denn für die gesamt Zubereitung kam ich auf ca. 1000kcal, das heißt pro Portion kommen 500kal zusammen. Für ein Hauptgericht also angenehm leicht wie ich finde. Ein leichtes, leckeres und schnell zubereitetes Gericht – genau das richtige für einen verregneten Samstag wie heute.

Guten Appetit