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Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise – das Rezept

Sunday, March 17th, 2013

Auch wenn die Sauce Hollandaise (Holländische Sauce) eigentlich zu den Grundsaucen der französischen Küche gehört, kennt man sie hier in Deutschland doch vor allem zu Spargel und eventuell noch zu Fischgerichten. Auf den Gedanken sie gemeinsam mit Gyros in einem Nudelauflauf zu verwenden war ich bisher nicht gekommen. Daher war ich auch etwas skeptisch, als ich auf dieses Rezept hier stieß, aber meine Neugier und der Drang immer mal etwas neues auszuprobieren bewegte mich schließlich dazu, das Ganze mal auszuprobieren. Und ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert, auch wenn es sich hierbei um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Zubereitung erfreulich einfach und schnell zu bewerkstelligen ist. Daher möchte ich natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 3-4 Portionen?

410g fertig mariniertes Gyros vom Schwein
01 - Zutat Gyrosfleisch / Ingredient gyros meat

250g Fusilli (Spiralnudeln) – ich wählte dieses Mal eine Vollkorn-Sorte
02 - Zutat Fusilli / Ingredient fusilli

2 größere Zwiebeln
03 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Dose feine Erbsen (400g – 280g Abtropfgewicht)
05 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

1 Päckchen Sauce Hollandaise (250g) (wer mag kann sie aber gerne auch selbst machen)
06 - Zutat Sauce Hollandaise / Ingredient hollandaise sauce

100 – 120g geriebenen Emmentaler
07 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

1-2 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

Kommen wir nun also zur Zubereitung:

Fangen wir damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.
08 - Wasser aufsetzen / Heat up water

Während das Wasser aufheizt, wenden wir uns den Zwiebeln zu und schälen sie, um sie dann in Spalten zu schneiden.
09 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Knoblauchzehe.
10 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Sobald das Wasser kocht, salzen wir es etwas
11 - Wasser salzen / Add salt to water

und kochen darin dann unsere Nudeln gemäß Packungsbeschreibung bis sie durch, aber noch bissfest sind.
12 - Nudeln kochen / Cook noodles

Parallel erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,
13 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an
14 - Knoblauch andünsten / Braise garlic

und geben dann das Gyrosfleisch hinzu, das wir scharf von allen Seiten abraten.
15 - Gyrosfleisch scharf anbraten / Sear gyros

Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze wieder etwas und geben die Zwiebelspalten hinzu,
16 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

die wir für einige Minuten mit anbraten bis sie weich und glasig geworden sind. Anschließend nehmen wir die Pfanne vom Herd.
18 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

Inzwischen müssten auch unsere Nudeln gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.
17 - Nudeln abgießen / Drain noodles

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, die Erbsen abtropfen zu lassen.
19 - Erbsen abtropfen lassen / Drain peas

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 210 Grad vorzuheizen.

In eine passende Auflaufform, die wir übrigens nicht auszufetten brauchen, füllen wir nun die Nudeln ein. Ich nutzte die Gelegenheit, endlich mal meine kürzlich ererbte Jenaer Glasform zu testen.
20 - Fusilli in Auflaufform geben / Put fusilli to casserole

Die Nudeln bestreuen wir mit etwas Käse
21 - Mit etwas Käse bestreuen / Dredge with some cheese

und verteilen dann gleichmäßig die Erbsen darauf.
22 - Mit Erbsen bedecken / Cover with peas

Es folgen nun Fleisch und Zwiebeln
23 - Gyrosfleisch einlegen / Add gyros

die wir großzügig mit geriebenem Emmentaler bestreuen
24 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und schließlich gleichmäßig mit der Sauce Hollandaise übergießen.
25 - Sauce Hollandaise auftragen / Drain sauce hollandaise

Abschließend können wir noch etwas mehr Käse aufstreuen.
26 - Mehr Käse aufstreuen / Add some more cheese

Der Platz in der Jenaer Glasform war recht knapp gewesen, aber letztlich hatte dann glücklicherweise doch alles hineingepasst.
27 - Seitenansicht / Side view

Der Backofen müsste inzwischen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Scheine hinein geben und dort 20 bis 25 Minuten überbacken können. Die oberste Schicht sollte dabei stellenweise eine leichte Bräune erreichen.
28 - Überbacken / Bake

Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, können wir Auflaufform wieder entnehmen und den Ofen ausschalten.
29 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise  - Fertig-gebacken / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Finished baking

Wie man sehen kann, hat sich während das Backprozesses die Sauce Hollandaise schön zwischen den anderen Zutaten verteilt. Außerdem war etwas von der Marinade des Gyros ebenfalls nach unten gelaufen und hatte die Nudeln etwas mit gewürzt.
30 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise  - Fertig gebacken - Seitenansicht / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Finished baking - Side view

Nun brauchen wir das Gericht nur noch servieren und genießen.
31 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Serviert

Und ich muss zugeben, dass ich von dem Ergebnis wirklich begeistert war. Entgegen meiner Befürchtung harmonierten die Sauce Hollandaise und das marinierte Gyros geschmacklich wunderbar miteinander und gaben dem Gericht genügend Würze und Aroma, dass man auf jegliche andere Würz-Zutaten gänzlich verzichten konnte. Die Erbsen als Gemüsekomponente, die im ursprünglichen Rezept übrigens nicht enthalten gewesen waren, sondern die ich auf einiges Gutdünken addiert hatte, rundeten die Mahlzeit schließlich sehr gelungen ab. Hier wären aber auch andere Gemüsesorten wie vorgekochter Spinat oder vielleicht Erbsen und Möhren denkbar.

32 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - CloseUp

Werfen wir abschließend wie gewohnt einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ich komme in meiner Kalkulation auf 2600kcal für die gesamte Zubereitung, bei vier Portionen wären das 650kcal pro Portion, bei drei (zugegebenermaßen recht großen) Portionen sogar 867kcal. Aber ich hatte ja einleitend schon erwähnt, dass es sich hier um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Hier kann man aber durch den Einsatz einer leichten Sauce Hollandaise und Putengyros nach meiner Berechnung auf das gesamte Gericht gesehen gut 500kcal einsparen. Aber darum ging es mir heute nicht, einmal in der Woche kann man auch mal über die Stränge schlagen. Mir jedenfalls hat die Zubereitung so wie sie war wunderbar geschmeckt und ich kann das Gericht trotz der recht hohen Nährwerte vorbehaltlos weiter empfehlen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept

Saturday, March 16th, 2013

Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?

Für den Teig

150g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Mehl / Ingredient flour

75g kalte Butter
02 - Zutat Butter / Ingredient butter

1 Hühnerei
03 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

1 TL Salz
04 - Zutat Salz / Ingredient salt

Für die Füllung

700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)
05 - Zutat Rosenkohl / Ingredient brussels sprouts

5 kleine rote Zwiebeln
07 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

1 TL Zucker
08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

10 EL trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)
10 - Zutat Speck / Ingredient bacon

1-2 EL Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz und Pfeffer zum würzen

Für den Guß

4 Hühnereier
06 - Zutat Hühnerei / Ingredient eggs

125ml Sahne
11 - Zutat Sahne / Ingredient cream

125g Creme fraiche mit Kräutern
12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel
13 - Zutaten in Schüssel geben / Put ingredients to bowl

und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.
14 - Zu Teig verarbeiten / Make dough

Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
15 - Teig in Folie einwickeln und kühl stellen / Put dough in foil and into the fridge

Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen
16 - Wasser erhitzen / Heat up water

und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.
17 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz
18 - Wasser salzen / Add salt to water

und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.
19 - Rosenkohl blanchieren / Parboil sprouts

Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.
20 - Rosenkohl abgießen / Drain brussels sprouts

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl
21 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an
22 - Zwiebeln andünsten / Roast onions gently

wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.
23 - Zucker karamellisieren lassen / Caramelize sugar

Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
24 - Sherry einkochen lassen / Reduce sherry

Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.
25 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.
26 - Speck auslassen / Fry bacon

Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,
30 - Eier hinzufügen / Add eggs

geben die Creme fraiche hinzu
31 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

und verrühren alles sehr gründlich
32 - Gut verrühren / Mix well

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
33 - Würzen / Taste

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.
27 - Teig ausrollen / Roll out dough

Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben
28 - Form ausfetten & mit Mehl bestäuben / Grease casserole & dredge with flour

passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.
29 - Teig einpassen / Adjust dough

Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig
34 - Speck verteilen / Spread bacon

und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf
35 - Zwiebeln einlegen / Add onions

die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken
36 - Rosenkohl verteilen / Add brussels sprouts

und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen
37 - Rest Zwiebeln hinzufügen / Add remaining onions

um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.
38 - Guß aufgießen / Drain filling

Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. 😉
39 - Fertig zum backen / Ready to bake

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.
40 - Backen / Bake

Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.
41 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Fertig gebacken

Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.
42 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Serviert

Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.

43 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - CloseUp

Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:

Guten Appetit

Djuvec-Reis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini – das Rezept

Saturday, March 9th, 2013

Nach all den etwas außergewöhnlicheren Rezepten mit Zutaten wie Pferd, Wachteln oder Wildschwein wollte ich mich heute mal wieder an etwas simpleren Versuchen und wählte ein Rezept für Djuvec-Reis mit Hähnchenbrust, Paprika und Zucchini für mein heutiges Kochexperiment. Unter dem Begriff Djuvec versteht man dabei ein traditionelles Schmorgericht mit Reis, Gemüse und Fleisch aus dem südosteuropäischen Raum, ein anderer Begriff dafür wäre zum Beispiel auch einfach Tomatenreis. Das Gericht ist angenehm schnell zubereitet und nicht nur sehr schmackhaft und sättigend, sondern was die Nährwerte angeht auch angenehm leicht. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur Zubereitung.

Was benötigt man für 2-3 Portionen?

130g Langkornreis
01 - Zutat Langkornreis / Ingredient long grain rice

2 kleine Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

1 doppelte Hähnchenbrust (ca. 450g)
03 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

1 kleine Zucchini (ca. 100 – 120g)
04 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

1 kleinere Paprika (Farbe nach Wahl – ich entschied mich für eine Rote)
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

400g passierte Tomaten
06 - Zutat passierte Tomaten / Ingredient sieved tomatoes

250ml Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

4 TL Zucker
09 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

2 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie zum würzen Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprika und Chilipulver
08 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

Beginnen wir wie üblich damit die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerkleinern sie – wahlweise mit Messer oder Küchenmaschine (Blitzhacker).
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem waschen und entkernen wir die Paprika, um sie dann in Würfel zu schneiden
12 - Paprika entkernen & zerkleinern / Core & mince bell pepper

und waschen die Zucchini und schneiden sie in Scheiben. Größere Scheiben halbieren wir noch einmal.
13 - Zucchini zerkleinern / Cut zucchini

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust gründliche, tupfen sie trocken
14 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

und schneiden sie in mundgerechte Stücke
15 - Hähnchenbrust in Würfel schneiden / Dice chicken breast

die wir von allen Seiten mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
16 - Hähnchenbrust würzen / Taste chicken breast

In einem mittleren Topf erhitzen wir dann einen Esslöffel Olivenöl
17 - Öl erhitzen / Heat up oil

und schwitzen zuerst die Hälfte der Zwiebel darin glasig an
18 - Zwiebeln anschwitzen / Braise onions lightly

um wenig später dann auch die zerkleinerte Paprika für 2-3 Minuten mit anzubraten.
19 - Paprika anbraten / Roast bell pepper

Anschließend geben wir auch den Reis hinzu
20 - Reis addieren / Add rice

und dünsten ihn unter gelegentlichem umrühren glasig an
21 - Reis anschwitzen / Braise rice

bevor wir schließlich die passierten Tomaten hinzugeben
22 - Passierte Tomaten beigeben / Add sieved tomatoes

und die Gemüsebrühe aufgießen.
23 - Gemüsebrühe aufgießen / Drain vegetable stock

Das Ganze lassen wir dann kurz aufkochen und würzen es dabei kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika und Chili
24 - Würzen / Taste

sowie den 4 Teelöffeln Zucker. Dann schalten wir es auf eine leicht reduzierte Stufe und lassen den Reis für 20 bis 25 Minuten bei gelegentlichem rühren fertig kochen.
25 - Zucker hinzufügen / Add sugar

Parallel erhitzen wir den zweiten Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne
26 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten die gewürzten Hähnchenbrustwürfel darin rundherum scharf an.
27 - Hähnchenbrustfilet scharf anbraten / Sear chicken breast

Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze etwas und geben die restlichen Zwiebeln hinzu, um sie ebenfalls mit anzudünsten.
28 - Zwiebeln mit andünsten / Braise onions

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, den Reis hin und wieder umzurühren damit nichts anbrennt.
29 - Umrühren nicht vergessen / Don't forget to stir

Zuletzt geben wir noch die Zucchini mit in die Pfanne, braten sie für einige Minuten mit an
30 - Zucchini anbraten / Braise zucchini

und würzen dabei den Pfanneninhalt noch einmal mit Salz, Pfeffer, Paprika und Chili.
31 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with spices

Sollte der inzwischen Reis zu “trocken” werden, sprich die Flüssigkeit wurde durch das Kochen aufgesaugt, können wir jederzeit noch einen Schluck Wasser nachgießen.
32 - Ggf. Wasser nachgießen / Add water when required

Sind die Zucchini schließlich bissfest durchgebraten, geben wir den Pfanneninhalt zum Reis in den Topf
33 - Zum Reis hinzufügen / Add to rice

vermengen alles gut miteinander
34 - Vermengen / Fold in

und probieren dann alles, um es ggf. noch einmal Final mit den Gewürzen abzuschmecken.
35 - Probieren / Try

Anschließend können wir das Gericht sofort servieren und genießen.
36 - Tomatenreis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini / Tomato rice with chicken breast, bell pepper & zucchini - Serviert

Die Kombination aus Langkornreis und Tomaten erwies sich sowohl als fruchtig als auch, durch die Gewürze, als angenehm pikant. Gemeinsam mit den saftigen und zarten Hähnchenbrustfilet-Würfeln, der angebratenen Paprika und den angenehm knackigen Zucchinischeiben ergab sich so ein einfaches, aber überaus schmackhaftes und sättigendes Gericht, an dem es absolut nichts auszusetzen gab.

37 - Tomatenreis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini / Tomato rice with chicken breast, bell pepper & zucchini - CloseUp

Meiner Berechnung nach liegt der Nährwert für dieses Gericht bei ca. 1200kcal, aufgeteilt auf drei Portionen ergibt sich somit der angenehm niedrige Wert von gerade mal 400kcal pro Portion. Bei zwei Portionen, wobei diese jedoch recht groß wären, kämen wir auf 600kcal, was für ein Hauptgericht auch noch überaus akzeptabel erscheint. Leicht, sättigend, lecker und mit wenig Aufwand herzustellen – was will man noch mehr von einem guten Gericht? 😉

Guten Appetit

Wachteln mit Maronenfüllung an Kräutergnocchi – das Rezept

Saturday, March 2nd, 2013

Irgendwie hatte ich heute Lust dazu, mich mal an Wachteln zu versuchen. Leider bekommt man diese in frischer Form nicht sehr einfach, doch hier in München war es glücklicherweise kein Problem, am Viktualienmarkt gleich mehrere entsprechenden Händler zu finden und zum Preis von 13,17 Euro bei einem von ihnen vier Wachteln zu erwerben. Da an so einer Wachtel nicht allzu viel Fleisch dran ist, plante ich zwei Wachteln für eine Portion ein. Bei der Füllung entschied ich mich nach einigem Abwägen schließlich für eine Mischung aus Maronen, Rosinen und etwas leichter Sahne, dazu ein paar Kräutergnocchi und fertig war ein schmackhaftes und nicht alltägliches Mittagsmahl. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen – daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier in der üblichen Form einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

4 Wachteln – küchenfertig
01 - Zutat Wachteln / Ingredient quails

180g Maronen (vorgekocht)
02 - Zutat Maronen / Ingredient chestnuts

2 EL Rosinen
03 - Zutat Rosinen / Ingredient raisins

10 Perlzwiebeln
04 - Zutat Perlzwiebeln / Ingredient pearl onions

2 mittlere Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

3-4 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

einige Zweige frischer Thymian
07 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

150ml trockener Rotwein
08 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

1 kleine Bio-Orange
09 - Zutat Bio-Orange / Ingredient orange

500g Gnocchi
10 - Zutat Gnocchi / Ingredient gnocchi

2 TL gehackte Petersilie (TK)
12 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

2TL gehacktes Basilikum (TK)
11 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

sowie etwas fettreduzierte Sahne
etwas Butter oder Fett zum braten
und Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver, eine Prise Piment und eine Prise Zimt zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Maronen zu zerbröseln
13 - Maronen zerbröseln / Grind chestnuts

und die Rosinen mit einem Messer etwas zu zerkleinern.
14 - Rosinen zerkleinern / Mince raisins

Dann binden wir die Maronen mit drei bis vier Esslöffeln Kochsahne,
15 - Mit Sahne binden / Thicken with cream

rühren die Rosinen ein
16 - Rosinen einrühren / Fold in raisins

und salzen alles dann leicht.
17 - Salzen / Salt

Anschließend waschen wir die Wachteln gründlich innen und außen, tupfen sie trocken
18 - Wachteln waschen / Wash quails

und stopfen ihr inneres dann mit der Maronen-Mischung. Ich entschied mich, dazu einen Einweg-Spritzbeutel zu verwenden, was sich als nicht ideal, aber durchaus praktikabel herausstellte.
19 - Wachteln füllen / Stuff quails

Nun binden wir die Beine der Wachteln zusammen, würzen sie von allen Seiten mit Salz und Pfeffer und reiben die Haut etwas mit dem edelsüßem Paprikapulver ein.
20 - Würzen / Taste

Außerdem Schälen wir die Perlzwiebeln und schneiden sie dann in Ringe.
21 - Zwiebeln schälen & schneiden / Peel & slice onions

In einer größeren Pfanne schmelzen wir dann etwas Butter
22 - Butter schmelzen / Melt butter

und geben dann die Wachteln hinzu
23 - Wachteln in Pfanne geben / Add quails to pan

um sie nun von allen Seiten scharf anzubraten.
24 - Scharf anbraten / Roast gently

Sind die Wachteln einigermaßen gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze etwas und geben die Zwiebeln hinzu
25 - Zwiebeln addieren / Add onions

und schmecken noch einmal alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, einer Prise Piment und einer Prise Zimt ab.
26 - Würzen / Taste

Wenig später löschen wir alles mit dem Rotwein ab
27 - Mit Wein ablöschen / Drain with wine

und lassen ihn auf reduzierter Stufe über ca. 6-7 Minuten etwas einkochen, wobei wir die Wachteln hin und wieder im Sud wenden sollten.
28 - Weiter braten / Continue roast

Während die Wachteln leise köcheln, schälen wir die Möhren
29 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in dünne Scheibchen.
30 - Möhren in Scheiben schneiden / Cut carrots in slices

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln
31 - Frühlingszwiebeln waschen / Clean spring onions

und zerteilen sie dann in Ringe.
32 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions in rings

Inzwischen müsste der Wein auch eingekocht sein, so dass wir die Pfanne von der Platte nehmen und den Backofen auf 200 Grad vorheizen können. Anschließend ölen wir den Boden einer Auflaufform oder eines Tontopfes aus
33 - Auflaufform ölen / Grease casserole

und legen zuerst die Möhrenscheiben
34 - Möhren einlegen / Add carrots

und dann die Frühlingszwiebeln ein.
35 - Frühlingszwiebeln hinzufügen / Add sping onions

Es folgen die angebratenen Zwiebeln und die Wachteln, die wir mit einigen Thymianzweigen belegen
36 - Wachteln & Thymian einlegen / Add quails & thyme

und schließlich noch ein wenig Wasser hinzu gießen.
37 - Wasser hinzugießen / Add water

Ist der Backofen dann vorgeheizt, geben wir die so bestückte Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 20 bis 25 Minuten fertig zu backen.
38 - Backen / Bake

Etwa 10 Minuten später schmelzen wir noch einmal etwas Butter in einer Pfanne
39 - Butter schmelzen / Melt butter

und braten die Gnocchi darin an,
40 - Gnocchi anbraten / Roast gnocchi

wobei wir zwischendurch Petersilie und Basilikum einrühren
41 - Kräuter einstreuen / Add herbs

und die Gnocchi dann goldgelb fertig braten.
42 - Goldgelb braten / Roast

Schließlich können wir die Auflaufform mit den Wachteln entnehmen, entfernen die Thymianzweige
43 - Fertig gebacken / Finished baking

und schöpfen etwas von der Brühe ab.
44 - Sauce abschöpfen / Skim off sauce

Außerdem pressen wir eine halbe Orange aus,
45 - Orange auspressen / Squeeze orange

verfeinern die Sauce mit einem Schuss Sahne, würzen sie mit Pfeffer und Salz
46 - Mit Sahne verfeinern / Add cream

und schmecken alles mit dem Orangensaft ab.
47 - Mit Orangensanft vermengen / Add orange juice

Dann endlich können wir das Gericht servieren und genießen.
48 - Wachteln mit Maronenfüllung / Quails stuffed with chestnuts - Serviert

Das Fleisch der Wachteln war angenehm saftig und würzig geworden, die Menge des verwertbaren Fleisches hielt sich aber tatsächlich und trotz der fruchtig-nussigen Füllung etwas in Grenzen. Vor allem die Wachtelbrust bot dabei ein großes Gebiet, das ausgebeutet werden konnte, der Rest war eher mühselig abzuernten und hier empfahl es sich hier und da sogar, die Finger zur Hilfe zu nehmen um effektiver arbeiten zu können. Fraglos ein sehr hochwertiges und leckeres Stück Geflügel, doch ich war froh, dass ich noch eine zweite in Petto hatte um die endgültige Sättigung zu erreichen. Dazu die knusprigen und durch die Kräuter würzigen Gnocchi und schließlich etwas von dem Möhren- und Frühlingszwiebel-Gemüse aus der Auflaufform und fertig war das heutige, sehr schmackhafte Mittagsmahl.

49 - Wachteln mit Maronenfüllung / Quails stuffed with chestnuts - CloseUp

Das Ganze soll natürlich nur eine von vielen Zubereitungsmöglichkeiten für Wachteln aufzeigen, Maronen sind wie ich aus eigener Erfahrung weiß ja nicht jedermanns Geschmack. Wer mal etwas besonderes im Geflügelbereich, dem sei dieses angenehm zarte und schmackhafte, wenn auch nicht gerade günstige Fleisch also ans Herz gelegt. Für den großen Hunger oder viele empfehle ich aber dennoch, dann eher auf größere Tiere wie Huhn, Gans oder Ente zurückzugreifen. 😉

Guten Appetit

Cevapcici mit frischen Zwiebeln, Tomatenreis & Ajvar [24.01.2013]

Thursday, January 24th, 2013

Auch heute gab es gleich wieder mehrere Angebot in unserem Betriebsrestaurant, die mein Interesse weckten. Zum einen sahen die Asia-Angebote wie z.B. Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce und San Sei Chop Suez – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce recht verlockend aus, aber auch der vegetarische Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette bei Vitality und der Burgunder Braten vom Rind in Rotweinsauce mit Semmelknödel in der Abteilung Tradition der Region wirkte überaus verlockend. Aber am meisten interessierten mich letztlich dann doch die Cevapcici mit frischen Zwiebeln, Tomatenreis und Ajvar, die in der Sektion Globetrotter auf dem Speiseplan standen. Dazu wählte ich noch eine kleine Schüssel Spinatcremesuppe und ein Becherchen eines nicht nähre beschriebenen Nachtischs von der Dessert-Theke.

Cevapcici, Ajvar & Tomatenreis + Spinatcremesuppe / Cevapcici, Ajvar & Tomato rice + Spinach cream soup

Beginnen wir mit der Suppe, die neben etwas Blattspinat auch einige winzige Würfelchen von Kartoffeln, Zucchini und Möhren enthielt. Als Entrée war sie zwar in Ordnung, aber was die Würze angeht meiner Meinung nach viel zu lasch geraten. Zwar konnte man mit Hilfe der bereitstehenden Salz- und Pfefferstreuer noch etwas Abhilfe schaffen, aber dennoch muss ich hier einen kleinen Punktabzug geben. Kommen wir nun zum Hauptgericht: Zu sieben gut durchgebratenen, saftigen und würzigen Röllchen aus Rinderhackfleisch, den Cevapcici, fanden sich eine angenehm große Portion leicht fruchtigen, sogar mit mit einigen Fruchtstückchen versehenen Tomatenreis als Sättigungsbeilage sowie ein großzügiger Löffel sehr milden Ajvars, also Paprika-Auberginen-Mus auf dem Teller. Die frischen, rohen Zwiebelringe standen optional an der Ausgabetheke bereit und sie passten einfach zu Gut zum Gesamtgericht, als dass ich darauf verzichten wollte. Der Ajvar hätte zwar meiner Meinung nach gerne etwas schärfer sein können, aber das hätte wohl nicht in den Allgemeingeschmack gepasst. Insgesamt ein einfaches, aber überaus schmackhaftes Gericht, an dem ich insgesamt nichts auszusetzen hatte. Der Nachtisch schließlich erwies sich als Pudding mit Himbeergeschmack, der sich als nicht allzu süß, dafür aber angenehm fruchtig erwies und somit ebenfalls keinerlei Grund zur Kritik mit sich brachte.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass heute Cevapcici und Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ausfochten, das meiner Meinung nach das Cevapcici mit knappen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Nach den Asia-Gerichten auf Platz zwei folgte auf einem guten dritten Platz der Burgunderbraten und auf dem vierten Platz schließlich der vegetarische Zucchini-Kartoffelgulasch. Somit ergibt sich mal wieder ein übriges Bild was die Platzierung der einzelnen Gerichte angeht, die so ziemlich den Erfahrungswerten aus früheren Besuchen entspricht – daher brauche ich dem wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Mein Abschlußurteil:
Spinatcremesuppe: ++
Cevapcici: ++
Tomatenreis: ++
Ajvar: ++
Beerenpudding: ++