Spaghetti “al pollo” mit Hühnchen & Kräutern [07.12.2012]

Nachdem ich ja gestern bereits asiatische gespeist hatte und die Asia-Thai-Theke heute mit Gebackene Ananas und Banane sowie Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry nicht wirklich bahnbrechend interessantes bot, konzentrierte ich mich auf die Angebote der regulären Küche. Die Dampfnudel mit Marzipan-Vanillesauce bei Tradition der Region, die man sich wahlweise noch zusätzlich mich Mohnstreuseln garnieren konnte, sah zwar gut aus, aber eignete sich als Süßspeise weniger als Mittagsgericht für mich. Besser sah es da schon mit dem Panierten Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Remoulade aus, der bei Globetrotter angeboten wurde, aber es sollte noch zwei verlockendere Angebote geben: Zum einen Makkaroniauflauf mit gekochetem Schinken, Tomatensauce und Schinken gratiniert als zusätzliches Sonderangebot und das heutige Vitality-Angebot, nämlich Spaghetti “al pollo” mit Hühnchen und Kräutern. Einen Moment lang war ich hin und her gerissen ob ich mich nun für den mehr als männerfaustgroßen Block von mit Schinken und Käse verbackenen Makkaroninudeln in Tomatensauce oder die weitaus weniger kalorienreich aussehenden Spaghetti entscheiden sollte. Und die Wahl fiel schließlich auf die Spaghetti, bei denen ich zumindest wußte dass sie mit gerade mal 514kcal zu Buche schlugen. Da konnte ich mir dann auch noch den kleinen Becher nicht näher beschriebenen Desserts noch durchaus gönnen.

Spaghetti "al pollo"

Wie man sieht hatte man das Gericht mit einer nicht unbeträchtlichen Menge an Parmesan garniert, was ich ja in der Regel sehr begrüße. Aber heute hatte man wirklich damit übertrieben, denn die sowieso nicht allzu großzügig bemessene Sauce aus Tomatenstücken, milden Zwiebeln, Kräutern und angebratenen Hühnchenfleisch-Würfeln wurde vom dominanten Geschmack des Parmesans stark übertüncht, was dazu führte dass das ganze Gericht fast ausschließlich nach Parmesan zu schmecken schien. Und das war mit Sicherheit nicht das Ziel gewesen, als man dieses heute übrigens zum allerersten Mal hier servierten Gericht kreirte. Zwar konnte ich auch ein Stück der Sauce fast ohne Parmesan erhaschen, was einen mild-würzigen, leicht fruchtigen Geschmack offenbarte, aber die Erstickung des Gerichtes in geriebenen Parmesankäse lässt mich hier nicht umhin kommen, Punkte in der Gesamtwertung abzuziehen. Falls es das Gericht noch einmal geben sollte, werde ich es auf jeden Fall explizit ohne oder mit deutlich reduzierter Parmesanmenge bestellen. Das mit einem Stück Walnuss und einigen Pistaziensplittern garnierte Dessert entpuppte sich schließlich als Aprikosenpudding. Zwar ziehe ich einen Quark oder Joghurt normalerweise einem Pudding vor, aber da sich der Pudding überaus fruchtig und nicht zu süß entpuppte soll mich das nicht davon abhalten zumindest hier volle Punktzahl zu geben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, sah man schnell dass das panierte Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat heute nur mit knappen Vorsprung den ersten Platz aus der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich bestimmen konnte. Auf Platz zwei folgten, aus meiner Sicht vollkommen unerwartet, die für ein Vitality-Gericht ungewöhnlich beliebten Spaghetti “al pollo”, die ich deutlich häufiger zu sehen meinte als die drittplatzierten Asia-Gerichte, dem Makkaroniauflauf auf Platz vier und der Dampfnudel auf Platz fünf. Im Nachhinein hätte mich ja dann doch mal interessiert, ob der Thekenkraft bei mir einfach nur der Parmesanlöffel “ausgerutscht” war oder ob alle meine Meinung bezüglich des Parmesan-Saucen-Verhältnisses teilten. Leider hatte niemand den ich näher kannte sich ebenfalls für dieses Gericht entschieden, so dass ich dies Geheimnis für heute dann doch leider ungelöst bleiben muss.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti “al pollo” : +
Aprikosenpudding: ++

Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo – das Rezept

In der aktuell laufenden Kohl-Saison wollte ich es natürlich nicht verpassen, auch mal wieder etwas mit diesem an Vitaminen und Mineralstoffen reichen Gewächs aus der Familie der Kreuzblüten zu kochen. Meine Wahl fiel dabei auf Grünkohl, den ich ja schon mal mit Kassler, Speck und Mettwurst als TK-Ware verarbeitet hatte, aber noch nie frisch verwendet hatte. Natürlich, der Aufwand bei frischem Gemüse ist größer, aber die Mühe war es mir alle Male Wert. Als Rezept entschied ich mich dabei für einen Eintopf, in dem der Grünkohl mit Kartoffeln und Chorizo, also spanischer Paprikawurst, zu einem kräftigen Herbst- bzw. Wintereintopf kombinierte. Und das Ergebnis war überaus gelungen und schmackhaft, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 3 bis 4 Portionen?

400-450g Grünkohl
01 - Zutat Grünkohl / Ingredient borecole

500g vorwiegend festkochende Kartoffeln
02 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

250g Chorizo am Stück
03 - Zutat Chorizo / Ingredient chorizo

2 Zwiebeln (á 100g)
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

750ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 EL Paprikapulver (edelsüß)
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

1 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Stiele mit dem Grünkohl vom Hauptstrunk zu lösen, sie gründlich zu waschen und dann abtropfen zu lassen.
09 - Grünkohl waschen / Clean borecole

Dann schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, (wahlweise mit dem Messer oder der Küchenmaschine)
10 - Zwiebel zerkleinern / Grind onions

schälen und hacken die Knoblauchzehen,
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

würfeln die vorher in dicke Scheiben geschnittene Chorizo
12 - Chorizo würfeln / Dice chorizo

und schälen schließlich noch die Kartoffeln
13 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie dann in grobe Würfel. Die Würfel legen wir in kaltes Wasser, damit sie nicht in der Zwischenzeit bräunlich werden.
14 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

Während wir dann einen Topf mit Wasser zum kochen bringen, lösen wir die Blätter des Grünkohl vom Strunk und zerkleinern sie, wobei wir braune und verkümmerte Blätter aussortieren.
15 - Grünkohl zerkleinern / Grind borecole

Dann spülen wir noch einmal den Grünkohl gut ab,
16 - Grünkohl abspülen / Wash borecole

und salzen das inzwischen kochende Wasser dann gut
17 - Wasser zum kochen bringen / Boil water

um den zerkleinerten Grünkohl dann darin für sieben bis acht Minuten zu blanchieren.
18 - Grünkohl blanchieren / Blanch borecole

Anschließend schütten wir den Grünkohl in ein Sieb ab und schrecken ihn kurz ab bevor wir ihn dann wieder abtropfen lassen.
19 - Grünkohl abschütten & abschrecken / Drain borecole

In einem größeren Topf bringen wir nun einen Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten darin die Chorizo rundherum an. Durch das anbraten entwickeln sie ihren Geschmack deutlich besser wie ich fand.
21 - Chorizo anbraten / Sauté chorizo

Die angebratenen Chorizos entnehmen wir dann mit einer Schöpfkelle und legen sie bei Seite.
22 - Chorizo entnehmen / Remove chorizo

In dem im Topf verbliebenen Öl und der aus den Chorizos ausgeschwitzen Flüssigkeit dünsten wir dann Zwiebeln und Knoblauch für circa drei Minuten an
23 - Zwiebeln Knoblauch anschwitzen / Braise onions & garlic lightly

dann geben wir die Kartoffelwürfel hinzu
24 - Kartoffeln hinzufügen / Add potatoes

und bestäuben alles mit den beiden Esslöffeln Paprikapulver
25 - Mit Paprikapulver bestäuben / Dredge with paprika

und braten es für weitere zwei bis drei Minuten mit an
26 - Kurz anbraten / Braise lightly

um schließlich alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen
27 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

alles kurz aufkochen zu lassen
28 - Aufkochen lassen / Boil up

und schließlich für fünfzehn Minuten auf mittlerer Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln zu lassen.
29 - Köcheln lassen / Simmer

Nach einer Viertelstunde sind Kartoffelwürfel durchgekocht und wir können den Topfinhalt nun mit dem Pürierstab zerkleinern.
30 - Pürieren / Blend

Anschließend geben wir den blanchierten und inzwischen abgetropften Grünkohl hinzu
31 - Grünkohl hinzufügen / Add borecole

und lassen alles für weitere fünfzehn Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir wieder das gelegentliche umrühren nicht vergessen sollten.
32 - Köcheln lassen / Simmer

Abschließend geben wir die angebratenen Chorizo-Würfel wieder in der Topf
33 - Chorizowürfel hinzufügen / Add chorizo dices

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver ab.
34 - Mit Pfeffer, Salz & Paprika abschmecken / Taste with pepper, salt & paprika

Stimmt die geschmackliche Abstimmung, könne wir es schließlich servieren und das Gericht genießen. Dazu passt zum Beispiel eine Scheibe Vollkornbrot. bination w
35 - Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo / Potato borecole stew with chorizo - Serviert

Die Kombination von frischen Grünkohl, pürierten Kartoffeln und würzigem Chorizo erwies sich meiner Meinung nach als überaus gelungen und als ein schmackhafter Weg, frischen Grünkohl zuzubereiten. Der Aufwand ist bei frischem Gemüse zwar ein wenig aufwändiger, vor allem da man die faserigen Stile vorher noch entfernen und das ganze vorher blanchieren muss, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Notfalls geht es mit Sicherheit auch mit Grünkohl aus der Tiefkühltruhe, aber für das Ergebnis kann ich in diesem Fall nicht garantieren.

36 - Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo / Potato borecole stew with chorizo - CloseUp

Werfen wir, wie üblich, zm Abschluß noch einen Blick auf die Nährwerte. Trotz der Zugabe von nicht gerade fettarmer Chorizo, kommen wir für das gesamte Gericht gerade mal auf 1200kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen kommen wir somit auf gerade mal 300kcal pro Portion, bei drei Portionen kommen wir auch nur auf 400kcal – natürlich exklusive des eventuell hinzugefügten Stückchens Brot. Somit ergab sich auch bei diesem Kochexperiment wieder mal eine leichtes und dennoch sättigendes Gericht, das zumindest aus meiner Sicht keine Wünsche offen ließ.

Guten Appetit

Lomo Salteado con choclo [08.11.2012]

Auch zum heutigen Donnerstag stand mit, als aus der Küche Ecuadors stammend, ein Lomo Salteado con choclo – Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse, Maiskolben und Wedges im Bereich Globetrotter wieder ein überaus verlockend klingendes Gericht auf der Karte, das ich nicht versäumen wollte. Damit kamen der Pikante Bohnengulasch bei Vitality, das Zusatzangebot in Form eines Schnitzel “Wiener Art” mit Kartoffelsalat oder die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region heute ebenso wenig für mich in Frage wie die Asiatischen Gerichte in Form eines Gebratenen Curry-Gemüses nach Thai-Art oder eines Gaeng Dang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry. Zu dem ecuadorianischen Gericht gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Limetten-Mousse von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Lomo Salteado con choclo

Das kleine Stück wohl gekochten Maiskolbens erwies sich schon mal als ganz lecker, auch wenn es sich mit Messer und Gabel schwer verzehren ließ – aber nahm man die Hände zur Hilfe funktionierte es recht gut. Dazu gab es eine meiner Meinung nach etwas klein, aber gerade noch ausreichend große Portion Rindergeschnetzeltes in einer fruchtig-scharfen Sauce, in der sich außer den angekündigten Tomaten und Zwiebeln auch einige Streifen Paprika fanden. Bis auf die etwas schärfere Würze entdeckte ich aber keinen besonders erwähnenswerten Unterschied zu einem regulären Rindergeschnetzelten – was nicht bedeuten soll das es schlecht schmeckte, aber ich hatte mir etwas mehr erwartet. Da ich meine wahrscheinlich übersteigerten Erwartungen natürlich schlecht in die Note einfließen lassen kann, gibt es natürlich keinerlei Punktabzug. Und auch die knusprigen, noch sehr heißen Kartoffelspalten bzw. Wedges gaben keinerlei Grund zur Kritik. Gemeinsam mit dem süßlich-sauren Limetten-Mousse ergab alles somit ein durchaus schmackhaftes und durchaus gelungenes Mittagsmahl.
Und auch bei den anderen Kantinengästen lagen die ecuadorianischen Rindfleischstreifen heute am höchsten in der Gunst und belegten somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Ihr folgten die Asia-Gerichte auf Platz zwei, aber eng gefolgt vom auch heute sehr populären Schnitzels auf Platz drei, den Käsespätzle auf Platz vier und dem vegetarischen Bohnengulasch auf einem guten fünften Platz. Damit scheint aber die nur drei Tage währende, südamerikanische Woche scheinbar schon vorüber – morgen habe ich nichts in dieser Richtung mehr auf der Karte entdecken können. Aber das muss noch nichts heißen – ich lass mich einfach mal überraschen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse: ++
Maiskolben: ++
Kartoffel-Wedges: ++
Limetten-Mousse: ++

Cevapcici mit Tomatenreis, Ajvar & frischen Zwiebeln [05.11.2012]

Zum Wochenbeginn fanden sich erst einmal wieder das übliche auf der Speisekarte: Die Asia-Thai-Theke lockte mit Gerichten wie Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce und Pad Pieew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süss-saurer Sauce und bei den westlichen Gerichten fanden sich Buntes Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei den Vitality-Gerichten, bei Tradition der Region Cevapcici mit Tomatenreis, Ayvar und frischen Zwiebeln (gemeint war hier Ajvar, also Paprikamus) und Spinat-Ricottatortellini mit Gorgonzolasauce bei Globetrotter. Mein erster Gedanke galt zwar dem vegetarischen Kräuter-Ofengemüse, aber spontan entschied ich mich dann doch noch um und griff bei den Cevapcici zu. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Rhabarberquark von der Dessert-Theke. Ab morgen, so ist es angekündigt, sollen aber als Sonderaktion einige südamerikanische Gerichte auf der Karte stehen, da werde ich natürlich verstärkt da zugreifen – ich bin schon sehr gespannt wie man im Betriebsrestaurant die dortige Küche interpretiert.

Cevapcici mit Tomatenreis, Ajvar & frischen Zwiebeln / Äevapi with tomato rice, ajvar & fresh onions

Natürlich hatte ich mir die fünf Cevapcici, also Röllchen aus gewürztem Rinderhackfleisch, mit einigen der optional bereitstehenden frischen Zwiebeln garniert – das musste einfach sein. Und die Cevapcici selbst erwiesen sich auch als angenehm saftig und gut gewürzt, so dass ich hier keinerlei Kritik anbringen kann. Der Tomatenreis hätte zwar etwas fruchtiger sein können, denn ich fand der Tomatengeschmack kam hier bei früheren Darreichungen schon mal besser zur Geltung, aber gemeinsam mit dem fruchtigen und leicht scharfen Ajvar, also Paprikamus, bot er eine gute Sättigungsbeilage. Ich persönlich mag das Ajvar ja gerne noch etwas schärfer, aber hier musste wohl dem allgemeinen Geschmack Respekt gezollt werden, daher sehe ich die hier servierte, eher mildere Sorte als absolut akzeptabel an. Den gelungenen Abschluss bildete schließlich der mit zahlreichen Fruchtstücken versehene, nur leicht gesüßte Fruchtquark mit Rhabarber.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass auch diese am häufigsten bei den Cevapcici zugegriffen hatte, was diesem Gericht zweifellos den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala garantierte. Auf einem guten zweiten Platz folgten dann die Asia-Gerichte, gefolgt von den Spinat-Ricottatortellini in Gorgonzolasauce auf Platz drei und dem Kräuter-Ofengemüse auf Platz vier. Ab morgen gibt es dann wohl südamerikanische Gerichte hier zu sehen – mal schauen ob sie meinen Erwartungen gerecht werden. Südamerikanisches bekommt man immerhin nicht alle Tage…

Mein Abschlußurteil:
Cevapcici: ++
Ajvar: ++
Tomatenreis: ++
Rhabarberquark: ++

Spinat-Ricotta-Cannelloni mit Rucola & Parmesan – das Rezept

Da ich noch einiges an Blattspinat im Gefrierfach hatte, entschied ich mich heute dazu, mal Spinat-Ricotta-Cannelloni zu kochen und diese mit einem Päckchen frischen Rucolas sowie Mozzarella und frisch geriebenen Parmesan etwas aufzupeppen. Dass darin kein Fleisch verwendet wurde nahm ich billigend in Kauf, auch wenn ich ehrlicherweise zugeben muss mit dem Gedanken gespielt zu haben, auch noch angebratenen Speck oder ähnliches mit hinein zu tun – aber es erwies sich als weise Wahl, dass ich diese Idee letztlich verworfen habe, denn dass hätte die Nährwerte dieses wirklich sehr schmackhaften Gerichts nur unnötig nach oben getrieben und wohl auch keinen nennenswerten Mehrwert besessen. So entstanden also diese vegetarischen Spinat-Ricotta-Cannelloni mit selbst gemachter Tomatensauce, deren Rezept ich mit diesem Beitrag nun in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

Für die Tomatensauce

2-3 Zwiebel (ca. 220g)
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

175ml trockener Weißwein (Alternativ: Die gleiche Menge Gemüsebrühe)
03 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

2 Dosen Tomatenstücke á 400g (Ich wählte eine Sorte mit Basilikum)
04 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

3-4 Stiele frisches Basilikum
05 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

2 EL Olivenöl
15 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

etwas Rohrzucker
06 - Zutat Rohrzucker / Ingredient cane sugar

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Füllung

300g Blattspinat
07 - Zutat Blattspinat / Ingredient leaf spinach

100g frischer Rucola (Alternativ kann man hier auch die gleiche Menge zusätzlichen Blattspinat nehmen)
08 - Zutat Rucola / Ingredfient rucola

250g Ricotta
09 - Zutat Ricotta / Ingredient ricotta

2 Hühnereier
10 - Zutat Eier / Ingredient eggs

2 Scheiben Vollkornsandwich oder Vollkorntoast
11 - Zutat Vollkornsandwich / Ingredient whole wheat sandwich

12-15 Cannelloni (Am besten die Sorte ohne Vorkochen)
12 - Zutat Cannelloni / Ingredient cannelloni

sowie Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen

Zum bestreuen

125g Mozzarella
13 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

40g Parmesan
14 - Zutat Parmesan / Ingredient Parmesan

Beginnen wir also damit, die Tomatensauce zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebeln
16 - Zwiebel schälen / Peel onions

und vierteln sie dann, um sie mit der Küchenmaschine zu zerkleinern, (Alternativ kann man das natürlich auch mit dem Messer tun)
17 - Zwiebel zerkleinern / Shred onion

außerdem schälen wir die Knoblauchzehen
18 - Knoblauch schälen / Peel garlic

und zerschneiden sie sehr fein
19 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und waschen das Basilikum und schütteln es trocken.
20 - Basilikum waschen / Clean basil

Anschließend erhitzen wir 2 Esslöffel Olivenöl in einem größeren Topf
21 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten die Zwiebeln und den Knoblauch darin für vier bis fünf Minuten glasig an
22 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

bevor wir dann die Basilkumstiele als Ganzes hinzu geben – das hinzufügen den einzelnen Blätter hat sich als Nachteilhaft erwiesen, doch dazu gleich mehr – und etwas andünsten
23 - Basilikum addieren / Add basil

und dann mit dem Weißwein aufgießen
24 - Weißwein aufgießen / Add white wine

den wir dann bei gelegentlichem umrühren komplett einkochen lassen.
25 - einkochen lassen / boil down

In der Zwischenzeit können wir unseren Blattspinat ja schon einmal auf der Stufe unserer Mikrowelle etwas auftauen.
26 - Blattspinat auftauen / Defrost leaf spinach

Ist der Weißwein dann eingekocht, geben wir die Tomaten hinzu
27 - Tomaten dazu geben / Add tomatoes

und lassen alles kurz aufkochen
28 - Aufkochen lassen / Boil up

und lassen alles dann für 25 bis 30 Minuten auf mittlerer Stufe und bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.
29 - köcheln lassen / simmer

Während die Tomatensauce köchelt, waschen wir unseren Rucola
30 - Rucola waschen / Clean rucola

schleudern ihn trocken
31 - Trocken schleudern / Centrifuge

und verlesen ihn dann, wobei wir größere, grobe Stile entfernen.
32 - Rucola verlesen / Sort rucola

Den verbliebenen Rucola zerkleinern wir dann fein mit einem scharfen Messer.
38 - Rucola zerkleinern / Mince rucola

Außerdem drücken wir den aufgetauten Blattspinat gut aus und blanchieren ihn dann kurz in kochendem Salzwasser
33 - Blattspinat blanchieren / Blanch leaf spinach

um ihn anschließend gleich mit kaltem Wasser abzuschrecken und abtropfen zu lassen.
34 - Blattspinat kalt abschrecken / Rinse with cold water

Ist er etwas abtropft – ggf. können wir auch wieder mit den Händen etwas nachhelfen und ihn ausdrücken – schneiden wir den Blattspinat ebenfalls in sehr feine Stücke.
39 - Blattspinat schneiden / Cut leaf spinach

Außerdem entrinden wir das Vollkornsandwich respektive den Vollkorntoast und schneiden ihn kleine Rechtecke.
40 - Brot entrinden und würfeln / Debark & dice bread

Inzwischen dürfte auch unsere Tomatensauce fertig gekocht sein, womit wir auch zu dem Grund kommen warum man das Basilikum besser am Stil hätte belassen sollen: Das vereinfacht nämlich das herauslesen der Basilikumblätter, die jetzt als nächster Arbeitsschritt ansteht.
35 - Basilikum herauslesen / Remove basil

Fehlt nur noch das kräftige Würzen mit Salz und Pfeffer
35 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

sowie einer guten Prise Rohrzucker,
37 - Rohrzucker hinzufügen / Add cane sugar

dann brauchen wir nur noch kurz zu probieren und wenn alles unseren Geschmack trifft die Sauce bei Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
38 - probieren / try

Nun geben wir den Ricotta, die Eier und die Brotwürfel in eine Schüssel,
42 - Eier, Ricotta & Brot in Schüssel geben / Add eggs, ricotta & bread to bowl

geben den zerkleinerten Rucola und Blattspinat hinzu
43 - Spinat & Rucola hinzufügen / Add spinach & rucola

und vermengen alles gut miteinander
44 - Gut vermengen / Mix well

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und (am besten frisch geriebener) Muskatnuss würzen.
45 - Würzen / Taste

Nachdem wir dann eine Auflaufform mit etwas Butter oder Öl ausgefettet haben, heizen wir unseren Backofen auf 180 Grad vor,
46 - Form ausfetten / Grease casserole

dann geben wir die Masse aus Spinat, Rucola und Ricotta in einen Einweg-Spritzbeutel
47 - Spritzbeutel befüllen / Fill pastry bag

und befüllen damit unsere Cannelloni, die wir danach am besten gleich in die Auflaufform legen.
48 - Cannelloni befüllen / Fill cannelloni

Ist die Form komplett befüllt – bei mir reichte die Masse fast perfekt genau für fünfzehn Cannelloni –
49 - Form gefüllt / Filled casserole

tragen wir die Tomatensauce auf
50 - Tomatensauce auftragen / Apply tomato sauce

und bestreuen alles mit dem zerkleinerten Mozzarella.
51 - Mit Mozzarella bestreuen / Cover with mozzarella

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform auf der mittleren Stufe für ca. 35 bis 40 Minuten hinein.
52 - in Ofen geben / put into oven

In der Zwischenzeit können wir auch noch unseren Parmesan reiben.
53 - Parmesan reiben / Grind parmesan

Nach zwanzig Minuten Backzeit entnehmen wir die Auflaufform für einen kurzen Moment noch einmal
54 - Form entnehmen / Take from oven

und streuen den Parmesan darüber
55 - Mit Parmesan bestreuen / Dredge with parmesan

um die Form dann die restlichen fünfzehn bis zwanzig Minuten weiter in den Ofen zu schieben. Würden wir den Parmesan gleich von Anfang an drauf tun, würde er wohl schwarz werden – er verträgt leider nicht so viel wie unser Mozzarella. 😉
56 - Weiter backen / Continue baking

Nach Ablauf der vollen 35 bis 40 Minuten können wir unsere Auflaufform schließlich entnehmen
57 - Spinat-Ricotta-Cannelloni - / Spinach ricotta cannelloni - fertig gebacken

und unsere Kreation auch sogleich servieren.
58 - Spinat-Ricotta-Cannelloni - / Spinach ricotta cannelloni - Serviert

Ich fand die Kombination aus mildem Blattspinat und würzigen Ruccola in ihrer Masse aus milden Ricotta-Frischkäse geschmacklich sehr gelungen, wobei es hier tatsächlich nicht schadet wenn man mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss nicht allzu sparsam umgeht. In Verbindung mit der fruchtigen und würzigen Tomatensauce und der knusprigen Käseschicht aus leichtem Mozzarella und kräftigem Parmesan ergab sich ein Gericht, bei dem man glatt vergaß dass es sich hier um eine rein vegetarische Zubereitung handelte. Mit hat das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments auf jeden Fall wunderbar geschmeckt und ich konnte mir tatsächlich nicht verkneifen, mir hinterher noch einen kleinen Nachschlag zu holen…

59 - Spinat-Ricotta-Cannelloni - / Spinach ricotta cannelloni - CloseUp

Schauen wir wie immer abschließend einmal auf die Nährwerte: Meiner Berechnung kommt die komplette Zubereitung auf etwa 1700kcal, das heißt pro Portion kommen wir auf gerade mal 425kcal – und das nenn ich wirklich mal angenehm leicht. Gut, es handelt sich wie bereits erwähnt um ein vegetarisches Gericht, aber gerade wenn Nudeln wie die Cannelloni im Spiel sind können die Werte dennoch mal schnell nach oben gehen. Wer noch mehr sparen will kann aber gerne noch den Mozzarella weg lassen, womit noch einmal 50kcal pro Portion abzuziehen sind und wir dann bei einem Wert von 375kcal wären. Rucola und Blattspinat geben sich was die Nährwerte angeht nicht viel, daher ist es hier egal ob man beides mischt oder nur eine Sorte verwendet. Ich persönlich würde aber die Beibehaltung des Ruccola empfehlen, da er der Füllung noch eine zusätzlich kräftige Note gibt.

In diesem Sinne: Guten Appetit