Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen – das Rezept

Vor kurzem entdeckte ich ein Rezept, dass es mir absolut Wert schien mal ausprobiert zu werden: Steirische Kalbsrouladen, eine Rouladenzubereitung aus Kalbsschnitzel die mit geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen gefüllt wird. Das ganze ist etwas Aufwändiger als meine normalen Kochexperimente, doch jetzt, kurz vor Pfingsten und somit vor dem verlängerten Wochenende wollte ich es endlich mal wagen. Als ich heute dann einkaufte, wäre das Kochexperiment jedoch fast an etwas anderem gescheitert. Kalbsrouladen selbst gab es als solche nicht, man bot mir beim Metzger aber an, Kalbsfleisch von der Nuss in dünne Scheiben zu schneiden. Einen Moment überlegte ich, auf normale Rindsrouladen umzuschwenken da das Kalbsfleischstück recht schmal erschien. Dann bat die Fachkraft aber doch, mir vier Scheiben abzuschneiden. Als sie es auf die Waage legte, musste ich kurz schlucken – denn die Fleischmenge schlug mit fast neunzehn Euro zu Buche, ziemlich heftig. Dabei ist ein Kalb ja ein junges Rind und hat nicht so viel Pflege und Futter erhalten wie ein altes Rind, aus dem dann Rindsrouladen gemacht werden. Dennoch erwies sich das Kalbsfleisch als deutlich teurer. Kurz dachte ich daran es nun zu lassen und doch noch umzuschwenken, dann gab ich mir aber einen Ruck und akzeptierte den Preis. Und ich muss sagen dass ich die Entscheidung nicht bereute, denn Kalbsfleisch ist wirklich was sehr feines wie ich mal wieder feststellen durfte. Die daraus entstehenden Rouladen sind zwar klein, so dass zwei pro Person notwendig werden, aber es lohnt sich absolut. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur Zubereitung:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

4 dünne Kalbsschnitzel oder Kalbsrouladen (je nachdem was der Metzger des Vertrauens anbietet)
01 - Zutat Kalbsschnitzel / Ingredient veal

2 gehäufte EL Kürbiskerne – ich entschied mich für die grüne Sorte
02 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

2 mittlere Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 mittelgroße Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 EL Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 TL Paprikapulver – rosenscharf
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

400ml Geflügelbrühe
08 - Zutat Geflügelbrühe / Ingredient chicken stock

100ml trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150ml Sojacreme
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soja cream

sowie etwas Pflanzenöl zum braten
Salz & Pfeffer zum würzen

Die Sättigungsbeilage oder Gemüse ist dabei dieses Mal nicht Bestandteil des Rezeptes – hier ist dem Leser freigestellt was er dazu zubereitet. Ich selbst entschied mich für meine Restbestände an Semmelknödeln im Kochbeutel sowie einer Portion Erbsen und Möhren, denkbar wären aber auch Nudeln wie z.B. Tagliatelle, Rotkraut oder frisches Ciabatta.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Als ersten Schritt rösten wir die Kürbiskerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne für einige Minuten rundherum an.
11 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

Während die Kürbiskerne vor sich hin rösten, wobei sie knacken, aufplatzen und daher auch herausspringen können, schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und raspeln sie dann auf der groben Seite einer Kastenreibe.
13 - Möhren raspeln / Crate carrots

Sind die Kürbiskerne rundherum geröstet, verteilen wir sie auf einem kleinen Teller und lassen sie etwas abkühlen.
14 - Kürbiskerne abkühlen lassen / Chilling pumpkin seeds

Wenden wir uns dann der Zwiebel zu, die es zu würfeln gilt. Dazu habe ich mir nun endlich mal ein – wohlgemerkt handbetriebenes Gerät – besorgt, in das ich die geschälten und geviertelten Zwiebeln gab. Über das Gerät selber berichte ich später noch einmal in einem separaten Artikel.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onions

Zwei bis drei Züge am Bedienhebel des Gerätes (der übrigens an den Starter eines Rasenmäher-Zweitakters erinnert) und die Zwiebel war in innerhalb kürzester Zeit in kleine Würfelchen zerkleinert.
16 - Zwiebeln zerkleinert / Onion diced

Für Knoblauch ist das Gerät leider ungeeignet, daher musste ich zum zerkleinern der geschälten Knoblauchzehen dann leider doch wieder zum Messer greifen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

Nun ist es an der Zeit das Kalbsfleisch aus dem Kühlschrank zu holen, gründlich zu waschen und trocken zu tupfen, dann breiten die Kalbsfleischstücke auf der Arbeitsfläche aus uns salzen sie von beiden Seiten.
18 - Kalbsfleisch salzen / Salt

Auf die Fleischstücke verteilen wir dann die geraspelten Möhren
19 - Mit geraspelten Möhren belegen / Add crated carrots

und bestreuen alles dann mit den gerösteten Kürbiskernen. Beides Salzen wir noch einmal ein wenig.
20 - Mit Kürbiskernen belegen / Add pumpkin seeds

Jetzt rollen wir die Rouladen vorsichtig auf
21 - Aufrollen / Roll up

und sichern sie dann mit Rouladennadeln oder – wenn nicht vorhanden – mit Zahnstochern.
22 - Sichern / Secure

In einem größeren Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Pflanzenöl
23 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben unsere gerollten Kalbsrouladen hinein
24 - In Pfanne geben / Add to pan

und braten sie von allen Seiten kräftig an.
25 - Rundherum anbraten / Roast

Dann entnehmen wir sie, legen sie bei Seite
26 - Beiseite legen / Remove

und fügen zuerst die zerkleinerten Zwiebeln
27 - Zwiebeln anschwitzen / Roast onions gently

und dann das gehackte Knoblauch hinzu. Beides dünsten wir für ca. 1 Minute an.
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

und der gehäufte Teelöffel rosenscharfes Paprikapulver.
30 - Paprikapulver einstreuen / Add paprika

Beides rösten wir ebenfalls für etwa eine Minute bei gelegentlichem rühren an.
31 - anbraten / sauté

Anschließend gießen wir alles mit dem trockenen Sherry auf
32 - Sherry aufgießen / Add sherry

und lassen ihn komplett einkochen
33 - einkochen lassen / reduce

bevor wir schließlich die Hühnerbrühe hinzufügen
34 - Hühnerbrühe addieren / Add chicken stock

und alles kurz aufkochen lassen.
35 - aufkochen lassen / Boil up

Nachdem wir dann die Kalbsrouladen wieder in die Pfanne gegeben haben
36 - Rouladen hinzufügen / Add roulades

lassen wir alles auf niedriger Stufe geschlossen für 50 bis 55 Minuten vor sich hin schmoren
37 - Zugedeckt schmoren / braise closed

wobei wir natürlich nicht vergessen sollten, die Rouladen zwischendurch immer mal zu wenden.
38 - Ab und zu wenden / rotate regular

Kurz vor Ende der Schmorperiode können wir schließlich auch unsere Sättigungsbeilage
39 - Klöße kochen / Cook dumplings

und das Gemüse zubereiten.
40 - Gemüse zubereiten / Cook vegetables

Nach fünfzig bis fünfundfünfzig Minuten wickeln wir unsere Rouladen schließlich zum warmhalten in etwas Alufolie.
41 - Rouladen in Alufolie warm halten / Keep roulades hot in aluminum foil

Anschließend filtern und pürieren wir die verbliebene Sauce durch ein Sieb
42 - Durch Sieb in Topf geben / Put in pot through sieve

gießen alles mit der Sojacreme auf
43 - Sojacreme hinzufügen / Add soja cream

und lassen die Sauce kurz aufkochen, wobei wir sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
44 - Aufkochen und würzen / Boil up and taste

Anschließend können wir unsere Steirischen Kalbsrouladen auch schon servieren und genießen.
45 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - Serviert

Obwohl relativ wenig Gewürze verwendet worden waren, erwiesen sich sowohl die Kalbsrouladen als auch die Sauce als überaus würzig. Vor allem die angenehm zart geschmorten Rouladen mit ihrer Füllung aus geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen erwiesen sich als überaus lecker und gelungen. Aber auch die mit Sojasauce verfeinerte Sauce erwies sich durch die Zwiebeln das rosenscharfe Paprikapulver und dem trockenen Sherry als durchaus pikant – was wie ich fand geschmacklich wunderbar zu den Kalbsrouladen passte. Und auch bei den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren hatte ich eine gute Wahl getroffen, beides passte wie ich fand sehr gut zu diesem Gericht. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments sehr zufrieden.

46 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - CloseUp

Die Kalbsrouladen selbst sind was die Nährwerte angenehm mager und schlagen gemeinsam mit der durch die Verwendung von Sojacreme ebenfalls sehr leichte Sauce pro Portion mit etwa 520kcal zu buche. Hinzu kommen natürlich die Sättigungsbeilage und das Gemüse – wer hier sparen will kann ja notfalls auf etwas Salat zurückgreifen. Mit dem Gebrauch von zwei Pfannen und drei Töpfen war dies – auch wenn es hier in der Beschreibung nicht so erscheinen mag – eines der aufwändigsten Gerichte das ich seit längerem zubereitet hatte. Das heißt viel Aufwasch, aber das nehme ich bei einem so leckeren Gericht natürlich gerne in Kauf. Ich habe den Kauf des doch etwas hochpreisigeren Kalbsfleisches auf jeden Fall zu keinem Moment bereut und hoffe wie immer, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Schaschlikspieß in Zigeunersauce [24.04.2012]

Obwohl mit Angeboten wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce oder Son Sein Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse auch heute an der der Asia-Thai-Theke durchaus interessante Angebote zu finden waren, tendierte ich heute doch mal wieder mehr zu den westlichen Gerichten. Dort wären die Tortelloni al pesto basilico aus dem Bereich Globetrotter was die Kalorienwerte angeht mit Sicherheit die optimalste Variante gewesen, doch irgendwie war mir heute nach etwas Fleisch. Blieben also der traditionell-regionale Rindersaftgulasch mit Kräuterkartoffeln sowie der Schaschlikspieß in Zigeunersauce und Reis bei Globetrotter. Klang beides lecker, aber aufgrund des bereits beigefügten Gemüses an den Spießen und in der Sauce zog ich letztlich dann doch die Spieße dem Gulasch vor. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Walnussmousse von der Desserttheke auf mein Tablett.

Schaschlikspieß in Zigeunersauce / Shashlik with red pepper sauce

Die etwa eineinhalb Holzspieße die man mir da auf den Teller getan hatte waren wie sich schnell erwies mit einigen Stücken gebratenen Schweinefleischs sowie milden Zwiebelstückchen bestückt worden. Paprika fand sich leider ebenso wenig daran wie andere Fleischsorten wie Rind oder Geflügel – sehr minimal, aber durchaus ausreichend zumal man die leicht scharfen, aber fruchtigen Sauce wiederum mich zahlreichen Paprikastückchen in verschiedenen Farben versehen hatte, was den Minimalismus bei den Schaschlikspießen ein wenig ausglich. Außerdem fand sich eine angenehm große Portion geschälten Reis auf dem Teller, dessen Menge perfekt ausreichte um zusammen mit der Sauce als schmackhafte Sättigungsbeilage zu dienen. Und auch an dem lockeren, angenehm nussigen Walnussmousse gab es keinen Grund zur Kritik. Alles zusammen nichts besonderes, aber schmackhaft und sättigend – und das ist ja eines der Hauptziele einer Mittagspause.
Bei den anderen Kantinengästen lieferten sich heute wie mir erschien der Schaschlikspieß und der Saftgulasch ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala, das nach mehrfachen Hinsehen meiner Meinung nach der Schaschlikspieß mit hauchdünnen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Auf Platz drei folgten dann die Asia-Gericht und auf Platz vier wie so häufig das vegetarische Angebot in Form der Tortelloni al pesto basilco. Hätte ja nicht gedacht dass ein so einfaches und visuell meiner Meinung nach auch nicht sonderlich ansprechendes Gericht wie ein Gulasch mit Salzkartoffeln eine so hohe Platzierung erreichen würde, aber hier setze ich wohl immer fälschlicherweise Voraus dass alle Leute nach den Komponenten Aussehen und Ausgewogenheit schauen. Es scheint aber eher so dass viele einfach das Bevorzugen was sie bereits seit langem kennen und keinen großen Wert auf kulinarische Gesichtspunkte legen. Ist nur eine Theorie, aber ich kann das ja versuchen in der nächsten Zeit mal zu beweisen oder zu widerlegen. Mal schauen was dabei heraus kommt… 😉

Mein Abschlußurteil:
Schaschlikspieße: +
Zigeunersauce: ++
Reis: ++
Walnussmousse: ++

Griechischer Hackfleisch-Spinatquiche – das Rezept

Heute tat ich mir wirklich schwer ein passendes Rezept zu finden. Lange wälzte ich lange Liste von möglichen Gerichten bis ich schließlich auf dieses Rezept für ein Griechisches Hackfleisch-Spinatquiche stieß. Das sagte mir sofort zu, also schnell los und die fehlenden Zutaten besorgt – anschließend konnte es sofort los gehen. Da ich leider keine Single-Quicheform besitze, wurde die Portion dann doch wieder etwas größer, aber bei so einem Rezept macht mir das wenig aus.

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

450g Rahmspinat – ich entschied mich dieses Mal für die leichter aufteilbaren Pads
01 - Zutat Rahmspinat / Ingredient cream spinach

2 mittlere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2-3 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Tomaten
04 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

500g Rinderhackfleisch
05 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

200g Schafskäse
06 - Zutat Schafskäse / Ingredient feta

4 Eier
07 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1 Päckchen Blätterteig
08 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff paste

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
etwas Olivenöl zum braten
etwas Butter zum ausfetten der Form

Beginnen wir damit, den Spinat aufzutauen. Wer ungeduldig ist wie ich und im Besitz einer Mikrowelle ist, kann dies darin mit der Auftaustufe bewerkstelligen.
09 - Spinat auftauen / Defrost spinach

Während der Spinat so aufgetaut wir, können wir ja schon mal die anderen Zutaten vorbereiten. Wir schälen also die Zwiebeln und würfeln sie
10 - Zwiebel würfeln / Dice onions

schälen den Knoblauch und schneiden in in kleine Stücke
11 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

und überbrühen dann die Tomaten, schälen und entkernen sie und schneiden sie dann in kleine Stücke.
12 - Tomaten schälen und würfeln / Peel & dice tomatoes

In einer großen Pfanne dünsten wir dann zuerst die Zwiebelwürfel und wenig später auch den gehackten Knoblauch mit etwas Olivenöl an
13 - Zwiebeln andünsten / Saute onions

und geben dann das Rinderhackfleisch hinzu um es krümelig anzubraten.
14 - Hackfleisch krümelig anbraten / Roast ground meat crumbly

Dabei würzen wir es auch gleich kräftig mit Salz und Pfeffer.
15 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Ist das Hackfleisch kurz durchgebraten, geben wir auch die Tomatenwürfel mit hinzu und braten sie für ein bis zwei Minuten mit
16 - Tomaten hinzu geben / Add tomato dices

bevor wir den aufgetauten Rahmspinat in die Pfanne geben und gut mit dem restlichen Inhalt verrühren.
17 - Rahmspinat addieren / Add cream spinach

Außerdem bröseln wir den Schafskäse hinein
18 - Schafskäse hinein bröseln / Crumble feta

und verrühren in gut.
19 - Gut verrühren / Mix

Das Ganze lassen wir dann für einige Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und probieren es dann,
20 - Probieren / Try

um es anschließend noch einmal mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abzuschmecken.
21 - Abschmecken / Taste

Nach ein bis zwei weiteren Minuten nehmen wir die Masse dann von der Platte und lassen sie etwas abkühlen. In der Zwischenzeit heizen wir den Backofen auf 175 Grad vor, dann fetten wir eine Auflaufform und legen sie mit dem Blätterteig aus.
22 - Blätterteig in Form geben / Add puff paste to casserole

Den Boden stechen wir nun in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel ein damit er nicht zu sehr hoch geht
23 - Anstechen / broach

und geben die nur mit dem Teig versehene Form dann in den Ofen um alles ca. 5 Minuten vorzubacken. Dadurch wird auch der Boden etwas “blättriger”.
24 - Vorbacken  / Pre-baking

Während der Teig vorbackt schlagen wir die vier Eier in einer Schüssel, verquirlen sie
25 - Eier verquirlen / Whisk eggs

und geben sie dann zu unserer etwas abgekühlte Spinat-Hackfleisch-Masse
26 - Eimasse hinzugeben / Add eggs

um sie dann gründlich unterzuheben.
27 - Unterheben / Mix

Sind die fünf Minuten Vorbackzeit um, entnehmen wir die Quiche-Form aus dem Ofen (Vorsicht: Heiß!) und füllen die zuvor hergestellte Mischung hinein.
28 - In Form geben / Add to casserole

Anschließend kommt alles für 50-60 Minuten bei weiterhin 175 Grad auf der mittleren Schiene in den Ofen.
29 - Backen / Bake

Dabei geht der Quiche ziemlich stark hoch – aber keine Panik: Der fällt auch wieder etwas zusammen sobald wir ihn nach wir ihn nach etwa einer Stunde wieder entnehmen. Wichtig ist, dass die Masse komplett gestockt ist. Leider kenne ich außer aufschneiden keine Methode das zu prüfen, daher musste ich mich auf mein Gefühl verlassen.
30 - Griechischer Hackfleisch-Spinatquiche / Ground meat spinach quiche - Fertig gebacken

Nach der Entnahme aus dem Ofen brauchen wir unseren Hackfleisch-Spinatquiche nur noch zu zerteilen und zu servieren.
31 - Griechischer Hackfleisch-Spinatquiche / Ground meat spinach quiche - Serviert

Glücklicherweise war die Masse tatsächlich durchgehend fest geworden und ergab so ein leckeres und würziges Gericht, in dem der Rahmspinat eine sehr schmackhafte Symbiose mit dem Rinderhack und dem Schafskäse eingegangen war. Die Tomaten hatten geschmacklich hingegen kaum einen Einfluss, aber geschadet haben sie auch nicht. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiment.

32 - Griechischer Hackfleisch-Spinatquiche / Ground meat spinach quiche - CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte angeht konnte ich heute durchaus zufrieden sein. Meiner Berechnung nach liegt der komplette Inhalt der Quiche-Form bei etwa 2600kcal, das entspricht 650kcal pro Portion – ein Wert der für ein Hauptgericht mehr als akzeptabel ist wie ich finde.
Ich hatte vor Beginn der Zubereitung zwar mit dem Gedanken gespielt anstatt des Rahmspinat Blattspinat zu verwenden, bin aber inzwischen froh es nicht getan zu haben, denn gerade der Rahm im Rahmspinat macht wohl viel an der Konsistenz und dem Geschmack der Gerichtes aus. Gut, vielleicht hätte man mit Blattspinat und einem Schuss Sahne den selben Effekt bewirken können, aber sicher ist das nicht. In der Summe kann ich dieses recht einfach zuzubereitende Gericht auf jeden Fall vorbehaltlos weiterempfehlen.

Guten Appetit

Bacon-Cheeseburger for dinner

Dinner Cheeseburger

Mein heutiges Abendbrot: Ein Bacon-Cheeseburger mit Zwiebelringen, Tomatenscheiben, Gürkchen, Käse, Speckstreifen und einer frisch gebratenen, saftigen Rindfleisch-Bulette. Nicht gerade ein leichtes Gericht, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. 😉

Feldsalat mit Champignons & Kartoffeldressing, Rotwein-Rouladen und Apple Crumble – das Kochevent

Gestern fand endlich ein größeres, schon länger geplante Koch-Event statt und ich bin doch tatsächlich mal “Fremd-Kochen” gegangen. Durch die Aufgabenteilung auf mehrere Personen kann ich natürlich nicht die übliche Detailfülle an Fotos bieten wie es sonst hier üblich ist, ich versuche aber mal mit dem vorhandenen Bildmaterial einen Gesamteindruck zu vermitteln.

Auf dem Speiseplan standen:

  • Vorspeise: Feldsalat mit Champignons & Kartoffeldressing
  • Hauptgang: Rotwein-Rouladen mit Rotkraut und selbstgemachten Spätzle
  • Nachspeise: Apple-Crumble mit in Rum eingelegten Rosinen
  • Werfen wir erst einmal einen Blick auf die benötigten Zutaten – für jeweils 3-4 Portionen

    Für den Salat samt Dressing benötigen wir:
    150g Feldsalat
    300g mehlig kochende Kartoffeln
    2 Knoblauchzehen
    60g Schalotten (oder Zwiebeln)
    300ml Geflügelfond
    2 EL Weißweinessig
    100ml Schlagsahne
    100g Champignons
    2EL Olivenöl
    Salz & Pfeffer zum würzen

    Für die Rinder-Rouladen werden benötigt:
    4 große Roulade vom Rind
    200g gewürfelter Speck
    2-3 Zwiebeln
    etwa Senf – wir wählten eine Sorte mit Knoblauch & Petersilie
    2 Zweige Rosmarin
    40g Butter oder Butterschmalz
    2 Petersilienwurzeln
    2 mittlere Stangen Lauch
    2 kleine Gelbrüben
    3 Karotten
    ein Stück Knollensellerie
    3-4 EL Tomatenmark
    500ml trockenen Rotwein
    250ml Portwein

    Für die Spätzle:
    2 Eier
    ½ TL Salz
    250g Mehl
    125ml Wasser

    Für das Rotkraut:
    400-500g Rotkraut (Dose oder Glas)
    2 Lorbeerblätter
    4 Nelken
    n.B. Preiselbeeren
    einen kräftigen Schuss Rotwein
    etwas Wasser

    Für den Apple Crumble:
    40g Rosinen
    einen Schuss Rum
    450-500g Apfel – am besten Golden Delicious
    1 EL Zucker
    1/2 TL Zimt
    1 Prise gemahlene Nelken
    1 Glas trockener Weißwein
    1/2 Zitrone – den Saft davon
    40g Mehl
    10g gemahlene Mandeln oder Nüsse
    40g geschmolzene Butter
    25g Zucker
    1 Messerspitze Salz
    150-200g Creme fraiche (als Garnitur)

    Am besten beginnen wir bei der Zubereitung mit den Rinder-Rouladen, da diese am längsten benötigen. Dazu bereiten wir erst einmal die verschiedenen Gemüsesorten vor. Die Zwiebel wird fein gewürfelt, die Petersilienwurzel geschält und klein geschnitten, die Gelbrüben werden ebenfalls geschält und zerkleinert, der Lauch wird geputzt und in Ringe geschnitten und die Knollensellerie gereinigt und in kleine Stücke zerteilt. Sollten wir Speck am Stück gekauft haben, wäre dieser ebenfalls noch zu würfeln. Von den Karotten schneiden wir die eine Hälfte in Scheiben und die andere Hälfte, die wir für die Füllung verwenden wollen, in dünne Streifen.
    Anschließend waschen wir das Rouladenfleisch, trocknen es und klopfen es mit einem Fleischhammer etwas flach bevor wir sie von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und von einer Seite mit Senf bestreichen.

    01 - Rouladen würzen und mit Senf bestreichen

    Dann belegen wir sie mit Zwiebelwürfeln, Speckwürfeln und Karottenstreifen, klappen sie an der Seite um damit nichts herausfallen kann
    02 - Rouladen belegen
    und rollen sie schließlich zusammen, um sie dort mit einer Rouladennadel oder (wenn diese nicht im Haus) mit einem Zahnstocher zu sichern.
    03 - Rouladen aufrollen

    In einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen wir dann reichlich Pflanzenöl und braten die Rinderrouladen rundherum scharf an. Das ist wichtig damit sich reichlich Röststoffe bilden die ja einen Teil des Geschmackes von Rouladen ausmachen.
    04 - Rouladen scharf anbraten

    Anschließend entnehmen wir sie und legen sie bei Seite. Wir haben sie anschließen in einem leicht warmen Backofen gestellt damit sie nicht ganz auskühlen.
    05 - Bei Seite legen

    Nachdem wir die Temperatur herunter gedreht haben, braten wir Lauch, Möhren, Sellerie, Petersilien- und Gelbwurz in der Pfanne kräftig an
    06 - Gemüse anbraten

    und geben dann Rosmarin und Tomatenmark hinzu, welches wir kurz mit anrösten
    07 - Tomatenmark und Rosmarin dazu

    bevor wir es mit ein wenig vom Rotwein und Portwein aufgießen
    08 - Mit Wein aufgießen

    einkochen lassen
    09 - einkochen lassen

    und wieder Wein nachgießen. Diesen Prozess wiederholen wir so lange bis der Wein bis auf einen kleine Rest eingekocht ist.
    10 - nachgießen

    Jetzt legen wir die Rouladen zurück in die Pfanne
    11 - Rouladen hinein

    übergießen sie mit dem Rest des Weins,
    12 - Mit Rest Wein übergießen

    würzen sie noch mit etwas Instant-Gemüsebrühe und lassen sie abgedeckt für eineinhalb bis zwei Stunden vor sich hin schmoren.
    13 - schmoren lassen

    Während die Rouladen vor sich hin schmoren, können wir uns den anderen Komponenten zuwenden. Fangen wir mit den Spätzle an. Dazu geben wir Eier, Mehl, Salz und Wasser in eine große Schüssel und kneten sie so lange durch bis eine blasige Teigmasse entsteht. In einem großen Topf erhitzen wir dann reichlich Salzwasser zum kochen und hobeln die Teigmasse mit einem Spätzlehobel hinein.
    14 - Spätzle hobeln
    Sobald sie oben schwimmen, schöpfen wir die Spätzle mit einem Schöpflöffel ab und lassen sie gut abtropfen.
    15 - Spätzle schwimmen oben

    Zwischendurch dürfen wir natürlich nicht vergessen die Rouladen auch mal in ihrer Sauce zu wenden.
    16 - Rouladen wenden

    Haben wir die gesamte Teigmasse zu Spätzle verarbeitet, können wir uns schließlich dem Salatdressing zuwenden. Dazu kochen wir einige Kartoffeln als Pellkartoffeln und während die Kartoffeln kochen würfeln wir die Schalotten in kleine Stücke
    17 - Schalotten würfeln
    und hacken das Knoblauch fein.
    18 - Knoblauch fein hacken
    Beides dünsten wir in etwas Olivenöl glasig an
    19 - Zwiebeln und Knoblauch andünsten
    und gießen es dann mit 300ml Geflügelfond
    20 - Mit Geflügelfond aufgießen
    und 100-120ml Sahne auf
    21 - Sahne dazu
    und lassen es im Topf aufkochen.
    22 - aufkochen lassen
    Anschließend gießen wir alles in ein hohes Behältnis. Sobald die Kartoffeln gekocht sind, schälen wir diese und pressen sie mit in die Sauce aus Sahne, Zwiebeln und Knoblauch.
    23 - gepresste Kartoffeln addieren
    Dann vermengen wir alles mit dem Zauberstab und schmecken es noch nach Geschmack mit Salz und Pfeffer ab.
    24 - verquirlen

    Außerdem können wir jetzt auch den Apple Crumble vorbereiten. Zuerst legen wir die Rosinen in etwas Rum ein. Dann Schälen wir die Äpfeln, vierteln sie und geben sie in einen Topf wo wir sie mit Zucker, Zimt und Nelkenpulver würzen und dann mit dem Zitronensaft und dem Weißwein übergießen. So gefüllt stellen wir den Topf auf den Herd und erhitzen alles bis die Apfel gut durchgekocht aber nicht zu weich ist.
    25 - Äpfel kochen

    Parallel fügen wir 40g Mehl, 10-15g gemahlene Mandeln oder Nüsse, 40g geschmolzene Butter, 25-30g Zucker und eine Messerspitze Salz in eine Schüssel
    26 - Streuselzutaten in Schüssel geben

    und verrühren alles so lange bis eine Streuselmasse entsteht.
    27 - Zutaten vermengen (Streusel herstellen)

    Sind die Äpfelstücke fertig gekocht, verteilen wir sie in einer passenden Form – wir verwendeten eine Gratinform – gießen etwas der Weißweins auf den Topf hinzu und verteilen dann die Rosinen ohne den Rum darüber und bestreuen zum Abschluss alles mit den Streuseln.
    28 - Bestreuen

    Das Ganze muss dann bei 180 Grad für ca. 20 Minuten im Backofen fertig gebacken werden.

    Außerdem dürfen wir natürlich nicht den Rotkohl vergessen. Dazu geben wir das leicht vorgekochte Gemüse auf der Dose oder dem Glas in einen Topf, gießen es mit einem kräftigen Schuss Rotwein und etwas Wasser auf und würzen es mit zwei Lorbeerblättern und vier Nelken, wo wir alles erhitzen und kochen bis es fertig gekocht ist. Während des Kochens rühren wir noch einen großzügigen Teelöffeln Preiselbeeren unter.
    29 - Rotkraut kochen

    Haben wir unsere Rouladen gut durchgeschmort, entnehmen wir sie temporär aus der Sauce, stellen sie im Ofen warm
    30 - Rouladen bei Seite legen

    und geben die Masse aus Sauce und Gemüse in ein Sieb.
    31 - Gemüse in Sieb geben

    Dort passieren wir alles durch ein Sieb mit Hilfe eines passenden Werkzeuges
    32 - Gemüse durch Sieb passieren

    bis eine dickliche, würzige Masse entsteht. Das hat auch den Vorteil dass die Rosmarinnadeln im Sieb zurückbleiben.
    33 - passierte Sauce

    Diese geben wir dann zurück in die Pfanne, verrühren, strecken sie dort etwas mit Sahne und Wasser
    34 - Mit Sahne und Wasser strecken

    und verrühren sie zu einer sämigen Sauce
    35 - zu sämiger Sauce verrühren

    in die wie dann die Rouladen dann zurück legen und dort wieder erhitzen.
    26 - Rouladen zurück legen

    Abschließend schneiden wir noch die Champignons in Scheiben und braten sie in etwas Butter an.
    27 - Champignons andünsten

    Nachdem wir den Feldsalat mit unserem Kartoffeldressing angerichtet haben, geben wir die frisch gebackenen Champignons darauf und servieren dann alles als Entrée.
    28 - Feldsalat mit Kartoffeldressing und Champignons - serviert

    Es folgen die Rouladen, die wir mit unserem selbstgemachten Spätzle und dem Rotkraut kombinieren.
    29 - Rouladen mit Spätzle und Rotkraut - serviert

    Die gut geschmorten, weichen und leicht mürben Rouladen mit ihrer Füllung aus Zwiebeln, Speckwürfeln und Karottenstreifen waren mal wieder perfekt gelungen. Gemeinsam mit der unglaublich würzigen Sauce ein kulinarischer Hochgenuss. Aber natürlich waren auch das Rotkraut und die Spätzle – zumal selbst hergestellt – nicht zu verachten.
    30 - Rouladen -  CloseUp

    Als Dessert kam schließlich der Apple Crumble ins Spiel, der inzwischen ja fertig gebacken war.
    31 - AppleCrumble - fertig gebacken

    Dieser wird, am besten noch warm, mit einer kräftigen Portion Creme fraiche serviert. Die durch das Backen endgültig weich gewordenen Apfelstücke in Kombination mit den in Rum eingelegte Rosinen und dem knusprigen Streuseln ein mehr als gelungener Abschluss des gestrigen Abendmahls.
    32 - AppleCrumble mit Creme fraiche - serviert

    Auch wenn der Aufwand etwas höher war, hat er sich mal wieder absolut gelohnt. Auf die Idee ein Salatdressing aus Sahne UND gepressten Kartoffeln herzustellen war ich vorher noch nie gekommen. Kombiniert mit frisch angedünsteten Champignons an einem Feldsalat eine wahrlich großartige Vorspeise. Der Hauptgang war aber natürlich der große Hit, mit seinen gut durchgeschmorten Rouladen in der würzigen Sauce, dem fruchtigen Rotkraut mit Rotweinnote und schließlich den weichen, selbst gemachten Spätzle oder besser Knöpfle ein unglaublich leckeres Gericht. Und natürlich gab es auch am Dessert in Form eines gebackenen Apple Crumbles absolut nichts auszusetzen. Ich war sehr zufrieden und gemeinsam mit anderen macht das Kochen umso mehr Spaß. 😉

    Guten Appetit