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Falafel mit Dattelcreme & Feldsalat – das Rezept

Samstag, Februar 1st, 2020

Heute wollte ich mal einen kleinen Ausflug in die arabische Küche wagen und mir ein paar Falafel zubereiten. Diese Bällchen werden traditionell aus Kichererbsen oder Bohnen hergestellt und sind ein beliebter Snack sowohl im Nahen Osten als auch in Nordafrika. Dabei werde sie meist mit einem Dip serviert, sehr beliebt ist dabei Tahini-Sauce. Ich selbst entschied mich aber für einen orientalische Dattel-Dip, außerdem gab es dazu einen Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing. Ich koche zwar schon viele Jahre, aber an Falafel hatte ich mich bisher nicht heran gewagt. Zum einen weil ich nicht gern in Öl frittiere und Falafel nun mal dazu neigen beim Zubereiten auseinander zu fallen – ein Problem mit dem auch ich zu kämpfen haben sollte. Aber ich habe ja inzwischen meinen Air Fryer und war guter Hoffnung es hinzubekommen. Und für die ersten Falafel die ich jemals zubereitet habe gelangen sie mit außerordentlich gut und auch der Dattel-Creme erwies sich als voller Erfolg, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also?

Für die Falafel

  • 200g getrocknete Kichererbsen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 größere Gemüsezwiebel
  • 1 kleine grüne Chili
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 kräftige Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 2 Esslöffel Kichererbsenmehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • sowie etwas Öl zum bepinseln der Falafel
  • Für die Dattelcreme

  • 100g getrocknete Datteln
  • 150g Schmand
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150g Frischkäse
  • 1 Teelöffel Harissa-Paste oder Harissa-Gewürz
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Curry
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • Für die Zubereitung sollten wir getrocknete und vor der Zubereitung eingeweichte Kichererbsen verwenden, Kichererbsen aus der Dose sind laut meiner Recherchen nicht geeignet und wirken sich negativ auf die spätere Formbarkeit der Falafel aus.
    Wir geben also am Vorabend vor der eigentlichen Zubereitung die getrockneten Kichererbsen in eine größere Schüssel,
    01 - Trockene Kichererbsen in Schüssel geben / Put dry chickpeas in bowl

    gießen sie mit viel Wasser auf, wobei wir bedenken sollten dass sie beim Einweichen bis zu dem Dreifachen ihrer ursprünglichen Größe erreichen können,
    02 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    und lassen sie dann für mindestens 8, besser 12 Stunden einweichen. Danach sind sie soweit aufgequollen, dass sie bereit für die eigentliche Zubereitung sind.
    03 - Kichererbsen gequollen / Soaked chickpeas

    Einige Rezepte die ich zu Falafel gelesen habe, kochen die Kichererbsen jetzt noch vor, doch meistens werden sie einfach so verwendet und auch ich entschloss mich diesen Weg zu gehen. Wir gießen also die Kichererbsen in ein Sieb ab und lassen sie abtropfen.
    04 - Kichererbsen abtropfen lassen / Drain chickpeas

    Während die Kichererbsen abtropfen, bereiten wir die anderen Zutaten zu. Da sie sowieso im Food Processor landen, reicht es aus sie grob zu zerkleinern. Wir zupfen also die Petersilien-Blätter von den holzigen Stielen und zerschneiden sie etwas,
    05 - Petersilie grob zerkleinern / Hackle parsley

    schälen und hacken die Zwiebel,
    06 - Zwiebel grob würfeln / Hackle onion

    schälen und zerteilen die Knoblauchzehen
    07 - Knoblauch grob zerkleinern / Hackle garlic

    und entkernen schließlich noch die grüne Chili, um sie dann in Streifen zu schneiden.
    08 - Chili entkernen &  zerkleinern / Decore & mince chili

    Anschließend geben wir die abgetropften Kichererbsen in unsere Küchenmaschine / Food Processor (von denen ich mir endlich mal eine große Version geleistet habe), 😉
    09 - Kichererbsen in Küchenmaschine geben / Put chickpeas in food processor

    geben die Petersilie hinzu,
    10 - Petersilie dazu geben / Add parsley

    addieren Zwiebel und Knoblauch,
    11 - Zwiebel & Knoblauch addieren / Add onion & garlic

    geben die grüne Chili hinein
    12 - Grüne Chili dazu geben / Add green chili

    und würzen alles mit einem Teelöffel Salz,
    13 - Salzen / Salt

    einem Teelöffel Kreuzkümmel,
    14 - Mit Kreuzkümmel würzen / Season with cumin

    einer kräftigen Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer,
    15 -  Mit Pfeffer würzen / Season with pepper

    und einem halben Teelöffel Kardamom.
    16 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

    Nun ist es an der Zeit alles so lange zu zerkleinern
    17 - Alles zerkleinern / Blend well

    bis es ungefähr die Körnigkeit von groben Sand erreicht hat. Zwischendurch sollten wir dabei immer mal durchmischen, damit keine groben Stücke am Rand kleben bleiben und nicht mit zerkleinert werden.
    18 - Durchmischen / Mix

    Die fertig zerkleinerte Kichererbsen-Mischung geben wir dann in eine Schüssel,
    19 - Kichererbsenteig in Schüssel geben / Put chickpea dough in bowl

    streuen zwei Esslöffel Kirchererbsen-Mehl sowie einen halben Teelöffel Backpulver ein
    20 - Kichererbsenmehl addieren / Add chickpea flour

    und verrühren alles gründlich miteinander. Das Kircherbsen-Mehl sorgt dabei für die nötige Bindung und entzieht dem Teig dabei Feuchtigkeit. Wer keines vorrätig hat, kann einfach ein paar getrocknete Kichererbsen in die Kaffemühle stecken – so habe ich es hier auch gemacht.
    21 - Gründlich durchrühren / Stir well

    Den fertig vermischten Falafel-Teig decken wir dann ab und stellen ihn für eine, besser sogar 2 Stunden in den Kühlschrank, damit alles durchziehen und die perfekte Konsistenz zum Formen der Falafel bekommt.
    22 - Abdecken in Kühlschrank stellen / Cover & put in fridge

    Zwischendurch sollten wir die Falafel-Rohmasse immer mal wieder testen. Sollte sich wieder erwarten die Bindung nicht einstellen, helfen Notfalls ein bis zwei Esslöffel Weizenmehl. Hilft auch das nichts, kann etwas Speise-/Kartoffelstärke zusätzlich Abhilfe schaffen. Einige Rezepte verwenden auch Eier in ihren Falafel, aber das entspricht meiner Recherche nach nicht dem orientalischen Original.

    Wenden wir uns nun der Dattelcreme zu. Dazu vierteln wir die getrockneten Datteln,
    23 - Datteln grob zerkleinern / Hackle dates

    geben den Schmand in einen kleineren Food Processor,
    24 - Schmand in Pürierer geben / Put heavy sour cream (muck) in blender

    addieren die Datteln,
    25 - Datteln addieren / Add dates

    geben die geschälte und grob zerkleinerte Knoblauchzehe hinein,
    26 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

    ergänzen alles mit einem kräftigen Teelöffel Harissa-Paste
    27 - Harissa hinzufügen / Add harissa

    und pürieren und vermischen alles gründlich miteinander.
    28 - Pürieren / Blend

    Erst jetzt geben wir den Frischkäse hinzu
    29 - Frischkäse dazu geben / Add cream cheese

    und heben ihn mit der Hand unter. Würden wir ihn von Anfang an hinein geben, würde die Creme zu flüssig – außer natürlich dies ist so gewünscht. 😉
    30 - Gründlich verrühren / Mix well

    Bis jetzt schmeckt alles wie ein sehr leckeres Dattel-Dessert, um es geeigneter einen Dip zu machen schmecken wir es abschließend mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Curry ab und stellen es dann bis zur Verwendung in den Kühlschrank, damit sich die Gewürze richtig entfalten können.
    31 - Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Curry abschmecken / Taste with salt, pepper, cumin & curry

    Sind die zwei oder gerne auch mehr Stunden vergangen, nehmen wir unseren Falafel Teig aus dem Kühlschrank und formen mit angefeuchteten Händen Bällchen daraus.
    32 - Kugeln formen / Form balls

    Ich formte erst einmal ein paar Test-Falafel, denn der Geschmack ändert sich beim Frittieren etwas und so kann man bei Bedarf noch einmal nachwürzen bevor man den Rest formt.
    Die Kugelform ist natürlich keine Pflicht, denkbar wären auch kleine Pattys, die ich dann z.B. als Einlage für ein Pita Brot oder gar einen Falafel-Burger eignen würden.
    Man kann den Teig übrigens auch problemlos über Nacht im Kühlschrank belassen, das verbessert seine Formbarkeit um so mehr und man hat am nächsten Tag nicht so viel Arbeit, z.B. wenn man Gäste erwartet und denen die Falafel anbieten möchte.

    Die fertig geformten Roh-Falafel legen wir dann in den vorher am Boden mit etwas Öl ausgepinselten Frittierkorb unserer Heißluftfritteuse und betupfen sie mit weiterem Öl, damit sie schön braun werden. Wird der Boden nicht mit Öl bedeckt, neigen die Falafel dazu daran festzukleben und könnten beim Wenden auseinander brechen.
    33 - Mit Öl bepinseln / Spread with oil

    Nun schieben wir den Frittierkorb in den Air Fryer
    34 - In Heißluftfritteuse schieben / Put in air fryer

    und lassen alles für 12 Minuten bei 195 bis 200 Grad garen, wobei wir nach 6-7 Minuten die Falafel wenden und ggf. mit etwas mehr Öl betupfen sollten.
    35 - Bei 195 Grad 12 Minuten frittieren / Deep fry for 12 Minutes at 195 degrees

    Das Ergebnis konnte sich schon mal sehen lassen
    36 - Fertig frittiert / Finished deep-frying

    und waren auch geschmacklich wie ich fand sehr gut gelungen. Ein Nachwürzen war also nicht notwendig.
    37 - Probieren / Try

    Ich hatte versucht die untere Reihe 2 Minuten länger zu frittieren, aber dadurch waren sie nur etwas knuspriger aber auch etwas trockener geworden, womit 12 Minuten sich für mich als ideale Zeitspanne manifestierte.

    Nun ist es an der Zeit auch die restlichen Falafel zu formen und zuzubereiten.
    38 - Nächste Ladung vorbereiten / Prepare next load

    Man kann Falafel-Rohmasse aber laut meiner Recherchen übrigens auch problemlos einfrieren und so über mehrere Monate aufbewahren – probiert habe ich es aber noch nicht. Ich würde befürchten dass sie beim Auftauen Feuchtigkeit ziehen könnte, ich würde sie also wahrscheinlich vorher noch vakuumieren.

    Schließlich können wir die fertigen Falafel mit unserer Dattel-Creme und z.B. etwas Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing servieren und genießen.
    39 - Falafel with date cream - Served / Falafel mit Dattelcreme - Serviert

    Für die ersten Falafel die ich jemals selbst hergestellt habe waren meine Kichererbsen-Bällchen wirklich sehr gut gelungen. Außen waren sie auch in der Heißluftfritteuse wunderbar knusprig geworden während sie innen noch weich und einigermaßen saftig geblieben sind. Ohne alles wären sie aber wohl doch etwas zu trocken gewesen, aber das ist bei Falafel eher normal, weswegen man sie ja immer mit etwas zum Dippen oder bestreichen serviert. Und die süßlich-pikante Dattelcreme eignete sich für diesen Zweck wie ich fand sehr gut. Das Dattelaroma mit den Gewürzen harmonierte wunderbar mit dem Geschmack der Falafel. Und dank der Zubereitung in der Heißluftfritteuse waren sie auch noch deutlich fettarmer als in Öl frittiert oder in der Pfanne gebraten. Alternativ hätte man sie auch noch – natürlich ebenfalls mit Öl bepinselt – im Ofen backen können, was mit 15-20 Minuten nur minimal länger gedauert hätte. Aber ich bin nun mal Air Fryer Fan und war mit meiner Version überaus zufrieden. Wiederholungswahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall sehr hoch – das nächste Mal vielleicht für ein Pitabrot oder einen Falafel-Burger. Mal sehen… 🙂

    40 - Falafel with date cream - Side view / Falafel mit Dattelcreme - Seitenansicht

    41 - Falafel with date cream - Lateral cut / Falafel mit Dattelcreme - Querschnitt

    Guten Appetit

    Orientalischer Lammgulasch – das Rezept

    Sonntag, März 2nd, 2014

    Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die afrikanisch-orientalische Küche wagen und einmal ein Rezept ausprobieren, dass ich als Orientalischen Lammgulasch bezeichnen möchte. Das diesem Gericht ursprünglich zugrunde liegende Rezept arbeitete hier zwar mit Rindfleisch, aber Lamm fand ich dazu noch passender und war daher bereit, ein klein wenig mehr in das Fleisch zu investieren – denn leider zählt Lamm neben Kalb zu den teureren Fleischsorten beim Metzger. Und es lohnte sich, denn meiner Meinung nach rundete das Aroma das schonend über mehrere Stunden gegarten Lammfleisches die geschmackliche Gesamtkomposition sehr gelungen ab. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept, das ich mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    2 rote Zwiebeln (ca. 200g)
    01 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

    2 große oder 4 kleine Zehen Knoblauch
    02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    3 Chilis (ca. 20g)
    03 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

    750g Lammfleisch aus der Keule (wegen des Verschnitt besser etwas mehr nehmen)
    04 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb

    2 Dosen Tomaten in Stücken (á 400g)
    05 - Zutat stückige Tomaten / Ingredient tomatoes

    3 TL Kreuzkümmel
    06 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

    1 TL Zimt
    07 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

    4 Kardamom-Kapseln
    08 - Zutat Kardamonkapseln / Ingredient cardamom

    1 EL Honig
    09 - Zutat Honig / Ingredient honey

    etwas Cayennepfeffer
    10 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

    4 Hühnereier
    11 - Zutat Hühnereier / Ingredient eggs

    2 EL Tomatenmark
    12 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)
    13 - Zutat Kichererbsen / Ingredient chickpeas

    1/2 Bund Petersilie
    14 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

    sowie etwas Salz,
    etwas Wasser
    und 2 EL Öl nach Wahl zum braten

    Als Sättigungsbeilage eignen sich Reis oder CousCous, ich griff zu einer Basamati-Wildreis-Mischung
    15 - Zutat Reis / Ingredient rice

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung und schälen erst einmal die Knoblauchzehen und zerkleinern sie gründlich.
    16 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Außerdem schälen wir die roten Zwiebeln und schneiden sie in schmale Streifen
    17 - Zwiebeln in Streifen schneiden / Cut onions in stripes

    und entkernen die Chilis
    18 - Chilis entkernen / Core chilis

    um sie dann fein zu zerkleinern.
    19 - Chilis zerkleinern / Chop chilis

    Nun waschen wir das Lammfleisch, trocknen es,
    20 - Lammfleisch waschen / Wash lamb

    putzen das Fleisch etwas, d.h. wir entfernen fettige Stellen und Knorpel mit einem scharfen Messer,
    21 - Lammfleisch von Fett befreien / Remove fat from lamb meat

    und schneiden es dann in mundgerechte Würfel.
    22 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun 2 EL Öl – ich griff zu Erdnussöl, aber Olivenöl tut es hier natürlich auch – auf erhöhter Stufe
    23 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und geben das gewürfelte Lammfleisch hinzu
    24 - Lammfleisch in Pfanne geben / Add lamb to pan

    um es scharf rundherum anzubraten.
    25 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb

    Fängt das Fleisch an zu bräunen, reduzieren wir auf mittlere Stufe, geben die Zwiebelstreifen hinzu und dünsten sie für ein bis zwei Minuten mit an
    26 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

    bevor wir dann auch das Chilis
    27 - Chilis addieren / Add chilis

    sowie das zerkleinerte Knoblauch addieren
    28 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

    und alles für weitere drei bis vier Minuten ebenfalls andünsten.
    29 - Anschwitzen / Braise lightly

    Anschließend löschen wir alles mit den beiden Dosen Tomatenstücke ab,
    30 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

    gießen alles mit Wasser auf, so dass das Fleisch knapp bedeckt ist
    31 - Mit Wasser aufgießen / Pour water

    und lassen alles kurz aufkochen
    32 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

    um es dann für mindestens 2, besser 3 Stunden auf niedrigster Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, das Ganze immer mal umzurühren.
    33 - Auf niedriger Stufe köcheln lassen / Simmer on low level

    Nach einer halben Stunde Garzeit zerdrücken wir die Kardamom-Kapseln mit der flachen Seite eines Messers, so dass sie aufbrechen,
    34 - Kardamonkapseln aufbrechen / Break cardamom capsules

    dann würzen wir den Pfanneninhalt mit den den 3 Teelöffeln Kreuzkümmel,
    35 - Mit Kreuzkümmel würzen / Season with cumin

    dem Teelöffel Zimt,
    36 - Zimt hinzufügen / Add cinnamon

    den aufgebrochenen Kardamom-Kapseln,
    37 - Kardamomkapseln addieren / Add cardamom

    einer Prise Cayennepfeffer, etwas Salz
    39 - Mit Cayennepfeffer abschmecken / Taste with cayenne

    sowie dem Esslöffel Honig
    38 - Honig unterheben / Stir in honey

    und verrühren alles gründlich miteinander, um es dann für die restlichen zweieinhalb Stunden weiter zu garen.
    40 - Gut verrühren / Mix well

    Sollte sich die Flüssigkeitsmenge in der Pfanne zwischendurch zu sehr reduzieren, gießen wir das Ganze mit wieder mit etwas Wasser auf.
    41 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    In der Zwischenzeit können wir schon einmal die Eier hart, also für 8 bis 10 Minuten, kochen
    42 - Eier kochen / Cook eggs

    und sie anschließend abschrecken und etwas abkühlen lassen.
    43 - Eier abschrecken / Refresh eggs

    Außerdem können wir die Kichererbsen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.
    44 - Kichererbsen abtropfen lassen / Drain chickpeas

    Etwa dreißig bis vierzig Minuten vor Ende der Garzeit geben wir schließlich die Kichererbsen mit in die Pfanne
    45 - Kichererbsen hinzufügen / Add chickpeas

    und binden die Sauce des Lammgulasch mit den beiden Esslöffeln Tomatenmark.
    46 - Tomatenmark hinzufügen / Stir in tomato puree

    Dann schälen wir die gekochten und inzwischen abgekühlten Eier,
    47 - Eier schälen / Peel eggs

    schneiden sie in kleinere Würfel,
    48 - Eier würfeln / Dice eggs

    fügen sie ebenfalls zu den anderen Zutaten in die Pfanne
    49 - Eier hinzufügen / Add eggs

    und verrühren alles wieder gut miteinander.
    50 - Eier unterrühren / Stir in eggs

    Außerdem setzten wir einen Topf mit Wasser für den Reis auf und bringen diesen zum kochen.
    51 - Wasser für Reis aufsetzen / Heat up water with rice

    Während das Wasser sich erhitzt, können wir die Zeit nutzen und den halben Bund Petersilie waschen, ihn trocken schütteln,
    52 - Petersilie waschen / Wash parsley

    die Blättchen von den Stielen zupfen
    53 - Blättchen von den Stielen lassen / Pick leaflets

    und zerkleinern diese dann gründlich, z.B. mit einem Wiegemesser.
    54 - Petersilie zerkleinern / Mince parsely

    Sobald das Wasser schließlich kocht, geben wir einen halben Esslöffel Salz hinein
    55 - Wasser salzen / Salt water

    und addieren schließlich den Reis, um ihn gemäß Packungsbeschreibung zuzubereiten.
    56 - Reis kochen / Cook rice

    Kurz bevor der Reis dann fertig gekocht ist, probieren wir unser Gericht
    57 - Probieren / Try

    und stimmen es noch einmal final mit den Gewürzen ab. Der Kreuzkümmel-Geschmack sollte dabei führend sein und der Zimt lediglich unterstützen. Die endgültige Schärfe bestimmen wir mit dem Cayenne-Pfeffer.
    58 - Mit Gewürzen abstimmen / Attune with seasoning

    Anschließend können wir das Gericht mit der zerkleinerten Petersilie garniert servieren und genießen.
    59 - Orientalischer Lammgulasch - Serviert / Oriental lamb goulash - Served

    Die exotische Kombination von Kreuzkümmel und Zimt mit der Schärfe von Chilis und Cayenne-Pfeffer ist für den westlich-europäischen Gaumen zwar im ersten Moment ungewohnt. Aber in Kombination mit der fruchtigen Tomatensauce, den durch das lange Garen angenehm zarten Lammfleisch-Stückchen und den noch leicht knackigen Kichererbsen als wirklich überaus lecker. Die gekochten Eier waren dabei noch eine nette Zugabe, aber geschmacklich hatten sie meiner Meinung nach kaum einen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Da sie aber im zugrunde liegenden Rezept erwähnt waren, wollte ich sie auch nicht ersatzlos weg lassen. Geschadet haben sie im Gegenzug aber natürlich auch nicht. Gemeinsam mit dem Reis als überaus passende Sättigungsbeilage war das heutige Rezept aber auf jeden Fall ein geschmackliches Erlebnis, das ich wirklich sehr weiter empfehlen kann. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

    60 - Orientalischer Lammgulasch - Seitenansicht / Oriental lamb goulash - Side view

    Guten Appetit

    Orientalisches Puten-Chili – das Rezept

    Samstag, Juni 16th, 2012

    Heute wollte ich mal wieder eine gerade neu entdeckte Variante des von mit so geschätzten Chili con Carne ausprobieren, ein Orientalisches Puten-Chili mit Kichererbsen, Tomaten & Koriander. Ich hatte ja zuvor zwar schon mit Rinder- oder Schweine-, Lamm, Kalbshackfleisch gearbeitet, Puten- bzw. Geflügelhackfleisch hatte bisher aber noch nie Verwendung in meiner Küche gefunden. Ich unterlag daher der irrigen Annahme, man könne es wie alle andere Hackfleischsorten normal an der Fleischertheke kaufen, doch da hatte ich – zumindest was den Metzger in meinem Lieblingssupermarkt angeht – mich leider geirrt. Die Thekenkraft teilte mir mit, dass sie so etwas aufgrund der erhöhten Salmonellengefahr nur tiefgefroren verkauft. Also musste ich hier auf TK-Ware zurückgreifen, was ich bei Fleisch eigentlich nicht so gerne mache. Im Nachhinein gesehen hätte man hier auch ein Stück Putenbrust nehmen und es durch einen Fleischwolf zerkleinern können, doch leider besitze ich einen solchen (noch) nicht, daher griff ich auf die TK-Ware zurück. Aber das Ergebnis war auch so wie ich fand sehr gelungen, daher möchte ich nicht darauf verzichten das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

    1 mittlere Zwiebel
    01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 große oder 2 kleine Chilischoten (Ich wählte heute mal thailändische Rawit, da mit Habanero etwas zu scharf erschien)
    03 - Zutat Chili (Rawit) / Ingredient chili (rawit)

    400g Tomatenstücke (Dose)
    04 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

    1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)
    05 - Zutat Kichererbsen / Ingredient chickpeas

    1 Bund Koriander
    06 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

    500g Putenhackfleisch
    07 - Zutat Putenhack / Ingredient turkey ground meat

    150ml Hühnerbrühe
    08 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

    2 EL Olivenöl
    09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    2 EL Tomatenmark
    10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    sowie Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel zum würzen
    11 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

    Zuerst stellte sich mir erst einmal das Problem, wie ich Putenhackfleisch am besten auftauen konnte, das ich mir in 2 Päckchen zu je 250g zum ziemlich deftigen Preis von 4,99 pro Packung erworben hatte.
    12 - Putenhack gefroren / Deep frozen turkey ground meat

    Die Mikrowelle erschien mit dazu ungeeignet, aber nach einigen Recherchen entschloss ich mich dazu, das ganze, noch eingeschweißt, im lauwarmen Wasserbad aufzutauen. Besser wäre noch das noch langsamere Auftauen im Kühlschrank gewesen, aber dazu fehlte mir die Zeit.
    13 - Putenhack auftauen / Defrost turkey ground meat

    Während das Putenhack auftaut, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie. Das geht natürlich auch mit dem Messer, ich nahm aber wieder meine kleine, handbetriebene Maschine dazu.
    14 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

    Außerdem entkernen wir die Chilischoten
    15-Chili entkernen / Remove core

    und schneiden sie in schmale Ringe, wobei wir größere Stücke noch mal halbieren oder dritteln.
    16 - Chili in schmale Ringe schneiden / Cut chili in small rings

    Nun können wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne erhitzen
    17 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil

    und braten das Putenhackfleisch darin krümelig an
    18 - Putenhack anbraten / Roast turkey ground meat gently

    wobei wir es auch gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen.
    19 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

    Ist das Hackfleisch gut durchgebraten geben wir die gehackten Zwiebeln ebenfalls in die Pfanne
    20 - Zwiebeln addieren / Add onions

    pressen das Knoblauch hinein
    21 - Knoblauch pressen / Add garlic

    und fügen schließlich noch die zerkleinerten Chilischoten hinzu,
    22 - Chili addieren / Add chili

    um sie für drei bis vier Minuten mit anzubraten.
    23 - Anbraten / Roast gently

    Sind Zwiebeln, Chili und Knoblauch gut angedünstet, können wir auch die Tomatenstücke
    24 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

    und die Kichererbsen addieren
    25 - Kichererbsen beigeben / Add chickpeas

    und schließlich alles mit der Hühnerbrühe aufgießen.
    26 - Hühnerbrühe aufgießen / Add chicken stock

    Abschließend fügen wir noch die zwei Esslöffel Tomatenmark hinzu, rühren sie gut unter und lassen dann alles für sechs bis sieben Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln.
    27 - Tomatenmark unterrühren / Stir in tomato puree

    Während das Chili vor sich hin köchelt, waschen wir den Koriander, schütteln ihn trocken und zupfen dann die Blättchen ab
    28 - Korianderblättchen abzupfen / Pick coriander leaflets

    um diesen dann grob zu zerkleinern.
    29 - Koriander grob zerkleinern / Hackle coriander

    Schließlich streuen wir die den gehackten Koriander ui dem restlichen Zutaten in die Pfanne und verrühren es gut, um es weitere zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen
    30 - Koriander einstreuen / Add coriander

    und noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel abzuschmecken.
    31 - Würzen / Taste

    Nachdem wir das ganze probiert und für gut befunden haben
    32 - Probieren / Try

    können wir es mit einer Portion Sour Cream, Creme fraiche oder mageren Naturjoghurt garniert servieren und genießen.
    33 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - Serviert

    Zwar erfüllten die thailändischen Ravit-Chili, die mit 100.000 bis 150.000 Scoville als eigentlich nicht gerade mild gelten, nicht ganz meine Anforderungen an die Schärfe, aber auch in seiner nun doch nicht so scharfen Form erwies sich diese Chili-Variante als sehr lecker. Das Putenhack hatte neben seiner weitaus kalorienärmeren Eigenschaft auch einen angenehm weichen Geschmack, wobei es gut mit den noch leicht bissfesten Kichererbsen und den fruchtigen Tomaten harmonierte. Das gehackte Koriander gab dem Ganzen schließlich mit die orientale Note, die wie ich fand ebenfalls gut zu der Gesamtkomposition passte. Wer keinen Koriander mag, kann diesen aber notfalls auch weglassen oder ihn z.B. durch Petersilie ersetzen.

    34 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - CloseUp

    Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht wirklich sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kam die gesamt Zubereitung auf 1100kcal, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen sogar nur 367kcal pro Portion. Damit ist diese Chilizubereitung die leichteste von allen die ich bisher ausprobiert habe. Somit ist dieses Rezept nicht nur für Leute die keine Bohnen vertragen – denn ursprünglich war es wohl für diese Personengruppe vorgesehen – absolut weiterzuempfehlen. Wer kein Putenhackfleisch bekommt, kann dabei natürlich auch die gleiche Menge geschnetzelte Hühnerbrust verarbeiten, das sollte geschmacklich letztlich keinen großen Unterschied machen.

    In diesem Sinne: Guten Appetit

    Hühnchen orientalisch mit Zimt & Mandeln [04.03.2011]

    Freitag, März 4th, 2011

    Zwar stand mit dem Gebackenen Hokifilet mit leichter Erdnußsauce und Gemüsereis im Bereich Globetrotter ein durchaus verlockendes Fischgericht, welches ich übrigens hier schon einmal verzehrt hatte, auf der Karte stand, entschied ich mich heute dann doch lieber für das heutige Vitality-Gericht, denn Hühnchen orientalisch mit Mandeln und Zimt, dazu Weizenrisotto mit Bohnen, da dieses einfach noch etwas verlockender Klang. Ein Gericht in gleicher Form hatte ich übrigens hier schon einmal auf dem Tablett gehabt. Der traditionell-regionale Topfenstrudel mit Vanillesauce klang zwar auch recht lecker, aber ich mag mit wenigen Ausnahmen keine Süßspeisen als Mittagsgericht. Daher fielen natürlich auch die Gebackene Anans und Banane, die mit einer Art Honig serviert wurden, natürlich ebenfalls aus. Einzig das Gaeng Kaew Wa Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Auberginen und Bambussprossen in scharfem grünen Curry hätte mich noch reizen können, aber ich hatte ja gestern bereits asiatisch gegessen, daher verblieb ich bei meiner Entscheidung für das orientalische Hühnchen. Dazu nahm ich mir noch ein zuerst nicht näher beschriebenes Dessert von der Nachtisch-Theke, das mich visuell ansprach.

    Hühnchen orientalisch / Chicken breast oriental style

    Zu einem annehmbar großen, saftigen und zarten Stück Hühnchenfleisch fanden sich eine mit ihrer Würzung, u.a. mit Zimt, tatsächlich orientalisch angehauchte Gemüsemischung aus Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Tomaten, schwarzen Oliven und einigen Mandelsplittern. Ich sortierte um ehrlich zu sein die Oliven, von denen sich auch nur zwei Stück in der Mischung fanden, aus und legte sie zur Seite – ich mag ihren Geschmack noch immer nicht wirklich. Als Sättigungsbeilage fand sich die als Weizenrisotto bezeichnete Mischung aus gekochtem Weichweizen und einigen Kidneybohnen. Hier hätte ich mir aber vielleicht etwas mehr Bohnen gewünscht, beim letzten Mal war man hier großzügiger gewesen. Insgesamt aber ein durchaus gelungenes Gericht, das mit 543kcal auch für den kalorienbewussten Kantinenesser zufrieden stellte. Der Nachtisch erwies sich als Rest der Mintcreme die ich bereits gestern probiert hatte. Man hatte die Schokostreusel offensichtlich mit eingerührt und das ganze noch mit einer Himbeere und etwas Himbeersauce garniert. Hätte jetzt aus dem Stehgreif nicht gesagt dass diese beiden Dinge zusammen passen, aber ich fand es doch ganz schmackhaft, auch wenn die Mintcreme nicht mehr ganz so fluffig wie gestern war. Aber auch hier insgesamt absolut in Ordnung. Hier hätte ich dann vielleicht doch lieber bei der Mousse aus weißer Schokolade zugreifen sollen.
    Bei der Allgemeinheit der Kantinenbesuscher lag meiner Meinung nach das Hokifilet heute noch etwas höher in der Gunst und belegte so heute knapp vor dem orientalischen Hühnchen und kam somit auf den ersten Platz. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und schließlich der Topfenstrudel. Ich hätte dem Hühnchen ja eher den ersten Platz gegönnt, aber meine Beobachtungen der Tische und der Tabletts in den Sammelwagen ließen mich zu einem anderen Ergebnis kommen.

    Mein Abschlußurteil:
    Hühnchen: ++
    Orientalischer Gemüsemix: ++
    Weizenrisotto mit Bohnen: ++
    Mintcreme mit Himbeere: +

    Hühnchen orientalisch mit Mandeln & Zimt [10.09.2010]

    Freitag, September 10th, 2010

    Zwar reizte mich das „Krao Pad – Gebratener Reis mit Frühlingszwiebeln, Ei und frischem Gemüse in Sojasauce“ oder das „Moo Pad Brai Kraprao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und Thai-Basilikum“ aus der Asia-Ecke durchaus, jedoch entdeckte ich in der regulären Küche etwas, das einen umso größeren Reiz auf mich ausübte. Natürlich bestand das heutige Angebot dort wieder aus der bereits zur Gewohnheit gewordenen freitäglichen Dreiergespanns aus Geflügel, Fisch und Süßspeise – heute manifestiert in Form eines „Gebackenen Pangasiusfilet mit Kartoffelsalat und Remouladensauce“ im Bereich Globetrotter, einem „Topfenstrudel mit Vanillesauce“ bei den traditonell-regionalen Speisen und schließlich einem „Hühnchen orientalisch mit Mandeln und Zimt, dazu Weizenrisotto mit Bohnen“ bei Vitality. Und genau dieses orientalische Hühnchen reizte mich heute, denn es klang interessant und meines Wissens gab es so etwas hier bisher noch nicht. Also stand hier meine Wahl fest – und zum Abschluß der Woche gönnte ich mir außerdem Ausnahmsweise auch mal eine kleines Dessert in Form einer Vanillecreme.

    Zimt-Mandel-Hähnchen / Cinnamon almond chicken

    Von der Bezeichnung her wäre ich eigentlich davon ausgegangen, dass man das Hühnchen selbst mit Zimt und Mandeln mariniert hätte, doch diese Vermutung war wie man am Bild erkenne kann weit gefehlt. Viel mehr bestand das Gericht aus einem annehmbar großen Stück unbehandelter Hähnchenbrust. Dazu gab es eine Portion Weizenrisotto, welches mit Kidneybohnen versehen war und schließlich eine pikante Gemüsemischung aus Tomaten, Zucchini, Zwiebel sowie Mandeln und schwarzen Oliven, die zusätzlich mit Zimt gewürzt war. Ich hatte ja eher so etwas wie damals hier im Café Quirinus erwartet, aber auch diese Zusammenstellung erwies sich als recht gelungen. Gut, schwarze Oliven gehören nicht wirklich zu meinen Favoriten und ich muss zugeben dass ich sie fast ausnahmslos aussortierte – aber am Rest gab es eigentlich nichts auszusetzen. Weizenrisotto, was ja eigentlich Weich- bzw. Zartweizen ist, wird hier in Deutschland gerne auch einfach nach dem größten, wenn nicht sogar einzigen Anbieter Elbly genannt, gibt es meiner Meinung eigentlich viel zu selten als Sättigungsbeilage. Ich selbst habe meine ersten Erfahrungen ja auch erst hier in dieser Kantine gemacht und habe es inzwischen durchaus als Alternative zu Reis oder Kartoffeln entdeckt. Leider bin ich ja noch nicht dazu gekommen, selbst einmal was damit zu kochen, aber das werde ich bei Gelegenheit nachholen. Mit 534kcal oder 14 WW ProPoints erwies sich das ganze auch als angenehm leicht – daher war auch der kleine Becher angenehm luftiger Vanillecreme – er war ja nicht größer als 100g schätze ich – durchaus noch drin.
    Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste belegte heute aber eindeutig das panierte Pangasiusfilet mit Kartoffelsalat als beliebtestes Gericht. Auf dem zweiten Platz folgten heute wohl die Asia-Gerichte und auf dem Dritten dann das orientalische Hühnchen. Die Süßspeise sah ich als Hauptgericht nur vereinzelt, aber einige Leute hatten wie üblich zusätzlich noch als Nachtisch gewählt. Auch wenn die Zubereitung für ein Zimthähnchen eher ungewöhnlich erschien, war ich mit meiner Entscheidung letztlich sehr zufrieden. Bleibt nur zu hoffen dass es so etwas häufiger mal gibt – inzwischen hat sich ja leider eine gewisse Regelmässigkeit bestimmter Gerichte etabliert. Dabei bin ich ja schon ein Freund der Abwechslung und freue mich über jedes neue Gericht dass man hier in der Kantine mal ausprobiert.

    Mein Abschlußurteil:
    Hühnchen: ++
    Gemüsemix mit Zimt und Mandeln: ++
    Weizenrisotto (Weichweizen) mit Bohnen: ++

    Orientalischer Linseneintopf [18.03.2010]

    Donnerstag, März 18th, 2010

    Als ich von meiner heutigen Schulung die Kantine betrat, sah ich sie bereits auf vielen Teller anderer Gäste in verschiedenen Verzehrzuständen ruhen: Die „Gegrillte Schweinshaxe’n mit Kartoffelknödel und Biersauce„, die heute das Angebot bei den traditionell-regionalen Speisen war. Aber auch das „Rinderhacksteak mit Kartoffelwedges“ aus dem Bereich Globetrotter war recht häufig vetreten. An der Asia-Theke bot man „‚Nudeln Spezial‘ – Nudeln gebraten in Spezial Sauce nach Canton Art“ oder „Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten in Gemüse in Kokosmilchsauce“ an. Aber meine Wahl fiel dann trotz all dieser Leckerein dennoch auf den „Orientalischen Reis-Linsen-Eintopf mit Fladenbrot„, ein vegetarisches Gericht, welches bei den Vitality-Gerichten angeboten wurde. Mit 490kcal bei 12g Fett ein leichtes Mittagessen, das mich bei der auch am Nachmittag weiter gehenden Schulung nicht so sehr belasten würde wie eine fette Schweinshaxe. Da konnte ich mir ohne schlechtes Gewissen auch noch den Pumpernickel-Pudding als Nachtisch gönnen.

    Orientalischer Linse-Reis-Eintopf / Oriental Lentil Rice Stew

    Eine wirklich vorzügliche Wahl wie ich bereits nach dem ersten Bissen feststellen durfte. Das Eintopfgericht, das außer mit Linsen und Reis auch mit Staudensellerie, Paprika, Karotten und weiteren Gemüsesorten zubereitet war, erwies sich als angenehm scharf und sehr lecker. Es geht auch mal ohne Fleisch – eine Tatsache die ich heute erneut bestätigt sah. Und nach dem Gyros mit Pommes von gestern auch sehr vernünftig. Beim Fladenbrot handelte es sich um eine helle Variante mit Sesamkörnern, die zwar nicht frisch gebacken, dafür aber frisch aufgetoastet und noch warm war. Es eignete sich wunderbar um die Reste aus dem Rasch geleerten Teller zu klauben. Und auch beim Nachtisch was ich sehr zufrieden, sieht man einmal von der bereits stark eingetrockneten halben Scheibe Kiwi ab, die oben als Verziehrung aufgebracht war. Unter einer Schicht von Waldbeeren fand sich eine weitere Schicht Vanillepudding und ganz unten schließlich eine Schicht leicht nach Alkohol schmeckenden Flüssigkeit, in die einige Stücke von Pumpernickel – dunklem Vollkornbrot aus Roggenschrot – eingelegt waren. Ein eher ungewöhnlicher Nachtisch – zumindest nach meinem Empfinden – aber geschmeckt hat er alle mal.
    Dass die Schweinshaxe heute natürlich der Renner unter den Gästen war, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Ihm dicht auf den Fersen war aber schon das Rinderhacksteak, gefolgt von den Asia-Gerichten. Aber auch der Linsen-Reis-Eintopf fand nicht wenige Freunde, alleine an meinem Tisch hatten drei Personen diese Speise gewählt und auch sonst sah ich einige, die sich dieses wirklich vorzügliche Gericht schmecken ließen. Ob das natürlich nun wirklich „Orientalisch“ war sei mal so dahin gestellt, aber ich habe meine Wahl zu keinem Zeitpunkt bereut.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsen-Reis-Eintopf: ++
    Fladenbrot: ++
    Pumpernickel-Pudding: ++