Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen, Preisselbeerbirne & gebratenen Serviettenknödel [18.09.2017]

Diese Woche scheint man in unserem Betriebsrestaurant so eine Art Bayern-Special anlässlich des am Wochenende gestarteten Oktoberfests durchzuführen und jeden Tag ein noch typischeres regionales Gericht in im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte anbieten zu wollen. Den Anfang machte heute ein Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen,Preisselbeerbirne und gebratenen Serviettenknödel, der mir auch gleich auf Anhieb sehr zusagte. Obwohl die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter auf sehr verlockend waren, während mich die Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfelwürfel bei Vitality und die Asia-Thai-Angebote wie Pho Pard Thord – Knusprige vegetarische Frühlingsrollen oder Gai Pad Bai Krapao – Gebratenes Hähnchenfleisch mit Chilli frischem Gemüse und grüner Thaiycurrysauce nicht sonderlich interessierten. Zum Hirschgulasch gesellte sich noch ein Schälchen grüner Bohnen aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke auf mein Tablett.

Braised venison goulash with chestnuts, cranberry pear & fried dumplings / Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen,Preisselbeerbirne & gebratenen Serviettenknödel

Die grünen Bohnen waren natürlich nicht mehr ganz heiß, dafür aber recht knackig, gut gewürzt und nicht zu zerkocht. Eine durchaus passende Gemüsebeilage zu der großzügigen Portion des etwas süßlich aromatisierten Hirschgulaschs mit seiner dickflüssigen Sauce, seinen leicht mürbe geschmorten Fleischstücken und den kleinen Maronen. Die Serviettenknödel hätten für meinen Geschmack noch ein klein wenig knuspriger gebraten sein können, aber gaben auch so keinen Anlass zu irgendwelcher Kritik. Und natürlich durfte die bei Wildgerichten traditionell übliche mit Preiselbeeren garnierte Dosenbirne nicht fehlen. Ein sehr gelungenes Gericht, ich war sehr zufrieden.
Obwohl der Hirschgulasch mit 3,50 Euro (reduzierter Mitarbeiterpreis) nicht sonderlich teurer als die anderen Gerichte waren, hatte ein großer Teil der anderen Gäste heute dann doch eher den Spaghetti Bolognese der Vorzug gegeben und ihnen somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Der Hirschgulasch folgte aber auf einem guten zweiten Platz. Die Asia-Gerichte belegten schließlich Platz drei und die Schupfnudelpfanne kam leider nur auf den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Serviettenknödel: ++
Preiselbeerbirne: ++
Grüne Bohnen: ++

Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen [24.11.2016]

Auch heute gab es mit einem Saftigen Hirschgulasch mit Preisebeerbirne, Rosenkohl und gebratenen Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region ein Wildgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Aber es gab einige interessante Alternativen, wobei ich vor allem die Gebratene Maispoularde mit Meerretichspinat, Pfifferlingrahmsauce und Tagliatelle bei Globetrotter, das meine Aufmerksamkeit erregte. Das Hausgemachte Rösti mit Ratatouille und Sauce Bernaise bei Vitality war auch relativ interessant, aber ich nahm es ebenso wenig in die nähere Auswahl wie das Zusatzangebot in Form einer Lasagne Bolognese oder die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce bzw. Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassoße. Da das Gulasch mit 4,50 Euro nicht erheblich teurer als die regulären Gerichte, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Angebot – und das obwohl die Warteschlange hier am längsten war. Aber was tut man nicht alles für ein leckeres Mittagsmahl.

Juicy venison goulash with cranberry pear, brussels sprouts & fried dumplings / Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen

Das Gulasch war auf jeden Fall schon einmal sehr gut gelungen, denn das Fleisch war tatsächlich wie angekündigt wunderbar saftig und die cremige, dickflüssige Sauce war angenehm würzig. Und auch am knackigen Rosenkohl gab es nichts auszusetzen. Die halbe Dosenbirne mit ihrer Garnitur aus Preiselbeermarmelade war mit ihrer Süße eine gelungene Ergänzung zum Gulasch. Einzig die Serviettenknödel ließen ein wenig zu Wünschen übrig, denn sie waren relativ hart gebraten und bereits etwas abgekühlt. Dazu sei aber auch gesagt, dass ich hier das Pech hatte, die letzten Reste aus einer Schale bekam, kurz bevor eine neue Ladung aus der Küche eintraf. Das ist Zufall, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. In der Summe aber dennoch ein überaus gelungenes Gericht, mit dem ich sehr zufrieden war.
Wie aufgrund meiner Anmerkung mit der langen Schlange vielleicht bereits denkbar war, lag das Hirschgulasch auf auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Auf dem zweiten Platz folgte die Maispoularde, den dritten Platz konnten die Asia-Gerichte für sich einnehmen. Die Lasagne sah ich auf Platz vier liegen und mit knappen Abstand dahinter folgte schließlich der vegetarische Röste mit Ratatouille auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeerbirne: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: +

Wildschweingulasch mit Preiselbeerbirne & Kräuterspätzle [12.02.2015]

Heute reizten mich eigentlich gleich alle drei Angebote des westlich-orientierten Teils der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant, denn sowohl der Wildschweingulasch ,ot Preiselbeerbirne und Kräuterspätzle bei Globetrotter als auch das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Kartoffel-Gurkensalat bei Tradition der Region und die Spaghetti mit Balsamicolinsen bei Vitality besaßen ihre Vorzüge, während die Asia-Thai-Angebote wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce da nicht mithalten konnten. Und von den Resten der Paella von gestern, über die ich ja bereits berichtet hatte und die man heute als zusätzliches Sonderangebot auf die Karte gesetzt hatte, brauchen wir gar nicht zu reden. Letztlich waren es Kleinigkeiten wie die Tatsache dass man die Balsamicolinsen dieses Mal ohne Ruccola servierte und dass das Schnitzel ein wenig trocken aussah, die mich dazu bewogen beim Wildschweingulasch zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke und ein kleines Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Wild boar goulash with herb spaetzle / Wildschweingulasch mit Kräuterspätzle

Beim Gulasch gab es leider gleich einen Kritikpunkt, denn man hatte das Fleisch nur sehr grob in riesige, unregelmäßige Stücke geschnitten und wohl auch dadurch war leider nicht besonders viel Wildschwein in der großen Menge an Sauce die man mir auf den Teller getan hatte. Da halfen auch die paar Champignon-Stücke, die sich ebenfalls in der Sauce fanden, wenig. Aufgrund der Tatsache dass das Fleisch aber schön mager und zart war und die Würzung der Sauce sich als überaus gelungen erwies, will ich hier dennoch – gerade mal – noch mal ein Auge zudrücken. Bei den Spätzle vermisste ich außerdem ein wenig die versprochenen Kräuter, sieht man einmal von der darüber gestreuten Petersilie ab, aber da es sonst auch hier nichts zu kritisieren gab, will ich hier ebenfalls mal nicht so sein. An der mit einer großzügigen Portion Preiselbeeren garnierten Dosenbirne – einer klassischen Beilage zu Wildgerichten gab es aber nichts auszusetzen, ebenso wenig an dem für von einer Warmhaltetheke stammenden Gemüse noch angenehm frischen und knackigen Mix aus Erbsen und Möhren oder dem nicht zu süßen Grießbrei samt seiner Garnitur aus roter Grütze mit vielen Fruchtstücken, Melone, Sahne und Pistaziensplittern. Mit Sicherheit kein perfektes Mittagsessen, aber doch ein mehr als nur akzeptables.
Die anderen Gästen hatten zwar, wie ich es auch nicht anders erwartet hatte, am etwas häufiger beim Schweineschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat zugegriffen, weswegen diesem Gericht ohne Frage der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen muss, aber der Abstand zum Wildschweingulasch auf Platz zwei war nicht allzu groß. Die Asia-Gerichte belegten schließlich den dritten Platz und Platz vier teilten sich Paella und Spaghetti mit Balsamico-Linsen.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++ (aber nur gerade so)
Spätzle: ++
Preiselbeerbirne: ++
Erbsen & Möhren: ++
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne & Butterspätzle [22.10.2014]

Normalerweise esse ich am Mittwoch zwar das traditionell an diesem Tag angebotene Fischgericht, doch das Seelachsfilet mit Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasamin-Duftreis bei Vitality konnte heute nicht mit dem in der Sektion Tradition der Region angebotenen Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne und Butterspätzle mithalten. Das Griechische Gyros mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot bei Globetrotter und die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Zum Hirschgulasch nahm ich mir noch ein Schälchen gedünstetes Broccoligemüse von der Gemüsetheke und einen kleinen Becher Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Venison goulash with cowberry pear & butter spaetzle / Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne & Butternudeln

Warum es sich hier nun um einen “Edelgulasch” handelte, erschloss sich mir zwar nicht ganz, auch wenn es an der würzigen Zubereitung aus zahlreichen zarten Hirschfleisch-Würfeln in ihrer dunklen, würzigen Sauce auf der anderen Seite auch nichts auszusetzen gab. Über den einzelnen kleinen Knorpel den ich in einem der Stücke entdeckte sehe ich mal großzügig hinweg, so etwas kann passieren. Die Menge war aber leider nicht sehr gut auf die überaus großzügige Portion der Spätzle abgewogen, hier hätte etwas mehr Gulasch nicht geschadet. Dazu passte die halbe Dosenbirne mit Preiselbeergelee als traditionelle Beilage natürlich perfekt. Das Broccoli konnte zwar mit einer leichten Knoblauchnote aufwarten, was ich sehr lecker fand, war aber auf der anderen Seite wohl etwas lange gedünstet und dadurch leicht matschig geworden. Daher muss ich hier etwas in der Endnote abziehen. Dafür gab es am Dessert in Form eines cremigen Erdbeerpuddings aber nichts auszusetzen. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung nicht, am heutigen Mittwoch mal vom sonst üblichen Fischgericht abzuweichen.
Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass der Hirschgulasch mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern kann, doch ich hatte nicht mit dem großen Zuspruch der anderen Gäste für das Gyros gerechnet. Letztlich erschien es mir sogar, dass das Gyros mit einem Vorsprung von nur einer Haaresbreite Platz eins erreichte und den Gulasch somit auf einen guten zweiten Platz verdrängte. Und auch bei Platz drei gab es eine Überraschung, denn der Seelachs im Pfirsich-Ingwer-Sud erschien mir entgegen der Erwartung heute noch etwas beliebter als die Asia-Gerichte, so dass der Fisch sich den dritten Platz sichern konnte und die die Gerichte von unserer Wok-Theke heute nur einen guten vierten Platz belegten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Butterspätzle: ++
Preiselbeerbirne: ++
Broccoli: +
Erdbeercreme: ++

Hirschbraten mit Wacholderrahmsauce & Mandelkroketten [20.11.2012]

Mein erster Blick galt heute dem Angebot bei Vitality, wo heute Spaghetti al limone con ricotta auf der Speisekarte stande, einem Gericht, das ich hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Aber neben den ebenfalls sehr verlockenden Asia-Gerichten wie Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder Pad Pla Muek – Gebratener Tintenfisch mit frischem Gemüse und Pilzen in Fischsauce hatte man vor allem in der regulären Küche zwei Angebote aufgefahren, die ich unmöglich ablehnen konnte. Gut, bei der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites in der Abteilung Globetrotter gelang es mir aufgrund der voraussichtlich sehr hohen Kalorienwerte dann doch, aber bei einem Hirschbraten in Wacholderrahmsauce mit Mandelkroketten und Preiselbeerbirne bei Tradition der Region wurde ich dann schwach – Wildgerichte gibt es dann doch zu selten als dass ich hier nicht hätte zugreifen können. Da eine Gemüsebeilage im eigentlichen Angebot aber fehlte, ergänzte ich es noch mit einem Schälchen aus Erbsen, Pariser Möhren und Spargelspitzen von der Gemüsetheke.

Hirschbraten mit Wacholdersauce & Mandelkroketten / Roast venison with juniper sauce & almond coquettes

Zu einem großen, zarten Stück mageren Hirschbratens in einer herben, mit Wacholderbeer-Aroma und einigen Wacholderbeeren versetzten Rahmsauce fanden sich eine gekochte Birnenhälfte mit etwas sehr süß geratenen Preiselbeergarnitur und schließlich elf Krokettenbällchen, die aus einer mit dünnen Mandelblättchen garnierten, knusprigen Hülle umfassten Kartoffelmasse hergestellt zu sein schienen. Bis auf das Fehlen einer Gemüsebeilage, hier hätte Blaukraut oder Rosenkohl meiner Meinung nach sehr gut gepasst, ein wirklich sehr gelungenes Gericht, das ich mir glücklicherweise mit der Mischung aus Erbsen, Möhren und Spargelspitzen kombiniert hatte, die es in diesem Fall ebenfalls ihren Zweck erfüllt und an der es aus meiner Sicht ebenfalls nichts auszusetzen gab. Was die Nährwerte angeht war der Hirschbraten zwar nicht optimal, aber das war mir der eher seltene Genuss eines Wildgerichts absolut wert.
Bei dem Wettstreit um den heutigen ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala schlug sich der Hirschbraten zwar sehr gut, konnte der Currywurst mit Pommes aber dann doch nicht bestehen und belegte somit nach dieser doch nur einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich die vegetarischen Spaghetti al limone con ricotta. Hier hat die Vorliebe für Fastfood dann doch der kulinarisch eindeutig besseren Wahl leider mal wieder den Rang abgelaufen – manchmal muss ich mich wirklich fragen was die anderen Gäste zu solchen Entscheidungen bewegt. Aber beeinflussen kann ich es ja eh nicht… 😉

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Wacholderrahmsauce: ++
Mandelkroketten: ++
Preiselbeerbirne: + (weil zu deutlich süß)