Griechischer Gemüsetopf [26.04.2012]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce sowie Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce lockte, fanden sich auf der regulären Speisekarte neben Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und Gratinierten Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter auch ein Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot in der Sektion Vitality. Und genau dieser Gemüsetopf sagte mir heute am meisten zu, natürlich auch weil er versprach mit 534 kcal angenehm leicht zu sein. Also holte ich mir dieses Angebot auf mein Tablett und ergänzte es noch durch eine Schale Fruchtsalat als Nachtisch.

Griechischer Gemüsetopf

Zuerst erschien mir die Portion recht klein, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise aufgrund des recht großen Behältnisses. Die bunte Mischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Broccoli, Auberginen, Zucchini und natürlich – um es griechisch zu machen – schwarzen Oliven und Schafskäse mit angenehm geringer, aber ausgewogener Menge Flüssigkeit erwies sich als angenehm würzig, schmackhaft und sättigend. Ich was sehr zufrieden mit diesem leckeren Eintopf. Einzig bei dem mit reichlich Sesamkörnern garnierte Stück Fladenbrot musste ich einen kleinen Abzug geben, da es sich hier eindeutig um aufgetoastete Ware handelte die an den Ecken und Rändern zumal recht hart geworden war. Die Schale Fruchtsalat aus Apfel, Melone, Ananas und Birne war, gab aber trotz eindeutiger Apfellastigkeit keinerlei Grund zur Kritik – sie erwies sich als angenehm lecker und frisch und erfüllte somit alle daran gestellten Erwartungen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute aber die Nürnberger Rostbratwürstel meinem Meinung Eindrucks nach am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei landeten schließlich die Asia-Gerichte, gefolgte von den Canneloni auf Platz drei, die aber nur mit knappen Vorsprung vor dem für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Griechischen Gemüsetopfes. Ich hatte die Canneloni ja eher höher platziert erwartet, aber hier hatte das Kantinenpublikum zumindest während meines Aufenthaltes anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: +
Obstsalat: ++

Osso Bucco – Geschmorte Kalbsbeinscheibe [17.04.2012]

Heute fand sich im Bereich Globetrotter mit “Osso Bucco” – Geschmorte Kalbsbeinscheibe mit Rosmarinkartoffeln ein Gericht auf der Speisekarte, das ich weder seit Beginn meiner hiesigen Aufzeichnungen noch irgendwann früher je zuvor probiert oder verzehrt hatte. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen – da konnten auch weder die Spiralnudeln in Paprikaragout bei Vitality, welche noch zusätzlich mit frische Ruccola garniert worden waren, noch das traditionell-regionale Hähnchen Cordon-Bleu mit Zitronenscheibe und Pommes frites oder die Asia Thai Angebote wie Nudel Spezial – Nudeln gebraten in Spezial Sauce nach Canton Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce meine Entscheidung für die Kalbsbeinscheibe ändern. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Mischgemüse als zusätzliche Beilage.

Osso Bucco - Geschmorte Kalbsbeinscheibe mit Rosmarinkartoffeln / Veal shank roast with rosmary potatoes

Meine Recherche zeigte mir, dass man unter Osso Bucco oder Ossobucco alla milanese eine Kalbshaxe nach Mailänder Art, ein italienisches Schmorgericht verbirgt. Dabei wird die Kalbshaxe in der Originalzubereitung quer zum Knochen in etwa vier Zentimeter geschnitten, in Mehl gewendet und von allen Seiten in Butter angebraten um anschließend für zwei Stunden in Weißwein oder Fleischbrühe gar geschmort. Anschließend wird Gremolata, eine feingehackte Mischung aus Petersilie, Rosmarin, Knoblauch und Zitronenschale hinzugefügt, alles noch etwa zehn Minuten weitergekocht und sehr heiß serviert. (Quelle: Wikipedia)
Was das Aussehen sowie Geschmack der Beinscheibe und der Gremolata, also die Sauce, anging, gab es schon mal nichts auszusetzen. Die mit Möhren versehene Sauce erwies sich als angenehm würzig und was die Gewürze angeht ziemlich nah an der Originalzubereitung zu sein. Einzig die Fleischmenge im Vergleich zur Größe des Knochenstücks ließ etwas zu wünschen übrig, was ich aber nicht negativ in die Wertung einfließen lassen möchte. Zumal noch angenehm viel Knochenmark im Zentrum zu finden war.

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Bei der Sättigungsbeilage wurde ich aber etwas enttäuscht, denn die kleinen, in Schale gemeinsam mit etwas Rosmarin gekochten Kartoffeln erwiesen sich innen als extrem weich und fast breiartig. Ich vermute mal dass sie einfach für ihre Größe zu lange gekocht worden sind. Geschmacklich waren sie aber mit einer Ausnahme in Ordnung, aber extrem weiches Gemüse in Schale assoziiere ich einfach mit verdorbener oder überreifer Waren, daher kann ich da unmöglich eine volle Punktzahl geben. Und auch beim bunten Gemüsemix aus Möhren, Erbsen, Bohnen, Zucchini, Blumenkohl und Schwarzwurzeln kommt es zu Abzügen, da es bereits länger an der Gemüsetheke warm gehalten und dadurch ebenfalls leicht matschig geworden war. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung dennoch nicht, denn mit dem Osso Bucco hatte ich mal wieder eine interessante Abwechslung im sich doch häufiger wiederholenden Angebots des Betriebsrestaurants gefunden. Verbessert man noch die Sättigungsbeilage etwas, könnte ich mir durchaus vorstellen hier häufiger zuzugreifen.
Den ersten Platz der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte heute aber, ganz wie es zu erwarten gewesen war, das Hähnchen Cordon Bleu mit Pommes Frites mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten. Um den zweiten Platz lieferten sich die Asia-Gerichte und das Osso Bucco ein enges Rennen, welches die Kalbsbeinscheibe meiner Meinung nach knapp für sich entscheiden konnte. Nach den asiatischen Gerichten auf Platz drei folgte, für ein vegetarisches Gericht sehr knapp hinter den anderen Angeboten, schließlich die Spiralnudeln mit in Paprikaragout.

Mein Abschlußurteil:
Osso Bucco: ++
Sauce: ++
Rosmarinkartoffeln: +/-
Gemüsemix: +

Schweinegeschnetzeltes “Züricher Art” [16.04.2012]

Auch heute bot die Speisekarte mal wieder ein überaus interessantes, wenn auch nicht außergewöhnliches Angebot an verschiedenen Gerichten. Ander Asia-Thai-Theke lockte neben Asiatischen Gemüse herzhaft gebraten in Han Tai Sauce nach Shanghai Art auch noch Hao Yu Niu Rou – Gebratenes Rindfleisch mit verschiedenen Gemüsesorte in Austernsauce und ich überlegte einen Moment hier zuzuschlagen, denn die Farfalle al peperoni bei Vitality sprachen mich vom aussehen nicht so und auch für die Geschmorte Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis bei Globetrotter konnte ich mich nicht so recht begeistern. Dann aber entschied ich mich dazu, dem traditionell-regionalen Angebot, einer Portion Schweinegeschnetzeltes “Züricher Art” in Rahmsauce mit Rösti eine Chance zu geben. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Erdbeerquark von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Schweinegeschnetzeltes "Züricher Art" in Rahmsauce / Scalopped Pork à la Zurichoise

Abgesehen davon dass man hier anstatt Schwein anstatt Kalb verwendet hatte, waren auch beim Gemüse einige Änderungen im Vergleich zu der Originalzubereitung vorgenommen worden, denn neben den üblichen Champignons waren auch noch Erbsen und Möhren der – meiner Meinung nach etwas zu dünn geratenen – Rahmsauce hinzugefügt worden. Geschmacklich war das Ganze zwar ganz absolut in Ordnung, aber dennoch eindeutig Verbesserungswürdig, so dass ich Bezug auf das Geschnetzelte keine volle Punktzahl geben kann. Die heißen, außen angenehm knusprigen Rösti-Taler gaben hingegen keinerlei Grund zur Kritik, ebenso wenig wie der mit einigen Erdbeeren und einer Schoko-Keks-Stange versehene Erdbeerquark, der einen leckere Abschluss des heute zwar guten, aber nicht ganz so perfekten Mittagsmahl bot.
Dennoch erwies sich bei Betrachtung der anderen Tabletts, dass das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit klar erkennbaren Vorsprung den ersten Platz der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte die Hähnchenkeule mit Paprikasauce und erst auf Platz drei schließlich die Asia-Gerichte. Die Farfalle al peperoni belegten schließlich den vierten Platz. Mich hätte im Nachhinein noch interessiert ob die anderen Gäste die ebenfalls nicht so ganz vom Geschnetzelten überzeugt waren oder nicht – habe aber nicht daran gedacht zumindest an meinem Tisch mal vorsichtig zu fragen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinegeschnetzeltes “Züricher Art”: +
Röstis: ++
Erdbeerquark: ++

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln / Meat loaf with vegetables & potatoes

Saftiger Hackbraten mit würziger Sauce, Erbsen- & Möhrengemüse und Salzkartoffeln – kein typischer Ostersonntags-Gericht, aber eine sehr leckere Kombination die sich auch leicht vorbereiten lässt. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit unserer diesjährigen Wahl.

Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree [02.04.2012]

Zum Beginn der ersten Aprilwoche erwies sich das Angebot in unserem Betriebsrestaurant mal wieder recht durchwachsen. Das Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry von der Asia-Thai-Theke klangen zwar ganz gut, aber irgendwie war mir heute (mal wieder) nicht nach Asiatischem. Also wandte ich meinen Hauptaugenmerk der regulären Küche zu, wo ich im Bereich Vitality Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout, bei Tradition der Region Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree und bei Globetrotter schließlich Tortellini in Schinkensahnesauce auf der Speisekarte vorfand. Tortellini hatte ich erst vor kurzem gehabt und das vegetarische Curry-Möhrenragout sprach mich visuell nicht an – also entschied ich mich wider besseren Wissens für das kalorientechnisch wohl ungünstigste Gericht: Das Fleischpflanzerl in Pilzrahmsauce. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Erbsen von der Gemüse- und ein Becherchen nicht näher definierten Nachtischs von der Dessert-Theke.

Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree / Meat beall with mushroom cream sauce & mashed potatoes

Das Beste am ganzen Gericht war wohl eindeutig das würzige, mit reichlich aber nicht zu vielen Zwiebeln gebratene Fleischpflanzerl, welches sich als angenehm groß und saftig erwies. Die Pilzrahmsauce war zwar geschmacklich in Ordnung, ihnen fehlten aber größtenteils die im Namen erwähnten Pilze. Insgesamt hatte ich vielleicht drei bis vier Bruchstückchen drin, das erschien mir eindeutig etwas wenig. Und auch das Kartoffelpüree entpuppte sich ein weiteres Mal recht eindeutig als Pulver-Püree, denn es war recht dünnflüssig und ohne größere Kartoffelstückchen. Ich sollte wirklich nur bei so etwas zuschlagen wenn der Begriff “Kartoffelgestampftes” auf der Speisekarte verwendet wird, denn dann finden sich auf jeden Fall auch größere Kartoffelstücke darin – was ich als Hinweis auslege dass hier echte Kartoffeln und nicht nur ein Pulver verwendet wurden. Den Erbsen, die man wohl mit etwas milden Zwiebeln gekocht hatte, merkte man visuell zwar an dass sie warm gehalten worden waren – sie wirkten etwas eingefallen – aber hier möchte ich auf Bewertungsabzüge verzichten da sie geschmacklich absolut einwandfrei waren. Bei Dessert schließlich hatte ich dann aber mal einen Glücksgriff getan, denn es entpuppte sich als Kirschgelee mit ganzen Früchten und Birnenwürfeln auf lockerem, nicht zu süßen Vanillemousse, ein Nachtisch den man hier nicht alle Tage erhält.
Die Erstellung einer allgemeinen Beliebtheitsskala unter den anderen Kantinengästen fiel mir heute recht schwer, da die Vorlieben recht durchwachsen waren. Beim ersten Hinsehen sah es zuerst so aus als würden die Tortellini den ersten Platz belegen, aber bei genauerem Hinsehen wurden diese dann doch vom Fleischpflanzerl überholt, so dass ich der Frikadelle mit Kartoffelpüree letztlich den ersten Platz einräumen musste. Auf einem knappen zweiten Platz folgten dann aber schon die Tortellini, die wiederum auch eng von den Asia-Gerichten auf Platz drei gefolgt wurden. Der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout kam schließlich auf Platz vier. Abgesehen davon dass ich es nicht so eng erwartet hatte, entsprach die Platzierung letztlich aber dann doch der aus meinen Erfahrungen resultierenden Prognose. Einzig bei den mittleren beiden Plätzen war ich mir nicht ganz sicher gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Pilzrahmsauce: +
Kartoffelpüree: +
Erbsen: ++
Vanillemousse mit Kirschen & Birnen: ++