Posts Tagged ‘Pfannkuchen’

Reiberdatschi mit Apfelmus [08.07.2016]

Friday, July 8th, 2016

Während die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce heute nicht für mich in Frage kamen, hätte ich mit sowohl mit dem Japanischen Ingwersteak mit Honigkarotten und Reis bei Vitality als auch mit dem Gebackenen Seelachsfilet mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter leben können – typische Angebote unseres Betriebsrestaurants für einen Freitag. Doch kurz entschlossen entschied ich mich dazu, heute mal bei der Süßspeise aus dem Bereich Tradition der Region zuzugreifen, denn heute standen dort Reiberdatschi mit Apfelmus auf der Speisekarte und ich verspürte irgendwie Lust darauf. Auf Gemüse, Salat oder ein Dessert verzichtete ich aber logischerweise, garnierte mit die Kartoffelpuffer noch zusätzlich mit der dazu bereit stehenden Zucker-Zimt-Mischung.

Potato pancakes with apple puree / Reiberdatschi mit Apfelmus

Während das Apfelmus sich als angenehm fruchtig und nicht zu süß erwies, musste ich bei den Reiberdatschi leider einige Kritikpunkte anbringen. Damit dass sie bereits etwas abgekühlt waren, hätte ich vielleicht leben können, aber außerdem erwiesen sie sich – beides wohl durch das längere Lagern in der Warmhaltethele – auch als etwas matschig. Zum Glück waren sie was den Geschmack angingen absolut in Ordnung, nur die Konsistenz ließ eben zu wünschen übrig, daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. Das hatte ich hier schon besser erlebt.
Bei den anderen Gästen lag heute natürlich, wie nicht anders zu erwarten, das Seelachsfilet mit deutlichem Vorsprung am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erobern. Auf Platz zwei folgte das Ingwersteak, den dritten Platz belegten die Reiberdatschi und knapp dahinter auf dem vierten Platz kamen schließlich die Asia-Thai-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Reiberdatschi: +
Apfelmus: ++

Hähnchenbrust im Reibekuchenmantel – Reloaded

Tuesday, December 16th, 2014
Chicken coated in potato pancakes / Hähnchen im Reibekuchenmantel - reloaded

Heute gab es noch mal Reste, dieses Mal in Form von Hähnchenbrust im Reibekuchemantel und Buttergemüse. Auch dieses Gericht eignet sich wunderbar zum Aufbewahren und späteren Verzehr. Das einzige was mit auffiel war, dass der Reibekuchen nach der Aufbewahrung im Kühlschrank und dem erneuten aufwärmen machen ziemlich leicht vom Fleisch löste, aber das störte nur wenig beim Verzehr.

Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli & Paprikasauce [16.09.2014]

Tuesday, September 16th, 2014

An den Asia-Wok-Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Pad Pieew Wan – Seelachs gebacken mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce hatte ich heute kein Interesse und das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Reis bei Tradition der Region sah wie ich fand etwas langweilig aus. Aber das Pasta Buffet “All you can eat” mit verschiedenen Saucen und Beilagen bei Globetrotter klang ebenso interessant wie die Hausgemachten Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli und Papriksauce bei Vitality. Und wäre es die Schlange vor dem Pasta-Buffet, zu dem es auch knusprige Hähnchenflügel und Bratwurstbällchen gab, nicht so lang gewesen, hätte ich bestimmt dort zugegriffen. So aber entschied ich mich doch für die altbewährten Kartoffel-Zucchinipuffer. Dazu gesellte sich noch ein Beerenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli & Paprikasauce / Potato zucchini pancakes with broccoli & bell pepper sauce

Fangen wir heute mal mit der schlechtesten der Komponenten an: dem Broccoli. Denn dieses war nicht nur weitgehend abgekühlt, sondern leider scheinbar auch nicht lang genug gedünstet bzw. blanchiert. Es war zwar noch essbar, aber leider weit entfernt von einer perfekten Gemüsebeilage. Die beiden großen, knusprigen Pfannkuchen aus Kartoffeln und Zucchini, wobei Kartoffeln hier wohl überwogen, gaben aber ebenso wenig Grund zu weiterer Kritik wie die fruchtige Sauce aus Paprika und Tomaten. Auch ohne Fleisch ein sehr leckeres, wenn natürlich auch einfaches Mittagsgericht. Und auch am cremigen, mit vielen Fruchtstücken Beerenpudding, der mit reichlich Sahne und einigen frischen Johannisbeeren garniert war, gab es nichts zu meckern.
Auch wenn die zu Beginn erwähnte Schlange am Pasta-Buffet recht lang gewesen war, erschien es mir beim Betrachten der anderen Tabletts dennoch so als würde sich letztlich doch das Schnitzel “Zigeuner Art”, das sich mit einem winzigen, aber dennoch deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Erst auf Platz zwei folgte knapp dahinter die Nudeln, Saucen und Fleischbeilagen aus dem Pasta-Buffet. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und erst auf Platz vier folgten schließlich die Kartoffel-Zucchinipuffer.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Zucchinipuffer: ++
Broccoli: +/-
Paprika-Tomatensauce: ++
Beerenpudding: ++

Reiberdatschi mit Apfelmus [05.09.2014]

Friday, September 5th, 2014

Zwar sahen sowohl die Hähnchenbrust aus dem Ofen auf provenzialische Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln im Abschnitt Vitality als auch das Picatta vom Seelachs mit Tomatensugo und Tagliatelle bei Globetrotter überaus verlockend aus und auch mit dem Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry das neben den für Freitag üblichen Gebackenen Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, hätte ich leben können. Aber entgegen meiner üblichen Tradition hatte ich heute mal Appetit auf die 4 Stück Reiberdatschi mit Apfelmus die heute bei Tradition der Region angeboten wurden. Gemüse hätte dazu ebenso wenig gepasst wie ein Dessert, daher sah mein Tablett im Vergleich zur den vorhergehenden Tagen mal eher minimalistisch aus.

Reiberdatschi mit Apfelmus / Potato pankcakes with apple puree

Ich mache mir natürlich keine Illusionen darüber, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um TK-Ware handelte, die nur noch im Restaurant fertig gebacken wurden. Dennoch erwiesen sich die vier Reibekuchen als an den Rändern schön knusprig, in der Mitte noch angenehm weich und waren gut gewürzt. Gemeinsam mit dem nicht zu süßen, aber schön fruchtigen Apfelmus ergab sich ein einfaches und sehr leckeres Gericht. Einzig bei der Sättigungsdauer bzw. der Portionsgröße musste ich kleine Abstriche hinnehmen – hier hätte ein Reiberdatschi mehr nicht geschadet – aber das soll natürlich nicht in die Wertung einfließen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, sah man dass es heute das Picatta vom Seelachs war, dass sich mit kleinem, aber deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgte die provenzialische Hähnchenbrust, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und eng auf kamen schließlich die Reiberdatschi mit Apfelmus.

Mein Abschlußurteil:
Reiberdatschi: ++
Apfelmus: ++

Bärlauch-Schinken-Rösti – das Rezept

Sunday, May 6th, 2012

Von meinem Kochexperiment vom ersten Mai, dem Grünen Spargel im Kartoffel-Schinken-Mantel, hatte ich noch etwas Bärlauch übrig, das ich noch zu verwenden gedachte. Wenn man Bärlauch richtig lagert, zum Beispiel in einer geschlossenen Tupperdose, hält es sich ja ein paar Tage, aber spätestens heute musste es nun dringend verbraucht werden. Ansonsten hätte ich ihn natürlich auch einfrieren können, aber ich entschied dazu, es heute bei ein der Zubereitung von paar Bärlauch-Schinken-Röstis zu verwenden – einer leckeren und deftigen Variation eines Kartoffelröstis und die wie ich fand sehr gut gelungen waren. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier wie üblich vorzustellen:

Was brauchen wir für 2-3 Portionen?

500g Kartoffeln
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient poatoes

200g Kochschinken am Stück
02 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

einen 3/4 Bund Bärlauch
03 - Zutat Bärlauch / Ingredient bear's garlic

1 große Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Eier
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

2 EL Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

sowie Pflanzenöl zum braten
und Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Kümmel zum würzen

Beginnen wir nun damit, unsere Kartoffeln zu schälen
07 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und mit der groben Seite einer Küchenreibe grob zu zerkleinern.
08 - Kartoffeln reiben / Grate potatoes

Anschließend geben wir die so entstandenen Kartoffelmasse in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
09 - Abtropfen lassen / Drain

Während die geriebenen Kartoffeln abtropfen, schälen und würfeln wir nun die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen das Bärlauch gründlich ab und zerkleinern es
11 - Bärlauch zerkleinern / Cut bear's garlic

und würfeln schließlich auch noch den Kochschinken
12 - Schinken würfeln / Dice ham

um ihn dann kurz rundherum anzubraten.
13 - Schinken anbraten / Roast ham

Dann stellen wir ihn bei Seite und lassen ihn etwas abkühlen.
14 - abkühlen lassen / cool down

Inzwischen müssten auch unsere geriebenen Kartoffeln gut abgetropft sein. Man sollte hier nicht davor zurückschrecken, noch einmal mit den Händen zuzugreifen um mehr Flüssigkeit herauszupressen, denn wenn die Masse zu feucht ist werden die Röstis sehr instabil beim braten.
15 - Kartoffelsaft / potato juice

Das Kartoffelwasser gießen wir dann weg, spülen die Schüssel aus, trocknen sie etwas und geben die Kartoffelmasse zurück hinein. Dann schlagen wir die Eier dazu
16 - Eier aufschlagen / Add eggs

fügen Zwiebelwürfel
17 - Zwiebel addieren / Add onions

und Bärlauch hinzu
18 - Bärlauch hinzufügen / Add bear's garlic

und vermengen alles dann gründlich.
19 - Vermengen / Mix

Sind die Schinkenwürfel einigermaßen abgekühlt, heben wir auch sie unter,
20 - Schinken beigeben / Add ham

würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und – wer mag – einer Prise Kümmel
21 - Würzen / Taste

und geben schließlich das Mehl zum abbinden dazu.
22 - Mehl hinzufügen / Add flour

Zum Schluss vermengen wir alles noch einmal gründlich.
23 - Unterheben / Fold in

Dann kann es endlich ans braten gehen. Dazu erhitzen wir etwas Pflanzenöl in einer größeren Pfanne
24 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben sobald das Öl heiß genug ist einige Portionen der Kartoffelmasse hinein, die wir flach drücken
25 - In Pfanne portionieren / Put in pan

und von beiden Seiten knusprig anbraten. Dabei sollte man lieber kleinere Portionen nehmen, denn zu große Röstis neigen dazu beim ersten Wenden zu zerbrechen. Außerdem ist Vorsicht geboten, denn das Fett spritzt nicht nur, auch einzelne Stücke des Schinkens die sich von der Röstimasse gelöst haben springen regelrecht aus der Pfanne. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen – ich vermute dass hier eine kleine Fettblase entsteht, die beim Platzen den Kochschinken wegkatapultiert.
26 - Beidseitig braten / Roast both sides

Die fertig gebratenen Röstis geben wir dann auf etwas Küchenpapier um das Fett etwas abtropfen zu lassen.
27 - Fett abtropfen lassen / Drain fat

Sind alle Röstis gebraten, brauchen wir sie nur noch servieren und genießen.
28 - Bärlauch-Schinken-Rösti - Serviert / Bear's garlic ham potato pancake - Served

Das Ergebnis waren knusprige, angenehm deftige und gut gewürzte Röstis, die durch den leicht knoblauchartigen Geschmack des beigefügten Bärlauchs eine angenehme, aber nicht allzu penetrante Note bekamen. Auch wenn sie pur schon sehr lecker waren, so experimentierte ich ein wenig mit verschiedenen Dips und Saucen als Garnitur herum. Dabei erstellte sich Sour cream als sehr passend heraus, aber auch Ketchup passte wie ich fand recht gut zu den Bärlauch-Schinken-Röstis. Und sogar etwas Basilikumpesto harmonierte geschmacklich wunderbar damit. Das muss aber jeder natürlich selbst ausprobieren. 😉

29 - Bärlauch-Schinken-Rösti / Bear's garlic ham potato pancake - CloseUp

Da die Röstis in nicht gerade wenig Pflanzenöl gebraten worden waren, tat ich mir heute schwer einen Kalorienwert für dieses Gericht zu bestimmen. Wenn ich mit überschlägig 6 Esslöffeln rechne, komme ich auf ca. 1500kcal für alles, das entspräche 500kcal bei drei Portionen, bei zwei Portionen kämen wir auf 750kcal. Das wäre für ein Hauptgericht ein recht akzeptabler Wert, aber ich befürchte dass hier eventuell – trotz abtropfen lassens nach dem Braten – etwas mehr Öl zurückgeblieben sein könnte. Leider ist Öl beim Braten aber nun mal notwendig – zumindest wenn man etwas rösten und nicht verbrennen möchte. Zumindest kenne ich aktuell keinen anderen Weg. Aber für ein so leckeres Gericht nehme ich das gerne billigend in Kauf – zumal ich so eine weitere sehr schmackhafte Verwendungsmöglichkeit für Bärlauch gefunden habe. Mal schauen ob ich mir nicht noch etwas mehr davon besorge und noch weitere Variationen teste – ich bin langsam wirklich auf den Geschmack dieses Wildgemüses gekommen.

In diesem Sinne: Guten Appetit