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Knoblauch-Parmesan-Fritten aus dem Air Fryer – das Kurzrezept

Thursday, December 24th, 2020

Für den Heiligabend, den ich ja leider wegen Corona alleine verbringen musste, hatte ich mir ein ganz einfaches Rezept herausgesucht: Knoblauch-Parmesan-Fritten, die ich in meiner Heißluftfritteuse (Air Fryer) zubereiten wollte. Normalerweise sind ja für diesen Tag ja Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat das eher traditionelle Gericht, aber darauf hatte ich dieses Jahr irgendwie keine große Lust. Statt dessen halt mal etwas noch viel simpleres, für das ich mir bereits als Kind alle zehn Finger abgeleckt habe und auch als Erwachsener sehr zu schätzen weiß. Und dabei ist die Zubereitung angenehm simpel. 😉

Was benötigen wir also für 1 große Portion?

  • 2-3 mittelgroße Kartoffeln (ca. 300g)
  • 1 Esslöffel Öl (Olivenöl)
  • 1 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 1 Teelöffel Paprikapulver (edelsüß)
  • 2-3 Esslöffel geriebener Parmesan
  • Salz und Pfeffer
  • Ketchup & Mayonaise zum dippen
  • Beginnen wir damit die rohen Kartoffeln bei Bedarf zu waschen und in Stäbchen zu schneiden. Je nach Zustand und eigenen Vorlieben kann man sie vorher schälen, es geht aber auch mit Schale.

    01 - Cut potatoes in sticks / Kartoffeln in Stäbchen schneiden

    Die so entstandenen Kartoffelstäbchen legen wir dann für mindestens 1 Stunde, gerne auch bis zu 2 Stunden, in kaltes Wasser. Das entzieht den Kartoffeln die etwas die Stärke und macht sie dadurch hinterher knuspriger.

    02 - Store potatoes in water / Kartoffeln in Wasser lagern

    Nach 1-2 Stunden lassen wir die Kartoffeln dann in einem abtropfen,

    03 - Drain potato sticks / Kartoffelstäbchen abtropfen lassen

    tupfen sie mit Hilfe von Küchenpapier trocken,

    04 - Tap potatoes dry / Kartoffeln trocken tupfen

    geben sie in eine Schüssel und versehen sie mit einem Esslöffel Olivenöl,

    05 - Add olive oil / Olivenöl addieren

    einem Teelöffel Salz, einem Teelöffel Knoblauchpulver, etwas Pfeffer, einem Teelöffel Paprika

    06 - Season with salt / Mit Salz würzen 07 - Add garlic powder / Knoblauchpulver einstreuen
    08 - Season with pepper / Mit Pfeffer würzen 09 - Add paprika / Paprikapulver dazu geben

    sowie zwei gehäuften Esslöffeln geriebenen Parmesans (gerne auch ein wenig mehr)

    10 - Intersperse parmesan / Parmesan einstreuen

    und vermischen alles gründlich miteinander, so dass alle Kartoffelstäbchen mit Öl, Gewürzen und Parmesan versehen sind.

    11 - Mix thoroughly / Gründlich vermischen

    Anschließend geben wir sie so in den Frittierkorb der Heißluftfritteuse, dass sie sich nicht überlagern – ggf. auch in mehreren Durchläufen –

    12 - Put in air fryer / In Heißluftfritteuse geben

    und frittieren sie für 15-20 Minuten bei 200 Grad.

    13 - Fifteen minutes at 200 degrees / Viertelstunde bei 200 Grad

    Nach etwa der Hälfte der Zeit schütteln wir sie dabei einmal kräftig durch, damit sie von allen Seiten knusprig werden und nicht am Boden anhaften.

    14 - Shake and mix in between / Zwischendurch durchschütteln

    Sollten wir mit mehreren Durchgängen arbeiten, lagern wir die erste Korbfüllung im auf 80 Grad vorgeheizten Ofen zwischen

    15 - Store in oven / Im Ofen zwischenlagern

    während wir die nächste Korbfüllung wiederum für 15 Minuten in unserer Heißluftfritteuse zubereiten.

    16 - Deep-fry second bunch / Zweite Ladung frittieren

    Sind alle Fritten fertig, können wir sie gemeinsam mit Ketchup und Mayo zum dippen sowie vielleicht mit etwas Petersilie und zusätzlichem Parmesan garniert auch schon servieren und genießen.

    17 - Garlic Parmesan Fries - Served / Knoblauch Parmesan Pommes - Serviert

    Ganz wie erwartet waren die Fritten außen wunderbar knusprig und innen angenehm weich geworden, so wie man es von guten Pommes auch erwartet. Die Würze aus Salz, Pfeffer, Paprika aber vor allem Knoblauch und Parmesan werteten sie dabei gegenüber üblichen Fritten eindeutig auf uns gaben ihnen ein wunderbar würziges Aroma. Gedippt in fruchtigem Ketchup und/oder würziger Mayonaise ein wirklicher Genuss, auch ohne zusätzliche Fleisch. Ein Rezept das sich mit wenig Aufwand zubereiten lässt, nur etwas Zeit muss man mitbringen, da das Frittieren nun mal einige Minuten dauert. Ich fand die Knoblauch Parmesan Pommes auf jeden Fall sehr lecker und werde sie bestimmt nicht das letzte Mal gemacht haben, egal ob als einzelnes Hauptgericht oder aber als Beilage.

    18 - Garlic Parmesan Fries - Side view / Knoblauch Parmesan Pommes - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Für PInterest:
    Knoblauch-Parmesan-Fritten aus dem Air Fryer

    Hausgemachtes Garam Masala – das Rezept

    Saturday, November 28th, 2020

    Für mein nächstes Rezept brauchte ich Garam Masala, eine der wohl bekanntesten indischen Gewürzmischungen. Beim Durchsicht meiner inzwischen recht beträchtlichen Bestände an Gewürzen fand ich zwar noch einen Rest gekauften Garam Masalas, die war jedoch bereits fast vier Jahre alt und besaß bestimmt kein Aroma mehr. Daher entschied ich mich dazu mir selbst welches zuzubereiten. Die einzelnen Zutaten sind zwar zum Teil nicht unbedingt Bestandteil einer normalen Küche, doch ich hatte das Glück alles Notwendige in meinem Gewürzschrank zu finden, also stand meinem hausgemachten Garam Masala nichts mehr im Wege.

    01-Zutaten

    Was benötigen wir für 180-200g Garam Masala?

  • 4 Esslöffel Koriandersamen
  • 2 Esslöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Esslöffel Fenchelsamen
  • 1 Mazis (Muskatblüte)
  • 3 größere schwarze Kardamom-Kapseln
  • 1 Esslöffel grüne Kardamom-Kaspseln
  • 1/2 Teelöffel Nelken
  • 2 Stück Zimtstange (ca. 3cm)
  • 1 Esslöffel schwarzer Pfeffer
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1/2 Muskatnuss
  • 1 Sternanis
  • Beginnen wir damit, die schwarzen Kardamom-Kapseln zu öffnen
    02-Schwarze-Kardamom-öffnen

    und die Samenkapseln daraus zu lösen, damit sich ihr Aroma beim nächsten Arbeitsschritt richtig entfalten kann. Die Schalen können wir aber auch mit verwenden.
    03-Kerne-aus-Kardamom-entnehmen

    Außerdem drücke wir die grünen Kardamom-Kapseln mit der flachen Seite des Messers an, damit sie sich ebenfalls etwas öffnen.
    04-Grüne-Kardamom-andrücken

    Außerdem kann es nicht schaden auch Lorbeerblätter, Muskatnussblüte und Zimtstangen grob zu zerkleinern.

    Anschließend erhitzen wir eine Pfanne ohne Öl und geben die Koriandersamen
    05-Koriander-in-Pfanne-geben

    sowie die anderen Gewürze in die heiße Pfanne
    06-Restliche-Gewürze-dazu-geben

    und rösten alles für 3-4 Minuten unter gelegentlichem Rühren an, bis sich die Aromen in der Küche verbreiten.
    07-Gewürze-anrösten

    Nun geben wir die angerösteten Gewürze auf einen Teller,
    08 - Put spices on plate / Gewürze auf Teller geben

    lassen sie für einige Minuten abkühlen
    09 - Let spices cool down / Gewürze auskühlen lassen

    und geben sie dann in einen Mixer
    10 - Put spices in blender / Gewürze in Mixer geben

    um sie darin gründlich zu zerkleinern.
    11 - Blend spices / Gewürze zerkleinern

    Das Resultat filtern wir durch ein Sieb
    12 - Filter through sieve / Durch Sieb filtern

    und zerkleinern die groben Reste aus dem Sieb dann noch einmal erneut im Mixer
    13 - Blend big parts again / Grobe Reste erneut zerkleinern

    bis wir schließlich alles in feine Pulverform verwandelt haben.
    14 - Garam Masala - sieved / durchgesiebt

    Jetzt brauchen wir alles nur noch in ein luftdicht verschließbares Behältnis zu geben
    15 - Put in bin / In Behältnis füllen

    und können uns mindestens die nächsten 10-12 Monate an unserem hausgemachten Garam Masala erfreuen.
    16 - Garam Masal - Ready for use / Fertig zur Benutzung

    Das hier vorgestellte Rezept ist allerdings nur ein Grundrezept. Wer es gerne schärfer mag kann auch noch Chilis mit hinzu geben, ich habe aber auch Variationen mit Safran, Bockshornkleesamen oder getrocknetem Ingwer gesehen. Ich glaube hier hat jede indische Familie ihr eigenes individuelles Rezept. 😉 Aber für meine Bedürfnisse wird diese Mischung alle Mal ausreichen.

    Hausgemachtes Gram Masala

    Indisches Pfefferhuhn – das Rezept

    Sunday, August 30th, 2015

    Heute wollte ich, passend zu den sommerlichen Temperaturen, mal wieder einen Ausflug in die indische Küche wagen und mal Pfefferhuhn zubereiten. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Gericht das an Schärfe nicht missen lässt, so wie man es von der indischen Küche gewohnt ist. Ich hatte zwar etwas Bedenken gehabt dass es zu würzig werden könnte, aber das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3 Portionen?

    3 Hähnchenschenkel
    06 - Zutat Hähnchenschenkel / Ingredient chicken legs

    Für die Marinade

    150g Joghurt
    01 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    1 daumengroßes Stück Ingwer
    02 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    3 Zehen Knoblauch
    03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
    04 - Zutat Pfefferkörner / Ingredient pepper corns

    1 Limette
    05 - Zutat Limone / Ingredient lime

    sowie etwas Salz

    Außerdem benötigen wir

    noch ein kleines Stück Ingwer
    07 - Zutat mehr Ingwer / Ingredient more ginger

    2 mittelgroße Tomaten
    08 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

    1 mittelgroße Zwiebel
    09 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    10 - Zutat weiteres Knoblauch / Ingredient more garlic

    1 Teelöffel Garam Masala
    11 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

    etwas frischen Koriander zum garnieren
    12 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

    sowie etwas Salz zum würzen
    und etwas Öl oder besser Butterschmalz zum braten

    und als Sättigungsbeilage 150g Basmati-Reis
    13 - Zutat Basamati-Reis / Ingredient basmati rice

    Kümmern wir uns zuerst einmal um die Marinade. Dazu zerstoßen wir die beiden Teelöffel schwarzer Pfefferkörner in einem Mörser,
    14 - Pfefferkörner im Mörser zerstoßen / Pestle pepper corns

    schälen das erste Stück Ingwer und zerstoßen ihn im Mörser zu einer Paste
    15 - Ingwer im Mörser zu Paste zerstoßen / Pestle ginger to paste

    und ziehen schließlich noch die Knoblauchzehen ab, um sie ebenfalls im Mörser zu einer Paste zu zerstoßen.
    16 - Knoblauchzehen im Mörser zu Paste zerstoßen / Pestle garlic to paste

    Außerdem pressen wir den Saft der Limette aus.
    17 - Limette auspressen / Squeeze lime

    Dann rühren wir den Joghurt cremig,
    18 - Joghurt cremig rühren / Stir yoghurt creamy

    geben den zerstoßenen Pfeffer, die Ingwer- und Knoblauchpaste sowie den Limettensaft zum Joghurt dazu
    19 - Pfeffer, Ingwer, Knoblauch & Limettensaft zum Joghurt geben / Add pepper, ginger, garlic & lime juice

    und verrühren alles gründlich miteinander
    20 - Alles gründlich verrühren / Mix well

    wobei wir es auch gleich mit ein wenig Salz abschmecken.
    21 - Marinade mit Salz abschmecken / Taste marinade with salt

    Dann tragen wir die Marinade rundherum auf die Hähnchenschenkel auf, wobei wir am besten die Haut etwas lösen und die Joghurtmasse direkt auf das Fleisch auftragen, damit die Marinade besser einziehen kann. Die so präparierten Hähnchenschenkel lassen wir in einem verschließbaren Behältnis im Kühlschrank für mindestens eine Stunde durchziehen.
    22 - Hähnchenschenkel marinieren / Marinate chicken legs

    In der Zwischenzeit können wir ja schon beginnen die anderen Zutaten vorzubereiten. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie,
    23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen und würfeln das zweite Stück Ingwer
    24 - Ingwer schälen & zerkleinern / Peel & mince ginger

    und hacken die beiden Knoblauchzehen.
    25 - Knoblauch hacken / Mince garlic

    Außerdem waschen wir die Tomaten, vierteln sie,
    26 - Tomaten vierteln / Quarter tomatoes

    entkernen sie dann
    27 - Tomaten entkernen / Decore tomatoes

    und schneiden sie schließlich in kleine Würfel.
    28 - Tomaten würfeln / Dice tomatoes

    Dann erhitzen wir etwas Öl oder Butterschmalz in einer Pfanne,
    29 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

    braten erst einmal die Zwiebeln darin für etwa fünf Minuten an, bis sie leicht goldgelb werden
    30 - Zwiebeln goldgelb andünsten / Roast onions

    und geben dann die Ingwer und Knoblauch hinzu, um sie ebenfalls kurz mit anzudünsten.
    31 - Knoblauch & Ingwer addieren / Add garlic & ginger

    Anschließend geben wir die gewürfelten Tomaten mit in die Pfanne
    32 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

    und braten sie für zwei bis drei Minuten mit an
    33 - Tomaten anbraten / Fry tomatoes

    bevor wir schließlich auch die marinierten Hähnchenschenkel mit in die Pfanne geben und alles für einige Minuten auf leicht erhöhter Stufe erhitzen.
    34 - Hähnchenschenkel samt Marinade erhitzen / Heat up chicken legs and marinade

    Nachdem wir dann etwa 130-150ml Wasser dazu gegeben haben – ich hatte dazu das Behältnis in dem ich die Schenkel mariniert hatte ausgespült und verwendete dieses – verrühren wir dies mit der Marinade
    35 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    und lassen alles geschlossen auf leicht reduzierter Stufe für 25-30 Minuten schmoren bis das Huhn gar ist,
    36 - Geschlossen schmoren lassen / Simmer closed

    wobei wir die Hähnchenschenkel zwischendurch natürlich hin und wieder mal wenden und die Sauce umrühren.
    37 - Zwischendurch Hähnchen wenden & Sauce umrühren / From time to time turn chicken & stir sauce

    Kurz vor Garende setzen wir schließlich einen Topf Wasser zum kochen des Reis auf
    38 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

    und entnehmen kurz die Hähnchenschenkel aus der Pfanne, um den Teelöffel Garam Masala einzurühren, sie mit ein wenig Salz abzuschmecken
    39 - Sauce mit Garam Masala würzen / Season sauce with garam masala

    und die Schenkel dann wieder zurück zu legen, damit sie nicht kalt werden.
    40 - Hähnchenschenkel zurück legen / Put back chicken legs

    Sobald das Wasser kocht, salzen wir es
    41 - Wasser salzen / Salt water

    und geben dann den Basmati-Reis hinein, um ihn gemäß Packungsbeschreibung zu kochen.
    42 - Reis kochen / Cook rice

    Während der Reis kocht, waschen wir schließlich noch den Koriander, schütteln ihn trocken und zerkleinern ihn.
    43 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

    Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
    44 - Indian pepper chicken - Servied / Indisches Pfefferhuhn  - Serviert

    Was ihre Schärfe anging war die angenehm cremige Sauce wirklich nicht von schlechten Eltern. Bei all dem Pfeffer und Ingwer war das aber auch kein Wunder und genau so beabsichtigt. Dennoch war keine dieser Komponenten zu dominant geworden, sondern alles harmonierten geschmacklich wunderbar miteinander und hatten durch das Marinieren auch den wunderbar zarten und saftigen Hähnchenschenkeln eine angenehme Würze gegeben. Da ich in weiser Voraussicht zu einem nicht fettreduzierten Sahnejoghurt gegriffen hatte, war dieser beim Kochen auch nicht geflockt sondern hatte sich gut mit den anderen Zutaten zu einer sämigen Sauce verbunden. Für den Liebhaber der scharfen indischen Küche ein sehr leckeres Rezept, kann ich absolut weiter empfehlen.

    45 - Indian pepper chicken - Side view / Indisches Pfefferhuhn  - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Marinierte Lammhüfte auf Rotweinreduktion mit Gemüseperlen & Rosmarinkartoffeln – das Rezept

    Sunday, June 28th, 2015

    Heute stand mit einer Marinierten Lammhüfte auf Rotweinreduktion mit Gemüseperlen und Rosmarinkartoffeln mal wieder ein etwas komplexeres Rezept auf meinem Kochplan. Nach dem einfach Nudelgericht von gestern musste das einfach mal wieder sein. Obwohl ich zugeben muss, dass ich den Aufwand doch etwas unterschätzt hatte. Vor allem das Ausstechen der Gemüseperlen mit dem Kugelausstecher nahm doch etwas mehr Zeit in Anspruch als ich gedacht hatte. Aber es lohnt sich alle mal, vor allem weil ja auch das Auge mit isst. 😉 Doch damit nun genug der Vorrede, kommen wir nun endlich zum Rezept, das ich hier mal wieder in der gewohnten Form vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 2 Portionen?

    2 Stück Lammhüfte (jedes ca. 180g)
    01 - Zutat Lammhüfte / Ingredient lamb shank

    Für die Marinade

    5-6 Körner Piment
    02 - Zutat Piment / Ingredient allspices

    2 Teelöffel bunter Pfeffer
    03 - Zutat bunter Pfeffer / Ingredient motley pepper

    4 Wacholderbeeren
    04 - Zutat Wacholderbeeren / Ingredient junipers

    2 Zweige Rosmarin
    05 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

    2 Zehen Knoblauch
    06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    5-6 Löffel Olivenöl
    07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    Für die Rotweinreduktion (Sauce)

    1 Schalotte
    08 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

    1 Teelöffel Butter
    09 - Zutat Butter / Ingredient butter

    50ml trockener Rotwein
    10 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

    200ml Lamm-Fond
    11 - Zutat Lammfond / Ingredient lamb broth

    1/2 Teelöffel mittelscharfer Senf
    12 - Zutat Senf / Ingredient mustard

    einige Spritzer Aceto Balsamico

    1/2 Teelöffel schwarzer Johannisbeergelee
    14 - Zutat schwarzer Johannisbeergelee / Ingredient black currant jelly

    Für die Gemüseperlen

    1 größere Kohlrabi (mindestens 700g)
    15 - Zutat Kohlrabi / Ingredient kohlrabi

    3-4 große, dicke Karotten
    16 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    1 Teelöffel Butter
    09 - Zutat Butter / Ingredient butter

    sowie etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker zum würzen

    Für die Rosmarin-Kartoffeln

    400g Kartoffeln (Drillinge)
    17 - Zutat Kartoffeln (Drillinge) / Ingredient small potatoes

    70ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
    18 - Zutat Pflanzenöl / Ingredient vegetable oil

    2-3 Zweige Rosmarin
    19 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

    2-3 Zehen Knoblauch
    20 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    sowie auch hier etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Die Lammhüfte sollte mindestens 2 Stunden, besser noch über Nacht, mariniert werden. Also beginnen wir am besten am Vorabend damit die Marinade herzustellen und geben die beiden Teelöffel bunten Pfeffer, die Pimentkörner und die Wacholderbeeren in einen Mörser
    21 - Pfeffer, Piment & Wacholder in Mörser geben / Put pepper, allspice & junipers in mortar

    und zerstoßen alles gründlich.
    22 - Gewürze mörsen / Ground seasonings

    Außerdem waschen wir die beiden Zweige Rosmarin, schütteln sie trocken, zupfen die Nadeln von den Zweigen und zerkleinern diese.
    23 - Rosmarin zerkleinern / Mince rosemary

    Dann geben wir 6 Esslöffel Olivenöl in eine Schale,
    24 - Olivenöl in Schüssel geben / Put olive oil in bowl

    geben die im Mörser zerstoßenen Gewürze
    25 - Gewürze hinzufügen / Add seasoning

    sowie die zerkleinerten Rosmarin-Nadeln hinzu,
    26 - Rosmarin addieren / Add rosemary

    pressen die beiden Knoblauchzehen hinein
    27 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    28 - Alles gut vermengen / Mix well

    Dann waschen wir die beiden Stücke Lammhüfte, tupfen sie trocken
    29 - Lammhüfte waschen / Wash lamb shank

    und geben sie in ein verschließbares Behältnis, um sie mit der Marinade zu bedecken und verschlossen im Kühlschrank marininieren – am besten über Nacht. Zwischendurch sollten wir das Fleisch dabei auch mal in der Marinade wenden.
    30 - Lammhüfte marinieren / Marinate lamb shank

    Etwa eine Stunde vor der eigentlichen Zubereitung nehmen wir das Behältnis mit dem Fleisch aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. Anschließend waschen wir die Kartoffeln, trocknen sie ab
    31 - Kartoffeln waschen / Wash potatoes

    und halbieren sie.
    32 - Kartoffeln halbieren / Cut potatoes in halfs

    Anschließend waschen wir auch die Rosmarinzweige für die Kartoffeln, schütteln sie trocken, zupfen die Nadeln von den Zweigen, zerkleinern diese wiederrum
    33 - Rosmarin zerkleinern / Mince rosemary

    und schälen die Knoblauchzehen, um sie gründlich zu zerkleinern.
    34 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

    Die halbierten Kartoffeln geben wir dann in eine Schüssel, gießen das neutrale Pflanzenöl hinzu,
    35 - Kartoffeln & Öl in Schüssel geben / Put potatoes & oil in bowl

    würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer,
    36 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

    geben Rosmarin und Knoblauch hinzu
    37 - Knoblauch & Rosmarin addieren / Add garlic & rosemary

    und vermischen dann alles gründlich miteinander, so dass alles Kartoffeln mit der Öl-Kräuter-Mischung bedeckt sind. Das Ganze lassen wir dann für einige Zeit durchziehen, wobei wir es zwischendurch immer mal wieder umrühren.
    38 - Gründlich vermischen / Mix well

    Anschließend schälen wir die Möhren
    39 - Möhren schälen / Carrots

    und stechen mit Hilfe eines Kugelausstechers mit 15-20mm Durchmesser kleine Gemüseperlen aus. Dabei gibt es zwar leider recht viel verschnitt, aber mit etwas Übung lernt man schnell, das Gemüse optimal zu nutzen. War ja auch für mich das erste Mal, dass ich das so probierte. Und perfekte Kugeln bekommt man hier auch nicht unbedingt hin, also nicht verzweifeln sondern einfach weiter versuchen. Man wird schnell besser.
    40 - Perlen aus Möhren ausstechen / Cut out pearls from carrots

    Außerdem schälen wir auch die Kohlrabi
    41 - Kohlrabi schälen / Peel kohlrabi

    und stechen auch hier kleine Gemüseperlen aus.
    42 - Perlen aus Kohlrabi ausstechen / Cut out pearls from kohlrabi

    Nun Würfeln wir die Schalotte
    43 - Schalotte würfeln / Dice shallot

    und zerlassen den zweiten Esslöffel Butter in einem kleinen Stieltopf
    44 - Butter in Stieltopf zerlassen / Melt butter in pot

    um die Schalottenwürfel darin glasig anzudünsten.
    45 - Schalotte andünsten / Braise shallot lightly

    Jetzt können wir auch beginnen, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

    Diese löschen wir dann mit dem trockenen Rotwein ab,
    46 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

    geben den Lammfond hinzu
    47 - Lammfond hinzufügen / Add lamb broth

    und lassen alles bei gelegentlichem rühren auf 100ml oder weniger einkochen.
    48 - Sauce reduzieren lassen / Let sauce reduce

    Dann geben wir die Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten in eine größere Auflaufform, gießen die restliche Mischung aus Öl-Mischung darüber,
    49 - Kartoffeln in Auflaufform geben / Put potatoes in casserole

    legen noch einige kleine Rosmarinzweige oben auf
    50 - Rosmarinzweige einlegen / Add rosemary twigs

    und backen dann alles für 25 bis 30 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen.
    51 - Kartoffeln im Ofen backen / Bake potatoes in oven

    Anschließend erhitzen wir einen weiteren Teelöffel Butter in einer Pfanne,
    52 - Butter in Pfanne zerlassen / Melt butter in pan

    geben die Gemüseperlen hinein
    53 - Gemüseperlen anbraten / Braise vegetable pearls

    und braten sie für etwa 20 Minuten an, wobei wir 3-4 Esslöffel Wasser hinzugeben damit nichts anbrennt.
    54 - Etwas Wasser hinzufügen / Add some water

    Außerdem schmecken wir unsere Gemüseperlen mit etwas Salz und Pfeffer sowie einer Prise Zucker ab.
    55 - Mit Pfeffer, Salz & Zucker abschmecken / Taste with salt, pepper & sugar

    Ist die Sauce dann auf 100ml oder weniger reduzier – ich hatte extra einen Topf mit Skala gewählt, um das prüfen zu können – geben wir sie in ein anderes Behältnis, z.B. den Messbecher für den Lammfond,
    56 - Sauce in anderes Gefäß umgießen / Pour sauce in another pot

    und gießen sie dann durch ein feines Sieb zurück in den Topf,
    57 - Sauce durch Sieb zurück in Topf geben / Put sauce back in pot through sieve

    wobei wir die aufgefangenen Schalottenwürfel mit einem Kochlöffel durch das Sieb passieren.
    58 - Schalotte passieren / Strain shallot

    Nun geben wir die beiden halben Teelöffel Senf und Johannisbeergelee hinzu,
    59 - Senf & Johannisbeergelee hinzufügen / Add mustard & currant jelly

    addieren noch einige Spritzer Balsamico,
    60 - Balsamico addieren / Add balsamico

    verrühren alles gründlich mit einem Schneebesen
    61 - Mit Schneebesen verrühren / Stir with whisk

    und schmecken die Sauce final noch mal mit etwas Salz und Pfeffer ab. Dann halten wir sie auf niedrigster Stufe heiß und binden sie bei Bedarf mit etwas kalter Butter oder dunklem Saucenbinder.
    62 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with salt & pepper

    In einer weiteren, kleineren Pfanne erhitzen wir jetzt zwei Esslöffel von der Lammhüften-Marinade
    63 - Marinade in Pfanne erhitzen / Heat up some marinade in pan

    spülen eventuell vorhandene Gewürzreste von den Lammhüften-Stücken und geben diese dann in das heiße Öl
    64 - Lammhüfte in Pfanne geben / Put lamb shank in pan

    um sie rundherum, auf jeder Seite etwa 4-5 Minuten, anzubraten. Danach schalten wir die Platte aus, legen einen Deckel schräg auf die Pfanne dass noch ein Spalt offen bleibt und lassen das Fleisch mit Hilfe der Restwärme für ca. 10 Minuten gar ziehen
    65 - Lammhüfte anbraten / Sear lamb shank

    Sobald die Kartoffeln dann fertig gebacken sind,
    66 - Rosmarinkartoffeln fertig gebacken / Rosemary potatoes finished baking

    können wir das Gericht auch schon servieren und genießen. Dazu schneiden wir die Lammhüfte am besten in Scheiben und platzieren sie auf einem Saucenspiegel.
    67 - Marinated lamb shank on red wine reduction with vegetable pearls & rosemary potatoes - Served / Marinierte Lammhüfte auf Rotweinreduktion mit Gemüseperlen & Rosmarinkartoffeln - Serviert

    Ein nahezu perfektes Sonntagsgericht, so wie ich es mir erhofft hatte. Das Fleisch der Lammhüfte war nicht nur unglaublich zart und saftig, sondern hatte auch durch das Marinieren ein wunderbares, unvergleichlich leckeres Aroma bekommen, das geschmacklich auch sehr gut mit der dunklen, würzigen Rotwein-Reduktion harmonierte. Die gut durchgebratenen, aber noch leicht knackigen Gemüseperlen aus Möhren und Kohlrabi passten ebenso gut in die Gesamtkomposition wie die unglaublich würzigen Rosmarinkartoffeln als Sättigungsbeilage. Der Aufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt, so viel stand fest.

    68 - Marinated lamb shank on red wine reduction with vegetable pearls & rosemary potatoes - Side view / Marinierte Lammhüfte auf Rotweinreduktion mit Gemüseperlen & Rosmarinkartoffeln - Seitenansicht

    Über die genauen Nährwerte dieses Rezepts kann ich heute leider keine Angaben machen, da ich nicht abschätzen kann wie viel der verwendeten Öle, z.B. von der Marinade oder von den Rosmarinkartoffeln letztlich mit in den Verzehr geraten sind. Aber bei einem solch leckeren Gericht möchte ich um ehrlich zu sein auch gar nicht wissen, wie viel “Hüftgold” es letztlich produziert hat – das könnte den Genuss hinterher noch vermiesen. Daher wünsche ich zum Abschluss heute nur noch:

    Guten Appetit

    Gemüse-Risotto mit Rotbarschfilet – das Rezept

    Saturday, September 21st, 2013

    Ich liebe nun einmal Risottos und mit diesem Gemüse-Risotto mit Rotbarschfilet hatte ich mal wieder ein Rezept entdeckt, das es mir wert schien ausprobiert zu werden. Sehr interessant daran fand ich dabei die Tatsache, dass man hier nicht mit einem fertigen Fisch-Fond arbeitet, sondern diesen sich selbst aus einigen Zutaten anfertigt. Und das Ergebnis konnte sich wirklich mal wieder schmecken lassen, daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    Für den Sud

    600ml Gemüsebrühe
    01 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

    3 schwarze Pfefferkörner
    02 - Zutat Pfefferkörner / Ingredient peppercorns

    2 kleine Gemüsezwiebeln
    04 - Zutat Gemüsezwiebeln / Ingredient onions

    1 Lorbeer-Blatt
    03 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

    Außerdem benötigen wir

    450g Rotbarsch-Filet
    05 - Zutat Rotbarschfilet / Ingredient redfish filet

    250g Risotto-Reis
    05 - Zutat Risotto-Reis / Ingredient risotto rice

    400g Möhren
    07 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    400g Erbsen (TK)
    08 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

    100ml trockener Weißwein
    09 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

    2 mittlere Zwiebeln
    10 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

    2 Zehen Knoblauch
    11 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic

    2-3 EL Olivenöl
    09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    sowie Salz und Pfeffer zum würzen
    und etwas Parmesan, Zitronensaft und Petersilie zum garnieren

    Beginnen wir also damit, die Gemüsebrühe in einen Topf zu geben und sie zum kochen zu bringen.
    12 - Gemüsebrühe in Topf erhitzen / Heat up vegetable stock in pot

    Dann schälen wir die beiden kleinen Zwiebeln
    13 - Zwiebeln schälen / Peel onions

    und geben sie gemeinsam mit dem Lorbeerblatt und den Pfefferkörnern in die Gemüsebrühe und lassen alles für 10 bis 12 Minuten vor sich hin köcheln.
    14- Zwiebel, Lorbeer & Pfeffer kochen / Cook onions, bayleaf & pepper corns

    In der Zwischenzeit halbieren wir die Rotbarsch-Filets damit sie später in den Topf passen
    15 - Rotbarsch halbieren / Cut redfish in halfs

    und nutzen diese Gelegenheit auch gleich, um die Filetstücke nach Gräten abzusuchen und diese mit Hilfe einer Grätenpinzette zu entfernen.
    16 - Gräten entfernen / Remove fish bones

    Außerdem schälen wir die Möhren
    17 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie sehr fein.
    18 - Möhren fein würfeln / Dice carrots

    Nach etwa zwölf Minuten stellen die Kochplatte aus, entnehmen wir die Zwiebeln aus dem Sud
    19 -  Zwiebeln entnehmen / Remove onions

    und geben dann die Rotbarsch-Filets in den noch heißen Sud, um sie über weitere zehn Minuten gar ziehen zu lassen.
    20 - Rotbarschfilet gar ziehen lassen / Poach redfish filet

    Außerdem schälen und würfeln wir die beiden mittleren Zwiebeln
    21 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    und zerkleinern die beiden Knoblauchzehen sehr fein.
    22 - Knoblauch fein hacken / Grind garlic

    Nach zehn Minuten entnehmen wir schließlich die gegarten Rotbarsch-Filets und legen sie bei Seite.
    23 - Barschfilet vorsichtig entnehmen / Remove redfish cautiously

    Den Sud gießen wir durch ein Sieb, um die Pfefferkörner und das Lorbeerblatt heraus zu filtern,
    24 - Fischsud durch Sieb abgießen / Drain stock through sieve

    und füllen dann den verbliebene Sud mit etwas Wasser wieder auf 600ml auf
    25 - Mit Wasser auf 600ml auffüllen / Refill with water to 600ml

    und geben alles dann zurück in den Topf, um dort alles auf niedriger Stufe warm zu halten.
    26 - Sud im Topf warm halten / Keep stock warm at pot

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun zwei bis drei Esslöffel Olivenöl
    27 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und dünsten Zwiebeln und Knoblauch darin an.
    28 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic

    Ist beides glasig angedünstet, geben wir den Risotto-Reis ebenfalls in die Pfanne
    29 - Reis addieren / Add rice

    und dünsten ihn für zwei Minuten bei häufigen umrühren glasig an.
    30 - Reis andünsten / Braise rice lightly

    Dann geben wir die gewürfelten Möhren
    31 - Möhren hinzufügen / Add carrots

    sowie die Erbsen mit in die Pfanne
    32 - Erbsen hinzu geben / Add peas

    und braten sie ebenfalls einige Minuten mit an.
    33 - Gemüse kurz andünsten / Braise vegetables

    Den Pfanneninhalt gießen wir dann mit dem Weißwein auf,
    34 - Weißwein angießen / Add white wine

    lassen diesen dann komplett einkochen
    35 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

    und würzen alles mit Salz und Pfeffer
    36 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with salt & pepper

    bevor wir beginnen, nach und nach etwas vom warm gehaltenen Fisch-Sud hinzu zu geben
    37 - Fischsud hinzu gießen / Add fish stock

    und das Ganze dann für ca. 25 Minuten auf reduzierter Stufe geschlossen zu garen
    38 - Geschlossen köcheln / Simmer closed

    wobei wir das gelegentliche umrühren natürlich nicht vergessen dürfen, damit nichts anbrennt.
    39 - Gelegentliches umrühren nicht vergessen / Don't forget to stir from time to time

    Während das Risotto vor sich hin gart, zerkleinern wir die Barschfilets ein wenig. Diese Gelegenheit eigenet sich auch sehr gut, den Fisch noch einmal nach Gräten abzusuchen.
    40 - Rotbarsch zerkleinern / Cut redfish

    Zwischendurch dürfen wir nicht vergessen, wieder etwas vom Fisch-Sud zum Risotto zu gießen und es umzurühren.
    41 - Sud nachgießen / Add stock

    Kurz vor Garende geben wir schließlich das zerkleinerte Rotbarsch-Filet zum Risotto hinzu
    42 - Rotbarsch addieren / Add redfish

    und heben es vorsichtig unter, damit es nicht zu sehr zerfällt.
    43 - Vorsichtig unterheben / Fold in with caution

    Abschließend probieren wir das Ganze noch einmal
    44 - Probieren / Try

    und schmecken es noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer ab.
    45 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    Dann endlich können wir das Gericht mit frisch geriebenen Parmesan, Petersilie und einigen Spritzern Zitronensaft garniert servieren.
    46 - Gemüse-Risotto mit Rotbarsch - Serviert / Vegetable risotto with redfish - Serviert

    Das angenehm bissfest gegarte Gemüse alleine gab dieser Risotto-Zubereitung alleine schon ein angenehmes und leicht süßlich anmutendes Aroma, das aber gut mit den Gewürzen abgestimmt wurde. Dazu noch der zarte und aromatische Rotbarsch sowie die Garnitur aus würzigem Parmesan, Zitrone und Petersilie und fertig war eine Risotto-Zubereitung, die geschmacklich seines Gleichen suchte. Ich hatte ja befürchtet, dass das Gemüse nicht ganz gar wird, aber durch das geschlossene Zubereiten hatte es glücklicherweise genau den richtigen Grad der Zubereitung erreicht. Sehr empfehlenswert.

    47 - Gemüse-Risotto mit Rotbarsch - Seitenansicht / Vegetable risotto with redfish - Side view

    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Meiner Kalkulation nach liegt die gesamte Zubereitung bei fast genau 2000kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen liegt der Wert einer Portion also bei 500kcal. Das ist meiner Meinung nach ein sehr akzeptabler Wert für eine so sättigende und schmackhafte Zubereitung. Aus meiner Sicht gibt es an diesem Gericht auch nichts weiter zu verbessern.

    Guten Appetit

    Gyros-Tzatziki-Muffins – das Rezept

    Saturday, February 16th, 2013

    Wer isst nicht gerne eine schöne Portion lecker gewürztes Gyros mit einer großzügigen Portion Tzatziki? Ich persönlich liebe dieses ursprünglich aus Griechenland stammende Gericht, aber auf die Idee beide Zutaten in Muffins zu verarbeiten war ich bis heute nicht gekommen. Bis ich bei der Suche nach etwas interessantes zum kochen für den heutigen Samstag auf ein passendes Rezept stieß und sofort von der Idee begeistert war. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Eine wirklich sehr schmackhafte Fingerfood-Idee, deren Rezept ich in diesem Beitrag nun in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

    Was brauchen wir also für 12 Muffins (ein Muffinblech) ?

    300g fertig gewürztes Gyros
    01 - Zutat Gyrosfleisch / Ingredient gyros meat

    1 mittelgroße Zwiebel
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    200g Tzatziki (Griechischer Kräuterquark)
    03 - Zutat Tzatziki / Ingredient tzatziki

    250g Weizenmehl (Typ 405)
    04 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    60ml Olivenöl
    05 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    1 Hühnerei
    06 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

    125ml Buttermilch
    07 - Zutat Buttermilch / Ingredient buttermilk

    2 TL Backpulver
    08 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

    1/2 TL Natron
    09 - Zutat Natron / Ingredient baking soda

    1 TL Salz
    10 - Zutat Salz / Ingredient salt

    sowie etwas am besten frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
    und etwas zusätzliches Öl zum braten und ausfetten der Muffinform

    Beginnen wir damit, die Zwiebel zu schälen und in dünne Spalten zu schneiden.
    11 - Zwiebel schneiden / Cut onion

    Dann erhitzen wir in einer kleineren Pfanne einen Esslöffel Olivenöl
    12 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und dünsten zuerst auf mittlerer Stufe die Zwiebel kurz darin an
    13 - Zwiebeln andünsten / Roast onions lightly

    um wenig später auf das Gyrosfleisch hinzuzufügen
    14 - Gyrosfleisch addieren / Add gyros meat

    und scharf anzubraten bis es gut durch ist. Anschließend stellen wir es bei Seite und lassen es etwas abkühlen.
    15 - Kräftig anbraten / Sear

    In eine größere Schüssel geben wir nun Mehl, die beiden Teelöffel Backpulver, den halben Teelöffel Natron und das Salz,
    16 - Mehl, Backpulver, Natron & Salz in Schüssel geben / Put flour, baking powder, baking soda & salt to bowl

    würzen alles kräftig mit frisch gemahlenen Pfeffer
    17 - Mit Pfeffer würzen / Taste with pepper

    und vermischen es dann gut miteinander.
    18 - Vermengen / Mix

    Das Tzatziki geben wir in eine zweite, kleinere Schüssel, geben die Buttermilch hinzu,
    19 - Tzatziki & Buttermilch in Schüssel geben / Add tzatziki & buttermilk to bowl

    addieren das Olivenöl,
    20 - Öl dazu gießen / Add oil

    schlagen das Ei hinein
    21 - Ei aufschlagen / Add egg

    und verrühren dann alles kräftig, bis es leicht schaumig wird.
    22 - Schaumig rühren / Stir until fluffy

    Das Ganze geben wir dann zu den anderen Zutaten in die große Schüssel.
    23 - Zum Mehl geben / Add

    Inzwischen dürften auch das Gyrosfleisch und die Zwiebel soweit abgekühlt sein, dass wir sie aus der Pfanne entnehmen und in kleine Stücke schneiden können. Sollte noch etwas Bratenflüssigkeit in der Pfanne sein, können wir diese direkt in die Schüssel gießen.
    24 - Fleisch zerkleinern / Mince meat

    Das klein geschnittene Fleisch und die Zwiebel geben wir dann ebenfalls in die große Schüssel
    25 - Gyrosfleisch in Schüssel geben / Put meat in bowl

    und verkneten schließlich alles so lange miteinander, bis ein gleichmässiger Teig entsteht.
    26 - Teig vermengen / Mix dough

    Nun ist es an der Zeit den Backofen auf 190 Grad vorzuheizen und eine Muffinform zu ölen oder auszufetten
    27 - Muffinform ölen / Oil muffin tray

    in die wir dann den Teig gleichmässig verteilen. Er reicht fast perfekt für 12 Muffins wie ich feststellen durfte.
    28 - Muffinform befüllen / Fill muffin tray

    Ist der Backofen dann vorgeheizt, können wir die Muffinform auf der mittleren Schiene hinein schieben und die Muffins für 20 bis 25 Minuten backen lassen.
    29 - Backen / Bake

    Nachdem wir das Blech dann entnommen haben,
    30 - Gyros-Tzatziki-Muffins - Fertig gebacken / finished baking

    können wir die Muffins aus den Vertiefungen lösen, was erfreulich leicht und problemlos zu bewerkstelligen ist, und sofort genießen.
    31 - Gyros-Tzatziki-Muffins - Serviert / served

    Nicht nur dass der Teig dank der Kombination aus Backpulver und Natron wunderbar fluffig und locker geworden war, auch was den Geschmack anging war ich überaus positiv überrascht. Der Geschmack des lockeren Teiges, der einen Teil der Gewürze des Gyrosfleisches und der Kräuterquarks aufgenommen hatte harmonierte meiner Meinung nach wunderbar mit den zarten und Saftigen Fleischstückchen, die sich glücklicherweise relativ gleichmässig auf die einzelnen Muffins verteilt hatten. Abgerundet wurde das Ganze durch die kleinen Gurkenstückchen, die sich ebenfalls hier und dort fanden – hier hätte es sogar gerne einige mehr sein können.

    32 - Gyros-Tzatziki-Muffins - Seitenansicht

    Eine nette Ergänzung wären vielleicht noch 100g oder mehr Schafskäse gewesen, den man auch noch hätte in den Teig hin bröseln können. Leider bin ich leider erst hinterher auf die Idee gekommen, aber für das nächste Mal werde ich mir das im Hinterkopf behalten.

    33 - Gyros-Tzatziki-Muffins - Querschnitt

    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Koch- bzw. Backexperiments. Meiner Berechnung nach erreicht die gesamte Teigmasse einen Wert ca. 2200kcal, aufgeteilt auf 12 Muffins haben wir also einen Wert von 183kcal pro Muffin. Klingt zwar nicht viel, isst man aber mal wie ich eben 4 Muffins, liegt man gleich bei 732kcal – also keine leichte Kost. Da es aber auch heute nicht meine Intention war leicht zu kochen, kann ich damit leben. Als Fingerfood z.B. auf einer Party ist der Gyros-Tzatziki-Muffin auf jeden Fall eine überaus leckere und mit Sicherheit auch gern genommene Alternative zum sonst üblichen Pizza-Muffin. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    In diesem Sinne: Guten Appetit

    Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept

    Saturday, November 24th, 2012

    Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. 😉
    Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.

    Was brauchen wir also für 4 Pizzen?

    Für den Teig

    200g Dinkelvollkornmehl
    01 - Zutat Dinkelvollkornmehl / Ingrdient spelt whole wheat flour

    200g Dinkelmehl – Typ 603
    02 - Zutat Dinkelmehl Typ 603 / Ingredient spelt flour

    20g frische Hefe (1/2 Würfel)
    03 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

    1/2 TL Salz
    04 - Zutat Salz / Ingredient salt

    250ml lauwarmes Wasser
    05 - Zutat lauwarmes Wasser / Ingredient lukewarm water

    Für den Belag

    400g Zanderfilet (ohne Haut)
    06 - Zutat Zanderfilet / Ingredient pike perch filet

    70g getrockenete Tomaten in Öl
    07 - Zutat getrockenete Tomaten in Öl / Ingredient dried tomatoes in oil

    1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)
    08 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

    2 Zweige frischer Rosmarin
    09 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

    250g Mozzarella
    10 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel
    10 - Mehle in Schüssel geben / Add flours to bowl

    fügen den halben Teelöffel Salz hinzu
    11 - Salz hinzufügen / Add salt

    und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.
    12 - Gut vermengen / Mix well

    In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,
    13 - Hefe hinein bröseln / Add and crumble yeast

    gießen das lauwarme Wasser hinzu
    14  - Wasser addieren / Add water

    und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers
    15 - Kneten / Knead

    bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.
    16 - Fertiger Teig / Finished dough

    Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.
    17 - Gehen lassen / Raise dough

    Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen
    18 - Tomaten abtropfen lassen / Drain tomatoes in oil

    und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken
    19 - Rosmarin waschen / Wash rosemary

    und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab
    20 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

    die wir dann sehr fein zerkleinern.
    21 - Rosmarin zerkleinern / Grind rosemary

    Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.
    22 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut tomatoes in stripes

    Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.
    23 - Gräten entfernen / Remove fish bones

    Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken
    24 - Zander waschen / Clean fish

    und schneiden es schließlich in schmale Streifen.
    25 - Zander in Streifen schneiden / Cut pike perch in stripes

    Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.
    26 - Mozzarelle in Scheiben zerteilen / Cut mozzarella in slices

    In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,
    28 - Aufgegangener Teig /  Raised dough

    um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen
    29 - Teig gleichmässig aufteilen / Divide dough

    und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.
    30 - Teig ausrollen / Roll dough

    Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,
    31 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

    wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen
    32 - Mit Tomaten bestreichen / Cover with tomatoes

    und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.
    33 - Mit Salz, Pfeffer & Rosmarin würzen / Taste with salt, pepper & rosmary

    Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben
    34 - Mit Mozzarella belegen / Coat with mozzarella

    und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.
    35 - Auf unterester Schiene backen / Bake on lowest slot

    In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.

    Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen
    36 - Vorgebacken / Pre-baked

    belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten
    37 - Mit Zander & Tomaten belegen / Coat with pike perch & tomatoes

    und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.
    38 - Weiter backen / Continue baking

    Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab
    39 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

    und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.
    40 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - Serviert

    Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.

    41 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - CloseUp

    Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand. 😉

    Guten Appetit

    Putensteak in Honig-Pfeffersauce [21.09.2012]

    Friday, September 21st, 2012

    Einen Moment überlegte ich heute zwar, bei den Lachswürfeln in Dill-Sahnesauce und Pasta zuzuschlagen, die an der großen Theke als Angebot aus der Sektion Globetrotter angeboten wurden – der traditionell-regionale Apfelstrudel mit Vanillesauce eignete sich wegen seines Charakters als Süßspeise für mich weniger – dann aber entdeckte ich dass man bei Vitality heute mal wieder ein Steak von der Pute in Honig-Pfeffersauce, dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren anbot, ein Gericht dass ich vor allem wegen seiner leckeren Sauce und seiner gelungenen Sättigungsbeilage schätzen gelernt habe. Da konnten mich auch die Gebackenen Ananas und Banane oder das Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry an der Asia-Theke nicht mehr von meiner Entscheidung für dieses Gericht abbringen. Dazu gesellte sich noch etwas zusätzliches Gemüse in Form von Erbsen, Möhren und Spargel sowie ein kleiner Nachtisch in Form eines Bananenquarks auf mein Tablett – bei 439kcal für das Hauptgericht konnte ich das meiner Meinung nach verantworten.

    Putensteak in Honig-Pfeffersauce

    Auf den ersten Blick erschien das Stück Putensteak zwar flächenmässig etwas klein geraten, was es aber in Länge und Breite nicht hatte, machte es in seiner Höhe wett. Das angenehm zarte und saftige Stück Fleisch harmonierte wie üblich geschmacklich wunderbar mit der scharf-süßen, hellen Sauce mit kräftigem Pfeffer- und leichtem Honig-Aroma. Und auch die grob zerkleinerten Kartoffeln, das Kartoffelgestampfte, das mit kleinen Stückchen von Möhren und Knollensellerie versetzt war, erfüllte mal wieder vollends meine Erwartung. Kombiniert mit den nur schwach gewürzten, aber ebenfalls gut mundenden Zusatzgemüse aus Erbsen, Pariser Möhren und einigen kleinen Stücken von weißen Spargel ergab alles ein schmackhaftes und wie ich denke auch nicht allzu kalorienreiches Mittagsmahl welches ich mit dem festen und fruchtigen Bananenquark wohlschmeckend abschloss.
    Zwar war das Putensteak in seiner Honig-Pfeffersauce auch bei den anderen Gästen sehr beliebt, wurde in seiner Beliebtheit aber um eine Nasenlänge noch von der Paste mit Lachs-Dill-Sahnesauce geschlagen und somit auf Platz zwei auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala verdrängt. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und Platz vier belegte schließlich der Apfelstrudel, den ich aber auch in halber Portion heute häufiger als zusätzlichen Nachtisch sah. Optional kann man jedes Gericht ja als halbe Portion ordern und muss dann auch nur den halben Preis bezahlen. Muss ich bei Gelegenheit auch mal ausprobieren, so kann ich zumindest auch mal die freitägliche Süßspeise präsentieren ohne auf mein kräftiges Hauptgericht verzichten zu müssen. 😉

    Mein Abschlußurteil:
    Putensteak: ++
    Honig-Pfeffersauce: ++
    Kartoffelgestampftes mit Möhren & Sellerie: ++
    Erbsen, Möhren & Spargel: ++
    Bananenquark: ++