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Photowalk München 23.07.2012

Monday, July 23rd, 2012

Ich bewege mich einfach zu wenig, soviel stand schon seit längerem für mich fest daher entschloss ich mich bereits vor einiger Zeit, wenn es das Wetter zulässt Abends noch mal aufzubrechen und das schöne München zu Fuß zu erkunden. Ich hatte bereits meine ersten Strecken hinter mir als mir der Gedanke kam, doch mal meine Kamera mitzunehmen und meine ausgedehnten Erkundungs- und Spaziergänge etwas zu dokumentieren. Hier also nun die erste Ausgabe der Subnetmask Photowalks durch München.

Die Strecke

Startpunkt war der S-Bahnhof Leuchtenbergring, von dort aus ging es nach Norden bis zur Prinzregentenstraße und dieser folgend bis über die Luitpoldbrücke unterhalb der Friedensengels. Nach der Luitpoldbrücke folgte ich an der Isar entlang der Widenmayerstraße bis zur Maximiliansbrücke, die ich in Richtung Maximilaneum (Bayrischer Landtag) überquerte und dann an den Maximiliansanlagen vorbei bis zum Max-Weber-Platz ging. Von dort an ging es die Innere Wiener Straße bis zum Gasteig und dann die Rosenheimer Straße hoch bis zum Rosenheimer Platz, um dann über den Weißenburger Platz und den Pariser Platz schnurstracks bis zum Orleansplatz zu laufen. Vom Orleansplatz ging es dann zurück zum S-Bahnhof Leuchtenbergring.
Strecke insgesamt: ca. 7,5km
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten

Die Fotos
Mein erstes Photo machte ich an der Katholischen Pfarr- und Klosterkirche Sankt Gabriel [Mehr].
Sankt Gabriel Kirche
Dieser an der Ecke Prinzregentenstraße, Versailler Straße zwischen 1925 und 1926 errichtete Backsteinbau mit seinem 45m hohen Glockenturm und dem 17m hohen Mittelschiff dient den mehr als 13.000 Katholiken des 1922 entstandenen neue Seelsorgsbezirk St. Gabriel als Gotteshaus.

Ein Stück weiter erreichte schließlich den Prinzregentenplatz
Prinzregentenplatz
dessen imposantestes Gebäude mit Sicherheit das zwischen April 1900 und August 1901 im Jugendstil errichtete Prinzregententheater, vor dem sich als ich ankam gerade viele gut gekleidete Gäste tummelten und wohl auf die nächste Vorstellung warteten.
Prinzregententheater
Schräg gegenüber vor dem Gebäude der Commerzbankfiliale Prinzregenzenplatz entdeckte ich des weiteren noch einen Brunnen der mit ein Foto wert schien. Da ich ihn in der Liste der Münchner Brunnen nicht entdecken konnte, nenne ich ihn aufgrund seiner beiden Figuren einfach mal Knabenbrunnen.
Knabenbrunnen - Prinzregentenplatz

Ein Stück weiter findet sich, ebenfalls an der Prinzregentenstraße das am 16. Dezember 1933 eröffnete Prinzregentenstadion mit seiner Eislaufbahn, das heute mit dem 1936 eröffneten, dahinter befindlichen Prinzregentenbad eine bauliche Einheit bildet.
Prinzregentenstadion

Das nächste sehenswerte Bauwerk in der Prinzregentenstraße ist die im neoklassizistischen Stil zwischen 1896 und 1897 errichtete Villa Stuck, die dem der Malerfürst Franz von Stuck bis zu seinem Tod als Atelier und Wohnhaus diente und heute als Museum für seine Werke sowie für wechselnde Ausstellungen anderer Künstler genutzt wird.
Villa Stuck

Direkt hinter der Villa Stuck beginnt der Europaplatz, an dessen Seiten sich die Straße für die Auto in einem weiten Bogen nach rechts und links in Richtung der Luitpoldbrücke windet. Am westlichen Ende des Europaplatzes findet sich schließlich der berühmte Münchner Friedensengel auf seiner 35m hohen Säule. Die zwischen April 1896 und Juli 1899 errichtete Skulptur erinnert an die 25 friedlichen Jahre nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71.

Säule & Friedensengel Friedensengel München
Friedensengel

Sockel der Friedensengel-Säule
Sockel des Friedensengel

Friedensengel - CloseUp Friedensengel
Friedensengel – Links: Nahaufnahme – Rechts: Vom Delfinbrunnen

Diese auf einer hohen Säule ruhende Nachbildung der Nike des Paionios dient als point de vue der Sichtachse der unteren Prinzregentenstraße.
Untere Prinzregentstraße - Sichtachse
Untere Prinzregentenstraße – Sichtachse

Unterhalb der Säule findet sich der sogenannte Delfinbrunnen mit seiner Fontaine, die von vier von Putten (kleinen Engelchen) gerittenen Delfinen umringt ist.

Delfinbrunnen & Blick in die Prinzregentenstraße
Delfinbrunnen & Blick in die Prinzregentenstraße

Delfinbrunnen & Friedensengel
Delfinbrunnen & Friedensengel – von unten gesehen

Über die Luitpoldbrücke, von der aus man in einiger Entfernung die Maximilianbrücke und dahinter sogar Teile des Müllerschen Volksbad sehen konnte, überquerte ich die Isar
Isar - Blick Richtung Maximiliansbrücke
Isar & Blick in Richtung Müllersches Volksbad

und folgte dann der Widenmayerstraße am westlichen Isarufer entlang. Auf der anderen Seite hinter den dort gelegenen Maximiliansanlagen tauchte auch schon bald die Spitze des Maximilaneums, dem Bayrischen Landtag auf.
Isar & Maximiliananlagen

An der Maximiliansbrücke angekommen konnte schließlich ich mehr dieses Gebäudes sehen.
Maximiliansbrücke & Maximilianeum
Maximiliansbrücke & Maximilianeum

Von der Maximiliansrücke aus konnte man einen weiteren schönen Blick auf die Isar zurück in Richtung Luitpoldbrücke werfen.
Isar & Luitpoldbrücke

Bald schon konnte ich das Maximilaneum in Gänze überblicken. Dieses zwischen 1957 und 1874 nach mehrmaligen Nachbesserungen auf Geheiß von König Maximilian II errichtete Gebäude beherbergt neben dem Bayrischen Landtag auch die von Maximilian II ins Leben gerufene Stiftung Maximilaneum, die begabte Studenten aus Bayern und der Pfalz unterstützt. Namhafte Günstlinge dieser Stiftung waren u.a der Politiker Franz-Josef Strauß, der Physiker Werner Heisenberg und der Schriftsteller Carl Amery.
Maximilaneum / Bayrischer Landtag

Links vorbei am Maximilaneum machte ich mich auf den Weg hoch in Richtung Max-Planck-Straße und Max-Weber-Platz, wobei ich weitere Einblicke in das Gebäude neben konnte.
Bayrischer Landtag - Seitenflügel
Seitenflügel Maximilaneum

Deutsche Flagge - Bayrischer Landtag
Deutsche Flagge – Maximilaneum

Bald schon erreichte ich den Max-Weber-Platz mit seinem überdachten, an einen Pavillion erinnerten U-Bahn Ausstieg. Er ist im übrigen zwei Personen dieses Namens gewidmet – ursprünglich nur dem Haidhausener Gemeindeschreiber und späteren Magistratsrat Max Weber, aber seit 1998 auch dem 1920 verstorbenen Soziologen und Nationalökonomen Max Weber, der zwischen 1919 und 1920 Nationalökonomie an die Universität München lehrte.
Max-Weber-Platz

Von hier aus hätte ich über die Einsteinstraße schnell zurück zum Leuchtenbergring gefunden, aber die bisher zurückgelegte Strecke war mir einfach noch zu kurz. Also bog ich in die Innere Wiener Straße ab, in der am Wiener Platz auch der Hofbräukeller München liegt, über den ich hier ja schon mal berichtet hatte.
Löwe am Wiener Platz
Löwenfigur am Wiener Platz

Diese Straße führte mich in Richtung Gasteig und Museumsinsel – doch noch vorher weckte ein Gebäude rechts in einem kleinen Park mein Interesse. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um die Ukrainische orthodoxe Kirche von München.
Ukrainische orthodoxe Kirche München Ukrainische orthodoxe Kirche München
Ukrainisch orthodoxe Kirche München

Am Gasteig bog ich schließlich in die Rosenheimer Straße ab und erreichte schließlich den Rosenheimer Platz, dessen unterirdische S-Bahn Station mir natürlich von jeder Fahrt in die Innenstadt bekannt war.
Rosenheimer Platz
Rosenheimer Platz

Von hier aus entschied ich mich der Weißenburger Straße mit ihren vielen Gaststätten und Cafés zu folgen und erreichte über der kurze Stück vom Rosenheimer Platz, das als Fußgängerzone ausgewiesen bin kurz den Weißenburger Platz, der von dem in seinem Zentrum stehenden und von zahlreichen Blumenbeeten und außen von Bäumen umgebenen Glaspalastbrunnen beherrscht wird.
Weißenburger Platz
Glaspalastbrunnen am Weißenburger Platz
Dieser 1853 von August von Voit entworfene Brunnen, der ursprünglich im Glaspalast des Alten Botanischen Garten nördlich des Karlsplatzes stand. Nachdem das Gebäude 1931 niedergebrannt war, wurde der Brunnen zuerst an dem Orleansplatz beim Ostbahnhof und bei dessen Umbau dann hierher verlegt.

Die komplette Weißenburger Straße entlang durchquerte ich dann das sogenannte Franzosenviertel von Haidhausen, das wegen seiner vielen französischen Straßennamen (Orleansstraße, Pariser Straße, Metzsstraße, Sedanstraße usw.) so genannt wird und erreicht schließlich den Orleansplatz am Ostbahnhof, dem wohl wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im Osten Münchens.
Orleansplatz
Am Orleansplatz

Von hier folgte ich der Orleansstraße bis zur Berg-am-Laim-Straße und von dort aus ging es dann zurück zum Leuchtenbergring. Mit über sieben Kilometer ein überaus ansehnlicher Spaziergang, der mir Lust auf mehr gemacht hat – zumal es in München ja so viel zu entdecken gibt. Bald wird es also weitere Photowalks durch meine Wahlheimat München geben. 😉

PS: Dieser Bericht ist erst später entstanden und wurde zurückdatiert.

Flugwerft & Schloßanlage Schleißheim

Saturday, September 10th, 2011

Auch heute wollte ich natürlich wieder nicht zu Hause versauern, daher machte ich mich auf den Weg nach Oberschleißheim nördlich von München, wo neben der sogenannten Flugwerft, einer Außenstelle des hiesigen Deutschen Museums, auch das dortige Schloß mit dem Wilhelmshof und seinem Schloßpark zu bewundern war. Zwar wäre ich auch mit der S-Bahn hingekommen, die Linie S1 hat direkt in Oberschleißheim einen Haltepunkt, doch ich rang mich dann doch dazu durch mit dem Auto zu fahren. Hätte ich den Verkehr auf dem Mittleren Ring bedacht, wäre die S-Bahn im Nachhinein gesehen auf jeden Fall Stressfreier gewesen, aber sei es drum. Nach etwa einer halben Stunde Autofahrt erreichte ich schließlich die Gemeinde Oberschleißheim, die im Norden direkt an München angrenzt. Der Verkehr auf dem Mittleren Ring an einem so schönen Samstag ist natürlich höllisch, aber glücklicherweise bin ich ohne größere Verzögerungen durchgekommen.

Flugwerft Schleißheim
Ich parkte mein Auto direkt neben dem alten Schloß und machte mich von dort aus erst einmal auf den Weg zur etwas südlich gelegenen Flugwerft, um genau zu sein die Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim, einer Außenstelle des deutschen Museums die sich südlich des Alten Oberschleißheimer Schloßes direkt am Sonderlandeplatz Schleißheim befindet, dem ältesten noch in Betrieb befindlichen Flughafen Deutschlands.

Eingangsbereich - Flugwerft Schleißheim
Eingangsbereich

Die Einrichtung schien gut relativ besucht wie es schien. Vor allem viele Familien mit Kindern konnte ich hier sehen. Auch viele Gruppen von Radfahrer hatten sich scheinbar diese Gegend als Ausflugsziel gewählt zu haben. Nachdem ich am Eingang meine Eintrittskarte zum Preis von 6 Euro gelöst hatte (diese Eintrittskarte gilt am selben Tag auch für das Hauptgebäude auf der Museumsinsel sowie das Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe),


Eintrittskarte – Links von vorne – Rechts von hinten

betrat ich wenig später die erste Halle des alten Gebäudeteils, in dem vor allem Gleitflieger und kleine Motorflugzeuge zu sehen waren – darunter auch ein Fieseler Fi 156 – genannt Storch.

Vordere Halle mit Fieseler "Storch" - Flugwerft Schleißheim

Von hier aus führte ein langer, zu beiden Seiten mit hohen Glaswänden abgegrenzter Gang in den hinteren Bereich der Ausstellung – vorbei an einer großen, für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Wartungshalle mit allerlei KrimsKrams darin. Über eine Empore konnte ich jedoch einen kurzen Blick hinein werfen.

Blick in die Wartungshalle - Flugwerft Schleißheim
Blick in die Wartungshalle

Schließlich erreichte ich die drei zusammenhängenden Hallen, die hier 1992 als Erweiterungsbau errichtet worden waren. Und hier fand sich der größte Teil der Exponate. Im ersten Teil der Hallen fanden sich dabei vor allem größere Propellermaschinen, darunter eine Antonov AN-2 aus dem Zweiten Weltkrieg und eine kleinere Cessna 195 aus den späten 1940ern und frühen 1950ern.

Erste Halle - Flugwerft Schleißheim
Blick in die erste Halle

Antonow AN-2
Antonow AN-2

Cessna 195 - Flugwerft Schleißheim
Cessna 195

Ab der zweiten Halle beherrschten jedoch die Düsenflugzeuge die Ausstellung. Als erstes fiel hier eine begehbare Dornier DO31 E3 ins Auge, eine senkrechtstartende Transportmaschine die 1959 von Dornier als Prototyp entwickelt worden war. Bei ihren frühen Flügen stellte sie damals gleich mehrere Rekorde für Senkrechtstarter, unter anderem im Bereich Geschwindigkeit mit 514km/h auf, aber bis auf die drei Prototypen, von denen die E3 einer ist, wurden das Programm in den frühen 1970er Jahren eingestellt.

Dornier DO31 E3
Dornier Do31 E3

Des weiteren fanden sich hier auch einige Hubschrauber, darunter ein russischer Kamow KA-26 aus den 1970er Jahren in seiner Agrar-Version mit großem Chemikalienbehälter zum besprühen von Feldern. Dieser konnte aber bei Bedarf auch gegen eine sechssitzige Passagierkabine ausgetauscht werden, was den KA-26 zu einem vielseitigen Fluggerät machte.

Kamow KA-26 (Agrarversion) - Flugwerft Schleißheim

Der Rest der Halle wurde von weiteren frühen Düsenjägern beherrscht, währen man an der Decke einige Segelflieger sehen konnte. Im vorderen Teil der Halle fand sich außerdem ein kleiner “Flugzirkus” an dem Kinder ein kleines Modellflugzeug an einer Schnur um einen Pfahl fliegen lassen konnten, indem sie einen Knopf drückten. Na ja, wenn so etwas den Kindern Spaß macht…

Mittlere Halle - Flugwerft Schleißheim

Flugzeuge - Flugwerft Schleißheim
Blick in die mittlere Halle

In der dritten Halle fanden sich wieder einige Düsenjäger, teilweise etwas modernerer Bauart. Darunter ein Lockhead F-104 “Starfighter” sowie die berühmte Mig-21.

Blick in die dritte Halle
Blick in die dritte Halle

Außerdem gab es hier die erste Raktenstufe einer kommerziellen EUROPA-Trägerrakete wie sie in den 1960er und 1970er Jahren vom europäischen ESA-Vorläufer ELDO (European Launcher Development Organisation) entwickelt worden waren.

Düsenjäger & Raktenstufe
Jets und Raketenstufe

1. Stufe der EUROPA-Rakete (Blue Streak)
Nahaufnahme – EUROPA-Rakete

Als ich die Halle wenig später verließ, konnte ich auch sehen dass weiter unten auf dem Flugplatz eine Vorführung von Modellflugzeugen stattfand. Hätte die Sonne nicht so gebrannt und hätte mich das mehr interessiert, hätte ich es mir vielleicht mal genauer angesehen – aber ich entschloss mich dazu weiter zu ziehen. Zumindest erklärte das warum auch einige Modellflugzeuge in der ersten Halle ausgestellt worden waren.

Modellbauvorführung - Flugwerft Schleißheim
Modellflugzeug-Vorführung

So begnügte ich mich damit hier noch einige Aufnahmen von den Gebäuden zu machen, bevor ich die Flugwerft wenig später wieder verließ und meine heutige Erkundung fortsetzte.

Blick auf die alten Hallen - Flugwerft Schleißheim
Alte Hallen der Flugwerft

Neue Hallen - Flugwerft Schleißheim
Neue Hallen

Vorderer Gebäudeteil - Flugwerft Schleißheim
Vorderer Gebäudeteil mit Turm

Schloßanlage Oberschleißheim
In Oberschleißheim gibt es um genau zu sein nicht nur ein, sondern sogar drei Schlößer. Der älteste Teil, der sogenannte Wilhelmshof oder Wilhelmsbau, den sich im Jahr 1598 der Bayrische Herzog Wilhelm V. zu der von ihm erworbenen Schwaige errichten ließ. Unter dem Begriff Schwaige, Schwaighof oder bayrisch Schwoag versteht sich dabei ein meist herrschaftlicher Hof in dem in Form einer Sennerei primär Vieh- und Milchwirtschaft betrieben wird. Vollendet wurde das Gebäude aber erst von dessen Sohn Maximilian I, der diesen Bereich später noch bis zu seinen heutigen Ausmaßen ausbaute. Auf beiden Seiten verläuft dabei ein Wasserkanal – über einen dieser Kanäle konnte ich auf meinem Rückweg von der Flugwerft schon mal einen Blick in Richtung Schloß werfen.

Kanal am Alten Schloß Oberschleißheim
Wasserkanal am Schloß

Der große Hof bildet den hinteren Teil der gesamten Anlage und wird offensichtlich auch heute noch regulär bewohnt – zumindest sah ich an einigen Seitengebäuden Briefkästen und Wäschespinnen auf dem Rasen davor. Den westlichen Abschluß des ersten Hofes bildet schließlich ein Haus, in dessen Mitte ein Durchgang mit ihm krönenden Uhrenturm zu finden ist.

Uhrenturm - Altes Schloß Oberschleißheim
Uhrenturm

Der Rest des Hofes wird heute durch eine T-förmig verlaufende Straße, für den öffentlichen Verkehr freigegebene Straße mit Allee beherrscht. Dieser Bereich schien aber keine nähere Betrachtung wert, daher wandte ich mich dem Durchgang unter dem Uhrenturm zu.

Hinterer Innenhof - Altes Schloß Oberschleißheim
Hinterer Innenhof mit Straßen und Allee

Durch dieses Tor betritt man einen weiteren, kleinen Innenhof mit gepflegtem Rasen, der etwa in der Mitte durch einen fließenden Bach in zwei Hälften getrennt wird. Hier hatte man auch das erste Mal Gelegenheit das Alte Schloß im Ganzen zu sehen, welches aber eher einem herrschaftlichem Haus als wirklich einem Schloß ähnelt.

Vorderer Innenhof - Altes Schloß Oberschleißheim

In vorderen Bereich des rechten Flügels findet sich die sogenannte Schloßwirtschaft, ein Gasthaus in dem Besucher Speisen und Getränke zu sich nehmen können. Links beherrschen ein großer Baum und ein Brunnen mit Heiligenfigur das Bild. Als ich näher kam konnte ich erkennen dass es sich bei dem Brunnen um einen Gedenkbrunnen für die Opfer des ersten Weltkrieges handelt.

Gedenkbrunnen im Innenhof des Alten Schloß Oberschleißheim
Gedenkbrunnen & Baum

Uhrenturm Alter Schloß Oberschleißheim
Rückblick auf den Uhrenturm vom kleinen Innenhof

Das Gebäude des alten Schloßes war geöffnet und konnte betreten werden, es existiert des weiteren im linken Bereich in weiterer kleiner Torbogen durch den man weiter gelangen kann. Sobald man auf der anderen Seite ankommt, erhält mein einen ersten Blick auf den Neuen Schloßbereich, der von Kurfürst Max Emanuel um 1700 als Residenz hinsichtlich der erhofften Kaiserwürde errichtet wurde. Ursrpünglich war hier eine vierflügelige Schloßanlage mit zusätzlichen Pavillions geplant, doch aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges 1704 und des Exils von Max Emanuel kamen die Bauarbeiten bis zu seiner Rückkehr aus dem Pariser Exil 1715 zum Stillstand. Realisiert wurde schließlich nur der monumentale Haupttrakt – auf die verbindenden Flügel zum alten Schloß und viele andere Pläne wurde aufgrund der schlechten finanziellen Lage verzichtet.

Neues Schloß Oberschleißheim
Neues Schloß Oberschleißheim – Haupttrakt

Mit seinem gepflegtem kleinen Park erinnerte dieses Schloß schon eher an das, was ich von meinem Besuch auf Schloß Nymphenburg her kannte. In diesem kleinen Park tummelte sich neben vielen anderen Besuchern auch ein Brautpaar, dass sich von einem Berufsfotografen wohl an ihrem Hochzeitstag vor dieser schönen Kulisse ablichten ließ. Verständlich – denn im Vergleich zum alten Schloß war dieses Gebäude wirklich pompös. Doch es sollte noch besser werden.

Altes Schloß Oberschleißheim
Rückblick auf das Alte Schloß

Sehenswert war auch die Tür des Neuen Schlosses mit seiner verspielten Ornamentik und seinen Figuren. Leider war sie verschlossen, so dass ich einmal komplett um das Gebäude herumgehen musste um in den hinteren Bereich zu gelangen.

Tür - Neues Schloß Schleißheim
Tür des Neuen Schloß Schleißheim

Nachdem ich an einigen rechteckig ausgerichteten Baumreihen vorbei gegangen war, konnte ich hinter einer weiteren Reihe Bäume bereits erahnen was mich hier erwartete.

Baumreihe
Blick auf den Hof des Neuen Schloßes Schleißheim

Und der Eindruck hatte nicht getrübt, den der Innenhof wurde von einer prächtigen, gepflegten Gartenanlage beherrscht, in der zwei kleinere Fontainen links und rechts sowie eine große Drillingsfontaine mit Kaskade im Hinteren Bereich des Hofgartens als Blickfang dienten.

Blick in den Schloßgarten
Blick in den Schloßgarten

Ähnlich wie in Nymphenburg verlief von der zentralen Treppe des Schloßes aus eine Sichtachse in den hinteren Bereich des Schloßparks. Hinter der Drillingsfontaine konnte ich dabei bereits das dritte der hiesigen Schlößer, Lustheim, erkennen.

Schloßgarten  - Schloß Oberschleißheim
Blick in die Sichtachse in Richtung Lustheim

Und auch der innere Bereich des Haupttraktes wirkte wirklich sehr prächtig. Der Baustil erinnerte klar an Nymphenburg, was aber auch nicht verwunderlich ist da auch hier der Architekt Joseph Effner gewirkt hat, der auch am Bau des Nymphenburger Schloßes beteiligt war.

Hauptgebäude - Schloß Oberschleißheim
Hauptgebäude – Neues Schloß Schleißheim

Ich folgte dem mittleren Weg und nahm als erstes die Drillingsfontaine in näheren Augenschein. Die ständig sprühenden Wassersäulen, zwei davon im unteren Becken und eine etwas größere im oberen Becken direkt über der zweistufigen Kaskade, erwiesen sich wirklich als wunderbares Werk der Brunnenbaukunst.

Blick auf den Fontainenbrunnen

Fontainen
Fontainen im Schloßpark Schleißheim

Zwischen dem oberen und unteren Becken führte eine schmale Mauer bis an die Kaskade heran. Auch wenn der Weg etwas wackelig war und die Gefahr eines unfreiwilligen Bades mit sich brachte, bestieg ich diese Mauer und nährte mit so der Kaskade. Von hier aus hatte man einen schönen Blick zurück auf das Hauptgebäude

Neues Schloß Oberschleißheim
Blick aus das Neue Schloß von der Kaskadenmauer

sowie in die andere Richtung auf Schloß Lustheim, das zum Greifen nah erschien.

Schloß Lustheim
Blick Richtung Lustheim von der Kaskadenmauer

Ähnlich wie bei der Hauptsichtachse in Nymphenburg hatte man auch hier im hinteren Bereich einen Kanal angelegt, an dem entlang gesäumt von Bäumen einige die Wege verliefen.

Blick über den Kanal Richtung Lustheim
Kanal in Richtung Lustheim

Fontänen und Neues Schloß Oberschleißheim
Fontainen und Neues Schloß

Ich folgte nun dem rechten Weg in Richtung Schloß Lustheim und musste schon bald feststellen dass die Entfernung weiter war als es erschien.

Blick auf den Kanal  - Schloß Oberschleißheim
Am Lustheim-Kanal

Wie bei solchen Wasserflächen üblich tummelten sich auch hier einige Wasservögel, die von einigen Besuchern sogar gefüttert wurden. Ich entdeckte unter anderem Wildgänse

Gans  - Schloß Oberschleißheim

einige Stockenten die ihre Runden über den Kanal zogen

Enten auf dem Kanal - Schloß Oberschleißheim

sowie natürlich Schwäne, wobei ich dabei auch einige braune Exemplare entdeckte. Zuerst dachte ich ja dass es sich hier um weibliche Tiere handelt, denn auch bei Enten sind Weibchen eher braun während das Männchen mit prächtigen Gefieder aufwartet. Doch meine Recherche zeigte mir dass es sich hier wohl um ältere Jungtiere handeln muss, die noch nicht ihr weißes Gefieder bekommen haben.

Schwan mit Jungtieren  - Schloß Oberschleißheim
Schwan mit Jungtieren

Des weiteren fiel mir auf dass viele schmale, durch Hecken begrenzte Sichtachsen vom Hauptweg fort liefen – ohne dass diese jedoch als Wege für die Besucher zu erkennen waren. Einige kümmerte das auch nicht und sie schlugen sich im wahrsten Sinne des Wortes “in die Büsche” – ich entschloß mich aber dazu am Kanal zu verbleiben.

Sichtachse

Schließlich erreichte ich Schloß Lustheim, ein kleines Jagd- und Gartenschlösschen welches Kurfürst Max Emanuel im Jahre 1685 anlässlich seiner Hochzeit mit der sterreichischen Kaisertochter Maria Antonia beauftragte und von seinem Hofarchitekten Henrico Zuccalli errichtet. Das im Stil italienischer Casinobauten errichtete Schloß sollte mit seinen 1300m Entfernung vom Hauptgebäude in der alten Planung das Zentrum der weitläufigen Schloßanlage werden. Heute liegt es am westlichen Ende – dahinter endet wenig später der Schloßpark.

Schloß Lustheim
Lustheim

Blick auf das Neue Schloss von Lustheim
Blick zurück zum Neuen Schloß

Der kleine Garten vor dem Schloß wirkt dabei nicht ganz so sauber strukturiert wie der Garten vor dem Haupttrakt mit seinen Fontainen, hat aber auch irgendwie seinen Reiz.
Nachdem ich Lustheim einmal umrundet hatte, machte ich mich schließlich auf den Rückweg und wählte dabei dieses Mal das andere Ufer.

Brücke

In der Mitte des Kanals – das hatte ich vorhin ganz vergessen zu erwähnen, gibt es außerdem eine “Ausbuchtung”, die die Gradlinigkeit des Wasserweges visuell etwas auflockert.

Bogen - Schloßpark Oberschleißheim

An der Kaskade vorbei wandte ich mich schließlich in Richtung der südlichen Spitze des Haupttrakts, wo ich den Park verließ.

Neues Schloß Oberschleißheim

Wäre ich nicht von meiner Tour vom letzten Wochenende noch etwas Fußlahm gewesen, hätte ich meine Erkundung bestimmt noch etwas ausgedehnt – da die Spuren aber wohl noch etwas brauchen um ganz zu verschwinden beließ ich es mit diesem Rundgang für heute dabei.

Zum Abschluß natürlich noch wie immer eine kleine Übersichtskarte des zurückgelegten Weges – auch dieses Mal wieder als interaktive Google-Maps-Karte.


Die Strecke dürfte sechs Kilometer knapp unterschreiten, also kein wirklich großer Rundgang heute. Aber ich bin sicher dass ich schon bald wieder mir größeren Aktionen dienen kann.

Abschließend möchte ich noch bemerken, dass sich der Besuch der Schloßanlage auf jeden Fall lohnt, ob die Flugwerft wirklich interessant ist sei jedem selbst überlassen, denn die Anzahl der ausgestellten Flugzeuge und die Bandbreite unterschreitet meiner Meinung nach das, was man auf der Museumsinsel im Hauptgebäude des deutschen Museums auf mehreren Etagen bewundern kann. Aber ob man die sechs Euro ausgeben will oder nicht sei jedem dabei natürlich selbst überlassen. 😉

Schloss Nymphenburg, Schlosspark & Botanischer Garten – ein Rundgang

Sunday, September 4th, 2011

Am Samstag sollten die Temperaturen angenehme 29 bis 30 Grad erreichen – ein wunderschöner Sommertag den ich natürlich ungern zu Hause verbringen wollte. Also nutzte ich die Gelegenheit mir einen Teil Münchens anzusehen den ich bisher noch nicht kannte. Dabei fiel meine Wahl auf Neuhausen nordöstlich des Hauptbahnhofes, Nymphenburg und natürlich das Nymphenburger Schloß mit seinem Schlosspark und dem botanischen Garten. Als ich heute morgen gegen 10:00 Uhr aufbrach waren die Temperaturen aber noch einigermaßen angenehm, so dass ich mich dazu entschloss mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof zu fahren und von dort meine Tour zu beginnen.
Ich verließ also den Hauptbahnhof auf der Seite der Arnulfstraße und folgte dieser ein Stück, um dann in die Seidlstraße einzubiegen und ihr Richtung Norden zu folgen. Dieser Teil Münchens gehört wohl noch knapp zum Stadtteil Maxvorstadt. Am Stiglmaierplatz‎ fand sich das erste Motiv das es mir wert erschien abgelichtet zu werden: Der Löwenbräukeller – natürlich mit angeschlossenem Biergarten.

Löwenbräu-Brauhaus
Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz

Diese 1883 eröffnete Schankwirtschaft, die zum angrenzenden Brauereigelände der Löwen-Brauererei gehört, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Am Anfang des 20ten Jahrhunderts entwickelte sich dieser Ort zu einem wichtigen Veranstaltungszentrum in dem internationale Künstler auftraten und während des Dritten Reiches wurden nach der Zerstörung des ursprünglichen Veranstaltungsort Bürgerbräukeller durch das missglückte Hitler-Attentat des Schreiners Georg Elser alle Veranstaltungen der NSDAP hierher verlegt. Zwar wurde das Gebäude durch einen Luftangriff Ende 1944 schwer beschädigt, aber 1950 schon wieder aufgebaut und baulich verbessert. Seit 1984 und 1985 stehen Teile des Löwenbräukellers unter Denkmalschutz. Heute finden dort – wie ich anhand von Ankündigungen auf Plakaten sehen konnte – u.a. auch After-Oktoberfest-Partys statt.
Nach dem Stiglmaierplatz wird die die Scheidlstraße zur Dachauer Straße. Wie ich im Nachhinein feststelle hätte ich am Löwenbräukeller eigentlich nach links in die Nymphenburger Straße abbiegen sollen, das hätte mir einen Umweg erspart, aber damals war mir das nicht bewusst. Ich folgte also der Dachauer Straße weiter, vorbei ein einem hübschen und schattigen Platz zwischen Schleißheimer und Dachauer Straße

Platz an der Dachauer Straße, Höhe Schleißheimer Straße
Platz zw. Dachauer und Schleißheimer Straße

und erreichte schließlich die Kreuzung Dachauer und Sandstraße. Hier überlegte ich zwar kurz ein Stück mit der Straßenbahn zu fahren, entschied aber dann doch dagegen.

Sandstraße
Haltestelle Sandstraße – Dachauer Straße

Kräne - Sandstraße, Ecke Dachauer Straße
Kräne über der Sandstraße

Nachdem ich die Straßenseite gewechselt hatte und der Dachauer Straße ein Stück weiter gefolgt war, entdeckte ich in einer Seitenstraße einen recht imposant anmutenden Sakralbau, den ich mir mal näher anschauen wollte.

St. Benno Kirche - Neuhausen
St. Benno Kirche – Kirchenschiff

St.Benno Kirche - Neuhausen
St. Benno Kirche – Front

Diese neoromanische, katholische Pfarrkirche am Übergang von Neuhausen zum Stadtteil Maxvorstadt, früher nannte man diesen Bereich zwischen Dachauer Straße/Leonrodstraße und der Winzererstraße Kasernenviertel, ist dem Münchner Stadtpatron St. Benno (Benno von Meißen) gewidmet, dessen Gebeine allerdings nicht hier sondern in der Frauenkirche beerdigt sind.
Nach diesem kurzen Abstecher kehrte ich über die Linprunstraße und die Lothstraße auf die Dachauer Straße zurück. Hier von der Tram-Haltestelle Lothstraße konnte man im Schein der immer heißer strahlenden Sonne gerade noch die Türme der Frauenkirche erkennen.

Lothstraße - Blick Richtung Frauenkirche
Frauenkirche – Gesehen von Dauchauer Straße, Ecke Lothstraße

Ein Backsteingebäude erweckte hier kurz meine Aufmerksamkeit, das mit seinen stilisierten Türmchen recht interessant anzusehen war. Wie sich herausstellte handelte es sich um ein Gebäude der Technischen Universität München, das wohl einige seiner Institute beherbergt.

Institut der Technischen Uni München
Institute der TU München – Lothstraße

Ich begann nun wieder der Dachauer Straße in Richtung Norden zu folgen. Es folgten viele Mehrfamilienhäuser aus den fünfziger und sechziger Jahren des 20ten Jahrhunderts und einige kleine Geschäfte, aber bis zum Leonrodplatz an der Kreuzung Dachauer Straße – Leonrodstraße erschien mir nichts besonders beachtenswert zu sein.

Leonrodplatz
Leonrodplatz – München

Hier entschied ich mich endlich dazu, mich erneut via iPhone GPS zu orientieren. Der schnellste Weg in Richtung Schloß Nymphenburg wäre wohl der Weg durch die kleine Dom-Pedro-Straße gewesen, doch ich entschloss mich dazu doch der Leonrodstraße in Richtung Rotkreuzplatz zu folgen. Vorher holte ich mir noch in einem Kiosk am Leonrodplatz ein Getränk zum Preis von 1,35 Euro plus 0,15 Pfand.

Leonrodstraße
Blick in die Leonrodstraße – Leonrodplatz

Vorbei am Bayrischen Kriegsarchiv, einem gedrungenem Backsteingebäude mit reichlich Efeubewuchs in dem Unterlagen und Materialien über die Bayrische Militärgeschichte seit dem 17ten Jahrhundert lagern sowie seinem dazugehörigen kleinen Park

Bayrisches Kriegsarchiv - Leonrodstraße
Bayrisches Kriegsarchiv

folgte ich also der Leonrodstraße, vorbei an einer großen Audi-Niederlassung an der Ecke Albrechtstraße,

Audi - Leonrodstraße - München
Audi – Leonrodstraße, Ecke Albrechtstraße

überquerte an der Landshuter Allee einen Teil des hier unterirdisch verlaufenden Mittleren Rings

Landshuter Allee
Landshuter Allee

und erreichte schließlich den Rotkreuzplatz.

Rotkreuzplatz München
Rotkreuzplatz München

Dieser Platz wird im Allgemeinen als das Zentrum des Münchner Stadtteils Neuhausen bezeichnet. Aktuell fand hier ein kleiner Markt statt, der sich um den Brunnen Das steinerne Paar (gestaltet von Prof. Klaus Schultze von der hiesigen Akademie der bildenden Künste) auf dem vorderen Teil des Rotkreuzplatzes gruppierte.

Brunnen Das steinerne Paar am Rotkreuzplatz München
Das Steinerne Paar” – Rotkreuzplatz München

Natürlich durfte aber auch der obligatorische Biergarten – hier Bestandteil der Gaststätte Jagdschlössl – nicht fehlen.

Gaststätte Jagdschlüssel mit Biergarten - Rotkreutplatz
Biergarten Jagdschlössl – Rotkreuzplatz

Als dominantestes Gebäude kann man aber zweifellos des große Schwesternwohnheim des Rotkreuzkrankenhauses bezeichnen, dass den ganzen Platz überragt.

Schwesternschaft - Rotkreuzplatz München
Schwesternschaft – Schwesternwohnheim Rotkreuzplatz München

Ich wandte mich nun die Nymphenburger Straße entlang wieder in Richtung Norden. Durch das schöne Nymphenburg kam ich schließlich südlich des Grünwaldparkes ein kleines, einzelstehende Gebäude entdeckte, über dem die Aufschrift “Warteraum” prangte und das sich beim Umrunden als kleiner Kiosk herausstellte. Vermutlich war hier wirklich mal ein Warteraum gewesen, doch in Zeiten von im 10 bis 15-Minuten-Takt fahrenden Trams ist so etwas nicht mehr wirklich notwendig.

Warteraum - Kiosk Nymphenburger Straße - Westseite Warteraum - Kiosk Nymphenburger Straße - Südwestseite
Warteraum - Kiosk Nymphenburger Straße - Südseite Warteraum - Kiosk Nymphenburger Straße - Ostseite
Warteraum – Kiosk Nymphenburger Straße, Ecke Waisenhausstraße

Als nächstes betrat ich den Grünwaldpark, eine der vielen Grünflächen hier in München, der mit Basketballnetz, Tischtennisplatte und Spielplatz unter reichlich altem, schattenspendenden Baumbestand und sonnigen Wiesen recht hübsch anzusehen war und eigentlich zum verweilen einlud. Doch ich durchquerte ihn nur schnellen Schrittes, denn ich wusste dass ich meinem Ziel, dem Schloss Nymphenburg, nahe war.

Grünwaldpark

Grünwaldpark
Impressionen aus dem Grünwaldpark – München-Neuhausen

Dann endlich erreichte ich das “untere” Ende des Nymphenburger Kanals mit dem Gebäude Hubertusbrunnen.

Hubertusbrunnen - Westende Schloßkanal Nymphenburg

Grade als ich ankam landete ein Pärchen Schwäne und flog kurz darauf wieder weg – ein interessantes Schauspiel wie ich fand da die Vögel hierbei niedrig über das Wasser fliegen und mit den Spitzen ihrer Flügel das Wasser berühren. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen das Ganze abzulichten.

Landende Schwäne
Landende Schwäne

Startender Schwan
Startender Schwan

Aber das nur am Rande erwähnt – eigentlich wollte ich ja über den Hubertusbrunnen berichten. Dieses zwischen 1903 und 1904 nach Plänen von Adolf von Hildebrands als Tempel ausgeführte Brunnenhaus ist das östlichste alle Bauwerke, die wie der vor ihm in einem Weiher endende Kanal zur Schloßanlage Nymphenburg gehört.

Brunnenhaus am Westende des Kanals
Hubertusbrunnen

Leider war das Innere verschlossen, denn hier findet sich ein Brunnen mit großer Hirschfigur, die gemäß der Legende des Heiligen Hubertus ein Kreuz im Geweih trägt. Auch von der Figur des heiligen Hubertus selbst, die auf dem Dach kniet, konnte ich keine gute Aufnahme machen – aber die beiden Figuren die links und rechts in den Nischen zu sehen waren konnte ich kurz meine Aufmerksamkeit widmen.

Rechte Figur - Brunnenhaus
Recht Figur – Neptun – Hubertusbrunnen

Linke Figur - Brunnenhaus
Linke Figur – Hubertusbrunnen

Die rechte Figur sollte wohl den Meeresgott Neptun darstellen, die linke konnte ich nicht genau identifizieren – wohl eine alte Frau mit Bündel in abgerissenen Kleidern. Irgend ein Witzbold hatte diese Figur noch mit einem Zigarettenstummel verziert, was mich kurz zum schmunzeln brachte, da es der Statue einen etwas verwegenen Ausdruck gab.

Raucher?
Hubertusbrunnen-Figur mit Zigarettenstummel

Und natürlich konnte man von hier aus auch einen ersten Blick den Nymphenburger Kanal entlang auf das in einiger Entfernung zu erkennende Hauptgebäude des Nymphenburger Schlosses werfen.

Blick Richtung Schloß Nymphenburg vom Brunnenhaus
Blick Richtung Nymphenburger Schloss vom Hubertusbrunnen

Ich folgte der Nördlichen Ausfahrtsallee bis zu der kleinen Fußgängerbrücke im obigen Bild. Von dieser Brücke aus konnte man noch einmal einen Blick zurück in Richtung Hubertusbrunnen und in Richtung Schloß wenden.

Blick in Richtung Brunnenhaus
Blick in Richtung Hubertusbrunnen

Schloß Nymphenburg von Renatastraßen-Brücke
Blick Richtung Schloss Nymphenburg

Von hier an folgte ich der Südlichen Auffahrtsallee vorbei ein einigen hübschen kleinen Häusern mit Garten und zwei oder drei Biergärten bis zur Brücke zwischen Notburgastraße und Menzinger Straße, vorbei an Joggern, Spaziergängern und meist älteren Leuten die auf den reichlich vorhandenen Parkbänken den Vormittag genossen.

Brücke Notburgastraße
Brücke Notburga-/Menzinger Straße

Von der Brücke warf ich noch einen letzten Blick in Richtung Schloss

Schloß Nymphenburg von der Brücke Notburgastraße
Schloß Nymphenburg von der Brücke Notburgastraße

dann wandte ich mich über das letzte Stück der Südlichen Auffahrtsallee endlich in Richtung Hauptgebäude. Als die Bäume sich lichteten gelang mir das erste Mal, den Gebäudekomplex in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Schloß Nymphenburg
Schloß Nymphenburg

Der Mittelteil und somit das Hauptgebäude des Schlosses wurde 1674/75 vom italienischen Baumeister und Architekten Agostino Barelli im Stil eines italienischen Landhauses des Hochbarock aus Kelheimer Sandstein errichtet, nachdem Kurfürst Ferdinand Maria dieses Gebäude 1664 als Geschenk für seiner Frau Adelheid von Savoyen für die Geburt des lang erhofften Thronfolgers Max Emmanuel in Auftrag gegeben hatte. Die beiden Galerien links und rechts sowie die daran anschließenden Pavillons folgten durch Kurfürst Max Emanuel zwischen 1702 und 1704. Im Jahre 1716 wurde die Fassade des Hauptgebäudes schließlich im Französischen Stil des Hofes des dortigen Sonnenkönigs verändert. Nach und nach wurde bis 1730 vor dem Schloss eine Rondellbebauung angeschlossen, die als Wohnräume für Hofbedienstete gedacht waren – hier sollte nach Plänen von Joseph Effner eine barocke Idelastadt (“Carlstadt“) mit sternförmige Alleen entstehen und die drei Sommerresidenzen Nymphenburg, Schleißheim und Dachau sollten mit einem Kanalsystem verbunden werden. All dies wurde aber nie realisiert.
Vor dem Schloß findet sich mehrere Teiche und ein Steg mit einer kleinen Wiese, die ich hier einfach mal als Schwanenwiese bezeichnen möchte.

Blick auf den Nordflügel - Schloß Nymphenburg
Blick auf den Nordflügel von der Schwanenwiese

Hier finden sich neben Schwänen und Kanadischen Gänsen zahlreiche andere Wasservögel die von den Besuchern gefüttert werden und sich im Gegenzug recht zutraulich ablichten lassen. Ich hatte zwar kein Futter bei mir, nutzte die Gelegenheit aber auch den hiesigen reichhaltigen Vogelbestand im Bild festzuhalten. Leider konnte ich nicht alle Arten identifizieren – für Hinweise wäre ich aber dankbar.

Schwan im Ganzen
Schwan im Ganzen

Schwan - Großaufnahme
Schwan – Nahaufnahme

Kanadagans
Kanandagans

Wasservogel Moewe?
Weitere Wasservögel

Ente / Gans ?
Graugans (?)

Außerdem hat man hier auch einen schönen Blick auf das Schloss.

See mit Schwan - Schloß Nymphenburg
Schloss Nymphenburg von der Schwanenwiese

Bei all der Fotografierei muss man hier allerdings höllisch aufpassen nicht allzu sehr in die reichlich vorhandenen Ausscheidungen dieser Tiere (Vogelscheiße) zu treten. 😉 Zum Glück hatte ich keine Schuhe mit allzu tiefem Profil an, so dass sich die Beschmutzung in Grenzen hielt.

Schwanenwiese vor Schloß Nymphenburg
Schwanenwiese mit Exkrementen

Ich nährte mich nun weiter dem Schloss und betrat den Vorplatz neben der vorderen Fontaine, die in einem runden Teich zwischen einigen Steinen lokalisiert ist. In Aktion konnte ich sie allerdings nicht sehen.

Fontaine vor Schloß Nymphenburg
Vorplatz mit Fontaine

Direkt am Mittelgang findet sich hier auch ein aus Sandstein gehauenes Wappen – ich vermute mal dass es sich um das Wappen des Kurfürsten handelt. Zumindest ist es nicht das Wappen des Hauses Wittelsbacher, denn das sieht meines Wissens anders aus.

Wappen - Schloß Nymphenburg
Wappen vor dem Schloss Nymphenburg

Über den Durchgang an der nördlichen Galerie erreichte ich schließlich den vorderen Teil des Schlossgartens, den man mit seinem gepflegten Rasen und Beeten sowie den Vasen und Figuren als Großes Parterre bezeichnet.

Blick auf das Große Parterre - Schlosspark Nymphenburg
Blick auf das Große Parterre

Nachdem ich mir aufgrund der inzwischen aufkommenden Mittagshitze eine weitere Flasche Wasser zum stolzen Preis von 3 Euro (im Vergleich zu 1,50 Euro am Leonrodplatz) gekauft hatte, wandte ich mich einem Rundgang im Schlosspark zu und durchquerte dabei zuerst einmal das Große Parterre auf dem mittleren Weg, von wo man einen schönen Blick auf den inneren Teil des Schlossgebäudes mit seiner Doppeltreppe hat.

Parterre - Schlosspark Nymphenburg
Blick auf das Hauptgebäude vom Großen Parterre

Wie bereits weiter oben erwähnt zieren zahlreiche Statuen und Vasen diesen Teil des Gartens, wobei vor allem die Statuen alle der griechischen und römischen Mythologie entlehnt sind. So entdeckte ich einen seinen Sohn fressenden Saturn, einen Herkules, eine weibliche Figur die wohl Hera darstellte und Neptun mit seinem Dreizack.

Saturn-Statue - Schlosspark Nymphenburg Herkules-Statue - Schlosspark Nymphenburg
Links: Saturn frisst eines seiner Kinder – Rechts: Herkules

Hera Statue - Schlosspark Nymphenburg Neptun Statue - Schlosspark Nymphenburg
Links: Hera(?) – Rechts: Neptun

Von etwas weiter hinten konnte man außerdem noch einmal den mittleren Teil des Schlosses im Ganzen betrachten.

Schloß Nymphenburg & Großes Parterre
Schloß Nymphenburg & Großes Parterre

Ich wandte mich aber nun in Richtung Osten, wo gleich hinter dem Parterre und einer weiteren Fontaine ähnlich jener vor dem Schloss der Kanal weiter geführt worden war.

Blick entlang des Kanals - Schlosspark Nymphenburg

Über die südliche, schattige Allee bewegte ich mich nun etwas den Kanal entlang.

Weg am Kanal
Allee am Kanal – Schlosspark Nymphenburg

Etwa auf der Hälfte der Strecke überquert eine kleine Fußgängerbrücke den Kanal. Hier entschied ich mich dazu von der Süd- auf die Nordseite zu wechseln und noch ein paar Schnappschüsse zu tätigen – einer davon in Richtung Schloss und einer in Richtung der Großen Kaskade, die an Ende des Kanals bereis zu erkennen war und die mein nächstes Ziel sein sollte.

Blick entlang des Kanals Richtung Schloß
Blick entlang des Kanals in Richtung Schloss

Blick entlang des Kanals in Richtung Große Kaskade
Blick entlang des Kanals in Richtung Große Kaskade

Nach einigen weiteren Metern erreichte ich schließlich das zu einem kleinen See verbreiterte Ende des Kanals und die dahinter liegende Große Kaskade.

See & Große Kaskade
See & Große Kaskade

Man muss wissen dass all das Wasser, das den Schlosspark und den Nymphenburger Kanals durchfließt über den westlichen Pasing-Nymphenburger Kanal vom Fluss Würm herangeführt wird. Dieser Fluss ist der einzige Abfluss des Würmsees, der seit 1962 amtlich aber nur noch als Starnberger See bekannt ist. Ein Beachtlicher Teil dieses Wassers fließt dabei über genau diese Große Kaskade, die mit ihren drei Treppen im Jahre 1717 von Joseph Effner nach Plänen von François Roëttiers erbaut wurde. Flankiert ist die Große Kaskade dabei wieder von zahlreichen Statuen mit Motiven des klassischen Altertums.

Große Kaskade
Große Kaskade und Figuren

Große Kaskade Große Kaskade - Nahaufnahme
Große Kaskade – Nahaufnahmen

Das Wasser kommt dabei stoßweise über die drei zweistufigen Wassertreppen geflossen, was ein “flappendes” Plätschern mit sich bringt.
Die Große Kaskade bildet außerdem das Ende der langen Sichtachse vom Schloss her, dessen große Freitreppe man mit einiger Anstrengung noch in großer Entfernung erkennen kann.

Blick Richtung Schloß von der Großen Kaskade
Blick Richtung Schloss von unterhalb der Großen Kaskade

Blick Richten Schloß von der Großen Kaskade
Blick Richtung Schloss von oberhalb der Großen Kaskade

Hinter dieser Großen Kaskade sieht man schließlich noch einen Teil des Pasing-Nymphenburger Kanals, der jedoch mit einem Zaun übergrenzt ist, der das Ende des Schlossparks bezeichnet.

Oberhalb der großen Kaskade
Ende des Schlossparks oberhalb Große Kaskade

Ich entschloss mich dazu, nun zuerst den südlichen Teil des Schlossparks Nymphenburg etwas näher zu erkunden. Von der Kaskade aus kommend wandte ich mich also nach rechts und begab mich in den unteren Teil des Parks. Nach einer gewissen Strecke durch dichtes, naturbelassenes Gehölz – angeblich soll hier sogar Wild leben – kam ich schließlich an der Südlichen Durchsicht an – einer von drei Sichtachsen die Sternförmig vom Schloss weg nach Westen verlaufen. Der Kanal bildet dabei die mittlere Sichtachse.

Südliche Durchsicht - Schlosspark Nymphenburg

Südliche Durchsicht - Schlosspark Nymphenburg
An der Südlichen Durchsicht

Das betreten der Wiesen hier wie auch in anderen Teilen des Parks ist durch zahlreiche Schilder untersagt – wohl auch um die zahlreichen Krokusse zu schützen die überall auf den Grünflächen blühen. Dabei ist die Formulierung auf den Schildern sehr freundlich gewählt wie ich finde.

Verbotsschild - Schloßpark Nymphenburg
Verbotsschild

Krokusse - Schlosspark Nymphenburg
Krokus – Schlosspark Nymphenburg

Dann erreichte ich den Großen See und erblickte einen Rundbau im klassischen Stil, der sich bei näherer Betrachtung als kleiner Apollontempel herausstellte.

Apollontempel - Schlosspark Nymphenburg
Apollontempel

Während ich den Großen See umrundete konnte ich noch einen weiteren Blick darauf werfen.

Apollontempel - Schlosspark Nymphenburg
Apollontempel von der südlichen Seeseite

Auf der Südostseite des Großen Sees erreichte ich schließlich die sogenannte Badenburg.

Badenburg - Nordwestseite
Badenburg – Nordwestseite

Badenburg - Südseite
Badenburg – Südseite

Dieses zwischen 1718 und 1721 von Joseph Effner für Kurfürst Max Emanuel erbaute Lustschlösschen war wohl das erste Gebäude in Europa, das ausschließlich dazu diente ein komfortables Bad zu genießen. Neben dem sich über zwei Stockwerke Baderaum, der von dem 8,70 × 6,10m großen, mit holländischen Fliesen ausglegten Becken mit 1,45 Metern Tiefe, finden sich aber auch im Obergeschosse einige weitere Zimmer, die als Schlaf-, Schreib- Garderoben- und Spielzimmer dienten. Die Anlagen für die Warmwasserzubereitung befinden sich im Unterschoss.
Südlich des Schlosses findet sich außerdem eine weitere Sichtachse, die tief in den südlichen Teil des Parks hinein reicht. Diesen Part wollte ich mir aber heute sparen.

Sichtachse südlich Badenburg - Schlosspark Nymphenburg
Sichtachse südlich der Badenburg

Viel mehr wandte ich mich weiter in Richtung Osten und durchquerte ein weiteres, naturbelassenes Teilstück des Schlossparks

Weg im südlichen Schlosspark Nymphenburg Dichte Bewaldung
Im südlichen Schlosspark Nymphenburg

und kam nach einiger Zeit am Brunnenwärterhaus und dem daneben gelegenen Hirschgartenbrunnhaus – dem sogenannten “Dörfchen” – am südlichen Parkkanal an. Hier wurde das höflich idealisierte Landleben zelebriert. Außerdem finden sich hier auch Pumpenanlagen, die die Fontaine im Großen Parterre versorgen.

Dörfchen mit Brunnenwärterhaus
Dörfchen mit Brunnenwärterhaus
Dörfchen und Brunnenwärterhaus

Mein nächstes Ziel war die Amalienburg, die 1734 bis 1739 als Jagdschlösschen für die Fasanenjagd erbaut worden war.

Amalienburg - Ostansicht
Amalienburg – Ostseite

Amalienburg - Westansicht
Amalienburg – Westansicht

Neben dem großen Spiegelsaal finden sich in diesem einstöckigen Gebäude im Rokoko-Stil auch ein Fasanenzimmer, ein Ruhezimmer und ein Jagdzimmer in ein Blaues Kabinett. Ich verzichtete jedoch mir das Gebäude von Innen anzusehen, sondern wandte mich weiter in Richtung Osten.
Hier passierte ich wenig später den Prinzregentengarten – auch als Kronprinzengarten oder Ludwigsgarten bekannt – mit seinem kleinen zweistöckigen Holzgebäude, das im Volksmund gerne als “Hexenhäuschen” bezeichnet wird.

Hexenhäuschen am Prinzregentengarten

“Hexenhäuschen” am Prinzregentengarten

Dieses kleine, übersichtliche Garten wurde 1799 für den jungen Ludwig I. errichtet und diente ihm zur Erholung.
Wenig später erreichte ich wieder das Große Parterre vor dem Schloss, dass ich überquerste und mich nun dem nördlichen Teil des Parks zuwandte. Dabei galt meine erste Aufmerksamkeit den Gewächshäusern gleich oberhalb des Gartenparterre (Großes Parterre). Diese drei Gewächshäuser befinden sich in den sogenannten Blumengärten. Am nächsten zum Schloss findet sich erst einmal das Palmenhaus

Palmenhaus - Schlosspark Nymphenburg
Palmenhaus – Blumengärten Schlosspark Nymphenburg

Getrennt durch eine hohe Hecke, an deren Südende sich eine kleine, mit einer einzelnen frischen Blume geschmückte Frauenfigur versteckte,

Figur mit Blumen

erreicht man schließlich den mittleren Blumengarten mit dem Geranienhaus, das aufgrund seiner Glas-Eisen-Konstruktion auch als “Eisenhaus” bezeichnet wird. Die Kegelförmigen Abdeckungen in den Vorgärten verdecken übrigens Brunnen – warum man sie jetzt im Sommer allerdings nicht abdeckt ist mir unbekannt.

Geranienhaus- Schloßpark Nymphenburg
Geranienhaus
Geranienhaus – Blumengärten Schlosspark Nymphenburg

An der südlichen Seite des Gartens direkt gegenüber des Geranienhauses findet sich außerdem die Figurengruppe Urteil des Paris. Die Statuen zeigen Paris mit dem Apfel (ganz links) als Gegenstand des Streits, sowie Aphrodite, Hera und Pallas Athene (von links nach rechts); sie wurden von Landolin Ohmacht in Sandstein ausgeführt (1804–1807).

Figurengruppe Urteil des Paris von Landolin Ohmacht
Figurengruppe “Urteil des Paris”

Im linken Blumengarten findet sich schließlich das Palmenhaus mit dem Schloßcafé. Hier kann man sich unter reichlich schattenspendenden Sonnenschirmen ein wenig erfrischen.

Palmenhaus mit Café
Palmenhaus mit Schlosscafé

Ich jedoch setzt meine Erkundung fort und wandte mich weiter in Richtung Westen, wo ich nach einem längeren Fußmarsch schließlich den Pagodenburger See erreichte.

Pagodenburger See
Pagodenburger See

Direkt an diesem See findet sich Pagodenburg, das älteste der Lustschlösser hier im Schlosspark. Die Pagodenburg wurde als maison de plaisance unter Leitung von Joseph Effner 1716 bis 1719 der Überlieferung nach mit Verwendung eines Grundrissentwurfs von Max Emanuel erbaut. Bereits 1767 erfolgte eine Überarbeitung durch François Cuvilliés d. Ä. in der Art des Rokoko. Das doppelgeschossige Gebäude ist ein achteckiger Bau, der durch vier sehr kurze Flügel einen kreuzförmigen, nord-südlich ausgerichteten Grundriss hat. Im Erdgeschoss findet sich ein einzelner, mit holländischen Keramikkacheln ausgestatteter Raum, im Obergeschoss gibt es vier weitere Zimmer.

Pagodenburg - Schloßpark Nymphenburg

Pagodenburg - Schloßpark Nymphenburg
Pagodenburg – Schlosspark Nymphenburg

Von hier aus wandte ich mich in Richtung Norden um diesen Teil des Schlossparks noch einmal einer näheren Begehung zu unterziehen. Doch hier oben gibt es außer dichten, naturbelassenen Wäldern und natürlich der Nördlichen Durchsicht wenig sehenswertes. Einzig einige auf Parkbänken an Zeitung- oder Bücher lesende älteren Damen sowie ein paar Jogger begegneten mir.

Schloßpark Nymphenburg - Nördlicher Teil Schloßpark Nymphenburg - Nördlicher Teil
Im nördlichen Schlosspark

Schließlich passierte ich an der Südseite wieder den Pagodenburger See und konnte über die Wasserfläche einige weitere Blicke auf die Pagodenburg werfen.

Pagodenburg - Schloßpark Nymphenburg

Pagodenburg - Schloßpark Nymphenburg
Pagodenburg vom südlichen Pagodenburgsee-Ufer

Vorbei an der südliche der Blumengärten gelegenen Magdalenenklause, die ab 1725 durch Joseph Effner im Auftrag Max Emanuels als bewohnbare künstliche Ruine errichtet wurde und deren Innenräume als Grotten ausgestattet sind. Und ich hatte mich schon über den schlechten Zustand des Gebäudes gewundert – doch das scheint hier Absicht.
Aufgrund schlechten Sonnenstandes und dichtem Baumbewuchs konnte ich hier nur ein Foto schießen konnte wandte ich mich in Richtung Botanischer Garten – denn man hatte mir gesagt man sollte sich diesen bei einem Besuch im Schlosspark nicht entgehen lassen.

Magdalenenklause

An einer kleinen Mauer, die wohl Bestandteil der Schlossmauer ist, führte mich ein kleiner Durchgang schließlich in Richtung Botanischer Garten.

Durchgang zum Botanischen Garten München
Durchgang zum Botanischen Garten

Der hier am Schloss befindliche Botanische Garten ist übrigens der Nachfolger des früher im Stadtzentrum am Karlsplatz angesiedelten Alten Botanischen Gartens. Aufgrund des rasanten Stadtwachstums zog dieser jedoch 1914 hierher um – am Karlsplatz sind nur noch einige Reste davon zu erkennen.
Am Eingang zum Botanischen Garten München waren erst einmal fünf Euro Eintritt fällig, die ich etwas zähneknirschend löhnt – denn man hatte mir diese Einrichtung ja wärmstens empfohlen.


Eintrittskarte – Botanischer Garten

Also machte ich mich auf den Weg den Botanischen Garten zu erkunden und durchquerte hier als erstes den sogenannten Rhododendronhain.

Weg - Botanischer Garten München
Rhododendronhain – Botanischer Garten

Ich wandte mich nach rechts und kam wenig später auf einer Freifläche heraus, die von einem Teich im japanisch-asiatischen Stil beherrscht wurde. Innerhalb des Teiches fanden sich einige Krebsscheren (Stratiotes aloides), eine Wasserpflanzenart der Froschbissgewächse.

Teich - Botanischer Garten München
Teich

Krebsschere (Stratiotes aloides) - Botanischer Garten München
Krebsscheren (Stratiotes aloides)

Am südwestlichen Ende des Gartens erreichte ich schließlich den Systemgarten, in dem in konzentrischen Ringen angeordneten Beeten um ein kleines Pavillon einige Zier- und Zuchtpflanzen angepflanzt sind. Dieser Teil gehört zum Institut für Systematische Botanik der hiesigen Ludwig-Maximilians-Universität.

Pavillon Systemgarten - Botanischer Garten München
Pavillon – Systemgarten

Systemgarten - Botanischer Garten München
Systemgarten

Über die verwinkelten Wege erkundete ich weiter den Botanischen Garten und kam dabei an zahlreichen weiteren Lauben und Pavillons vorbei, die überall in diesem Teil zu sehen waren.

Pavillon - Botanischer Garten München
Pavillon

Links an dem sonst für Besucher unzugänglichen Teil bei den Gewächshäusern vorbei am Frühlingsgarten

Gewächshäuser - Botanischer Garten München
Gewächshäuser – Botanischer Garten München

kam ich schließlich im Schmuckhof vor dem Hauptgebäude an.

Schmuckhof - Botanischer Garten
Erster Blick auf den Schmuckhof

Von hier aus konnte man auch das kleine Parkcafé etwas oberhalb des Hauptgebäudes erkennen.

Parkcafé - Botanischer Garten München
Parkcafé

Mit unzähligen, blühenden Zierpflanzen bepflanzt und vorzüglich gepflegt kann man diesen Teil des Botanischen Gartens durchaus als Schmuckgarten bezeichnen – ein wirklich sehr erbaulicher Anblick der sich dem Besucher hier bietet. Im Zentrum vor dem Hauptgebäude findet sich ein großer Teich in dem zahlreiche Seerosen gezüchtet werden.

Hauptgebäude & Seerosenteich - Botanischer Garten München
Hauptgebäude

Seeroseteich - Botanischer Garten München
Seerosenteich

Jede einzelne Pflanze – nicht nur hier sondern im gesamten Botanischen Garten – ist im übrigen mit einem kleinen Schild versehen die sowohl den Deutschen als auch den lateinischen Namen sowie die Art bezeichnet – ein ziemlicher Aufwand den man hier treibt, aber doch recht hilfreich muss ich sagen.

Schmuckdahlie mit Beschriftung - Botanischer Garten München
Dahlia – mit Beschriftung

Vom Schmuckgarten aus wandte ich mich nach Osten und betrat nun das Arboretum (Bäume) und den Bereich des Pinetum (Nadelgehölze).

Arboretum - Botanischer Garten
Arboretum

Ein Weg führte im weiten Bogen durch den Nordosten des Botanischen Gartens, wo neben vielen heimischen Nadelbäumen auch einige arktische Gehölze gezeigt wurden, die ich so in dieser Form hier noch nie gesehen hatte.

Nadelgehölze - Botanischer Garten Artkisches Nadelgehölz - Botanischer Garten
Nadelgehölze – Links: Heimische Arten – Rechts Arktische Nadelbäume

Auch im Botanischen Garten fand sich natürlich ein kleiner See, an dessen Rand einige pflanzliche Moorbewohner gezeigt wurden.

Großer See - Botanischer Garten
See im Botanischen Garten

Außerdem findet sich hier am See auch das Alpinem – eine Gruppe von felsigen Hügeln die dazu dienen die Flora der Gebirge zu zeigen. Kleine Treppen zwischen den Bepflanzungen ermöglichen es dem Besucher darin ein wenig herumzuklettern.

Alpinum - Botanischer Garten Alpinum - Botanischer Garten
Alpinum – Botanischer Garten München

Vorbei an einem kleinen, schmucken Pavillon direkt am See der wohl das Pumpenhaus beherbergt

Pavillon Pumpenhaus
Pavillon / Pumpenhaus am See – Botanischer Garten

kam ich nach kurzem Fußmarsch wieder am Parkcafé raus, von dessen Terrasse man einen schönen Blick auf die darunter liegende Ökologische und Biologische Abteilung und das dahinter liegende Hauptgebäude hat. Im Café im Botanischen Garten herrscht übrigens Selbstbedienung, man muss sich seine Speisen und Getränke von innen selbst auf einem Tablett nach draußen holen.

Hauptgebäude - Botanischer Garten
Blick auf das Hauptgebäude

Durch einen mit Efeu gegrünten Gang

Begrünter Gang

begab ich mich ich noch einmal kurz zum hinteren Teil des Cafés

Gartencafé - Hinterer Teil - Botanischer Garten

und ging dann in einem Bogen in Richtung Ausgang an der Menzinger Straße. Dabei kam ich am Eingang zu den Gewächshäusern vorbei, die ich natürlich nicht ganz auslassen wollte – auch wenn ich langsam etwas Fußlahm wurde.

Eingang Gewächshäuser - Botanischer Garten
Eingang Gewächshäuser

Hier finden sich im mittleren Teil zuerst einmal einige Kakteen

Kakteen
Kakteen

in den seitlichen Gewächshäusern, die nach Pflanzenarten sortiert sind, gibt es aber auch zahlreiche Orchideen,

Orchidee
Orchideen

verschiedene Farnarten

Farne
Farne

sowie Wasserpflanzen zu sehen.

Wasserpflanzen
Wasserpflanzen

Im Wasserpflanzenhaus muss man außerdem auf die Schildkröten achten, die hier frei herum laufen – so besagte es zumindest das Schild am Eingang. Als ich diesen Teil besuchte lagen diese Tiere aber nur träge an einem kleinen Teich im Zentrum und beäugten gelangweilt die Besucher die vorbei gingen.

Schildkröten / Turtles
Schildkröten im Wasserpflanzen-Gewächshaus

Schildkröte / Turtle - CloseUp
Schildkröte – Nahaufnahme

Mit dem Besuch der Gewächshäuser beendete ich meinen heutigen Rundgang. Es war inzwischen ca. 15:30 und ich war über fünf Stunden unterwegs gewesen. Von der Haltestelle Botanischer Garten der Tram 17 an der Menzinger Straße aus machte ich mich auf den Rückweg.

Eingang Botanischer Garten - Menzinger Straße
Eingang Botanischer Garten – Menzinger Straße

Von den fast 500 Fotos die ich auf dieser Tour geschossen habe zeige ich hier natürlich nur eine Auswahl – die komplette Palette würde den Rahmen absolut sprengen. Ich hoffe mit diesem Bericht einen interessanten Einblick in den nordwestlichen Teil Münchens mit Neuhausen, Nymphenburg, dem Schloss Nymphenburg und dem Botanischen Garten gegeben zu haben. Zum Abschluss wie üblich noch eine kleine Übersichtskarte über die zurückgelegte Strecke – heute das erste Mal als interaktive, zoombare Karte auf Basis von Google Maps.


Meiner Berechnung nach dürften es fast 19km Fußmarsch gewesen sein – eine recht passable Leistung für einen Samstag mit Temperaturen bis zu 30 Grad. Bis auf ein wenig wundgelaufene Füße habe ich auch gut überstanden und bin schon mal gespannt wo es mich beim nächsten Mal hin verschlagen wird. Es gibt noch genug in und um München zu entdecken – soviel steht fest…

BMW-Welt & BMW-Museum München

Saturday, June 18th, 2011

Obwohl sich das Wetter am Samstag regnerisch und kühl zeigte, wir aber den Samstag doch gerne etwas konstruktiv gestalten wollten, entschlossen wir uns dazu der BMW-Welt und dem BMW-Museum an der Firmenzentrale dieses Autobauers nahe des Olympiaparks einen Besuch abzustatten.

Größere Kartenansicht
Die Anreise mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel gestaltet sich recht einfach – am besten nutzt man die U-Bahn Linie 3 in Richtung Moosach bis zur Haltestelle Olympiazentrum.
Die Bayrischen Motoren Werke, kurz BMW, entstanden aus dem 1913 von Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke GmbH, die sich 1917 zuerst in BMW GmbH und nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft schließlich in BMW AG umbenannte. Der Fokus war zu Beginn nicht sofort die Autoproduktion, sondern eher Herstellung von Luftschiff- und Flugzeugmotoren. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem durch den Versailler Vertrag entstandene Verbot für fünf Jahre, in Deutschland Flugzeugmotoren herzustellen, gerieten die Bayrischen Motorenwerke in eine Krise. Der damalige Hauptaktionär verließ die Firma und nahm dabei die Namensrechte an BMW mit. Er ging zu den Bayrischen Flugzeugwerken (Bfw) woraus später die neue BMW AG entstand. Aus der alten Firma BMW entstanden später die Süddeutsche Bremsen-AG und später die Knorr-Bremse AG. Im Jahre 1923 legten dann die Ingenieure Max Friz und Martin Stolle mit der Konstruktion des Motorrads BMW R 32 den Grundstein für die heutige Fahrzeug-Produktlinie der Firma. Bis heute hat sich das Grundprinzip dieses Motorrades erhalten: Boxermotor und Kardanantrieb im Doppelrohrrahmen. Mit der Übernahme der Fahrzeugfabrik Eisenach A.G., den Hersteller des Kleinwagens Dixi, im Jahre 1928 stieg BMW schließlich auch in den Automobilbau ein. Damit aber genug geschichtlicher Rückblick, kommen wir nun zum eigentlichen Besuch.
Die Gebäude der BMW-Welt, des BMW-Museums sowie auch die Firmenzentrale und das Hauptwerk grenzen direkt nördlich an das Olympia-Gelände mit dem Olympiapark an, das ich ja hier bereits Detailreich vorgestellt hatte. Verlässt man die U-Bahn Station Olympiazentrum, fällt sofort der Blick auf das futuristisch anmutende Gebäude der BMW-Welt, das sowohl als übergroße Ausstellungshalle als auch als Anlaufpunkt für Käufer dient, die dort ihren Neuwagen direkt beim Hersteller abholen können. Doch dazu später mehr.

BMW-Welt - Gebäude
Gebäude der BMW-Welt München

Der Eintritt hier ist kostenlos, weswegen natürlich Massen an Menschen aus aller Welt in diese Lokalität strömen. Ich beobachtete sogar die hier typischen Stadtrundfahrt-Busse, die Touristen bis vor das Gebäude fuhren. Vermutlich gehört der Besuch hier zu jeder Rundfahrt dazu. Mein erster Eindruck nach dem Betreten des Gebäudes war tatsächlich, dass ich hier in die Ausstellungshalle eines Autohändlers (mit Hang zum Größenwahn) geraten war. 😉

Blick in die Halle - BMW Welt München
Blick in die Halle der BMW Welt München

Halle - BMW Welt München
BMW Welt München – Eingangsbereich von Haltestelle Olympiazentrum

Für einen Konzern wie BMW ist das natürlich durchaus angemessen – man brauch sein Licht ja nicht unter einen Scheffel stellen. Hauptfokus der Ausstellung sind natürlich die aktuellen Modelle dieses Fahrzeugherstellers, die hier zum anschauen, anfassen und größtenteils sogar zum hinein setzen zur Verfügung gestellt werden. Unmengen an Touristen nutzten die Gelegenheit natürlich auch und ließen sich vor und in diesen Autos fotografieren. Das ganze gab auf jeden Fall einen guten Überblick über die aktuelle Modellpalette dieses Herstellers.

BMW z4 sDrive35iS BMW ActiveHybrid 7 - BMW Welt München
Links: BMW z4 xDrive35iS – Rechts: BMW ActiveHybrid 7

BMW 535d - BMW Welt München BMW X3 xDrive20d - BMW Welt München
Links: BMW 535d – Rechts: BMW X3 xDrive 20d

Dazwischen fanden sich aber auch vereinzelt ein paar ältere Modelle, die wohl das Bild der Ausstellung etwas auflockern sollten. Ich entdeckte so zum Beispiel ein BMW 326 Sport Kabriolett und eine BMW Isetta.

BMW 326 Sport Kabriolett Gläser - BMW Welt München BMW Isetta - BMW Welt München
Links: BMW 326 Sport Kabriolett – Rechts: BMW Isetta

Natürlich durften auch mehrere Shops in denen Fan-Artikel verkauft wurden nicht fehlen. Wenn man sich etwas von den Hauptströmungen des Touristen fort bewegte, konnte man außerdem eine Übersicht von aktuellen Motoren, die Lackpalette sowie die Möglichkeiten der Sitzbezüge entdecken.

Übersicht Lacke - BMW Welt München Übersicht Sitzstoffe - BMW Welt München
Links: Übersicht Lackfarben – Rechts: Übersicht Sitzbezüge

Als kleines Schmanckerl, wenn auch ohne wirklichen Nutzen, fuhren des weiteren zwei autonome Roboter durch die Halle und ließen Leuchtschriften über ihre massigen Körper laufen, sobald sich eine Person ihnen nährte. Von den meisten der Touries wurden sie jedoch ignoriert, denn diese waren zu sehr damit beschäftigt sich selbst vor den Autos zu fotografieren.

Roboter - BMW Welt München Roboter & Halle BMW Welt München
Autonome Roboter in der BMW Welt

Wir wandten unsere Aufmerksamkeit nun dem oberen Bereich zu. Von hier aus hatte man nicht nur einen schönen Überblick auf den unteren Bereich der Halle

Halle der BMW Welt München Halle BMW Welt München
Blick von der oberen Ebene in die Halle der BMW Welt

und konnte sich einige aktuelle Motorräder ansehen.

BMW R 1200 R - BMW Welt München

Außerdem hatte man von hier einen guten Blick auf das, was ich als “Abholbereich” bezeichnen möchte – eine mittlere Ebene die man über einige Glasfahrstühle vom Erdgeschoss erreichen konnte. Hier war es soweit ich erkennen konnte möglich wie bereits erwähnt einen vorbestellten Neuwagen abzuholen.

Abholbereich BMW Welt München Abholbereich mit Glasfahrstühlen
Blick auf den Abholbereich

Von hier aus wandten wir uns über den Weg innerhalb der Halle und vorbei an einem gehobeneren Restaurant und verließen den Bereich der als BMW Welt bezeichnet wurde. Durch den Regen überquerten wir eine Brücke über die Lerchenauer Straße und hatten so einen ersten Blick auf das BMW Museum dass wie ein Stempel geformt vor der Konzernzentrale lag.

Blick auf BMW Museum - BMW Museum
BMW Museum

Durch den Südeingang betraten wir nun das Gebäude des Museums. Bereits im Eingangsbereich konnte man die ersten Wagen aus vergangenen Zeiten bewundern, darunter einige Autos aus Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre.

BMW Modelle im Eingangsbereich - BMW Museum BMW Modelle im Eingangsbereich  - BMW Museum
Autos im Eingangsbereich des BMW Museums

Mit 12 Euro gestaltete sich der Eintritt für die Haupt- und die Sonderausstellung nicht gerade billig – aber wenn wir schon mal hier waren wollten wir natürlich auch die Ausstellungen besuchen.

Die Hauptausstellung teilt sich drei Ebenen und war verschiedene Abteilungen auf. Ein Faltblatt dass man uns mit der Eintrittskarte ausgehändigt hatte gab uns einen Überblick über die vielfältigen Teile dieser permanenten Ausstellung. Das erste was wir dabei sahen war jedoch kein Wagen oder Motorrad, sondern eine Konstruktion aus frei von der Decke hängenden Kugeln, die sich nach einem bestimmten Muster immer wieder verformten um schließlich die Form eines Autochassis anzunehmen. Eine durchaus interessante Konstruktion, die es wert war einen Moment zu verweilen.

Dynamische Kugel - BMW Museum
Dynamische Kugeln

Etwas weiter rechts fand sich eine Abteilung die mit Erste Schritte betitelt war. Hier fand sich neben einem frühen Flugzeugmotor auch ein Exemplar des oben erwähnte erste Motorrad der Firma, die BMW R 32, sowie eines der frühen Fahrzeuge, einen Transporter vom Typ BMW 3/15PS von 1930.

BMW R 32 Motorrad - BMW Museum BMW 3/15PS (1930)  - BMW Museum
Links: BMW R 32 Motorrad – Rechts: BMW 3/15PS Transporter (1930)

Etwas weiter hinter einer über alle drei Ebenen reichenden Glaswand waren nun einige mehr oder weniger Chronologisch sortierten Motorrad-Modelle zu sehen. Passenderweise war diese Sektion auch als Leidenschaft Motorrad bezeichnet.

BMW R51  - BMW Museum BMW R50/2  - BMW Museum
Links: BMW R51 – Rechts: BMW R50/2

Durch eine Ausstellung über Leichtbauweise erreichten wir einen schmalen Gang in dem einige weitere Motoren zu sehen waren – darunter viele Flugzeugmotoren vom Anfang des 20ten Jahrhunderts

BMW VI Flugzeugmotor (1926) - BMW Museum
BMW VI (1926) aus der Dornier DoJ “Wal”
BMW 132 Flugzeugmotor (1933) - BMW Museum BMW 801 Flugzeugmotor (1944) - BMW Museum
Links: BMW 132 (1933) aus einer Junkers Ju 90 – Rechts: BMW 801 (1944) aus einer Focke-Wulff FW190

Es folgte einer Sektion mit dem Titel Siegertypen. Hier fand sich zum einen der berühmte BMW 328 MM (Mille Miglia) der bereits bei seiner Vorstellung im Jahre den fünften Platz im Gesamtplatzierung des 24 Stunden Rennens von LeMans und Sieger der Klasse bis 2 Liter Hubraum war.

BMW 328 MM - BMW Museum BMW 328 MM - BMW Museum

Über ein kleines Treppchen konnten man außerdem einen Rennwagen der Formel Eins bewundern.

Rennwagen - BMW Museum Rennwagen - BMW Museum
BMW Rennwagen

In der nun anschließenden Gallerie sahen wir außerdem noch einige weitere Motoren aus verschiedenen Jahrzehnten, mit denen BMW Erfolge feiern durfte.

Rennmotoren - BMW Museum BMW M10 Motor von 1966 - BMW Museum
Links: Gallerie von BMW-Motoren – Rechts: BMW M10 Motor von 1966

Nachdem wir zurück auf dem Hauptweg waren, wandte sich die Rampe nach unten auf die mittlere Ebene, vorbei an einem Stapel von nach Jahren sortierten BMW-Modellen,

BMW Reihe - BMW Museum BMW Stapel - BMW Museum
BMW Stapel

in einen Ausstellungsbereich, der sich mit den Oberklassen-Limousinen von BMW, der 7er Reihe, beschäftigte. So sagte es zumindest das Faltblatt.

BMW 335 von 1939  - BMW Museum BMW 502 von 1954 - BMW Museum
Links: BMW 335 (1939) – Rechts: BMW502 (1952)

BMW 745i von 1987  - BMW Museum BMW 730d von 1998 - BMW Museum
Links: BMW 745i (1987) – Rechts: BMW730d von 1998

Als wir die 7er Sektion verließen, sahen wir links eine chronologisch aufgehangene Zusammenstellung der verschiedenen Logos der Oberklassen-Autos.

BMW Baureihen Logos - BMW Museum Zeichen - BMW Museum
BMW Baureihen Logos

In einer kleinen Kammer die nun auf der rechten Seite folgte gab es eine zeitlich sortierte Übersicht der Werbung der Firma BMW aus verschiedenen Jahren seit der Gründung. Dabei wechselten die Tafeln in gewissen zeitlichen Abständen, so dass man neben Werbeanzeigen zuletzt auf einigen Bildschirmen sogar Werbeclips aus den jeweiligen Zeitabschnitten betrachten konnte.

Werbung - BMW Museum Werbung - BMW Museum
BMW-Werbung aus verschiedenen Zeitperioden

Ein Stück weiter rechts folgte nun ein Teil der Ausstellung, der sich mit dem Motorrad-Rennsport beschäftigte. Dabei fiel als erstes die BMW WR500 ins Auge, das sogenannte “Ei”, mit dem der deutsche Rennfahrer Ernst Henne 1937 mit 279,503 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord aufstellte, der erst 14 Jahre später gebrochen werden konnte.

BMW WR500 - BMW Museum BMW WR500 - BMW Museum
Ernst Hennes WR500 – das “Ei”

Außerdem fanden sich natürlich auch noch weitere Motorrad-Rennsportmodelle, darunter ältere Modelle vom Anfang des 20ten Jahrhunderts sowie ein Tourenrad aus Paris-Dakar-Ralley.

BMW Motorrad-Rennsport Bikes - BMW Museum BMW Rennmotorrad - BMW Museum
Weitere BMW Rennsport-Motorräder

Durch einen Bereich der als Atelier bezeichnet wurde und in dem der Entwurfsprozess eines Wagens vorgestellt wurde und in dem u.a. auch das Modell einer Karosseriestudie zu sehen war

Modell eines Chassis
Modell eines Chassis

führte eine Treppe in einen Bereich der als die Schatzkammer bezeichet wurde.

Treppe zur "Schatzkammer"

Und hier unten waren tatsächlich einige Schätze aus der Produktion der Bayrischen Motorenwerke zu sehen. Darunter ein 1938er BMW 328 und ein 1971er BMW 3.0 CSI aus der Coupé-Variante aus der E3-Reihe.

BMW 328 - BMW Museum BMW 3.0 CSI - BMW Museum
Links: BMW 328 von 1938 – Rechts: BMW 3.0 CSI von 1971

Aber der große Blickfang hier unten war eindeutig der BMW Z9 GT (Grand Tursimo), ein Konzeptauto das 1999 auf der Frankfurter Internationalen Autoausstellung (IAA) vorgestellt wurde.

BMW Z9 GT - BMW Museum BMW Z9 GT - BMW Museum
Konzeptauto BMW Z9 GT (Grand Tursimo)

Außerdem gab es hier unten einige wohl seltene Motorräder zu sehen, darunter ein BMW R5 von 1936 und eine BMW K40 aus dem Jahr 1995.

BMW R5 - BMW Museum BMW K40 - BMW Museum
Links: BMW R5 (1936) – Rechts: BMW K40 (1995)

In einer Seitensektion mit Bezeichnung Chronologie gab es einen vor allem aus technischer Perspektive interessanten Tisch, der dazu diente die Modelle und Logos der BMW-Produkte auf eine interaktiv-futuristische Weise darstellte. Die Projektion war berührungsaktiv und man konnte kleine Videoclips und Fotos durch Berühren aufrufen.

BMW Chronologie Raum mit interaktiven Tisch
Interaktiver Tisch

Daneben lag die Sektion Aspekte mit einigen Bildbänden, wo man ebenfalls eine interessante technische Spielerei gefertigt hatte: Wenn man sie auf eine bestimmte Seite blätterte, begann eine Tonbandstimme zu den gezeigten Fotos die zugehörige Geschichte zu erzählen. In dem Bildband dem ich ausprobierte ging es über Ostarbeiter bei BMW im zweiten Weltkrieg, ich gehe aber mal davon aus dass bei der Vielzahl der Bände viele Aspekte der Geschichte von BMW abgedeckt wurden.

Raum mit Bildbänden - BMW im 2ten Weltkrieg

Über die Rampe erreichten wir wenig später einen Bereich mit Titel Begegnungen in dem verschiedene weitere mehr oder weniger sehenswerte Modelle zu sehen.

BMW 315/1 - BMW Museum BMW 328 von 1936 - BMW Museum
Links: BMW 315/1 Sport (1934) – Rechts: BMW 328 (1936)

BMW Z1 von 1988 - BMW Museum BMW Museum
Links: BMW Z1 – Rechts: BMW Sportwagen

Auch in einigen Seitengängen gab es Weiteres zu sehen – so zum Beispiel einen BMW 327/28 von 1938.

BMW 327/28 - BMW Museum BMW 327/28 - BMW Museum
BMW 327/28 (1938)

Außerdem widmete sich hier unten eine kleine Halle der bekannten M-Reihe. Die M-Modelle werden übrigens von der BMW M GmbH, einem 100-prozentigem Tochterunternehmen von BMW entwickelt, etwas das mir persönlich auch noch nicht bekannt gewesen ist.

M-Serie M1 - BMW Museum M-Serie - BMW Museum
Links: BMW M-1 – Rechts: Halle mit BMW M-Serie

Durch die Begegnungen-Halle kamen wir schließlich in den letzten Teil der regulären Ausstellung. Hier waren wieder eine BMW-Isetta von 1955 und ein BMW 2020 TI von 1968 – jeweils stilecht dekoriert mit Lampen aus der Zeitperiode.

BMW Isetta BMW 2002 TI 1968 - BMW Museum
Links: BMW-Isetta (1955) – Rechts: BMW 2020 TI (1968)

Zuletzt erreichten wir in die letzte Halle am Boden des runden Aufganges unter dem stempelförmigen Teil des Museumsgebäudes, wo einige Renn-Motorräder den Abschluss der Ausstellung bildeten. Der spiralförmige Aufgang, der ein wenig an eine Auffahrt eines Parkhauses erinnerte, führte uns schließlich zurück in den Eingangsbereich mit der Kasse führte.

BMW Motorräder

Aufweg

Jetzt blieb uns nur noch die Sonderausstellung zu besuchen, die sich aktuell mit sogenannten Art-Cars beschäftigte. Hier gab es einige Wagen der Marke BMW zu sehen, die von bekannten zeitgenössischen Künstlern wie Roy Lichtenstein, Michael Nagamare Nelson oder Sandro Chia gestaltet worden waren. Dazu lief unter der Kuppel ganz oben eine leicht psychedelisch angehauchte Projektion an den Wänden ab, die etwas über die Geschichte der Art-Cars zu erzählen schien.

Art Cars - BMW Museum Art Cars - BMW Museum
Links: Art Cars – Rechs: Autos dekoriert von Michael Nagamare Nelson (links) und Roy Lichtenstein (rechts)

Art Cars - BMW Museum Art Cars - BMW Museum
Links: Art Car von Sandro Chia – Rechts: Weitere Art-Cars

Über eine lange Rolltreppe konnten wir dann schnell wieder zurück in den Eingangsbereich

Rolltreppe

wo wir unseren Besuch der BMW Ausstellungen für den Samstag beendeten. Die Ausstellung hatte sich wirklich als sehr lehrreich erwiesen und ich hatte viel neues über BMW, dessen Geschichte und deren Produkte erfahren. Wer München besucht und sich für Autos interessiert, sollte diese Ausstellung keinesfalls verpassen. Und für die Firma BMW ein sehr gelungenes Projekt sich selbst zu präsentieren. Auch wenn ich mich persönlich nicht als allzu großer Autofan gelten mag, so hat es mir doch gefallen – für einen verregneten Samstag ein wirklich netter Zeitvertreib. 😉

Impressionen auf Frankfurt am Main

Saturday, November 6th, 2010

Eigentlich schon letztes Wochenende habe ich mir mal die Zeit genommen, mir die Innenstadt von Frankfurt ein wenig näher anzusehen und dort einen kleinen Fotowalk zu machen. Jetzt lebe ich schon seit 2009 hier in der Nähe dieser Stadt und war bisher noch nie dort gewesen. Für mich liegt Darmstadt-Weiterstadt eben verkehrstechnisch günstiger – aber das nur am Rande erwähnt.
Nachdem ich am Hauptbahnhof angekommen war – ich war natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt gefahren – wandte ich mich die Kaiserstraße entlang und erreicht schon bald die Taunusanlage, einen kleinen Park zwischen Alter und Neuer Oper, an dem die ersten Hochhäuser von Frankfurt liegen.

Commerzbank-Hochhaus Hochhaus
Hochhäuser an der Taunusanlage – Links: Commerzbank – Rechts: Eurotower

Neue Oper Frankfurt Eurodenkmal
Links: Neue Oper Frankfurt – Rechts: Euro-Denkmal
Euro-Denkmal - Oper

Ich folgte der Kaiserstraße weiter bis zur Hauptwache, jenem kleinen 1729/30 erbaute Wachgebäude, das dem ganzen Platz um ihn herum seinen Namen gibt. Neben der großen Galeria Kaufhof Niederlassung und vielen weiteren Geschäften findet sich hier auch die Katharinenkirche, eine von Frankfurts großen Gotteshäusern.

Hauptwache Frankfurt
Hauptwache Frankfurt

Paulskirche
Paulskirche Frankfurt

Ich wußte hier nicht so recht wie ich am besten weiter gehen könnte und folgte einer der vom Platz abgehenden Straßen und erreichte wenig später den Eschenheimer Turm, an dem ich mich endlich entschloss mein iPhone heraus zu holen und mich via GPS zu orientieren.

Eschenheimer Turm
Eschenheimer Turm

Was ich mir natürlich unbedingt noch ansehen wollte war die Frankfurter Börse, einen der wohl bedeutendsten Handelsplätze für Wertpapiere in Deutschland, die ich wenig später erreichte.

Börse Frankfurt
Frankfurter Neue Wertpapierbörse

Und wenn man sich die Börse anschaut, stößt man dort natürlich auch unwillkürlich auf die beiden Statuen des Bullen und Bären, welche die Symbole von steigenden und fallenden Aktienkursen darstellen. Es erwies sich leider als fast unmöglich, die Figuren mal freistehend ablichten zu können, aber ein paar gute Schnappschüsse gelangen mir dennoch.

Bär & Bulle - Börse Frankfurt
Börsen-Bär - Frankfurter Börse Börsen-Bulle - Frankfurter Börse
Bulle & Bär an der Frankfurter Wertpapierbörse

Als nächstes machte ich mich auf den Weg in die Große Bockenheimer Straße, einer der bedeutenderen Einkaufsstraßen in der Innenstadt von Frankfurt, die mit von Bäumen gesäumt einen wirklich hübschen Eindruck machte.

Große Bockenheimer Straße
Große Bochenheimer Straße

Und wo ich schon mal da war, versäumte ich es natürlich auch nicht dem dort befindlichen Frankfurter Apple Store einen Besuch abzustatten und einige Dingen wie z.B. das neue MacBook Air einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Wie auch die anderen Apple Stores die ich bisher besucht hatte war natürlich auch dieses Geschäft gut besucht – aber zum Glück waren genug Ausstellungsgeräte da um es nicht zu unnötigen Wartezeiten kommen zu lassen.

Apple Store Frankfurt
Apple Store Frankfurt

Weiter ging es zum Opernplatz nördlich der Taunusanlage, wo die architektonisch sehr reizvolle Alte Oper lockte.

Alte Oper Frankfurt
Alte Oper Frankfurt

UBC-Hochhaus & Brunnen - Alte Oper Frankfurt
UBS-Hochhaus und Brunnen am Opernplatz

Häuserfront
Häuserfront am Opernplatz

Schließlich ging es ein Stück den Weg den ich gekommen war zurück, um den Goetheplatz mit seinem Goethe-Denkmal noch einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Goethe-Statue

Goethe-Statue
Goethe-Denkmal

Weiter südlich findet sich schließlich ein weiteres, Denkmal das dem Erfinder des Buchdrucks, Gutenberg, gewidmet ist und das alte Gebäude der Deutschen Bank Frankfurt.

Deutsche Bank Frankfurt Denkmal
Links: Deutsch Bank – Rechts: Gutenberg-Denkmal

Ich folgte nun der Großen Gallusstraße, die mich in Richtung auf das imposante Hochhaus der Deutschen Bahn führte.

DB-Hochhaus
DB-Hochhaus Frankfurt

Langsam wurde es spät und ich machte mich auf den Rückweg, natürlich nicht um noch abschließend eine Aufnahme der wirklich schönen Bahnhofsfront des Frankfurter Hauptbahnhofes zu machen. Ich bin in den letzten Jahren schon so oft hier umgestiegen, habe aber bisher noch nie das Bahnhofsgebäude verlassen. Hoffentlich kommt man hier in Frankfurt nicht auch auf die Idee, den Kopfbahnhof von Frankfurt zu einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu machen wie es aktuell in Stuttgart geschieht. 😉

Hauptbahnhof Frankfurt

Damit war mein erster Rundgang durch Frankfurt seit vielen Jahren beendet – ich hoffe meinen Lesern einige hübsche Eindrücke gegeben zu haben.