Kurztest Wagner “Die Backfrische” Pizza Speciale

Heute war mir nicht nach kochen, viel mehr wollte ich mal die aktuell vielbeworbene neue Pizza der Firma Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, genannt “Die Backfrische“, in der Geschmacksrichtung Speciale mit Schinken, Salami, Pilzen und Frühlingskräuter-Pesto einem genaueren Test unterziehen. Gekauft wurde die Packung gestern im lokalen Rewe-Markt, der Preis lag bei 2,69 Euronen, was für eine Fertigpizza natürlich schon ziemlich happig ist, aber offensichtlich handelt es sich hierbei ja um eine etwas höherwertige Tiefkühl- bzw. Fertigpizza, da muss man natürlich mit einem höheren Preis rechnen. Immerhin aber noch billiger als hätte ich sie mir bei einem Pizzalieferservice bestellt. 😉

01 - Packung vorne
Verpackung vorne

02 - Packung hinten
Verpackung hinten

Im Inneren der Verpackung findet sich wie nicht anders erwartet die in Folie eingeschweißte, vorgebackene Pizza. Auf der Folie selbst ist im Gegensatz zu vielen anderen Fertigpizzen noch einmal ein zusätzlicher Zubereitungshinweis aufgeklebt. Das ist zwar doppelt gemoppelt, da sich in etwa die gleichen Hinweise auch auf der Rückseite der Verpackung befinden, aber schaden kann es ja auch nicht. Häufig hat man die Pizzaverpackung bereits ins Altpapier geworfen, ohne zu schauen wie man den Ofen vorheizen muss – von daher eine gute Idee der Firma Wagner.

03 - Pizza verpackt
Pizza in Folie

Nachdem wir die Pizza von der Folie befreit haben, erkennen wir schnell anhand der verwendeten Zutaten, dass es sich eindeutig um etwas höherwertige Ware zu handeln scheint. Ich persönlich fand zumindest, dass sowohl der Schinken als auch die Salamischeiben und die Pilze sehr viel besser aussahen als bei einfachen Fertigpizzen. Die Pestoflecken waren des weiteren angenehm gleichmässig verteilt. Einzig die massierung der Pilze an einer Stelle nahe der Mitte erschien mir etwas unschön – auch hier wäre eine gleichmässigere Verteilung schöner gewesen.
Der Durchmesser der Pizza betrug im übrigen ziemlich genau 25cm, was bei Pizzen dieser Art wohl der Normaldurchmesser ist.

04 - Pizza ausgepackt
Die Backfrische” – ausgepackt

Der Ofen – ich verwendete einen Elektroofen mit Ober- und Unterhitze – wird nun auf 220 Grad vorgeheizt und anschließend die Pizza auf einem Backblech auf die mittlere Schiene hinein geschoben.

05 - im Ofen
Pizza im Ofen

Die Zubereitungsanleitung sprach von 9-11 Minuten, ich fand jedoch dass sie nach ca. 10 Minuten noch nicht ganz so gut aussah, daher ließ ich sie insgesamt ca. 15 Minuten im Ofen. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

06 - Pizza fertig

Das wichtigste für mich war natürlich zu testen, ob die sogenannte “Knusper-Gelinggarantie” von Wagner wieder nur ein leeres Werbeversprechen war oder ob es wirklich gelungen sein sollte, eine Fertigpizza knusperfrisch zuzubereiten. Und ich wurde nicht enttäuscht – der Boden war wirklich durchgehend knusprig und knackig, ohne dabei hart oder durchgeweicht zu sein. Und auch der geschmackliche Gesamteindruck enttäuschte nicht, die Zutaten waren eindeutig sehr hochwertig und vor allem das Pesto aus Frühlingskräutern gab der Pizza zusätzlich eine angenehme Note.

Werfen wir noch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 360g
(Pizza)
Brennwert: 838 kj
200 kcal
3017 kj
720 kcal
Eiweiß: 9,3g 33,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
8,2g
3.3g
29,5g
11,9g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
22,3g
1,2g
80,3g
4,3g
Ballaststoffe: 2,1g 7,6g
Natrium: 0,69g 2,47g
BE: 1,9 6,7

Nicht gerade kalorienarm, aber bei Fertigpizzen hatte ich auch nichts anderes erwartet. In der Summe eine durchaus empfehlenswerte und schmackhafte, wenn auch nicht gerade günstige Tiefkühlpizza der Firma Wagner. Sowohl von der Knusprigkeit des Bodens als auch von den verwendeten Zutaten her eindeutig eine Pizza der Oberklasse.

07 - Pizza-angeschnitten

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 3 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen

Jägerschnitzel & Knöpfle [29.03.2010]

Obwohl das heutige Angebot im Asia Bereich mit “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsen in Kokosmilchsauce” durchaus interessant klang, war mir heute doch eher nach etwas regulärem. Zur Auswahl standen hier heute im Vitality-Bereich “Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette“, bei den traditionell-regionalen Speisen “Jägerschnitzel vom Schwein mit Pilzsauce und Knöpfle” und als Globetrotter-Menu schließlich “Coq au Vin – geschmorte Hähnchenkeule in Rotweinsauce auf Tagiatelle“. Den Coq au Vin hatte ich ja hier und hier schon mal probiert hatte und für gut befunden – und Schnitzel erschien mir heute mal genau das richtige. Und dazu passte meiner Meinung nach das Rahmgemüse aus Erbsen, Pariser Karotten und Schwarzwurzeln auch sehr gut, welches ich mir noch an der Gemüsetheke holte.

Jägerschnitzel & Knöpfle

Auch wenn das unpanierte Schnitzel in seiner dünnen, fettarmen und zarten Form lecker wie immer war, hatte es sich leider bereits etwas abgekühlt als ich es verzehrte. Minderte den Genuss aber nur ein wenig. Gemeinsam mit der Sauce, in der ich neben Champignons auch einige Pfifferlinge entdeckte, sowie den Knöpfle als Sättigungsbeilage zwar nichts besonderes, aber dennoch lecker. Das Gemüse passte dann auch wirklich perfekt dazu und – siehe da – es war sogar noch richtig heiß. In der Summe nichts außergewöhnliches, aber dafür bodenständiges und schmackhaftes Mittagsmenu.
Die höchste Gunst unter den Speisen teilten sich wohl heute der Coq au Vin und das Jägerschnitzel, unter denen ich keinen klaren Favoriten ausmachen konnte. Gefolgt wurden sie von den Asia-Speisen und schließlich dem Zucchini-Kartoffel-Auflauf. Aber auch Salatschüssel konnte ich verstärkt entdecken – aber das ist klar, da ja Frühling wird und einige Leute verstärkt gegen den Winterspeck kämpfen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Jägerschnitzel: + (Weil doch bereits etwas abgekühlt)
Pilzsauce: ++
Spätzle: ++
Rahmgemüse: ++

Hackfleischbällchen im Reisrand [01.03.2010]

Zum Beginn des neuen Monats und gleichzeitig dem Beginn der neuen Woche stand ich heute Mittag einem eher durchwachsenen Angebot im Betriebsrestaurant gegenüber. Bei den Vitality-Gerichten gab es “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl“, was durchaus interessant klang, aber ich hatte heute keine große Lust auf Experimente und Austernpilze hatte ich nie zuvor probiert – also fiel dies für mich aus. Die “Schinkennudeln mit Tomatensoße” bei den traditionell-regionalen Gerichten klangen mir wiederum einfach zu gewöhnlich und nach Wald- und Wiesenkantine. Interessant wären eventuell noch die “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder das “Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnußsauce” von der Asia-Theke gewesen – aber mir war heute nicht nach Asiatischem. Also wählte ich das heutige Globetrotter-Angebot: “Fleischbällchen ‘Zigeuner Art’ im Reisrand” und ergänzte es mit einem Bananenquark.

Hackfleischbällchen im Reisrand

Ob man nun alles, auf das man eine Sauce mit Paprika tut als “Zigeuner Art” bezeichnen kann sei mal so dahin gestellt, aber ich muss sagen dass ich ganz zufrieden mit meiner Wahl war. Auf einem Bett aus Mischreis aus weißen und einigen dunklen Wildreiskörnern fanden sich reichlich Hackfleischbällchen – in Schweden würde man sie wohl als Köttbullar bezeichnen – die man mit einer nicht gerade scharfen, nur leicht würzigen Sauce aus roten und grünen Paprikastreifen und Champignons garniert hatte. Die Bällchen selbst hätten zwar etwas heißer sein können, aber in der Summe ein schmackhaftes und solides Mittagsgericht, das ich dann mit dem einwandfreien Bananquark aus dem Mini-Gläschen abschloss.
In der Beliebtheit unter den Gästen schienen mir heute die Gnocchi ganz leicht vor den Hackfleischbällchen und den Asia-Gerichten zu liegen. Hätte ich bei einem vegetarischen Gericht nicht erwartet, aber die Gedecke zu der Zeit als ich die Kantine durchquerte sprachen für sich. Wäre vielleicht doch keine so schlechte Wahl gewesen – aber auch die Hackfleischbällchen hatten ihren Zweck letztlich ja ganz gut erfüllt.

Mein Abschlußurteil:
Hackfleischbällchen: ++
“Zigeuner”-Sauce: +
Mischreis: ++
Bananenquark: ++

Jägerschnitzel, Kroketten & Rosenkohl [27.01.2010]

Zuerst war heute ich erst eher auf das bei den Vitality-Gerichten auf dem Plan stehende “Zarte Filetsteak vom Salm auf Orangenratatouille mit wildem Reis” fixiert, als ich mich mit meinen Kollegen auf den Weg in unser Betriebsrestaurant machte. Als ich dann jedoch sah dass man beim ursprünglich angebotenen “Jägerschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle” die Knöpfle, welche ich ja bereits Wildgulasch gehabt hatte, mit Kroketten ersetzt hatte, entschied ich mich dann doch kurzfristig um und wählte das Jägerschnitzel. Außerdem gab es noch im Bereich Globetrotter “Spaghetti mit Gemüsebolognese und geriebenen Parmesan” und bei den Asia-Gerichten “Gebratene Nudeln mit Gemüse nach Shanghai Art” und “Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce“, was allerdings alles nicht so sehr mein Interesse weckte.
Statt eines Dessert wählte ich heute dann doch lieber etwas Gemüse zu meinem Gericht. Zur Auswahl standen Erbsen, Karottenscheiben oder Rosenkohl – ich entschied mich für den Rosenkohl, da er aus meiner Sicht sehr gut zu dem Jägerschnitzel passte.

Jägerschnitzel, Kroketten & Rosenkohl

Wie man unschwer erkennen kann handelte es sich bei dem Schnitzel um die unpanierte Variante, die man mit mit einer Pilz-Sahne-Sauce garniert hatte. Ich persönlich kenne das Jägerschnitzel vor allem als paniertes (Wiener) Schnitzel, zu dem man zusätzlich noch eine solche Sauce hinzugegeben hat. Die unpanierte Variante habe ich tatsächlich erst hier in Bayern kennen gelernt, ich möchte aber nicht ausschließen dass man auch in anderen Regionen ein Jägerschnitzel auf diese Art zubereitet. Wie man bei Wikipedia nachlesen kann besteht die klassische Variante nämlich sogar aus unpanierten Kalbsschnitzel. Hier war aber Schweinefleisch zur Anwendung gekommen. Das Schweineschnitzel welches man hier verwendet hatte, hat mir auf jeden Fall gut gemundet – es war einigermaßen zart, besaß keine fettigen Stellen und war vor allem noch schön heiß als man es servierte. Ähnliches kann man von den Kroketten sagen, die wie ich es mag heiß, außen schön knusprig und innen weich waren. Bei Kantinen-Kroketten ist dies leider allzu selten der Fall, in vielen Fällen sind sie bereits außen weich geworden und halb abgekühlt. Nicht so hier, daher kleiner Schultertätschler an die Küche. 😉 Der Rosenkohl schließlich war leider eine nur mittelmäßig gute Wahl gewesen, da er sich als bereits leicht abgekühlt erwies. War aber auch noch genießbar. In der Summe aber ein gutes, bodenständiges Gericht, welches ich mir da heute ausgesucht hatte. Hausmannskost sozusagen.
In der allgemeinen Beliebtheit lag des Schnitzel dann auch heute weit vorne bei den Besuchern, zumindest meiner durchaus als subjektiv zu bezeichnenden Sichtweise nach. Danach folgten die Asia-Gerichte und dann – auch noch sehr häufig – das Lachsfilet (Salm). Aber auch einige Besucher welche die Gemüsebolognese verzehrten konnte ich beobachten. Gut ausgesehen haben heute ja alle drei regulären Gerichte, aber ich habe es nicht bereut mich für das Schnitzel entschieden zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Jägerschnitzel: ++
Pilz-Sahne-Sauce: ++
Kroketten: ++
Rosenkohl: +

Frühlingsrollen & Putenfleisch [14.12.2009]

Von den regulären Gerichten, bestehend aus “Vollkornspiralen mit Raddicchio & Ruccola” im Bereich Vitality, “Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Petersilienkartoffeln” bei den traditionell-regionalen Gerichten und “Gegrillte Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Gemüsereis” bei den Globetrotter-Gerichten sagte mir visuell heute nichts sonderlich zu. Daher griff ich auf einige “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingröllchen” sowie auf “Gebratenes Putenfleisch auf geschmorten Gemüse in Sesamsauce” aus der Asia-Ecke zurück – dazu natürlich ein Schälchen Reis, den ich mir mit etwas Sambal Olek würzte. Das dritte Asia-Gericht “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln, Paprika in Zitronengrassauce” war nichts für mich, da ich ja bekanntlichermaßen Zitronengras nicht besonders gerne esse.

Frühlingsrolle & Putenfleisch

Die Frühlingsrollen, um damit zu beginnen, fand ich nicht so prickelnd muss ich sagen. Zum einen waren sie bereits stark abgekühlt und zum anderen war kaum Füllung zwischen den ansonsten knusprigen Teig. Ganz anders der Pute-Gemüse-Mix. Nicht nur dass er noch schön heiß war, die Putenfleisch-Stücke waren wirklich sehr zart, schmackhaft und reichlich vorhanden. Nur etwas kleiner hätte man sie schneiden können. Das Gemüse bestand unter anderem aus Frühlingszwiebeln, Zuchini, asiatischen Pilzen, Brokkoli und Paprika – und auch hier hätte man etwas feiner schneiden können. Aber es war gut durchgebraten und passte in dieser Kombination und mit der Sesamsauce auch gut zu dem Putenfleisch. Gemeinsam mit dem Reis verzehrt war ich hinterher auch jedenfall gut gesättigt muss ich sagen. Bis auf die Frühlingsrollen ein durchaus empfehlenswertes Menu.
Bei den regulären Gerichten hielten sich meines Eindruckes nach heute Fleischpflanzerl und Hähnchenkeule die Waage, gefolgt von den unerwarteterweise auch recht häufig genommenen Vollkornspiralen mit Raddicchio und den Asia-Gerichten. So gesehen wäre die Keule wohl em ehesten das gewesen, was ich hier gewählt hätte – Fleischpflanzerl hatte ich schon zum Frühstück. 😉

Mein Abschlußurteil:
Frühlingsrollen: +/-
Pute mit gebratenem Gemüse & Sesamsauce: ++
Reis: ++