Geschnetzeltes & Knöpfle [16.11.2009]

Zum Montag fanden sich auf der Speisekarte unsere Betriebsrestaurant unter anderem – zum einen aus der Asia-Ecke – “Nasi Goreng – Gebratener Gorenreis mit verschiedenem Gemüse” (Goren(g) heißt gebraten auf indonesisch, also wohl begrifflich doppelt gemoppelt) und “Thoeng Ping Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Zitronengrassauce“, was schon ganz lecker klang, aber wegen meiner Abneigung gegenüber Zitronengras leider nicht in Frage kam. Bei den Vitality-Gerichten fand sich “Curryreis mit Zucchini- Möhrenragout“, was schon mal ganz lecker klang, das heute verfügbare Tagesangebot umfasste einen “Linseneintopf mit Würstchen“, den ich schon einmal in die nähere Auswahl einbezog. Die Globetrotter-Theke bot ein “Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis” an, was ich auch zuerst in Betracht zog, aber dann wieder verwarf weil ich ja letzte Woche zwei Tage hinterneinander Geflügel hatte. Und bei den traditonell-regionalen Gerichten bot man “Schweinegeschnetzeltes in Pilz- Kräutersauce und Knöpfle an, für das ich mit letztenendes dann entschied. Zusätzlich gabs noch einen kleinen Fruchtquark mit Erdbeersauce.

Geschnetzeltes & Knöpfle

Wie ich leider erst erkannte als ich am Tisch angelangt war, handelte es sich höchstwahrscheinlich dabei um etwas, dass ich als “Kantinengeschnetzeltes” bezeichnen möchte – vorgefertigte Fleischstreifen, die en Gros meines Wissens nach vorgekocht eingekauft werden und für das Gericht nur noch erwärmt werden müssen. Man erkennt sie leicht an Farbe, Form und Konsistenz. Geschmacklich waren sie aber in Ordnung, und vor allem die Pilz-Kräutersauce – im übrigen mit geschnittenen Champignons angerichtet – gab dem ganzen eine wirklich angenehm würzige Note. Dazu gab es Knöpfle, eine gehobelte, kürzere Abart der allseits beliebten Spätzle, an denen ich absolut nichts auszusetzen hatte – aber bei ungefüllten Nudeln muss man glaube ich auch ziemlich Pech haben wenn sie mal nicht gelingen sollte.
Den Abschluß bildete schließlich der Fruchtquark, der selbst – wenn ich mich nicht verschmeckt habe – wohl aus Heidel- und Preiselbeeren gespickt und wie oben bereits erwähnt mit einer Erdbeersauce übergossen war. Dazu kann ich nur sagen: Sehr fruchtig – allerdings ohne zu süß zu schmecken. Sehr lecker.
Was das Hauptgericht angeht mit Sicherheit nicht eines der besten Gerichte die ich hier verzehrt habe – der Linseneintopf wäre für mich wohl doch die beste Variante gewesen – aber es war soweit in Ordnung. Ich sollte mir wirklich mehr Zeit nehmen die Gerichte in der Vitrine zu betrachten – dann passiert so etwas nicht noch einmal hoffe ich.

Mein Abschlußurteil:
Schweinegeschnetzeltes: +
Pilz-Kräuter-Sauce: ++
Knöpfle: ++
Fruchtquark: ++

Argentinisches Roastbeef [10.09.2009]

Heute gingen “Argentinisches Roastbeef (im Ganzen gebraten und rosa serviert) mit geschmortem Pfannengemüse, Rosmarienkartoffeln und einer Rotwein-Zwiebelsoße” in das Rennen um meine Zustimmung gegen einen “Indischer Hähnchen-Mango-Topf mit Paprika, Pinienkerne, Schalotten und Naturkornreis“. Eine Wahrhaft schwere Entscheidung, doch letztlich gewann das argentinische Roastbeef.

Argentinisches Roastbeef

Und trotz der Tatsache ass der indische Hähnchen-Mango-Topf ebenfalls eine gute Figur machte, bereute ich meine Entscheidung zu keinem Zeitpunkt. Das Stück Fleisch wurde tatsächlich vom Koch persönlich vor meinen Augen von einem großen Stück Rinderbraten abgeschnitten und auf meinen Teller bugsiert. Ein wirklicher Genuss, diese zarte Scheibe gut durchbratenes Rindfleisch. Dazu gab geschmortes Gemüse, bestehend aus Karotten, Pilzen und Paprika und einige außen knusprig und innen gut durchgebackene Kartoffelhälften, die mit einem Hauch Rosmarin gewürzt zu sein schienen. Ein wirkliches Genuß, der mich einen Moment fast vergessen ließ dass ich in einer Kantine und nicht in einem Restaurant saß. Ich wage mal zu sagen, dass das argentinische Roastbeef das wohl beste Gericht in dieser Woche war.

Mein Abschlußurteil:
Argentinisches Roastbeef: ++
Pfannengemüse: ++
Rosmarinkartoffeln: ++

Jägerschnitzel & Karottengemüse

Auch der heutige Mittwoch stand wie schon die Wochen zuvor bei uns in der Kantine im Zeichen des Schnitzels. Als Alternative zu dem “Jägerschnitzel mit Karottengemüse und Pommes Frites” bot man außerdem eine “Thailändische Kokos-Hühnersuppe mit Salat” an. Im Nachhinein gesehen wäre diese bei dem heutigen warmen Wetter mit Sicherheit die bessere Alternative gewesen, aber ich entschied mich dann dennoch für das Schnitzel.

Jägerschnitzel & Karottengemüse

Das Schnitzel war natürlich wieder von der üblichen Machart, also meiner persönlichen Einschätzung nach vorpaniert gekauft, aber das tat dem Geschmack nicht unbedingt einen Abbruch. Dazu gab es eine Rahm-Sauce, die heute mit Zwiebelstreifen und drei Sorten von Pilzen versehen war, von denen ich nur die Champignons und die Pfifferlinge eindeutig identifizieren konnte. (Nachtrag: Es handelte sich gem. Angaben auf dem Menuplan um “Wildpilz-Rahmsauce”) Bei den Pommes Frites fehlte etwas Salz, aber ansonsten waren die außen schön knusprig und noch recht heiß – so wie ich es mag. Die in Scheiben geschnittenen Karotten schließlich hatte man wohl in Kräuter eingelegt und gut durchgekocht. Keine übliche Beilage zu einem Jägerschnitzel, aber passte dennoch gut. Auch wenn ich nicht alles schaffte, die Portion war dann doch etwas zu groß für die Hitze heute, war ich alles in allem mal wieder sehr zufrieden mit dem, was unser Koch heute gezaubert hatte.

Mein Abschlußurteil:
Schnitzel: ++
Jägersauce: ++
Karotten: ++
Pommes Frites: ++

Geflügelgulasch mit Waldpilzen [25.05.2009]

Heute entschied ich mich für einen “Würzigen Geflügelgulasch mit Waldpilzen an grünem Spargel mit Kartoffelklößen” – die Alternative, bestehend aus “Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce und Salat“, erschien mir nicht ganz so verlockend.

Geflügelgulasch mit Waldpilzen

Und ich wurde nicht enttäuscht, denn was man mir da um kurz vor 12.30 Uhr servierte war wirklich mal wieder sehr schmackhaft. Der Gulasch selbst, bestehend aus zarten Geflügelfleisch, Pfifferlingen und einem nicht genauer identifiziertem Pilz war zwar etwas dünnflüssig, aber ich konnte ja glücklicherweise die sehr bissfesten Kartoffelklöße dazu verwenden, die Sauce etwas aufzuklauben – auch wenn ich normalerweise weichere Klöße bevorzuge. Zur der Gesamtkomposition passte der grüne Spargel, der wohl gekocht war und in eigenem Sud serviert wurde, wieder einiger Bedenken meinerseits sehr gut. Und vor allem war alles mal wieder schön heiß.
Alles in allem mal wieder ein sehr gelungenes Mittagsgericht, bei dem ich mir wohl auch wegen der Kalorien nicht allzu viel sorgen machen muss.

Mein Abschlußurteil:
Geflügelgulasch mit Waldpilzen: ++
Grüner Spargel: ++
Kartoffelklöße: +

Hühnerfleisch mit grünen Bohnen [04.02.2008]

Zu Beginn unserer heutigen Mittagspause stand eine kleine Odysee. Unsere erste Idee, das Wirtshaus Zeuner, bot heute Spiegelei, Spinat und Kartoffeln – was nicht auf besondere Zustimmung bei uns traf. Die nächste, naheliegende Idee war das Restaurant Zum Loewen – doch dies war während der Karnevalszeit leider geschlossen. So mussten wir uns schließlich nach einer dritten Alternative umsehen und landeten so im Asia-Food in der Wagnergasse, gelegen an der Ecke zur Quergasse. Ein kurzes Studium der Speisekarte verleitete mich schließlich dazu, mir heute einmal die Nummer 35 zu bestellen, Gebratenes Hühnerfleisch mit grünen Bohnen, Kokosmilch und Gemüse – scharf. Glücklicherweise war auch gerade einer der Tische frei, so daß wir diesen gleich in Beschlag nehmen konnten.
Etwa acht Minuten später wurden dann nach und nach unsere Speisen serviert.

Entgegen meiner Erwartung war das Gericht heute wirklich mal gut scharf – etwas was man hier in Deutschland beim Asiaten wirklich selten erlebt. Und die Größe der Portion war für den Preis von 4,50 €uronen wirklich nicht zu verachten. Einzig der Einsatz von grünen Bohnen, die auf der Karte neben dem Gemüse seperat erwähnt waren, schien irgendwie nicht so ganz zu der Gesamtkomposition zu passen. Nicht daß grüne Bohnen in der Asiatischen Küche unbekannt wären – aber visuell war der Anblick irgendwie ungewöhnlich – nur so am Rande erwähnt. Geschmacklich war es aber mehr als in Ordnung. Mein Gesamturteil: Sehr lecker – gerne wieder.