Pizza selbst gemacht – das Rezept (Italienischer Teig)

Schon seit einigen spielte ich mit der Idee nach all den Fertigpizzen die ich hier getestet habe mich endlich mal daran zu wagen mir selbst eine Pizza herzustellen. Wie üblich stellte ich dazu einige Recherchen im Vorfeld an und kam zuerst zu der Erkenntnis dass es offensichtlich zwei Grundrezepte für einen Pizzateig gibt: Zum einen den Quark-Öl-Teig und dann einen Hefeteig ohne Quark, der wohl dem italienischen Original am nächsten kommt. Ich wählte für heute die Variante ohne Quark, das andere Rezept werde ich aber später bestimmt noch testen. Die zweite wichtige, ja essentielle Komponente einer Pizza ist natürlich die Pizzasauce. Auch hier gibt es unendlich viele Rezepte, von denen ich einige gelesen habe und mir wie üblich das beste daraus extrahierte und neu zu einem eigenen Rezept zusammensetzte. Den Belag habe ich nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt – bei Belegen bleibt es jedem natürlich selbst überlassen was er auf seine Pizza tut. Aber nun genug der langen Vorrede – kommen wir zu meinem heutigen Kochexperiment.

Für eine kleine Pizza (ca. 2 – 3 Portionen) benötigen wir:

Für den Teig:
250g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Weizenmehl

1/2 Würfel frische Hefe (20g)
02 - Zutat frische Hefe

2 TL Honig – wie ich während meiner Recherche las, reagiert Honig besser mit der Hefe und macht den Teig lockerer – die Kulturen der Hefe können den Zucker im Honig einfach besser aufspalten. Das wollte ich natürlich ausprobieren.
03 - Zutat Honig

125ml lauwarmes Wasser
04 - Zutat Wasser

2 gestrichene TL Salz
05 - Zutat Salz

1 EL Olivenöl
06 - Zutat Olivenöl

Für die Pizzasauce:

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat Geschälte Tomaten

1 mittlere Zwiebel
08 - Zutat Zwiebel

2-3 Zehen Knoblauch
09 - Zutat Knoblauchzehen

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 gehäufter TL Italienische Kräuter (TK) – Alternativ kann man die Sauce aber auch mit Basilikum, Oregano und verschiedenen anderen Gewürzen verfeinern
12 - Zutat Italienische Kräuter

außerdem Salz und Pfeffer – am besten frisch gemahlen und 1-2 EL Olivenöl zum andünsten.

Für den Belag: (Meine Variante)

2-3 frische Champignons
13 - Zutat Frische Champignons

Wurst und Schinken nach Wahl
14 - Zutat Wurst und Schinken

eingelegte Pepperoni
15 - Zutat Peperoni

sowie Käse nach Wahl zum bestreuen – ich entschied mich hier für den geraspelten Mozzarella den ich noch von gestern hatte.

Beginnen wir nun damit, den Teig zuzubereiten. Wir geben das Mehl in eine Schüssel und drücken z.B. mit den Fingerknöcheln eine Mulde hinein. In diese Mulde bröseln wir unsere Hefe.
16 - Hefe in Mehl bröseln

Dann geben wir den Honig auf die Hefe
17 - Honig hinzu geben

und gießen alles mit dem lauwarmen Wasser auf.
18 - Wasser hinzufügen

Nun verrühren wir alles kurz
19 - Verrühren

und fügen dann noch das Salz
20 - Salz addieren

und das Olivenöl hinzu. Das hat vor allem den Hintergrund dass Salz und Hefe in direktem Kontakt (also pur in der Schüssel gemischt) sich nicht vertragen. Salz unterbindet dabei (angeblich) das richtige gehen des Teiges.
21 - Öl hinein

Anschließend kneten wir alles gut ca. fünf Minuten lang durch. Einige Rezepte sprachen davon hier mit den Händen zu arbeiten, ich kann aber nur sagen: Finger weg – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Teig klebt an den Händen fest und lässt sich nur schwer wieder lösen. Ich habe es ausprobiert und mich, nachdem ich die Reste des Teiges die ich so nicht mehr lösen konnte mit warmen Wasser von den Händen gewaschen hatte, dazu entschlossen doch den Mixer mit Knethaken zu verwenden.
22 - Teig vor dem Gehen
Anschließend bestreuen wir den Teig mit etwas Mehl und lassen ihn für ca. 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen. Ich deckte alles mit einer Folie und einem Handtuch ab und stellte es einfach in die Sonne, die durch mein Küchenfenster schien.

In der Zwischenzeit wandte ich mich der Pizzasauce zu. Zuerst würfeln wir die Zwiebel
23 - Zwiebel würfeln

und dünsten sie zusammen mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl an.
24 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Das Tomatenmark geben wir dann zu mit in den Topf und dünsten es ebenfalls kurz mit an
25 - Tomatenmark mit anschwitzen

bevor wir alles mit den geschälten Tomaten ablöschen.
26 - Geschälte Tomaten rein

Nachdem wir alles gut miteinander verrührt und die geschälten Tomaten dabei etwas zerkleinert haben würzen wir alles mit den italienischen Kräutern
27 - Mit Ital. Kräutern würzen

fügen das Lorbeerblatt hinzu
28 - Lorbeerblatt dazu

und schmecken die Sauce abschließend mit Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Pfeffer und Salz abschmecken

Abschließend lassen wir die Sauce für 20 bis 30 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und rühren sie hin und wieder etwas um. Ist die Sauce fertig, nehmen wir sie von der Platte und lassen sie etwas abkühlen.
30 - Köcheln lassen

Als ich mich nun wieder dem Teig zuwandte, bekam ich einen ziemlichen Schreck als ich das Handtuch entfernte, denn der Teigklumpen wirkte ziemlich riesig
31 - Teig aufgegangen

doch es stellte sich schnell heraus dass sich nur eine große Luftblase im Inneren gebildet hatte, die ich durch einen schnellen Handgriff entleert hatte und so die wahre Masse des Teiges sah.
32 - Wirkliche Teigmenge

Durch das bestreuen mit Mehl war der Teig jetzt auch besser zu handhaben und ich knetete ihn noch einmal kurz auf einer bemehlten Arbeitsfläche durch
33 - Kneten

bevor ich ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollte. Dabei kam mir zu Gute dass ich eine Teigrolle (Nudelholz) besitze dass mir hier gute Hilfe leistete, denn der Teig widersetzte sich Anfangs meinen Bemühungen ihn auszubreiten und zog sich immer wieder zusammen. Erst nach einigen Versuchen gelang es mir schließlich einen dünnen Boden als Grundlage für die Pizza zu fertigen.
34 - Teig auf Backblech ausbreiten

Jetzt ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Jetzt bestreichen wir unseren Teig mit einer dünnen Schicht der vorhin gefertigten Tomatensauce
35 - Pizzasauce verteilen

und belegen die Pizza dann nach eigenem Gutdünken. Frische Champignons kann man übrigens einfach roh schneiden und auf der Pizza verwenden – ein vorheriges blanchieren wie ich zuerst überlegt hatte ist hier nicht notwendig.
36 - Belegen

Zum Schluß bestreuen wir unsere Pizza noch mit Käse.
37 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir unsere Pizza auf der zweiten Schiene von unten ein
38 - In Ofen schieben

und lassen backen sie dort für ca 30 bis 40 Minuten.
39 - Backen

Ist der Käse gut zerlaufen und hat eine leichte Bräunung angenommen, können wir die Pizza schließlich entnehmen.
40 - Fertige Pizza

Jetzt brauchen wir sie nur noch ein passende Stücke zerteilen und können sie dann genießen.
41 - Pizzastück

Der Teig war noch etwas aufgegangen, aber der Boden erwies sich als angenehm dünn und luftig-locker. Hier hatte sich die Entscheidung für das Verwenden des Honigs auf jeden Fall sehr positiv ausgewirkt.
44 - Teigdichte
Und auch die fruchtige Sauce mit ihrer leicht pikanten Würzung erwies sich als sehr gelungen. Für meine erstes in Eigenregie entstandene Pizza ein voller Erfolg. Und auch beim Belag hatte ich, zumindest für meinen Geschmack, eindeutig eine gute Wahl getroffen.

42 - Closeup 43 - Closeup 2

Einzig das kleine Malheur mit dem manuellen Kneten von Anfang hat mich die Lehre ziehen lassen nicht als alles zu vertrauen was anderen in ihren Rezepten vorschlagen. Eventuell hätte ich hier aber auch nur meine Hände vorher etwas mehr mit Mehl bestäuben müssen. Davon aber einmal abgesehen – und es hatte ja auch keinerlei Folgen auf die spätere Pizza – kann ich dieses Rezept aber vorbehaltlos weiter empfehlen – das Ergebnis hat mir letztlich so gut gemundet dass ich wohl nichts übrig lassen werde mit dem ich dann testen könnte ob man eine solche Pizza auf aufwärmen kann. 😉 Auf diesen Part werde ich hier als entgegen der anderen Rezepte mal verzichten.
Natürlich werde ich bei Gelegenheit auch noch einmal andere Rezepte für Pizzateig einem Test unterziehen – vor allem die Variante mit Quark erscheint mir dabei recht vielversprechend. Und auch an der Sauce lässt sich bestimmt noch das eine oder andere Variieren. Mal schauen auf welche Rezepte ich in diesem Bereich noch so stoße. Über Hinweise jeglicher Art bin ich natürlich wie immer dankbar.

Guten Appetit

Nero München & Pizza Straccetti

Heute Abend waren wir im nero pizza & lounge in der Rumfordstraße 34 nahe des Isartors hier in München gewesen um den wöchentlichen Pizza-Montag zu nutzen, an dem alle Pizzen zum reduzierten Preis von 7 Euro angeboten werden. War noch nie vorher dort gewesen und war von dem Interieur schon mal sehr angetan. Die hohen Räume sind sehr hell gestaltet und mit einem durchaus sehenswerten Lichtdesign, wobei vor allem das sechs mal acht Meter große Lichtelement mit grünen Glassplittern an der linken Wand ins Auge fällt – ich verweise hier auf Bilder auf der Webseite, ich selbst habe dieses Mal keine vom Innenraum gemacht. Allerdings erschienen mir die 3 Meter langen Tische mit den Sitzbänken im ersten Moment etwas ungewöhnlich – sollten sich aber dann doch als einigermaßen gemütlich herausstellen. Es finden sich aber auch kleinere Tische mit Stühlen für zwei bis vier Personen. Auf einer Empore mit Balkon im Obergeschoss gibt es außerdem noch einen Lounge-Bereich. Direkt gegenüber des Eingangs befindet sich außerdem ein großer Holzofen, in dem die Pizzen direkt im Gastraum gebacken werden.
Neben Pizzen wird zwar auch eine große Anzahl verschiedener Antipasti, Salate und Desserts sowie Steak aus dem Holzofen angeboten, aber wenn man schon an einem Tag dort hingeht an dem die Pizza vergünstigt angeboten wird, schlägt man natürlich in diesem Bereich zu. Meine Wahl fiel nach kurzem Studium der Karte auf die Pizza Straccetti, die laut Karte mit Tomaten, Mozzarella, Rosmarin, Rucola, Rinderlendenstreifen mit Knoblauch und Parmesan belegt sein sollte. Mit 12,50 Euro die teuerste Pizza der ganzen Karte – und zum reduzierten Preis von 7 Euro kann man die ruhig mal probieren. Die regulären Preise bewegen sich von 5,- Euro für einen eine doppelten Pizzaboden mit Olivenöl und Rosmarin über 7,50 Euro für eine normale Magherita über verschiedene Pizzen im oberen einstelligen Eurobereich bis hin zu einigen Angeboten die im Bereich zwischen elf und zwölfeinhalb Euro liegen. Dabei alles scheinbar sehr hochwertig was die Zutaten angeht. Und ich sollte es ja nach relativ kurzer Wartezeit auch selbst erleben dürfen. Es dauerte (zumindest gefühlt) keine zehn Minuten bis man uns unsere Pizzen servierte.

Pizza Straccetti

Noch Ofenwarm brachte man uns schließlich die bestellten Gerichte – hauchdünner, knuspriger Boden, bestrichen mit einer mit einigen Kräutern gewürzten Tomatensauce und belegt mit Zutaten, die visuell zumindest sehr ansprechend anmuteten. Und auch geschmacklich erwies sich diese Pizza als wirklich sehr gelungen. Zwar hätte meiner Meinung nach gerne ein wenig mehr von der Rinderlende auf der Tomatensauce finden können, dafür hatte man aber bei den frischen, knackigen Ruccola-Blättern und dem in hauchdünnen Scheiben geraspelten Parmesan nicht gespart. Ich vermute dass man bei einer Pizza die man zum regulären Preis bestellt etwas mehr Fleisch findet. In der Summe gesehen auf jeden Fall eine sehr leckere und empfehlenswerte Pizza, die ihren Preis durchaus wert erschien.
Natürlich interessierte mich auch noch, was sich hinter dem Begriff straccietti verbirgt. Laut der Google-Übersetzung bedeutet es soviel wie “Lumpen” oder “Fetzen”, eine etwas ungewöhnliche Bezeichnung für eine Pizza wie ich finde – obwohl es mit Rezepten wie Lumpen und Flöh durchaus auch vergleichbares in der deutschen Bezeichnung für Gerichte gibt.
Zusammenfassend kann ich das nero pizza & lounge hier in München aber vorbehaltlos weiter empfehlen – das was ich gesehen und vor allem geschmeckt habe ist wirklich leckere und hochwertige Küche. Bei größeren Gruppen ist aber auf jeden Fall eine Reservierung empfehlenswert.

Kurztest Pizza Culinaria Turkish Lahmacun Style

Bereits letzte Woche entdeckte ich im Gefrierfaches des hiesigen Rewe-Marktes eine Pizza aus der Reihe Culinaria von Dr. Oetker, die es mir wert schien zu getestet zu werden. Diese Dr. Oetker Pizza Culinaria Turkish Lahmacun Style klang irgendwie sehr lecker und ich bin durchaus ein Fan dieser türkischen Pizzen mit Namen Lahmacun, also landete die 2,69 Euro teure Pizza in meinem Einkaufswagen und wurde heute dem üblichen Kurztest unterzogen.
Wie üblich kommt die Fertig- bzw. Tiefkühlpizza in einem Pappumkarton, auf dessen Rückseite wir auch die Zubereitungsanweisungen, Zutaten und Nährwerte finden. Doch dazu später mehr.

01 - Verpackung Vorderseite
Verpackung Vorderseite

02 - Verpackung Rückseite
Verpackung Rückseite

Auch wenn es sich hier natürlich nicht um das handelt, was man beim türkischen Imbiss unter dem Begriff Lahmacun erhält, so hat Hersteller Dr. Oetker sich doch große Mühe gegeben dieser türkischen Spezialität recht nahe zu kommen. Als Belag findet sich auf der Pizza neben reichlich gewürztem Rinderhack, Tomaten, Fetawürfelchen, Sauerrahm-Klecksen, Paprika in verschiedenen Farben, Karottenwürfel, Weichkäse, Zwiebeln und einige mehr dass ich nicht genauer identifizieren konnte. Die Würzung beinhaltete aber eindeutig etwas Knoblauch, auch wenn es nach meinem Geschmack gerne noch etwas mehr hätte sein können.
In der Pappverpackung findet sich wie üblich die vorgebackene Pizza in einer Folienumverpackung.

03 - Pizza in Folie
Pizza in Folie

Die Folie ließ sich leicht und ohne große Probleme aufreißen und entfernen, so dass ich wenig später die rohe, tiefgefrorene Pizza mit einem Durchmesser von 22cm und 400g Gewicht vor mir hatte. Der Belag schien mir dabei etwas auf die eine Seite verschoben zu sein, wohl ein Produktionsfehler – aber damit muss man mein Massenhaft produzierten Produkten natürlich immer rechnen.

04 - Pizza ausgepackt
Pizza ausgepackt

Nun wurde der Backofen auf 210 Grad vorgeheizt und nach Abschluß des Vorheizprozesses wurde die Pizza auf einem Rost auf der mittlern Schiene eingeschoben. Ich hatte meine Lektion gelernt und verwende fast nur noch den Rost und nicht mehr das Backblech – der Boden wird mit dem Rost einfach deutlich knuspriger finde ich.

05 - Pizza im Ofen
Pizza im Ofen

Der Hersteller hatte eine Zubereitungszeit von elf bis fünfzehn Minuten vorgesehen, ich verließ mich aber wie immer mehr auf mein Gefühl und die Augen als auf die Uhr. Es waren aber etwa fünfzehn bis sechzehn Minuten, als ich die Pizza schließlich aus dem Ofen holte und zum Verzehr fertig machte.

06 - Pizza Lahmacun Style - fertig
Pizza – fertig gebacken

Geschmacklich erwies sich die Pizza nach dem ersten Bissen auch tatsächlich als gelungene Komposition. Das Rinderhack war pikant und lecker gewürzt, der nur punktuell aufgebrachte Käse war gut verlaufen und in den Belag eingedrungen und die verschiedenen Gemüsesorten, vor allem die Karotten und Paprika, harmonierten wunderbar mit dem übrigen Belag und den Fetawürfeln. Und auch der knusprige, lockere und luftige Boden trug dazu bei, den positiven geschmacklichen Eindruck noch zu bestärken.

07 - angeschnitten
Pizza angeschnitten

Aber auch die Nährwerte sollen natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Schauen wir uns also mal an was so eine Culinaria Lahmcun Style so zu bieten hat:

Nährwerte:
  100g 400g
(Pizza)
Brennwert: 892 kj
213 kcal
3569 kj
852 kcal
Eiweiß: 7,4g 29,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
10,3g
4,2g
41,2g
16,6g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
22,5g
2,4g
39,9g
9,7g
Ballaststoffe: 1,8g 7,2g
Natrium: 0,57g 2,29g
Broteinheiten: 2,3g 7,5g

Das entspricht 23 WW ProPoints, also liegt absolut in der Normalverteilung der Nährwerte für Fertigpizzen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich eigentlich mit mehr gerechnet hatte, gerade wegen des vielen Rinderhacks. Trotzdem war das natürlich eine ziemliche Kalorienbombe, aber dessen war ich mir natürlich von Anfang an bewusst.

Für den Freund von Lahmacun kann ich diese Pizzazubereitung aber vorbehaltlos weiter empfehlen – mit hat diese Pizzazubereitung auf jeden Fall sehr gut gemundet.

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 3 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen

Kurztest Hasa Italissimo Speciale Pizza

In den Tiefen meines Gefrierfaches schlummerte noch etwas, dass ich mir vor einiger Zeit im hiesigen teGut für 1,99 Euro zum Testen erworben hatte: Pizza Italissimo Speciale der Firma Hasa. Mit der Firma Hasa GmbH aus Burg war ich vor einiger Zeit schon einmal in Berührung gekommen, als ich die vom Feinsten Gourmet Pizza Hähnchen Spargel getestet hatte – sie stellt offensichtlich bevorzugt die Hausmarken TK Ware für teGut her. Bei der Sorte hatte ich wieder auf die Speciale Variante zurückgegriffen, jene Sorte mit Salami und Schinken, die ich auch bei den meisten vorherigen Tests gewählt hatte – so ist eine Vergleichbarkeit meiner Meinung nach besser gewährleistet. Aber genug der Vorrede, kommen wir nun zum Produkt: Der Hasa Pizza Italissimo Speciale.

01 - Packung vorne
Packung vorne

02 - Packung hinten
Packung hinten

Vollmundig wir auf der Packung aus allen Rohren des Marketing-Bla-Blas geschossen und man spricht davon dass man die Pizza auf italienischen Marmor gebacken hat, der Teig ohne Zusatzstoffe, alles ohne Geschmacksverstärker und die Sauce aus 100% sonnengeküssten Tomaten hergestellt wurde. Ob man eine Pizza nun auf italienischem Marmor oder nordhessischen Buntsandstein (;-)) backt halte ich zum Beispiel für irrelevant, das die angebliche Nichtverwendung von Aromen und Geschmacksverstärkern dank der unklaren gesetzlichen Definition dieser Stoffe nur bedingt der Wahrheit entspricht ist mir spätestens seit dem Lesen von Thilo Bodes Die Essensfälscher sowie Presseartikeln wie diesem bei Spiegel.de bewusst und auch eine Gewächshaustomate wird durch das Glasdach von der Sonne “geküsst”. Aber das sind natürlich alles nur Mutmaßungen, ich bin aber eben was solche Aussagen angeht vorsichtig.
In der Pappverpackung findest sich wie üblich die vorgebackene, tiefgefrorene Pizza in Schutzfolie eingepackt.

03 - Pizza in Folie
Pizza in Folie

Die Folie ließ sich leicht aufreißen und entfernen. Vor mit lag nun der eigentlich 23 Zentimeter durchmessende und 350g schwere Pizza-Rohkörper, überzogen mit einer dünnen Schicht Eiskristalle.

04 - Pizza gefroren
Pizza gefroren

Wieder musste ich entdecken dass sich die Pizza etwas durchgebogen hatte, ein Effekt den ich schon häufiger bei verschiedenen Tiefkühlpizzen beobachtet hatte. Aber Erfahrungsgemäß nivellierte sich diese Verformung beim backen, von daher sah ich das als nicht allzu kritisch an.

05 - Pizza durchgebogen
Pizza – durchgebogen

Für die Zubereitung muss der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt (Heißluft 180 Grad / Gas Stufe 4-5) und anschließend die Pizza dann für 12 bis 14 Minuten auf einem Gitterrost in den Ofen geschoben werden.

06 - im Ofen
Pizza im Ofen

Ich verließ mich dabei natürlich wir üblich mehr auf mein Auge als auf die Angaben und holte mir die Pizza aus dem Ofen, als sie mir visuell fertig erschien.

07 - Pizza fertig

Geschmacklich fand ich das ganze auch recht gelungen. Neben fünf großen Chorizo-Salamischeiben und etwas Schinken fanden sich auch noch reichlich Paprikawürfel sowie fein gewürfelte Zwiebeln auf dem Pizzakörper. Was den Belag insgesamt anging war ich schon mal recht zufrieden, auch wenn sich die Salamischeiben mal wieder recht schlecht schneiden ließen und ich aufpassen musste, nicht die Salami auf der Pizza hin und her zu schieben, wenn ich sie zerteilen wollte. Beim Boden schließlich musste ich einige Abstriche in Kauf nehmen, denn leider musste ich feststellen dass der Rand extrem hart geworden war, so dass ich mich teilweise dazu entschloss ihn zu entfernen und nicht mit zu essen – ob man dies Ergebnis durch kürzere Backzeit variieren kann ist mir nicht bekannt. Der Rest war aber ansonsten angenehm knusprig geworden.

08 - Pizza angeschnitten
Pizza angeschnitten

Werfen wir aber auch nun natürlich auch noch einen Blick auf die Nährwerte, die auf der Seite in sehr minimaler Form aufgedruckt waren:

Nährwerte:
  100g 350g
(Pizza)
Brennwert: 999 kj
238 kcal
39 kj
826 kcal
Eiweiß: 12,3g 43,05g
Fett: 9,0g 31,5g
Kohlehydrate: 26,9g 94,15g

Das entspricht 22 WW ProPoints, ein absolut durchschnittlicher Wert für eine solche Pizza.
Vom Preis-Leistungsverhältnis fand ich die Pizza absolut in Ordnung – einzig das Problem mit dem zu harten Rand war etwas ärgerlich. Prinzipiell aber durchaus eine Pizza, die man sich mal kaufen kann.

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 2 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 2 von3 Sternen

Kurztest Wagner Unsere Natur Bio-Steinofenpizza Salami

Zum Preis von 3,19 Euro erwarb ich vor kurzem im hiesigen teGut Markt eine von mir bisher nicht getestete Wagner Unsere Natur Bio-Pizza Salami – eine Pizzazubereitung nach italienischer Art – also mit flachen Boden – die angeblich nur mit Bio-Zutaten zubereitet wurde. Seit ich Thilo Bodes Die Essensfälscher gelesen habe bin ich bei solchen Aussagen wie “Bio” und “neue Rezeptur” natürlich etwas vorsichtig geworden und traue solchen Aussagen der Hersteller nur bedingt, aber da ich diese Sorte noch nicht probiert hatte landete die Pizza schließlich doch bei mir im Einkaufswagen und wurde gestern einem Kurztest unterzogen.
Hätte es natürlich eine Salami-Schinken-Pilze Version gegeben, hätte ich zu dieser gegriffen – doch wie eine kurze Recherche auf der Wagner-Webseite zeigte scheint es leider bisher nur die Zubereitungen Salami, Margharita, Schinken-Pesto, Käse-Spinat und Vegetaria und zu geben. Auf der Webseite Wagner findet sich die Bezeichnung Unsere Natur im übrigen als Sortiment für den “Naturkostfachhandel”, die Produktlinie für den Supermarkt wird dort mit Naturlust tituliert. Warum man hier zwei Produktlinien mit den selben Eigenschaften – nämlich Bio-Zutaten – aber unterschiedlichem Sortiment (denn bei Naturlust gibt es nur die Sorten Mozzarella, Salami und Vegetaria) unter zwei Titeln für zwei verschiedene Vertriebszweige aufbaut ist mir etwas schleierhaft – mal ganz davon abgesehen dass ich die angebliche Naturkostfachhandel-Version ja in einem Supermarkt gekauft hatte. Aber das nur am Rande erwähnt, kommen wir nun zum eigentlichen Kurztest.
Die 330g schwere Pizza kommt wie üblich im Pappkarton

01 - Packung vorne
Packung vorne

02 - Packung hinten
Packung hinten

in dem sich – ebenfalls wie üblich – die vorgebackene, in Folie eingeschweißte Tiefkühl-Pizza befindet.

03 - Pizza eingepackt

Pizza in Folie

Die Folie lässt sich ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Hilfsmittel aufreißen und entfernen – leider keine Selbstverständlichkeit, aber bei den großen etablierten Herstellern wie hier Wagner zum Glück in der Regel gegeben.
Nach Entfernung der Folie haben wir schließlich die 24,5 cm durchmessende Tiefkühlpizza vor uns. Wie ich feststellen musste wölbte sie sich mal wieder etwas nach oben – aber in wie ich in ähnlichen Fällen ja bereits festgestellt hatte würde sich der Pizzakörper beim Backen wieder gerade ausrichten – also bestand kein Grund zur Besorgnis.

04 - Pizza gefroren
Pizza ausgepackt

Für die Zubereitung müssen wir nun den Backofen auf 230 Grad vorheizen und die Pizza dann auf mittlerer Schiene auf einen Gitterrost einschieben. Ich habe mir die Verwendung eines Gitterrosts inzwischen zur Angewohnheit werden lassen – denn zum einen wird der Boden meiner Meinung nach dadurch knuspriger und zum anderen muß man kein Backblech mit Backpapier auslegen und spart sich dadurch etwas Arbeit. 😉

05 - im Ofen
Pizza im Ofen

Der Hersteller schlägt eine Backzeit von 8 bis 12 Minuten vor – ich verließ mich dabei aber wie immer eher auf meine Augen und holte die Pizza aus dem Ofen, als sie mir visuell fertig erschien. Das war meiner Meinung nach etwa 11 bis 12 Minuten der Fall – aber die Zubereitungszeit kann natürlich je nach Backofen variieren.

06 - Pizza fertig
Pizza – fertig gebacken

Geschmacklich fand ich sie recht gut gelungen – der Boden war tatsächlich angenehm knusprig geworden und der Belag aus Salamischeiben, Käse, Tomatensauce und einigen Gewürzen erwies sich für eine Fertigpizza als wirklich gelungen.

07 - angeschnitten

Natürlich werfen wir auch noch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 330g
(Pizza)
Brennwert: 1089 kj
260 kcal
3594 kj
856 kcal
Eiweiß: 11,0g 36,3g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
11,3g
4,5g
37,3g
14,9g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
27,4g
4,1g
90,4g
14,5g
Ballaststoffe: 2,3g 7,6g
Natrium: 0,61g 2,03g
Broteinheiten: 2,3g 7,5g

Das entspricht 23 WW ProPoints – also eine ziemliche Kalorienbombe wie das bei Pizzen allgemein und TK-Pizzen insbesondere nun mal der Fall ist. Aber geschmacklich war sie einwandfrei und ich bereue meine Entscheidung nicht der Pizza eine Chance gegeben zu haben. Ich fand dass sie einer regulären Pizza in nichts nachstand, aber auf der anderen Seite auch keine signifikanten Vorzüge gegenüber der deutlich billigeren Non-Bio Variante aufwies – mal davon abgesehen dass der Verbraucher glaubt dass hier nur Bio-Zutaten verwendet wurden. Aufgrund der ungenauen gesetzlichen Regelungen und des Dschungel verschiedener Bio-Siegel – teilweise von den Herstellern selbst erfunden – sei natürlich mal so dahin gestellt inwieweit Wagner hier wirklich ein “echtes” Bio-Produkt anbietet oder durch geschickte horizontale Produktdiversifikation einfach nur einen Teil vom Bio-Produkte-Kuchen abgreifen möchte. Dabei möchte ich Wagner natürlich nichts unterstellen – aber man muss als aufgeklärter Verbraucher inzwischen leider mit einer gesunden Portion misstrauen ausgestattet sein.

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 3 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen