Kurztest Kitchenette Gyros mit Balkanreis

Heute testete ich nach langem mal wieder ein Fertigprodukt das mir in die Hände gefallen war. Das bedeutet keinen Rückfall in alte Gewohnheiten, ich werde auch weiterhin bevorzugt selbst kochen, aber die Gelegenheit bot sich gerade mal. Objekt des heutigen Tests ist das Gyros – zartes Schweinefleisch nach Gyrosart gewürzt mit Sirtakisauce und Balkanreis von Kitchenette – hergestellt von der Firma Buss Fertiggericht GmbH aus Ottersberg bei Bremen.

01 - Packung vorne 02 - Packung hinten
Links: Packung vorne – Rechts: Packung hinten

Das
Das Fertiggericht kommt in einer schwarzen Plastikschale mit 400g Inhalt, die gekühlt im Kühlschrank gelagert wird. Die Schale selbst ist dabei – wohl aus hygienischen Gründen – mit einer Plastikfolie abgedeckt.

03 - Mit Folie
Schale mit Folie

Als aufmerksamer Verbraucher interessierte mich natürlich auch, was in einem solchen Produkt verwendet wurde. Und die Zutatenliste des Herstellers ist hier recht lang – ich beschränke mich hier daher mal auf das wesentliche und interessantere. So finden sich verschiedene Gemüsesorten wie Tomaten Paprika, Zwiebeln, Weißkohl, Erbsen, Mais und Jalapeno-Chilischoten in der Zubereitung, außerdem sind 20% des Gesamtgerichtes aus gewürztem Schweinefleisch, dazu kommen noch Reis, Sahne, Vollmilch, Tomatenmark, Weinbrand, pflanzliche Öle, Rindfleischextrakt, Salz, Zucker, Schweinegelatine, Hühnereiweiß, Magermilchpulver, Zitronensaftkonzentrat, sowie Guarkernmehl als Verdickungsmittel und Spuren von Soja. Soweit ich das lese scheint nichts darin zu sein was das Ganze sofort als bedenkenswert oder zu künstlich erscheinen lassen würde.
Für die Zubereitung wurden vom Hersteller zwei Wege angegeben. Zum einen gab es den Weg alles ohne Folie auf einem Teller abgedeckt in der Mikrowelle bei 800 Watt für 4 Minuten zu erhitzen, zum anderen hätte man alles 20 Minuten im Wasserbad erhitze können, wobei das Wasser die Folie nicht hätte bedecken sollte. Ich entschied mich aus Zeitgründen und da ich Hunger hatte für die Mikrowelle. Also entfernte ich erst einmal die Folie

04 - Ohne Folie
Schale ohne Folie – kalt

und verfrachtete das Gericht für den angegebenen Zeitraum in die Mikrowelle. Das Ergebnis hatte sich visuell abgesehen von der Temperatur und der etwas flüssigeren Sauce am Fleisch kaum verändert.

05 - Erhitzt
Schale ohne Folie – erhitzt

Um die Größe des Portion besser abschätzen zu können, aber auch weil das Auge natürlich mit isst, verfrachtete ich den Schaleninhalt schließlich auf einen Teller.

06 - Gyros mit Balkanreis - Fertiges Gericht

Wie ich feststellen durfte erwies sich die Menge dabei wirklich als durchaus akzeptabel. Aber wichtiger als die Portionsgröße war natürlich der Geschmack. Und am Reis gab es meiner Meinung nach so gut wie nichts auszusetzen. Etwas aufgelockert auf dem Teller merkte man dem Tomatenreis mit seinen Erbsen, Paprikastreifen und dem Jalapeno-Chili wirklich kaum an dass es sich hier um ein Fertiggericht handelte. Leider war dem nicht ganz so beim Fleisch-Gemüse-Sauce-Gemisch das als Gyros bezeichnet wurde. Das erste was mir auffiel war, dass man hier bei der Zugabe von Natrium wohl etwas großzügig umgegangen war – sprich es erwies sich als ganz leicht versalzen, zumindest meines Geschmackes nach. Die Sauce und deren Würzung selbst war soweit zwar in Ordnung, aber das Fleisch, das sich vermischt mit Mais, Weisskohl und ebenfalls etwas Jalapeno in dieser Sauce fand war leider nur von mittlerer Qualität und ich entdeckte beim Verzehr leider einige fettige Stücke darunter.

Werfen wir noch zum Schluß einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 400g
(Schale)
Brennwert: 510 kj
122 kcal
2040 kj
487 kcal
Eiweiß: 5,0g 20,0g
Fett:
davon ges. Fettsäuren:
5,5g
2,3g
22,0g
9,2g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
12,8g
2,7g
51,2g
10,8g
Ballaststoffe: 0,5g 2,0g
Natrium: 0,5g 2,0g

Ein guter Mittelwert für ein Fertiggericht und aufgrund der Portionsgröße absolut im Rahmen wie ich finde – auch wenn es sich hier mit Sicherheit um kein diätisches Lebensmittel handelt.

Insgesamt für ein Fertiggericht in Ordnung, aber noch mit deutlichem Verbesserungspotential. Aber für den schnellen Hunger kann man hier durchaus mal zugreifen.

Meine Wertung: 2,0

San Sei Chop Suey [29.03.2011]

Die reguläre Küche hatte heute irgendwie nichts im Angebot, was mich sonderlich reizen konnte. Die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis bei Vitality erschienen mir nachdem ich ja gestern bereits Vegetarisch gegessen hatte, wollte ich das nicht schon wieder tun. Und auch die Lasagne al forno in der Sektion Globetrotter erschien mir nach meiner selbstgemachten Version vom Samstag nicht sonderlich reizvoll. Einzig auf die traditonell-regionalen Schweinemedallions auf Knöpfle mit Pilzrahmsauce hätten mich notfalls noch zurückgreifen können, doch ich entschied mich letztlich dann doch dazu heute mal mein Hauptaugenmerk auf die Asiatischen Gerichte zu werfen. Und mit San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce entdeckte ich auch schnell etwas für das ich mich erwärmen konnte. Das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und die Gebratene Ente mit verschiedenen Gemüsen in Chilisauce übten einen eher eingeschränkten Reiz auf mich aus. Ente hatte ich doch recht häufig gehabt in letzter Zeit – vor allem im Bereich der Asia-Gerichte. Also wählte ich das Chop Suey als heutiges Mittagsgericht, das ich mit einer mit süß-scharfer Chilisauce garnierten Schale Reis sowie einem Glückskeks zu meinem heutigen Mittagegericht komplettierte.

San Sei Chop Suey

Ich versuchte natürlich zu einigermaßen gleichen Teilen von allen drei Fleischsorten in meine Schale zu laden, wobei ich allerdings feststellen musste dass es von den dunklen Fleischstücken die ich meine als Rindfleisch identifiziert zu haben deutlich weniger als von den anderen Sorten gab, welche sich meiner Meinung nach später als Schweine- und Putenfleisch herausstellten. Aber das war auch ganz gut so, denn gerade das Rindfleisch erwies sich als größtenteils etwas zäh und “bissfest” (um nicht lederartig zu sagen). An den anderen Sorten gab es aber nichts auszusetzen, sie waren zart und wohlschmeckend. Dazu gab es wie üblich eine bunte Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten, von denen ich neben Möhrenscheiben und Paprika in rot und grün auch Kohl, Sprossen, Salatblätter und etwas Thai Basilikum meine identifiziert zu haben. Und alles war in einer wirklich angenehm scharf geratenen Sauce angemacht, die meiner persönlicher Vorliebe für pikant gewürzte Gerichte sehr entgegen kam. Gemeinsam mit dem Reis ein wirklich sehr gutes Gericht, für dass ich allerdings aufgrund der zähen Rindfleischstückchen doch kleine Abstriche in der Endnote machen muss.
Bei den anderen Kantinenbesuchern lag heute natürlich die Lasagne am höchsten im Kurs, aber sehr knapp gefolgt von den Schweinemedaillions auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala. Danach folgten die Asia-Gerichte und schließlich die Chili-Linsen. Hier also keinerlei Überraschungen – hatte ich auch nicht anders erwartet.

Mein Abschlußurteil:
San Sei Chop Suey: +
Reis: ++

Perlgraupeneintopf mit Gemüse & Fleisch – das Rezept

Auch am heutigen Samstag wollte ich natürlich nicht auf das Kochen verzichten. Aber ich tat es mir wirklich schwer etwas zu finden – weniger weil ich gar nichts sondern eher weil ich zu viel fand und mich nicht so recht entscheiden konnte. Nach langer Studie verschiedener Kandidaten fiel meine Wahl schließlich auf einen Perlgraupeneintopf mit Gemüse und Fleisch. Ich hatte bisher noch nichts mit Graupen – geschälte, polierte Gersten- oder Weizenkörner von halb- oder länglich-runder Form – gekocht und die Zusammenstellung erschien mir einfach nur verlockend. Perlgraupen mit ihren kleinen runden Körnern sind übrigens die qualitativ hochwertigste Graupenart.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

70 – 80g Perlgraupen – kling wenig, aber die Dinger quellen beim Kochen kräftig auf
01 - Zutat Perlgraupen

200 – 250g Kartoffeln (2 mittelgroße)
02 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Möhre
03 - Zutat Möhre

1/2 Bund bzw. 2 Lauchzwiebeln bzw. Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Lauchzwiebeln

250g Schweinefleisch – hier können wir Schulter, Schnitze, Nuss oder auch Kotlett nehmen, ich wählte etwas Schulter. Natürlich sind Alternativ auch Rindfleisch, Geflügel oder Lamm denkbar.
06 - Zutat Schweinefleisch

1 Handvoll Erbsen (TK-Ware)
05 - Zutat Erbsen

60-70g gewürfelter Speck
07 - Zutat gewürfelter Speck

1 Lorbeerblatt
08 - Zutat Lorbeerblatt

500ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 Zehe Knoblauch (optional)
10 - Zutat Knoblauchzehe

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und zum Würzen Salz & Pfeffer

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst schälen wir die Kartoffeln und zerteilen sie in kleine Würfel.
11 - Kartoffeln würfeln

Ebenso schälen wir die Karotte und schneiden sie in Scheiben.
12 - Karotte in Scheiben schneiden

Die Perlgraupen brausen wir mit etwas kalten Wasser ab und lassen sie anschließend abtropfen.
13 - Perlgraupen abbrausen

Die Lauchzwiebeln waschen wir gründlich und schneiden sie dann in ca. 1cm breite Ringe.
14 - Lauchzwiebeln in Ringe schneiden

Nachdem wir das Schweinefleisch von Fett befreit haben zerteilen wir es in mundgerechte Stücke.
14 - Fleisch würfeln

Mit etwas Olivenöl schwitzen wir zuerst das gepresste Knoblauch an und braten dann die Speckwürfel ebenfalls an. Ist kein Knoblauch gewünscht, lassen wir dieses einfach weg – ich aber fand es lecker und passend.
16 - Speck anbraten

Ist der Speck angebraten, entnehmen wir ihn aus dem Topf, legen ihn bei Seite und geben das Fleisch hinein um es anzubraten. Gegebenenfalls sollte man hier auch etwas zusätzliches Olivenöl hinzugeben.
17 - Fleisch anbraten

Wenn das Fleisch rundherum gut angebraten ist, fügen wir die Kartoffelwürfel,
18 - Kartoffeln hinzu

die Karottenscheiben
19 - Möhren hinein

und die Frühlingszwiebel-Ringe in den Topf,
20 - Lauchzwiebelringe rein

wo wir das Gemüse zusammen mit dem Fleisch noch einige Minuten anbraten.
21 - Gemüse anbraten

Dann gießen wir alles mit Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen

und geben das Lorbeerblatt
23 - Lorbeerblatt hinein

sowie die etwas aufgequollenen Perlgraupen in den Topf.
24 - Perlgraupen dazu

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt das ganze etwas mit Salz und Pfeffer zu würzen.
25 - Würzen

Wenn die Perlgraupen nach einigen Minuten beginnen aufzuquellen und das Wasser köchelt, geben wir auch die TK-Erbsen in den Topf
26 - Erbsen hinein

und verrühren alles gut miteinander. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Lorbeerblatt neigt dazu am Rührbesteck kleben zu bleiben – es gehört aber natürlich in den Topf. Also lieber zwei mal gucken bevor man den Löffel oder was immer man verwendet beiseite legt.
27 - rühren

Bei geschlossenem Deckel und auf mittlerer Stufe lassen wir den Eintopf nun für ca. 45 bis 60 Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es allerdings regelmässig umrühren müssen da die Graupen sonst drohen am Topfboden anzupappen.
28 - geschlossen köcheln

Wenn die Masse zu dick wird, können wir jederzeit ein wenig Wasser nachgießen.
29 - Wasser nachgießen

Nach ca. 30 Minuten geben wir dann die Speckwürfel wieder hinein.
30 - Speck wieder hinein

Haben die Speckwürfel sich in den Rest unseres Perlgraupeneintopfes wieder integriert und sind warm geworden können wir unser Gericht probieren
31 - probieren

und es ggf. mehr oder weniger kräftig mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
32 - kräftig würzen

Sind die Perlgraupen ausgequollen und der Eintopf träge zu blubbern beginnt, kann man unseren Perlgraupeneintopf als fertig bezeichnen. Wir können den Topf von der Platte nehmen und diese ausschalten.
33 - fertig ausgequollen

Nun brauchen wir das Gericht nur noch zu servieren und bei Bedarf etwas garnieren. Ich hatte noch ein wenig Petersilie da, die ich hier hier nutzen konnte. Das Auge isst ja mit.

34 - Fertiges Gericht

Und ich war sehr zufrieden mit meiner heutigen Kochkreation. Ich hatte zu Beginn befürchtet dass es vom Geschmack her zu lasch werden würde, doch das war vollkommen unbegründet. Salz und Pfeffer hatten gemeinsam mit dem Gemüse und dem Fleisch dem Ganzen einen sehr leckeres Aroma gegeben. Sowohl die Perlgraupen und auch ein wenig die Kartoffeln hatten wohl viel Stärke abgegeben und dem Eintopf eine angenehm feste Konsistenz. Hinzu kam dass sich das Ganze nicht nur als sehr lecker, sondern auch als sehr sättigend erwies.

35 - CloseUp

Ein einfaches, schmackhaftes und ohne größeren Aufwand zuzubereitendes Gericht, das mir mehr Lust auf Perlgraupen gemacht hat. Werde mich mal umschauen ob ich weitere Gerichte mit dieser Zutat entdecken kann. Eine Portion ist noch übrig – ich habe sie nach dem Abkühlen kalt gestellt und werde die Tauglichkeit als Mikrowellen/Aufwärmgericht in den nächsten Tagen testen. Sobald ich dazu Ergebnisse habe, werde ich diesen Beitrag updaten und über eine Erfahrung berichten.

Nachtrag vom 14.03.2011: Hab die Reste nach zwei Tagen am Montag aus dem Kühlschrank genommen und in der Mikrowelle aufgewärmt. Die Konsistenz war zwar trotz abgedeckter Aufbewahrung deutlich fester geworden, geschmacklich war es aber noch einwandfrei. Ich kann das Gericht also auch vorbehaltlos für die Aufbewahrung und zum Aufwärmen weiter empfehlen.

Moo Pad Bai Krapao [03.03.2011]

Auf der Karte der regulären Küche lockten heute Farfalle al peperoni im Bereich Vitality, Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce und Semmelknödel bei den traditionell-regionalen Gerichten und schließlich Gegrillter Putenspieß auf Kräuterreis in der Sektion Globetrotter. Am ehesten hätte mich hier der Putenspieß gereizt, doch ich sollte im Asia-Bereich noch etwas besseres entdecken. Denn an der Asia-Theke stand heute neben Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten in Hoi Sin Sauce standen auch Moo Pad Brai Kraprao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai Basilikum und Gebratene Pute mit frischem Gemüse in Hoi Sin Sauce auf der Karte. Asiatisch schien mir heute gerade richtig und nachdem ich mir die Reisschüssel gefüllt hatte, stand ich einige Sekunden vor den beiden Fleischgerichte-Woks und überlegte. Dann entschied ich mich aber doch für das Angebot mit Schweinefleisch. Auf den Reis kam natürlich noch ein großzügiger Löffel süß-scharfer Chilisauce. Auf den Glückskeks verzichtete ich aber und ersetzte ihn durch einen Becher Mintcreme von der Desserttheke.

Moo Pad Bai Krapao

Die Schweinefleischstreifen erwiesen sich zwar als nicht so die allerbeste Wahl, da sie teilweise etwas zäh wirkten. Aber in Kombination mit der umfangreichen Gemüseauswahl, in der ich neben Paprika in rot, grün und gelb auch Schoten, Kohl, Sprossen und natürlich Blätter des Thai Basilikum. Ich hatte dieses Mal aber eindeutig nur einen Teil der Gesamtauswahl erwischt, hätte ich ein wenig im Wok gewühlt hätte ich mit Sicherheit noch mehr finden können. Von dem Chili merkte ich aber leider nur wenig. Gemeinsam mit dem Reis aber trotz der teilweise nicht ganz perfekten Fleischstreifen aber dennoch ein recht gutes Gericht. Und die schaumige, luftig-lockere Mintcreme mit ihrer Garnitur aus einigen Schokostreuseln und einem kleinen Schoko-Mintplättchen ergab einen gelungenen Abschluß dieser Mahlzeit.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums erschien mir heute eher der Schweinekrustenbraten den höchsten Zuspruch zu finden, daher würde ich ihm den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen. Auf Platz zwei folgten aber die Asia-Gerichte, gefolgt von dem Putenspieß auf dem dritten und den Farfalle schließich auf dem vierten Platz. Alle Angaben natürlich wie immer rein subjektiv und ohne Gewähr.

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Bai Krapao: +
Reis: ++
Mintcreme: ++

Gaeng Panang Moo [01.03.2011]

Als ich mich heute auf den Weg in die Kantine machte, war ich mir noch vollkommen unsicher was ich wählen sollte. Der Pikante Kartoffelgulasch aus dem Bereich Vitality, welchen in ich hier in ähnlicher und hier in genau der gleichen Zubereitungsform bereits probiert hatte klang schon einmal recht verlockend und wäre auch kalorientechnisch eine gute Wahl gewesen. Aber auch die Gebratene Hähnchenbrust in Rahmsoße mit Kartoffelröstinchen bei Globetrotter wäre wohl noch vertretbar gewesen. Einzig das traditionell-regionale Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites und Zitrone erschienen mit etwas zu heftig, auch wenn es recht verlockend klang und für Kantinenverhältnisse mal wieder sehr gut aussah. Aber dann entdeckte ich auch an der Asia-Theke einiges interessantes. Die Pad Thai – Gebratene Reisnudeln mit Ei, Lauchzwiebeln, Sprossen und Erdnüssen wären auch durchaus etwas für mich gewesen, aber noch besser klang das Gaeng Panang Moo – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. So etwas hatte ich meines Wissens noch nie probiert – also entschied ich mich heute für dieses Angebot, das wie bei den Asia-Gerichten bei mir üblich mit einer mit süß-scharfer Chilisauce garnierte Schale Reis sowie einem Glückskeks serviert wurde.

In der cremigen Sauce meinte ich neben Schweinefleisch auch Geflügel, wahrscheinlich Pute, und Rindfleisch entdeckt zu haben. Alle drei Fleischsorten erwiesen sich dabei als relativ fettarm und zart gebraten – genau so wie ich es mag. Wie üblich gab es dazu eine bunte Auswahl verschiedener Gemüsesorten, darunter Karotten, Schoten, Zucchini, Sojasprossen, Kohl, Salat, Paprika und Frühlingszwiebeln. Das verwendete Panang Curry gab in Verbindung mit den Kaffir Limetten dem Gericht zwar eine angenehme Würze, ohne dabei aber wirklich scharf zu sein. Wie ich im Rahmen meiner Recherchen feststellte zählt die als Panang oder auch Pahnaeng Curry bekannte und aus Chilischoten, Galgant (Thai-Ingwer), Zitronengras und Koriander hergestellte Thai-Gewürzmischung zu den milderen Currys, also ist das auch verständlich. Lecker war es aber alle Mal – ein Gericht dieser Art würde ich jederzeit wieder wählen. Natürlich gab es auch an der Sättigungsbeilage Reis nichts weiter auszusetzen.
Bei den anderen Kantinengästen fand natürlich das Wiener Schnitzel ganz ohne Zweifel den größten Zuspruch und belegte ohne große Zweifel den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte meiner Meinung nach die Hähnchenbrust mit Kartoffelröstinchen, noch vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Kartoffelgulasch schließlich auf Platz vier. Hier Bewahrheitet sich mal wieder meine Prognose des schwierigen Standpunkts von vegetarischen Gerichten bei der Allgemeinheit, auch wenn Ausnahmen hier hin und wieder natürlich die Regel bestätigen.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Panang Moo: ++
Reis: ++