Schweinefiletmedaillons auf Knöpfle [11.01.2011]

Obwohl mit Gaeng Keaw Wan Pak Taohoo – Gebratene Tofu mit frischem Gemüse in scharfem grünen Curry und Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer durchaus interessante Angebote im Asia-Bereich zu finden waren, wandte ich aufgrund der Tatsache dass ich dort ja gestern bereits zugegriffen hatte, meinen Hauptaugenmerk heute der regulären Küche zu. Die Rote oder weiße Currywurst mit Pommes Frites bei den traditionell-regionalen Angeboten ließ ich dabei aber aufgrund der hohen zu erwartenden Kalorienwerte außen vor. In Frage kamen für mich nur die Spaghetti mit Balsamico-Linsen bei Vitality, welche ich übrigens hier und hier bereits getestet hatte, sowie die Schweinefiletmedaillons auf Knöpfle mit Pilzrahmsauce aus der Sektion Globetrotter. Ich entschied mich schließlich für die Medaillons und wählte dazu noch ich eine kleine Schale Erbsen von der Gemüsetheke. So ganz ohne Gemüse wollte ich dann heute doch nicht speisen. Dabei zähle ich die Champignons in der Sauce mal nicht als Gemüse.

Schweinefiletmedaillons mit Knöpfle

Eine vorzügliche Wahl wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Die Medaillons erwiesen sich als angenehm zart und recht mager genau wie es sein sollte, dazu passte die schmackhafte Sauce mit ihren in Scheiben geschnittenen Dosenchampignons wunderbar. In Kombination mit den Spätzle war die Saucenmenge auch gut gewählt. Selbst die Erbsen waren noch angenehm heiß und sogar leicht pikant gewürzt. Eine wirklich gelungene Kombination, ich bereute es nicht mich heute für dieses Gericht entschieden zu haben.
Dennoch lag die Currywurst auf der allgemeinen Beliebtheitsskala bei den anderen Kantinengäste etwas höher in der Gunst. Somit kam diese auf Platz eins, aber eng gefolgt von den Schweinefiletmedailloins auf Platz zwei, den Asia-Speisen auf dem dritten Platz und schließlich den Spaghetti. Nährwerttechnisch waren die Medaillons für mich zwar eindeutig nicht die optimalste Entscheidung, aber heute war mir einfach mal danach.

Mein Abschlußurteil:
Schweinefiletmedaillons: ++
Knöpfle: ++
Pilzrahmsauce: ++
Erbsen: ++

Schweinefleisch süß-sauer [04.01.2011]

Obwohl heute in der Sektion Globetrotter heute Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette angeboten wurde, ein Gericht dass ich hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier schon in diesem Betriebsrestaurant sehr zu schätzen gelernt hatte, sollte ich mich heute doch anders entscheiden. Von den Kalorien einmal ganz abgesehen, wo mit Sicherheit sowohl das heutige Vitality-Gericht Tortelloni al pesto basilico als auch das traditionell-regionale Putengeschnetzelte “Zigeuner Art” mit Reis besser abgeschnitten hätten, hatte ich heute dann doch mal wieder Appetit auf etwas Asiatisches. Zur Auswahl in diesem Bereich standen Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce als vegetarisches Gericht und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse sowie Schweinefleisch süß-sauer gebacken mit verschiedenem Gemüse bei den Fleischangeboten. Letztere klangen beide gut und ich war kurz unschlüssig – dann entschied ich mich aber doch für das süß-saure Gericht. Dazu gab es wie üblich eine Schale Reis, garniert mit einigem Löffel süß-scharfer Chilisauce und einen kostenlosen Glückskeks.

Schweinefleisch süß-sauer / Pork sweet-sour

Bereits nach den ersten Bissen durfte ich feststellen, dass die Wahl heute mal wieder sehr gelungen war. Reichlich mageres, in Panade gebackenes Schweinefleisch in schmackhafter süß-saurer Sauce, dazu wie üblich eine bunte Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten. Zwar war meine Schale heute etwas Blumenkohllastig geraten, ich entdeckte aber auch Paprika in rot und grün, Scheiben von Möhren, Gewürzgurken, Pilze, Sojasprossen und Salat. Alles gut durchgebraten und bissgerecht geschnitten – so muss es sein. Zusammen mit dem Reis ein leckeres und vor allem sehr sättigendes Gericht, an dem es nichts auszusetzen gab. Ebenso wenig kann ich irgendwelche Kritik am Glückskeks zu üben.
Zwar hätte ich heute vermutet dass das Chili das Rennen um den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala machen würde, aber als ich mich umsah erschien es mir mehr als würden heute mal wieder die Asia-Gerichte das Rennen machen und das Chili auf den zweiten Platz verdrängen. Auf Platz drei folgte das Putengeschnetzelte und auf dem Vierten schließlich die Tortelloni al pesto. Hätte ich nicht gedacht, aber die Entscheidungswege meiner “Mitesser” sind halt leider nicht immer vorhersehbar. 😉

Mein Abschlußurteil:
Schweinefleisch süß-sauer: ++
Reis: ++
Glückskeks: ++

Überbackenes Lendenfilet auf Blattspinat

Dieses Jahr wichen wir einmal vom sonst üblichen traditionellen Weihnachtsessen in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat ab und probierten mal etwas neues für unseren Heiligabend. Dabei fiel die Wahl auf ein Rezept aus kleinen Lendenfilets, gebettet auf Blattspinat und überbacken mit einigen Scheiben Camembert.
Man nehme 1 Packung TK-Blattspinat, den wir in einer ausgefettete Auflaufform auslegen. 1-2 große Zwiebel würfeln, dünsten und darüber verteilen. Anschließend werden drei Schweinelenden angebraten angebraten und darüber gelegt. Wir pressen dann zwei Knoblauchzehen, vermischen sie mit einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, würzen das ganze mit Salz Pfeffer und Muskatnuss, geben noch einige grüne Kräuter (TK-Ware) dazu, verrühren das ganze gut und übergießen den Inhalt der Auflaufform damit.

Vor dem backen
Rohform vor dem Backen

Für 40 Minuten wird alles dann bei 180 Grad im Backofen gegart. Abschließend belegen wir alles mit einigen Scheiben Camembert oder Gouda und überbacken es noch einmal für 15 Minuten.

Belegt mit Camembert Belegt mit Gouda
Links: Belegt mit Camembert – Rechts: Belegt mit Gouda
Lendenfilet auf Blattspinat mit Camembert überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with camembert Lendenfilet auf Blattspinat mit Gouda überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with gouda

Dazu passt Wildreis, man kann es aber auch mit Kräuterbutterscheiben servieren.

Lendenfilet mit Blattspinat und Wildreis

Als Nachtisch entschieden wir uns für einen Zimtstern – sternförmige Vanille-Eiscreme mit einem Herz aus Apfelsorbet und bestreut mit Zimt.

Zimtstern

Alles zusammen sehr lecker muss ich sagen – es hat allen wunderbar gemundet. Kann diese Zubereitung vorbehaltlos weiter empfehlen.

Nasi Goreng mit verschiedenen Fleischsorten [02.11.2010]

Mein erster Gedanke war es heute, meine Wahl auf die Gnocchipfanne mit Kohl in der Sektion Vitality fallen zu lassen. Zwar klangen auch der traditionell-regionale Hirschgulasch “Jägerart” mit Knöpfle und Preiselbeeren (den ich übrigens hier schon mal in ähnlicher Form gegessen hatte) und das Griechische Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki (welches wie ja von hier und hier schon kennen) bei den Globetrotter-Speisen gut, aber ich hatte hier kalorientechnische bedenken. Dann aber entdeckte ich bei den Asia-Gerichten neben dem Gebratenen Curry-Gemüse nach Thai-Art auch das Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Fleischsorten und Gemüse, ein Reisgericht dass mir recht schmackhaft und interessant erschien. Also änderte ich meine Entscheidung und wählte dieses Gericht. Auf zusätzlichen Reis oder Dessert verzichtete ich.

Nasi Goreng mit verschiedenen Fleischsorten / Nasi Goreng with different kinds of meat

Das leicht scharf geratene Asia-Gericht erwies sich mal wieder als wirklich vorzügliche Wahl. Die drei Fleischsorten entpuppten sich als Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel, ganz wie erwartet. Dazu gab es die übliche eine reiche Auswahl an Gemüsesorten, ich entdeckte Karottenscheiben, Paprika, Keimlinge, Zucchini, Frühlingszwiebeln und einiges mehr. Ich war mal wieder sehr zufrieden mit meiner Wahl und die Sättigung hielt auch trotz der fehlenden Sättigungsbeilage bis zum Abend vor.
Bei den anderen Kantinengäste lag heute natürlich – ganz wie erwartet – das Gyros mit Pommes Frites auf Platz eins auf der Beliebtheitsskala. Ihm folgten danach wohl die Asia-Gerichte, die aber eng vom Hirschgulasch gefolgt wurden. Die Gnocchi mit Kohl waren zwar auch nicht unbeliebt, fristeten aber wie die meisten vegetarischen Gerichte ihr Dasein dennoch auf dem letzten Platz. Wenn mich das Nasi Goreng heute nicht so angelacht hätte, wäre es dennoch meine Wahl gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Nasi Goreng: ++

Tomatencremesuppe & Pfifferling-Lenden-Pfanne

Am Abend verschlug es uns in den Biergarten des Wirtshaus Weissenfelder in Vaterstetten-Weißenfeld nahe München. Sehr schöne Location muss ich sagen, die man durchaus in die gehobene Kategorie einordnen kann. Direkt neben dem Gasthaus einigen Sitzenplätzen im Inneren befindet sich ein mittelgroßer, moderner Biergarten mit umfangreicher Stühlen und Tischen in verschiedenen Größen, die auch für größere Gruppen geeignet ist. Eine Reservierung ist durchaus zu empfehlen, denn diese Lokation scheint auch an Wochentagen gut besucht – wobei ich das nach einem Besuch natürlich nicht sicher sagen kann.
Die aus zwei einseitig bedruckten A4 Blättern bestehende Speisekarte ist zwar übersichtlich, aber die Qualität der Speisen spricht für sich. Nach einigem überlegen entschied ich mich – auch wenn es gegen meine aktuellen Kalorienreduktionsbestrebungen spricht – für ein Abendmenu aus zwei Bestandteilen.
Als Vorspeise wählte ich eine Tomatencremesuppe mit Basilikumblatt und Sahnehaube.

Tomatencremesuppe

Eine sehr gute Wahl wie ich feststellen musste. Keine Tütenware, sondern eine offensichtlich hausgemachte Suppe mit viel Fruchtfleisch und Tomatenstücken darin. Sehr vollmundig im Geschmack und absolut empfehlenswert.
Für das Hauptgericht fiel meine Wahl auf eine Pfanne aus Schweinelende in Pfifferling-Rahm-Sauce mit Spätzle.

Pfifferling-Lenden-Pfanne mit Spätzle

Nach einem vorher servierten Salat aus Karotten, Kraut, Mais, Salatgurke und Tomate in Balsamico-Dressing kam schließlich das Hauptgericht. Die zwei zarten, angenehm großen Stücken Schweinelende waren mit einer Pfifferling-Rahmsauce garniert, die geschmacklich wunderbar zu dem unpaniert gebratenem Schweinefleisch passte. Als Sättigungsbeilage war dem Gericht schließlich noch Spätzle oder besser Knöpfle beigefügt, die eindeutig keine Massenware sondern hausgemacht waren. Sie erwiesen sich als etwas mehr al dente als ein Fertigprodukt und wohl auch mit angebraten, ich fand aber das man sie eindeutig noch vollmundiger als das waren, was man in unserem Betriebsrestaurant serviert. Sehr lecker.
Und was die Preise angeht liegt das ganze gar nicht so hoch über dem Durchschnitt. Das Gasthaus Weissenfelder mit seinem Biergarten und seinen Speisen kann ich auf jeden Fall vorbehaltlos empfehlen.