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Einfaches Hackfleisch-Kartoffelgratin mit Lauch, Erbsen & Möhren – das Rezept

Donnerstag, November 18th, 2021

Heute entschied ich mich mal für ein Kartoffelgratin, allerdings nicht für eine Variante die man als Beilage für ein Hauptgericht serviert sondern für eine Version die auch gleich das Fleisch und Gemüse integriert. Ich hatte einfach viele Kartoffeln vorrätig und die halten ja leider trotz dunkler und trockener Lagerung auch nicht ewig, daher lag es nahe dass ich eine größere Menge davon verbrauchen sollte. Dazu hatte ich mir noch ein Pfund Rinderhack besorgt, denn Hackfleisch ist einfach eine vielfältig einsetzbare Fleischzutat. Und Rezepte für Kartoffelgratins mit Hackfleisch gibt es im Internet wie Sand am Meer, hier holte ich mir einfach verschiedene Inspirationen und kombinierte sie zu meiner eigenen Version dieses Gerichts – wobei mir vor allem auch ein ausgewogene Kombination mit Gemüse wichtig war. Lauch, Möhren und Erbsen sind hier für ich immer eine bewährte Kombination, daher entschied ich mich auch bei diese Gericht mal wieder dafür. Da ich leider keine elektrische Küchenmaschine hatte ich den Aufwand für das Hobeln der Kartoffeln leider etwas unterschätzt, denn das manuellen Hobeln von einem Kilo Kartoffeln nimmt schon einige Zeit in Anspruch. Aber der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn das daraus resultierende Gericht erwies sich als überaus schmackhaft und gelungen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 1 Kilogramm Kartoffeln
  • 500g Hackfleisch (Rind oder gemischt)
  • 1 größere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200ml Sahne
  • 300ml Milch
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 größere Stange Lauch
  • 120g Erbsen (TK)
  • 150ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • 150g geriebener Käse
  • 1-2 Esslöffel Öl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Thymian, Oregano & Chili zum würzen
  • Beginnen wir also – wie üblich – zuerst mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu waschen wir den Lauch, schneiden ihn in Ringe und halbieren diese dann noch einmal.
    01 - Cut leek in rings / Lauch in Ringe schneiden 02 - Half leek rings / Lauchringe halbieren

    Außerdem schälen wir die Möhren, würfeln sie
    03 - Peel carrots / Möhren schälen 04 - Dice carrots / Möhren würfeln

    und schälen die Kartoffeln um sie dann in dünne Scheiben zu hobeln.
    05 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 06 - Shred potatoes in slices / Kartoffeln in Scheiben hobeln

    Schließlich würfeln wir noch die Zwiebel und zerkleinern die Knoblauchzehen.
    07 - Dice onion / Zwiebel würfeln 08 - Mince garlic / Knoblauch zerkleinern

    Dann wenden wir uns der Zubereitung des Hackfleisch-Füllung zu. Dazu erhitzen wir etwas Öl in einer Pfanne auf leicht erhöhter Stufe, bröseln das Hackfleisch hinein, würzen es mit etwas Salz und Pfeffer
    09 - Crumble ground beef in pan / Hackfleisch in Pfanne bröseln 10 - Season ground beef / Hackfleisch würzen

    und braten es dann krümelig an.
    11 - Fry ground beef crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Ist das Hackfleisch durchgebraten reduzieren wir die Hitze der Kochplatte auf mittlere Stufe, geben die gewürfelte Zwiebel hinzu, dünsten sie mit an bis sie glasig werden
    12 - Add onion / Zwiebel addieren 13 - Braise onion / Zwiebel mit andünsten

    und ergänzen dann auch die gewürfelten Möhren sowie das Lauch
    14 - Add diced carrots to pan / Gewürfelte Möhren in Pfanne geben 15 - Add leek / Lauch hinzufügen

    die wir ebenfalls bei gelegentlichem rühren auf leicht reduzierter Stufe mit andünsten.
    16 - Braise vegetables / Gemüse andünsten

    Während das Gemüse gart, wenden wir uns den Kartoffeln zu. Dazu gießen wir die Milch und die Sahne in einen Topf, geben die Kartoffelscheiben hinzu,
    17-Put milk & cream in pot / Milch & Sahne in Topf geben 18 - Put potato slices in pot / Kartoffelscheiben in Topf geben

    streuen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Rosmarin ein, geben noch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu
    19 - Add seasonings / Gewürze hinzufügen 20 - Add garlic / Knoblauch einstreuen

    und verrühren dann alles gründlich miteinander um es dann geschlossen zum köcheln zu bringen.
    21 - Scramble & bring to a boil / Verrühren & zum kochen bringen 22 - Simmer with lid on / Geschlossen köcheln lassen

    Nun geben wir die Erbsen mit in die Pfanne, dünsten sie kurz mit an
    23 - Add peas / Erbsen addieren

    und löschen den Pfanneninhalt dann mit 150ml Gemüsebrühe oder Wasser ab das wir komplett einkochen lassen. Die Flüssigkeit soll hier primär helfen die Erbsen zu garen.
    24 - Deglaze with vegetable broth / Mit Gemüsebrühe ablöschen 25 - Let broth reduce / Gemüsebrühe einkochen lassen

    Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt alles mit Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano und Chili abzuschmecken. Sobald das Gemüse gar und alles geschmacklich gut abgestimmt ist, können wir die Kochplatte erst einmal ausschalten.
    26 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Zwischendurch sollten wir auch nicht vergessen die Kartoffelscheiben etwas umzurühren, damit nichts anbrennen kann. Sind auch die Kartoffeln gar, nehmen wir auch sie vom Herd.
    27 - Stir potato slices from time to time / Kartoffelscheiben zwischendurch umrühren

    Beginnen wir nun den Ofen auf 220 Grad vorzuheizen. Dann fetten wir eine Auflaufform mit etwas Öl oder Butter aus, bedecken den Boden mit etwa einem Drittel der Kartoffelscheiben
    28 - Grease casserole / Auflaufform ausfetten 29 - Cover bottom with potato slices / Boden mit Kartoffelscheiben bedecken

    füllen unsere Hackfleisch-Gemüse-Mischung ein, bedecken diese mit den restlichen Kartoffelscheiben,
    30 - Add ground beef mix / Hackfleischmischung hinzufügen 31 - Add remaining potato slices / Mit restlichen Kartoffelscheiben bedecken

    bestreuen alles mit dem geriebenen Käse und schieben die Auflaufform dann für 25-30 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.
    32 - Dredge with cheese / Mit Käse bestreuen 33 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Sobald der Käse geschmolzen und goldbraun gebacken ist, können wir das fertige Kartoffelgratin wieder aus dem Ofen entnehmen
    34 - Ground beef potato gratin / Hackfleisch-Kartoffelgratin - Fertig gebacken 35 - Ground beef potato gratin - Finished baking - Side view / Hackfleisch-Kartoffelgratin - Fertig gebacken - Seitenaufnahme

    und lassen es kurz ruhen damit es sich etwas setzen kann
    36 - Ground beef potato gratin - CloseUp / Hackfleisch-Kartoffelgratin - Nahaufnahme

    bevor wir das fertige Gericht schließlich zerteilen, servieren und genießen können. Wer mag kann es noch mit etwas gehackter Petersilie garnieren.
    37 - Ground beef potato gratin - Served / Hackfleisch-Kartoffelgratin - Serviert

    So ein Kartoffelgratin in Sahnesauce mit leichter Knoblauchnote alleine ist ja schon sehr lecker. In Kombination mit einer würzigen Hackfleisch-Gemüse-Mischung wird es aber zu einem wahren Genuss. Ich hatte zu Beginn befürchtet dass das Fleisch etwas trocken wirken könnte, doch dank der eingedickten Sahnesauce der Kartoffeln war diese Sorge vollkommen unbegründet gewesen. Und die Mischung aus Möhren, Erbsen und Lauch gaben dem Gericht auch noch eine leckere Gemüsnote. Der Aufwand für die Zubereitung war zwar vor allem aufgrund schälens und des manuellen hobelns der Kartoffeln etwas größer gewesen als ursprünglich beabsichtigt, aber der Mehraufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Mir hat es auf jeden Fall sehr gute geschmeckt und ich kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    38 - Ground beef potato gratin - Side view / Hackfleisch-Kartoffelgratin - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Hackfleisch-Kartoffel-Gratin mit Lauch Erbsen und Möhren

    Schweinefiletmedaillons mit Egerlingen, Sauce Bernaise & Kartoffelgratin [11.02.2020]

    Dienstag, Februar 11th, 2020

    Heute war mal wieder einer der wenigen Tage, an denen ich fast allen Gerichten auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants etwas abgewinnen konnte. Der große Renner, das war klar, würde mit Sicherheit das Cordon Bleu vom Schwein mit Zitronenecke + 3 Beilagen bei Daily sein, das natürlich mit Pommes Frites serviert wurde. Aber auch der Pichelsteiner Eintopf mit Rindfleisch und Bauernbrot bei Vital sah nicht schlecht aus, auch wenn ich hier Bedenken wegen des Brotes hatte, denn Bauernbrot war hier häufig abgestanden und trocken. Hätte ich nicht so viel Hunger gehabt, wären die Kartoffel-Zucchini Puffer mit Wildkräutersalat und Radi-Dip bei Veggie mein persönlicher Favorit gewesen. Aber auch mit dem Gebratenen Eierreis mit frischem Gemüse und Austernsauce oder dem Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilch von der Asia-Wok-Theke hätte ich gut leben können. Aber ich hatte wie gesagt größeren Appetit und griff daher zum Tipp des Tages: Gebratene Schweinefiletmedaillons mit Egerlingen, Sauce Bernaise und Kartoffelgratin. Das war mit 5,74 Euro deutlich billiger als das Cordon Bleu und bot genug Masse um gut satt zu werden. Außerdem schien es mir das Exklusivste aller Angebote zu sein.

    Medallions of pork filet with mushrooms, sauce bernaise & potato gratin / Schweinefiletmedaillons mit Egerlingen, Sauce Bernaise & Kartoffelgratin

    Wie sich in die letzten Wochen zeigte scheint die neue Sektion „Tipp des Tages“ jetzt jede Woche am Dienstag und Donnerstag das Angebot um ein zusätzliches Gericht zu erweitern. Früher war der Tagestipp ja eher ein zufällig auftauchendes Zusatzangebot, das häufig dazu verwendet wurde um Reste an den Mann oder die Frau zu bringen, doch neuerdings bietet unser Betriebsrestaurant dort teilweise wirklich exklusive Gerichte wie Hirsch oder Wildschwein zu moderaten Preisen an. Eine positive Entwicklung, die hoffentlich nun zur dauerhaften Einrichtung geworden ist.
    Und auch wenn die Präsentation der Gerichtes etwas zu wünschen übrig ließ, hatte man mit den Schweinefiletmedaillions eine überaus leckere Mahlzeit gezaubert. Das Fleisch erwies sich, entgegen des ersten Eindrucks, als angenehm saftig und wunderbar zart. Bei den Egerlingen, mit denen das Fleisch garniert worden war, handelte es sich zwar nur um Dosenwaren und man hatte darauf verzichtet sie zu halbieren oder zu vierteln, war den Verzehr erleichtert hätte, aber das wurde größtenteils durch die sehr leckere Kräuterkombination aus Rosmarin und Thymian wieder wett gemacht, in denen man sie angebraten hatte. Sie wertete nicht nur die Pilze selbst, sondern auch die cremige Sauce Bernaise mit der alles serviert wurde geschmacklich deutlich auf. Und auch am Kartoffelgraten gab es was Geschmack und Konsistenz anging nichts auszusetzen. Ich persönlich hätte mir oben auf noch etwas mehr Kruste gewünscht, aber das hängt natürlich auch wieder viel von den eignen Vorlieben ab und ich vermute man hatte mit dieser Variante einfach versucht möglichst Massenkompatibel zu sein. Insgesamt auf jeden Fall ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wie ich fand und auch eine gute Wahl – deutlich besser als das schnöde Cordon Bleu mit Fritten. 😉 Ich war sehr zufrieden.
    Leider sind ja nicht alle Gäste solche Gourmets wie ich , daher war es natürlich das Cordon Bleu das heute die Beliebtheitsskala im Sturm eroberte und sich unangefochten den ersten Platz sichern konnte. Danach kam einige Zeit nichts, dann konnten sich aber die Schweinefiletmedaillions mit knappen Vorsprung vor dem Pichelsteiner Eintopf den zweiten Platz sichern. Demzufolge war der Eintopf auf dem dritten Platz, gefolgte von den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz und wiederum knapp dahinter den vegetarischen Kartoffel-Zucchini-Puffern. Die Abstände für die letzten vier Plätze lagen aber alle sehr eng beieinander, somit hätte die Platzierung sich auch schnell verschieben können. Aber das ist häufig so wenn eines der großen Allzeit-Favoriten-Gerichte wie Cordon Bleu, Schnitzel oder Bratwurst auf dem Speiseplan stehen.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinefiletmedaillions: ++
    Sauce Bernaise: ++
    Egerlinge: ++ (vor allem wegen der Kräuter)
    Kartoffelgratin: ++

    Woolloomooloo – Geschmortes Krokodilgulasch & Kartoffelgratin [29.03.2019]

    Freitag, März 29th, 2019

    Im Rahmen der aktuellen Australischen Wochen in unserem Betriebsrestaurant wurde am heutigen Freitag Woolloomooloo – Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons und Cranberry, dazu Kartoffelgratin angeboten. Da es interessant klang, exotisch war und es auch keine lohnenswerten Alternativen auf der Tageskarte gab, entschied ich mich auch heute wieder dort zuzugreifen. Denn Gebackener Seelachs mit Remoulade und Röstkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter wird regelmäßig an Freitagen angeboten und der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Wok-Gerichte wie Moo Pad Praw Wan – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry oder Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse waren ebenso wenig dazu geeignet, den Genuss von geschmorten Krokodil sausen zu lassen.

    Wooloomooloo - Braised crocodile goulash with mushrooms, cranberries & potato gratin /  Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberry, dazu Kartoffelgratin

    Was die Präsentation anging hatte man, wie man sieht, sich dieses Mal keine große Mühe gegeben. Selbst die Petersilie zum garnieren musste ich selber darüber streuen. Ob man das in dem östlichen Vorort von Sydney, dem dieses Gericht seinen Namen verdankt, wohl auch so macht? 😉 Ein Gericht mit diesem Namen scheint es – außer hier in unserem Betriebsrestaurant – jedenfalls nicht zu geben, eine Recherche im Internet erbrachte nichts.
    Der Gulasch den man hier unter diesem Namen serviert hatte, bestand aus grob, nicht gerade mundgerecht gewürfelten Fleischstücken, einigen Dosen-Champignons der 1ten Wahl – also ganze Köpfe – sowie Cranberries. Das Fleisch war mager, einigermaßen saftig und wahrscheinlich durch das Schmoren leicht faserig, wobei es geschmacklich meiner Meinung nach ein wenig an Hähnchen oder Pute erinnerte. Die Cranberries gaben dem Gulasch dabei zusätzlich eine sehr süße Note – wobei sich mir nicht ganz erschloss warum man sie in die Sauce gemischt hatte und nicht wie bei Wildgerichten einfach zusätzlich serviert hatte. Als Sättigungsbeilage hatte man sich für Kartoffelgratin entschieden. Dieses besaß trotz der Sahne in der es Zubereitet worden war nicht sonderlich viel Eigengeschmack, aber das war wahrscheinlich auch nicht beabsichtigt, damit der Gulasch besser zu Geltung kam. War auf jeden Fall eine bessere Sättigungsbeilage als die Nudeln vom letzten Jahr. Und den Parmesan oder die halbierten Tomaten die man damals mit serviert hatte, habe ich auch nicht vermisst. Wenn es nächstes Jahr wieder eine Australien-Woche geben sollte und wieder Krokodilsgulasch serviert werden sollte, dann bitte in dieser Form. Ich habe parallel mal nach typischen australischen Sättigungsbeilagen (side dishes) gesucht, aber nichts gefunden was jetzt wirklich typisch für diesen Kontinent wäre. Wenn ich Wünsche für die nächste Australische Woche äußern dürfte, würde ich mir aber wieder so eine Grillplatte mit Strauß und Känguru wie beim letzten Mal favorisieren. Vielleicht nicht ganz so teuer und ohne Rind, aber das habe ich dieses Jahr wirklich vermisst.
    Natürlich konnte sich das Krokodilgulasch heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala nicht auf den ersten Platz vorkämpfen, dazu ist es einfach zu exotisch. Hier fand sich, ganz wie erwartet, natürlich der Seelachs mit Röstkartoffeln. Und auch für den zweiten Platz reichte es nicht ganz, denn die Asia-Gerichte waren deutlich beliebter. Mit einer Haaresbreite Vorsprung vor dem Apfelstrudel konnte es sich aber zumindest noch Platz drei sichern. Für ein Gericht mit dem Fleisch einer Panzerechse immer noch ein gutes Ergebnis, diese Tiere gehören ja nicht gerade zum täglichen Speiseplan hier in Deutschland…

    Mein Abschlußurteil:
    Krokodilgulasch: ++
    Kartoffelgraten: ++

    The great autralian bite – Gegrilltes Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin [27.06.2018]

    Mittwoch, Juni 27th, 2018

    Mit „The great australian bite“ – Känguru- Strauß und Rindersteak vom Grill auf Blattspinat und Kräuterbutter, dazu Kartoffelgratin stand heute wohl der Höhepunkt der aktuellen Australian-Woche auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants – aber mit 10,32 Euro pro Portion gleichzeitig auch das Teurste. Leider war man in der Restaurantverwaltung so unklug gewesen, nicht nur Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und Spaghetti Bologenese mit Hartkäse bei Globetrotter sondern zusätzlich auch noch Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites als unangekündigtes Sonderangebot entgegen zu setzen. Dass man da nicht viel verkaufen würde, dürfte wohl selbst dem schlechtesten Marketingspezialisten der Welt bewußt gewesen sein. 😉 Außerdem gab es noch Gebratener Tofu mit Gemüse in Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Doch da ich sehr neugierig war und meinen Lesern natürlich auch hin und wieder einmal etwas außergewöhnliches bieten möchte, wenn ich kann, griff ich trotz all der verlockenden Widrigkeiten selbst natürlich zum „Australian bite“ – der Down Under Grillplatte.

    "The great australian bite" - Canguru, ostrich & beef steak with herb butter, leaf spinach & potato gratin / Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin

    Neben den bereits erwähnten Komponenten fanden sich auch noch eine größere Menge einer dunklen, dickflüssigen und würzigen Bratensauce sowie für den farblichen Kontrast eine Grilltomate auf dem etwas überladen wirkenden Teller. Dabei war das Kartoffelgratin heute mal als fester kompakter Haufen konzipiert worden, den man im ganzen auf die „Grundierung“ aus Bratensauce getan hatte. Die Kartoffelscheiben, die darin verarbeitet worden waren, hätten zwar gerne etwas dünner geschnitten gewesen sein können, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Und auch am mit Zwiebeln und Gewürzen wie Muskatnuss versetzten Blattspinat gab es weder geschmacklich noch Mengenmäßig irgend etwas zu kritisieren. Bei den drei Fleischstücken war der Eindruck jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr durchwachsen.

    Canguru, ostrich & beef steal - Lateral cut / Känguru-, Strauß- und Rindersteak - Querschnitt

    Das Rindersteak, das man ganz rechts erkennen kann, erwies sich zum Beispiel als herbe Enttäuschung, denn es war zäh und so stark durchwachsen, dass man nur kleine Teile davon überhaupt kauen und verzehren konnte. Vermutlich hatte ich das Schlechteste aller Stücke Rind erwischt – das war wirklich Pech. Da half auch die Kräuterbutter wenig. Um Welten besser war da schon das mittige Straußensteak, dessen Geschmack eindeutig an Geflügel erinnerte und das mild im Geschmack und von der Konsistenz angenehm zart und saftig war. Der große Renner und sozusagen die Offenbarung war aber das Känguru-Steak, das wir ganz links sehen können und das glücklicherweise auch das größte Stück Fleisch auf dem Teller war – der Eindruck auf dem ersten Foto täuscht, da die Hälfte des Stücks vom Strauß und vom Rind verdeckt werden. Ich habe selten ein so geschmacksintensives und gleichzeitig leckeres Stück unglaublich zartes Fleisch verzehrt. Die leichte Schärfe, die dabei im Mund entstand, ließ allerdings den Verdacht aufkommen, dass man es zusätzlich noch mit etwas Piri Piri gewürzt hatte, denn beim Känguru dass ich damals in Karlsruhe verzehrt hatte war der Geschmack bei weitem nicht so intensiv. Dennoch versöhnte mich dieses Stück Fleisch nach dem sehr enttäuschenden Rindersteak wieder mit dem Gericht und ließ mich deutlich weniger bereuen, hierfür zehn Euro ausgegeben zu haben.
    Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell dass hier der größte Anteil der Gäste heute wohl zu den Spaghetti Bolognese gegriffen hatte, denen somit eindeutig Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich das Gyros mit Pommes, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Käsespätzle auf dem vierten Platz lag. Die australische Grillplatte belegte somit nur den fünften Platz, was aber wie bei dieser breiten Menge an interessanten Alternativangeboten und dem hohen Preis auch nicht verwunderlich ist. Aber vielleicht war auch einfach nur die eingekaufte Menge begrenzt, so dass man die Nachfrage durch diese Angebote bremsen wollte – ich weiß es nicht und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Dennoch kann ich versuchen, dem Manager der die Speiskarte zusammenstellt den Tipp zu geben, beim Tagesangebot etwas mehr auf Ausgewogenheit zu achten. 😉

    Mein Abschlußurteil:
    Känguru-Steak: +++
    Strauß-Steak: ++
    Rindersteak: –
    Bratensauce: ++
    Blattspinat: ++
    Kartoffelgratin: ++

    Schweinelendensteak mit Sauce Bernaise & Kartoffelgratin [21.11.2017]

    Mittwoch, November 22nd, 2017

    Der Gemüsestrudel mit Rahmwirsing aus dem Abschnitt Vitality auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants wäre heute bestimmt das vernünftigste gewesen und ich habe mit dem Gemüsestrudel in seiner sonst üblichen Kombination mit Ratatouille auch bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter schloss ich wiederum von Anfang an aus, denn ich hatte mit meinen Spaghetti vom Wochenende erst einmal genug Nudeln gegessen gehabt, während ich mit den Asia-Thai-Angeboten wie Gebratener Eierreis mit Thaigemüse in Austernsauce oder Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilchsauce wahrscheinlich noch hätte leben können. Am verlockensten erschien mit aber letztlich das Gebratene Schweinelendensteak mit Sauce Bernaise und Kartoffelgratin aus dem Abschnitt Tradition der Region, daher griff ich letztlich zu diesem Gericht und ergänzte es noch mit etwas Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

    Pork loin steak with sauce bernaise & potato gratin / Schweinelendensteak mit Sauce Bernaise & Kartoffelgratin

    Leider war der Gastraum heute so überfüllt, dass meine Kollegen und ich uns etwas außerhalb einen Platz zum sitzen und essen suchen mussten. Daher fanden sich an unserem Tisch auch keine Pfeffer- und Salzstreuer, wobei ich gerade heute diese nötig gehabt hätte, denn am Kartoffelgratin fehlte es leider etwas an Würze, vor allem an Salz. An der Sauce Bernaise gab es wiederum nichts auszusetzen und auch das angenehm große Schweinelendensteak erwies sich als zart und einigermaßen saftig. Erst beim Rosenkohl muss ich wieder ein wenig Kritik anbringen, denn er war fast schon kalt, aber wenigstens knackig und nicht zu zerkocht. Volle Punktzahl kann ich hier dennoch nicht geben. Insgesamt bereute ich meine Wahl aber nicht.
    Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man sofort dass heute die Spaghetti Bolognese mit Abstand das beliebteste unter den Angeboten war und ihnen somit unangefochten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührt. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor dem ebenfalls gern gewählten Schweinelendensteak besaßen, das somit auf den dritten Platz landete. Auf einem guten Platz vier folgte schließlich der vegetarische Gemüsestrudel mit Rahmwirsing.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinelendensteak: ++
    Sauce Bernaise: ++
    Kartoffelgratin: +
    Rosenkohl: +

    Putenrollbraten in Sherrysauce mit Kartoffelgratin [08.12.2015]

    Dienstag, Dezember 8th, 2015

    Zwar sah das vegetarische Kürbisrisotto mit Spinat, Egerlingen und Austernpilzen, dazu Parmesan aus dem Bereich Vitality heute überaus verlockend aus, doch ich hatte heute Appetit auf Fleisch, daher kamen für mich doch eher der Putenrollbraten in Shaerrysauce mit Kartoffelgratin bei Tradition der Region, die >Spaghetti Bolognese mit Parmsan bei Globetrotter und vielleicht noch das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse, das neben Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Eventuell wäre auch noch der Erbseneintopf mit Bauernbrot gegangen, der im Rahmen der aktuell stattfindenden All-you-can-eat-Eintopf-Woche angeboten wurde, denn es befand sich Speck darin. Zuerst tendierte ich zwar zu den Spaghetti, da die Schlange vor dieser Theke aber bereits sehr lang war, änderte ich meine Entscheidung dann doch noch zum Putenrollbraten. Dazu gesellte sich noch Schälchen Bohnen mit Champignons in Sahnesauce von der Gemüsetheke und ein Becherchen Milchreis mit Kirschgrütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Rolled turkey roast with potato gratin / Putenrollbraten mit Kartoffelgratin

    Ich bereute meine Entscheidung heute nicht, denn auch wenn man sich beim Servieren nicht viel Mühe gegeben, aber die Qualität der einzelnen Zutaten erwies doch als überaus gut.Der Putenrollbraten war angenehm zart und hatte wenig fettige Stellen und die Sauce war dünn, aber schön würzig. Dazu das Kartoffelgratin in seiner Sahnesauce und mit einem würzigen Käse gratiniert und fertig war ein leckeres Hauptgericht. Am besten gefiel mir aber heute die mir bisher unbekannte Gemüsemischung aus grünen Bohnen mit Champignonscheiben in mild würziger Sahnesauce, die geschmacklich wunderbar zum Putenrollbraten passten. Der kleine Becher Milchreis mit seiner Garnitur aus roter Grütze mit zahlreichen Fruchtstückchen schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr schmackhaft ab.
    Bei den anderen Gästen lagen heute natürlich, ganz wie bei der langen Schlange von der ich berichtet hatte auch zu erwarten gewesen war, die Spagehtti Bolognese besonders hoch in der Gunst und konnten sich mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern.Auf dem zweiten Platz folgte aber auch schon der Putenrollbraten, die Asia-Gerichte konnten sich knapp gegen den Erbseneintopf durchsetzen und den Platz drei erobern und auf dem fünften Platz, folgte schließlich das Kürbisrisotto.

    Mein Abschlußurteil:
    Putenrollbraten: ++
    Sherrysauce: ++
    Kartoffelgratin: ++
    Grüne Bohnen mit Champignons in Sahnesauce: ++
    Milchreis mit roter Kirschgrütze: ++

    Gebratene Hähnchenbrust mit Prinzessbohnen, Rotweinjus & Kartoffelgratin [18.11.2015]

    Mittwoch, November 18th, 2015

    Zwar fand sich heute mit einem Pochierten Seelachs auf Blattspinat mit Estragonsauce und Salzkartoffeln im Abschnitt Vitality ein interessantes Fischgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, doch die Portion sah heute extrem winzig aus und ich hatte, da ich mal wieder nicht gefrühstückt hatte, großen Hunger. Daher überlegte ich zuerst, ob ich nicht beim Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Krautsalat und Kartoffelknödel aus dem Bereich Tradition der Region zuzugreifen, doch dann änderte ich doch noch kurzfristig meine Meinung und wählte schließlich die Gebratene Hähnchenbrust mit Prinzessbohnen, Rotweinjus und Kartoffelgratin bei Globetrotter. Die Gebratenen Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Massaman Sauce oder das Rindfleisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce von der Asia-Thai-Theke kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Schoko-Minz-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Fried chicken breast with green beans, red wine sauce & potato gratin / Gebratene Hähnchenbrust mit Prinzessbohnen, Rotweinjus & Kartoffelgratin

    Wie sich zeigte war die Wahl war zwar gut, aber leider nicht perfekt. Beim angenehm würzigen Kartoffelgratin waren einige der Kartoffelscheiben noch etwas bissfest, also zwar gar, aber ein paar Minuten länger hätten nicht geschadet. Die Sauce war zwar recht dünn geraten, aber angenehm würzig und auch die Bohnen ware soweit in Ordnung. Das Fleisch der Hähnchenbrust war wiederum leicht trocken geraten, was ich zwar dank der Sauce etwas kompensieren konnte, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. Beim Dessert war ich wiederum positiv überrascht, denn die Mischung aus Schokolade und Minze in der cremigen Zubereitung war überaus lecker und nicht so enttäuschend wie die Desserts, die ich zuvor gewählt hatte.
    Bei den anderen Gästen lag mit knappen Vorsprung der Schweinebraten am höchsten in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, auch wenn die Hähnchenbrust ihm eng auf den Fersen war und dadurch den Platz zwei belegte. Auf dem dritten Platz folgte heute der Seelachs mit Estragonsauce und die Asia-Gerichte schafften es heute leider nur auf auf einen guten Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenbrust: +
    Rotweinjus: ++
    Prinzessbohnen: ++
    Kartoffelgratin: +
    Schoko-Minz-Creme: ++

    Lammbraten mit Rosmarinjus, Speckbohnen & Kartoffelgratin [04.11.2015]

    Mittwoch, November 4th, 2015

    Mit einem Gedünstetem Seelachsfilet nach „Espanyol Art“ mit Kräuter-Knoblauchkartoffeln fand sich im Bereich Vitality ein durchaus interessantes Fischgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants und ich greife ja gewöhnlich Mittwochs gerne zu Fisch und Meeresfrüchten, doch es fand sich noch etwas deutlich verlockenderes im heutigen Speiseangebot, das es wirklich nicht jeden Tag gibt. Und das waren nicht etwa die Gebratenen Mienudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder das Gung Po Jau Yu – Gebratenes Schwein mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce noch der Grillteller mit Schwein- und Putensteak, Grillwürstchen, dazu Pommes Frites, Grilltomate und BBQ-Sauce bei Tradition der Region (was letztlich natürlich auch verlockend erschien), sondern ein Lammbraten mit Speckbohnen, Rosmarinjus und Kartoffelgratin im Abschnitt Globetrotter. Als großer Fan von Lammgerichten alles Art konnte ich hier unmöglich Nein sagen. Und um das Mahl abzurunden gesellte sich noch ein Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot dazu auf mein Tablett.

    Lamb roast with rosemary sauce, bacon beans & potatoe gratin / Lammbraten mit Rosmarinjus, Speckbohnen und Kartoffelgratin

    Die beiden angenehm großen Scheiben zarten und saftigen Lammbratens erwiesen sich schon mal als überaus gelungen und passten vorzüglich zu der würzigen und dickflüssigen Sauce mit ihrem Rosmarinaroma. Endlich mal eine Sauce, die nicht dünn wie Wasser ist, was ja in letzter Zeit häufiger der Fall war. Und Bohnen, ob nun mit oder ohne Speckwürfelchen, sind ja eine klassische Beilage und dürfen bei Lammgerichten nicht fehlen. Sie waren zwar nicht mehr hundertprozentig heiß, aber dafür schön knackig und nicht zerkocht. Das mit Sahne zubereitete und einem leicht würzigen Käse überbackene Kartoffelgratin schließlich bildete außerdem eine überaus passende Sättigungsbeilage. Ich war sehr zufrieden. Und auch der mild gesüßte Milchreis mit seiner Garnitur aus roter Beerengrütze mit zahlreichen Fruchtstückchen gab keinen Grund zu irgendwelcher Kritik.
    Dennoch lag bei der Grillteller bei den anderen Gästen heute deutlich höher in der Gunst und konnte sich mit einem großen Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Lammbraten, der sich aber auch nur knapp gegen die ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichte durchsetzen konnte, die somit den dritten Platz belegten. Platz vier belegte schließlich das Seelachsfilet „Espanyol“.

    Mein Abschlußurteil:
    Lammbraten: ++
    Rosmarinjus: ++
    Speckbohnen: ++
    Kartoffelgratin: ++
    Milchreis mit roter Beerengrütze: ++