Gebratene Maispoularde auf Spargelragout & Bärlauch-Linguine [15.05.2017]

Die aktuelle Woche findet in unserem Betriebsrestaurant mal wieder ein kleines Special statt und passend zur Jahreszeit hat es Gerichte rund um Spargel zum Thema. Und den Beginn machte diesen Montag eine Gebratene Maispoularde auf Spargelragout und Bärlauch-Linguine. Natürlich sah ich mir zuerst auch die anderen Angebote der heutigen Speisekarte an, aber weder das Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region, noch die Gnocchi alla Carbonara mit Kirschtomaten und Mozzarella bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Frühlingsrolle oder Gang Gai Ma – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosmilchsauce waren dazu angetan, meine Entscheidung für das Spargelgericht in Frage zu stellen. Zumal man dieses auch noch mit frischem Ruccola garnierte… 🙂 Den etwas höheren Preis von 4,80 Euro nahm ich dabei billgend in Kauf – normalerweise kosten die Gericht für Mitarbeiter nur 2-3 Euro.

Fried corn poulard on asapragus ragout & ramson linguine / Gebratene Maispoularde auf Spargelragout & Bärlauch-Linguine

Die Spargelstücke waren schon mal sorgfältig geschält worden und erwiesen sich als zart und ohne Fasern, wie sie sonst so gerne mal bei Spargel auftauchen. In Kombination mit der würzigen Bärlauchsauce auf den Linguine schon mal sehr lecker. Dazu das angenehm große. mit Haut gebackene Stück Poularde, das zwar einen kleinen Knochen enthielt, aber dennoch eine mehr als nur ausreichende Ausbeute an zarten und saftigen Gelfügelfeischs bot. Die frischen und knackigen Ruccola-Blätter rundeten das Gericht schließlich sehr gelungen ab.
Obwohl das Spargelgericht eindeutig das höherwertige gewesen ist, konnte sich letztlich doch das Fleischpflanzerl den ersten Platz sichern und die Poularde auf den zweiten Platz verdrängen. Auf dem dritten Platz sah ich die Gnocchi alla Carbonara und knapp dahinter auf Platz vier folgten die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Poularde: ++
Spargel: ++
Linguine in Bärlauchsauce: ++
Ruccola: ++

Poulardenbrust mit Pfifferlingsauce & Kartoffelgratin [06.08.2014]

Leider gab es am heutigen Mittwoch einen Frischen Sommersalat mit Matjesfilet, roter Beete und Joghurt-Kräuterdip, dazu Baguette als Fischgericht in der Sektion Vitality und nach diesem Angebot von Anfang Juni hatte ich mir ja fest vorgenommen kein Matjes mehr zu probieren. Da es sonst nichts entsprechendes auf der Speisekarte gab fiel der Fisch-Mittwoch heute mal aus und ich sah mich nach etwas anderem um. Einen kurzen Moment liebäugelte ich mit dem Gang Gai Ma Pla On – Hähnchenstreifen gebraten in Kokosmilchsauce, die neben Com Ranh – Gebratener Reis mit Ei und gemischten Gemüse an der Asia-Thai-Theke angeboten wurden, zumal das Cordon bleu vom Schwein mit Zitronenecke und Pommes Frites im Abschnitt Tradition der Region mir etwas zu schwer erschien. Dann aber fiel mein Blick auf die Gebratene Poulardenbrust mit Pfifferlingssauce und Kartoffelgratin bei Globetrotter, die meinen Aufzeichnungen nach heute sogar Premiere hatte, sprich das erste Mal auf der Speisekarte zu finden war. Da brauchte ich nicht mehr lange zu überlegen und griff bei diesem Gericht zu. Da sie wie die meisten westlichen Gerichte ohne Gemüse serviert wurde, ergänzte ich das Ganze noch mit einem Schälchen verschiedener Gemüsesorten aus dem zusätzlichen Gemüseangebot und einem kleinen Becher Walnuss-Mousse von der Dessert-Theke.

Poulardenbrust mit Pfifferlingsauce & Kartoffelgratin / Poulard breast with chanterelle sauce & potato gratin

Darüber dass die mit Haut und einer würzigen Kräutermarinade versehene, in Haut gebratene Poulardenbrust mit einem kleinen Knochen darin serviert wurde konnte man geflissentlich hinweg sehen, denn die Ausbeute an zarten und säftigen Geflügelfleisch war dennoch mehr als gut. Die leicht gelbliche Färbung der Haut und des Fleisches zeigte mir außerdem, dass es sich hier wahrscheinlich um Teile eine Maispoularde handelte. Und auch die cremige Pfifferlingsauce mit ihren Pilzstückchen darin passt überaus gut dazu. Nur beim Kartoffelgratin hatte man wohl etwas geschlampt und nicht nur etwas zu kurz im Ofen gehabt, sondern auch offenbar vergessen es ausreichend zu würzen. Die dünnen Kartoffelscheiben waren zwar gar, aber eben kaum gratiniert und von Käse oder irgend einer Sahne-Sauce kaum eine Spur – was ich leider auch nicht beheben konnte. Aber die fehlende Würze konnte ich glücklicherweise mit den am Tisch bereit stehenden Pfeffer- und Salzstreuern noch ergänzen. Das Gemüse, eine Mischung aus gelben und orangen Möhren, weißem Spargel, Zuckerschoten sowie einer großzügigen Portion Erbsen, gab aber keinerlei Grund für irgendwelche Kritik und auch das luftig-lockere Walnuss-Mousse mit seiner Garnitur aus Weintraube, Drachenfrucht und etwas Schokosauce erwies sich als vollkommen in Ordnung. Insgesamt also eine gute Wahl und ich hoffe trotz des leicht verpatzen Kartoffelgratins, dass die Poulardenbrust in Zukunft öfters auf der Speisekarte zu finden sein wird.
Trotz dieses überaus verlockenden Geflügelgerichts hatte die Allgemeinheit der Gäste heute dennoch mal wieder bevorzugt beim Cordon bleu mit Pommes zugeschlagen und diesem Angebot somit mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz auf der Beliebheitsskala gesichert. Und auch um Platz zwei musste die Poulardenbrust hart gegen die Asia-Gerichte kämpfen, konnte sich aber schließlich um Haaresbreite behaupten und die Wok-Gerichte auf den dritten Platz verweisen. Einen guten Platz vier belegte schließlich der Sommersalat mit Matjes und roter Beete, was mir zeigt dass es ja scheinbar doch nicht wenige Leute gibt, die diesen extrem sauren Fisch runter kriegen. Für mich ist das, obwohl ich Fisch normalerweise sehr mag, definitiv nichts. 😉

Mein Abschlußurteil:
Poulardenbrust: ++
Pfifferlingsauce: ++
Kartoffelgratin: + (aber nur gerade so)
Gemüse-Mix: ++
Walnuss-Mousse: ++