Posts Tagged ‘puffer’

Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei – Gasthof Butz [09.07.2020]

Thursday, July 9th, 2020

Spontan entschieden einige Kollegen und ich, dass wir heute Abend den Arbeitstag im Biergarten des Gasthofs Butz in Dornach ausklingen lassen. Ich hatte über diese Location bereits in diesem und diesem Beitrag berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute Mittag beim Bäcker etwas mehr Zurückhaltung geübt. Und es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Krise, dass ich mit Kollegen in einen Biergarten gehen konnte, also eine Premiere für 2020. 😉 Die Speisekarte im Butz ist recht übersichtlich und auch preismässig etwas anspruchsvoller. Es gibt Vorspeisen, einige Böhmische Spezialitäten, Schnitzel und Schweinebraten sowie einige Kindergericht und Süßspeisen. Zuerst überlegte ich mir ein Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln zu gönnen, auch wenn das nach den beiden Brötchen am Mittag ziemlich massig erschien und das Gericht mit 13 Euro ein recht kostspieliges Abendessen gewesen wäre. Doch dann entdeckte ich im Abschnitt für vegetarische Gerichte etwas sehr leckeres, das mich sofort begeisterte: Reiberatschi mit Buttergemüse und Spiegelei für 8,80 Euro. Das klang lecker und lag auch preismässig näher daran, was ich ausgeben wollte. Obwohl ich natürlich nak wieder auf hohem Niveau jammere, wegen der 5 Euro sollte ich mir wirklich nicht in die Hose machen. 😉
Nach erfreulich kurzer Wartezeit wurden dann auch schon unsere bestellten Gerichte serviert.

Potato pancake with vegetables & fried egg / Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei

Das Spiegelei entsprach zwar nicht ganz dem was ich erwartet hatte, denn ich hätte mir eher ein am besten noch teilweise flüssiges Eigelb gewünscht, mit dem ich die Reiberdatschi zusätzlich hätte garnieren können, aber der Rest des Gerichts wog das alles ohne Probleme auf. Die Bestandteile des heißen Buttergemüses aus Möhren, Zucchini, geschälten Gurken, grünen Bohnen, Blumenkohl und Broccoli waren auf sehr gekonnte Weise genau auf den Punkt gegart, bei dem das Gemüse noch Biss besaß, trotzdem aber gar gekocht erschien. Das habe ich bei Gemüse wirklich selten erlebt, dass verschiedene Sorten so passend zubereitet waren. Die Butter manifestierte sich dabei durch eine leichte Butternote, nicht durch geschmolzenes Fett in dem das Gemüse schwamm, so wie man es bei TK-Buttergemüse häufig erlebt. Sehr lecker. Und auch die Reiberdatschi erwiesen sich als überaus gut gelungen. Ich selber hätte sie wahrscheinlich noch etwas knuspriger gebraten, aber war den Geschmack anging gab es absolut nichts auszusetzen. Als kleines Gimmick hatte man das Gericht außerdem noch reichlich frisch gehobelten und überaus leckeren Parmesan sowie etwas Ruccola garniert. Auch ohne Fleisch ein überaus leckeres Abendessen und seinen Preis meiner Meinung nach durchaus wert. Wäre noch ein Flüssiges Eigelb dabei gewesen, wäre es so gut wie perfekt gewesen.
Aber nicht nur das Essen war vorzüglich, auch an die erhöhten Hygieneregeln hielt man sich sehr geflissentlich. Die Tische im eh recht kleinen Biergarten hatten ausreichend Abstand, am Eingang zum Gastraum stand ein Spender für Handdesinfektionsmittel, ebenso am Ein-/Ausgang zu den Toiletten, die Bedienung trug brav ihren Mundschutz und wir mussten natürlich eine Kontaktadresse hinterlassen für den Fall dass es zu Corona-Infektionen kommen sollte – was natürlich niemand hofft. Trotzdem war der Biergarten, wohl auch dank des wunderbaren Wetters, gut besucht zeitweise waren fast alle Tische besetzt. Eine gemütlicher kleiner Biergarten, den man auch zu Corona-Zeiten problemlos besuchen kann. Wir zumindest waren alle sehr zufrieden gewesen.

Kartoffel-Zucchini mit Ratatouille & Kräuterdip [13.04.2016]

Wednesday, April 13th, 2016

Als ich heute die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants durchsah, musste ich leider feststellen dass man mit einer alten und liebgewonnenen Tradition gebrochen hatte und heute mal kein Fisch- oder Meeresfrüchtegericht auf die Speisekarte gesetzt. Daher musste ich mich nach einer Alternative umsehen und der Putenrollbraten mit Rotweinsauce und Kartoffelgratin bei Tradition der Region klang heute zwar überaus verlockend. Aber auch die vegetarischen Kartoffel-Zucchinipuffer mit Ratatouille und Kräuterdip bei Vitality besaßen einen gewissen Reiz, während mich Penne Rigata mit Tomaten-Thunfischsauce und Parmesan sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Hoisin-Sauce nicht so sehr interessierten. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Krautsalat von der Dessert-Theke und ein Becherchen Kokoscreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Potato zucchini pancake with ratatouille / Kartoffel-Zucchini-Puffer mit Ratatouillegemüse

Was mir sofort auffiel war, dass man beim Kräuterdip etwas maßgebliches vergessen zu haben schien: Die Kräuter. Vielmehr handelte es sich bei der weißen Masse scheinbar um reinen Schmand oder Sauerrahm. Das machte es nicht schlechter, denn auch so eignete sich der Dip wunderbar zum garnieren des Puffers, aber dennoch war ich etwas enttäuscht. Und auch der groß geratene und vor allem in der Mitte mehr als daumendicke Puffer ließ etwas zu wünschen übrig, denn er war für einen Puffer leider etwas zu weich geraten – hier hätte es bestimmt nicht geschadet, ihn entweder etwas länger zu braten oder die Kartoffel-Zucchini-Masse in kleinere Portionen aufzuteilen. Zum Glück war die Masse aber gar gekocht und geschmacklich gab es sonst nichts daran auszusetzen – dennoch kann ich hier keine volle Punktzahl geben. Am Ratatouillegemüse, das aus Stücken von Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten in einer fruchtigen, mit Kräutern versetzten Tomatensauce bestand, gab es aber nichts auszusetzen. Ganz anders beim Krautsalat, der heute einen seltsamen Beigeschmack besaß. Obwohl es sich wahrscheinlich um den selben Krautsalat handelte, den ich bereits Montag verzehrt hatte, muss ich auch hier einen Punktabzug vornehmen. Dabei kann ich natürlich nicht ausschließen, dass versehentlich irgend etwas aus einer der anderen, eng beieinander stehenden Schüsseln in den mit Kümmelsamen versetzten Krautsalat geraten war und ihn somit “kontaminiert” hatte – aber volle Punktzahl kann ich dennoch nicht geben. Die Kokoscreme, die man mit einem Stück Ananas und einem (vermutlich) nicht essbaren Palmenblatt garniert hatte, erfüllte mit ihrem fruchtigen Kokosgeschmack und ihrer festen, leicht körnigen Konsistenz alle meine Erwartungen an ein solches Dessert.
Bei der Allgemeinheit der Gäste lag heute natürlich der Putenrollbraten am höchsten in der Gunst und konnte sich mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgten heute die Asia-Thai-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger gesehen zu haben als die somit drittplatzierten Penne Rigata mit Tomaten-Thunfischsauce. Die vegetarischen Kartoffel-Zucchinipuffer belegten schließlich einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Zucchinipuffer: +
Ratatouille: ++
Dip: ++
Krautsalat: +
Kokoscreme: ++

Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli & Paprikasauce [16.09.2014]

Tuesday, September 16th, 2014

An den Asia-Wok-Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Pad Pieew Wan – Seelachs gebacken mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce hatte ich heute kein Interesse und das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Reis bei Tradition der Region sah wie ich fand etwas langweilig aus. Aber das Pasta Buffet “All you can eat” mit verschiedenen Saucen und Beilagen bei Globetrotter klang ebenso interessant wie die Hausgemachten Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli und Papriksauce bei Vitality. Und wäre es die Schlange vor dem Pasta-Buffet, zu dem es auch knusprige Hähnchenflügel und Bratwurstbällchen gab, nicht so lang gewesen, hätte ich bestimmt dort zugegriffen. So aber entschied ich mich doch für die altbewährten Kartoffel-Zucchinipuffer. Dazu gesellte sich noch ein Beerenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kartoffel-Zucchinipuffer mit Broccoli & Paprikasauce / Potato zucchini pancakes with broccoli & bell pepper sauce

Fangen wir heute mal mit der schlechtesten der Komponenten an: dem Broccoli. Denn dieses war nicht nur weitgehend abgekühlt, sondern leider scheinbar auch nicht lang genug gedünstet bzw. blanchiert. Es war zwar noch essbar, aber leider weit entfernt von einer perfekten Gemüsebeilage. Die beiden großen, knusprigen Pfannkuchen aus Kartoffeln und Zucchini, wobei Kartoffeln hier wohl überwogen, gaben aber ebenso wenig Grund zu weiterer Kritik wie die fruchtige Sauce aus Paprika und Tomaten. Auch ohne Fleisch ein sehr leckeres, wenn natürlich auch einfaches Mittagsgericht. Und auch am cremigen, mit vielen Fruchtstücken Beerenpudding, der mit reichlich Sahne und einigen frischen Johannisbeeren garniert war, gab es nichts zu meckern.
Auch wenn die zu Beginn erwähnte Schlange am Pasta-Buffet recht lang gewesen war, erschien es mir beim Betrachten der anderen Tabletts dennoch so als würde sich letztlich doch das Schnitzel “Zigeuner Art”, das sich mit einem winzigen, aber dennoch deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Erst auf Platz zwei folgte knapp dahinter die Nudeln, Saucen und Fleischbeilagen aus dem Pasta-Buffet. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und erst auf Platz vier folgten schließlich die Kartoffel-Zucchinipuffer.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Zucchinipuffer: ++
Broccoli: +/-
Paprika-Tomatensauce: ++
Beerenpudding: ++

Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs – das Rezept

Sunday, October 14th, 2012

Heute war mir mal nach ein paar Puffern, je nach Region auch als Reibekuchen, Datschi, Pfannkuchen oder Detscher bezeichnet, allerdings nicht nach gewöhnlichen aus Kartoffeln, sondern aus einer Kombination von Möhren und Zucchini. Reine Kartoffelpuffer hatte ich ja hier schon mal gemacht, hier hatte ich sie mit Schinken und Bärlauch und Schinken variiert und außerdem hier schon einmal etwas ähnliches aus Pastinaken angefertigt. Doch allen bisherigen Pfannkuchen-Rezepten war das Backen in der Pfanne gleich, einer Zubereitungsmethode die ziemlich viel Öl verbraucht und daher nicht gerade kalorienarm ist. Das musste doch auch anders gehen und so entschloss ich mich das heutige Rezept mal im Backofen zuzubereiten. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Weise einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

450g Zucchini
01 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

450g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

3 Hühnereier
03 - Zutat Eier / Ingredient eggs

2-3 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

6-7 EL Weizenvollkornmehl
05 - Zutat Vollkornweizenmehl / Ingredient whole wheat flour

3 EL Haferflocken
06 - Zutat Haferflocken / Ingredient oat flakes

80g Emmentaler (oder ein anderer Käse nach Wahl)
07 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmental cheese

1 Bund glatte Petersilie
08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

etwas Olivenöl zum bepinseln
Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Oregano zum würzen

sowie optional zum belegen

etwas Sour Cream
09 - Zutat Sour Cream / Ingredient sour cream

und etwas Räucherlachs
10 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

Kommen wir nun zur Zubereitung: Wir beginnen damit, die Zucchini gründlich zu waschen
11 - Zucchini waschen / Clean zucchini

und die Möhren zu schälen.
12 - Möhren schälen / Peel carrots

Dann nehmen wir eine Kastenreibe zur Hand und reiben die Möhren
13 - Möhren raspeln / Grate carrots

und die Zucchini jeweils auf der groben Seite.
14 - Zucchini raspeln / Grate zucchini

Dann geben wir das geriebene Gemüse in ein Sieb, fügen etwas Salz hinzu
15 - Salzen / Add salt

und lassen es, mit einem Küchentuch abgedeckt, etwa 30 Minuten ziehen.
16 - Abgedeckt ruhen lassen / Cover and leave

In der Zwischenzeit können wir ja schon mal die Petersilie waschen, trocken schütteln,
17 - Petersilie waschen / Clean parsley

die Blättchen von den Stielen abzupfen
18 - Blättchen abzupfen / Pluck leaflets

und diese schließlich fein zerkleinern.
19 - Zerkleinern / Grind

Nach der halben Stunde können wir unseren Backofen schon einmal auf 180 Grad einschalten und vorheizen lassen, anschließend drücken wir mit der Hand noch einmal die letzte Flüssigkeit aus dem geriebenen Gemüse, gießen die Flüssigkeit in den Abfluss
20 - Flüssigkeit ausdrücken / Squeeze fluid

und geben das Gemüse dann in die Schüssel. Jetzt schlagen wir die Eier auf und geben sie hinzu,
21 - Eier hinzufügen / Add eggs

streuen das Vollkornweizenmehl ein,
22 - Mehl einstreuen / Intersperse flour

geben die Haferflocken dabei,
23 - Haferflocken addieren / Add oat flakes

pressen die Knoblauchzehen hinein,
24 - Knoblauch pressen / Squeeze garlic

addieren die zuvor zerkleinerte Petersilie
25 - Petersilie beigeben / Add parsley

und fügen schließlich noch den geriebenen Käse hinzu.
26 - Käse hinzufügen / Add cheese

Alles vermengen wir dann gründlich miteinander
27 - Gut vermengen / Mix well

und würzen dabei alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Oregano und Muskatnuss – wobei natürlich jedem die Variation der verwendeten Gewürze freigestellt ist. Ggf. können wir auch noch einen weiteren Esslöffel Mehl dazu geben wenn die Masse zu flüssig sein sollte.
28 - Würzen / Taste

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech formen wir dann aus jeweils etwa einem Esslöffel unsere Reibekuchen und drücken sie dabei gleichmäßig flach.
29 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

Das Backblech schieben wir anschließend auf der mittleren Schiene für 30 bis 40 Minuten in den Ofen.
30 - Backen / Bake

Nach etwa fünfzehn Minuten entnehmen wir es dann noch einmal kurz, um die inzwischen etwas fester gewordenen Pfannkuchen dünn mit etwas Olivenöl zu bepinseln – dadurch werden sie schön kross wie man es auch von der Pfannenversion her kennt. Ein Pinseln gleich zu beginn war leider nicht möglich, da die Pfannkuchen da noch zu feucht sind.
31 - Mit Olivenöl bepinseln / Brush with olive oil

Anschließend kommen sie wieder zurück in den Ofen, wo sie die verbleibende Zeit fertig backen können.
32 - Weiter backen / Continue baking

Haben sie schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, können wir das Blech wieder entnehmen und die Puffer komplett mit dem Backpapier vom Blech ziehen. Ich mag sie ja etwas krosser, aber das kann jeder natürlich so halten wie er selbst mag. 😉
33 - Fertig gebacken / Finished baking

Auf einem frischen Stück Backpapier verarbeiten wir dann den Rest unserer Reibekuchen-Masse – ich entschied mich dazu alles in einen einzelnen, großen Pfannkuchen zu verwenden, was auch wunderbar funktionierte.
34 - Blech neu bestücken / Prepare second load

Die fertigen Reibekuchen garnieren wir mit einem Klecks Sour Cream und etwas Räucherlachs und können sie dann anschließend sofort servieren.
35 - Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs / Oven baked zucchini carrot pancakes with sour cream and smoked salmon - Serviert

Auch aus dem Ofen erwiesen sich die Reibekuchen angenehm knusprig und äußerst schmackhaft. Die Kombination aus Zucchini und Möhren gaben den Puffern einen kräftigen, aber auch gleichzeitig ganz leicht süßlichen Geschmack. Dazu das ganz leichte Knoblaucharoma, der Emmentaler und die frische Petersilie rundeten die Reibekuchen schließlich gemeinsam mit den Gewürzen geschmacklich wunderbar ab. Mit hat es mit der Sour Cream und dem Räucherlachs am besten geschmeckt, aber es steht dabei jedem natürlich frei die Puffer nach eigenem Geschmack zu garnieren oder aber auch pur zu genießen.

36 - Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs / Oven baked zucchini carrot pancakes with sour cream and smoked salmon - CloseUp

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Kalorienwerte. Die gesamte Teigmasse plus etwa drei Esslöffeln Olivenöl zum bepinseln bringen fast genau 1000kcal zusammen, das heißt aufgeteilt auf vier Portionen liegen wir bei gerade mal 250kcal pro Portion, und selbst wenn der Appetit größer ist und man alles mit nur drei Personen verzehrt sind ca. 334kcal pro Portion noch mehr als akzeptabel. Dazu kommt natürlich noch der Belag nach Wahl, den man dazu rechnen muss – aber da dies variabel ist lasse ich ihn mal nicht in die hiesige Berechnung mit einfließen. Insgesamt also eine wirklich angenehm leichte Variante zu den Pfannen-Puffern, die man ja in weitaus größeren Mengen Öl brät, was die Kalorien logischerweise nach oben treibt. Somit sei nun bewiesen, dass man auch im Ofen leckere Puffer wohl jeder Art zubereiten kann – man sollte eben nur nicht vergessen sie zwischendurch mit etwas Öl zu bepinseln, dann ist der Erfolg und die Knusprigkeit auf jeden Fall garantiert. 😉

Guten Appetit

Zucchinipuffer mit Broccoli & Tomatensauce [14.08.2012]

Tuesday, August 14th, 2012

Neben Pad Pak Raum Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Knoblauch in Soja Sauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Theke standen heute auch Rindergeschnetzeltes mit Reis als Sonder-/Resteangebot sowie Gefüllter Schweinebauch mit Kartoffel-Endivchensalat bei Globetrotter, Putengeschnetzeltes mit frischen Kräutern und Spätzle bei Tradition der Region und schließlich Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomate bei Vitality auf der Speisekarte. Bei einem solchen Angebot brauchte ich nicht lang zu überlegen, denn die Zucchinipuffer waren hier aus meiner Sicht das eindeutig beste Angebot – zumal sie nut mit 430kcal pro Portion zu Buche schlagen sollten. Da konnte ich mir auch problemlos noch den Aprikosenquark leisten, den ich von der Dessert-Theke auf mein Tablett addierte.

Zucchinipuffer mit Brokkoli & Tomatensauce / Zucchini pancakes with broccoli & tomato sauce

Zu zwei Puffern aus Kartoffeln und Zucchini, die sich sowohl als angenehm würzig als auch ausreichend heiß erwiesen hatte man bei diesem Gericht einige blanchierte Broccoliröschen sowie eine Tomatensauce mit Basilikum auf dem Teller serviert. Während ich an der fruchtigen, ebenfalls gut gewürzten und vor allem heißen Tomatensauce absolut nichts auszusetzen hatte, musste ich bei den Broccoli dann doch etwas kritisieren, denn sie waren dieses Mal leider nur noch lauwarm, was den Genuß natürlich etwas trübte. Daher bleibt mir nichts anderes übrig als hier etwas an der Bewertung abzuziehen. Der fruchtige, feste und nicht zu süße Aprikosenquark mit zahlreichen Fruchtstücken entschädigte mich dann aber wieder ein bisschen. Insgesamt konnte ich mit meiner Wahl aber zufrieden sein und werde gerne erneut zuschlagen wenn die Zucchinipuffer mal wieder auf der Speisekarte stehen sollten.
Bei den anderen Kantinegästen waren die Geschmäcker heute mal wieder eher durchwachsen, so dass es mit etwas schwer fiel klare Favoriten unter den Gerichten auszumachen. Zumal die Anzahl der Gäste heute aufgrund des morgigen Feiertags heute eingeschränkt war. Ich würde daher heute mal Sagen dass Schweinebauch und Asia-Gerichte sich Platz eins teilten und das Putengeschnetzelte und die Zucchinipuffer schließlich den zweiten Platz – für ein vegetarisches Gericht waren die Puffer nämlich ungewöhnlich beliebt wie ich feststellen musste. Das Rindergeschnetzelte nehme ich nicht mit in die Wertung auf, da es sich um ein mengenmäßig sehr beschränktes Gericht handelte, das schon bald ausverkauft war.

Mein Abschlußurteil:
Zucchinipuffer: ++
Broccoli: +
Tomatensauce: ++
Aprikosenjoghurt: ++

Pastinaken-Pfannkuchen mit Schnittlauch – das Rezept

Sunday, October 23rd, 2011

Da hatte ich doch tatsächlich noch zwei Pastinaken vom letzten Sonntag übrig die auch noch vollkommen in Ordnung waren. Daher entschloss ich mich dazu diese heute zu verarbeiten. Bei der Suche nach einer passenden Zubereitungsart stieß ich auf die Idee, Puffer, Pfannkuchen, Datschi, Detscher oder Reibekuchen daraus zu machen – die Bezeichnung hängt dabei von der Gegend ab aus der man stammt. 😉 Das erschien mir sehr verlockend, also machte ich mich daran die verbliebenen Pastinaken auf diese Weise zu verarbeiten und das Ergebnis war mal wieder sehr gelungen. Daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier vorzustellen.

Für 2 Portionen benötigen wir:

350-400g Pastinaken
01 - Zutat Pastinaken

1 Bund Schnittlauch
02 - Zutat Schnittlauch

3 Eier
03 - Zutat Eier

2 kleine oder 1 großes altbackenes Brötchen
04 - Zutat Brötchen

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

2-3 EL Butterschmalz
06 - Zutat Butterschmalz

1 TL mildes Curry
07 - Zutat mildes Curry

Außerdem:
Salz und Pfeffer zum würzen
ggf. Semmelbrösel zum binden
etwas lauwarmes Wasser

Zuerst schneiden wir das Brötchen in Würfel
08 - Brötchen würfeln

und weichen es in etwas lauwarmen Wasser ein.
09 - Brötchen einweichen

Während die Brötchenwürfel einweichen waschen und schälen wir unsere Pastinaken
10 - Pastinaken schälen

und reiben sie grob
12 - Pastinaken grob reiben

Ich hatte dazu die Küchenreibe genommen, wer eine Küchenmaschine hat die so grobe Stücke hinbekommt kann natürlich auch diese verwenden.
13 - Pastinaken gerieben

Außerdem schälen wir unsere Zwiebel und schneiden sie in kleine Würfel.
11 - Zwiebel würfeln

Dann zerlassen wir ca. 1 EL Butterschmalz in einer Pfanne
14 - Butterschmalz zerlassen

schwitzen die Zwiebelwürfel darin glasig an
15 - Zwiebeln anschwitzen

und fügen dann die geriebenen Pastinaken hinzu, die wir für einige Minuten kräftig anbraten.
16 - Pastinaken mit anbraten

Dann geben wir alles in eine Schüssel und lassen es etwas abkühlen.
17 - abkühlen lassen

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen und fein schneiden.
18 - Schnittlauch schneiden

Anschließend geben wir zu unserer Zwiebel-Pastinaken-Mischung unsere Eier
19 - Eier rein

die vorher gut ausgedrückten Brötchenwürfel
20 - Semmel ausdrücken und dazu

sowie das Schnittlauch,
21 - Schnittlauch addieren

verrühren alles gut miteinander
22 - verrühren

und würzen es dabei mit Curry, Salz und Pfeffer.
23 - würzen

Ggf. kann man außerdem noch einige Semmelbrösel unterrühren, um den Teig besser zu binden.

Nun erhitzen wir wieder etwas Butterschmalz in der Pfanne
24 - Butterschmalz erhitzen

und formen dann mit angefeuchteten Händen einige Fladen, die wir kräftig zuerst von der einen
25 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - braten I

und dann von der anderen Seite kräftig anbraten.
26 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - braten II

Dabei sollte man immer darauf achten, dass genügen Butterschmalz in der Pfanne ist, d.h. ggf. noch einmal etwas nachlegen wenn es zu wenig wird.

Anschließend können wir die Pastinaken-Pfannkuchen sofort servieren – am besten mit einem leckeren Dip. Ich entschied ich dabei für etwas Kräuterquark.
27 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - serviert

Ich fand dass sich der Geschmack doch deutlich von dem regulärer Kartoffel-Reibekuchen unterschied, denn die Puffer erwiesen sich als zwar leicht süßlich aber mit kräftigem Aroma was wohl auch dem vorherigen kurzen anbraten gemeinsam mit dem Zwiebeln zu verdanken war. Dabei passte das Schnittlauch meiner Meinung nach wunderbar zur Gesamtkomposition und die Gewürze, allem voran der Curry dem die Puffer wohl auch ihren leichten Gelbton zu verdanken hatten, rundeten den geschmacklichen Gesamteindruck schließlich ab.

28 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - CloseUp

Zwar handelte es sich hier um ein vegetarisches Gericht, aber durch das anbraten mit Butterschmalz kommen wir auf einen Kalorienwert von insgesamt ca. 1200kcal, das wären bei zwei Portionen 600kcal pro Portion, den Dip wie bei mir der Kräuterquark dabei nicht einberechnet. Bewegt sich aber wie ich finde noch absolut im Rahmen eines einigermaßen leichten Gerichtes. Wer auf Fleisch nicht verzichten mag, kann z.B. noch ein paar Schinkenwürfel mit anbraten und in den Teig geben – ein Gedanke mit dem ich zwar auch gespielt, mich dann aber dagegen entschieden hatte. In der Summe kann ich das heutige Kochexperiment auf jeden Fall mal wieder als vollen Erfolg verbuchen – eine sehr leckere Alternative zum Standard-Kartoffelpuffer.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Zucchinipuffer mit Broccoli & Tomate [04.10.2011]

Tuesday, October 4th, 2011

Der große Renner war heute eindeutig das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites im Bereich Tradition der Region. Da hatte es die Asia-Thai-Theke mit Pad Pak Raum Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Knoblauch in Soja Sauce sowie Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce oder Ente mit verschiedenen Gemüse in Kokosmilchsauce natürlich schwer und auch die Penna Rigate “alle Carbonara” mit Parmesan und das die Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomate hatten meiner Abschätzung nach keinen leichten Stand. Dennoch entschied ich mich heute mal für die Zucchinipuffer, die ich meines Wissens noch nie hier probiert hatte. Dabei sahen sie visuell sehr ansprechend aus. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen eines vorerst nicht näher identifizierbaren Nachtischs von der Dessert-Theke.

Zucchinipuffer mit Brokkoli / Courgette pancake with broccoli

Von der grundlegenden Konsistenz her ähnelten die Zucchinipuffer vorerst einmal normalen Kartoffelpuffern – außen knusprig und innnen weich. Dabei erwies sich das weiche innere doch deutlich cremiger als bei Verwendung von stärkehaltigen Kartoffeln. Fand ich sehr lecker, die beiden Puffer Zucchinifladen sich als interessante Alternative zu den sonst üblichen Puffern. Dazu gab es gedünstete, weiche Brokkoliröschen und schließlich eine fruchtige Sugo aus mit einigen Kräutern gewürzten Sudo aus stückigen Tomaten. Eine sehr schmackhaftes, vegetarische Mittagsgericht, das mit gerade mal 430kcal pro Portion zu buche schlug und so auch den Nachtisch, der sich als Bananenquark mit reichlich Fruchtstücken erwies, noch vertretbar machte.
Wie bereits zu Beginn vermutet gewann heute natürlich das Cordon bleu mit Pommes Frites das Rennen um den ersten Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala des Kantinenpublikums. Auf Platz zwei folgten – unerwarteter weise – heute zumindest meiner Beobachtung nach die Zucchinipuffer noch mit knappen Vorsprung vor den Penne Rigate und den Asia-Gerichten, denen ich heute zu gleichen Teilen den dritten Platz zubilligen würde. Dass ein vegetarisches Gericht so weit vorne landet habe ich selten erlebt – aber zumindest während meines Aufenthalts im Speiseraum waren die Verteilung recht eindeutig. Aber die Wahl ist verständlich, ich würde wenn das Gericht ein weiteres Mal angeboten wird ohne Frage erneut hier zugreifen.

Mein Abschlußurteil:
Zucchinipuffer: ++
Brokkoli: ++
Tomatensugo: ++