Orientalischer Linseneintopf [18.03.2010]

Als ich von meiner heutigen Schulung die Kantine betrat, sah ich sie bereits auf vielen Teller anderer Gäste in verschiedenen Verzehrzuständen ruhen: Die “Gegrillte Schweinshaxe’n mit Kartoffelknödel und Biersauce“, die heute das Angebot bei den traditionell-regionalen Speisen war. Aber auch das “Rinderhacksteak mit Kartoffelwedges” aus dem Bereich Globetrotter war recht häufig vetreten. An der Asia-Theke bot man “‘Nudeln Spezial’ – Nudeln gebraten in Spezial Sauce nach Canton Art” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten in Gemüse in Kokosmilchsauce” an. Aber meine Wahl fiel dann trotz all dieser Leckerein dennoch auf den “Orientalischen Reis-Linsen-Eintopf mit Fladenbrot“, ein vegetarisches Gericht, welches bei den Vitality-Gerichten angeboten wurde. Mit 490kcal bei 12g Fett ein leichtes Mittagessen, das mich bei der auch am Nachmittag weiter gehenden Schulung nicht so sehr belasten würde wie eine fette Schweinshaxe. Da konnte ich mir ohne schlechtes Gewissen auch noch den Pumpernickel-Pudding als Nachtisch gönnen.

Orientalischer Linse-Reis-Eintopf / Oriental Lentil Rice Stew

Eine wirklich vorzügliche Wahl wie ich bereits nach dem ersten Bissen feststellen durfte. Das Eintopfgericht, das außer mit Linsen und Reis auch mit Staudensellerie, Paprika, Karotten und weiteren Gemüsesorten zubereitet war, erwies sich als angenehm scharf und sehr lecker. Es geht auch mal ohne Fleisch – eine Tatsache die ich heute erneut bestätigt sah. Und nach dem Gyros mit Pommes von gestern auch sehr vernünftig. Beim Fladenbrot handelte es sich um eine helle Variante mit Sesamkörnern, die zwar nicht frisch gebacken, dafür aber frisch aufgetoastet und noch warm war. Es eignete sich wunderbar um die Reste aus dem Rasch geleerten Teller zu klauben. Und auch beim Nachtisch was ich sehr zufrieden, sieht man einmal von der bereits stark eingetrockneten halben Scheibe Kiwi ab, die oben als Verziehrung aufgebracht war. Unter einer Schicht von Waldbeeren fand sich eine weitere Schicht Vanillepudding und ganz unten schließlich eine Schicht leicht nach Alkohol schmeckenden Flüssigkeit, in die einige Stücke von Pumpernickel – dunklem Vollkornbrot aus Roggenschrot – eingelegt waren. Ein eher ungewöhnlicher Nachtisch – zumindest nach meinem Empfinden – aber geschmeckt hat er alle mal.
Dass die Schweinshaxe heute natürlich der Renner unter den Gästen war, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Ihm dicht auf den Fersen war aber schon das Rinderhacksteak, gefolgt von den Asia-Gerichten. Aber auch der Linsen-Reis-Eintopf fand nicht wenige Freunde, alleine an meinem Tisch hatten drei Personen diese Speise gewählt und auch sonst sah ich einige, die sich dieses wirklich vorzügliche Gericht schmecken ließen. Ob das natürlich nun wirklich “Orientalisch” war sei mal so dahin gestellt, aber ich habe meine Wahl zu keinem Zeitpunkt bereut.

Mein Abschlußurteil:
Linsen-Reis-Eintopf: ++
Fladenbrot: ++
Pumpernickel-Pudding: ++

Barschfilet & kreolischer Bohnenreis [02.12.2009]

Heute entschied ich mich mal nicht für das meist gegessene Gericht des Betriebsrestaurants, welches eindeutig ungeschlagen das “Cordon bleu vom Schwein mit Pommes frites” aus der Abteilung der traditionell-regionalen Speisen darstellte. Zwar sah ich auch viele Tabletts mit Asia-Gerichten – dort gab es heute unter anderem “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce” und “Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce“, und auch die Globetrotter-Mahlzeit “Tortellini in Tomaten- Pilzsauce” wurde durchaus gegessen, ebenso wie meine Wahl, dem “Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischen Bohnenreis“, aber Cordon-Bleu & Pommes lagen eindeutig weit vorne.
Zu dem Fischgericht nahm ich mir noch einen Pudding mit Pumpernickel – eine recht ungewöhnliche Kombination wie ich mir dachte und daher unbedingt probieren wollte.

Karibisches Barschfilet & Bohnenreis

Das angenehm große Stück Barschfilet hatte man mit einer leicht scharfen Mischung aus Tomaten, Pepperoni, Zwiebeln und weiteren Gemüse bedeckt, die geschmacklich sehr gut zu dem glücklicherweise vollkommen grätenfreien Fisch passte. Das ganze ruhte dann auf einem Bett aus wohlschmeckenden Vollkornreis, in das man Kidneybohnen gemischt hatte. Sehr sättigend wie ich feststellen musste. Was es allerdings mit diesem “Cajundunst” auf sich hatte erschloss sich mir nicht ganz. Gemäß Wikipedia sind die Cajun eine frankophone Bevölkerungsgruppe, die hauptsächlich im US-amerikanischen Bundesstaat Lousinana ansässig ist. Wie ich jedoch beim weiteren lesen des Artikels feststellte, verfügt diese Bevölkerungsgruppe über eine eigene Art zu kochen, Cajun-Küche genannt, die eng mit der creolischen Küche verwandt ist, sich an der französischen Küche orientiert und dadurch auszeichnet, rustikal Speisen mit den im Mississippi-Delta verfügbaren Zutaten zu kochen. Kann ich gelten lassen muss ich sagen, passt schon zusammen – aber was nun genau Cajundunst sein sollte habe dennoch ich nicht herausgefunden.
Der Nachtisch schließlich erwies sich, wie erwartet, als wirklich interessante Kombination. Unter einer Vanillecreme, die man mit Erdbeersauce garniert hatte ruhten einige in Kaffee und irgend etwas alkohlisch schmeckendes, ich vermute mal Rum, eingelegte Stückchen Pumpernickel, also Vollkornbrot aus Roggenschrot. Klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, hat aber wirklich sehr gut geschmeckt.
Ich denke dass das Barschfilet die kulnarisch wirklich interessantere Alternative zum Cordon Bleu waren, und gut geschmeckt hat es auch noch. Hat sich also gelohnt mal gegen den Strom zu schwimmen. ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Bohnenreis: ++
Pumpernickel-Pudding: ++