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Gebackenes Seelachsfilet mit Kartoffelsalat & Remoulade [19.06.2015]

Friday, June 19th, 2015

Am heutigen Freitag fiel mir die Wahl mal wieder leicht, denn auf die 4 Stück Marillenknödel mit Vanillesauce bei Tradition der Region oder die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Pan Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas und Lauchzwiebeln hatte ich ebenso wenig Appetit wie auf den Salatteller mit Putenbruststreifen und Joghurtdressing aus der Sektion Vitality. Blieb also nur noch der Freitags-Klassiker unseres Betriebsrestaurants, nämlich das Gebackene Seelachsfilet mit Kartoffelsalat und Remouladensoße aus dem Bereich Globetrotter. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Möhren mit Kürbiskernen von Gemüsetheke und ein Becherchen Himbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Baked coalfish filet with potato salad & remoulade / Gebackenes Seelachsfilet mit Kartoffelsalat & Remoulade

Ich hatte Glück gehabt, das gerade eine frische Ladung Seelachsfilet angebrochen wurde als ich heute an der Reihe war, denn dadurch hatte ich ein angenehm saftiges und vor allem noch heißes Stück paniert gebackenen Fischs erhalten. Nicht so ein Kollege, der kurz vor mir seinen Teller bekommen hatte und über einen etwas trockenen Fisch klagte. Doch bei mir gab es da ebenso wenig etwas dran zu monieren wie an dem Kartoffelsalat in seinem mild-würzigen, leicht cremigen Dressing ohne Mayonaise oder der umso würzigeren Remoulade, die man überaus großzügig serviert hatte. Während ich mit dem Hauptgericht also mal wieder überaus zufrieden war, konnte ich das über die gewürfelten Möhren nicht sagen. Die Idee sie mit Kürbiskernen und einer leichten Currysauce zu kombinieren war zwar prinzipiell gut, aber leider waren die Würfel selbst außen sehr weich und innen noch sehr bissfest. Außerdem harmonierte der Geschmack leider nicht mit dem von Fisch und Kartoffelsalat. Daher muss ich hier leider Punkte in der Wertung abziehen. Bei dem Dessert in Form der Himbeercreme schließlich handelte es sich zwar nicht um die selbe leckere Zubereitung wie am Mittwoch, aber sie erfüllte ihre Zweck. Daher kann ich hier von einem weiteren Punktabzug absehen. Insgesamt also mal wieder ein durchaus zufriedenstellendes Menu.
Sah man sich den Tabletts der anderen Gäste um, konnte man erkennen dass auch hier der Seelachs mit Kartoffelsalat am höchsten in der Gunst lag und sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, knapp gefolgt vom Salatteller mit Putenbruststreifen auf dem dritten Platz. Die Marillenknödel belegten schließlich einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Remoulade: ++
Kartoffelsalat: ++
Möhren mit Kürbiskernen: +/-
Himbeercreme: ++

Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten aus südfranzösische Art [20.03.2013]

Wednesday, March 20th, 2013

Natürlich wollte ich auch am heutigen Mittwoch meiner alten Tradition treu bleiben, zu Fisch und/oder Meeresfrüchten zu greifen. Da kam mir die Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten aus südfranzösische Art bei Vitality natürlich genau richtig. Und weder das Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region, das Gebratene Holzfällersteak mit glacierten Zwiebeln, BBQ-Sauce und Bratkartoffeln bei Globetrotter oder ein Asia-Thai-Angebot wie Thoeng Ping Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüsesorte in Zitronengrassauce von abbringen. Einzig beim Praw Wan Plah – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce ließ mich kurz innehalten und überlegen. Doch letztlich fiel die Wahl dann doch auf das Pfannengericht bei Vitality. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen einer Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kürbiskernen aus dem Suppenangebot und ein Becherchen Vanille-Mousse von der Dessert-Theke.

Kürbissuppe & Kartoffel-Gemüsepfanne mit Meeresfrüchten / Pumpkin soup & potato vegetable fry with seafood

Leider muss ich zugeben, dass heute nur das Dessert heute eine volle Punktzahl verdiente. Der Suppe, die zwar cremig und mit einigen Fruchtstücken versehen war, fehlte es irgendwie an der notwendigen Würze – da konnten auch die knusprig gerösteten Kürbiskerne nur noch wenig retten. Und auch die Hauptspeise konnte mich nur begrenzt begeistern. Der größte Teil des Gerichtes bestand aus lauwarmen Kartoffelspalten, die zwar teilweise noch etwas knusprig waren. Die Menge der Fischstückchen, Krabben, und Stücken von kleinen Tintenfischen waren eher gering und meiner Meinung nach auch nur von mittelmäßiger Qualität. Und das Gemüse musste man wirklich suchen, ich entdeckte nur einige wenige Stückchen von Zucchini, Zwiebeln, Tomaten sowie einigen französischen Kräutern wie Thymian und Oregano. Von einer Kartoffel-Gemüsepfanne konnte man hier wirklich nicht sprechen. War geschmacklich zwar ok, aber weit unter meinen Erwartungen. Nur an dem luftig-lockere Vanillemousse, das man mit einer halben Schoko-Pfefferminzblättchen garniert hatte, gab wie bereits erwähnt keinen Grund zum meckern.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lag bei den anderen Gästen natürlich das Holzfällersteak deutlich vor allen anderen Gerichten. Um den zweiten Platz lieferten sich die Rahmschwammerl mit Semmelknödel und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches die Asia-Thai-Angebote meiner Meinung nach für sich entscheiden konnten und das Pilzgericht auf einen guten dritten Platz brachten. Auf einem ebenfalls guten, aber vierten Platz folgte schließlich die Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten, die ja ihren Namen heute leider nicht wirklich verdiente.

Mein Abschlußurteil:
Kürbiscremesuppe mit Kürbiskernen: +/-
Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten: + (Aber nur mit ach und krach)
Vanillemousse: ++

Kürbis-Cannelloni – das Rezept

Saturday, September 8th, 2012

Die Kürbis-Saison hat mal wieder begonnen und in den Supermärkten und auf den Märkten werden überall wird diese Gemüsesorte wieder verstärkt angeboten. Aber nicht nur für Halloween eignen sich diese Dinger, man kann auch eine Menge leckerer Gerichte damit kochen – und das möchte ich hier und heute mit einem Rezept für Kürbis-Cannelloni mit Kürbiskernen und Sellerie mal wieder unter Beweis stellen. Die Zubereitung ist zwar etwas aufwändiger wie ich feststellen musste, aber die investierte Zeit lohnt sich auf jeden Fall, dass kann ich nach eigener Erfahrung garantieren, denn das Gericht ist nicht nur unwahrscheinlich lecker, sondern was die Nährwerte angeht auch ein angenehm leichtes Gericht. Das es rein vegetarisch ist, fällt dabei kaum auf. Ich habe zwar noch kurz überlegt, Fleisch hinzuzufügen, das scheiterte aber daran dass mir auch Anhieb nichts einfiel was dazu passen könnte. Letztlich war das auch ganz gut so, denn das Gericht ist so wie es ist schon lecker und sättigend genug. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

1 nicht allzu großer Hokkaido-Kürbis (ca. 900g)
01 - Zutat Hokkaido-Kürbis / Ingredient hokkaido pumpkin

1 Stück Knollensellerie (ca. 200g)
02 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 Zwiebel (ca. 100g)
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch (je nach eigener Vorliebe)
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

50g Kürbiskerne
05 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

180-200g Cannelloni
06 - Zutat Cannelloni / Ingredient cannelloni

250ml Milch
07 - Zutat Milch / Ingredient milk

350ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 Hühnereier
09 - Zutat Eier / Ingredient eggs

100ml Sojacreme (Optional – siehe dazu weiter unten im Text beim abgießen der Kürbismasse)
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

1 EL Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 Messerspitze Koriander
12 - Zutat Koriander / Ingredient cilantro coriander

60g Hartkäse nach Wahl (z.B. Parmesan oder Greyerzer)
13 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie zum weiteren Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Beginnen wir nun damit, die Zwiebeln zu schälen
14 - Zwiebel schälen / Dice onion

und fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine handbetriebene Küchenmaschine, man kann das aber natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie fein
16 - Knoblauch hacken / Chop garlic

und schälen die Knollensellerie
17 - Sellerie schälen / Peel celeriac

um sie in etwa 5mm große Würfel zu schneiden.
18 - Sellerie würfeln / Dice celeriac

Jetzt kommen wir zum Kürbis, den wir erst einmal gründlich waschen – man weiß ja nie wer ihn im Supermarkt alles angefasst hat –
19 - Kürbis waschen / Clean pumpkin

halbieren und entkernen ihn
20 - Kürbis entkernen / Remove pumpkin core

und schneiden ihn dann in Würfel von etwa 1cm Kantenlänge. Das ist wohl der aufwändigste aller Arbeitsschritte.
21 - Kürbis würfeln / Dice pumpkin

Dann hacken wir die Kürbiskerne grob,
22 - Kürbiskerne hacken / Chop pumpkin seeds

rösten sie in einer kleinen Pfanne ohne Fett bis sie leicht braun und knusprig geworden sind
23 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

und breiten sie dann etwas aus um sie etwas abkühlen zu lassen.
24 - Kürbiskerne abkühlen / Cool down pumpkin seeds

In einem größeren Topf erhitzen wir nun den Esslöffel Olivenöl
25 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten dann damit Zwiebeln und Knoblauch glasig an.
26 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic

Anschließend geben wir den gewürfelten Kürbis
27 - Kürbis hinzufügen / Add pumpkin

sowie den Knollensellerie in den Topf
28 - Sellerie addieren / Add celeriac

und alles für weitere 2 bis 3 Minuten mit an
29 - kurz anbraten / roast shortly

bevor wir alles mit der Gemüsebrühe aufgießen
30 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und kurz aufkochen lassen
31 - Kurz aufkochen lassen / boil up

um es anschließend für etwa zehn Minuten auf niedriger Stufe und bei gelegentlichem umrühren weiter zu dünsten.
32 - dünsten / braise

Nach den zehn Minuten geben wir schließlich die gehackten und gerösteten Kürbiskerne hinzu
33 - Kürbiskerne hinzufügen / Add pumpkin seeds

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der Messerspitze Koriander.
34 - würzen / taste

Einige Minuten später geben wir die Kürbismasse auf ein Sieb
35 - Kürbismasse in Sieb geben / Put pumpkin mix into sieve

und lassen die Flüssigkeit abtropfen und die Masse etwas abkühlen. Im ursprünglichen Rezept war hier davon die Rede dass man 200ml davon abmessen soll, doch ich bekam nur ca. 100ml heraus. An dieser Stelle entschloss ich mich dazu, die fehlenden hundert Milliliter mit Sojacreme zu ergänzen.
36 - Flüssigkeit auffangen / Catch liquid

Während die Kürbis-Masse abkühlt, können wir die Zeit nutzen und den Käse reiben.
37 - Käse reiben / Grind cheese

Ist die Kürbis-Füllmasse einigermaßen abgetropft, geben wir die Milch
38 - Milch addieren / Add milk

sowie sie Sojacreme zu der abgetropften Flüssigekeit
39 - Sojacreme hinzufügen / Add soy cream

und schlagen dann die beiden Eier mit in die Milch-Kürbis-Masse
40 - Eier aufschlagen / Add eggs

bevor wir alles gut mit einem Schneebesen vermischen
41 - Gut verrühren / Mix well

und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
42 - würzen / taste

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Nachdem ich mich ja die letzten Male (z.B. hier oder hier) mit einem Espressolöffel beim Füllen der Cannelloni abgemüht hatte, griff ich dieses Mal zum Spritzbeutel, in den ich die Kürbis-Masse füllte
43 - In Spritzbeutel geben / Fill icing bag

und befüllte damit die Cannelloni, bevor ich sie in eine große Auflaufform legte.
44 - Canneloni befüllen / Fill cannelloni

Nachdem die ganze Auflaufform dann mit Cannelloni gefüllt ist
45 - Alles befüllt / Filled cannelloni

übergießen wir sie mit der gewürzten Milch-Mischung
46 - übergießen / douse

und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse.
47 - Mit Käse bestreuen / Bestrew with cheese

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen es für 35 bis 40 Minuten backen.
48 - backen / bake

Beginnt die Oberfläche leicht braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Form aus dem Backofen zu entnehmen
49 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - Fertig gebacken

und das Gericht sogleich zu servieren.
50 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - Serviert

Die gedünstete Masse aus Kürbis uns Sellerie mit ihren gerösteten Kürbiskernen war alleine schon ein wahrer Genuss, aber gefüllt in die Cannelloni und überbacken mit mit Milch-Ei-Masse und dem Käse war das Ganze geschmacklich wirklich unübertrefflich. Vor allem die gerösteten Kürbiskerne gaben der sowieso schon sehr leckeren Kürbismasse ein unvergleichliches und leckeres Aroma. Da zu Beginn ja einige den Nudelröllchen noch aus der Masse herausschauten, hatte ich etwas befürchtet dass die etwas braun werden, doch glücklicherweise war die Mischung aus Milch und Ei etwas aufgegangen, so dass alles am Ende gut durchgebacken und weich war.

51 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - CloseUp

Wie immer werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegen die Werte für das ganze Gericht bei 1800kcal, das bedeutet auf vier Portionen aufgeteilt liegen die Nährwerte für eine Portion bei gerade mal 450kcal. Für ein so gehaltvolles Gericht ein wirklich traumhafter Wert wie ich finde. Kürbis ist schon eine feine Sache und seine Saison geht noch bis Oktober – ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Gerichten damit umsehen.

Guten Appetit

Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen – das Rezept

Saturday, May 26th, 2012

Vor kurzem entdeckte ich ein Rezept, dass es mir absolut Wert schien mal ausprobiert zu werden: Steirische Kalbsrouladen, eine Rouladenzubereitung aus Kalbsschnitzel die mit geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen gefüllt wird. Das ganze ist etwas Aufwändiger als meine normalen Kochexperimente, doch jetzt, kurz vor Pfingsten und somit vor dem verlängerten Wochenende wollte ich es endlich mal wagen. Als ich heute dann einkaufte, wäre das Kochexperiment jedoch fast an etwas anderem gescheitert. Kalbsrouladen selbst gab es als solche nicht, man bot mir beim Metzger aber an, Kalbsfleisch von der Nuss in dünne Scheiben zu schneiden. Einen Moment überlegte ich, auf normale Rindsrouladen umzuschwenken da das Kalbsfleischstück recht schmal erschien. Dann bat die Fachkraft aber doch, mir vier Scheiben abzuschneiden. Als sie es auf die Waage legte, musste ich kurz schlucken – denn die Fleischmenge schlug mit fast neunzehn Euro zu Buche, ziemlich heftig. Dabei ist ein Kalb ja ein junges Rind und hat nicht so viel Pflege und Futter erhalten wie ein altes Rind, aus dem dann Rindsrouladen gemacht werden. Dennoch erwies sich das Kalbsfleisch als deutlich teurer. Kurz dachte ich daran es nun zu lassen und doch noch umzuschwenken, dann gab ich mir aber einen Ruck und akzeptierte den Preis. Und ich muss sagen dass ich die Entscheidung nicht bereute, denn Kalbsfleisch ist wirklich was sehr feines wie ich mal wieder feststellen durfte. Die daraus entstehenden Rouladen sind zwar klein, so dass zwei pro Person notwendig werden, aber es lohnt sich absolut. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur Zubereitung:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

4 dünne Kalbsschnitzel oder Kalbsrouladen (je nachdem was der Metzger des Vertrauens anbietet)
01 - Zutat Kalbsschnitzel / Ingredient veal

2 gehäufte EL Kürbiskerne – ich entschied mich für die grüne Sorte
02 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

2 mittlere Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 mittelgroße Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 EL Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 TL Paprikapulver – rosenscharf
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

400ml Geflügelbrühe
08 - Zutat Geflügelbrühe / Ingredient chicken stock

100ml trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150ml Sojacreme
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soja cream

sowie etwas Pflanzenöl zum braten
Salz & Pfeffer zum würzen

Die Sättigungsbeilage oder Gemüse ist dabei dieses Mal nicht Bestandteil des Rezeptes – hier ist dem Leser freigestellt was er dazu zubereitet. Ich selbst entschied mich für meine Restbestände an Semmelknödeln im Kochbeutel sowie einer Portion Erbsen und Möhren, denkbar wären aber auch Nudeln wie z.B. Tagliatelle, Rotkraut oder frisches Ciabatta.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Als ersten Schritt rösten wir die Kürbiskerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne für einige Minuten rundherum an.
11 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

Während die Kürbiskerne vor sich hin rösten, wobei sie knacken, aufplatzen und daher auch herausspringen können, schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und raspeln sie dann auf der groben Seite einer Kastenreibe.
13 - Möhren raspeln / Crate carrots

Sind die Kürbiskerne rundherum geröstet, verteilen wir sie auf einem kleinen Teller und lassen sie etwas abkühlen.
14 - Kürbiskerne abkühlen lassen / Chilling pumpkin seeds

Wenden wir uns dann der Zwiebel zu, die es zu würfeln gilt. Dazu habe ich mir nun endlich mal ein – wohlgemerkt handbetriebenes Gerät – besorgt, in das ich die geschälten und geviertelten Zwiebeln gab. Über das Gerät selber berichte ich später noch einmal in einem separaten Artikel.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onions

Zwei bis drei Züge am Bedienhebel des Gerätes (der übrigens an den Starter eines Rasenmäher-Zweitakters erinnert) und die Zwiebel war in innerhalb kürzester Zeit in kleine Würfelchen zerkleinert.
16 - Zwiebeln zerkleinert / Onion diced

Für Knoblauch ist das Gerät leider ungeeignet, daher musste ich zum zerkleinern der geschälten Knoblauchzehen dann leider doch wieder zum Messer greifen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

Nun ist es an der Zeit das Kalbsfleisch aus dem Kühlschrank zu holen, gründlich zu waschen und trocken zu tupfen, dann breiten die Kalbsfleischstücke auf der Arbeitsfläche aus uns salzen sie von beiden Seiten.
18 - Kalbsfleisch salzen / Salt

Auf die Fleischstücke verteilen wir dann die geraspelten Möhren
19 - Mit geraspelten Möhren belegen / Add crated carrots

und bestreuen alles dann mit den gerösteten Kürbiskernen. Beides Salzen wir noch einmal ein wenig.
20 - Mit Kürbiskernen belegen / Add pumpkin seeds

Jetzt rollen wir die Rouladen vorsichtig auf
21 - Aufrollen / Roll up

und sichern sie dann mit Rouladennadeln oder – wenn nicht vorhanden – mit Zahnstochern.
22 - Sichern / Secure

In einem größeren Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Pflanzenöl
23 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben unsere gerollten Kalbsrouladen hinein
24 - In Pfanne geben / Add to pan

und braten sie von allen Seiten kräftig an.
25 - Rundherum anbraten / Roast

Dann entnehmen wir sie, legen sie bei Seite
26 - Beiseite legen / Remove

und fügen zuerst die zerkleinerten Zwiebeln
27 - Zwiebeln anschwitzen / Roast onions gently

und dann das gehackte Knoblauch hinzu. Beides dünsten wir für ca. 1 Minute an.
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

und der gehäufte Teelöffel rosenscharfes Paprikapulver.
30 - Paprikapulver einstreuen / Add paprika

Beides rösten wir ebenfalls für etwa eine Minute bei gelegentlichem rühren an.
31 - anbraten / sauté

Anschließend gießen wir alles mit dem trockenen Sherry auf
32 - Sherry aufgießen / Add sherry

und lassen ihn komplett einkochen
33 - einkochen lassen / reduce

bevor wir schließlich die Hühnerbrühe hinzufügen
34 - Hühnerbrühe addieren / Add chicken stock

und alles kurz aufkochen lassen.
35 - aufkochen lassen / Boil up

Nachdem wir dann die Kalbsrouladen wieder in die Pfanne gegeben haben
36 - Rouladen hinzufügen / Add roulades

lassen wir alles auf niedriger Stufe geschlossen für 50 bis 55 Minuten vor sich hin schmoren
37 - Zugedeckt schmoren / braise closed

wobei wir natürlich nicht vergessen sollten, die Rouladen zwischendurch immer mal zu wenden.
38 - Ab und zu wenden / rotate regular

Kurz vor Ende der Schmorperiode können wir schließlich auch unsere Sättigungsbeilage
39 - Klöße kochen / Cook dumplings

und das Gemüse zubereiten.
40 - Gemüse zubereiten / Cook vegetables

Nach fünfzig bis fünfundfünfzig Minuten wickeln wir unsere Rouladen schließlich zum warmhalten in etwas Alufolie.
41 - Rouladen in Alufolie warm halten / Keep roulades hot in aluminum foil

Anschließend filtern und pürieren wir die verbliebene Sauce durch ein Sieb
42 - Durch Sieb in Topf geben / Put in pot through sieve

gießen alles mit der Sojacreme auf
43 - Sojacreme hinzufügen / Add soja cream

und lassen die Sauce kurz aufkochen, wobei wir sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
44 - Aufkochen und würzen / Boil up and taste

Anschließend können wir unsere Steirischen Kalbsrouladen auch schon servieren und genießen.
45 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - Serviert

Obwohl relativ wenig Gewürze verwendet worden waren, erwiesen sich sowohl die Kalbsrouladen als auch die Sauce als überaus würzig. Vor allem die angenehm zart geschmorten Rouladen mit ihrer Füllung aus geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen erwiesen sich als überaus lecker und gelungen. Aber auch die mit Sojasauce verfeinerte Sauce erwies sich durch die Zwiebeln das rosenscharfe Paprikapulver und dem trockenen Sherry als durchaus pikant – was wie ich fand geschmacklich wunderbar zu den Kalbsrouladen passte. Und auch bei den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren hatte ich eine gute Wahl getroffen, beides passte wie ich fand sehr gut zu diesem Gericht. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments sehr zufrieden.

46 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - CloseUp

Die Kalbsrouladen selbst sind was die Nährwerte angenehm mager und schlagen gemeinsam mit der durch die Verwendung von Sojacreme ebenfalls sehr leichte Sauce pro Portion mit etwa 520kcal zu buche. Hinzu kommen natürlich die Sättigungsbeilage und das Gemüse – wer hier sparen will kann ja notfalls auf etwas Salat zurückgreifen. Mit dem Gebrauch von zwei Pfannen und drei Töpfen war dies – auch wenn es hier in der Beschreibung nicht so erscheinen mag – eines der aufwändigsten Gerichte das ich seit längerem zubereitet hatte. Das heißt viel Aufwasch, aber das nehme ich bei einem so leckeren Gericht natürlich gerne in Kauf. Ich habe den Kauf des doch etwas hochpreisigeren Kalbsfleisches auf jeden Fall zu keinem Moment bereut und hoffe wie immer, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit