Putenrollbraten mit Kräuterrahmsauce [16.09.2013]

Die heutigen Asia-Angebote wie Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Erdnußsauce nach Shanghai-Art oder das Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelbe Curry und verschiedenem Gemüse konnten mich nicht wirklich reizen und auch das Vitality-Angebot in Form von Gebratenem marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse sagte mir nicht sonderlich zu. Blieben also noch der Gefüllte Putenrollbraten mit Kräuterrahmsauce und Spätzle bei Tradition der Region und die Kartoffel-Würstelpfanne “Western Art” mit Paprika, Zwiebeln, Bohnen und Spiegelei bei Globetrotter. Da brauchte ich nicht allzu lange zu überlegen, denn der Putenrollbraten war aus meiner Sicht eindeutig das bessere der Angebote. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Gemüse mit einer Mischung aus Rosen- und Blumenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke. Auf ein Dessert verzichtete ich aber.

Putenrollbraten mit Kräuterrahmsauce & Spätzle / Rolled turkey roast with herb cream sauce & spaetzle

Von einer Füllung konnte ich zwar an den beiden nicht ganz fingerdicken Scheiben Putenrollbraten entdecken, aber das Fleisch erwies sich als angenehm würzig, zart und gut durchgeschmort – so wie man es von einem guten Braten eben erwartet. Dazu gab es eine sehr milde, aber angenehm cremige Kräuterrahmsauce und eine großzügige und mehr als ausreichende Portion Spätzle. Da gab es nichts zu meckern. Einzig bei dem Gemüse muss ich heute eine kleine Feder lassen, denn vor allem die sehr klein geratenen Rosenkohl-Röschen entsprachen weder von Temperatur dem, war ich nicht ganz zufrieden. Daher hier ein kleiner Punktabzug.
Mit deutlichem Vorsprung gelang es dem Putenrollbraten dann heute auch, den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu erlangen, die ich wie immer durch Beobachtung der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte. Um Platz zwei lieferten sich die Asia-Gerichte und die Würstelpfanne “Western Art” ein so enges Kopf- an Kopf-Rennen, dass ich heute mal beiden Angeboten diesen Platz zubilligen würde. Platz drei belegte schließlich der Tofu mit Ingwer-Currygemüse.

Mein Abschlußurteil:
Putenrollbraten: ++
Kräuterrahmsauce: ++
Spätzle: ++
Gemüse: +

Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto [13.09.2013]

Nachdem ich ja bereits gestern Asiatisch gespeist hatte und die Asia-Thai- bzw. Wok-Theke mit Gebackene Ananas und Banane sowie Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce nicht wirklich umwerfendes bot, ließ ich die dortigen Angebote heute außen vor. Ebenso erging es dem Kaiserschmarrn mit Apfelmus im Abschnitt Tradition der Region, welcher wegen seines Charakters als Süßspeise zwar als Dessert, nicht aber als Hauptspeise für mich in Frage kam. Blieben also noch das Gegrillte Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Broccoliröschen bei Vitality und das Picatta vom Seelachs mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter (wobei es meines Wissens eigentlich ja Piccata heißt), die heute in die nähere Auswahl kamen. Fisch klang natürlich sehr lecker und mit dem Tomatensugo war auch für Gemüse gesorgt. Auf der anderen Seite stand – ebenfalls verlockend – Geflügel mit gedünsteten Broccoli-Röschen, also ebenfalls mit Gemüse. Letztlich war es heute tatsächlich mal die Sättigungsbeilage, die mir den Impuls gab beim Putenfilet zuzuschlagen, denn ein leckeres Tomaten-Lauchrisotto ist aus meiner Sicht schnöden Butternudeln auf jeden Fall vorzuziehen. Und bei 509kcal pro Portion für das Hauptgericht erschien mir auch noch der kleine Becher Vanille-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot vertretbar.

Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Broccoli / Turkey Filet on tomato leek risotto with broccoli

Alleine schon das Tomaten-Lauchrisotto war den Verzicht auf Fisch alle male Wert gewesen. Der Reis war angenehm bissfest gekocht und gleichzeitig sowohl cremigen und als auch angenehm würzig angemacht und mit angenehm viel Lauch und etwas weniger, aber ausreichend Tomaten versehen. Dazu gut durchgedünstete und mit einigen Mandelstückchen versehene Broccoli und natürlich das außen gut gewürzte, gebratene Putenbrustfilet, das sich als einigermaßen saftig und überaus zart erwies. In der Summe gesehen eine wirklich gute Entscheidung, soviel stand fest. Und auch am luftig-lockeren Vanillemousse mit seiner Garnitur aus heller und dunkler Schokolade gab es keinen Grund, irgendwelche Kritik zu über.
Und auch bei den anderen Gästen war zu erkennen, dass sie die Pute vor dem Fisch-Piccata ein wenig den Vorzug zu geben schienen, womit ich dem Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto heute, wenn auch knapp, den ersten Platz auf der Algemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Nach dem Piccata vom Seelachs folgten die Asia-Gerichte, die sich ebenfalls sehr gegen den Kaiserschmarrn mit Apfelmus durchsetzen konnten und diesen somit auf einen guten, aber dennoch vierten Platz verdrängten.

Mein Abschlußurteil:
Putenfilet: ++
Broccoliröschen: ++
Tomaten-Lauchrisotto: ++
Vanille-Mousse: ++

Ko Lo Kai – Putenfleisch süß-sauer [05.09.2013]

Aus der regulären Küche hätte mich heute als einziges Gericht das Gyros vom Schwein mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot welches im Abschnitt Globetrotter angeboten wurde ein wenig gereizt. Der Gebraene Leberkäse mit Röstkartoffeln und Bratensauce bei Tradition der Region, der diesem Gericht nicht unähnlich war, sprach mich visuell nicht sonderlich an und die Spaghetti mit Auberginenragout bei Vitality fielen aus weil ich Auberginen nur in gewissen Maßen im Gericht toleriere. Aber es gab zum Glück ja noch die Asia-Thai-Theke, wo neben dem vegetarischen Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Brategemüse mit Koriandersoße mit Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiednen Gemüsen und Ananas in süß-saurer Sauce und Gebackenen Barschfilet mit verschiedenem Gemüse in Zitronengrassauce auch noch zwei nicht uninteressante Fleischgerichte angeboten wurden. Und da ich vermutete, dass man bei dem Fischgericht die Reste des Barsches von gestern verarbeitet hatte, griff ich schließlich zur Puten süß-sauer, die ich wie üblich noch mit einem Schälchen Reis ergänzte. Allerdings hätte ich bei Bestücken des Tellers wohl etwas weniger Sauce nehmen sollen, denn die Asia-Angebote werden nach Gewicht bezahlt und viel Sauce treibt den Preis nach oben.

Ko Lo Kai - Putenfleisch süß-sauer / Turkey sweet sour

Die zahlreichen Putenfleisch-Stücke waren zwar heute mal wieder, ebenso wie das Gemüse, extrem grob geschnitten – wie man so etwas mit den optional bereit stehenden Stäbchen essen soll ist mit schleierhaft – dafür erwies sich das Fleisch als angenehm mager, zart und saftig, so wie ich es natürlich bevorzuge. Und auch an der bunten Gemüsezusammenstellung aus Mangold, Zucchini, Paprika, Möhren, Blumenkohl, Frühlingszwiebeln, Broccoli, Chinakohl und Lauch sowie den zusätzlich zahlreich beigefügten Ananas-Stückchen gab es nichts auszusetzen. Nur die süß-saure Sauce, die heute mal wieder sehr großzügig hinzu gegeben worden war, erwies sich leider als nicht ganz so gelungen wie ich fand. Zu viel süß und zu wenig sauer, das war früher merklich besser gewesen. Ich mache mir hier natürlich nichts vor, die Sauce ist wohl zugekauft und nicht selbst gemacht, aber der vorherige Hersteller war irgendwie schmackhafter gewesen. Daher hier ein kleiner Punktabzug. Am Reis gab es wie üblich aber nichts auszusetzen.
Bei der Allgemeinheit der Gäste lag heute natürlich das Gyros mit Fladenbrot am höchsten in der Gunst und belegte so mit deutlich erkennbarem Vorsprung vor den anderen Angeboten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten der Leberkäse und die Asia-Gerichte, die heute gleich auf erschienen, aber nur einen erstaunlich knappen Vorsprung vor den für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich gern gewählten Spaghetti mit Auberginenragout heraus holten. Ich bin wohl mit meiner leichten Abneigung gegen Auberginen recht allein auf weiter Flur, aber damit kann ich (glaube ich) gut leben.

Mein Abschlußurteil:
Ko Lo Kai: +
Reis: ++

Putenschnitzel mit Schwammerlsoße & Spätzle [02.05.2013]

Nach dem gestrigen Feiertag, an dem mir mein Kochexperiment leider etwas in die Hose gegangen ist und ich daher nichts zu berichten hatte, war heute wieder ein Mittagsmahl in unserem Betriebsrestaurant angesagt. Und die dortigen Angebote konnten sich durchaus sehen lassen. Schon der Gebratene Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce und das Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry an der Asia-Thai-Theke sahen sehr ansprechend aus, aber auch die westliche Küche hatte mit den Spiralnudeln mit Paprikaragout (die man noch mit etwas Feta garniert hatte) in der Sektion Vitaliy, das Gebratene Putenschnitzel mit Schwammerlsoße und Spätzle bei Tradition der Region und schließlich das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” mit Kartoffelkroketten bei Globetrotter wirkten überaus verlockend. Zuerst überlegte ich kurz, bei den Spiralnudeln zuzuschlagen, da ich aber Appetit auf Fleisch verspürte, entschied ich mich schließlich zu dem Putensteak um. Dazu nahm ich mir noch ein Schüsselchen Mischgemüse aus dem täglichen zusätzlichen Gemüseangebot – etwas Gemüse schien mir hier nicht zu schaden. Auf ein Dessert verzichtete ich aber.

Putenschnitzel mit Schwammerlsoße & Spätzle / Turkey schnitzel with mushroom sauce & spaetzle

Zu einer mehr als großzügigen Portion Spätzle oder besser Knöpfle hatte man ein ebenfalls überaus umfangreich dimensioniertes Fleischstück aus zartem und saftigen Putenschnitzel serviert und dieses mit einer cremigen und milden, mit einigen Champignonstückchen versehenen Sauce versehen. Eine einfache, aber überaus schmackhafte Kombination. Zwar handelte es sich bei den Champignons wohl um Dosenware, aber geschmacklich gab es ansonsten an diesem Gericht absolut nichts auszusetzen. Einzig beim Gemüse aus Erbsen, grünen Bohnen, kleinen Blumenkohl-Stückchen und Möhren muss ich heute einen kleinen Abzug in der Wertung geben, denn es erwies sich als doch etwas zu sehr abgestanden. Dennoch auch heute eine überaus schmackhafte Auswahl, mit der ich in der Summe sehr zufrieden sein konnte.
Und auch ein großer Anteil der anderen Gäste schien sich heute für das Putenschnitzel entschieden zu haben, was ihm eindeutig den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala einbrachte. Das Rindergeschnetzelte “Stroganoff”, dem der zweite Platz gebührt, war ihm aber eng auf dem Fersen und auch die Asia-Gerichte auf Platz drei erfreuten sich großer Beliebtheit. Selbst die Spralnudeln mit Paprikaragout und Feta sah ich für ein vegetarisches Gericht relativ häufig auf den Tabletts, aber für mehr als den vierten Platz reichte es hier auch heute leider nicht.

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel: ++
Schwammerlsoße: ++
Spätzle: ++
Gemüsemix: +

Haidhauser Burger im Haidhauser Augustiner

Heute Abend verschlug es uns in das Haidhauser Augustiner in Münchens schönen Stadtteil Au-Haidhausen in der Wörthstraße, Ecke Breisacher Straße am Bordeauxplatz nahe des Ostbahnhofes.

Das große, rustikal eingerichtete Gasthaus bietet abgesehen von alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken auch eine umfangreiche Speisekarte, deren Angebot von Salaten über vegetarische und fleischhaltige Gerichte aus Ofen, Pfanne und Grill über verschiedene Frühstücks- und Mittagsangebote bis hin zu Brotzeiten (also Abendbrot) und schließlich Burgern geht. Aus diesem Angebot stach vor allem der Straußen-Burger hervor, der mit BBQ-Sauce und weiterer Garnitur im Sesambrötchen sowie Pommes Frites zwar mit 12,90 Euro der teuerste war, aber das wäre es mir wert gewesen. Leider teilte man mir bei der Bestellung mit, das dies leider das einzige Gericht auf der Karte wäre, was aktuell nicht verfügbar wäre. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Also schwenkte ich auf den sogenannten Haidhauser Burger um, der mit gegrillter Putenbrust sowie Tomaten und Käse, feiner Limetten-Curry-Mayonnaise im Sesambrötchen gemeinsam mit Pommes, Ketchup und Mayonnaise kommen sollte – das ganze für 9,90 Euro.
Obwohl es aufgrund des bevorstehenden Spiels der Champions-League, wo der BvB gegen Malaga, das hier auf Großbildleinwand übertragen wurde, brechend voll war, wurden wir sowohl was Speisen als auch Getränke anging angenehm schnell und aufmerksam bedient – großes Lob an dieser Stelle an die Service-Crew, wir waren sehr zufrieden. So hatte ich nach etwa 10 bis 15 Minuten mein bestelltes Gericht vor mir.

Haidhauser Burger - Augustiner

Zwar hatte man das Schälchen mit der Mayonaise offenbar vergessen, darüber konnte ich aber hinweg sehen, da ich ausschließlich Ketchup zu Pommes Frites bevorzuge. Neben den angenehm knusprigen, heißen und gut gewürzten Pommes Frites fand sich ein angenehm großer Burger auf dem Teller, zwischen dessen beiden Brötchenhälften sich auf einigen Salatblättern mehr als ausreichend großes, gegrilltes Stück recht saftiger und zarter Putenbrust, die man mit einigen angedünsteten Zwiebelringen, Tomaten und Gurkenscheiben und der gelben, fruchtig-würzigen Curry-Limetten Mayonaise garniert hatte.

Haidhauser Burger - open

Haidhauser Burger - Querschnitt

Ich war mit der Zusammenstellung sowohl was Qualität und Geschmack als auch die Menge anging sehr zufrieden. Kein sehr leichtes, aber doch überaus schmackhaftes und reichhaltiges Abendbrot.
Insgesamt kann ich dem Haidhauser Augustiner nach dem dort verlebten Abend wirklich meine Empfehlung aussprechen. Sowohl was die Preise als auch den Service angeht eine weiteres Münchner Gasthaus, das einen Besuch wert ist. Wenn man sich nicht so sehr für Fußball interessiert, sollte man sich aber nicht gerade Tag auswählen, an dem ein solches Spiel übertragen wird. 😉