Putenoberkeule mit Rosmarinsauce & Spätzle [26.04.2017]

Als ich die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants für den heutigen Tag durchsah, war ich zuerst dazu geneigt beim Kabeljau auf sizilianische Art mit Ciabattabrot zuzugreifen, der bei Vitality angeboten wurde. Auf die Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte ich auf jeden Fall keinen großen Appetit. Als ich die Speisen jedoch sah, entschied ich mich doch noch kurzfristig um, denn die Putenoberkaule mit Rosmarinsauce und Spätzle aus dem Abschnitt Globetrotter, die gemeinsam mit gedünstetem Broccoli serviert wurden, sah doch irgendwie sehr verlockend aus.

Roast turkey with rosemary sauce & spaetzle / Putenoberkeule mit Rosmarinsauce & Spätzle

Die beiden Scheiben der Putenkeule waren zwar etwas durchwachsen, aber das Fleisch war angenehm zart und saftig, wobei es geschmacklich wie ich fand sehr gut mit der würzigen Rosmarinsauce harmonierte. Dazu das noch leicht knackige, aber gut durchgedämpfte Broccoli und schließlich die mit etwas Kräutern verfeinerten Spätzle oder um genau zu sein Knöpfle und fertig war ein einfaches, aber durchaus schmackhaftes Mittagsgericht. Ich war mit meiner Entscheidung auf jeden Fall überaus zufrieden. Auch wenn der sizilianische Kabeljau weiterhin sehr gut ausgesehen hatte… 😉
Mit einem kleinen, aber klar erkennbaren Vorsprung gelang es der Putenoberkeule so auch, sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, die ich wie immer durch das Beobachten der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte. Auf dem zweiten Platz folgte aber auch schon der Kabeljau, Platz drei belegten die Rahmschwammerl und den vierten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkaule: ++
Rosmarinsauce: ++
Broccoli: ++
Spätzle: ++

Putenoberkeule mit Orangenrahmsauce [28.06.2011]

Zwar klangen Angebote der Asia-Thai-Theke durchaus verlockend – dort standen heute u.a. Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce (welches ich hier übrigens schon mal probiert hatte) auf der Karte – aber ich entdeckte noch etwas verlockenderes. Nicht die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality oder die traditionell-regionale Gefüllte Paprikaschote (mit Fleisch) mit Tomatensauce und Reis hatte es mir angetan, sondern irgendwie war mir heute nach Gebratener Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle aus der Sektion Globetrotter. Ein solches Gericht hatte ich hier, hier und hier bereits probiert und die Erinnerung daran war durchaus positiv. Außerdem entdeckte ich auch etwas besonderes an der Dessert-Theke, wo ich unbedingt heute probieren wollte: Pannacotta mit Himbeeren. Keine Ahnung wann (oder ob überhaupt) ich Pannacotta zum Nachtisch gehabt habe. Dadurch wurde es zwar etwas heute eng auf meinem Tablett, aber das war es mit wert.

Putenoberkeule in Orangenrahmsauce

Zwar waren einige wenige fettige Stücke an der Putenoberkeule zu finden, der Gros bestand aber aus schmackhaftem, gebratenem Putenfleisch. Dazu gab es eine angenehm große Portion Knöpfle sowie einer mit deutlichem Orangenaroma versehenen, leicht cremige Sauce. Zwar nichts wirklich besonderes, dafür aber sehr lecker und sättigend. Die Portion Pannacotta war aber der kleine Höhepunkt des heutigen Mittagsmahles. Panna cotta, italienisch für “gekochte Sahne”, ist ein beliebtes Dessert aus Norditalien, dass wie der Name schon vermuten lässt aus Sahne, Zucker, Gelatine und Zimt hergestellt wird. Gemeinsam mit der fruchtigen Himbeersauce ergab das einen wirklich sehr leckeren Nachtisch. Muss ich unbedingt auch mal zubereiten – scheint ja nicht allzu schwer zu sein. Über die Kalorien möchte ich da aber lieber nicht nachdenken, immerhin handelt es sich hier wie gesagt um gekochte Sahne. Aber ist eben sehr lecker 😉
Auch die anderen Kantinengäste sprachen meinem Eindruck nach heute am meisten der Putenoberkeule zu, der ich somit unangefochten den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gericht, gefolgt von der gefüllten Paprika und schließlich der Aubergine. Das entsprach auch meiner vorherigen Abschätzung, einzig bei Paprika und Asiagerichten war ich nicht so ganz sicher gewesen. Kenne eben meine “Mitesser” und ihre Vorlieben inzwischen.

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkeule: ++
Orangenrahmsauce: ++
Spätzle (Knöpfle): ++
Pannacotta mit Himbeeren: ++

Putenoberkeule mit Orangenrahmsauce [27.01.2011]

Einen Moment überlegte ich zwar noch, ob ich heute wieder bei den Asia-Gerichten zuschlagen sollte, da mich sowohl das Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit Gemüse nach Peking Art als auch die Gai Pad Prik Wan – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse in süßer Chilisauce durchaus verlocken aussahen, aber dann entdeckte ich bei den Angeboten der regulären Küche die Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Knöpfle, ein Gericht das ich hier schon einmal probiert hatte und meine Entscheidung stand fest. Notfalls wäre auch noch der Gekochte Tafelspitz mit Wirsinggemüse dazu Bullionkartoffeln gegangen, den wir ja von hier bereits kennen und der Griechische Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus der Sektion Vitality wäre mit Sicherheit die kalorientechnisch Optimalste Lösung gewesen, aber irgendwie war mir heute mal nach Pute. Dazu nahm ich mir von der Gemüsetheke noch ein Schälchen grüne Bohnen sozusagen als gesündere Alternative zu einem Dessert. Ein Tagestipp wie die Tage zuvor konnte ich heute übrigens nicht entdecken.

Putenoberkeule mit Orangenrahmsauce / Turkey haunch with orange cream sauce

Hätte ich mich mal nur meine Beurteilung vom letzten Mal erinnert, dann hätte ich gewusst das das Fleisch der Putenoberkeule nicht ganz so perfekt gewesen war und auch dieses Mal deutliche Schwächen aufwies. Zwar war das Fleisch dieses Mal nicht mit fettigen Stücken versetzt, sondern einfach nur an einigen Stellen sehr trocken und “bissfest” als wäre es etwas zu lange gebacken worden, aber dennoch kann ich hier unmöglich volle Punktzahl geben. Auch wenn es größtenteils durchaus in Ordnung erschien. Die Orangenrahmsauce passte aber geschmacklich sehr gut dazu und auch an den Spätzle oder besser Knöpfle als Sättigungsbeilage gab es nichts auszusetzen. Bei den Bohnen hatte ich zwar im ersten Moment gezweifelt ob sie zu Geflügel passen würden, immerhin assoziiere ich dieses Gemüse eher mit Lammbraten und ähnlichem, aber diese Befürchtung erwies sich als unbegründet und die Qualität war für Kantinenverhältnisse auch absolut ok und gab keinen Grund zur Kritik, denn sie waren einigermaßen frisch und heiß.
Bei der Allgemeinheit der Kantinenbesucher schienen aber heute die Asia-Gerichte das Rennen zu machen und belegten zumindest meinem Eindruck nach den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala. Um Platz zwei kämpften recht knapp der Tafelspitz und die Putenoberkeule, wobei ich persönlich und rein subjektiv gesehen dem Tafelspitz diese Position zubilligen würde und die Putenoberkeule auf Platz drei sehe. Auf dem vierten Platz kam schließlich der Griechische Gemüsetopf. Im Nachhinein gesehen wäre ich mit dem Gemüsetopf vielleicht auch etwas glücklicher geworden, aber letztlich war auch das gewählte Gericht soweit in Ordnung. Nur an der Fleischzubereitung sollte man noch etwas arbeiten.

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkeule: +
Orangenrahmsauce: ++
Spätzle: ++
Grüne Bohnen: ++

Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce [14.12.2010]

Meine beiden Favoriten im heutigen Angebot der Speisen zählten heute der Linseneintopf mit Würstel aus dem Bereich der traditionell-regionalen Gerichte und der Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle bei den Globetrotter. Der Gratinierte Kürbis-Gemüse-Eintopfbei Vitality (den ich hier und hier schon mal probiert hatte) sowie die asiatischen Angebote in Form von Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce (welches hier schon mal mein Tablett geziert hat) übten heute keinen so großen Anreiz auf mich aus. Visuell fand ich letztlich die Putenoberkeule ansprechender, daher fiel meine endgültige Entscheidung schließlich auf dieses Gericht. Als kleines Dessert fügte ich dem ganzen noch einen kleinen Becher Erdbeermousse hinzu.

Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce / Turkey haunch on orange cream sauce

Was das Fleisch der Keule anging war ich ganz zufrieden, auch wenn ich mit Sicherheit nicht das beste Stück erwischt hatte. Zwar war der größte Teil in zart und saftig, aber einige leicht fettige Stücke hatten sich leider doch dazwischen gemogelt. Dazu passte die Rahmsauce mit leichtem Orangenaroma wirklich sehr gut und die Knöpfle erwiesen sich als schmackhafte und passende Sättigungsbeilage. Das luftige, fruchtige Erdbeermousse, das mit einem Klecks Erdbeermarmelade und einigen Pistaziensplitter garniert war bildete schließlich einen zwar nicht notwendigen, aber dennoch leckeren Abschluß.
Bei den anderen Kantinengäste stand die Putenkeule heute auch hoch im Kurs und ich würde ihr auch knapp den ersten Platz in der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen, aber unerwarteterweise erfreute sich auch der Linseneintopf einem großen Zuspruch und belegte nur knapp dahinter den zweiten Platz. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und danach folgte schließlich der Kürbis-Gemüse-Eintopf. Kalorientechnisch gesehen wäre dieser mit Sicherheit für mich die beste Wahl gewesen, aber irgendwie war mir heute mal wieder nach Fleisch. 🙂

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkeule: +
Orangenrahmsauce: ++
Knöpfle: ++

Putenoberkeule mit Rosenkohl [20.10.2009]

Die Auswahl zum Dienstag gestaltete sich in der hiesigen Kantine mal wieder sehr interessant. Zum einen bot man in der Sektion der Vitality-Gerichte eine “Nordische Wirsingpfanne (Schupfnudeln, Champignons, Birne)” an, die mich schon irgendwie reizte. Aber auch die “Spaghetti Bolognese (Rind, Schwein) mit frisch geriebenem Parmesan” aus dem Globetrotter-Bereich klangen irgendwie sehr interessant – und hier war wohl auch der größte Andrang. Die Asia-Gerichte schließlich, zum einen”Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai Art” sowie “Gaeng Phet Nua – Rindfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” und ein drittes Gerichte sahen in ihren Woks wirklich sehr lecker aus. Doch nach einigen hin und her bestellte ich mir dann doch die “Gebratene Putenoberkeule mit Thymiansauce dazu Spätzle und Rosenkohl” von den traditionell-regionalen Gerichten.

Putenoberkeule mit Rosenkohl

Keine schlechte Entscheidung wie ich feststellen durfte. Der Rosenkohl war zwar nicht mehr so ganz heiß und am Fleisch fanden sich einige fettige oder zu hart gebackene Stellen, aber dennoch fand ich vor allem das Fleisch sehr schmackhaft. Vor allem wohl auch, weil man die Haut dran gelassen hatte. 🙂 Bei den Spätzle war ich mir zuerst nicht sicher ob es wirklich welche sind, denn ich kenne unter diesem Begriff eher die längliche Form, aber inzwischen habe ich heraus gefunden dass es sich wohl um gehobelte Spätzle – sogenannte Knöpfle – handelte. Man lernt doch nie aus – und sie waren ebenfalls von gutes Qualität und sehr lecker, vor allem mit der Sauce, die zum Glück reichlich vorhanden war.
In der Summe ein gutes, deftiges Gericht, dessen einziges wirkliche Manko am bereits abgekühlten Rosenkohl lag, denn ich finde Rosenkohl zwar prinzipiell sehr wohlschmeckend, aber wenn er die Temperatur verliert bekommt er einen nicht mehr so angenehmen Beigeschmack. Keine Ahnung ob das nur bei mir so ist, aber mir erscheint es immer wieder so.

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkeule: ++
Rosenkohl: +
Sauce: ++
Schupfnudeln: ++