Putenragout mit grünem Spargel & Champignons – das Rezept

Vor kurzem hat mal wieder die Spargelsaison begonnen und da möchte ich auch dieses Jahr natürlich nicht darauf verzichten, das eine oder andere Gericht Spargel zuzubereiten. Und dieses Jahr wollte ich mal mit grünem Spargel beginnen, den ich gemeinsam mit zartem Putenfilet und frischen Champignons zu einem leckeren Putenragout verarbeitete. Als Sättigungsbeilage entschied ich mich für Reis, um genau zu sein für eine Mischung aus Langkorn- und Wildreis, die ich mit etwas Butter zu Butterreis verfeinerte. Garniert wurde das ganze mit etwas frischer Petersilie. Das zugehörige Rezept für dieses überaus leckere Gericht möchte ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

650-700g Putenfilet
01 - Zutat Putenfilet / Ingredient turkey filet

500g grüner Spargel
02 - Zutat grüner Spargel / Ingredient green asparagus

400g braune Champignons
03 - Zutat Chamignons / Ingredient mushrooms

200ml Geflügelfond
04 - Zutat Geflügelfond / Ingredient chicken stock

250ml trockener Weißwein
05 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 Esslöffel Butterschmalz
07 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

1 gehäufter Esslöffel Weizenmehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

250ml Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

Einige Stiele glatte Petersilie
08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

2 Esslöffel Butter
11 - Zutat Butter / Ingredient butter

200-250g Reis
(z.B. Langkornreis mit Wildreis)
09 - Zutat Reis / Ingredient rice

sowie etwas Salz, Kräutersalz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Wie üblich steht vor dem Kochen erst einmal die Vorbereitung der einzelnen Zutaten an. Beginnen wir also damit, das Putenfilet zu waschen, trocken zu tupfen,
10 - Putenfleisch waschen / Wash turkey filet

in mundgerechte Stücke zu schneiden
11 - Putenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden / Cut turkey filet in bite-sized pieces

und dann rundherum mit Kräutersalz und Pfeffer zu würzen.
12 - Putenfleisch mit Kräutersalz & Pfeffer würzen / Season turkey filet with herb salt & pepper

Anschließend waschen wir den Spargel, trocknen ihn mit einem Papier-Küchentuch,
13 - Spargel waschen / Wash asparagus

schneiden die trocknen Enden ab,
14 - Trockene Enden des Spargel abtrennen / Cut dry endings

schälen das unteres Drittel jeder Spargelstange
15 - Unteres Drittel des Spargels schälen / Peel lower third of asparagus

und schneiden sie dann in mundgerechte Stücke.
16 - Spargel in mundgerechte Stücke schneiden / Cut asparagus in bite-sized pieces

Außerdem spülen wir die Champignons ab, trocknen sie,
17 - Pilze abbrausen / Wash mushrooms

schneiden auch hier die trocknen Enden der Stiele ab und vierteln sie dann. Größere Stücke können wir natürlich auch achteln.
18 - Pilze vierteln / Quarter mushrooms

Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu zerlassen wir den Butterschmalz in einer Pfanne mit höherem Rand,
19 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

geben die gewürzten Putenstücke hinein
20 - Putenfleisch in Pfanne geben / Put turkey filet in pan

und braten sie rundherum an. Am besten gehen wir dabei portionsweise vor, also in mehrere Durchgängen, denn damit ist sichergestellt dass alle gleichmässig durchgebraten werden.
21 - Putenfleisch rundherum anbraten / Braise turkey filet from all sides

Ist das komplette Putenfilet dann angebraten, geben wir alle Stücke wieder in die Pfanne, bestäuben alles mit dem Esslöffel Weizenmehl,
22 - Putenfleisch mit Mehl bestäuben / Dredge with flour

verteilen das Mehl und braten alles für etwa zwei weitere Minuten an
23 - Putenfleisch weiter braten / Continue braising turkey filet

bevor wir alles dann mit dem trockenen Weißwein ablöschen.
24 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

Den Weißwein lassen für einige Minuten köcheln,
25 - Weißwein köcheln lassen / Let white wine simmer

gießen dann den Geflügelfond hinzu,
26 - Geflügelfond dazu gießen / Add chicken stock

um es kurz zum aufkochen zu bringen, bevor wir die Kochplatte auf eine niedrigere Stufe (E-Herd: 2) stellen und für etwa 30 Minuten bei gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln zu lassen.
27 - Aufkochen & köcheln lassen / Boil up & let simmer

In einer zweiten Pfanne erhitzen wir in der Zwischenzeit den Esslöffel Butter,
28 - Butter in weiterer Pfanne zerlassen / Melt butter in another pan

braten die Pilze darin rundherum an und stellen sie dann bei Seite.
29 - Pilze anbraten / Braise mushrooms

Außerdem können wir damit beginnen, etwas Wasser für den Reis in einem Topf zum kochen zu bringen.
30 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

Ist die halbe Stunde dann vorbei, gießen wir die Sahne zum Fleisch und zu der zwischenzeitlich etwas dickflüssig gewordenen Mischung aus Weißwein und Geflügelfond,
31 - Sahne dazu geben / Add cream

verrühren alles gut miteinander
32 - Gut verrühren / Mix well

und geben schließlich den Spargel hinzu.
33 - Spargel addieren / Add asparagus

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem Teelöffel Salz versehen
34 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
35 - Reis kochen / Cook rice

Dann geben wir auch die angebratenen Champignons zu den anderen Zutaten in die Pfanne
36 - Champignons in Pfanne geben / Add mushrooms

und lassen alles für ca. 10 Minuten köcheln bis der Spargel gar ist. Dabei schmecken wir es auch gleich noch mit etwas Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss ab. Bei Bedarf können wir die Sauce außerdem noch mit etwas Mehl oder Saucenbinder eindicken.
37 - Mit Pfeffer,Salz & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

Außerdem waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken, zupfen die Blättchen von den Stielen und zerkleinern diese.
38 - Petersilie zerkleinern / Hackle parsley

Sobald der Reis dann fertig gekocht ist, schalten wir die Platte aus und lassen den Reis ausdampfen, wobei einen weiteren Esslöffel Butter darin schwenken und den Reis damit sozusagen den letzten Schliff geben.
39 - Butter in Reis schwenken / Melt butter in rice

Sobald der Spargel dann gar ist, können wir unser Putenragout gemeinsam mit dem Reis und garniert mit der Petersilie sogleich servieren und genießen.
40 - Turkey ragout with green asparagus & mushrooms - Served / Putenragout mit grünem Spargel & Champignons - Serviert

Die Kombination aus zarten, saftigen Putenfleisch, frischem grünen Spargel und angebratenen Pilzen in einer würzigen, leicht dickflüssigen Sauce erwies sich mal wieder als überaus gute gelungene Kombination. Gemeinsam mit der frischen Petersilie und dem Butter-Wildreis-Mix als Sättigungsbeilage ein nicht allzu kompliziert zuzubereitendes, aber dennoch sehr leckeres Gericht, das nicht nur etwas für Sonntag, sondern eigentlich für jeden Tag der Woche ist. Da gibt es aus meiner Sicht auch nichts dran zu verbessern, aber eine interessante Variante wäre vielleicht noch, grünen und weißen Spargel bei der Zubereitung zu kombinieren. Muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. 😉

41 - Turkey ragout with green asparagus & mushrooms - Side view / Putenragout mit grünem Spargel & Champignons - Seitenansicht

Schauen wir uns zum Abschluss noch einmal kurz die Kalorienwerte dieses Rezeptes an. Meiner Berechnung nach liegt das Putenragout ohne die Sättigungsbeilage bei etwa 1600kcal, aufgeteilte auf 4 Portionen kommen wir also auf gerade mal 400kcal pro Portion, bei drei großen Portionen liegen wir bei 533kcal. Hinzu kommt natürlich noch der Reis, den ich pro Portion mit etwa 60g berechne und der noch einmal 200kcal dazu addiert. Damit liegen wir bei der normalen Portion bei für ein Hauptgericht absolut akzeptablen 600kcal, bei der etwas größeren “Männerportion” kommen wir mit 733kcal allerdings schon in etwas gehobenen Bereich. Da muss man sich dann schon etwas mehr bewegen, um das wieder kompensieren zu können. Wer das Gericht also noch etwas leichter gestalten will, kann einen Teil der Sahne durch Milch ersetzen oder die Fleischmenge etwas reduzieren. Die restlichen Zutaten, allen voran das frische Gemüse, schlagen kaum zu Buche, da lohnt es sich nicht, daran zu sparen.

Guten Appetit

Kaninchenragout mit grünem Spargel in Sherrysauce [15.07.2014]

Während an der Asia-Thai-Theke heute mal wieder die gewohnten Gerichte wie Asiatisches Gemüse mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder das für Dienstag fast schon kategorische Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse serviert wurde, fanden sich im Bereich der westlich orientierten Gerichte heute eigentlich in allen drei Sektionen Angebote, die auf die eine oder andere Art mein Interesse weckten. Die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter kann man da wohl als den Klassiker unter diese Angeboten bezeichnen, während der Frische Sommersalat mit gebratener Putenbrust, Kürbiskernen und Kräuterbaguette bei Vitality als leichte Alternative zu sehen war. Aber noch mehr reizte mich heute das Kaninchenragout mit grünem Spargel in Sherrysauce mit Salbei-Gnocchi, das bei Tradition der Region zu finden war. Kaninchen bekommt man ja nicht alle Tage – vor allem in einem Betriebsrestaurant. Ursprünglich hatte als Sättigungsbeilage sogar mal Kartoffel-Shitakepüree auf der Speisekarte gestanden, doch da schien man sich – sehr zu meinem Bedauern – kurzfristig noch umentschieden zu haben. Schade, denn Kartoffelpüree mit Shitake-Pilzen wäre mal etwas außergewöhnliches gewesen. Aber auch mit den Gnocchi konnte ich durchaus leben. Dazu nahm ich mir noch etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke und einen Becher Milchreis mit Himbeersauce aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kaninchenragout mit grünem Spargel in Sherrysauce / Rabbit ragout with green asparagus in sherry sauce

Die Gnocchi besaßen zwar wie angekündigt eine leichte Salbei-Note, waren aber beim Anbraten für meinen Geschmack etwas zu “knusprig” geworden, weswegen ich hier leider keine volle Wertung geben kann. Das Ragout aus grob gewürfeltem, aber größtenteils zarten und schmackhaften Kaninchenfleisch und zahlreichen Spargelstücken in einer cremigen, deftig-würzigen Sauce war überaus gelungen und traf voll meinen Geschmack. Und auch am Gemüsemix aus (Dosen-)Mais, Erbsen, Möhren, grünen Bohnen und Paprikastücken gab es heute nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an dem nicht zu süßen Milchreis mit seiner fruchtigen Himbeersauce. Insgesamt also ein mehr als zufriedenstellendes Mittagsmahl.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich der Klassiker in Form der Spaghetti Bolognese deutlich gegen die anderen Angebote durchsetzen und mit klarem Vorsprung den ersten Platz sichern. Um den zweiten Platz lieferten sich der sehr beliebte Salat mit Putenbrust und das Kaninchenragout ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches das Ragout aber meiner Meinung nach mit Haaresbreite gewann und somit den Salat auf Platz drei verwies. Aber mit nur sehr knappen Abstand hinter dem Salat folgten dann auch schon die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kaninchenragout: ++
Salbei-Gnocchi: +
Gemüse-Mix: ++
Milchreis mit Himbeersauce: ++

Tagliatelle mit Geflügelragout [02.08.2013]

Eigentlich wären ja heute mal die Asia-Gerichte dran gewesen, doch weder die Gebackene Ananas und Banane noch das San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce reizten mich besonders. Und auch das Panierte Seelachsfilet mit Remoulade, Zitronenecke und Kartoffel-Gurkensalat, das bei Globetrotter auf der Speisekarte stand, erschien mir für den heutigen Tag mit Temperaturen deutlich über 30 Grad etwas zu schwer. Aber hingegen meiner sonstigen Gepflogenheiten überlegte ich tatsächlich einen längeren Moment, ob ich nicht bei den 4 Stück Reiberdatschi mit Apfelmus zuschlagen sollte, die es in der Abteilung Tradition der Region heute gab. Letztlich fiel meine Wahl aber dann doch auf die Tagliatelle mit buntem Geflügelragout, die in der Sektion Vitality angeboten wurden. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Blutorangen-Mousse auf meinen Teller, den ich mir bei 489kcal pro Portion für das Hauptgericht meinte durchaus noch leisten zu können.

Tagliatelle mit Geflügelragout / Tagliatelle with poultry ragout

In einer eher milden gewürzten, aber angenehm cremigen und mit Kräutern versehenen Sauce fanden sich zahlreiche zarte und saftige Stücke gebratenen Geflügelfleisches, die geschmacklich sehr gut mit den al dente gekochten schmalen Bandnudeln, auch Tagliatelle genannt, harmonierte. Ich selber hätte die Sauce vielleicht etwas würziger gestaltet, aber so viel Gestaltungsfreiraum muss ich unserem Betriebsrestaurant schon zugestehen. Außerdem stehen an jedem Tisch für den Fall der Fälle ja auch Pfeffer und Salz bereit. Als bunt würde ich das Ganze aber nicht bezeichnen. Ein einfaches, aber doch sehr gelungenes Gericht, das gut zum heutigen Wetter passte. Einzig mit dem Mousse war ich heute nicht so ganz zufrieden. Die Garnitur aus Weintraube und Pflaume waren zwar frisch, aber das Blutorangen-Mousse selber erwies sich von der Konsistenz her fast etwas gummiartig. Das stand wohl schon einige Zeit – hier muss ich leider einen kleinen Abzug in der Bewertung geben.
Auf dem Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute – ganz wie erwartet – das panierte Seelachsfilet knapp gegen die Tagliatelle mit Geflügelragout durchsetzen. Auf Platz drei folgten heute die Reiberdatschi mit Apfelmus, die ich meinte noch etwas häufiger zu sehen als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz vier landeten.

Mein Abschlußurteil:
Tagliatelle mit Geflügelragout: ++
Blutorangen-Mousse: +

Tagliatelle mit buntem Geflügelragout [08.05.2012]

Auch wenn mit Com Ranh – Gebratener Reis mit Ei und frischem Gemüse oder Gaeng Phet Nua – Rindfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse in Kokosmilchsauce an der Asia-Theke sowie mit einer Currywurst mit Pommes Frites bei den traditionell-regionalen Gerichten oder Frischen Spargel mit zweierlei Schinken und Butterkartoffeln bei Globetrotter schon mal eine ganze Reihe sehr verlockend klingender Gerichte auf der heutigen Speisekarte zu finden waren, entschied ich mich nach einigem Abwägen schließlich doch mal wieder für das Angebot der Abteilung Vitality, wo man Tagliatelle mit buntem Geflügelragout anbot. Dabei hatte ich natürlich vor allem die Nährwerte im Auge, aber aus das durchaus ansprechende Aussehen hatte mit Sicherheit mit zu dieser Entscheidung beigetragen. Der kleine Nachtisch, welchen ich mir dann noch von der Dessert-Theke nahm, wäre so zwar nicht mehr nötig gewesen, aber hier übermannte mich einfach die Macht der Gewohnheit. 😉

Tagliatelle mit buntem Geflügelragout

Zu der Mischung aus grünen und weißen Tagliatelle, also Bandnudeln, als Sättigungsbeilage hatte man eine angenehm große Menge von mit verschiedenen Gemüsesorten wie Zucchini, Paprika in grün und orange, Möhren und Tomaten angerichtetes Ragout aus zahlreichen, zarten und gekochten Hühnerfleischwürfeln serviert. Ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Gericht das 489kcal sich auch als angenehm leicht. Da konnte ich mir das Becherchen Nachtisch, das sich als Aprikosenjoghurt mit einer dünnen Decke aus Walnussmousse entpuppte, durchaus auch noch leisten ohne meine heutige Kalorienbilanz allzu sehr ins negative zu verreißen. *g*
Dass der groß der anderen Kantinengäste heute natürlich bei der Currywurst mit Pommes Frites zugeschlagen hatte und dieses Gericht somit mit uneinholbaren Vorsprung auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala landete brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Auf Platz zwei folgte heute meines Eindrucks nach heute der Spargel mit zweierlei Schinken, aber nur knapp gefolgt von den Asia-Gerichten. Auch sehr beliebt, aber dennoch nur auf Platz vier kamen schließlich die Tagliatelle mit Hühnerragout die ich gewählt hatte – aber außer aus statistischen Gründen interessiere ich mich natürlich normalerweise nicht für solche Trends sondern folge viel lieber meiner Intuition. Meist fahre ich damit ja auch ganz gut, von kleinen Ausrutschern mal abgesehe. 😉

Mein Abschlußurteil:
Buntes Hühnerragout: ++
Tagliatelle: ++
Aprikosenjoghurt mit Moussehaube: ++

Kohlrabi-Hähnchen-Ragout – das Rezept

Irgendwie war mir mal wieder nach Kohlrabi. Zwar hat dieses auch Kohlrübe genannte Gemüse gerade nicht Saison – die beginnt erst wieder im April – aber zum Glück bekommt ja heutzutage in den Supermärkten die meisten Zutaten das ganze Jahr über. Zuerst hatte ich überlegt eine Kohlrabicremesuppe zu kochen, aber dann stieß ich auf dieses Rezept für ein Kohlrabi-Hähnchen-Ragout mit Kartoffeln was mir noch etwas mehr zusagte als die Suppe. Also besorgte ich mir etwas Kohlrabi, frische Hähnchenbrust und Petersilie – den Rest hatte ich noch vorrätig – und schon konnte das heutige Kochexperiment beginnen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

2 mittelgroße Kohlrabi
01 - Zutat Kohlrabi / Ingredient kohlrabi

400g Hähnchenbrust
02 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

550-600g Kartoffeln
03 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

jeweils 300ml Gemüse- und Hühnerbrühe
04 - Zutat Gemüse- & Hühnerbrühe / Ingredient vegetable & chicken stock

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3/4 – 1 Bund glatte Petersilie (je nach Geschmack)
06 - Zutat Petersilie glatt / Ingredient parsley

2 EL Creme legere oder Creme fraiche
08 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

1 EL Butterschmalz
07 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und evtl. einen Esslöffel Soßenbinder

Zuerst einmal schälen wir die Kartoffeln und schneiden sie in Würfel.
09 - Kartoffeln schälen und würfeln / Peel and dice potatoes

Dann wenden wir uns der Kohlrabi zu, die es ebenfalls zu würfeln gilt. Da ich noch nie zuvor mit frischer Kohlrabi gearbeitet hatte war ich mir nicht sicher wie ich hier vorzugehen hatte. Da ich auf die Schnelle auch im Netz keine Infos dazu fand, entschied ich mich dazu sie einfach wie die Kartoffel mit Sparschäler und Messer zu schälen und dann klein zu schneiden. Das funktionierte auch sehr gut, ich denke da bin ich spontan auf die korrekte Vorgehensweise bei diesem Gemüse gekommen. 😉
10 - Kohlrabi schälen und würfeln / Peel and dice kohlrabi

Außerdem schälen wir natürlich die Zwiebel und würfeln sie fein.
11 - Zwiebel schneiden / Cut onion

Die Hähnchenbrust waschen wir gründlich, trocknen sie und schneiden sie dann ebenfalls in mundgerechte Würfel
12 - Hühnerbrust würfeln / Dice chicken breast

die wir dann mit etwas Salz und Pfeffer würzen
13 - Hühnerbrust salzen und pfeffern / Taste chicken breast with salt & pepper

bevor wir den Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen
14 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

und die Fleischwürfel darin kräftig rundherum anbraten.
15 - Hühnerbrustwürfel anbraten / Roast chicken dices

Sobald die Hähnchenbrust gut durchgebraten ist, nehmen wir sie aus der Pfanne
16 - Beiseite stellen / Remove chicken from pan

und dünsten im verbliebenen Butterschmalz die Zwiebelwürfel glasig an. Sollte zu wenig übrig sein, also die Zwiebel eher anpappen anstatt zu dünsten, geben wir ggf. noch etwas zusätzlichen Butterschmalz dazu.
17 - Zwiebeln andünsten / briefly saute onion

Haben die Zwiebeln etwas einen guten Dünstungsgrad erreicht, geben wir auch die Kartoffeln mit in die Pfanne und braten sie dort für vier bis fünf Minuten mit an
18 - Kartoffeln anbraten / Roast potatoes

um sie dann mit der Gemüsebrühe
19 - Gemüsebrühe hinzu / Add vegetable stock

und der Hühnerbrühe aufzugießen.
20 - Hühnerbrühe eingießen / Add chicken stock

Alles lassen wir dann kurz aufkochen und für etwa fünf Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln
21 - Kurz aufkochen / heat up

bevor wir die Hähnchenbrustwürfel zurück in die Pfanne geben.
22 - Fleisch zurück in Pfanne geben / Put back meat

Weitere fünf bis sechs Minuten später addieren wir dann auch die gewürfelten Kohlrabi. Obwohl es sich um ein recht festes Gemüse handelt brauchen sie kurioserweise weniger Zeit als Kartoffeln um gar zu werden.
23 - Kohlrabi dazu geben / Add kohlrabi

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu würzen.
24 - Würzen / Taste

Während der Pfanneninhalt nun für weitere zehn bis fünfzehn Minuten vor sich hin köchelt, wobei wir ihn natürlich gelegentlich umrühren, können wir die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stilen zupfen um diese dann mit einem scharfen Messer klein zu schneiden. Hier sollte man wirklich versuchen zu schneiden und nicht mit einem stumpfen Messer eher quetschen, denn wie ich finde entwickelt eine sauber geschnittene Petersilie ein deutlich angenehmeres und kräftigeres Aroma.
25 - Petersilie schneiden / Cut parsley

Sollte nach zehn Minuten noch zu viel Flüssigkeit vorhanden sein – wobei das natürlich auch von persönlichen Vorlieben abhängt – können wir bei Bedarf jetzt einen Esslöffel Soßenbinder einrühren.
26 - Soßenbinder einrühren / Add sauce thickener

Außerdem können wir jetzt auch die Petersilie hinzufügen und einrühren und die Platte dann aus schalten
27 - Petersilie einstreuen / Add parsley

um unter Nutzung der Restwärme die zwei Esslöffel Creme legere (oder Creme fraiche) dazu zu geben
28 - Creme leger addieren / Add creme legere

und sie unterzurühren. Ggf. können wir jetzt auch noch einmal probieren und bei Bedarf nachwürzen.
29 - Unterheben / Mix

Damit ist die Zubereitung auch schon abgeschlossen und wir können das fertige Gericht servieren.
30 - Kohlrabi-Hähnchen-Ragout / Kohlrabi chicken ragout - Serviert

Ein sehr gut gelungenes Gericht wie ich bereits bei den ersten Bissen feststellen durfte. Nicht nur dass die Kombination aus Hähnchenbrust, Kohlrabi und Kartoffeln geschmacklich wunderbar mit der Sauce aus Brühe, Creme legere und Petersilie harmonierte, nein, auch die Kartoffel- und Kohlrabiwürfel hatten beide genau den richtigen Grad der Garung erreicht, denn die Kartoffeln waren gut durchgekocht und die Kohlrabi weich, aber noch ganz leicht al dente so wie es (zumindest meiner Meinung nach) sein sollte.

31 - Kohlrabi-Hähnchen-Ragout / Kohlrabi chicken ragout - CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte angeht war ich hier sehr zufrieden. Der komplette Pfanneninhalt kommt meiner Berechnung nach auf ca. 1700kcal, das bedeutet dass man pro Portion bei einer Ausbeute von 3 Portionen (und weniger ist hier beim besten Willen nicht möglich) auf gerade einmal 567kcal pro Teller. Das ist für ein Hauptgericht ein mehr als akzeptabler Wert wie ich finde. Ich kann also auch dieses Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen, diese recht schnell zu bewerkstelligende Zubereitung ist nicht nur lecker und sättigend, sondern auch noch einigermaßen kalorienarm. Was will man mehr von einem solchen Gericht? 😉

Guten Appetit