Wirsingroulade in Rahmsauce [28.10.2013]

Nachdem ich letzte Woche gleich zwei Mal asiatisch gespeist hatte, verspürte ich heute trotz verlockender Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten und frischen Sojakeimlingen in Austernsauce keine große Lust, hier erneut zuzuschlagen. Und das mit 453kcal angenehm leichte Bunte Ofengemüse mit Estragondip sprach mich visuell überhaupt nicht an. Blieben also noch die Wirsingroulade mit Kartoffelpüree und Rahmsauce bei Tradition der Region und die Gebratene Hühnerbrust “Zigeuner Art” mit Reis und Paprikasauce bei Globetrotter. Klang beides recht verlockend und es war wohl die Tatsache, dass ich schon sehr lange keine Wirsingroulade mehr gekostetet hatte, die mich dazu bewoh bei diesem Gericht zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Grießpudding mit Beerensauce aus dem heutigen Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Wirsingroulade in Rahmsauce / Savoy roll with cream sauce

Die überaus großzügige Portion Kartoffelpüree hatte man zusätzlich noch mit einigen Röstzwiebeln garniert, was dem wie üblich sehr dünn geratenen Püree auch recht gut tat. Dazu fand sich die Wirsingroulade auf dem Teller, die traditionell aus einer mit einigen Lagen Wirsingblättern umwickelten Hackfleischrolle bestand. Die Roulade war zwar etwas beim servieren auseinander gegangen, aber das wirkte sich ja glücklicherweise nicht auf den Geschmack aus.

Wirsingroulade - Füllung / Wirsing roll - filling

Das Hackfleisch hätte zwar gerne etwas kräftiger gewürzte sein können, aber prinzipiell erfüllte auch diese Komponente ihren Zweck. Die cremige, dickflüssige Rahmsauce erwies sich ebenfalls als nur sehr mild gewürzt, aber passte von der Machart her sehr gut zu der Gesamtzusammenstellung. Nicht überragend, aber absolut akzeptabel. Und der kleine Becher mit Vanillearoma versehenen Grießbreis gemeinsam mit seiner Garnitur aus Beerenmix, Knusperflöckchen und einer Scheibe Kiwi schloss das einfache, aber schmackhafte Mittagsmehl gelungen ab.
Bei den anderen Gäste lag heute, entgegen meiner Erwartung, dann doch die Hühnerbrust “Zigeuner Art” am höchsten in der Gunst und verdrängte die eigentlich als Favorit gesehene Wirsingroulade auf Platz zwei. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte wie üblich das vegetarische Gericht, heute in Form des bunten Ofengemüses.

Mein Abschlußurteil:
Wirsingroulade: ++
Rahmsauce: ++
Kartoffelpüree: +
Grießpudding: ++

Schweinegeschnetzeltes “Züricher Art” mit Spätzle [09.09.2013]

Nachdem ich mich heute weder für die Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten und frischen Sojakeimlingen in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke noch für die Farfalle al peperoni bei Vitality oder die Rindsbratwurst mit Bratensauce und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter so recht begeistern konnte, blieb eigentlich nur noch das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit Champignons und Karotten in Rahmsauce und Spätzle bei Tradition der Region. Kein leichtes Gericht, zumal ich ja bereits am Wochenende Spätzle im Überfluss hatte, aber ich sah keine Alternative. 😉 Und obwohl ja schon mit ein paar Karotten und Champignons in der Sauce präsent waren, ergänzte ich das Ganze noch mit einem Schälchen Mischgemüse aus dem zusätzlichen Tagesangebot.

Schweinegeschnetzeltes "Züricher Art" mit Spätzle / Pork chop "zurich style" with spaetzle

Was mir als erstes positiv auffiel, war die Tatsache dass die zahlreichen Schweinefleischstreifen im Geschnetzelten angenehm zart und saftig geraten waren. Gemeinsam mit den Champignonscheiben und den winzigen Karottenstückchen in der leicht würzigen Rahmsauce eine sehr gelungene Kombination wie ich fand. Hier gab es ebenso wenig zu meckern wie bei der großzügig bemessenen Portion Spätzle oder besser gesagt Knöpfle oder dem aus Möhrenscheiben, Blumenkohl und Broccoli mit einigen Mandelscheibchen bestehenden Gemüsemischung. In der Summe letztlich eine gute Entscheidung, ich war sehr zufrieden.
Und auch die anderen Gäste schienen diesbezüglich meiner Meinung, denn das Schweinegeschnetzelte landete mit klar erkennbaren Vorsprung auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten heute meiner Ansicht nach die Asia-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger auf den Tabletts zu sehen als die Rindsbratwurst mit Kartoffel-Gurkensalat, die somit auf Platz drei landete. Auf Platz vier folgte wie üblich das vegetarische Gericht, das heute aus den Farfalle al peperoni bestand.

Mein Abschlußurteil:
Schweinegeschnetzeltes “Züricher Art”: ++
Spätzle: ++
Mischgemüse: ++

Iglo Köttbullar-Pfanne – der Kurztest

Heute hatte ich keine Lust etwas größeres zu kochen, daher entschloss ich mich der alten Tradition dieses Blogs erneut zu fröhnen und mal wieder ein neues Fertiggericht zu testen. Dabei fiel meine Wahl auf einen 500g Beutel Iglo Viva Scandinavia! Köttbullar-Pfanne aus der Viva Länderküche-Reihe dieses Herstellers (Link), den ich für 2,99 Euro in einer Filiale der lokalen Tengelmann-Märkte erwarb.

01 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung vorne / Packing front
Packung vorne

02 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung hinten / Package back
Packung hinten

Köttbullar mit saftigen Fleischbällchen und nach original schwedischem Rezept klang auf jeden Fall schon mal sehr verlockend und wie die meisten großen Hersteller von TK-Fertiggerichten wirbt natürlich auch Iglo damit, frei von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromazusätzen zu sein. Werfen wir also zu Beginn erst einmal einen Blick auf die Zutaten. Dort lesen wir von frittierten Kartoffelspalten, Champignons, Erbsen, fettarmer Milch, Karotten, wiebeln, Hackfleischbällchen aus Rind- und Schweinefleisch mit Zwiebeln, Ei, Paniermehl, Salz und Gewürzen, Sahne, pflanzlichen Ölen, Gemüsebrühe, Weizenmehl, Stärke, Champignonpulver, Salz, Karamellzuckersirup, Malzextraktpulver und weiteren, nicht näher definierten Würzen. Dabei macht das Gemüse mit 35 Prozent den größten Anteil an Zutaten aus, gefolgt von den Kartoffelspalten mit 21 Prozent, den Champignons (ist das nicht auch Gemüse?) mit 15% und schließlich den Hackfleischbällchen mit gerade mal 10%. Zumindest findet sich, laut Hersteller, keinerlei EirgendwasNumerisches im Gericht und auch sonst ist nichts verdächtiges zu finden. Einzig das Malzextraktpulver, dass ich eigentlich eher aus der Bierherstellung kenne, machte mich etwas stutzig. Aber sei es drum – der Hersteller wird sich schon etwas dabei gedacht haben.
Für die Zubereitung stehen dem Konsumenten 2 Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen in der Pfanne und zum anderen in der Mikrowelle. Auch wenn ich die Mikrowelle nicht prinzipiell ablehne, so ziehe ich die Pfanne in diesem Fall jedoch auf jeden Fall vor, denn hier werden erfahrungsgemäß weniger Nährstoffe zerstört als bei der Bestrahlung mit Mikrowellen. Und was die Zeit angeht geben sich beide Methoden nichts – sie liegen jeweils bei ca. 10 Minuten.
Zuerst geben wir also den noch gefrorenen Packungsinhalt in eine beschichtete Pfanne

03 - Beutelinhalt in Pfanne geben / Put content to pan
Beutelinhalt in Pfanne geben

und fügen 2 bis 3 Esslöffel Wasser hinzu.

04 - Wasser addieren / Add water
Wasser addieren

Dabei fallen zuerst die hellbraunen, an Stücke einer Tafelschokolade erinnernden Stücke auf, die zuerst nicht zuzuordnen sind. Wie sich beim nun anschließenden starken erhitzen herausstellt, handelt es sich dabei um die Rahmsauce, die in dieser Form gefroren beigefügt worden waren und nun zerschmilzt. Bei mehrmaligen umrühren bringen wir den Pfanneninhalt also nun zum Kochen

05 - Stark erhitzen / Boil up
Stark erhitzen

und schalten dann dei Kochplatte auf mittlere Stufe herunter, um alles für weitere vier bis sechs Minuten und bei weiterem gelegentlichem umrühren weiter köcheln zu lassen, bis die Sauce schließlich die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

06 - Köcheln lassen / Simmer
Köcheln lassen

Da ich die Sauce eher dicklich mag, ließ ich es die vollen sechs Minuten köcheln. Anschließend kann man das Gericht auch unmittelbar servieren und genießen.

07 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Serviert / Served

Zwar fanden sich gerade mal 8 der tatsächlich angenehm saftigen Fleischbällchen in der Zubereitung, aber die Menge erwies sich als gerade ausreichend für die Restmenge aus Gemüse und Kartoffelspalten. An Erbsen, Möhren, Champignons und den grob geschnittenen, milden Zwiebeln gab es nichts auszusetzen, während die Kartoffelspalten für meinen Geschmack etwas zu weich geworden waren – aber das ist bei einem Fertiggericht mit Sauce wohl kaum anders hinzubekommen. Die Rahmsauce schließlich erwies sich als eher mild gewürzt und ein wenig süßlich. Leider kenne ich die schwedische Küche nicht gut, um sagen zu können ob dies für Köttbullar normal ist – aber ich werde bei Gelegenheit mal selbst welche nach schwedischem Rezept kochen und schauen wie die sind, dann werden wir sehen.

08 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Seitenansicht / Side view

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte für das Gericht:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 451 kj
108 kcal
2255 kj
540 kcal
Eiweiß: 3,8g 19,0g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
5,7
2,4g
29,0g
12,0g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
9,1g
2,8g
46,0g
14,0g
Ballaststoffe: 1,4g 7,0g
Natrium: 0,35g 1,75g
Broteinheiten (BE): 1,4 7

Der Wert von 540kcal für ein Hauptgericht sind wirklich akzeptabel wie ich finde, allerdings finde ich den Wert von 14g Zucker – das entspricht immerhin ca. 4,67Stück Würfelzucker á 3g – etwas “deftig”. Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch den leicht süßlichen Geschmack der Sauce erklären – es ist ja nicht unbekannt, dass die Hersteller von Fertiggerichten diesen gerne etwas zu großzügig verwenden. Dennoch kann ich die Iglo Köttbullar-Pfanne als schmackhaftes und angenehm leicht zuzubereitendes Fertiggericht durchaus weiter empfehlen – mit hat es auf jeden Fall sehr gut gemundet.

Natürlich sind selbst gekochte Gerichte im Zweifelsfalle immer vorzuziehen, aber wenn es mal schnell gehen soll ist auch dieses Produkt eine überaus akzeptable Alternative.

Meine Wertung: 3 MG

Putengeschnetzeltes in Rahmsauce mit Kräuterreis [13.02.2013]

Obwohl es neben Mie Tzau Min – Gebratene Mienudeln mit verschiednem Gemüse in Spezialsauce und Ko Lo Kai – Knusprig gebackenes Putenfleisch mit süß-saurer Sauce und Ananas mit Gebratenen Tintenfischringen mit verschiedenem Gemüse in Chili-Zitronengrassauce an der Asia-Thai-Theke ein überaus interessantes Angebot gab, entschied ich mich heute mal auf die Fisch- oder Meeresfrüchte zu verzichten. Grund ist eine morgen beginnender “Fischgerichte-Marathon” über drei Tage mit drei durchgehend überaus interessant klingenden Angeboten, der mir mehr als genug der von mir so geschätzten Fischgerichte bot – zumal ich ja auch noch ein wenig vom selbst zubereiteten Risotto mit geräuchertem Heilbutt vom Sonntag im Kühlschrank habe, das ich ja auch noch verbrauchen muss. Also sah ich mich heute mal nach etwas anderem um. Der Champignongulasch auf Vollkornspaghetti bei Vitality sprach mich jedoch mal wieder visuell überhaupt nicht an und die Currywurst mit Pommes Frites bei Tradition der Region war mir eindeutig zu kalorienreich. Blieb also nur noch das Putengeschnetzelte in Rahmsauce mit Kräuterreis, das heute bei Globetrotter auf der Karte stand, auch wenn ich kurz noch überlegte bei der gebackenen Pute aus dem Asia-Angebot zuzuschlagen. Da der Wok aber mal wieder recht leer aussah, fiel die Entscheidung letztlich doch auf das Geschnetzelte, das ich mir noch mit einem Johannisbeerjogurt von der Dessert-Theke ergänzte.

Putengeschnetzeltes in Rahmsauce mit Kräuterreis / Turkey chop in cream sauce with rice

Und meine Entscheidung erwies sich als wirklich gute Wahl, denn auf einer mehr als ausreichend großen Portion mit einigen Kräutern versetzten, geschälten Reises fand sich eine überaus schmackhafte, wenn auch eher mild gewürzte Zubereitung aus saftigen Putenfleischstücken und etwas Karottenstreifen in einer angenehm cremigen und dickflüssigen Rahmsauce. Sehr lecker und sättigend, wobei sich auch die zu erwartenden Kalorienwerte in Grenzen gehalten haben dürften. Da war auch noch der kleine Becher leicht gesüßter, mit zahlreichen ganzen Früchten versehene Johannisbeerjoghurt durchaus noch zu vertreten, ohne dass ich meine heute Kalorienbilanz allzu sehr ins Negative riss.
Dass die Currywurst mit Pommes Frites heute mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala errang, brauche ich wohl kaum noch zu erwähnen. Um den zweiten Platz lieferten sich heute das Putengeschnetzelte und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach das Geschnetzelte mit knappen Vorsprung für sich gewinnen konnte und die Asia-Gerichte somit auf einen guten dritten Platz verdrängte. Platz vier belegte, wie für vegetarische Gerichte üblich, schließlich das Champignongulasch. Somit ergab sich eine dem Angebot entsprechende Platzierung, zu der es mal wieder nichts hinzuzufügen gibt.

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: ++
Kräuterreis: ++
Johannisbeerjoghurt: ++

Rahmhackbraten mit Twister Fries [30.04.2012]

Zum heutigen letzten Apriltag, einem Tag vor dem ersten Mai und somit einem typischen Brückentag (an dem ich aber leider arbeiten musste), fand ich in unserem Betriebsrestaurant nicht einmal eine reguläres Angebot vor. Aufgrund der Tatsache dass viele den Tag natürlich für ein verlängertes Wochenende nutzten hatte man sich offensichtlich dazu entschlossen, nur eine Art Notspeisekarte aus einfachen Gerichten und Resten anzubieten. Ich entdeckte Leberkäse mit Kartoffel-Gurken-Salat, außerdem Canneloni mit Fleischfülling und schließlich Rahmhackbraten mit Twister Fries, außerdem Knusprige Frühlingsröllchen und Gemischtes Fleisch mit Curry-Gemüse an der Asia-Thai-Theke. Da viel mir die Wahl natürlich nicht schwer und ich entschied mich schließlich für den Rahmhackbraten, den ich mir (auch aufgrund eines fehlenden Gemüseangebotes) mit einem Becher Mandarinenjoghurt ergänzte.

Rahmhackbraten mit Twister Fries / Cream meat loaf with twister fries

An den beiden dünn geschnittenen, würzigen, saftigen und einigermaßen lockeren Hackbraten, der mit ausreichend Zwiebeln gebraten und in einer dunklen Rahmsauce serviert worden war, gab es absolut nichts auszusetzen. Einzig die Twister Fries erfüllten leider meine Anforderungen nicht, denn sie waren nicht nur noch lauwarm, sondern auch noch ziemlich labberig und erschienen mir aufgewärmt. Vielleicht wäre ich mit den Canneloni doch besser bedient gewesen, doch da es sich hier auch höchstwahrscheinlich um Reste von einem gleichartigen Angebot vom Donnerstag handelte kann ich da natürlich nicht ganz sicher sein. Am Mandarinenjoghurt, der mit angenehm vielen Fruchtstücken angerichtet war, gab es dann aber nichts auszusetzen.
Eine Allgemeine Beliebtheitsskala aufzustellen fiel mir heute aufgrund der nur wenigen anwesenden Gäste wirklich schwer. Ich würde aber sagen, dass der Leberkäse mit knappen Vorsprung auf Platz landete und die anderen drei Gerichte – Rahmhackbraten, Canneloni und Asia-Gerichte – sich den zweiten Platz teilten. Ab Mittwoch gibt es dann wohl wieder etwas mehr zu berichten.

Mein Abschlußurteil:
Rahmhackbraten: ++
Twister Fries: +/-
Mandarinenjoghurt: ++