Spiegeleier im Kartoffelnest – das Rezept
15.07.2012 18:38 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bei der Durchsicht meiner Lebensmittelbestände entdeckte ich eine nicht unerhebliche Menge mehlig kochender Kartoffeln sowie einige Eier, die ich mal bald verbrauchen sollte. Daher machte ich mich auf die Suche nach einem passendem Rezept und stieß dabei auf diese Spiegeleier im Kartoffelnest mit Brokkoli und Tomatenmark, die mir nicht nur als gute Resteverwertung geeignet zu sein schien, sondern auch visuell einiges hermachte. Und trotz einiger Bedenken, auf die ich im Rahmen des weiteren Textes auch noch eingehen werde, erwies sich das Ganze als wirklich sehr leckeres und nicht allzu kompliziertes Rezept, das ich mit diesem Beitrag in üblicher Form hier kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 4 Stück?
750 bis 800g mehlig kochende Kartoffeln

4-8 Eier (Ich hatte nur noch 6 Stück vorrätig, ich halte aber 2 pro Nest, also insgesamt 8 für am idealsten)

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen.
Beginnen wir also damit, die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit Salzwasser für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.

Während die Kartoffeln kochen, waschen wir das Brokkoli und zupfen es in kleine Röschen.

Sind die Kartoffeln fertig gekocht, gießen wir sie ab und lassen sie etwas abkühlen

und stampfen sie dann oder pressen sie durch eine Kartoffelpresse. Ich wählte heute den Stampfer, der ist leichter zu reinigen als die Kartoffelpresse.

In einem kleinen Topf zerlassen wir dann die Butter,

und lassen alles kurz aufkochen, wobei wir es mit eineinhalb Teelöffeln Salz und einer kräftigen Prise Muskatnuss würzen.

Die noch heiße Milchmischung gießen wir anschließend zu den zerstampften Kartoffeln

und verrühren alles gut miteinander bis ein dickflüssiger Brei entstanden ist.

Bereiten wir nun die Formen für die Kartoffelnester vor. Dazu schneiden wir etwas Backpapier in Quadrate von 20 x 20cm Seitenlänge

falten einen schmalen, gleichmässigen Rand

um schließlich die Ecken zusammenzufalten. Das Ursprungsrezept hatte von verdrehen der Ränder gesprochen, aber diese Vorgehensweise erwies sich als ungeeignet da so nur schwer gerade Strukturen zu bewerkstelligen waren – daher habe ich ein wenig herumexperimentiert und mich letztlich für diese Methode entschieden.

Nun heizen wir den Ofen auf 200 Grad vor. Anschließend füllen wir den Kartoffelbrei in einen Spritzbeutel – ich hatte mir dazu ein paar Einweg-Spritzbeutel besorgt –

und spritzen damit die Ränder unserer Formen großzügig aus.

Die Ränder bestücken wir dann mit den Brokkoliröschen

und schlagen dann die Eier in ein passendes Behältnis auf, aus dem wir sie vorsichtig in die Mitte unserer Nester gießen können. An dieser Stelle bereute ich, nur noch 6 Stück vorrätig gehabt zu haben, weswegen ich zwei der Nester nur mit jeweils einem Ei bestücken konnte.

Abschließend würzen wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer

und schieben es dann für 15 bis 20 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen bis die Eier gestockt sind.

Dann entnehmen wir das Blech wieder

und garnieren alles noch mit einigen Tupfern Tomatenmark.

Nun können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.

Ich hatte ja meine Zweifel ob die Garnitur mir unverarbeiteten Tomatenmark eine so gute Idee ist, doch wie sich herausstellte war diese Befürchtung vollkommen unbegründet – viel mehr gab es dem Ganzen eine angenehm fruchtige Note die sehr gut zu dem geschmacklichen Gesamteindruck passte. Eine zweite Befürchtung war gewesen dass die Brokkoliröschen nicht ganz gar werden würden, doch auch dies war glücklicherweise eine Fehleinschätzung, sie waren durch ihren Aufenthalt im Backofen genau richtig geraten. Somit war das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments nicht nur geschmacklich, sondern auch visuell überaus gut gelungen. Ich fand die Zusammenstellung auf jeden Fall sehr lecker.
Ein Gedanke den ich hier nicht verwirklicht habe war das zusätzliche Beimischen von etwas Käse in den Kartoffelbrei – dieser hätte dem Kartoffelbrei vielleicht noch etwas mehr Stabilität gegeben. Aber es funktionierte auch so wunderbar – und was die Nährwerte angeht kann sich das Gericht ebenfalls sehen lassen. Ich kam bei meiner Berechnung auf gerade mal 270kcal (durchschnittlich) pro Stück – ein leichtes und dennoch wie ich fand sehr sättigendes Gericht, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.
Guten Appetit

Nachtrag (16.07.2012): Habe das letzte verbliebene Stück, welches ich natürlich im Kühlschrank aufbewahrt hatte, heute Abend mal in der Mikrowelle aufgewärmt und musste wider Erwartens feststellen dass man Spiegeleier offensichtlich doch problemlos auch wieder aufwärmen kann. Zumindest wenn das Eigelb komplett durchgebraten ist wie es hier der Fall war, bei flüssigen Eigelb fehlen mir noch Erfahrungswerte. Kann das Gericht also somit auch zur kurzzeitigen gekühlten Aufbewahrung freigeben – ein bis zwei Tage halte ich da für absolut unbedenklich.
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Forellenfilet in Polentakruste & Grüner Kartoffelsalat – das Rezept
14.07.2012 20:01 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Am heutigen Samstag wollte ich meine neu gewonnene Vorliebe für Kartoffelsalat etwas vertiefen und entschloss mich dazu, mal selbst so etwas zuzubereiten. Normalerweise hätte dieser auch so gereicht, doch ich entschied mich schließlich, ein paar marinierte Forellenfilets in Polentakruste dazu zu braten – wobei ich dieses Mal aber nicht auf TK-Ware zurückgriff, sondern mir die Forelle frisch an der Fischtheke meines Lieblingssupermarktes filetieren ließ. Man bot mir zwar an, den Verschnitt (Kopf, Schwanz, Wirbelsäule etc.) mitzunehmen, ich verzichtete aber darauf da ich nicht so recht wusste was ich damit hätte tun sollen – auch wenn ich letztlich natürlich den ganzen Fisch bezahlen musste. Das Ergebnis, den Grünen Kartoffelsalat mit mariniertem Forellenfilet in Polentakruste war auf jeden Fall sehr lecker und empfehlenswert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ergebnis hier mal kurz vorzustellen.
Was braucht man also für 2-3 Portionen?
Für den Kartoffelsalat
3-4 festkochende Kartoffeln (600 – 650g)

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Forellenfilets
2-4 Forellenfilets (je nach Größe, wobei in der Regel 2 Stück reichen sollten – ich entschied mich hier übrigens für Regenbogenforelle)

sowie 2-3 EL Rapsöl zum anbraten
Beginnen wir also mit der Zubereitung und damit, die Kartoffeln mit genügend Wasser in einen Topf zu geben um sie dann für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.

Während die Kartoffeln kochen, können wir dann auch schon einmal unsere rote Zwiebel schälen und fein würfeln.

Anschließend wenden wir uns den Forellenfilets zu. Auch wenn sie gut filetiert worden sind – was bei meinen eindeutig der Fall war – können sie noch immer ein paar Gräten enthalten. Da das natürlich den Genuss etwas trüben kann, sollten wir sie erst einmal entfernen. Dazu streichen wir mit dem Finger über die Innenseite der Forellenfilets, lokalisieren die Gräten und entfernen sie dann vorsichtig mit Hilfe einer Pinzette oder mit den Fingern. Ist zwar etwas aufwändiger, aber es lohnt sich meiner Meinung nach alle mal – denn wer mag schon Gräten im Fisch.

Die Forelle, insbesondere die Regenbogenforelle, gehört zwar zur Gruppe der Edelfische (um genau zu sein der Salmoniden) und brauchen aufgrund ihrer kleinen Schuppen nicht unbedingt geschuppt zu werden, ich entschied mich aber dennoch dazu, zumindest die gröbsten Schuppen zu entfernen – vor allem weil ich die Filets ja mit Haut braten wollte. Dazu gibt es meines Wissens auch spezielle Entschuppungsmesser, da ich aber ein solches (noch) nicht besitze erledigte ich dies mit einem normalen Messer, indem ich entgegen der Laufrichtung der Schuppen über die Oberfläche strich. Aber Vorsicht: die abgetrennten Schuppen können dabei ziemlich wild durch die Gegend fliegen.

Schließlich spülen wir die Forellenfilets gründlich unter fließendem kalten Wasser ab und tupfen sie dann mit einem Küchentuch trocken.

Schließlich vermengen wir Buttermilch, Senf und Tabasco gut miteinander

und legen unseren Fisch zum marinieren darin ein. Das Behältnis stellen wir für mindestens 30 Minuten abgedeckt an einen kühlen Ort.

Inzwischen müssten dann auch unsere Kartoffeln gar sein, die wir abgießen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit können wir den Feldsalat im Wasserbad gründlich waschen

und dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Anschließend müssen wir ihn noch trocken schütteln. Da ich leider aktuell über keine Salatschleuder verfüge, nahm ich ein Stoff-Abtrocknetuch, gab den noch feuchten Salat hinein und wirbelte ihn so trocken, was wunderbar funktionierte.

Es folgt noch eine Kontrolle der Stilansätze auf verbliebene Wurzelstücke, die wir ggf. vorsichtig mit einem Messer entfernen ohne allerdings den Zusammenhalt des Blattstrunks zu zerstören. Bei abgepackten Salat findet man hier zwar weitaus seltener etwas als bei auf dem Markt erworbenen, aber sicher ist sicher.

Inzwischen müssten auch unsere Kartoffeln so weit abgekühlt sein, dass wir sie ohne Gefahr uns die Finger zu verbrennen schälen

und in Scheiben schneiden können. Die Kartoffelscheiben legen wir in eine Salatschüssel.

Dann geben wir die Gemüsebrühe, die beiden Esslöffel Apfelessig und die gewürfelte Rote Zwiebel in einen kleinen Topf

und lassen alles kurz aufkochen

um es dann, noch heiß, über die Kartoffelscheiben zu geben,

und alles schließlich gut zu vermengen. Die Mischung lassen wir dann für 30 Minuten ziehen, wobei wir sie gelegentlich erneut mischen.

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen, trocken schütteln

und in feine Röllchen zerkleinern

sowie den Apfel waschen, vierteln und in schmale Scheiben schneiden.

Außerdem können wir auch das Forellenfilet aus der Marinade nehmen, es gut abtropfen lassen und schließlich im Maisgriess panieren. Die so panierten Forellenfilet können wir auf einem Teller zwischenlagern bis wir sie wieder brauchen.

Sind die dreißig Minuten für den Salat dann um, schmecken wir ihn mit Salz und Pfeffer ab,

und fügen schließlich noch den Feldsalat

und die Apfelstücke hinzu, die wir ebenfalls gut mit den anderen Zutaten mischen.

Damit ist der Salt fertig und wir brauchen nur noch 2 EL Öl in einer Pfanne zu erhitzen

und die panierten Forellenfilets von beiden Seiten für jeweils 2 bis 3 Minuten goldbraun anzubraten. Die fertig gebratenen Filets lassen wir kurz auf einem Küchentuch abtropfen.

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Kartoffelsalat servieren und genießen. Wer mag kann den Fisch noch mit etwas Zitrone garnieren.

Alleine schon der Kartoffelsalat erwies sich als sehr gelungen, denn der Geschmack seines würzigen Dressing aus Apfelessig, Rapsöl, roten Zwiebelstückchen und Gemüsebrühe harmonierte geschmacklich wie ich fand wunderbar mit den Kartoffelscheiben, dem Feldsalat und den Apfelstückchen, ohne dabei sonderlich schwer zu sein. So lasse ich mir Kartoffelsalat gerne gefallen. Dazu noch das durch das marinieren butterweiche Stück Forellenfilet in seiner dünnen, knusprigen Kruste aus Polenta ergab alles ein nicht nur als vollwertiges, sondern auch sehr leckeres Mittagessen. Ich war damit auf jeden Fall wieder einmal sehr zufrieden.
Und auch was die Nährwerte angeht kann sich diese Zusammenstellung absolut sehen lassen. Der leichte Kartoffelsalat liegt meiner Berechnung nach bei 680kcal für die gesamte Schüssel, das ergibt bei 3 Portionen gerade mal 227kcal pro Portion. Bei den Forellenfilets gestaltet sich die Berechnung aber etwas schwieriger, da ich nicht abschätzen kann wie viel von der Marinade im Fisch zurückgeblieben ist – ich nehme aber mal an dass die Menge verschwindend gering ist und berechne daher nur die Forellenfilets selbst, die Polenta und das Öl zum braten. So komme ich hier auf 197kcal pro fertigem Fischfilet-Stück. Somit ergibt sich für eine Portion Kartoffelsalat und ein Stück Forellenfilet eine Summe von 424kcal pro Portion. Für ein so reichhaltiges Gericht ein fantastischer Wert wie ich finde. Eine weiteres Gericht, dass ich in meine stetig wachsende Sammlung von leichten und dennoch überaus leckeren Rezepte einordnen kann. Damit soll das Thema Kartoffelsalat und Salate allgemein keinesfalls abgehakt sein – ich komme langsam wirklich auf den Geschmack und denke, dass es alsbald weitere Rezepte in dieser Richtung hier zu finden gibt.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons – das Rezept
8.07.2012 14:47 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Nachdem ich ja gestern etwas größeren Aufwand beim kochen betrieben hatte, wollte ich es heute mal etwas simpler halten. Daher entschied ich mich dazu, einen Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons zuzubereiten. Dass ich dazu eine Pfanne verwendet habe ist dabei nur darin begründet, dass ich in der benötigten Größe einfach keinen passenden Topf parat hatte, dass soll am Namen des Rezeptes aber nichts ändern. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein leckeres und schnell zubereitetes Gericht, dass ich hier nun kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 2 Portionen?
2 kleine oder 1 große Schalotte

1 Dose 3-Minuten-Sauerkraut (350g Abtropfgewicht) (vorgekochtes Sauerkraut mit 3 Minuten Garzeit)

1-2 Zehen Knoblauch (nach eigenem Geschmack)

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Schalotten zu schälen

und sie dann fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine Küchenmaschine, ist so etwas nicht im Haus kann man es natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.

Außerdem brausen wir die Champignons unter fließendem Wasser ab, tupfen sie mit einem Küchentuch trocken

und schneiden sie in Scheiben. Größere Scheiben wie hier sollte man dabei am besten noch halbieren.

Nun waschen wir noch das Rinderfilet etwas ab, trocknen es

und schneiden es in Streifen. Auch hier halbierte ich die größeren Stücke noch einmal.

Damit sind die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen und wir können die beiden Esslöffel Olivenöl in eine größere Pfanne oder einen Topf geben, es auf Betriebstemperatur erhitzen,

die Schalotten darin andünsten

und schließlich noch den Knoblauch hinzu pressen.

Anschließend fügen wir noch die Champignonscheiben hinzu

und braten alles für 3 Minuten unter gelegentlichem Wenden an.

Dann geben wir auch die Rinderfilet-Streifen mit in die Pfanne

und braten sie ebenfalls für ein bis zwei Minuten an

wobei wir sie mit Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver würzen.

Sind die Filetstreifen rundherum angebraten, fügen wir auch das Sauerkraut hinzu

und lassen alles kurz aufkochen um es dann für weitere drei bis vier Minuten auf mittlere Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.

Dabei probieren wir unsere Kreation auch gleich einmal

und schmecken sie noch einmal etwas mit Salz und Pfeffer ab.

Außerdem schneiden wir noch unsere Cornichons in Scheibchen

und stellen dann die Platte aus, bevor wir sie in unser Gericht unterheben.

Jetzt brauchen wir das Gericht nur noch in einem tiefen Teller anrichten und mit einem Esslöffel Sauren Sahne garnieren, anschließend können wir es servieren und genießen.

Das Ergebnis war ein würzig-deftiges Gericht, in dem die zarten Rinderfilet-Streifen wie ich fand geschmacklich wunderbar mit dem Sauerkraut und den Cornichons harmonierten. Vermengt mit der Sauren Sahne ein wirklich sehr leckeres, wenn auch für den Sommer fast schon etwas zu deftiges Gericht. Im Grunde genommen handelt es sich dabei ja um eine Abwandlung eines Szegediner Gulasch, in dem man das normale Rind- oder Schweinefleisch einfach durch etwas hochwertigeres Filet ersetzt hat. Auch wenn ich selbst auf eine Sättigungsbeilage verzichtete, könnte ich mir hier gut eine Scheibe kräftiges Bauernbrot dazu vorstellen, mit dem man dann auch die verbliebene Flüssigkeit aus dem Teller noch aufsaugen kann. Auf Kartoffeln oder ähnliches würde ich aber aufgrund der Mächtigkeit dieses Gerichtes eher verzichten.
Obwohl das Gericht ziemlich mächtig erscheint, erwies es sich was die Nährwerte angeht als angenehm leicht – ich kam bei meiner Berechnung auf gerade mal 520kcal für die komplette Zubereitung inklusive der Sauren Sahne, das sind also gerade mal 260kcal pro Portion. Gut, ich bin mit dem Olivenöl sehr sparsam umgegangen und auch das magere Rinderfilet hat nicht viele Kalorien und Sauerkraut ist sowie ein angenehm leichtes Gemüse, aber einen so niedrigen Wert hatte ich wirklich nicht erwartet. Somit eignet sich dieses Gericht also auch wunderbar wenn man mal etwas leichter Speisen möchte. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen – es eignet sich aufgrund seiner schnellen Zubereitung dabei, wie ich finde, auch wunderbar für ein leichtes, warmes Abendessen.
Guten Appetit

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Hähnchenbrust aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini – das Rezept
7.07.2012 19:01 kochexperimente, kulinarisches4 Kommentare
Heute wollte ich mich mal an etwas neuem Versuchen: Dem dünsten von Fleisch in Folie. Dazu hatte ich mir ein passendes Rezept herausgesucht und es noch um eine Sättigungsbeilage aus Zutaten ergänzt, die ich noch vorrätig hatte. So entstand heute in meiner Küche ein Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini an Ajvar-Kartoffelpüree. Klingt kompliziert, ist es aber wie ich fand überhaupt nicht. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen – eine wunderbar leckere Kombination, die ich hiermit in der gewohnten Weise einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 2 Portionen?
Für die Hähnchenbrust
5-6 Artischockenherzen (Glas oder Dose)

40g getrocknete Tomaten (ohne Öl)

einige Blättchen frisches Basilikum

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
Für das Ajvar-Kartoffelpüree
600g Kartoffeln – mehlig kochende Sorte

4 EL Ajvar (Paprika-Würzpaste – gibt es im gut sortierten Einzelhandel oder im türkischen Supermarkt)

100g Creme légère (oder Creme fraiche)

1 EL gehackte Petersilie (ich griff hier auf TK-Ware zurück)

sowie Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen.
Beginne wir damit, die Kartoffeln zu schälen und in ungefähr gleich große Stücke zu zerteilen

um sie dann in etwas Salzwasser gar zu kochen.

Während die Kartoffeln kochen waschen wir die Zucchini und schneiden sie in dünne Streifen. Ich verwendete dazu einfach die Brotmaschine, notfalls geht es aber bestimmt auch mit einem großen Messer.

Anschließend geben wir die Zucchinistreifen in eine Schüssel und salzen sie etwas, um sie dann ca. 10 Minuten ziehen zu lassen.

Nun lassen wir die Artischockenherzen etwas abtropfen, vierteln sie dann,

und schneiden schließlich noch die getrockneten Tomaten in Streifen.

Die Hähnchenbrust zerteilen wir in zwei gleich große Stücke, entfernen ggf. unschöne Stellen

waschen sie gründlich unter fließendem Wasser, tupfen sie trocken

und würzen sie dann von beiden Seiten gut mit Salz und Pfeffer, das wir mit dem Finger etwas ins Fleisch einreiben.

Inzwischen müssten auch die Kartoffeln durch sein, so dass wir sie abgießen und etwas abkühlen lassen können.

Nun ist ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen. Aus einer Rolle Alufolie schneiden wir dann zwei 30 x 30cm große Stücke ab

und belegen diese dann mittig mit jeweils der Hälfte des gesalzenen Zucchinistreifen.

Auf die Zucchini platzieren wir unsere gewürzte Hähnchenbrust

die wir dann mit den Tomatenstreifen

und den geviertelten Artischockenherzen garnieren. Alles würzen wir noch einmal gut mit Salz und Pfeffer.

Anschließend falten wir die Alufolie zu nestartigen Päckchen zusammen, wobei wir vorerst noch oben eine kleine Öffnung lassen, und legen beide Päckchen auf ein Backblech.

Durch die verbliebene Öffnung gießen wir jeweils etwa die Hälfte des trockenen Weißweins auf

und verschließen die Päckchen dann gut.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein, wo es ca. 30 Minuten verbleiben muss.

Während die Hähnchenbrust vor sich hin backt, können wir uns auch um unsere Sättigungsbeilage kümmern. Dazu pressen wir die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder stampfen sie,

und geben alles im Topf dann auf den Herd, wo wir Creme légère und Ajvar hinzufügen

und dabei noch den Esslöffel Petersilie

Zuletzt erhitzen wir alles und würzen es dabei mit viel Salz, ein wenig Pfeffer und einer kräftigen Prise Muskatnuss

und lassen es für einige Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir nicht vergessen sollten es regelmäßig umzurühren.

Außerdem waschen wir die Basilikumblätter, schütteln sie trocken und zerkleinern sie etwas.

Nach dreißig Minuten können wir das Backblech dann dem Ofen entnehmen und die Päckchen öffnen – aber bitte mit Vorsicht denn der enthaltene Dampf ist sehr heiß.

Nun brauchen wir die Hähnchenbrüste nur noch auf eine Teller bugsieren, das Ajvar Kartoffelpüree hinzufügen und alles mit den geschnittenen Basilikumblättern garnieren.

Alleine schon das wunderbar würzige Kartoffelpüree mit Ajvar war ein wahrer Traum geworden. Dennoch wurde es von dem auf einem Bett aus gedünsteten Zucchinischeiben ruhenden, saftig-würzigen Hähnchenbrustfilet geschmacklich sogar noch übertroffen. Das Aroma der Tomaten und auch der zart gedünsteten Artischockenherzen war beim geschlossenen Garen zusammen mit dem Weißwein ein wenig in das Fleisch eingezogen und gaben ihm eine wunderbar leckere Note. Abgerundet wurde das Ganze schließlich durch die Garnitur aus frischen Basilikumblätter, die dem Gericht sozusagen den letzten Schliff gaben. Traumhaft kann ich da nur sagen.
Und auch meine Befürchtungen dass die Hähnchenbrust nicht ganz durch werden würde, erwiesen sich als vollkommen unbegründet – das Fleisch war gleichmässig und saftig durchgegart worden.
Kommen wir abschließend noch wie üblich zu den Nährwerten. Die Hähnchenbrust alleine erwies sich laut meiner Kalkulation mit gerade mal 307kcal pro Portion als angenehm leicht. Hinzu kommen noch einmal 308kcal für die Sättigungsbeilage aus Kartoffeln, Ajvar, Creme légère und Milch, womit wir bei einer Summe von 615kcal pro Portion wären. Dies halte ich für absolut akzeptabel und sogar leichte Kost, zumal man hier auch die Größe der Portion betrachten muss, die dabei entstanden ist. Reduziert man die Menge der verwendeten Kartoffeln im Kartoffelpüree und die Größe der Hähnchenbrust noch etwas, kann man aber noch einmal etwas sparen und notfalls kann man sogar das Kartoffelpüree einfach weglassen. Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes und mit relativ geringem Aufwand zuzubereitendes Gericht, das ich nicht nur jedem Feinschmecker vorbehaltlos weiter empfehlen kann.
Guten Appetit

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Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange – das Rezept
1.07.2012 19:46 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich vor kurzem auf dieses Rezept für eine Meeresfrüchtepizza mit Fenchel & Orange, was mich dazu bewog mich das dritte mal in Folge nach der Kartoffel-Hack-Pizza mit Paprika, Avjar & Frischkäse und der Schwedenpizza, einem Lachskuchen, an einer Pizzazubereitung zu versuchen. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, also was solls. Vor allem die Kombination aus Meeresfrüchten, Fenchel und Orangenschale reizte mich hier ganz besonders und das Ergebnis war was den Geschmack anging wirklich gelungen wie ich fand, daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 6 kleine Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
250g Meeresfrüchte (TK – eine Mischung aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch)

1 kleine Knolle Fenchel (ca. 250g)

2-3 EL Avjar (optional – hatte ich noch übrig)

Salz, Pfeffer & Chilipulver zum würzen

Während die Meeresfrüchte langsam auftauen, beginnen wir damit den Teig vorzubereiten. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles dann gut miteinander.

Anschließend pressen wir eine Kuhle in die Mitte der Mischung, bröseln den halben Würfel Hefe hinein

und gießen alles mit 250ml lauwarmen Wassers auf,

um es dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine so lange zu bearbeiten

bis ein glatter Teig entstanden ist

den wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen.

Während er Teig arbeitet, spülen wir die Orange unter heiß ab, trocknen sie

und reiben dann die Schale mit der feinen Seite einer Küchenreibe ab.

Das Ergebnis ist zwar recht mickrig, aber die Menge reicht dicke aus um den gewünschten geschmacklichen Effekt zu erzielen.

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein,

waschen die Fenchelknolle und Würfeln sie ebenfalls fein

schneiden die abgetropften Stücke der in Öl eingelegten Tomaten in Streifen

und schneiden den Mozzarella in Scheiben.

Nun geben wir die passierten Tomaten mit dem Knoblauch und dem Abrieb der Orangeschale in eine Schüssel

und verrühren alles gut miteinander

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.

Wenn die Meeresfrüchte aufgetaut sind, spülen wir sie unter fließendem Wasser noch einmal ab und tupfen sie dann trocken.

Ist der Teig nach ca. 30 Minuten dann gut aufgegangen, können wir unsere Backofen schon mal auf 225 Grad vorheizen.

Dann teilen wir den Teig ihn in 6 etwa gleich große Portionen auf

und rollen ihn mit Hilfe eines Nudelholzes zu kleinen Fladen aus.

Haben wir drei Fladen ausgerollt – so viele gingen zumindest bei mir auf ein Blech – legen wir sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie mit der Tomatensauce.

Anschließend bestreuen wir sie großzügig mit dem gewürfelten Fenchel,

fügen die in Streifen geschnittenen Tomaten hinzu

und belegen es dann gleichmässig mit den Meeresfrüchten

um es dann mit den Mozzerellascheiben abzuschließen.

Inzwischen müsste auch der Backofen auf 225 Grad aufgeheizt sein, so dass wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein schieben und für 15 bis 20 Minuten backen lassen.

Während die ersten drei Fladen backen, rollen wir die übrigen drei Teigportionen ebenfalls aus, geben sie auf ein weiteres Stück Backpapier und belegen sie wie bereits oben beschrieben mit den verbliebenen Zutaten. Sind unsere ersten drei Pizzen dann fertig, ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech, geben die zweite Ladung auf das Blech und schieben es zurück in den Ofen, wo es weitere 15 bis 20 Minuten verbleibt.

Die erste Ladung können wir aber gern schon servieren und genießen – oder aber warm stellen bis alles fertig ist.

Aufgrund der geringen Menge an Abriebs der Orangenschale hatte ich zuerst überlegt, eine weitere Orange zu verwenden – aber es erwies sich als gut dass ich dies nicht getan hatte, denn trotz der geringen Menge machte sie der Orangengeschmack deutlich bemerkbar und gab der Meeresfrüchtepizza ein leicht fruchtiges Aroma. Mehr Schale hätte den Orangengeschmack eindeutig zu dominant werden lassen, so aber war er meiner Meinung nach genau richtig. Gemeinsam mit dem dünnen, knusprigen und etwas dunkleren Dinkel-Pizzaboden, der fruchtig-würzigen Tomaten-Avjar-Sauce, den gut durchgebackenen Fenchelwürfeln und den zahlreichen Meeresfrüchten ergab diese mit geschmolzenem Mozzarella bedeckte Pizzazubereitung ein überaus leckeres und interessantes Geschmackserlebnis, das meine Erwartungen an eine solche Zusammenstellung absolut erfüllte. Zumal Fenchel und Fisch bzw. Meeresfrüchte ja, wie ich im Rahmen der Recherche für diesen Beitrag las, auch eine klassische Kombination ergeben. Ich fand die Zubereitung auf jeden Fall absolut gelungen.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich dieses Gericht durchaus sehen lassen. Ich kam bei meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500 kcal für alles zusammen, also liegt der Nährwert für ein Pizzastück bei gerade mal 417kcal. Eine angenehm leichte und doch sehr leckere Pizzazubereitung, die ich nicht nur den Liebhabern von Meeresfrüchten wärmstens weiterempfehlen kann. Der Geschmack ist dabei gar nicht exotisch wie es zuerst den Anschein hat, viel mehr handelt es sich um eine weitere interessante Alternative zur Standard-Pizza, die ich durchaus häufiger auf meinem Speiseplan vorstellen könnte. Einzig die Menge werde ich wohl beim nächsten mal reduzieren, denn mit den zwei Blechen hätte ich bestimmt vier bis fünf Personen bewirten können.
Guten Appetit

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