Spiegeleier im Kartoffelnest – das Rezept

Bei der Durchsicht meiner Lebensmittelbestände entdeckte ich eine nicht unerhebliche Menge mehlig kochender Kartoffeln sowie einige Eier, die ich mal bald verbrauchen sollte. Daher machte ich mich auf die Suche nach einem passendem Rezept und stieß dabei auf diese Spiegeleier im Kartoffelnest mit Brokkoli und Tomatenmark, die mir nicht nur als gute Resteverwertung geeignet zu sein schien, sondern auch visuell einiges hermachte. Und trotz einiger Bedenken, auf die ich im Rahmen des weiteren Textes auch noch eingehen werde, erwies sich das Ganze als wirklich sehr leckeres und nicht allzu kompliziertes Rezept, das ich mit diesem Beitrag in üblicher Form hier kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 4 Stück?

750 bis 800g mehlig kochende Kartoffeln
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

4-8 Eier (Ich hatte nur noch 6 Stück vorrätig, ich halte aber 2 pro Nest, also insgesamt 8 für am idealsten)
02 - Zutat Eier / Ingredient eggs

einige Röschen Brokkoli
03 - Zutat Brokkoli / Ingredient broccoli

200ml Milch
04 - Zutat Milch / Ingredient milk

25g Butter
05 - Zutat Butter / Ingredient butter

etwas Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen.

Beginnen wir also damit, die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit Salzwasser für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.
07 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, waschen wir das Brokkoli und zupfen es in kleine Röschen.
08 - Brokkoli waschen / Wash broccoli

Sind die Kartoffeln fertig gekocht, gießen wir sie ab und lassen sie etwas abkühlen
09 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

bevor wir sie schälen
10 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und stampfen sie dann oder pressen sie durch eine Kartoffelpresse. Ich wählte heute den Stampfer, der ist leichter zu reinigen als die Kartoffelpresse.
11 - Kartoffeln stampfen / Pound potatoes

In einem kleinen Topf zerlassen wir dann die Butter,
12 - Butter zerlassen / Melt butter

gießen sie mit der Milch auf
13 - Milch hinzufügen / Add milk

und lassen alles kurz aufkochen, wobei wir es mit eineinhalb Teelöffeln Salz und einer kräftigen Prise Muskatnuss würzen.
14 - Aufwärmen & würzen / Heat up & taste

Die noch heiße Milchmischung gießen wir anschließend zu den zerstampften Kartoffeln
15 - aufgießen / infuse

und verrühren alles gut miteinander bis ein dickflüssiger Brei entstanden ist.
16 - verrühren / mix

Bereiten wir nun die Formen für die Kartoffelnester vor. Dazu schneiden wir etwas Backpapier in Quadrate von 20 x 20cm Seitenlänge
17 - Backpapier zuschneiden / Cut baking paper

falten einen schmalen, gleichmässigen Rand
18-Rand falten / Fold border

und klappen diesen dann hoch
19 - Hochklappen / fold up

um schließlich die Ecken zusammenzufalten. Das Ursprungsrezept hatte von verdrehen der Ränder gesprochen, aber diese Vorgehensweise erwies sich als ungeeignet da so nur schwer gerade Strukturen zu bewerkstelligen waren – daher habe ich ein wenig herumexperimentiert und mich letztlich für diese Methode entschieden.
20 - Ecken zusammenfalten / fold corners

Nun heizen wir den Ofen auf 200 Grad vor. Anschließend füllen wir den Kartoffelbrei in einen Spritzbeutel – ich hatte mir dazu ein paar Einweg-Spritzbeutel besorgt –
21 - In Spritzbeutel füllen / Add to pastry bag

und spritzen damit die Ränder unserer Formen großzügig aus.
22 - Ränder ausspritzen / Spout borders

Die Ränder bestücken wir dann mit den Brokkoliröschen
23 - Mit Brokkoli bestücken / Add brokkoli

und schlagen dann die Eier in ein passendes Behältnis auf, aus dem wir sie vorsichtig in die Mitte unserer Nester gießen können. An dieser Stelle bereute ich, nur noch 6 Stück vorrätig gehabt zu haben, weswegen ich zwei der Nester nur mit jeweils einem Ei bestücken konnte.
24 - Mit Ei befüllen / Add eggs

Abschließend würzen wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer
25 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und schieben es dann für 15 bis 20 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen bis die Eier gestockt sind.
26 - Backen / Bake

Dann entnehmen wir das Blech wieder
27 - Fertig gebacken / Finished baking

und garnieren alles noch mit einigen Tupfern Tomatenmark.
28 - Spiegelei im Kartoffelnest - Mit Tomatenmark garnieren / Fried egg in potato nest - garnish with tomato puree

Nun können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
29 - Spiegelei im Kartoffelnest / Fried egg in potato nest - Serviert

Ich hatte ja meine Zweifel ob die Garnitur mir unverarbeiteten Tomatenmark eine so gute Idee ist, doch wie sich herausstellte war diese Befürchtung vollkommen unbegründet – viel mehr gab es dem Ganzen eine angenehm fruchtige Note die sehr gut zu dem geschmacklichen Gesamteindruck passte. Eine zweite Befürchtung war gewesen dass die Brokkoliröschen nicht ganz gar werden würden, doch auch dies war glücklicherweise eine Fehleinschätzung, sie waren durch ihren Aufenthalt im Backofen genau richtig geraten. Somit war das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments nicht nur geschmacklich, sondern auch visuell überaus gut gelungen. Ich fand die Zusammenstellung auf jeden Fall sehr lecker.

30 - Spiegelei im Kartoffelnest / Fried egg in potato nest - CloseUp

Ein Gedanke den ich hier nicht verwirklicht habe war das zusätzliche Beimischen von etwas Käse in den Kartoffelbrei – dieser hätte dem Kartoffelbrei vielleicht noch etwas mehr Stabilität gegeben. Aber es funktionierte auch so wunderbar – und was die Nährwerte angeht kann sich das Gericht ebenfalls sehen lassen. Ich kam bei meiner Berechnung auf gerade mal 270kcal (durchschnittlich) pro Stück – ein leichtes und dennoch wie ich fand sehr sättigendes Gericht, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit

Nachtrag (16.07.2012): Habe das letzte verbliebene Stück, welches ich natürlich im Kühlschrank aufbewahrt hatte, heute Abend mal in der Mikrowelle aufgewärmt und musste wider Erwartens feststellen dass man Spiegeleier offensichtlich doch problemlos auch wieder aufwärmen kann. Zumindest wenn das Eigelb komplett durchgebraten ist wie es hier der Fall war, bei flüssigen Eigelb fehlen mir noch Erfahrungswerte. Kann das Gericht also somit auch zur kurzzeitigen gekühlten Aufbewahrung freigeben – ein bis zwei Tage halte ich da für absolut unbedenklich.

Forellenfilet in Polentakruste & Grüner Kartoffelsalat – das Rezept

Am heutigen Samstag wollte ich meine neu gewonnene Vorliebe für Kartoffelsalat etwas vertiefen und entschloss mich dazu, mal selbst so etwas zuzubereiten. Normalerweise hätte dieser auch so gereicht, doch ich entschied mich schließlich, ein paar marinierte Forellenfilets in Polentakruste dazu zu braten – wobei ich dieses Mal aber nicht auf TK-Ware zurückgriff, sondern mir die Forelle frisch an der Fischtheke meines Lieblingssupermarktes filetieren ließ. Man bot mir zwar an, den Verschnitt (Kopf, Schwanz, Wirbelsäule etc.) mitzunehmen, ich verzichtete aber darauf da ich nicht so recht wusste was ich damit hätte tun sollen – auch wenn ich letztlich natürlich den ganzen Fisch bezahlen musste. Das Ergebnis, den Grünen Kartoffelsalat mit mariniertem Forellenfilet in Polentakruste war auf jeden Fall sehr lecker und empfehlenswert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ergebnis hier mal kurz vorzustellen.

Was braucht man also für 2-3 Portionen?

Für den Kartoffelsalat

3-4 festkochende Kartoffeln (600 – 650g)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 mittlere rote Zwiebel
02 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

150ml Gemüsebrühe
03 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Bund Schnittlauch
04 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

2 EL Apfelessig
05 - Zutat Apfelessig / Ingredient apple vinegar

2 EL Rapsöl
06 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1 kleiner Apfel
07 - Zutat Apfel / Ingredient apple

60g Feldsalat
08 - Zutat Feldsalat / Ingredient field salad

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
09 - Zutat Pfeffer & Salz / Ingredient pepper & salt

Für die Forellenfilets

2-4 Forellenfilets (je nach Größe, wobei in der Regel 2 Stück reichen sollten – ich entschied mich hier übrigens für Regenbogenforelle)
10 - Zutat Forellenfilet / Ingredient trout fillet

100ml Buttermilch
11 - Zutat Buttermilch / Inredient buttermilk

1,5 EL Senf
12 - Zutat Senf / Ingredient mustard

Tabasco nach belieben
13 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

60 – 70g Maisgriess (Polenta)
14 - Zutat Maisgriess (Polenta) / Ingredient polenta

sowie 2-3 EL Rapsöl zum anbraten

Beginnen wir also mit der Zubereitung und damit, die Kartoffeln mit genügend Wasser in einen Topf zu geben um sie dann für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.
15 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, können wir dann auch schon einmal unsere rote Zwiebel schälen und fein würfeln.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Anschließend wenden wir uns den Forellenfilets zu. Auch wenn sie gut filetiert worden sind – was bei meinen eindeutig der Fall war – können sie noch immer ein paar Gräten enthalten. Da das natürlich den Genuss etwas trüben kann, sollten wir sie erst einmal entfernen. Dazu streichen wir mit dem Finger über die Innenseite der Forellenfilets, lokalisieren die Gräten und entfernen sie dann vorsichtig mit Hilfe einer Pinzette oder mit den Fingern. Ist zwar etwas aufwändiger, aber es lohnt sich meiner Meinung nach alle mal – denn wer mag schon Gräten im Fisch.
17 - Forelle entgräten / bone trout

Die Forelle, insbesondere die Regenbogenforelle, gehört zwar zur Gruppe der Edelfische (um genau zu sein der Salmoniden) und brauchen aufgrund ihrer kleinen Schuppen nicht unbedingt geschuppt zu werden, ich entschied mich aber dennoch dazu, zumindest die gröbsten Schuppen zu entfernen – vor allem weil ich die Filets ja mit Haut braten wollte. Dazu gibt es meines Wissens auch spezielle Entschuppungsmesser, da ich aber ein solches (noch) nicht besitze erledigte ich dies mit einem normalen Messer, indem ich entgegen der Laufrichtung der Schuppen über die Oberfläche strich. Aber Vorsicht: die abgetrennten Schuppen können dabei ziemlich wild durch die Gegend fliegen.
18 - Forelle entschuppen / Scale trout

Schließlich spülen wir die Forellenfilets gründlich unter fließendem kalten Wasser ab und tupfen sie dann mit einem Küchentuch trocken.
19 - Forelle abspülen / Wash trout

Schließlich vermengen wir Buttermilch, Senf und Tabasco gut miteinander
20 - Marinade mischen / Mix marinade

und legen unseren Fisch zum marinieren darin ein. Das Behältnis stellen wir für mindestens 30 Minuten abgedeckt an einen kühlen Ort.
21 - Fisch marinieren / Marinate fish

Inzwischen müssten dann auch unsere Kartoffeln gar sein, die wir abgießen und etwas abkühlen lassen.
22 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

In der Zwischenzeit können wir den Feldsalat im Wasserbad gründlich waschen
23 - Salat waschen / Wash salad

und dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.
24 - Salat abtropfen lassen / Drain salad

Anschließend müssen wir ihn noch trocken schütteln. Da ich leider aktuell über keine Salatschleuder verfüge, nahm ich ein Stoff-Abtrocknetuch, gab den noch feuchten Salat hinein und wirbelte ihn so trocken, was wunderbar funktionierte.
25 - Salat trocken schütteln / Dry salad

Es folgt noch eine Kontrolle der Stilansätze auf verbliebene Wurzelstücke, die wir ggf. vorsichtig mit einem Messer entfernen ohne allerdings den Zusammenhalt des Blattstrunks zu zerstören. Bei abgepackten Salat findet man hier zwar weitaus seltener etwas als bei auf dem Markt erworbenen, aber sicher ist sicher.
26 - Wurzelstücke entfernen / Remove root pieces

Inzwischen müssten auch unsere Kartoffeln so weit abgekühlt sein, dass wir sie ohne Gefahr uns die Finger zu verbrennen schälen
27 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und in Scheiben schneiden können. Die Kartoffelscheiben legen wir in eine Salatschüssel.
28 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

Dann geben wir die Gemüsebrühe, die beiden Esslöffel Apfelessig und die gewürfelte Rote Zwiebel in einen kleinen Topf
29 - In Topf geben / Put to bowl

und lassen alles kurz aufkochen
30 - Aufkochen lassen / Boil up

um es dann, noch heiß, über die Kartoffelscheiben zu geben,
31 - Über Kartoffeln geben / Add to potatoes

das Öl hinzuzufügen
32 - Öl hinzufügen / Add oil

und alles schließlich gut zu vermengen. Die Mischung lassen wir dann für 30 Minuten ziehen, wobei wir sie gelegentlich erneut mischen.
33 - Gut vermengen / Mix well

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen, trocken schütteln
34 - Schnittlauch waschen / Clean chives

und in feine Röllchen zerkleinern
35 - Schnittlauch zerkleinern / Cut chives

sowie den Apfel waschen, vierteln und in schmale Scheiben schneiden.
36 - Apfel in Scheiben schneiden / Cut apple into slices

Außerdem können wir auch das Forellenfilet aus der Marinade nehmen, es gut abtropfen lassen und schließlich im Maisgriess panieren. Die so panierten Forellenfilet können wir auf einem Teller zwischenlagern bis wir sie wieder brauchen.
36 - Forellenfilet panieren / Coat trout fillet

Sind die dreißig Minuten für den Salat dann um, schmecken wir ihn mit Salz und Pfeffer ab,
37 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

heben das Schnittlauch unter
38 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

und fügen schließlich noch den Feldsalat
39 - Feldsalat addieren / Add field salad

und die Apfelstücke hinzu, die wir ebenfalls gut mit den anderen Zutaten mischen.
40 - Apfelstücke unterheben / Fold in apple slices

Damit ist der Salt fertig und wir brauchen nur noch 2 EL Öl in einer Pfanne zu erhitzen
41 - Öl in Pfanne geben / Add oil to pan

und die panierten Forellenfilets von beiden Seiten für jeweils 2 bis 3 Minuten goldbraun anzubraten. Die fertig gebratenen Filets lassen wir kurz auf einem Küchentuch abtropfen.
42 - Forellenfilet anbraten / Roast trout fillet

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Kartoffelsalat servieren und genießen. Wer mag kann den Fisch noch mit etwas Zitrone garnieren.
43 - serviert

Alleine schon der Kartoffelsalat erwies sich als sehr gelungen, denn der Geschmack seines würzigen Dressing aus Apfelessig, Rapsöl, roten Zwiebelstückchen und Gemüsebrühe harmonierte geschmacklich wie ich fand wunderbar mit den Kartoffelscheiben, dem Feldsalat und den Apfelstückchen, ohne dabei sonderlich schwer zu sein. So lasse ich mir Kartoffelsalat gerne gefallen. Dazu noch das durch das marinieren butterweiche Stück Forellenfilet in seiner dünnen, knusprigen Kruste aus Polenta ergab alles ein nicht nur als vollwertiges, sondern auch sehr leckeres Mittagessen. Ich war damit auf jeden Fall wieder einmal sehr zufrieden.

44 - Forellenfilet in Polentakruste mit grünem Kartoffelsalat / Trout fillet coated with polenta & green potato salad - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht kann sich diese Zusammenstellung absolut sehen lassen. Der leichte Kartoffelsalat liegt meiner Berechnung nach bei 680kcal für die gesamte Schüssel, das ergibt bei 3 Portionen gerade mal 227kcal pro Portion. Bei den Forellenfilets gestaltet sich die Berechnung aber etwas schwieriger, da ich nicht abschätzen kann wie viel von der Marinade im Fisch zurückgeblieben ist – ich nehme aber mal an dass die Menge verschwindend gering ist und berechne daher nur die Forellenfilets selbst, die Polenta und das Öl zum braten. So komme ich hier auf 197kcal pro fertigem Fischfilet-Stück. Somit ergibt sich für eine Portion Kartoffelsalat und ein Stück Forellenfilet eine Summe von 424kcal pro Portion. Für ein so reichhaltiges Gericht ein fantastischer Wert wie ich finde. Eine weiteres Gericht, dass ich in meine stetig wachsende Sammlung von leichten und dennoch überaus leckeren Rezepte einordnen kann. Damit soll das Thema Kartoffelsalat und Salate allgemein keinesfalls abgehakt sein – ich komme langsam wirklich auf den Geschmack und denke, dass es alsbald weitere Rezepte in dieser Richtung hier zu finden gibt. ;-)

In diesem Sinne: Guten Appetit

Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons – das Rezept

Nachdem ich ja gestern etwas größeren Aufwand beim kochen betrieben hatte, wollte ich es heute mal etwas simpler halten. Daher entschied ich mich dazu, einen Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons zuzubereiten. Dass ich dazu eine Pfanne verwendet habe ist dabei nur darin begründet, dass ich in der benötigten Größe einfach keinen passenden Topf parat hatte, dass soll am Namen des Rezeptes aber nichts ändern. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein leckeres und schnell zubereitetes Gericht, dass ich hier nun kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

180g Rinderfilet
01 - Zutat Rinderfilet / Ingredient fillet of beef

2 kleine oder 1 große Schalotte
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

100-120g Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

1 Dose 3-Minuten-Sauerkraut (350g Abtropfgewicht) (vorgekochtes Sauerkraut mit 3 Minuten Garzeit)
04 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

250ml Rinderbrühe
05 - Zutat Rinderbrühe / Ingredient beef stock

1-2 Zehen Knoblauch (nach eigenem Geschmack)
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3-4 Cornichons
07 - Zutat Cornichons / Ingredient pickled cucumbers

2 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 EL Saure Sahne
09 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver zum würzen
10 - Zutat Gewürze / spices

Beginnen wir nun damit, die Schalotten zu schälen
11 - Schalotten schälen / Peel shallots

und sie dann fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine Küchenmaschine, ist so etwas nicht im Haus kann man es natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.
12 - Schalotten zerkleinern / Grind shallots

Außerdem brausen wir die Champignons unter fließendem Wasser ab, tupfen sie mit einem Küchentuch trocken
13 - Pilze abbrausen / Rinse mushrooms

und schneiden sie in Scheiben. Größere Scheiben wie hier sollte man dabei am besten noch halbieren.
14 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

Nun waschen wir noch das Rinderfilet etwas ab, trocknen es
15 - Fleisch waschen / Wash meat

und schneiden es in Streifen. Auch hier halbierte ich die größeren Stücke noch einmal.
16 - Filet in Streifen schneiden / Cut fillet in stripes

Damit sind die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen und wir können die beiden Esslöffel Olivenöl in eine größere Pfanne oder einen Topf geben, es auf Betriebstemperatur erhitzen,
17 - Öl in Pfanne geben / Add oil

die Schalotten darin andünsten
18 - Schalotten andünsten / roast shallots gently

und schließlich noch den Knoblauch hinzu pressen.
19 - Knoblauch pressen / Add garlic

Anschließend fügen wir noch die Champignonscheiben hinzu
20 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

und braten alles für 3 Minuten unter gelegentlichem Wenden an.
21 - anbraten / roast

Dann geben wir auch die Rinderfilet-Streifen mit in die Pfanne
22 - Filetstreifen addieren / Add beef stripes

und braten sie ebenfalls für ein bis zwei Minuten an
23 - Rindfleisch anbraten / Roast fillet of beef

wobei wir sie mit Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver würzen.
24 - würzen / taste

Sind die Filetstreifen rundherum angebraten, fügen wir auch das Sauerkraut hinzu
25 - Sauerkraut beigeben / Add sauerkraut

gießen die Rinderbrühe auf
26 - Rinderbrühe aufgießen / Drain beef stock

und lassen alles kurz aufkochen um es dann für weitere drei bis vier Minuten auf mittlere Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
27 - Aufkochen / Heat up

Dabei probieren wir unsere Kreation auch gleich einmal
28 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal etwas mit Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Außerdem schneiden wir noch unsere Cornichons in Scheibchen
30 - Cornichons in Scheiben schneiden / Cut cucumbers in slices

und stellen dann die Platte aus, bevor wir sie in unser Gericht unterheben.
31 - Cornichons addieren / Add cucumber slices

Jetzt brauchen wir das Gericht nur noch in einem tiefen Teller anrichten und mit einem Esslöffel Sauren Sahne garnieren, anschließend können wir es servieren und genießen.
32 - Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons / Fillet of beef sauerkraut stew with pickled cucumbers - Serviert

Das Ergebnis war ein würzig-deftiges Gericht, in dem die zarten Rinderfilet-Streifen wie ich fand geschmacklich wunderbar mit dem Sauerkraut und den Cornichons harmonierten. Vermengt mit der Sauren Sahne ein wirklich sehr leckeres, wenn auch für den Sommer fast schon etwas zu deftiges Gericht. Im Grunde genommen handelt es sich dabei ja um eine Abwandlung eines Szegediner Gulasch, in dem man das normale Rind- oder Schweinefleisch einfach durch etwas hochwertigeres Filet ersetzt hat. Auch wenn ich selbst auf eine Sättigungsbeilage verzichtete, könnte ich mir hier gut eine Scheibe kräftiges Bauernbrot dazu vorstellen, mit dem man dann auch die verbliebene Flüssigkeit aus dem Teller noch aufsaugen kann. Auf Kartoffeln oder ähnliches würde ich aber aufgrund der Mächtigkeit dieses Gerichtes eher verzichten.

33 - Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons / Fillet of beef sauerkraut stew with pickled cucumbers - CloseUp

Obwohl das Gericht ziemlich mächtig erscheint, erwies es sich was die Nährwerte angeht als angenehm leicht – ich kam bei meiner Berechnung auf gerade mal 520kcal für die komplette Zubereitung inklusive der Sauren Sahne, das sind also gerade mal 260kcal pro Portion. Gut, ich bin mit dem Olivenöl sehr sparsam umgegangen und auch das magere Rinderfilet hat nicht viele Kalorien und Sauerkraut ist sowie ein angenehm leichtes Gemüse, aber einen so niedrigen Wert hatte ich wirklich nicht erwartet. Somit eignet sich dieses Gericht also auch wunderbar wenn man mal etwas leichter Speisen möchte. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen – es eignet sich aufgrund seiner schnellen Zubereitung dabei, wie ich finde, auch wunderbar für ein leichtes, warmes Abendessen. ;-)

Guten Appetit

Hähnchenbrust aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini – das Rezept

Heute wollte ich mich mal an etwas neuem Versuchen: Dem dünsten von Fleisch in Folie. Dazu hatte ich mir ein passendes Rezept herausgesucht und es noch um eine Sättigungsbeilage aus Zutaten ergänzt, die ich noch vorrätig hatte. So entstand heute in meiner Küche ein Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini an Ajvar-Kartoffelpüree. Klingt kompliziert, ist es aber wie ich fand überhaupt nicht. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen – eine wunderbar leckere Kombination, die ich hiermit in der gewohnten Weise einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

Für die Hähnchenbrust

5-6 Artischockenherzen (Glas oder Dose)
01 - Zutat Artischockenherzen / Ingredient artichoke hearts

1 kleine Zucchini (ca. 250g)
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

40g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
03 - Zutat getrockenet Tomaten / Ingredient dried tomatoes

350-400g Hähnchenbrustfilet
04 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

125ml trockenen Weißwein
05 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

einige Blättchen frisches Basilikum
06 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Für das Ajvar-Kartoffelpüree

600g Kartoffeln – mehlig kochende Sorte
07 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

4 EL Ajvar (Paprika-Würzpaste – gibt es im gut sortierten Einzelhandel oder im türkischen Supermarkt)
08 - Zutat Ajvar / Ingredient ajvar

100g Creme légère (oder Creme fraiche)
09 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

1 EL gehackte Petersilie (ich griff hier auf TK-Ware zurück)
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

ca. 60ml Milch
11-Zutat-Milch

sowie Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen.

Beginne wir damit, die Kartoffeln zu schälen und in ungefähr gleich große Stücke zu zerteilen
12 - Kartoffeln schälen und zerteilen / Peel & cut potatoes

um sie dann in etwas Salzwasser gar zu kochen.
12 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen waschen wir die Zucchini und schneiden sie in dünne Streifen. Ich verwendete dazu einfach die Brotmaschine, notfalls geht es aber bestimmt auch mit einem großen Messer.
14 - Zucchini schneiden / Cut zucchini

Anschließend geben wir die Zucchinistreifen in eine Schüssel und salzen sie etwas, um sie dann ca. 10 Minuten ziehen zu lassen.
15 - Zucchini salzen / Salt zucchini

Nun lassen wir die Artischockenherzen etwas abtropfen, vierteln sie dann,
16 - Artischockenherzen vierteln / Quarter artichoke hearts

und schneiden schließlich noch die getrockneten Tomaten in Streifen.
17 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut dried tomatoes in stripes

Die Hähnchenbrust zerteilen wir in zwei gleich große Stücke, entfernen ggf. unschöne Stellen
18 - Hähnchenbrust zerteilen / Cut chicken breast

waschen sie gründlich unter fließendem Wasser, tupfen sie trocken
19 - Hähnchenbrust gründlich waschen / Wash chicken breast

und würzen sie dann von beiden Seiten gut mit Salz und Pfeffer, das wir mit dem Finger etwas ins Fleisch einreiben.
20 - Hähnchenbrust salzen & pfeffern / Taste chicken breast with salt & pepper

Inzwischen müssten auch die Kartoffeln durch sein, so dass wir sie abgießen und etwas abkühlen lassen können.
21 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

Nun ist ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen. Aus einer Rolle Alufolie schneiden wir dann zwei 30 x 30cm große Stücke ab
22 - Alufolie zuschneiden / Cut aluminium foil

und belegen diese dann mittig mit jeweils der Hälfte des gesalzenen Zucchinistreifen.
23 - Mit Zucchini belegen / Plate with zucchini

Auf die Zucchini platzieren wir unsere gewürzte Hähnchenbrust
24 - Hähnchenbrust auflegen / Add chicken breast

die wir dann mit den Tomatenstreifen
25 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und den geviertelten Artischockenherzen garnieren. Alles würzen wir noch einmal gut mit Salz und Pfeffer.
26 - Artischockenherzen anordnen / Add artichoke hearts

Anschließend falten wir die Alufolie zu nestartigen Päckchen zusammen, wobei wir vorerst noch oben eine kleine Öffnung lassen, und legen beide Päckchen auf ein Backblech.
27 - Zusammenfalten / Fold

Durch die verbliebene Öffnung gießen wir jeweils etwa die Hälfte des trockenen Weißweins auf
28 - Mit Weißwein aufgießen / Infuse white wine

und verschließen die Päckchen dann gut.
29 - Päckchen schließen / Close packets

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein, wo es ca. 30 Minuten verbleiben muss.
30 - Backen / bake

Während die Hähnchenbrust vor sich hin backt, können wir uns auch um unsere Sättigungsbeilage kümmern. Dazu pressen wir die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder stampfen sie,
31 - Kartoffeln pressen / Mash potatoes

und geben alles im Topf dann auf den Herd, wo wir Creme légère und Ajvar hinzufügen
32 - Ajvar & Creme legere addieren / Add ajvar & creme legere

wo wir alles gut vermengen
33 - Vermengen / Mix

und dabei noch den Esslöffel Petersilie
34 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

und die Milch unterheben.
35 - Milch unterheben / Add milk

Zuletzt erhitzen wir alles und würzen es dabei mit viel Salz, ein wenig Pfeffer und einer kräftigen Prise Muskatnuss
36 - würzen / taste

und lassen es für einige Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir nicht vergessen sollten es regelmäßig umzurühren.
37 - Köcheln lassen / simmer

Außerdem waschen wir die Basilikumblätter, schütteln sie trocken und zerkleinern sie etwas.
38-Basilikum-schneiden

Nach dreißig Minuten können wir das Backblech dann dem Ofen entnehmen und die Päckchen öffnen – aber bitte mit Vorsicht denn der enthaltene Dampf ist sehr heiß.
38 - Fertig gebacken / Finished baking

Nun brauchen wir die Hähnchenbrüste nur noch auf eine Teller bugsieren, das Ajvar Kartoffelpüree hinzufügen und alles mit den geschnittenen Basilikumblättern garnieren.
40 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - Serviert

Alleine schon das wunderbar würzige Kartoffelpüree mit Ajvar war ein wahrer Traum geworden. Dennoch wurde es von dem auf einem Bett aus gedünsteten Zucchinischeiben ruhenden, saftig-würzigen Hähnchenbrustfilet geschmacklich sogar noch übertroffen. Das Aroma der Tomaten und auch der zart gedünsteten Artischockenherzen war beim geschlossenen Garen zusammen mit dem Weißwein ein wenig in das Fleisch eingezogen und gaben ihm eine wunderbar leckere Note. Abgerundet wurde das Ganze schließlich durch die Garnitur aus frischen Basilikumblätter, die dem Gericht sozusagen den letzten Schliff gaben. Traumhaft kann ich da nur sagen.

41 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - CloseUp

Und auch meine Befürchtungen dass die Hähnchenbrust nicht ganz durch werden würde, erwiesen sich als vollkommen unbegründet – das Fleisch war gleichmässig und saftig durchgegart worden.

42 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - CloseUp 2

Kommen wir abschließend noch wie üblich zu den Nährwerten. Die Hähnchenbrust alleine erwies sich laut meiner Kalkulation mit gerade mal 307kcal pro Portion als angenehm leicht. Hinzu kommen noch einmal 308kcal für die Sättigungsbeilage aus Kartoffeln, Ajvar, Creme légère und Milch, womit wir bei einer Summe von 615kcal pro Portion wären. Dies halte ich für absolut akzeptabel und sogar leichte Kost, zumal man hier auch die Größe der Portion betrachten muss, die dabei entstanden ist. Reduziert man die Menge der verwendeten Kartoffeln im Kartoffelpüree und die Größe der Hähnchenbrust noch etwas, kann man aber noch einmal etwas sparen und notfalls kann man sogar das Kartoffelpüree einfach weglassen. Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes und mit relativ geringem Aufwand zuzubereitendes Gericht, das ich nicht nur jedem Feinschmecker vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit

Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange – das Rezept

Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich vor kurzem auf dieses Rezept für eine Meeresfrüchtepizza mit Fenchel & Orange, was mich dazu bewog mich das dritte mal in Folge nach der Kartoffel-Hack-Pizza mit Paprika, Avjar & Frischkäse und der Schwedenpizza, einem Lachskuchen, an einer Pizzazubereitung zu versuchen. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, also was solls. Vor allem die Kombination aus Meeresfrüchten, Fenchel und Orangenschale reizte mich hier ganz besonders und das Ergebnis war was den Geschmack anging wirklich gelungen wie ich fand, daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 6 kleine Pizzen?

Für den Teig

200g Dinkelvollkornmehl
01 - Zutat Dinkelvollkornmehl / Ingredient spelt whole wheat flour

200g Dinkelmehl (Typ 630)
02 - Zutat Dinkelmehl Typ 630 / Ingredient spelt flour

1/2 Würfel Hefe (ca. 21g)
03 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

1/2 TL Salz
04 - Zutat Salz / Ingredient salt

250ml lauwarmes Wasser
05 - Zutat lauwarmes Wasser / Ingredient lukewarm water

Für den Belag

250g Meeresfrüchte (TK – eine Mischung aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch)
06 - Zutat Meeresfrüchte / Ingredient seafood

1 kleine Knolle Fenchel (ca. 250g)
07 - Zutat Fenchel / Ingredient fennel

200g passierte Tomaten
08 - Zutat passierte Tomaten / Ingredient strained tomatoes

50g in Öl eingelegte Tomaten
09 - Zutat Tomaten in Öl / Ingredient tomatoes in oil

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 kleine Bio-Orange
11 - Zutat Bio-Orange / Ingredient orange

2 Zehen Knoblauch
12 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2-3 EL Avjar (optional – hatte ich noch übrig)
13 - Zutat Avjar / Ingredient avjar

250g Mozzarella
14 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

Salz, Pfeffer & Chilipulver zum würzen
15 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

Während die Meeresfrüchte langsam auftauen, beginnen wir damit den Teig vorzubereiten. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel
16 - Mehle in Schüssel geben / Add flours to bowel

fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu
17 - Salz addieren / Add salz

und vermengen alles dann gut miteinander.
18 - Vermengen / Mix

Anschließend pressen wir eine Kuhle in die Mitte der Mischung, bröseln den halben Würfel Hefe hinein
19 - Hefe hinein bröseln / Crumble yeast

und gießen alles mit 250ml lauwarmen Wassers auf,
20 - Wasser aufgießen / Add water

um es dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine so lange zu bearbeiten
21 - Kneten / Kneat

bis ein glatter Teig entstanden ist
22 - Teig vor dem Gehen / Dough before raising

den wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen.
23 - Teig abgedeckt gehen lassen / Raise dough covered

Während er Teig arbeitet, spülen wir die Orange unter heiß ab, trocknen sie
24 - Orange heiß abspülen / Wash orange

und reiben dann die Schale mit der feinen Seite einer Küchenreibe ab.
25 - Schale abreiben / zest orange peel

Das Ergebnis ist zwar recht mickrig, aber die Menge reicht dicke aus um den gewünschten geschmacklichen Effekt zu erzielen.
26 - Abgeriebene Orangenschale / orange zest

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein,
27 - Knoblauch fein hacken / Cut garlic

waschen die Fenchelknolle und Würfeln sie ebenfalls fein
28 - Fenchel würfeln / Dice fennel

schneiden die abgetropften Stücke der in Öl eingelegten Tomaten in Streifen
29 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut tomatoes in stripes

und schneiden den Mozzarella in Scheiben.
35 - Mozzarella schneiden / Cut mozzarella

Nun geben wir die passierten Tomaten mit dem Knoblauch und dem Abrieb der Orangeschale in eine Schüssel
30 - Passierte Tomaten, Knoblauch & Orangenschale in Schüssel geben / Add strained tomatoes, garlic & orange to bowel

fügen das Tomatenmark
31 - Tomatenmark hinzugeben / Add tomato puree

und den Avjar hinzu
32 - Avjar addieren / Add avjar

und verrühren alles gut miteinander
33 - Gut verrühren / Mix

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.
34 - würzen / taste

Wenn die Meeresfrüchte aufgetaut sind, spülen wir sie unter fließendem Wasser noch einmal ab und tupfen sie dann trocken.
39 - Meeresfrüchte abspülen / Swill seafood

Ist der Teig nach ca. 30 Minuten dann gut aufgegangen, können wir unsere Backofen schon mal auf 225 Grad vorheizen.
36 - Teig aufgegangen / Raised dough

Dann teilen wir den Teig ihn in 6 etwa gleich große Portionen auf
37 - Teig aufteilen / Divide dough

und rollen ihn mit Hilfe eines Nudelholzes zu kleinen Fladen aus.
38 - Teig ausrollen / Roll dough

Haben wir drei Fladen ausgerollt – so viele gingen zumindest bei mir auf ein Blech – legen wir sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie mit der Tomatensauce.
40 - Mit Sauce bestreichen / Cover with sauce

Anschließend bestreuen wir sie großzügig mit dem gewürfelten Fenchel,
41 - Mit Fenchel belegen / Seize with fennel

fügen die in Streifen geschnittenen Tomaten hinzu
42 - Tomatenstreifen hinzufügen / Add tomato stripes

und belegen es dann gleichmässig mit den Meeresfrüchten
43 - Mit Meeresfrüchten belegen / Add seafood

um es dann mit den Mozzerellascheiben abzuschließen.
44 - Mit Mozzarella belegen / Add Mozzarella

Inzwischen müsste auch der Backofen auf 225 Grad aufgeheizt sein, so dass wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein schieben und für 15 bis 20 Minuten backen lassen.
45 - Auf der unteresten Schiene backen / Bake on lowermost splint

Während die ersten drei Fladen backen, rollen wir die übrigen drei Teigportionen ebenfalls aus, geben sie auf ein weiteres Stück Backpapier und belegen sie wie bereits oben beschrieben mit den verbliebenen Zutaten. Sind unsere ersten drei Pizzen dann fertig, ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech, geben die zweite Ladung auf das Blech und schieben es zurück in den Ofen, wo es weitere 15 bis 20 Minuten verbleibt.
46 - Fertig gebacken / Baked

Die erste Ladung können wir aber gern schon servieren und genießen – oder aber warm stellen bis alles fertig ist.
47 - Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange / Spelt pizza with seafood, fennel & orange - Serviert

Aufgrund der geringen Menge an Abriebs der Orangenschale hatte ich zuerst überlegt, eine weitere Orange zu verwenden – aber es erwies sich als gut dass ich dies nicht getan hatte, denn trotz der geringen Menge machte sie der Orangengeschmack deutlich bemerkbar und gab der Meeresfrüchtepizza ein leicht fruchtiges Aroma. Mehr Schale hätte den Orangengeschmack eindeutig zu dominant werden lassen, so aber war er meiner Meinung nach genau richtig. Gemeinsam mit dem dünnen, knusprigen und etwas dunkleren Dinkel-Pizzaboden, der fruchtig-würzigen Tomaten-Avjar-Sauce, den gut durchgebackenen Fenchelwürfeln und den zahlreichen Meeresfrüchten ergab diese mit geschmolzenem Mozzarella bedeckte Pizzazubereitung ein überaus leckeres und interessantes Geschmackserlebnis, das meine Erwartungen an eine solche Zusammenstellung absolut erfüllte. Zumal Fenchel und Fisch bzw. Meeresfrüchte ja, wie ich im Rahmen der Recherche für diesen Beitrag las, auch eine klassische Kombination ergeben. Ich fand die Zubereitung auf jeden Fall absolut gelungen.

48 - Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange / Spelt pizza with seafood, fennel & orange - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich dieses Gericht durchaus sehen lassen. Ich kam bei meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500 kcal für alles zusammen, also liegt der Nährwert für ein Pizzastück bei gerade mal 417kcal. Eine angenehm leichte und doch sehr leckere Pizzazubereitung, die ich nicht nur den Liebhabern von Meeresfrüchten wärmstens weiterempfehlen kann. Der Geschmack ist dabei gar nicht exotisch wie es zuerst den Anschein hat, viel mehr handelt es sich um eine weitere interessante Alternative zur Standard-Pizza, die ich durchaus häufiger auf meinem Speiseplan vorstellen könnte. Einzig die Menge werde ich wohl beim nächsten mal reduzieren, denn mit den zwei Blechen hätte ich bestimmt vier bis fünf Personen bewirten können. ;-)

Guten Appetit