Würstchen im Brotteig – das Rezept
7.04.2013 20:14 backexperimente, kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nachdem ich Würstchen ja bereits in Blätterteig als auch in Croissants verwendet hatte, wollte ich heute mal versuchen, sie in Brotteig einzubacken. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Daher möchte ich es nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.
Was benötigt man also für 6 Stück?
100g Weizen-Vollkornmehl (Typ 1050)

6-8 Würstchen
(z.B.Cabanossi, Rohpolnische oder Wiener Würstchen)

Saucen nach Wahl
(z.B. Ketchup, BBQ-Sauce oder Knoblauchsauce)

Beginnen wir nun damit das Salz und die beiden Mehle in eine Schüssel zu geben

und drücken dann eine kleine Mulde in die Mitte des Mehls, in welche wir die Hefe hinein bröseln.

Dann gießen wir das lauwarme Wasser hinzu

und verkneten dann alles mit dem Handmixer und den Händen

bis wir einen einheitlichen Teig erhalten.

Diesen decken wir mit einem Küchentuch ab und lassen ihn an einem warmen Ort, z.B. auf der Heizung, für mindestens 30 Minuten gehen. Ist der Teig dann aufgegangen

wiegen wir den fertigen Teigklumpen

und teilen ihn dann mit Hilfe der Waage in sechs gleich große Portionen auf.

Diese rollen wir nun auf einer leicht bemehlten Fläche länglich aus

den Würstchen, die wir anstechen damit sie beim backen nicht Platzen,

und fügen dann eine Sauce nach Wahl hinzu.

Nun rollen wir die Fladen an der Längsseite auf und drücken dabei den Teig an den Nahtstellen zusammen. Die fertigen Rollen geben wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen sie für weitere fünf Minuten unter einem Küchentuch weiter gehen. Außerdem können wir jetzt auch damit beginnen den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.

In der Zwischenzeit schlagen wir das Ei auf und verquirlen es gründlich.

Mit der Eimasse besteichen wir dann unsere Teigrollen – dies gibt ihnen nach dem Backen eine ansprechende Farbe.

Abschließend bestreuen wir sie noch mit Sesam oder Mohn, die dank der Eimasse gut haften bleiben.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein und backen sie dort für 30 bis 35 Minuten.

Leider ist mir dabei der Käse teilweise etwas ausgelaufen, aber das hatte glücklicherweise so gut wie keinen Einfluss auf das geschmackliche Endergebnis. Seltsamerweise war es wieder nur der Chester, der auslief, daher werde ich wohl in Zukunft davon absehen, ihn noch einmal fürs Backen zu verwenden.

Nun brauchen wir die Teigrollen nur noch servieren und genießen.

Sowohl frisch aus dem Backofen als auch im abgekühlten Zustand ein wirklich sehr gelungener Snack. Der Teig war angenehm dünn und knusprig geworden und Füllung aus Wurst, Käse und verschiedenen Saucen sorgte dafür, dass der Teig alleine nicht zu trocken, sondern alles in Summe angenehm würzig und saftig geworden war. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und habe somit zeigen können, dass sich auch Brotteige wunderbar dazu eignen um Würstchen im Schlafrock herzustellen. Vielleicht hätte ich nur den Teig nicht ganz so dünn ausrollen sollen, dann hätte ich mehr weichen Brotteig gehabt – aber das kann ich ja beim nächsten Mal ändern. Geschmeckt hat es auf jeden Fall auch so.
Die hier gezeigten Füllungen sind natürlich nur Vorschläge, hier kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich könnte mir hier nicht nur Würstchen, sondern zum Beispiel auch gewürztes Hackfleisch gut vorstellen. Der Fantasie sind sozusagen kaum Grenzen gesetzt.
Guten Appetit

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Flammkuchen aus Filo-Teig (Yufka) – das Rezept
6.04.2013 18:40 kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Der Filo- (griechisch “Blatt”), Yufka- (türkisch) oder Malsouka- (nordafrikanisch) Teig ein aus der Küche Griechenlands, Arabiens und der Türkei nicht wegzudenkende, einfach Zubereitung aus Mehl, Wasser und Salz, die dem europäischen Strudel- oder Blätterteig ähnlich ist. Früher bekam man es vor allem in türkischen Supermärkten, inzwischen findet er sich aber glücklicherweise auch im Kühlregal jedes gut sortierten westlichen Supermarktes. Verwendet wird er traditionell zum Beispiel beim griechischen Spanakopita oder beim türkischen Börek, man kann ihn aber auch für traditionell mitteleuropäische Gerichte verwenden wie zum Beispiel für einen leckeren Flammkuchen. Und genau das wollte ich heute mal ausprobieren.
Was brauch man also für ein Blech (ca. 6-8 Stück)?
5-6 hauchdünne Blätter Filoteig

1 große oder 2 kleinere Zwiebeln

1 Becher Creme legere oder Creme fraiche – bevorzugt mit Kräutern (125g)

ca. 180g gerieben Käse (z.B. Edamer)

etwas Schnittlauch zum garnieren (optional)

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und sie in dünne Spalten zu schneiden.

Dann können wir schon damit beginnen, unseren Backofen auf 180 Grad vorheizen zu lassen.
Sobald wir den Filoteig ausgepackt haben, entnehmen wir eine der dünnen Teigplatten, legen sie – vorsichtig, damit nichts reißt – auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und pinseln sie mit kalten Wasser ein. Dann folgt, leicht versetzt, die nächste Platte, die wir wieder mit Wasser bepinseln. So fahren wir fort bis wir fünf oder sechs der dünnen Teigscheiben übereinander geschichtet haben. Das ganze sollte möglichst schnell von statten gehen, damit der Teig nicht zu sehr durchweicht.

Anschließend bestreichen wir die Teigplatten vorsichtig mit der Creme legere bzw. Creme fraiche,

belegen alles großzügig mit den Zwiebelspalten

und verteilen darauf noch mit die Würfelchen aus geräuchertem, mageren Speck.

Abschließend bestreuen wir alles mit dem geriebenen Käse. Ich griff wie bereits einleitend erwähnt hier zu geriebenen, würzigen Edamer.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 15 bis 20 Minuten überbacken.

In der Zwischenzeit können wir den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.
Hat der Käse dann den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, entnehmen wir das Blech schließlich wieder

und können unseren unmittelbar zerteilen und mit den Schnittlauchröllchen garniert servieren.

Auch auf dem dünnen, knusprigen Filoteig erwies sich die Kombination aus durch die Kräuter leicht würzigen Creme fraiche, den milden roten Zwiebeln, den knackigen Speckwürfeln und dem ebenfalls angenehm würzigen Käse als wahrer Genuss. Obwohl im Rohzustand bestrichen, war der Teig – wohl aufgrund der mehrfachen Schichtung – dabei wirklich größtenteils angenehm knusprig gebacken und erwies sich als sehr gelungene Alternative zum Blätter- oder dem traditionellen dünnen Brotteig. Die Garnitur aus frischem Schnittlauch rundete das ganze schließlich geschmacklich sehr gelungen ab. Und nicht nur als warmes Hauptgericht, sondern auch kalt und als Fingerfood z.B. auf einer Party serviert eignet sich dieses Rezept wirklich vorzüglich.
Werfen wir abschließend wie üblich einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt der Gesamtwert des Bleches dank des mageren Specks und der leichten Creme legere bei ca. 1600kcal. Aufgeteilt auf 6 Stücke liegt ein Stück also bei etwa 267kcal. Das ist für einen Flammkuchen wie ich finde mehr als akzeptabel. Der Belag ist dabei natürlich beliebig variierbar – ich könnte mir auch gut noch etwas blanchiertes Lauch, ein paar Pilze oder vorher leicht angebratene Paprikastreifen darauf vorstellen. Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mal schauen was es noch so an Rezepten mit Filoteig gibt – denn dies war bestimmt nicht das letzte Mal dass ich diese Teigvariante in einem meiner Kochexperimente verwendet habe.
Guten Appetit

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Cordon bleu vom Kalb mit Potato Wedges & Buttergemüse – das Rezept
24.03.2013 21:03 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Zum heutigen Sonntag wollte ich mich mal an etwas ganz feinem versuchen: Einem Cordon bleu aus Kalbsfleisch, dazu entschied ich mich für etwas Buttergemüse mit Erbsen und Möhren sowie einigen Kartoffelwedges aus dem Backofen. Kalbsfleisch ist zwar etwas teurer, aber wie auch das Original Wiener Schnitzel wird auch das Cordon bleu normalerweise mit Kalb zubereitet. Da wollte ich bei meinem selbst gemachten Cordon bleu nichts nachstehen. Und ich sollte die Entscheidung nicht bereuen, das Ergebnis meines heutigen Kochexperimentes ließ wirklich nichts zu wünschen übrig.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
Für die Wedges
6 größere Kartoffeln (ca. 900g)

sowie etwas Kräutersalz, Paprikapulver und eine Prise Knoblauchgranulat zum würzen

Für das Cordon bleu
2 Kalbsschnitzel – ca. 1,5cm dick

4 Scheiben Greyerzer (Alternativ Emmentaler oder ein anderer würziger Käse)

1 größeres oder 2 kleine Hühnereier

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Für das Buttergemüse
1 große Dose Erbsen und Möhren

1 EL Butter (ca. 15g)
1 EL Mehl
sowie Salz, Pfeffer und Fondor zum würzen
Beginnen wir damit, die Kartoffeln zu schälen

und sie in Spalten zu schneiden.

Dann vermengen wir das Öl mit den Gewürzen

und geben es gemeinsam mit den Wedges in einen Plastikbeutel und schütteln alles gut durch damit sich alle Wedges mit dem Öl bedecken. Den gefüllten Beutel legen wir bei Seite und beginnen, den Ofen auf 190 Grad vorzuheizen.

Nun waschen wir das Kalbsfleisch gründlich, tupfen es trocken

und schneiden dann im Schmetterlingsschnitt das Fleisch auf, so dass wir es auseinander klappen können.

Anschließend klopfen wir das Fleisch mit dem Fleischhammer flach

und würzen es von allen Seiten mit Salz und Pfeffer.

Dann belegen wir das Innere der Kalbsschnitzel mit Käse

und klappen sie dann zusammen. Ggf. kann man sie noch mit einer Rouladennadel oder Zahnstocher sichern. Da es sich um recht große Stücke handelte entschied ich mich hier, sie noch einmal in der Mitte zu halbieren.

Inzwischen müsste auch der Ofen vorgeheizt sein, so dass wir die Wedges auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten

und dieses auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben.

Dann verquirlen wir das Ei in einem tiefen Teller, geben etwas Paniermehl auf einen weiteren flachen Teller und wälzen die Kalbsschnitzel zuerst um Ei und dann im Paniermehl.

Außerdem lassen wir die Erbsen und Möhren abtropfen und fangen dabei die Flüssigkeit auf. Dabei können wir etwas größere Möhren auch gleich mit dem Messer halbieren.

Während wir in einer Pfanne etwas Öl erhitzen

lassen wir die Butter in einem Topf schmelzen,

verrühren den Esslöffel Mehl mit einem Schneebesen klumpenfrei mit der Butter

und geben dann das Gemüse hinzu, das wir mit etwas von der Brühe aufgießen.

Dann kochen lassen wir es vor sich hin köcheln und würzen das Gemüse dabei mit Salz, Pfeffer und Fondor.

Während das Gemüse kocht, braten wir die Kalbsschnitzel von beiden Seiten scharf an.

Sobald die Wedges fertig sind, würzen wir sie etwas mit Salz und können das Gericht schließlich servieren und genießen.

Die Kalbsschnitzel mit ihrer Füllung aus würzigem Greyerzer Käse und Kochschninken und der knusprigen Panade waren alleine schon sehr gelungen. Gemeinsam mit den pikant gewürzten, gebackenen Potato Wedges als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren in ihrer sämigen Sauce ergab sich ein sehr gelungenes und sättigendes Mittagsgericht.
Hier hat sich die etwas größere Investition in Kalbsfleisch auf jeden Fall gelohnt. Aber auch die Auswahl des richtigen Käses ist von einiger Bedeutung und da war ich froh mit an der Käsetheke zu einem besonders würzigen Greyerzer gegriffen zu haben. Insgesamt ein sehr schmackhaftes und gar nicht mal so kompliziert zuzubereitendes Gericht, das aus meiner Sicht alle Anforderungen an ein leckeres Sonntagsmenu erfüllte.
Guten Appetit

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Blätterteigschnecken mit Salami & Frischkäse – das Rezept
22.03.2013 17:36 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
In meinem Kühlschrank lagerte noch eine Rolle Blätterteig, die ich als Notfall-Ersatz besorgt hatte falls der Mürbeteig meines Rosenkohl-Quiches mit karamellisierten Sherry-Zwiebeln nichts werden sollte. Da ich sie dann (wie man gesehen hat) doch nicht gebraucht hatte, musste ich mir nun etwas anderes überlegen was ich damit anfange. Dabei entstand heute dieses Rezept, das ich als Blätterteigschnecken (oder Blätterteigrolle) mit Salami und Frischkäse bezeichnen möchte. Ein sehr leckerer Snack bzw. Fingerfood, das sich auch sehr gut für das Buffet auf einer Party oder Familienfeier eignet, aber auch für den privaten Fernsehabend nicht unpassend ist, da es schnell und unkompliziert zuzubereiten ist.
Was brauchen wir also alles dafür?
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (275g)

150g – 175g Frischkäse mit Kräutern (ich wählte eine Sorte mit französischen Kräutern)

etwas Butter oder Öl zum andünsten
eventuell etwas Käse nach Wahl (Edamer, Mozzarella etc.)
Beginnen wir also damit die Zwiebel fein zu würfeln – ich nahm dazu wie üblich meinen manuellen Blitzhacker –

und die Salami etwas zu zerkleinern.

Anschließend schmelzen wir etwas Butter (alternativ geht natürlich auch Olivenöl oder was immer man im Haus hat) in einer Pfanne

und dünsten die zerkleinerte Zwiebel darin glasig an.

Dann geben wir die Salamistückchen hinzu und braten sie ebenfalls für zwei bis drei Minuten bei mittlerer Hitze mit an. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.

Nun ist es an der Zeit, den Blätterteig auf einer passenden Unterlage auszubreiten

und ihn mit dem Kräuterfrischkäse zu bestreichen.

Darauf verteilen wir die inzwischen etwas abgekühlte Mischung aus Zwiebeln und Salami

und rollen dann alles vorsichtig und gleichmäßig von beiden Seiten her auf.

Zwar könnten wir das Ganze jetzt bereits schneiden, aber der nun zimmerwarme Teig ist sehr weich und würde sich beim schneiden verziehen und gepresst werden. Daher wickeln wir unseren aufgerollten Blätterteig erst einmal in etwas Frischhaltenfolie ein und legen ihn für ca. 30 Minuten ins Gefrierfach oder die Tiefkühltruhe.

Wenn wir ihn anschließend wieder herrausnehmen, ist er zwar noch nicht gefroren, aber zumindest so fest dass wir ihn mit einem großen scharfen Messer problemlos in 0,8 bis 1 cm dicke Scheiben schneiden können. Außerdem ich jetzt auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 180 Grad vorheizen zu lassen. (Der Wert gilt für Ober- / Unterhitze-Öfen – Gas und Umluft evtl. abweichend)

Die so entstandenen Brezelrohlinge legen wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech

verquirlen das Eigelb und bestreichen die Teigstücke damit. Dadurch bekommt der Blätterteig beim Backen etwas mehr Farbe.

Wer das mag, kann auch gerne einige der Rohlinge mit Käse nach Wahl bestreuen. Ich verwendete hier Edamer und Mozzarella, den ich noch im Haus hatte.

Hat der Ofen dann die gewünschte Betriebstemperatur erreicht, schieben wir unser Backblech auf der mittleren Schiene hinein und lassen dort alles für 25 bis 30 Minuten zu backen.

Anschließend können wir das Backblech entnehmen

und dann die Blätterteigbrezeln servieren und genießen.

Dank der Verwendung von bereits gut gewürzter Salami war ein zusätzliches Würzen mit Pfeffer nicht notwendig. In Kombination mit dem ebenfalls durch die Kräuter angenehm würzigen Frischkäse und dem luftig lockeren Blätterteig erwiesen sich diese kleine Fingerfood-Kreation aber als wahrer Genuss. Der Käse gibt ihnen noch eine zusätzliche angenehme Geschmacksnote, es es schmeckt auch ohne meiner Meinung nach sehr gut. Sowohl warm als auch kalt erwiesen sich diese Blätterteigschnecken als wahrer Genuss.
Das ganze erwies sich, ganz wie erwartet, natürlich nicht gerade als leichter Genuss. Die gesamte Zubereitung kommt meiner Berechnung nach – ohne Berücksichtigung des Käses – auf 2200kcal. Aufgeteilt auf sagen wir 25 Teile hat eine solche Blätterteigbrezel somit im Durchschnitt 88kcal. Das klingt im ersten Moment zwar nicht viel, summiert sich aber schnell da man ja in der Regel nicht nur eine isst. Da kommen schnell mal einige hundert kcal zusammen. Hier könnte man natürlich noch etwas kcal sparen, indem man eine Light-Variante des Kräuterfrischkäses und fettarme Putensalami einsetzt. Aber bei Fingerfood bin ich da ja nicht so – hauptsache es schmeckt. Und das war hier auf jeden Fall gegeben.
Guten Appetit
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Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise – das Rezept
17.03.2013 18:43 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Auch wenn die Sauce Hollandaise (Holländische Sauce) eigentlich zu den Grundsaucen der französischen Küche gehört, kennt man sie hier in Deutschland doch vor allem zu Spargel und eventuell noch zu Fischgerichten. Auf den Gedanken sie gemeinsam mit Gyros in einem Nudelauflauf zu verwenden war ich bisher nicht gekommen. Daher war ich auch etwas skeptisch, als ich auf dieses Rezept hier stieß, aber meine Neugier und der Drang immer mal etwas neues auszuprobieren bewegte mich schließlich dazu, das Ganze mal auszuprobieren. Und ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert, auch wenn es sich hierbei um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Zubereitung erfreulich einfach und schnell zu bewerkstelligen ist. Daher möchte ich natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in üblicher Form vorzustellen.
Was braucht man also für 3-4 Portionen?
410g fertig mariniertes Gyros vom Schwein

250g Fusilli (Spiralnudeln) - ich wählte dieses Mal eine Vollkorn-Sorte

1 Dose feine Erbsen (400g – 280g Abtropfgewicht)

1 Päckchen Sauce Hollandaise (250g) (wer mag kann sie aber gerne auch selbst machen)

100 – 120g geriebenen Emmentaler

Fangen wir damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.

Während das Wasser aufheizt, wenden wir uns den Zwiebeln zu und schälen sie, um sie dann in Spalten zu schneiden.

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Knoblauchzehe.

Sobald das Wasser kocht, salzen wir es etwas

und kochen darin dann unsere Nudeln gemäß Packungsbeschreibung bissfest.

Parallel erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,

dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an

und geben dann das Gyrosfleisch hinzu, das wir scharf von allen Seiten abraten.

Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze wieder etwas und geben die Zwiebelspalten hinzu,

die wir für einige Minuten mit anbraten bis sie weich und glasig geworden sind. Anschließend nehmen wir die Pfanne vom Herd.

Inzwischen müssten auch unsere Nudeln gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, die Erbsen abtropfen zu lassen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 210 Grad vorzuheizen.
In eine passende Auflaufform, die wir übrigens nicht auszufetten brauchen, füllen wir nun die Nudeln ein. Ich nutzte die Gelegenheit, endlich mal meine kürzlich ererbte Jenaer Glasform zu testen.

Die Nudeln bestreuen wir mit etwas Käse

und verteilen dann gleichmäßig die Erbsen darauf.

Es folgen nun Fleisch und Zwiebeln

die wir großzügig mit geriebenem Emmentaler bestreuen

und schließlich gleichmäßig mit der Sauce Hollandaise übergießen.

Abschließend können wir noch etwas mehr Käse aufstreuen.

Der Platz in der Jenaer Glasform war recht knapp gewesen, aber letztlich hatte dann glücklicherweise doch alles hineingepasst.

Der Backofen müsste inzwischen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Scheine hinein geben und dort 20 bis 25 Minuten überbacken können. Die oberste Schicht sollte dabei stellenweise eine leichte Bräune erreichen.

Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, können wir Auflaufform wieder entnehmen und den Ofen ausschalten.

Wie man sehen kann, hat sich während das Backprozesses die Sauce Hollandaise schön zwischen den anderen Zutaten verteilt. Außerdem war etwas von der Marinade des Gyros ebenfalls nach unten gelaufen und hatte die Nudeln etwas mit gewürzt.

Nun brauchen wir das Gericht nur noch servieren und genießen.

Und ich muss zugeben, dass ich von dem Ergebnis wirklich begeistert war. Entgegen meiner Befürchtung harmonierten die Sauce Hollandaise und das marinierte Gyros geschmacklich wunderbar miteinander und gaben dem Gericht genügend Würze und Aroma, dass man auf jegliche andere Würz-Zutaten gänzlich verzichten konnte. Die Erbsen als Gemüsekomponente, die im ursprünglichen Rezept übrigens nicht enthalten gewesen waren, sondern die ich auf einiges Gutdünken addiert hatte, rundeten die Mahlzeit schließlich sehr gelungen ab. Hier wären aber auch andere Gemüsesorten wie vorgekochter Spinat oder vielleicht Erbsen und Möhren denkbar.
Werfen wir abschließend wie gewohnt einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ich komme in meiner Kalkulation auf 2600kcal für die gesamte Zubereitung, bei vier Portionen wären das 650kcal pro Portion, bei drei (zugegebenermaßen recht großen) Portionen sogar 867kcal. Aber ich hatte ja einleitend schon erwähnt, dass es sich hier um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Hier kann man aber durch den Einsatz einer leichten Sauce Hollandaise und Putengyros nach meiner Berechnung auf das gesamte Gericht gesehen gut 500kcal einsparen. Aber darum ging es mir heute nicht, einmal in der Woche kann man auch mal über die Stränge schlagen. Mir jedenfalls hat die Zubereitung so wie sie war wunderbar geschmeckt und ich kann das Gericht trotz der recht hohen Nährwerte vorbehaltlos weiter empfehlen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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